aufmerksam, glaubhaft

Hü und hott, auf und ab: Siege und Niederlagen im Alltag

Am Montag stellte ich knapp 80 SeniorInnen meinen fotografischen Reisebericht aus Norwegen vor. Da es statt klassischer Kinobestuhlung Tische mit Stuhlgruppen gab, musste ich fast 20 zusätzliche massive Holzstühle einzeln quer durch den Saal schleppen und überall anbauen, bis endlich alle untergebracht waren. Einige Sitzplatz-Dramen gab es dennoch…
Das Absingen der norwegischen Nationalhymne als besonderer Kniff meiner Moderation gelang entsprechend atemlos, aber schließlich konnte ich mich zwischen Beamer und Mikro gut einrichten. Und es gab tatsächlich einige Stimmen aus dem Publikum, die bei „Ja vi elsker dette landet“ auswendig mitsangen – die Idee traf ins Herz!
Letztes Jahr bei meinem Bericht aus Finnland gab es am Ende Standing Ovations und viele feuchte Augen. Dieses Mal gab es diverse heftige Lachanfälle im Publikum während meiner Geschichten (Pluspunkt) und einen kurzen, knackigen Applaus (eher Minuspunkt).
Dafür sprachen mich gleich zwei Personen an, ob sie den Text haben könnten.
Wie, den Text? – Na, das, was Sie so vorgetragen haben.
Das habe ich hier 70 Minuten lang frei Schnauze ins Mikro gesabbelt, da gibt es keinen Text! – Ach so?
In den nächsten Tagen erzählten mir diverse Damen, dass sie „bei all den gefährlichen Situationen“ gar nicht hinschauen mochten und nur deshalb nicht ängstlich den Saal verließen, weil ich ja wohlauf und munter den Beamer betätigte. Und absolut alle sprachen von „dem schönen Norwegen-Film“: Vorne sieht man wechselnde Bilder, es gibt eine Geschichte dazu, also ist das ein Film. 😉

Gleichzeitig habe ich gemerkt, wie sehr es mich im Urlaub beschäftigt und ablenkt, ständig seniorengerechtes Fotomaterial zu produzieren, insofern wird es trotz der stetigen Begeisterung der letzten Jahre in Zukunft keine Fotoshows aus meiner privaten Erholungszeit geben. Damit sie wieder privater und erholsamer wird, so herrlich ich die „Filme“ aus meinem Urlaub in der Präsentation auch finde.


Voller Schwung vom Erfolg des Montagnachmittags startete ich am Dienstag mit „Lachen am Morgen“. Und obwohl meine Lach-Übungen nicht fremd und neu waren (wir hatten sie im Juni schon mal am Wickel gehabt) und gleichzeitig noch lange nicht abgelutscht, war die Stimmung ein ziemlicher… Rohrkrepierer. Da konnte ich mich noch so sehr ins Zeug legen, die Heiterkeit blieb oberflächlich. Hü und hott, auf und ab: Gruppenangebote lassen sich nie hundertprozentig steuern.

Am Donnerstag dann große Freude: Die aktuelle Ausgabe einer Fachzeitschrift lag im Briefkasten, mit einem meiner Artikel darin. Oft haben meine Beiträge ja eine Vorlaufzeit von sechs bis elf Monaten, dieser hatte nun alle anderen Artikel überholt. Die Freude währte nur kurz, als ich die fehlerhafte Honorarabrechnung aus dem Umschlag zog.


So ist es im Leben: Auf Höhepunkte folgen Tiefpunkte oder dürre Strecken des Aushalten-Müssens.
Auf Zeiten voller Elan plötzlich Müdigkeit und Frust.

Mein aktuelles Lieblingslied schenkt zumindest den Ohren neuen Schwung:

„Sayin´ no to my downcast soul (Ich sag Nein zu meiner niedergeschlagenen Seele)
Sayin´ no to the lies I tell myself (Ich sag Nein zu den Lügen, die ich mir selbst erzähle)
Your love is lifting me (Deine Liebe hebt mich wieder)
In my weakness (In meiner Schwachheit)
When nothing else could help (Wenn nichts anderes helfen kann)
Hallelujah, Your love is lifting me
By the spirit that defeated death (Durch den Geist, der den Tod besiegte)
Hallelujah, your love is liftig me.“
Tasha Lanyon

 

aufmerksam, feminin, glaubhaft

Erntezeiten: Geschenke und liebe Worte

Gestern schrieb ich einer ganz wunderbaren Frau aus der Gemeinde noch das Gedicht „Erntezeiten“, damit sie die letzte Etappe zum Schuljahresende trotz Stress genießen kann. Und prompt hatte ich selbst heute das Gefühl von Erntezeiten:
Bisher habe ich zum Geburtstag noch nie so viele Geschenke aus dem Kollegium, herzliche Glückwünsche und Aufmerksamkeiten der Damen und Herren der Residenz erhalten. Natürlich werde ich von den BesucherInnen meiner Angebote regelmäßig gelobt. Durchschnittlich jeden Tag. Aber mein Einsatz für ein harmonisches Arbeitsumfeld schien im Kollegium kaum aufzufallen. Dass ich stets Frieden bewahre und sehr gut überlege, was ich wie sage und was besser nicht, ist ja kein Gottgegebenes Talent. Geduldig und freundlich zu sein, auch bei klaren Worten, kostet mich viel Energie – besonders, wenn sich viele eben nicht durch ein adäquates Benehmen auszeichnen. Weder bei den SeniorInnen noch im Kollegium.
Und dass ich ständig neue Veranstaltungsthemen und -formate erfinde, steht nicht in meiner Arbeitsplatzbeschreibung. Das tue ich aus kreativer Eigeninitiative, obwohl es hundertmal mehr Arbeit macht, als routinemäßig das Gleiche anzubieten. Wem fällt das eigentlich mal positiv auf?
Umso mehr freue ich mich über die folgenden Zeilen einer alten Dame:
„Wir gratulieren Ihnen ganz doll und wünschen Ihnen von ganzem Herzen alles alles Gute. Sie wissen schon, Gesundheit, starke Nerven, Gehaltserhöhung, den Humor behalten und nur liebe Menschen rund herum.
Wir sind alle sehr sehr froh, daß es Sie gibt. Ehrlich.“

aufmerksam, feminin, glaubhaft

Ich hab genug. Ich kann genug. Ich bin genug.

Ich hab genug.

Ich kann genug.

Ich bin genug.

Täglich zu wiederholen, besonders in Momenten, wo die Leistung der Anderen oder die Anforderungen an uns scheinbar größer sind als wir.
Nein, die andere sind nicht erfolgreicher, fröhlicher, sportlicher, attraktiver, reicher oder glücklicher als wir. Das sind innere Lügen, die uns unzufrieden machen und klein halten wollen.

Du hast genug.

Du kannst genug.

Du bist genug.

„Wenn wir Gottes Liebe durch uns wirken lassen,
werden wir reicher und reicher.

Jesus sehnt sich danach zu segnen,
aber wir müssen die Hände danach ausstrecken.“

Corrie ten Boom

aufmerksam, glaubhaft

Mit Gott unterwegs – mein unglaublicher Weg von Januar bis heute


Anfang des Jahres war ich intensiv damit beschäftigt, Wochenendseminare zu buchen, um mich beruflich weiter zu entwickeln.
Aber nichts klappte: Alle sechs Seminare, die ich gebucht hatte, fielen aus. Dabei hatte ich mich in ganz Deutschland informiert, wo ich mich schulen lassen kann – doch nichts gelang. Immer wieder suchte ich nach Fortbildungsmöglichkeiten, aber im letzten Moment wurden sie alle abgesagt. In meiner neuen Gemeinde kann man jeden Sonntag nach dem Gottesdienst für sich beten lassen, davon machen viele Gebrauch. Auch ich ließ immer wieder für mich beten, weil alle meine Pläne ständig platzten.

Irgendwann war ich wirklich ratlos und mutlos. Warum klappte nichts? Ich wollte meine berufliche Zukunft in die Hand nehmen, aber Gott schlug systematisch alle Türen zu. Langsam wusste ich nicht mehr, was ich davon halten sollte. Nach einem Gebet nach dem Gottesdienst riet mir eine Frau, mich auf das zu besinnen, was nur ich allein kann. Aber das ließ mich erstmal ratlos, schließlich bin ich in verschiedene Richtungen begabt. Zum Glück wusste ich mich im Gebet vom Hauskreis im Stadtteil getragen.

Als wieder einmal eine Fortbildung ausfiel, marschierte ich kurzentschlossen in ein Seminar der Volkshochschule über journalistisches Schreiben. Die Dozentin kannte ich schon von einem anderen Workshop, und obwohl alle Plätze bereits belegt waren, durfte ich noch mitmachen. Dort erlebte ich mich als erfolgreich und bekam so viele positive Rückmeldungen, dass ich mir ein Herz fasste und über das Manuskript sprach, an dem ich heimlich und leise schon viele Monate arbeitete. Schon ein Jahr zuvor hatte ich für die SeniorInnen ein ganzheitliches Konzept für Atemgymnastik unter dem Titel „Atemfreude“ entwickelt. Das Hamburger Abendblatt schrieb darüber, und ich veröffentlichte in einer Fachzeitschrift einen Artikel dazu. An einem Manuskript für ein Fachbuch über mein Therapiekonzept war ich schon eine Weile zugange, hatte aber lange nicht den Mut gehabt, es ernsthaft voran zu treiben.

Plötzlich klärte sich, warum all die Pläne nicht aufgegangen waren:
Ich hatte den Einruck, dass ich mich intensiv um die Fertigstellung des Manuskripts kümmern sollte. Je mehr ich mich darüber informierte, wie ein professionelles Fachbuch entsteht, desto ausgeglichener wurde mein Blick und die beruflichen Ziele konnte ich erstmal zurückstellen. Ich richtete meine ganze Aufmerksamkeit auf mein Projekt und kümmerte mich weniger um die Schwierigkeiten im Berufsalltag.

Als ich mich zunehmend in Literatur über das Veröffentlichen von Fachbüchern vertiefte, stellte ich immer klarer fest, dass mein Vorgehen völlig falsch gewesen war. Ich hatte mein Manuskript fast fertig geschrieben und wollte nun wissen, wie ich es am Besten an den Verlag bekam. Dabei schlugen die Bücher vor, erst ein Buchkonzept zu verkaufen und dann nach Wünschen des Verlags mit dem Manuskript zu beginnen. Wieder verließ mich der Mut, und ich stolperte über einen Satz, der direkt zu mir sprach:
“Die Methoden der Wissensbeschaffung sind derart unterschiedlich für den Mikrosytemteckniker, die Anwältin, den Atemtherapeuten (ich!), die Eventmanagerin (ich!) oder was auch sonst immer Sie sein mögen, dass ich mich mit allgemeinen Tipps nur blamieren würde.“
(aus: „Vom Wissen zum Buch. Fach- und Sachbücher schreiben“, Klaus Reinhardt, Huber Verlag)
Dieser Satz traf mich im Innersten. Dass Gott durch Bibelverse am Morgen zu uns spricht, was ich regelmäßig erlebe, ist das eine. Dass er mich durch einen literarischen Ratgeber persönlich anredet, etwas ganz Anderes. So schöpfte ich neuen Mut und arbeitete mich durch alle notwendigen Aufgaben: Ich registrierte den Begriff „Atemfreude“ als Wortmarke, erstellte ein Exposé, gab meine Probekapitel und das Manuskript diversen Leuten zum Lesen und Korrigieren.
Immer wieder fragte ich mich, wie ich all die Aufgaben neben meiner Arbeit schaffen sollte. Im Juni wollte ich die Verlagsbewerbungen versenden, da dies laut Experten ein gutes Datum im Lektorat zum Vorstellen neuer Ideen sei. Die Zeit drängte, während mein Exposé vollständig, aber völlig unprofessionell aussah.

So entschied ich mich, die Journalistin aus dem Seminar als Coach zu buchen, auch wenn ich eigentlich nicht noch mehr Geld in dieses Projekt mit unklarer Erfolgschance stecken wollte. Dank zwei Aufträgen, die ich am Wochenende abarbeitete, schenkte mir Gott mehr als genug Geld, um das Coaching locker zu bezahlen. Wieder eine Gebetserhörung.

Während dessen wuchs meine Website über die Atemgymnastik und Gott schenkte mir tolle Gespräche mit einer Bibliothekarin und einem Buchhändler, die mir sehr weiterhalfen.
Als Ende Juni endlich alle Verlage, die ich mir heraus gesucht hatte, das Exposé und die Probekapitel erhalten hatten, war ich so erschöpft wie zuletzt nach dem Examen vor zehn Jahren. Der Finnlandurlaub wurde ein großer Segen, mein Mann und ich konnten uns zutiefst erholen und ganz viel Frieden und Ruhe tanken. Das rote Holzhaus auf der Schäre wurde ein Ort, an dem Gott mich bis ins Innerste erfrischte.

Inzwischen haben vier von acht Verlagen Interesse, zwei Autorenverträge sowie ein verbindliches weiteres Angebot liegen mir vor. Lange dauerte es, bis mein favorisierter Verlag endlich den überarbeiteten Autorenvertrag los schickte. Seit vorgestern ist er unterschrieben und zurück auf dem Weg zum Verlag.
Dabei haben sich alle Verlage sehr gefreut, dass ich nicht nur eine Konzeptidee verkaufen wollte, sondern auf Nachfrage sofort ein ganzes Manuskript senden konnte. Die Fachbücher hatten in diesem Fall nicht Recht, und das wusste Gott schon lange. Außerdem habe ich ein freiwilliges Modell, das Lust auf die nötigen Fotos zur Darstellung der Übungen hat und sich fotografieren lässt. Gestern erlebten wir einen fröhlichen Tag mit einer pensionierten Sportlehrerin, die fröhlich vor der Kamera turnte. Es fügt sich also alles passend zusammen. Die Filmarbeiten, die der Verlag sich für einen multimedialen Auftritt wünscht, wurden erstmal auf´s neue Jahr verschoben. Auch dafür bin ich dankbar, denn es verschafft mir etwas Spielraum vor dem Abgabedatum des endgültigen Buchs.

Ich habe den Überblick verloren, wie oft ich nach dem Gottesdienst vorne zum Gebet kam und Rotz und Wasser geheult habe, weil mal wieder alles schief lief. Oder einfach nur ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich bin sehr dankbar für all die Menschen, die für mich gebetet haben. Und für die Erfahrungen mit dem Heiligen Geist, der mich so spürbar begleitet hat wie noch nie zuvor in meinem Leben.

Was ich dir damit sagen möchte:
Ja, Gott schlägt Türen zu.
Ja, er traut uns zu, dass wir offene Fragen ertragen.
Ja, er lässt zu, dass unsere Pläne wieder und wieder zerbrechen.
Durch all das hindurch möchte er uns von eingefahrenen Wegen abbringen und uns neue Möglichkeiten zeigen. Wir meinen immer zu wissen, was in unserem Leben und dem Leben unserer Nächsten am besten ablaufen soll. Was wann und wie gelingen soll. Wir wissen ständig alles besser und urteilen ununterbrochen.
Damit bauen wir täglich an einer Mauer, die uns von Gott trennt. Je mehr wir unser Leben und die Vorstellungen davon fest umklammern, desto weniger kann Gott darin wirken. Je weniger wir ihm vertrauen, desto weniger Raum kann Gott in unserem Herzen einnehmen.
Ich bin mir sicher, dass Gott weiß, wohin dein Weg führt. Völlig egal, wie viele Umwege es braucht und wie viele Sackgassen du kennenlernst, bis du für neue Perspektiven bereit bist und die passenden Türen sich öffnen. Gott ist mit uns unterwegs. Täglich. Er braucht von uns nichts anderes als das Vertrauen, das wir in seine Führung einwilligen. Dafür segnet er uns öfter und tiefgehender, als wir je glaubten.

aufmerksam, kreativ

Scheißtage und schöne Tage

Finnischer Regen liefert gratis Sonnenschein mit

Gestern war der mit Abstand beschissenste Arbeitstag des bisherigen Jahres. Ich bin gern außerhalb meiner Komfortzone unterwegs, wäre ich es nicht, würde ich heute noch als Logopädin mit Kindern arbeiten. Stattdessen gestalte ich Veranstaltungen mit SeniorInnen, entwickle mein eigenes Atemtherapie-Konzept und schreibe darüber ein Buch.

Aber gestern war ich so viele Seemeilen außerhalb meiner Komfortzone, während ich ein negatives Statement nach dem anderen ab bekam, dass es mich aus dem Gleichgewicht warf. Nach einer kurzen, unruhigen Nacht stand ich heute Morgen auf und las vor dem Frühstück die Losung des Tages. Der aus einer Lostrommel gezogene Bibelvers für heute heißt:
„Der Herr, dein Gott, wandelte dir den Fluch in Segen um, weil dich der Herr, dein Gott, lieb hatte.“ 5. Buch Mose Kapitel 23, Vers 6
„Na denn, Gott,“ dachte ich, „das tröstet mich etwas. Mal gucken, wie dieser Tag verläuft.“

Und schon ging der Segen los: Ein Pfund Hamburger Erdbeeren auf dem Markt bekam ich für zwei Euro, ein Kilo heimische Kirschen für vier Euro. Und der Antipasti-Stand war wieder da, mit Antipasti kann man mich immer erfreuen (oder trösten). Im Antiquitätengeschäft schräg gegenüber entdeckte ich ein gerahmtes Aquarell für schlappe fünf Euro und zog aus der „Kostenlosen Kiste“ eine weiß-blaue Vase. Im Supermarkt gab es wunderbare Balkonpflanzen als Ersatz für die vertrockneten Exemplare, die unseren Urlaub nicht überlebt haben. Und ein Sonderangebot meiner Lieblings-Nussriegel für mein 16:30-Uhr-Tief fiel mir auch in die Hände.
Zurück zu Hause zog ich einen netten Brief aus dem Briefkasten, der mir das Honorar einer Zeitschrift versprach, für die ich eigentlich ehrenamtlich schreibe.

Was soll ich sagen? Gott liebt mich, das hat er mir in knapp anderthalb Stunden so intensiv und eindeutig gezeigt, dass ich meinen Frieden mit den Konflikten von gestern machen kann.

aufmerksam, kreativ

Vergleichen tötet, authentisch leben befreit

 

„Persönlichkeit beginnt, wo Vergleiche aufhören.
Sei einzigartig.
Sei erinnerungswürdig.
Sei selbstbewusst.
Sei stolz.“

Shannon L. Alder

 

„Es gibt keine (menschliche) Perfektion,
nur wunderschöne Varianten von Zerbrochenheit.“

Shannon L. Alder

 

„Du bist nicht, was andere von dir halten.
Du bist, was Gott weiß, das du bist.“

Shannon L. Alder

 

Verlinkt mit Holunderblütchen, FloralFridayFoto und Freutag.

aufmerksam, glaubhaft

Auf langen Strecken durchhalten

„Du hast deine Wunschträume gewählt um der Reise willen, die für ihre Verwirklichung erforderlich ist.
Und während du eine Herausforderung nach der anderen meisterst, wird die Reise unversehens vollendet sein, und die Freude, dass sich dein Wunschtraum erfüllt hat, wird der Befriedigung weichen, dass du durchgehalten, die Widrigkeiten bezwungen und den Durchbruch geschafft hast. Meinst du nicht auch, dass es genau diese Zeit inmitten deines Abenteuers ist, die dir später am meisten bedeuten wird, wenn deine Träume einmal wahr geworden sind?
Genieße sie.“

 

Mike Dooley,

gefunden in: „Wunscherfüllung für Selbstabholer“, Eva Wlodarek

.

Ahornblatt

aufmerksam, glaubhaft

Segenswunsch

Keinen Tag soll es geben, an dem du sagen musst: Niemand ist da, der mich hält.
Keinen Tag soll es geben, an dem du sagen musst: Niemand ist da, der mich liebt.
Keinen Tag soll es geben, an dem du sagen musst: Niemand ist da, der mich schützt.

Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft,
bewahre dein Herz und alle deine Sinne in Jesus Christus unsrem Herrn.

.

Blau-weiße Teezeit

aufmerksam, glaubhaft

Mit Gott verbunden

 

„Herr, mein Gott:
Wie ein Fisch nicht ohne Wasser sein kann,
so kann ich nicht ohne dich leben.
Ich freue mich zu leben,
auch wenn ich manchmal neben mir stehe,
wenn ich auf der Stelle trete und nicht weiß,
wohin es mit mir gehen soll.
Vor allem freue ich mich,
dein Kind zu sein
und in mir den Atem des göttlichen Lebens zu tragen.“

Aus Afrika

 

IMG_8885

Katze im Sonnenuntergang auf Zanzibar

 

aufmerksam, glaubhaft

Ein Bibelvers, der mich begleitet

Mit 15 Jahren wurde ich getauft und bekam den folgenden Vers zugesprochen:
„Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern einen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ In meiner Übersetzung, der Hoffnung für alle, steht statt der Besonnenheit „Selbstüberwindung“, in anderen Sprachen ist von „Weisheit“ und „Disziplin“ die Rede.
Die Taufe fiel in eine Zeit, in der ich als Jugendliche von meinen Mitschülern wegen meines Glaubens und meiner klaren Haltung viel Abwertung erlebt habe. So war mir dieser Zuspruch oft eine Hilfe, weil ich ihn als Versprechen gelesen habe – zusammen mit dem Vers:
„Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht, sei mutig und stark.“ (Josua 1, 5)
Auch später gab es erneut Krisensituationen, in denen ich darauf zurückgegriffen habe. Manchmal ging mir erst im Nachhinein nach vielen Sorgen und Gesprächen auf, dass ich mir viel erleichtert hätte, wenn ich mir diesen Bibelvers öfter vorgesagt hätte.
Ein Wort der Bibel enthält oft soviel Weisheit wie drei Telefonate mit Freundinnen 😉 !
Zwischenzeitig las und lese ich den Vers aber mehr wie eine Aufforderung, dann denke ich: „Marie, wo ist die Kraft, die Liebe und die Besonnenheit in deinem Leben?“ Daraufhin nehme ich es als Impuls für mein persönliches Wachstum und weiß gleichzeitig, dass jede innere Haltung des Herzens von Gott kommt und mir letztlich geschenkt wird – ich kann nichts davon produzieren. Aber ich kann versuchen, Gott Raum in mir zu geben und dadurch anderen Gutes zu tun. Durch Präsenz und freundliche Aufmerksamkeit anderen gegenüber (Liebe), durch das rechte Wort zur rechten Zeit (Besonnenheit!) und durch klare Standpunkte (Kraft).
In diesem Jahr stehen für meinen Verlobten und mich große Veränderungen an. So sehne ich mich nach viel Kraft, um mich rechtzeitig um alles zu kümmern. Nach Liebe, damit wir uns in wichtigen Dingen einig sind. Und ich sehne mich nach Besonnenheit, damit ich geduldig bleibe und mich nicht von Sorgen verunsichern lasse.
So nehme ich den Vers mit in die vor uns liegende Zeit und bete, dass Gott Wege ebnet und Türen öffnet.