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Hochzeit: Tischdekoration mit Hamburger Platt

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Da wir auf einem traditionellen Alsterdampfer feierten, der nur über sehr schmale Tische verfügt, wurde die Dekoration auf ein Minimum reduziert.
Um dennoch fröhliche Blickfänge zu gestalten und für Erheiterung und Gesprächsthemen zu sorgen, ließ ich mir Folgendes einfallen:

 

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Kleine Tassen aus einer Art Filz, die es im dreifarbigen Set zu kaufen gab, bestückte ich mit Spruchbändern. Die Vorderseite zeigte einen Spruch im Hamburger Platt (Missingsch, genau genommen), die Rückseite erklärte für alle Auswärtigen die Bedeutung auf Hochdeutsch. Auf jedem Teller lag ein Tässchen als Willkommensgruß und um über den ersten Small Talk hinweg zu kommen.
Alle „Schnacks“ können direkt im Gespräch eingesetzt werden, da sie sich auf die Tischgemeinschaft beziehen:
„Hass noch Schnoopkrom? – Hast du noch etwas Süßes?“
„Ick muss dir dat noch maa verklaarn! – Pass mal auf, ich erkläre es dir…“
„Na, hassu noch was nach auf’n Teller? – Na, isst du das nicht mehr auf?“
„Dascha man reell, näch. – Das ist doch was Vernünftiges.“
„Na, du biss ja heude springlebennich! – Schön, dich so munter und fröhlich zu sehen!“
… und weitere mehr.

 

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Außerdem tippte ich zwei Geschichten von der legendären Hamburger Deern „Klein Erna“ ab, die beide an der Alster spielten. Bei allen schriftlichen Komponenten verwendete ich die gleiche Schriftart und ähnliche Farben, um verbindende Elemente zu gestalten: Einladungen, Informations-Schilder, Abschieds-Gruß.
Sie wurden mit Illustrationen aus einem alten Band über die Alsterdampfer bebildert, zusammen gerollt und als Überraschung auf den Tischen ausgelegt. Unten ein Bild ohne schöne Dekoration drum herum während des Bastelns…

 

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Kreative Ideen gibt es außerdem bei Art of 66.

2 thoughts on “Hochzeit: Tischdekoration mit Hamburger Platt

  1. Ist es schlimm, dass ich eine der Filztassen habe mitgehen lassen? Jetzt ziert sie meine Pinnwand und sieht gar nicht mal unglücklich dabei aus…

    1. Alles bestens, das Wohl der Gäste steht stets im Vordergrund… 🙂
      Die übrig gebliebenen Tässchen habe ich wieder mitgenommen, aber es waren defintiv weniger, als zu Beginn verteilt wurden – ein Souvenir in Ehren hast wohl nicht nur du nach Hause getragen, und das finde ich ein schönes Kompliment!
      Liebe Grüße, Marie

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