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Die speziellsten Erinnerungen an dieses Jahr

Dieses Jahr war eines der Besonderen in meinem Leben. Herausragende Zeiten wie das Jahr meines Examens oder das des letzten Umzugs oder das der Hochzeit gab es immer wieder. Dieses Jahr der beruflichen Neuorientierung und des „Ich mache das JETZT, weil es mir Freude macht, und ich dem bisher nie nachgegangen bin“ erlebte ich ganz speziell. Abwechslungsreich, beglückend, beängstigend, anstrengend, selig und verunsichernd – alles war dabei. Nun sammle ich besondere Momente, an die ich mich erinnern möchte und die einzelne Facetten widerspiegeln:

  • Der heiße und schwüle Tag, an dem ich ein Fest zur Einschulung als Kinderanimateurin begleitete und der kleine fünfjährige Gustav (Name geändert) angesichts der allgegenwärtigen Wespen meinte: „Du musst ganz still stehen, dann denkt die Wespe, du seist eine Statue.“ Der erste mir bekannte Fünfjährige, der das Wort Statue in seinem expressiven Wortschatz hat und derart weise ist…
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  • Der Tag, an dem ich mal kurz ein Ganzkörper-Eisbär-Kostüm kaufte, weil ich mich verliebt hatte… Das kann man schließlich immer mal brauchen!
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  • Der  Tag, an dem ich morgens auf dem Weg zur Arbeit um kurz vor sieben Uhr an einem Mann mit blutverschmierter Schürze vorbei kam. Er grüßte mich freundlich, während hinter ihm in der Halle die halben Schweine hingen. Und das mir als Vegetarierin. Seitdem achte ich immer sehr darauf, auf dem Großmarkt nur geradeaus zu schauen und den Lastern auszuweichen.
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  • Der Tag, an dem ich alleinverantwortlich einen Kindergeburtstag auf dem Dreimaster „Rickmer Rickmers“ durchführte und sich die Sechsjährigen in „Kacki und Pipi“ ergingen. Dem begleitenden Vater war dies sehr unangenehm, woraufhin ich antwortete: „Ach, ohne Kacki und Pipi wäre es keine ausgelassene Party!“
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  • Der Tag, an dem Schatz und ich in einem schicken Hotel am Meer saßen und ich mir permanent die kaputten Hautfetzen von den Händen zupfen musste, um trotz der Arbeit der letzten Woche halbwegs manierlich auszusehen.
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  • Der Tag, an dem ich den ersten Blütenkranz für ein Blumenmädchen auf einer Hochzeit wand. Es war zwar „nur“ zur Probe, aber die Prüfung war echt…
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  • Der Tag, an dem wir auf einem Stadtteilfest im Regen versanken, der Gulli versagte und wir mit Sandförmchen einem Feuerwerhreinsatz vorbeugen mussten.
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  • Der Tag, an dem ich morgens in aller Frühe auf der Pferdekoppel Parkplätze und Standplätze abmaß und währenddessen einen Vortrag über das Sammeln von lukrativen Schallplatten bekam.
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  • Der Tag, an dem meine Kollegin und ich mit dem Transporter auf dem Weg nach Neumünster derart über Urlaube in Skandinavien ins Schwärmen gerieten, dass wir die Ausfahrt verpassten.
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  • Der Tag, an dem ich das erste Mal auf einer wackligen Leiter in drei Metern Höhe unter der Decke des Gemeindesaals hing, dafür über drei Stunden am Stück.
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  • Der Tag, als das Geburtstagkind mit „Frozen“-Kostüm im Hinterhof der russischen Villa auf dem pinken Plastikpalast saß und er fast unter ihr zusammengebrochen wäre.
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  • Der Tag, als ich mal schnell fünf frische Tannenbäume geschmückt habe.
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  • Der Tag, als ich zu früh zu einer Hochzeit kam und ganz allein am goldenen Geländer des Übersee-Clubs stand, auf das Glitzern der Binnenalster schaute und die Servicekräfte durch die dicken Teppiche kaum hinter mir hörte. Wenig später der Augenblick, als ich dem restlichen Team das Portal von Innen öffnete 😉
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  • Der Tag, als ich beim Seminar „Business-Knigge“ spontan den Teil der Tischsitten übernommen habe.
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    Ich bin gespannt, welche Erinnerungen mir noch einfallen….
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