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Dänische Design-Affen? Low-Budget-Variante für eine fröhliche Deko

Den Holzaffen von Kay Bojensen kennen alle, die regelmäßig Wohnzeitschriften lesen oder auf Blogs zum Thema Einrichten unterwegs sind. Dieser „dänische Designklassiker“ von 1951 ist ja ganz nett, aber dafür eine Menge Geld auszugeben, sehe ich überhaupt nicht ein. Insbesondere, wenn der Affe nichts tut, außer dekorativ im Regal zu sitzen. Er könnte doch wenigstens Staub wischen, um den Einkaufspreis zu rechtfertigen, oder sonst etwas Nützliches tun…

Neulich kam ich auf den Kleinanzeigen an einem alten Affen vorbei, dessen Arme und Beine traurig schlenkerten und der zu verschenken war. Mit Holzspänen ausgestopft und einem sehr altmodischen Fell bedeckt, schlich er sich in mein Herz. Ich holte ihn ab, nähte die lockeren Glieder mehr schlecht als recht wieder an (durch die Holzspäne ließ sich die Nadel nur schwer bewegen…) und setzte ihn in die Birkenäste im Wohnzimmer.
An der Nähmaschine entstanden alle Kissen, bis auf das Exemplar mit den Schmetterlingen. Die grün-gelben habe ich schon ewig nicht mehr benutzt, das orange-bunte Exemplar gehört seit zweit Jahren zu meinen Dauerlieblingen.


Als Gesellschaft erhielt er die grünen Holzblätter meiner Dschungeldeko aus dem letzten Jahr, außerdem Papierrosetten und gläserne Luftballons aus dem Fundus.
Jetzt erinnert die Zimmerecke an einen Park, in dem ein Sommerfest gefeiert wird.
Künstliche Blätter und Farne verlängern das Thema optisch auf den Esstisch, sodass Maria plötzlich mitten im Grünen steht.

Schon vor einiger Zeit wollte ich mit einem üppigen Blumenstrauß Gottes Geschenke für mich festhalten. Statt eines Straußes wurde es dann eher ein Garten, der mich daran erinnert, mit welchen Versprechen und Gaben Gott mich beschenkt.

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Jetzt übernehmen Hipster das Kommando hier

„Hipster, Hipster,“ lispelt mein Mann, wenn er etwas entdeckt, das er albern und verzichtbar findet. Ob das überteuerte Snacks aus vegan-glutenfreier SuperFood-Rohkost sind oder Klamotten, die aussehen, als kämen sie mit Rostflecken aus dem Theaterfundus: Im Zweifelsfall ist es „Hipster“.
Aus Spaß teile ich heute meine private Variante davon. Mit Vasen in gold und kupfer (oh no, so 2017!), trendigem Palmwedel, elegantem Lampenschirm aus Samt, ultra kreativ handgearbeiteter Tapete (alias Geschenkpapier-Bogen) und naturverbunden-romantischen Schalen.
Hipster, Hipster!

Echte Hipster kleben Dinge an die Wand, die sonst niemand dorthin klebt. Zum Beispiel Bögen aus handgeschöpftem und unter Gesängen liebevoll bedrucktem Geschenkpapier aus Indien.
Und wahre Kenner der aktuellen Trends zeigen außerdem das gleiche Bild mindestens ein dutzend Mal, wobei nur andere InsiderInnen erkennen, dass es natürlich nicht das gleiche Bild ist! Nur das selbe…
Spaß muss sein!

Verlinkt mit HolunderblütchenFloralFridayFoto und Freutag.

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Dänisches Design für den gedeckten Tisch

Serie Grau

 

Natürlich habe ich aus Skandinavien wunderbar designte Impressionen mitgebracht. Heute möchte ich gläsernes Geschirr von Pernille Bülow zeigen, eins ihrer Geschäfte habe ich in Snogebæk besucht.

 

Serie Blätter

 

Gläsernes Geschirr hat die Eigenschaft, kühl zu wirken, was sich aus dem Material und der Spiegelung ergibt. Mattiertes, farbiges Glas (wie im ersten Bild) wirkt organischer und damit „weicher“. Hochglänzendes Glas garantiert einen eleganten Eindruck und wirkt, wie auf den Fotos deutlich wird, ohne weitere Dekoration für sich.

 

Serie eckig

 

Allein durch die akzentuierte Formgebung und den Effekt der gestapelten Teller und Schalen entsteht eine besondere Optik.

 

Dessert

 

Auch ein Gedeck für die Vorspeise oder einen Dessertgang kann inspirieren: Ich finde es auf den ersten Blick sehr ungewohnt, aber die Idee überzeugt spätestens beim näheren Hinsehen.

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Fröhlicher Kindergeburtstags-Tisch

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In meiner Kindheit hatte ich einen Teller und einen Becher von „Graziela“. Lustiger Weise erleben diese farbenfrohen Unisex-Designs ein Revival, was ich angesichts des „Pink für Mädchen“ und „Blau-grau-schwarz für Jungs“-Diktats sehr begrüße.
Auch ganz wunderbare Bettwäsche besaß ich, die vor Kurzem von meinen Eltern hierher kam und demnächst von mir zu einer Tischdecke umgearbeitet wird.

 

Graziela-Party

 

Nun habe ich einen kleinen Kinder-Geburtstagstisch gestaltet: Mit viel frischem Grün und fröhlichem Gelb schenkt er gute Laune und passt zu beiden Geschlechtern.

 

Kinderparty

 

Neben der Konzentration auf zwei Farben, die in Geschirr, Speisen und Dekoration die Hauptrolle spielen, habe ich einen weiteren Tipp:
Streuteile aus Holz (oder Plastik, Filz, Metall) werden mit einem Zahnstocher auf der Rückseite ganz schnell schöne Pieker für Kuchen, Obst und belegte Brote. Dazu einfach einen Zahnstocher in hochwertigen Alleskleber tauchen und auf die Rückseite des Streuteils legen. Eine Weile in Ruhe lassen und parallel weitere dekorative Pieker basteln – fertig. Die Streuteile werden über den Tisch verstreut und die passenden Pieker zieren dreidimensional die Teller. Mit wenig Geld, wenig Zeit und schönem Ergebnis gestaltet – so mögen wir das!

 

Blumen in gelber Kanne

 

Die Rosen und Gerbera stehen in einer kleinen, gelben Vintage-Kanne, wie hier zu sehen ist. Solche „Regelbrüche“ lieben Kinder: Blumen in der Teekanne, Pudding im Trinkbecher, Saft in der Schüssel…wie auch immer, hauptsache, „falsch herum“.

Graziela Preiser created fancy designs for children. During the 70s and 80s lots of children in Germany loved their plates, cups, beddings etc. because of the happy figures. Me too… Today I´m styling a table with my old dishes, together with lots of green and yellow. The flowers got a place in an old jug which seems to come of the 50s.

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Wie immer schicke ich meine Blumen zum FloralFridayFoto , Engel & Banditen und Holunderblütchen.

aufmerksam

fragen des designs

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„Im Übrigen gibt es keine Möbel, die sich miteinander beißen.
Wenn man Bücher, Zeitschriften und angebrochene Knabberkrampackungen gleichmäßig auf alle Sitz- und Ablageflächen verteilt, passt eigentlich alles sehr gut zusammen.“

Max Goldt

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Bilder-Arrangement „England“

Hier möchte ich die „Motto-Wand“ zu meinen englischen Tee-Parties darstellen:
Die Bilder und Objekte im Wohnzimmer erhalten immer wieder ein neues Thema – je nach Jahreszeit und Anlass.
In diesem Fall rahmte ich Rosen, eine Dame in Kostüm mit aristokratischem Pelz, Bilder von Landsitzen und Gärten sowie eine kleine Apfelblüte. Eine antiquarische Teekanne fand ihren Platz in einem Kranz aus Reben.

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 Die Bilder und Objekte im Überblick

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Der linke Teil des Arrangements,

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 der Rahmen in der Mitte

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sowie der rechte Bereich im Detail.

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Die dunklen Holzrahmen geben den unterschiedlichen Komponenten ein gemeinsames Merkmal, das durch das Herz und den Kranz aus Reben im gleichen Farbton aufgegriffen wird.

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Weitere kreative Projekte sind beim CreaDienstag und bei Meertje zu finden.

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Akzente setzen mit lebhafter Tischwäsche

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Vor einigen Jahren entdeckte ich diese Tischdecke aus Leinen in rost- und bordeauxfarbenen Tönen. Sie hat ein Jaqcuardmuster mit umlaufenden Ornamenten und wirkt durch Paisley-Elemente orientalisch.

Hier möchte ich illustrieren, wie unterschiedlich ein so starker farbiger Akzent wirken kann – einmal anhand eines sonntäglichen Nachmittags mit gedämpften Lichtverhältnissen und anschließend im Rahmen eines sommerlichen Abends.
Die Kissen auf der Teakholz-Bank habe ich genäht, ähnliche fertige ich auf Wunsch gerne an.

 

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Draußen herrscht schlimmstes Schmuddelwetter, also brauchen wir zum Tee schon Licht und Kerzen. Ich habe stets die Befürchtung, dass die Kerzen den Blumen Schaden zufügen, wenn sie zu dicht beieinander stehen…
Während der Tee zieht, hole ich gleich die passenden Tassen aus der Küche, um weiter zu decken. Vorher eine schnelle Aufnahme mit der Kamera, bevor ich vergesse, den roten Farbklang festzuhalten, den ich durch die Blumen trotz der Lichtverhältnisse besonders lebhaft finde.

 

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Gleich kommen Freundinnen zum Gebetskreis.
Hier fehlen neben der Teekanne noch Dipps und leuchtende Kerzen, was an so einem strahlenden Abend ein paar Minuten warten kann…. sodass ich einige Fotos aufnehme, bis die Gäste eintreffen.
Um das Muster der Tischdecke in ein Thema für den Abend zu verwandeln, gibt es helle Trauben, Datteln, Nüsse und Cracker mit Dipp. Das Osteospermum (Kapkörbchen oder Bornholmer Margerite genannt) passt sowohl bezüglich der Herkunft als auch der Farbe dazu.

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Auf dem Weg in die Wäsche noch ein Blick auf das Muster der Tischdecke.

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Abschließend die Servietten im Detail – der Pfau fügt sich wunderbar in die orientalische Komponente des Abends ein und die rankenartigen Äste harmonieren mit den Ornamenten der Tischdecke.

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Stilsicher

Eine Runde niveaulose Unterhaltung ist zuweilen das, was ich nach einem langen Tag brauche: Dann blättere ich in einer Illustrierten, um hinreichend von bunten Bildern abgelenkt zu werden, damit ich danach den restlichen Abend etwas Sinnvolles tue.
Und was sah ich während der S-Bahn-Fahrt nach Feierabend, als ich einige Seiten weiter blätterte? Dass hinter Suri Cruise, der Tochter von Katie Holmes und Tom Cruise, eine Person steht, die die gleiche Bluse trägt wie ich! Ich behaupte, es ist Katie Holmes persönlich, notfalls ist es die Nanny. Tatsache ist, dass ich die gleiche Bluse habe. In Blau-Tönen statt in lila-grün-gelb, was ich persönlich hübscher finde, aber der Fakt ist unübersehbar:
Meine Bluse von „Rossana Diva“ wird von einem Hollywood-Star getragen.
Und das beweist: Ich habe Stil.  🙂

 

Suri Cruise, dahinter Katie Holmes mit der beschriebenen Bluse

Meine Bluse

von „Rossana Diva – made in Italy“

Wenn jemand im Internet das oberste Bild mit einer kompletten statt einer kopflosen Katie Holmes findet, bin ich über eine Zusendung des Links sehr dankbar.

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„Ideen sitzen“ und „Blödes Orchester“ im Museum für Kunst und Gewerbe

Wer Lust auf einen unkomplizierten Museumsbesuch nach Feierabend hat, der sollte sich den Donnerstag Abend merken: Das Museum für Kunst und Gewerbe hat donnerstags bis 21.00 Uhr offen und lockt dazu ab 17.00 mit ermäßigtem Eintritt (5 Euro). Da das Betrachten von Designobjekte meiner Erfahrung nach weniger Konzentration benötigt als die Auseinandersetzung mit bildender Kunst, lohnt es sich auch nach einem Arbeitstag, hier vorbei zu schauen.
Ich wollte mir schon seit Langem die Ausstellung „Ideen sitzen. 50 Jahre Stuhldesign“ ansehen, tat es nun vor Kurzem und finde, dass es sich lohnt. Zu Beginn empfiehlt es sich, auf den riesigen grünen, nischenartigen Sofas Platz zu nehmen und dem einführenden Film zu folgen. Viele Objekte und Designer trifft man während der Ausstellung wieder, dazu komplettieren weitere Einrichtungsgegenstände aus dem jeweiligen Jahrzehnt und zusätzliche Informationen das Thema. Diese Ausstellung kann ich jedem weiter empfehlen, sie eignet sich für beide Geschlechter gleichermaßen und besonders für Paare, die sich neu einrichten wollen… 😉

Ein weiterer Tipp ist das „Blöde Orchester“ im zweiten Stock:
Dirigent, Cembalist und Komponist Michael Petermann alias „WEISSER RAUSCH“ hat aus 150 historischen Haushaltsgeräten vom Rasierapparat über elektrische Messer, Mixer, Ventilatoren, Staubsauger und Waschmaschinen ein Orchester gebildet. Angeordnet wie ein Sinfonieorchester, das sich auf ein altes Telefon als Dirigenten ausrichtet, spielt es jede Stunde für 35 Minuten eine…. nun ja, eine Musik.
Am 20. 02. 2011 um 12.00 ist der Künstler anwesend  -eine Gelegenheit, die besonders in Begleitung von Kindern und Jugendlichen genutzt werden sollte (Eintritt unter 18 Jahren frei)!

Einen ersten Eindruck gibt es dazu unter http://www.vimeo.com/19902008


„Ideen sitzen. 50 Jahre Stuhldesign“ bis 13. 03. 2011
„Blödes Orchester“ bis 30. 04. 2011