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Saftiger Kuchen, zarter Blütenduft – wir genießen eine Auszeit

Pause! Zurück lehnen, die Beine hochlegen, tief durchatmen: Eine kleine Auszeit tut so gut!
Den leckeren Schokoladen-Gugelhupf, innen mit einem Sanddorn-Teig gefüllt, platziere ich auf einem herzförmigen Teller. Während der Mund den Kuchen genießt, freuen sich die Augen über die kleinen Blüten am Tellerrand. Zarter Duft steigt von der Tulpe und Hyazinthe in die Nase, und die Hände spielen mit dem Schneckenhaus.

Als Überraschung für den Liebsten, der noch spät in die Nacht die Steuererklärung fertig stellt. Oder als Willkommensgruß für einen Gast, ob im Büro oder zu Hause.

 

Die Anleitung zum Bauen des Beistelltischs habe ich hier vorgestellt.

Verlinkt mit Freutag, Holunderblütchen und FloralFridayFoto.

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Gäste-Handtuch-Duschtuch-Chaos wunderschön organisieren

Rosen-Anhänger

 

Wer mehrere Gäste beherbergt, fragt sich oft, wo im Bad die zusätzlichen Hand- und Duschtücher am Besten griffbereit untergebracht werden. Insbesondere kleine Bäder erweisen sich dabei als Herausforderung… Ist das geklärt, brauchen die Gäste noch Hinweise, wem welches Duschtuch gehört. Dazu möchte ich heute Anregungen vorstellen.

 

Rosen-Anhänger

 

Eine feminine, elegante Art der Hinweisschildchen sind diese Anhänger mit cremefarbenen Rosen. Mit einer Motivstanze werden die gewellten Kreise aus Geschenkpapier gefertigt und mit einem zweiten Kreis aus Pappe verstärkt. Die Initialien der Gäste werden mit Siegelwachs und einem Siegelstempel aufgebracht, zum Schluss werden zwei Satinbänder in Creme und Weinrot als Schlaufe zum Aufhängen befestigt.

 

Rosen-Anhänger

 

Ganz natürlich wirkt dieses Hinweisschildchen: Aus einer Zeitschrift wurde das Huhn mit einem Motivstanzer gestanzt. Auch der kleine Kreis wurde gestanzt, das Initial des Gasts gestempelt. Der Bast unterstreicht den natürlichen Look.

 

Huhn

 

Wird ein Paar zum Übernachtungsbesuch erwartet, reicht es, „weiblich“ und „männlich“ zu gestalten: Hier wurden unterschiedlich gemusterte Papiere für einen Anhänger aus drei Elementen verwendet. Wieder benutzte ich dafür Motivstanzen, um gleichmäßigen Formen zu benutzen. Die Frau bekommt die Herzen, der Mann die Kreise, auch so lassen sich die Tücher im Bad unterscheiden.

 

Japan-Papier

 

Anhänger in Form von Fahnen oder Wimpeln lassen sich auch ohne Stanzen anfertigen: Papierstreifen werden mit Pappe verstärkt, die Enden spitz eingeschnitten und die Initialien der Gäste in kontrastierenden Farben gestempelt.

 

Ornament

 

Zum Schluss zeige ich noch eine besonders schnelle Idee:
Auf einen Geschenkanhänger aus Holz das Wort „Hände“ mit wasserfestem Stift schreiben, so wissen alle, dass das Handtuch niemandem speziell gehört. Dieses Herz hängt durchgehend bei uns, damit sich kein Gast unnötige Gedanken über das richtige Frottiertuch machen braucht.

 

Handtuch

 Diese Anleitungen teile ich beim CreaDienstag, bei Meertje und bei Crealopee.

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Bauernhof-Cafés entdecken

Um die schönen Sommertage gut zu nutzen, möchte ich Bauernhof-Cafés in Schleswig-Holstein empfehlen: Nachdem wir vor einiger Zeit an der Schlei so wunderbar bewirtet wurden, träume ich von zukünftigen Besuchen bei gastfreundlichen Menschen.

 

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Hier sind die Adressen inklusive näheren Informationen zu finden:
Bauernhof-Cafés
Als willkommene Pause auf Radtouren bieten sich die Cafés an, oft können zusätzlich regionale Produkte erworben haben. Auch Festscheunen werden angeboten, die sich für Familienfeste eignen.

 

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Die Bilder stammen aus Niedersachsen, am südlichen Stadtrand von Hamburg: Freilichtmuseum am Kiekeberg

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Einladung zum „Picknick am Teich“

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Ein befreundetes Paar besuchte uns am späten Nachmittag. Da die Freundin verschiedene Nahrungsmittelunverträglichkeiten hat, entschied ich mich, vorrangig Salate zu servieren: So konnte ich vieles umgehen und dennoch sicherstellen, dass sie alle Speisen essen kann. Auch blieb dadurch den beiden zu entscheiden, ob sie erst Süß oder erst Herzhaft in den gemeinsamen Abend starten möchten. Eine Portion Schokoladenpudding gab es als lactosefreie Variante zur „großen Puddingschüssel“ extra serviert.

 

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Als Motto hatte ich mir ein „Picknick am Teich“ ausgedacht, das sich aus der Kombination von verschiedenen Salaten, Räucherfisch, bunten Spießen (nicht im Bild) sowie Obstsalat und Pudding als Dessert ergab. Im Garten hatte ich dazu Blüten gepflückt, die ich in kleinen Gefäßen auf der Tafel schwimmen ließ. Leider schlossen sich viele Blüten während des Kochens bereits, sodass sie kaum auffielen: Besonders den Gänseblümchen und Löwenzähnen gefiel meine Idee nicht…

 

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Überall auf dem Tisch saßen Frösche aus Porzellan. Ein Reh ruhte auf einer separaten „Lichtung im Wald“, einer Glasschale mit Moos und Forsythienzweigen. In der Nähe arrangierte ich grüne Schalen, die Blüten ähneln und zusätzliche farbige Akzente setzten. Auch hellblaue Schmetterlinge ließen sich bei uns nieder.

 

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In die Buchenzweige hängte ich gläserne Herzen in matten und glänzenden Grüntönen. Auch die Kreise mit Kleeblättern bekamen einen neuen Auftritt.

 

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An das Tischende stellte ich eine Hortensie und eine Kalanchoe, die in ähnlichen Farben blühten und eine Hecke darstellten. Das Einblatt erinnerte mich an Schilf nahe des imaginären Teichs und vollendete das Trio.

 

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Die Kissenhüllen sind wie immer von mir selbstgenäht.

 

Beim Freutag mache ich mit sowie bei Pamelopee, Friday Flowerday und Art of 66.

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Blüten im Retro-Look

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Als Mitbringsel für eine Freundin stellte ich einen Blumengruß zusammen.
Im Antiquitätengeschäft hielt ich nach einem passenden Gefäß Ausschau, um die Blüten darin zu arrangieren. Da wir uns lange nicht gesehen hatten, war ich mir unsicher, in welchem Stil ich das Gesteck gestalten sollte.

 

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Ich entschied mich für Retro-Atmosphäre und erstand ein Vorratsgefäß für Nelken (von Wächtersbach). Beim Floristen besorgte ich Gerbera im passenden Orangeton und pflückte unterwegs Efeu, Liguster und junge Weißdorntriebe.
Daraus steckte ich ein Arrangement, bei dem ich die Technik „mit Höhen spielen“ (oft von FloristInnen zitiert) ausprobierte.

 

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Als sie berichtete, dass sie einen Krug im gleichen Design habe, freute ich mich über meine Idee – und das kurzfristig passende Fundstück.

 

Weitere Kreationen aus Blüten gibt es bei Holunderblütchen.

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Grüner Rasen auf der Tafel: Ausgefallene Ideen für GastgeberInnen

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Im Bildband „Tischdekorationen von der Natur inspiriert“ von Catharina Lindeberg-Bernhardsson werden außergewöhnliche Möglichkeiten vorgestellt, eine besondere Atmosphäre für unkonventionelle Gäste zu gestalten.

Wer wissen möchte, wie eine Bahn Rollrasen auf das weiße Tischtuch gelangt und ohne Flecken wieder entfernt wird, sollte einen Blick in das Buch werfen…

In Hamburg kann der Band über die öffentlichen Bücherhallen ausgeliehen werden.

 

 

 

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♦     Wie viele SkandinavierInnen liebt Catharina Lindeberg-Bernhardsson den Frühlingsbeginn, wenn der lange dunkle Winter im Norden dem Ende zugeht und in den Wäldern zwischen Moos und Felsen erste Blüten sprießen.
Ihre Begeisterung reicht so weit, dass die Gäste ihre Suppe mit einem Strohhalm unter einem Deckel aus Moos serviert bekommen…     ♦

 

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Buchempfehlung: „Die perfekte Tafel“ von Caroline Clifton-Mogg

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Einen wunderbaren Bildband habe ich mir gegönnt:

Er eignet sich als Inspirationsquelle und Augenschmaus gleichermaßen, mit zauberhaften Bildern in abwechslungsreichen Themengebieten rund um das Decken des Tischs.

 

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Es werden sowohl verschiedene Mahlzeiten im Tageslauf und deren Dekoration als auch unterschiedliche Anlässe mit vielen Fotografien vorgestellt.

 

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Neben diversen eleganten Tafeln sind auch unkomplizierte Picknicks oder ein Frühstück zu zweit auf der Terrasse abgebildet. Ebenso finden ländliche Interieurs und rustikale Essplätze im Garten ihren Auftritt in diesem Buch.

 

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„Die perfekte Tafel“ von Caroline Clifton-Mogg (im Original: „Set with Style“), Christian Verlag

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Einladung zur „Soirée in der Orangerie“

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Liebe Gäste habe ich vor Kurzem bewirtet.
Der Abend stand unter dem Motto „Soirée in der Orangerie“: Wie in einem fürstlichen Gewächshaus dekorierte ich das Wohnzimmer und erfreute mich an den vielen Blumen überall: Auf dem Druck der historischen Tapete über dem Tisch, den selbstgenähten Kissen aus exotischen Stoffen und den frischen Blüten im ganzen Zimmer.

 

Getreu meinem Vorsatz für 2015, endlich die Steckmasse zu wässern und floristisch loszulegen, fertigte ich für einen „Verwöhnabend“ unter Frauen für jede ein kleines Gesteck an.
Am Tag zuvor bereitete ich die Gläser vor, sodass sich die Steckmasse gut vollsaugen konnte. Das überschüssige Wasser goss ich am nächsten Morgen ab und arrangierte cremefarbene Gerbera, eine kleine rote Rosenknospe, Rosenblätter und Schleierkraut in den Votivgläsern.

 

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Die wunderbaren Pfauenservietten von der Berliner Museumsinsel bekamen ebenso ihren Auftritt wie selbstgemachte Platzkärtchen, deren historische Abbildung ich auf „The Graphics Fairy“ aufstöberte.

 

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Außerdem nähte ich Kissen aus Musterstoffen vom Raumausstatter – endlich ein Grund, die zauberhaften Jacquard-Schätze zu verarbeiten!

 

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Zusammen mit einem Platzkärtchen wurde Jede mit frischen Blüten begrüßt.

 

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Am Ende des Abends durfte Jede ihren Blumengruß mit nach Hause nehmen – das standfeste Glas ließ sich gut transportieren, und dank des Steckschwamms gab es kein Malheur mit schwappendem Wasser im Auto.

 

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In den Buchenzweige hatte ich gläserne Anhänger verteilt, die dort wie Lampions funkelten – eine Orangerie ist am Abend bekanntermaßen nicht soooo umfassend erleuchtet, daher schimmerte das Glas rot und grün zwischen den Zweigen….

 

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Über die Teakbank hängte ich ein gerahmtes Ausstellungsplakat mit dem Druck einer antiken Tapete, die exotische Früchte und Ranken zeigt.
Darunter drapierte ich frisch an der Nähmaschine vollendete Kissen, auf denen ganz ähnliche gewebte Früchte und Blüten zu entdecken sind.

 

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Durch die abgebildeten tropischen Gewächse gestaltete ich den imaginären Schauplatz der Orangerie, ohne große Palmen oder tatsächliche Zitronenbäumchen im Wohnzimmer unterbringen zu wollen.

 

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Fürstliche Gläser und silberne Kerzen lassen die Tafel leuchten und unterstreichen den eleganten Charakter. Feines Porzellan mit grünen Ranken und zarten „Blütenblätter-Rändern“ fügt sich auf der Tafel ein. Ein „Abend im Gewächshaus“ wäre ein ebenso denkbares Motto, würde aber viel rustikaler inszeniert als die Idee der „Soirée in der Orangerie“.

 

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Zauberhafte Blumen sind auch bei Holunderblütchen sowie zwei amerikanischen Blogs hier und dort zu bewundern. Schöne Erlebnisse werden in Sarahs Wundertüte gesammelt.
Kreative Projekte sind bei Art of 66 zu finden.

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Tischkultur: Servietten

Wie bereits angekündigt, widme ich mich heute dem Thema „Servietten“.
In diesem Artikel möchte ich darstellen, wie vielfältig die Gestaltungsmöglichkeiten mit Servietten und Serviettenringen, zusammen mit dem passenden Tischtuch oder -set sind:
Jeweils wenige Dekorationselemente genügen, um ein Motto zu kreieren oder eine Stimmung zu transportieren.

 

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Im Bild oben sind die Materialien einfach, ländlich und frisch:
Die bemalten Serviettenringe aus Keramik, das gewebte Tischset mit dem Karomuster und die Häsin im Leinenkleid – sie wirken lässig und familiär, einfach gemütlich.
Auf einem Frühstückstisch am Wochenende oder bei einem spontanen Plausch zum frisch gebackenen Blechkuchen passen sie wunderbar.

 

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Die weißen Porzellan-Ringe mit Tieren des Bauernhofs orientieren sich ebenfalls am Landhaus-Stil, erscheinen aber moderner und eleganter. Durch die glänzende weiße Glasur sind sie farblich sehr vielfältig einzusetzen und wirken besonders mit farbigen oder gemusterten Servietten gut.
Die selbstgenähten Servietten wurden hier einmal längs und einmal quer gerollt, je nach Geschmack ergeben sich bereits durch kleine Details verschiedene Varianten.

 

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Die gleichen Serviettenringe mit bedruckten Servietten wirken weiterhin ländlich, erhalten durch das florale Motiv jedoch eine feminine Nuance .

 

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Aus dem Antiquariat stammen diese silbernen Serviettenringe. Obwohl es alles Einzelstücke sind (von denen ich noch viele weitere besitze), harmonieren sie durch das Material und die ähnliche Formensprache.
Silber und Stoffservietten gehören für mich zusammen: Durch sehr reduzierte Farben, wie im Bild oben, treten die Texturen umso mehr in den Vordergrund – die schimmernde Seidenkordel, das matte alte Leinen, die weichen Baumwollservietten und das glänzende Silber der Ringe.

 

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Aus Porzellan sind diese Servietten-Ringe gefertigt, die von „Tirschenreuth“ aus der Serie „Baronesse weiß“ stammen. Ich entdeckte sie im Antiquitätengeschäft und nutze sie besonders für eine Tee-Zeit mit Freundinnen besonders gerne: Das zarte Weiß und die geschwungenen Formen wirken sehr feminin.
Für ein lebhafteres Bild bieten sich farbige Servietten an – uni als Stoffserviette oder, in lässiger Runde unter Freundinnen, als bedruckte Papierserviette.
Für hohe Festtage wie Taufen, Hochzeiten oder Jubiläen eignen sich diese sehr klassischen Serviettenringe in hervorragender Weise: Ton in Ton mit der Tischwäsche gehalten wirken sie rein durch ihre plastischen Linien.