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Hamburgs schönste Ecken: Das Nottinghill Norddeutschlands

Wer in Hamburgs Innenstadt herum läuft und alles voll, laut und anonym findet:
Die größten Geschäftsstraßen rund um den Hauptbahnhof zu besuchen, garantiert keine schönen Erlebnisse, im Gegenteil: Sie sind in jeder Großstadt überlaufen und seelenlos. Jedes Mal, wenn ich in der Bahn mitbekomme, wie Touristen ihren Tag planen, möchte ich aufspringen und rufen: „Warum? Warum wollt ihr euch ausgerechnet durch die Innenstadt schieben? Dort gibt es nichts als Kommerz und überall die gleichen Marken und Ladenketten, die in jeder europäischen Stadt die Einkaufsmeile säumen. Setzt eure Zeit sinnvoll ein und fahrt dorthin, wo es schön ist! Spart euch den Mist!“

Wer wirklich den Puls der Hansestadt erleben möchte, kann die Innenstadt getrost aussparen:
Die Hafenatmosphäre ist in Övelgönne oder Blankenese viel entspannter und warmherziger als an den stressigen, überlaufenen Landungsbrücken. Oder der seelenlosen, langweiligen Hafencity.
Süße, inhabergeführte Geschäfte gibt es in den einzelnen Stadtteilen viel mehr als in den öden Shoppingmalls der City: In der Schanze oder dem nahegelegenen Karoviertel, wer es alternativ und freakig mag. In Ottensen und Eimsbüttel, wer es international, gemütlich und schräg mag.

In Eppendorf, wer es elegant, hanseatisch und anglophil mag. Dort nahm ich neulich einen Flyer mit, der die schönsten Geschäftsstraßen unter dem Namen „kleines Notting Hill“ zusammenfasst und präsentiert. Nebenan, unter dem Eisenbahnviadukt, findet mit dem Isemarkt am Dienstag und Freitag Hamburgs schönster Wochenmarkt statt.
In Winterhude, neben Eppendorf gelegen, gibt es rund um den Mühlenkamp ebenfalls reizende Shops und für den besonderen Charme viele Kanäle.

Hier gibt es noch Werkstätten wir diese Stuhl- und Korbflechterei in der Eppendorfer Landstraße 111 (nahe der U-Bahnstation Kellinghusenstraße), die von dem netten Ur-Hamburger Herr Schiek betrieben wird.
Und gleich um die Ecke wird´s richtig grün: Grüne Perlen entlang der Alster

Liebe Touristen, spart euch die blöde Innenstadt, dort wird euch niemand vermissen und ihr verpasst gar nichts! Hamburg ist so viel individueller, spannender und gemütlicher, wenn ihr euch dort umschaut, wo das Herz der Hanseaten schlägt!

Wer aktiv unterwegs ist, findet hier nähere Informationen zum Leinpfad (führt von Eppendorf zur riesigen Außenalster) und in Barmbek / Winterhude zum Stadtpark. Im nördlichen Verlauf der Alster folgen das Torhaus in Wellingsbüttel und das Wittmoor zur Heideblüte.
Der Bramfelder See liegt direkt neben dem Ohlsdorfer Friedhof, dem größten Parkfriedhof der Welt. Ideal, um zu picknicken oder Sport zu machen.
Das Museumsdorf Volksdorf im Nordosten bietet sich besonders für Familien an: Historische Häuser und diverse Baunernhoftiere, täglich kostenlos geöffnet.
Richtung Südosten sind das Bergedorfer Schloss , die Vierlande und ein Ausflug nach Lauenburg sehr beliebt.
Wer nach Nordwesten die Stadt verlässt, kann als Ziel den Stadtpark Norderstedt wählen, oder in weiterer Entfernung Husum und Friedrichstadt.
Richtung Nordosten sind der Dassower See, Travemünde und Schwerin schöne Ziele.

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Fragen zum „Jahr der Dankbarkeit“

Neulich schrieb ich einen Beitrag zum „Jahr der Dankbarkeit“, das noch bis zum Erntedankfest im Herbst diesen Jahres läuft. Dank eines Anstoßes der Erinnerungs-Guerilla entstanden für mich mehrere Fragen, die den Blick auf unser Leben weiten:

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Wofür bist du (heute) dankbar?

Wie viel ist dir genug?

Wann singt dein Herz?

Was hat dir Gott geschenkt?

Wann lächelst du?

Wer wartet auf ein „Danke!“ von dir?

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Die erste Frage ist ein Zitat der Erinnerungs-Guerilla, die anderen stammen von mir.

Das offizielle Lied zum „Jahr der Dankbarkeit gibt es hier, auf der Website ist es gesungen zu hören.

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Grauer Nebel

Manchmal fehlt der Schwung für das, was du dir vornimmst. Manchmal greift Müdigkeit und eine große Portion Ernüchterung um sich. Manchmal zieht grauer Nebel ein, und du fragst dich, was aus deinen Zielen, Träumen und Plänen geworden ist. Sehnsucht ist nicht länger etwas, das dich lockt und motiviert, sondern nur noch ein diffuses Gefühl der Verlorenheit und der Wunsch nach einem Platz im Leben.
Kennst du das?

Wie kann es sein, dass etwas, das dich begeistert und angetrieben hat, nur noch ein müdes Schulterzucken hervor ruft? Dass du an dir selbst zweifelst? Dass du deine Kompetenzen lächerlich gering findest und dich fragst, ob aufgeben vielleicht das ist, was dieser Moment erfordert? Dass du dich deiner Vision schämst, statt sie schwungvoll ins Leben zu holen?

 

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Neulich fiel mir in genau so einem Moment, der mich selbst irritierte und lahmlegte, das passende Buch in die Hände. Ich hatte es vor einigen Jahren gekauft, nie gelesen und im Bücherregal vergessen. Beim Aufräumen traf es mich: „TraumDiebe. Lass dir nicht wegnehmen, was Gott dir ins Herz gibt“ nennt sich die Lektüre von Andre Wilkes. Genau der passende Titel in diesem Augenblick.

Nach einem ersten Kapitel über das (Wieder-)Entdecken unserer Träume beschreibt der Autor die Traumdiebe:
Der Erste nennt sich „Wer bin denn ich, dass ich………“ Wieso sollte genau mein Plan aufgehen? Warum sollte gerade mein Leben in dieser kaputten Welt etwas zählen? Woher soll ausgerechnet in meinem Leben Erfolg kommen?
Der zweite heißt „Wer bist denn du, dass du……“ und bezieht sich auf das verlorene Vertrauen in Gott. Der Ballast der Enttäuschung wiegt manchmal so schwer, dass wir Gott nicht mehr über den Weg trauen. Gott hat nicht so gehandelt, wie ich es mir gewünscht habe. Meine Vorstellungen von ihr/ihm haben sich als Irrtum heraus gestellt. Der naive Kinderglaube trägt nicht lebenslang. Und dann?
Der dritte Traumdieb wird „Wie soll das gehen?“ genannt: Die Falle der Realität und damit das scheinbare Triumphieren der Ernüchterung. Der „gesunde Menschenverstand“ mischt sich mit seinem liebsten Satz „Das haben wir schon immer so gemacht“ und dem Zwilling „Schuster, bleib bei deinen Leisten“ ein.
Als vierter Dieb schleicht sich die Frage „Was werden die anderen sagen?“ ein. Angst vor der Meinung von PartnerIn, FreundInnen und Familie zieht durch unsere Gedanken. Angst um das eigene Image, den aufgebauten Lebensweg und die damit verbundenen Erfolge greift Raum: Verliere ich das, wenn ich mit meinem Traum Ernst mache?
An fünfter Stelle macht sich Selbstzweifel breit: „Und wenn ich mich irre?“ Wenn meine Sehnsucht eine Täuschung ist? Wenn meine Vision ein Fiebertraum war? Meine tiefsten Wünsche illusorisch? Wenn Gott doch nicht oder anders zu mir gesprochen hat, als ich es meine gehört zu haben?
Der sechste Traumdiebt fragt „Warum sollte es diesmal klappen?“ und verweist auf unsere Niederlagen, gescheiterten Projekte, verstaubten Pläne. Warum sollte es ausgerechnet jetzt anders laufen? Ich weiß doch genau, was ich in meinem Leben alles schon versiebt habe…

Allein zu erkennen, dass es diese unbewussten Zweifel gibt und wie sie sich auf einen Punkt bringen lassen,  fand ich sehr hilfreich. Auch, zu lesen, welche inneren Schwachstellen sie ausnutzen, und dass es anderen genauso ergeht. Ich glaube nicht nur an einen allmächtigen liebenden Gott, sondern ebenso, dass es negative Mächte gibt. Die uns kleinmachen, versklaven, in Süchte führen, lahmlegen. Der Autor geht darauf nicht weiter ein, viel wichtiger ist ihm in den folgenden Kapiteln, zu lernen, Gott im Alltag zu entdecken. Als Botschaft, Ermutigung, Ereignis.

 

 

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Ich möchte dich ermutigen, hinter die Fassade der Müdigkeit und Lustlosigkeit zu schauen. Aufzuhören, dich selbst zu beschimpfen, weil es nicht besser, glatter und erfolgreicher läuft.
Vielleicht leben in deinem Kopf Lügen, die dich lahmlegen. Alte Sätze, die dich geprägt haben, und noch heute verunsichern. Blöde Kommentare, die seit Jahrzehnten in uns gären und Energien ziehen.
Dann ist es Zeit, diese Räuber hinter sich zu lassen.
Manchmal hilft es schon, sie als Lügner und Diebe deiner Träume zu entlarven und sich zu wünschen, dass sie gehen. Denn Erkenntnis ist oft der erste Schritt zur Veränderung.

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Leerstellen bedeuten manchmal Fülle

Vor Kurzem sprach ich mit Jemandem, der mit mir erfreuliche Neuigkeiten aus seinem Leben teilen wollte. Im Telefonat kamen wir unter anderem darauf, dass sichtbare Erfolge nicht alles sind. Ein Leben jenseits der Komfortzone, und sei es auf Zeit, bedeutet einen ganz neuen Blick auf sich selbst und die eigene Existenz. Wer mutig ins Ungewisse aufbricht, den Alltag hinter sich lässt, jenseits der Routine lebt, erlebt nicht automatisch Höhenflüge und Erfolge. Aber eine Horizonterweiterung, vertiefte Momente und neue Eindrücke.
Mein Gesprächspartner zitierte eine Freundin, die meinte, wenn auf ihrem Lebenslauf Leerstellen stünden, habe sie besonders viel gelernt und sich enorm entwickelt. Wohingegen die geordneten Verhältnisse, die sich viele Personaler auf den Lebensläufen wünschen, von innerem Stillstand zeugen können.
Dabei erlebe ich, dass allein die Tatsache einer fehlenden Routine Kraft kostet. Früher wusste ich genau, wann ich wo sein musste und was ich zu tun hatte. Heute bestimme ich das selbst, und wenn ich unzufrieden mit meinen Fortschritten bin, liegt das zum Teil in meiner Hand und zum Teil an fehlenden Möglichkeiten. Wobei ich grundsätzlich zuerst mich selbst anklage, nicht genug geackert zu haben. Wer jenseits der Komfortzone unterwegs ist, braucht ein gutes Auge für das „Gut genug“.
Ja, ich habe heute nicht alles geschafft. Ja, mein Monatsziel für September wurde nur teilweise erreicht. Ja, mein inneres Ehrgeiz-Barometer schlägt ungleichmäßig aus. Dennoch: Allein das Hinter-sich-lassen unbefriedigender Situationen und das Aufbrechen in neue Möglichkeiten sind viel wert. Sich durchbeißen und die Hoffnung bewahren ist viel wert. Auch, wenn die anvisierten Bestimmungsorte sich außerhalb der Reichweite befinden und finanzieller Erfolg auf sich warten lässt: Das innere Wachstum kann dir niemand nehmen. Was du in diesen Situationen lernst, hättest du durch kein noch so kostspieliges Coaching gewonnen.

„Verlierer sind die anderen. Die, die nichts gewagt haben. Die, die nicht suchten und fragten und hörten, sondern einfach das weitermachten, was sie vorher taten. Koste es, was es wolle. Denen die eigene Gesundheit nicht so kostbar war, dass sie dafür sorgen wollten. Denen der Frust noch immer nicht groß genug war, um etwas ändern zu wollen. Denen ihr persönliches Leben nicht so wichtig war, dass auch sie selbst damit glücklich werden wollten. Denen vielleicht auch eine Menge Geld oder ein bestimmtes Amt wichtiger waren als Gesundheit, Sinn und Segen. (…)“

Kerstin Wendel

aus: „Geliebt, begabt, berufen – Das Berufungsbuch für Frauen“

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Die richtigen Fragen stellen

Was ist meine größte Angst?

Was ist meine größte Motivation?

Was ist Wahrheit?

Wer ist Gott?

Was ist Erfolg?

Es gibt eine Handvoll Fragen, die dich an der Hand nehmen
und durch das, was du gerade erlebst, hindurch leiten.

Wenn du dir die richtigen Fragen stellst,
wird dein Leben in die richtigen Antworten hinein wachsen.

Ann Voskamp

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aufmerksam

Tansania und Sansibar: Wissenswertes für die Reise

Frisch aus den Flitterwochen in Tanzania und Zanzibar zurück gekommen, möchte ich all jene Informationen teilen, die ich mir in der Vorbereitung mühsam zusammen gesucht habe. Wer sich für passende Reisekleidung, die Ausstattung der Reiseapotheke sowie grundlegende Ausdrücke auf Swahili interessiert, hat den passenden Beitrag in den Weiten des Internet gefunden!

IMG_8689Morgenlicht in Tanzania

Kleidung
Grundsätzlich sollten helle Töne wie Sand, Beige und Khaki für die Kleidung gewählt werden. Tsestefliegen mögen Blau und Schwarz, diese Farben sollten komplett zu Hause bleiben. Die gesamte Zeit habe ich helle, langärmelige Blusen getragen sowie dünne, lange Hosen. Mit No-Bite® besprüht, wehrt lange Kleidung wunderbar die Insekten vom Stechen ab, hält die Haut schattig und lässt, wenn Leinen und Baumwolle gewählt werden und die Schnitte luftig sind, gut die Luft zirkulieren. Darunter habe ich mich trotzdem mit Sonnencreme eingeschmiert, weil Kleidung nur einen geringen Teil der Sonneneinstrahlung filtert und keinen zuverlässigen Schutz vor Sonnenbrand darstellt.
Wer (wie ich) die typischen Outdoor Zipp-off-Hosen hässlich und teuer findet, kann getrost darauf verzichten: In Hamburg habe ich mir Second-Hand eine Handvoll helle Leinenhosen sowie helle Baumwollblusen in lockerer Passform gekauft, die ich durchgehend gern getragen habe. Eng sitzende Kleidung ist aus Höflichkeitsgründen der Mentalität der Bevölkerung gegenüber nicht passend (besonders auf dem islamisch geprägten Zanzibar), darüber hinaus lässt sich Schweiß vermischt mit Sonnencreme auf der Haut deutlich besser ertragen, wenn kein engsitzender Stretch-Stoff direkt auf dem Körper anliegt und bei Bewegung gegebenenfalls reibt.
Da ich befürchtete, dass die Behandlung mit No-Bite® in Kombination mit Sonnencreme, Staub und Schweiß die Kleidung im Anschluss an die Reise reif für die Mülltonne machen würde, habe ich nur Flohmarkt-Klamotten mitgenommen. Ganz so schlimm sieht es nach der Rückkehr nicht aus, dennoch ist es sinnvoll, Lieblings-Stücke sicher zu Hause im Schrank zu lassen.
In Tanzania habe ich grundsätzlich feste (helle) Schuhe mit hellen Socken getragen, um sich setztende Mücken und Moskitos gleich sehen und plattklatschen zu können. Das war zwar nicht nötig, weil die imprägnierte Kleidung die Insekten abgehalten hat, trotzdem bin ich dankbar für diesen Tipp aus dem Internet. Unterwegs ist es sowohl für die Sicherheit vor Verletzungen als auch aus Gründen der Hygiene am Intelligentesten, auf Sandalen, FlipFlops oder ähnliches zu verzichten – die können am Strand von Zanzibar immer noch ausgepackt werden.
Unbedingt sollte ein qualitativ hochwertiger Sonnenhut mitgenommen werden, mit rundum breiter Krempe und zum Bedecken von Schultern, Nacken und Hals mit einem rückwertigen Sonnenschutz. Das sieht dämlich aus, keine Frage, bewahrt einen jedoch vor Überhitzung und Sonnenbrand – wer sexy sein will, sollte nicht quer durch die Tropen reisen, das ist wohl klar.

IMG_8678Frisch in Tanzania angekommen:
Erstmal ein Set Oberbekleidung mit No-Bite einsprühen.
Achtung: Es braucht eine ganze Weile (bei uns mehrere Stunden), bis die Kleidung danach trocken und tragbar ist!

Mückenschutz
Da Malaria und Dengue-Fieber in Tanzania verbreitet sind, ist ein wirksamer Schutz vor Stichen wichtig. Blaue und schwarze Kleidung sollte wegen der Tsetsefliegen zu Hause bleiben, von dort sollten wiederum ausreichend große Mengen an Insektizid für die Kleidung sowie den Körper mitgenommen werden. Wenn auf der Sprühflasche Angaben wie „Reicht zur Behandlung von bis zu 9 Kleidungsstücken“ steht, stimmt das – sparsam sprühen geht nicht.
Körperteile, die nicht von eingesprühten Kleidungsstücken bedeckt werden, müssen mit einem anderen, für Menschen geeigneten Mittel besprüht werden.
Ein Moskitonetz sollte außerdem grundsätzlich dabei sein – wir hatten durchgehend sehr hochwertige Unterkünfte, die mit intakten Netzen ausgestattet waren. Da in Hostels maximal löchrige Netze hängen (haben wir zumindest gehört), sollten Backpacker also stets ihren eigenen Schutz für die Nacht dabei haben.

MuschelnAbendstimmung auf Zanzibar

 Apotheke
– Desinfektionstücher (für die Flüge) sowie flüssiges Desinfektionsmittel für die Hände (nach dem Toilettenbesuch sowie vor dem Essen zu benutzen)
– Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 50
– Malaria-Prophylaxe (täglich einzunehmen)
– Verhütungsmittel. Wer schwanger werden will, sollte diesen Wunsch unterwegs pausieren lassen, Malariatabletten und Föten vertragen sich partout nicht. Also Verhütungsmittel einpacken! Alle anderen (wie unsereins) sowieso…
– Kräutertee für Magen-Darm-Beschwerden, außerdem Mittel gegen anhaltendes Erbrechen sowie Durchfall
– Kräutertee gegen Halsschmerzen und Husten, außerdem Nasentropfen, Halsbonbons. Gegen Zugluft im Jeep sowie durch Klimaanlagen verursachte Schniefnasen mit Halsweh stets ein Tuch für Hals und Kopf dabei haben! Die Reisegruppe ist schneller erkältet als gedacht…
– Kopfschmerztabletten, ggf. Schlaftabletten für die Flüge
– Pflaster, kleine Verbände oder Mullbinden
– Creme oder Gel gegen geschwollene Insektenstiche, Pinzette für Dornen oder Stachel

 

Swahili (auf Deutsch oft Suaheli oder Kishuaheli genannt)
Jambo! – Hallo!
Habari gani? – Wie geht’s? (Direkt übersetzt: Was gibt es Neues?)
Nzuri sana. – Sehr gut.
Karibu (sana). – Willkommen (Mit dem Wort „sana“: Sehr willkommen)
Tafadhali. – Bitte.
Whapi choo tafadhali? – Wo ist die Toilette, bitte?
Ahsante sana. – Vielen Dank.
Hakuna matata. – Kein Problem.
Kwa heri! – Auf Wiedersehen!
Lala salama! – Gute Nacht!
Nakushukuru sana sana! – Vielen, vielen Dank für Alles!

Wer gut auditiv lernt und ein Gefühl für Rhythmus hat, kann auch wunderbar anhand von einfachen Liedern via YouTube einfaches Swahili lernen:

http://www.youtube.com/watch?v=fK0wPpLryc4

Sehr schöne christliche Lieder sind dort auch zu finden – zum „Ein-Swingen“…

MangrovenZanzibar: Im Mangrovenwald, kurz vor der Dämmerung

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Glaube ganz lebensnah

Heute war ich wieder einmal bei der Gestaltung des Gottesdienstes dabei und erzählte dabei aus meinem Leben. Als Thema des Gottesdienst-Teils, den ich gestaltete, hatte ich die Aussage gewählt: „Gott vertrauen, wenn sich das Leben verändert“.
Dabei zitierte ich unter anderem eine tolle Frau, die sehr unerschrocken war: Corrie ten Boom.
Sie sagte:
Herr, ich bitte nicht darum, das entfernt Liegende zu sehen. Der nächste Schritt genügt mir schon.
So berichtete ich davon, dass die Frage nach einem neuen Arbeitsplatz mich das letzte Jahr beschäftigt hat und über welches Resultat ich mich nach einem Jahr Suchen, Fragen, Zweifeln und Warten freuen kann.
Ich hatte eine Flasche Sekt mitgebracht, die ich hoch hielt, um all denen Mut zu machen, die noch in der Zeit der Orientierungslosigkeit stecken und sich nach Antworten und einem klaren Ziel sehnen: „Diesen Sekt habe ich nicht mitgebracht, weil ich mich freue, sondern weil ich der Überzeugung bin, dass es für all die unter euch, die der Veränderung ins Auge sehen und noch nicht wissen, wohin es geht, ein gutes Ergebnis gibt. Dieser Sekt ist das Bild dafür, dass Gott sich uns zuwendet und mit ihm zusammen das Ziel greifbar wird. Dass er da ist und bereit, den Weg mit uns zusammen zu gehen. Dass er weiß, wie es ausgeht. Und das er uns dorthin begleiten will. Gott hat ein unbedingtes JA zu uns.“

Hört niemals auf zu beten. Vergesst auch nicht, Gott für alles zu danken. Denn das erwartet Gott von seinen Kindern.
1. Thessalonicher 5, 17-18

Alles, was ihr erbittet in eurem Gebet, glaubt nur, dass ihr’s empfangt, so wird’s euch zuteil werden.
Markus 11, 24

Corrie ten Boom, diese intelligente und tatkräftige Frau, sagte:
Gott sieht dich und mich. Er liebt uns so sehr, dass er uns helfen und das, worum wir ihn bitten, tun will.

Obwohl ich eigentlich nur der Gemeinde an meinem Leben Anteil geben und Mut machen wollte, die Zeit der Veränderung zu gestalten, wurde es sehr emotional.
Mir standen so viele Tränen in den Augen, dass ich meine Notizen nicht mehr lesen konnte und frei weiter sprechen musste. Auch meine Stimme war zeitweilig sehr wackelig…
Noch nie habe ich in den Gesichtern der Gottesdienst-Besucher so viele Bewegungen gesehen: Freude, Anteilnahme, Erinnerung, Interesse, Zustimmung, Traurigkeit, innere Bewegtheit, Unterstützung.
Es herrschte eine ganz außergewöhnliche Stille und Spannung in der Kirche, gemeinsam mit einem großen Zusammengehörigkeitsgefühl.
Während der anschließenden Gebete fassten viele der Gemeindemitglieder ihre Gefühle in Worte: Dankten für das Gehörte, baten um Unterstützung, sprachen Gott ihr Vertrauen aus.
Später bekam ich viele positive Rückmeldungen, weil es als sehr bereichernd empfunden wurde, dass es ganz handfest und konkret um mein Erlebnis mit Gott im Alltag ging.
Etwas, dass in den Gottesdiensten oft zu wenig vorkommt….

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Gott weiblich

Von der orientalischen Göttin zum Marienbild.
Eine faszinierende Ausstellung im Musée d’Art et d’Histoire in Fribourg/CH

An ihrem bestimmten Ort, zwischen anatolischen Bronzen, sechstausendjährigen syrischen Statuetten und barocken Marienbildern liegt sie, aufgeschlagen, auf einem kleinen Podest: die „Bibel in gerechter Sprache“.
Sie sei, so der Kommentar, ein wichtiger Beitrag des zeitgenössischen Protestantismus zum unaufhaltsamen Auszug aus der Jahrhunderte andauernden patriarchalen Vereinnahmung der biblischen Gottheit JHWH. Diese Neuübersetzung der Bibel sei keineswegs, so die Einleitung im (vorerst nur in französischer Sprache erschienenen) Ausstellungskatalog, „une faillite théologique“ („ein theologischer Bankrott“, vgl. unten NZZ), sondern erinnere auffällig an den Prozess, der sich in den Jahrhunderten vor der Zeitenwende abgespielt habe:
Damals, als sich durchsetzte, was wir heute „Monotheismus“ nennen, experimentierte man mit verschiedenen Möglichkeiten, den göttlichen Eigennamen, der in einer monotheistischen Weltsicht keinen Sinn mehr machte, zu ersetzen – am Ende mit dem Ergebnis, dass eine vermännlichte Version des Einen Göttlichen die Oberhand gewann.
Noch Martin Luther übersetzte im sechzehnten Jahrhundert den Gottesnamen 6800 mal mit „Der Herr“. – Heute aber befinden wir uns wieder in einer „époque de questionnement“ (Einleitung 14), einer „suchenden Zeit“ (NZZ), in der wir allmählich begreifen: nur eine Gesellschaft, die das GEHEIMNIS hinter allen und allem nicht länger mit einem übergrossen Mann verwechselt, kann sich gerecht und lebensfreundlich weiter entwickeln. – Wie aber können wir der menschlichen Beziehung zum umfassenden Sinn des Ganzen – GOTT – die verlorene Lebendigkeit zurückgeben? Das ist die Grundfrage, die hinter der Fribourger Ausstellung steht.

In vierzehn Abteilungen führt sie die Vielfalt weiblicher Gottesbilder vor Augen. Jeweils unter einem Thema – die Mittlerin, die Himmelskönigin, Maat und die Frau Weisheit, das unzugängliche Geheimnis, die Baumgöttin, die Kämpferin usw. – sind jeweils Exponate aus ganz unterschiedlichen Epochen zusammengestellt, wobei die – nicht immer, aber häufig verharmlosenden – Abschattungen der weiblichen Gottheiten des Alten Orient in der christlichen Marienverehrung ein Leitmotiv bilden.
Nicht erst wer die „Bibel in gerechter Sprache“ zwischen all den alten und uralten Spiegelungen menschlicher Sehnsucht in weiblichen Bildern liegen sieht, begreift: Da haben Menschen, Frauen und Männer, Jahrzehnte lang akribisches Forschen, Ausgraben, Sammeln, Vergleichen, Interpretieren mit dem ebenso präzisen wie leidenschaftlichen Nachdenken über eine lebenswerte Gegenwart und Zukunft zu verbinden gewusst.
Wenn altisraelitische Asheren der Königszeit sich mit weiblichen Haarpracht-Idolen aus der 11. Ägyptischen Dynastie, mit der thronenden römischen Kybele, dem mesopotamischen Liebespaar, der betörenden Aphrodite, der strengen romanischen Madonna, der stillenden Isis, der kuhköpfigen Hathor und der „Bannière du Landsthurm“ in einem Raum versammeln, spürt man sie leibhaftig, die notwendige Befreiung:
Weiblichkeit ist unendlich viel mehr als die paar erbärmlichen kompensatorischen Eigenschaften, auf die man sie im Patriarchat zurechtgestutzt hat. Weiblichkeit umfasst zwar Mütterlichkeit, Verführung und Fürsorge, wurde und wird aber auch als Kampf, universales Geheimnis, politische Schöpferkraft, umfassende Weisheit, löwengleiche Energie, Erd-, Baum-, Himmelsmacht und noch viel mehr vorgestellt.
Aus dem Gefängnis der vermännlichten Rede von Gott auszubrechen bedeutet also keineswegs, wie in der Debatte um die „Bibel in gerechter Sprache“ häufig zu hören war, ein universal-souveränes Göttliches zu banalisieren oder durch Sexualisierung zu erniedrigen. Vielmehr gibt, umgekehrt, die neu gewonnene Freiheit, das Umfassende auch in weiblichen Bildern zu benennen, einem über Jahrhunderte sexualisierten GOTT endlich IHRE vieldimensional geheimnisvolle Lebendigkeit zurück – ein Prozess mit weitreichenden ethisch-politischen Konsequenzen.
Am 4. Januar 2008 zählte sich eine nicht eben kleine Gruppe interessierter Menschen aus der Ostschweiz zu den Glücklichen: von Othmar Keel, dem Spiritus rector der Ausstellung und Begründer der „Freiburger Schule“, die inzwischen mehrere höchst aufgeweckte TheologInnengenerationen umfasst, liessen wir uns durch die Ausstellung führen, um beim anschliessenden gemeinsamen Mittagessen im „Café du Gothard“ zu feiern, dass Wissenschaft und Genuss und Theologie und Lebensfreude, Körper und Seele und Verstand eins werden können. Ganz real im Himmel, und auf Erden.


Zum Weiterlesen:
Othmar Keel, L’Eternel féminin. Und face cachée du Dieu biblique, Fribourg (Editions Labor et Fides) 2007
Othmar Keel, Wie männlich ist der Gott der Bibel? NZZ vom 30.6./1.7. 2007, B4
Silvia Schroer, Othmar Keel, Eva. Mutter alles Lebendigen. Frauen- und Göttinnenidole aus dem Alten Orient, Fribourg (Editions Labor et Fides) 2004
Ulrike Bail ua. Hgg, Bibel in gerechter Sprache, Gütersloh (Gütersloher Verlagshaus) 2006

Ina Praetorius, 08. 01. 2008

Der Text ist zu finden unter http://www.ref-sg.ch/news_1242_Gott-weiblichLEternel-Fminin.htm

 

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