aufmerksam, glaubhaft

Im richtigen Tempo

„Alles hat seine Zeit, und die Hauptsache ist, dass man mit Gott Schritt hält und ihm nicht immer schon einige Schritte vorauseilt, allerdings auch keinen Schritt hinter ihm zurückbleibt.“
Dietrich Bonhoeffer

„Herr, lehre uns die Kunst der kleinen Schritte.“
Antoine de Saint-Exupéry

„Die wesentlichen Dinge des Lebens kommen nicht aus uns selbst, sondern auf uns zu.“
unbekannt

„Wenn der Schüler bereit ist, erscheint der Lehrer.“
unbekannt

Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen wie ein Wunder.“
Reinhold Schneider

 

 

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aufmerksam, kreativ

Ein Wochenende ohne Medien

Ein Wochenende ohne Fernsehen/Filme, Internet, Chat

Angesichts des Konsums von Informationen und Werbung, die zu weiterem Konsum anregen, habe ich den Eindruck, dass wir nur noch selten dazu kommen, Erlebnisse zu sammeln. Deshalb habe ich verschiedene Ideen für ein Wochenende (oder sogar eine ganze Woche) ohne die Ablenkung und die zeitfressende Wirkung von Medien gesammelt – und bitte um Ergänzungen!

– Die gewonnene Zeit nutzen, um frische Zutaten einzukaufen (besonders nett ist es auf dem Wochenmarkt) und in Ruhe zu kochen. Danach die Mahlzeit entspannt und mit Muße ohne Ablenkung genießen.

– Eine Veranstaltung besuchen (Workshop, Konzert, Lesung, Aufführung, Vortrag, Rundgang)

– Sich Zeit für ein Telefonat oder einen Brief nehmen

– In den Park / in den Wald / auf den Friedhof gehen
und fotografieren
oder sich nach Fundstücken umschauen

– Ein Buch lesen, ohne Störung

– Eine Ecke der Wohnung zum Positiven verändern

– Einen bisher unbekannten Stadtteil besuchen und erkunden

– Etwas mit den Händen tun

– Eine Bilanz des aktuellen Lebens erstellen

– Den Himmel beobachten

– Etwas tun, wozu einem bisher der Mut fehlte

– Schwimmen gehen, den Körper und die Gedanken schweben lassen

– Ein schönes Outfit zusammen stellen, anziehen und den eigenen Anblick im Spiegel positiv bewerten – und dann überlegen, wann es demnächst getragen wird

 

Ich freue mich über weitere Ideen…

aufmerksam

Kindermund: Die krumme Logik der Erwachsenen

Szenen aus meinem Alltag als Logopädin

Ein Junge, 8 Jahre alt, meinte zu mir, als ich das heutige Datum in der entsprechenden Spalte im Rezept notiert hatte und die Mutter wie immer um eine Unterschrift zur Quittierung der Stunde bat:
„Warum schreibst du 12.11.’10? Das muss doch andersrum sein: 10.11.12!“

Ein Fünfjähriger baut mit mir die Brio-Bahn auf und setzt die Waggons auf die Schienen, um sie aneinander zu fügen. Nun fehlt nur noch die Lok. Er stellt sie vor die Waggons und schiebt die Waggons von hinten an die Lok – die ausweicht. Er schaut erstaunt und versucht es noch einmal. Wieder weicht die Lok aus und rollt ein Stück vor. Er, ehrfürchtig und verwundert: „Hua!“
Beim nächsten Versuch ruft er völlig verzückt: „Hua! Die Lok fährt weg! Hua! Ich bin ein Zauberer!“

 

aufmerksam, kreativ

Gute-Laune-Trick 4: Einen Adventskalender basteln oder eine kleine Überraschung für Jemanden vorbereiten

Die Forschung hat schon oft belegt, dass der Mensch sich an Vorfreude sehr ergötzen kann und diese Vorfreude oft nachhaltiger ist als der darauf folgende Urlaub, das erwartete Geschenk, die ersehnte Hochzeit oder was auch immer.
In Bezug auf den Adventskalender freut sich die kreative Person über die erhoffte Freude der beschenkten Person, die wiederum vor lauter Vorfreude ganz freudig erregt ist (mehr „Freude“ in einem Satz ging nicht 😉 ).

Das, was es als wichtigsten Punkt zum Thema „Adventskalender vorbereiten“ meiner Meinung nach zu sagen gibt, ist:
Entspann dich. Niemand hat festgelegt, dass es genau 24 Geschenke sein müssen. Es dürfen auch 16 sein oder 9 oder 20,5. Völlig egal. Hauptsache, dir macht es Spaß und die / der Beschenkte freut sich.
Wem auch das noch zu aufwendig vorkommt, sei die Idee des Wichtelns ans Herz gelegt:
Man macht einer lieben Person überraschend ein kleines (KLEINES!) Geschenk – am besten heimlich, aber auf dem direkten Wege ist es natürlich auch möglich.
Wer jetzt in Stress gerät, sollte sich ein gutes Buch nehmen und entspannen. Keine Planung. Keine Überraschung. Dafür gute Laune.

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Selbst genähte „Säcke“ zum Verpacken von Geschenken brauchen nicht zwangsläufig traditionelle Weihnachtsfarben haben…

aufmerksam

Poesie


L’automne

Salut! Bois couronnés d’un reste de verdure!
Feulliages jaunissants sur les gazons épars!
Salut, derniers beaux jours! Le deuil de la nature
Convient à la douleur et plaît à mes regards!

Je suis d’un pas revêur le sentier solitaire,
J’aime à revoir encor, pour la dernière fois,
Ce soleil pâlissant, dont la faible lumière
Perce à peine à mes pieds l’obscurité des bois!

(…)


Der Herbst

Salut! Wälder, die mit einem Rest Grün bedeckt sind!
Vergilbtes Laub auf den zerstreuten Rasenflächen!
Salut, letzte schöne Tage! Die Trauer der Natur
Passt zu dem Schmerz und gefällt meinen Blicken!

Ich folge verträumten Schrittes dem einsamen Pfad,
Ich mag zum letzten Mal noch sehen
Die erblassende Sonne, deren schwaches Licht
Die Dunkelheit der Wälder zu meinen Füßen kaum durchbricht!
(…)

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Alphonse de Lamartine (1790-1869), französischer Dichter
aus: Langenscheidt Sprachkalender Französisch 2010

kreativ

Kindermund: Der Tod kommt schneller, als man denkt

Meine Kollegin erzählte mir folgende Begebenheit:
Sie hat einen Jungen in Therapie, der leidenschaftlich gerne schnitzt und vor kurzem sein Taschenmesser verloren hat. Zufällig entdeckt sein wacher Blick an ihrem Schlüsselbund ein kleines, mit Glitzersteinen besetztes Ding.
„Was ist das?“
„Ein Taschenmesser und eine kleine Schere, die kann man heraus klappen.“
„Ich hab mein Taschenmesser verloren.“
„Ja, hast du erzählt.“
„Gibst du mir deins?“
„Nein, das habe ich geschenkt bekommen – was man geschenkt bekommt, gibt man nicht einfach weiter. Außerdem ist es ganz praktisch.“
„Bitte, schenkst du es mir trotzdem?“
„Nein.“
Er überlegt kurz, dann:
„Und wer kriegt es, wenn du mal tot bist?“

aufmerksam, feminin

Liebeserklärung

Es ist das erste Mal, dass ich es zu jemandem gesagt habe – jedenfalls so.
Ich weiß auch nicht, warum ich dachte, es sei so schwer. Das ist es gar nicht:
Ich liebe dich.
Ich liebe, was wir beide zusammen sind.
Ich liebe, was aus uns vielleicht noch werden kann.
Ich werde bestimmt Mist bauen. Du auch, schließlich bist du nicht perfekt.
Wir werden einander wehtun und einander zum Lachen bringen. Wir werden
miteinander schlafen und uns streiten.
Ich möchte, dass wir einander eins versprechen: Dass wir versuchen werden,
einander nicht fallenzulassen. Mehr als versuchen können wir es nicht.

Nora Roberts, aus: „Frühlingsträume“

 

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feminin, glaubhaft

Wow – wenn das Wahrheit wird!

„Kraft und Würde
sind ihr Gewand,
und sie lacht des kommenden Tages.
Sie tut ihren Mund auf mit Weisheit
und auf ihrer Zunge ist gütige Weisung.“

aus dem Buch der Sprüche im Alten Testament, Bibel

Ein Vers, der herausfordert – und der zugleich eine Verheißung ist. Wenn ich um diese Veränderung bitte, wenn ich eine Frau nach dem Herzen Gottes sein möchte – dann wird durch meinen gelebten Wunsch und meine veränderte Ausstrahlung etwas freigesetzt. Eine andere Haltung meinen Mitmenschen gegenüber. Ein Leben, das auf den hinweist, der für alle Leben im Überfluss hat. Und dadurch Segen. Der Segen, der mir zuteil wird, kann offen und freigiebig verteilt werden. Ich werde beschenkt und verschenke – während ich weiter wachse zu dem Bild, dass ich als Wunsch und Hoffnung von mir habe.

 

 

GartenFrau