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Kindermund: Der Tod kommt schneller, als man denkt

Meine Kollegin erzählte mir folgende Begebenheit:
Sie hat einen Jungen in Therapie, der leidenschaftlich gerne schnitzt und vor kurzem sein Taschenmesser verloren hat. Zufällig entdeckt sein wacher Blick an ihrem Schlüsselbund ein kleines, mit Glitzersteinen besetztes Ding.
„Was ist das?“
„Ein Taschenmesser und eine kleine Schere, die kann man heraus klappen.“
„Ich hab mein Taschenmesser verloren.“
„Ja, hast du erzählt.“
„Gibst du mir deins?“
„Nein, das habe ich geschenkt bekommen – was man geschenkt bekommt, gibt man nicht einfach weiter. Außerdem ist es ganz praktisch.“
„Bitte, schenkst du es mir trotzdem?“
„Nein.“
Er überlegt kurz, dann:
„Und wer kriegt es, wenn du mal tot bist?“

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