aufmerksam

Aufmerksam sein

„Ich weiß nicht, wie sie das aushält,“ sagte meine Mutter, die wegen eines neuerlich missglückten Abenteuers meines Großvaters wütend auf ihn war. Warum meinte sie eigentlich.
Im Grunde wussten wir jedoch alle, wie sie das machte. Sie hielt es aus, weil sie bis zu den Knien im Fluss des Lebens stand und allem große Aufmerksamkeit schenkte.
Meine Großmutter war bereits gestorben, als ich die Lektionen lernte, die ihre Briefe erhielten: Überleben hängt von geistiger Gesundheit ab, und geistige Gesundheit besteht darin, aufmerksam zu sein. Ja, in ihren Briefen schrieb sie, dass Vaters Husten sich verschlimmerte, dass sie das Haus verloren hatten, dass sie ohne Geld und arbeitslos waren, aber auch dass die Tigerlilien blühten und die Eidechse einen sonnigen Platz gefunden hatte, dass sich die Rosen trotz der Hitze hielten.
Meine Großmutter hatte erkannt, was ein Leben voller Schmerzen sie gelehrt hatte:
Ob Erfolg oder Misserfolg, die Wahrheit des Lebens hat wenig mit seiner Qualität zu tun. Die Qualität des Lebens steht immer im Verhältnis zu der Fähigkeit, Freude zu empfinden. Die Fähigkeit, Freude zu empfinden, ist das Geschenk, das man erhält, wenn man aufmerksam ist.

aus: „Der Weg des Künstlers“, Julia Cameron

 

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aufmerksam, feminin

Augenblick, du bist so schön

 

„Und Du scheinst glücklich zu sein. Das musst Du feiern.
Back ein Blech dieser Parmesan-Kekse und hau Dir ein paar mit einem Glas Sherry rein.
Wenn man die guten Zeiten nicht würdigt, liebe Freundin,
ziehen sie auf der Überholspur an einem vorbei.“

aus: „Die unverhofften Zutaten des Glücks“ von Deborah McKinlay

 

Seafood-Dinner

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Quelle der Grafik

aufmerksam, Gäste & Feste, kreativ

Hochzeit: Tischdekoration mit Hamburger Platt

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Da wir auf einem traditionellen Alsterdampfer feierten, der nur über sehr schmale Tische verfügt, wurde die Dekoration auf ein Minimum reduziert.
Um dennoch fröhliche Blickfänge zu gestalten und für Erheiterung und Gesprächsthemen zu sorgen, ließ ich mir Folgendes einfallen:

 

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Kleine Tassen aus einer Art Filz, die es im dreifarbigen Set zu kaufen gab, bestückte ich mit Spruchbändern. Die Vorderseite zeigte einen Spruch im Hamburger Platt (Missingsch, genau genommen), die Rückseite erklärte für alle Auswärtigen die Bedeutung auf Hochdeutsch. Auf jedem Teller lag ein Tässchen als Willkommensgruß und um über den ersten Small Talk hinweg zu kommen.
Alle „Schnacks“ können direkt im Gespräch eingesetzt werden, da sie sich auf die Tischgemeinschaft beziehen:
„Hass noch Schnoopkrom? – Hast du noch etwas Süßes?“
„Ick muss dir dat noch maa verklaarn! – Pass mal auf, ich erkläre es dir…“
„Na, hassu noch was nach auf’n Teller? – Na, isst du das nicht mehr auf?“
„Dascha man reell, näch. – Das ist doch was Vernünftiges.“
„Na, du biss ja heude springlebennich! – Schön, dich so munter und fröhlich zu sehen!“
… und weitere mehr.

 

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Außerdem tippte ich zwei Geschichten von der legendären Hamburger Deern „Klein Erna“ ab, die beide an der Alster spielten. Bei allen schriftlichen Komponenten verwendete ich die gleiche Schriftart und ähnliche Farben, um verbindende Elemente zu gestalten: Einladungen, Informations-Schilder, Abschieds-Gruß.
Sie wurden mit Illustrationen aus einem alten Band über die Alsterdampfer bebildert, zusammen gerollt und als Überraschung auf den Tischen ausgelegt. Unten ein Bild ohne schöne Dekoration drum herum während des Bastelns…

 

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Kreative Ideen gibt es außerdem bei Art of 66.

aufmerksam, kreativ

Unikate: Schwarz-weiße Punkte auf Kissen und Karten

Das Kissen aus Baumwollstoff mit schwarzen Punkten auf weißem Grund ist mit einer schwarzen Spitze dekoriert – so wird das kindliche Muster feminin.

Es hat die Maße 30x30cm und kostet 7,- Euro.

 

 

 

Marineblaue Punkte ergeben mit Satinbändern in mohnrot einen stilvollen und unbekümmerten Eindruck auf hochwertigen Klappkarten (Material von Schacht & Westerich).

Dabei stehen die Bänder und Fäden an den Rändern der Karten etwas über, wodurch die Gestaltung jung wirkt – gleichzeitig wird die Struktur des Materials hervor gehoben.

 

Die Karten kosten jeweils 2,50 Euro.

aufmerksam, glaubhaft

Bino batata

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Bino batata ubongo lamotema
Jesu akopenga jo.
-Nga yo yo!-
Nga yo yo nga juki jee . Yee yee Jesu akopenga jo
– Nai natika!-

Natika ma benjo so, na landa Christo tinasuka.

Zweite Strophe: Bino bamama ubongo lamotema, Jesu akopenga jo (und so weiter, wie die erste Strophe)
Dritte Strophe: Bino bilenge ubongo lamotema, Jeus akopenga jo (und so weiter)
Vierte Strophe: Bino bandeko ubongo lamotema, Jeus akopenga jo (und so weiter)

Das Lied kam mir in den letzten Tagen immer mal wieder in Erinnerung.
Es stammt aus dem Kongo, ist in der Sprache Lingala geschrieben und bedeutet so viel wie:

Alle Väter / alle Mütter / alle Tanten / alle Onkel brauchen Jesus.

 

An for visitors prefering it in english:
All the fathers / mothers / aunts / uncles need Jesus.


Mehrfach ist es bei youtube zu finden, hier ein Link:

aufmerksam, kreativ

Gute-Laune-Trick 2: Geräusche entdecken und die Gedanken ruhen lassen

Viel zitiert wird der Gedanke der „Achtsamkeit“: Die Umgebung, sich selbst und den Moment wahrzunehmen hilft sowohl, um aus der Grübel-Falle zu entkommen als auch, mit neuer Leichtigkeit und Dankbarkeit auf das eigene Leben zu sehen.
Wer sich Zeit für einen Spaziergang nimmt und unterwegs aufmerksam auf Geräusche lauscht, entdeckt jenseits des Straßenlärms das Zwitschern eines Vogels, das Singen eines Kindes oder das Läuten einer fernen Kirchturmuhr. Die Gegenwart ist das Einzige, was uns berühren kann: In der Vergangenheit und in der Zukunft können unsere Gedanken zwar spazieren gehen, aber nur den gegenwärtigen Moment erleben wir mit allen Sinnen. Wer sich dafür Zeit nimmt, wird mit innerer Ruhe und Zufriedenheit belohnt.

 

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aufmerksam, kreativ

Gute-Laune-Trick 1: Farbe in den Alltag lassen

Manchmal habe ich den Eindruck, dass uns Erwachsenen Farbe im Alltag fehlt:
Oft sind wir so mit der Arbeit, den täglichen Pflichten und der Sehnsucht nach einer ruhigen Minute beschäftigt, dass es uns an Leichtigkeit fehlt.

Mein Gute-Laune-Trick Nummer eins lautet daher: Farbe in den Alltag lassen!
– Morgens etwas Buntes anziehen, am Besten ungewohnt farbenfroh mit anderen Stücken aus dem Kleiderschrank kombiniert
– Auf dem Wochenmarkt die strahlendsten Blumen mitnehmen, die es zu entdecken gibt
– Krachbunte Süßigkeiten kaufen und genießen
– Ein wildes Poster in der Wohnung aufhängen (oder zumindest eine fröhliche Postkarte, die hat wohl JedeR da…)
– Einen abwechslungsreichen Obstsalat schnippeln
– Gemütlich auf dem Sessel durch einen Bildband blättern
– Eine Reportage über ein exotisches Land anschauen und dazu etwas Passendes kochen (ja, das darf ein Experiment werden…)

 

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