aufmerksam, glaubhaft

Wie ein Fest nach langer Trauer

Wie ein Fest nach langer Trauer,
wie ein Feuer in der Nacht.
Ein off’nes Tor in einer Mauer,
für die Sonne aufgemacht.
Wie ein Brief nach langem Schweigen,
wie ein unverhoffter Gruß.
Wie ein Blatt an toten Zweigen
ein Ich-mag-dich-trotzdem-Kuss.

So ist Versöhnung, so muss der wahre Friede sein.
So ist Versöhnung, so ist Vergeben und Verzeih’n.

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Wie ein Regen in der Wüste,
frischer Tau auf dürrem Land.
Heimatklänge für Vermisste,
alte Feinde Hand in Hand.
Wie ein Schlüssel im Gefängnis,
wie in Seenot „Land in Sicht!“.
Wie ein Weg aus der Bedrängnis
wie ein strahlendes Gesicht.

So ist Versöhnung, so muss der wahre Friede sein.
So ist Versöhnung, so ist Vergeben und Verzeih’n.

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Wie ein Wort von toten Worten Lippen,
wie ein Blick, der Hoffung weckt.
Wie ein Licht auf steilen Klippen,
wie ein Erdteil neu entdeckt.
Wie der Frühling, wie der Morgen,
Wie ein Lied, wie ein Gedicht.
Wie das Leben, wie die Liebe,
wie Gott selbst, das wahre Licht:

So ist Versöhnung, so muss der wahre Friede sein.
So ist Versöhnung, so ist Vergeben und Verzeih’n.

Text: Jürgen Werth 1988
gefunden auf Songtexte.com

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Dieses Lied haben wir Anfang der neunziger Jahre jeden Mittwoch in der Jungschar gesungen. Jeden Mittwoch wieder, wenn wir uns noch ein letztes Lied wünschen durften.
In einem wunderbaren Seminar vorgestern kam es mir im Rahmen einer Aufgabe zu positiven Assoziationen wieder in den Sinn.
Gibt es für dich ein Lied, das dir einmal wichtig war und noch heute eine wichtige Botschaft enthält? Vielleicht lohnt es sich, den Liedtext auszudrucken, über den Bildschirm zu hängen, an den Spiegel, über den Küchentisch. Es auf den Nachtschrank zu legen und mit der Melodie im Kopf, der Botschaft im Herzen einzuschlafen.

aufmerksam, glaubhaft

Weisheit teilen

Erneuere auch unser Herz
und gib uns den Geist
der Klarheit und des Muts
denn das Gesetz des Geistes
der uns lebendig macht in Christus
hat uns befreit
von dem Gesetz der Resignation

Lehre uns die Kraft
der kleinen Leute zu spüren
und keine Angst mehr zu haben
wenn wir widersprechen

Erneuere auch unser Herz
und lass uns wieder miteinander reden
lehre uns zu teilen statt zu resignieren:
das Wasser und die Luft,
die Energie und die Vorräte
zeig uns, dass die Erde dir gehört
und darum schön ist

Dorothee Sölle

 

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aufmerksam, glaubhaft

Du bist der geliebte Mensch


Alles, was ich dir sagen möchte,
ist in dieser Zeile zusammengefasst:
„Du bist der geliebte Mensch“,
und ich kann nur hoffen,
dass du diese Worte als direkte Anrede auf dich aufnehmen kannst,
dir zugesprochen mit aller Zärtlichkeit und Kraft,
die Liebe nur je haben kann.
Mein einziger Wunsch ist, dass diese Worte
in jeder Zelle deines Wesens widerhallen mögen:
„Du bist der geliebte Mensch.“

 

Henri Nouwen

 

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Jesus, zu dir kann ich so kommen, wie ich bin.
Du hast gesagt, dass jeder kommen darf.
Ich muss dir nicht erst beweisen, dass ich besser werden kann.
Was mich besser macht vor dir, das hast du längst am Kreuz getan.
Und weil du mein Zögern siehst, streckst du mir deine Hände hin,
und ich darf so zu dir kommen, wie ich bin.

 

Manfred Siebald

aus: „Feiern & Loben ° Die Gemeindelieder“, Bundes-Verlag Witten

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Vergebung

 

„Jeder Mensch sollte einen nicht zu kleinen Friedhof besitzen,
auf dem er die Fehler seiner Freunde begräbt.“

Anselm Grün

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aus: AufAtmen 1/2014

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aufmerksam, glaubhaft

Es ist unglaublich, was die Menschen alles glauben, solange es nicht in der Bibel steht!

Es ist unglaublich, was die Menschen alles glauben, solange es nicht in der Bibel steht!

Arno Backhaus 

Quelle: „Woran starb das Tote Meer“ von Arno Backhaus

Gestern hatte ich spontanen Besuch von einer lieben Freundin, die gerade von ihrem mehrwöchigen Flitterurlaub aus Thailand wiederkam.
Sie erzählte von den Tempeln und all den Regeln, die beachtet werden müssen, damit die Geister gezähmt und das Glück angelockt wird: Hier spenden, dort verbeugen, hier drei Mal drehen, dort Mönche beschenken und noch viel mehr.
Es klang wahnsinnig anstrengend, und ob die Thailänder jemals wissen, ob sie genug für ihr Glück (Geld! Erfolg! Schöne Kinder! Gesundheit!) getan haben, blieb unklar. Ich schätze, dass man sein Leben lang  in Glücks-Beschwörungs-Mission unterwegs ist, ohne sicher zu wissen, ob man sich jetzt entspannen darf oder ob das Glück weiter angelockt werden muss.

Gnade ist, wenn Gott etwas für mich tut. Gesetz ist, wenn ich etwas für Gott zu tun habe.

Watchman Nee 

Quelle: Aus dem Buch: Das normale Christenleben, SCM Hänssler, 2009, Seite 109

Ich bin so froh, dass es vor der Person, die wir Christen „Gott“ nennen (schließlich kann jeder alles mögliche Gott nennen), völlig egal ist, wie viel und was wir tun, um unser Leben zu verbessern. Unser Leben ist ein Geschenk, das uns ohne Bedingungen gemacht wird. Gott hat nur eine Hoffnung: Dass wir ihn als den Urheber dieses Geschenks erkennen und eine persönliche Beziehung zu ihm suchen.
Klar freut er sich über Nächstenliebe den Mitmenschen gegenüber, aber das ist es nicht, was letztendlich zählt: Wir müssen uns nicht von Pflicht zu Pflicht schleppen und immer neue Gesetze befolgen, in der Hoffnung, jemanden gnädig zu stimmen.
Nein: Gottes „JA“ zu uns steht von Beginn an über allem, da können wir Dinge wie Moral und Gesetze völlig außen vor lassen. Natürlich freut es Gott, wenn wir durch unsere Lebensgestaltung deutlich machen, wer hinter unserer Lebensfreude steckt und wir freigiebig sind, was Liebe, Gastfreundschaft, Vergebung, Hoffnung, Zeit und Geduld angeht. Aber es ist nicht der entscheidende Punkt, ob Gott sich uns zuwendet oder nicht.
Er ist da, gegenwärtig, und nichts auf dieser Welt bringt ihn dazu, sich abzuwenden.

Mein Herz ist der Schauplatz eines regelrechten Bürgerkriegs.

Watchman Nee 

Quelle: Aus dem Buch: Das normale Christenleben, SCM Hänssler, 2009, Seite 25

Auch die Kriege in unserem Herzen bringen Gott nicht dazu, sich zu distanzieren.
Auch die Enttäuschung, dass wir unsere Ziele nicht erreichen, nicht.

Satan sagt, lass die Maske nicht fallen, du verlierst dein Gesicht.
Gott sagt, lass die Maske fallen, du hast mein Gesicht.

Arno Backhaus 

Quelle: „Woran starb das Tote Meer“ von Arno Backhaus

Gott kennt uns so, wie wir von niemandem gekannt werden möchten, weil es uns viel zu peinlich ist, was in unseren Köpfen und Herzen für dunkle Untiefen lauern. Er sagt nicht: „Verstecke es!“ sondern: „Komm zu mir, damit ich dich von diesem Dreck reinigen kann und damit du zu dem Mensch wirst, als der du gedacht bist.“
Und darüber bin ich sehr dankbar.

Alle Zitate gefunden auf Evangeliums.net

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Leuchtkraft

Es gibt Menschen, die erscheinen uns wie Edelsteine.
Nicht dass sie anders als andere Menschenkinder von sich aus leuchten oder göttliches Licht hervorbringen könnten;
aber sie reflektieren und entfalten das empfangene Licht so farbenfroh und strahlend,
dass man sich unwillkürlich nach der Lichtquelle umschaut.

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Hans-Joachim Eckstein

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aufmerksam, feminin, glaubhaft

Unterstützung oder Unterordnung?

Im erf (Evangeliumsrundfunk) gibt es gerade eine Themenwoche zum Begriff der „Unterordnung“. Dabei geht es um die Beziehung zwischen Gott und den Menschen, und wie altmodisch und unbequem wir dieses Wort heute finden.
Zwei Artikel gehen darauf ein, dass Frauen und Männer sich in der Ehe gegenseitig unterordnen und das Wohl des anderen über ihr eigenes stellen sollen. Wenn beide dies mit ganzem Herzen tun und damit einander „dienen“, ist das für beide Seiten fair und erfüllend. Wenn ist das Wort in diesem Zusammenhang! Wenn nur eine Seite sich bemüht und das Ego in die zweite Reihe stellt, während der andere sich und seine Belange als erstes sieht, kann es zur Belastungsprobe werden.

Die Links zu den beiden Artikeln, die ich sehr empfehle:

Ihr Frauen, ordnet euch unter
http://www.erf.de/index.php?PHPSESSID=0f2666576fb989d896228c0f5be36d52&node=2803-542-3718&fpc=547-1983

Ihr Männer, liebt eure Frauen
http://www.erf.de/2803-542-3721-Artikel.html?PHPSESSID=0f2666576fb989d896228c0f5be36d52

 

An dieser Stelle möchte ich betonen, dass ich mir trotz meiner Haltung zur Emanzipation einen Mann wünsche, der Stärke zeigt. Stärke für andere, nicht Stärke gegen andere.
Ich wünsche mir einen Mann, der klare Standpunkte hat und für diese einsteht. Der sich durchsetzen kann und gleichzeitig ruhig, liebevoll und besonnen ist.
Die Welt braucht Männer – andere, als wir sie bisher kennen.
Die Welt braucht starke Frauen und starke Männer – und ebenso Orte, wo beide nicht stark sein müssen.