aufmerksam, glaubhaft

Halli Galli in Tüten: Mit 220 ChristInnen nach Römö

Die letzte Woche hatte ich mit 220 Menschen aus meiner Kirchengemeinde Spaß auf Rømø. Und obwohl wir so viele Leute waren, fiel mir ständig auf, wer fehlte und wen ich gern dabei gehabt und bessern kennengelernt hätte… Wir waren in einem erstklassigen Resort untergebracht, dank der Gruppengröße waren die Preise der Ferienhäuser sehr fair. So stylisch und hochwertig habe ich selten Urlaub gemacht, und täglich unbegrenzt Wellness genießen zu können, war ein zusätzliches Highlight.

Alle Programmpunkte von Gottesdienst bis Sport und Kreativangeboten war selbstorganisiert und freiwillig. Nur der erste Strandspaziergang ist traditionell Pflicht für alle 🙂
Natürlich habe ich mich im Vorhinein gefragt, ob es nicht langweilig wird, täglich morgens Gottesdienst zu feiern (mit Ausnahme des Ausflugstags). Tatsächlich empfand ich es als schönen Start in den Tag, nach dem Frühstück mit meiner Mitbewohnerin zum Konferenzsaal zu laufen und mit Gott und allen anderen Gemeinschaft zu haben. Auch, wenn das Ausschlafen dadurch viel zu kurz kam… 😉


Meine Mitbewohnerin und ich waren beide das erste Mal dabei und genossen die Ruhe in unserem Haus, wo wir uns entspannt zurückziehen konnten, wenn wir eine Auszeit vom Trubel brauchten. Wir wurden von anderen zum Essen eingeladen, bekamen Reste vorbei gebracht oder wurden spontan selbst zum Gastgeber, wenn Freunde auf dem Weg nach irgendwo bei uns vorbei kamen und ein paar Stunden blieben. Das Thema der Woche lautete „Wenn Gott zum Essen kommt“, wurde in jeder Predigt mit einem anderen Bericht aus der Bibel behandelt und passte perfekt.

Ein dickes Programmheft informierte über die täglichen Aktivitäten und listete auf, wer in welchem Haus wohnte.
Nach dem Gottesdienst starteten die Sportangebote: Fußball, Ultimate Frisbee, Zumba, Basketball, Workout und Joggen.
Am Nachmittag trafen sich viele im „Cafehaus“, das jeden Tag in einem anderen Ferienhaus stattfand und offen für neue Begegnungen war. Die Kinder hatten ein riesiges Extraprogramm, während die Erwachsenen Spaß und Bildung genossen: Ein Führungskräfte-Workshop, das Quiz der 80ger und 90ger Jahre, Bible Art Journaling, Vorträge, Tanzkurs mit den Hamburger Meistern, eine Diskussionsrunde, Running Dinner, Golf auf dem Platz vor der Haustür, eine Kleider-Tauschbörse, ein Brettspiele-Turnier und Whisky-Tasting waren nur der Anfang.
Alles organisiert und gestaltet von Menschen aus der Gemeinde, wir brauchten nur pünktlich im passenden Gruppenraum oder Ferienhaus auftauchen.


Unbedingt wollte ich mal wieder reiten, am liebsten einen Ausritt am Strand. Leider war der Strand an dem Tag überflutet, als wir mit den Isländern unterwegs waren. Daher ritten wir durch den Wald, was nur mittelspannend war, aber immerhin saß ich mal wieder auf einem Pony. Als wir zu Beginn auf der Koppel ankamen, goss es in Strömen und fing zu hageln an. Mein Begleiter, ein iranischer Flüchtling und ich, beteten für einen sonnigen Ausritt – und genau den bekamen wir.

Überhaupt wurden wir als Gemeinschaft ständig mit allem versorgt, was wir brauchten. Es gab viel mehr Sonnentage, als im Wetterbericht angesagt. Als ich keine Zeit für ein ausgiebiges Mittagessen hatte, bekam ich von der Nachbarin eine Schale Gulasch, die bei ihrem Essen übrig geblieben war. In einem Cafe in Ribe kam ein Mann an unseren Tisch, der uns auf deutsch über den Weg zur Insel Mandø aufklärte und von dessen Smartphone wir die Tidetabelle abfotografieren konnten, die ich im Internet nicht hatte finden können. Und das nur, weil er mitbekommen hatte, wie ich meinen Freundinnen erfolglos versucht hatte zu erklären, wie man bei Ebbe am besten durch das Watt mit dem Auto fährt.
So viel Segen und gute Begegnungen haben wir erlebt, dass ich gar nicht mitzählen konnte.

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Hü und hott, auf und ab: Siege und Niederlagen im Alltag

Am Montag stellte ich knapp 80 SeniorInnen meinen fotografischen Reisebericht aus Norwegen vor. Da es statt klassischer Kinobestuhlung Tische mit Stuhlgruppen gab, musste ich fast 20 zusätzliche massive Holzstühle einzeln quer durch den Saal schleppen und überall anbauen, bis endlich alle untergebracht waren. Einige Sitzplatz-Dramen gab es dennoch…
Das Absingen der norwegischen Nationalhymne als besonderer Kniff meiner Moderation gelang entsprechend atemlos, aber schließlich konnte ich mich zwischen Beamer und Mikro gut einrichten. Und es gab tatsächlich einige Stimmen aus dem Publikum, die bei „Ja vi elsker dette landet“ auswendig mitsangen – die Idee traf ins Herz!
Letztes Jahr bei meinem Bericht aus Finnland gab es am Ende Standing Ovations und viele feuchte Augen. Dieses Mal gab es diverse heftige Lachanfälle im Publikum während meiner Geschichten (Pluspunkt) und einen kurzen, knackigen Applaus (eher Minuspunkt).
Dafür sprachen mich gleich zwei Personen an, ob sie den Text haben könnten.
Wie, den Text? – Na, das, was Sie so vorgetragen haben.
Das habe ich hier 70 Minuten lang frei Schnauze ins Mikro gesabbelt, da gibt es keinen Text! – Ach so?
In den nächsten Tagen erzählten mir diverse Damen, dass sie „bei all den gefährlichen Situationen“ gar nicht hinschauen mochten und nur deshalb nicht ängstlich den Saal verließen, weil ich ja wohlauf und munter den Beamer betätigte. Und absolut alle sprachen von „dem schönen Norwegen-Film“: Vorne sieht man wechselnde Bilder, es gibt eine Geschichte dazu, also ist das ein Film. 😉

Gleichzeitig habe ich gemerkt, wie sehr es mich im Urlaub beschäftigt und ablenkt, ständig seniorengerechtes Fotomaterial zu produzieren, insofern wird es trotz der stetigen Begeisterung der letzten Jahre in Zukunft keine Fotoshows aus meiner privaten Erholungszeit geben. Damit sie wieder privater und erholsamer wird, so herrlich ich die „Filme“ aus meinem Urlaub in der Präsentation auch finde.


Voller Schwung vom Erfolg des Montagnachmittags startete ich am Dienstag mit „Lachen am Morgen“. Und obwohl meine Lach-Übungen nicht fremd und neu waren (wir hatten sie im Juni schon mal am Wickel gehabt) und gleichzeitig noch lange nicht abgelutscht, war die Stimmung ein ziemlicher… Rohrkrepierer. Da konnte ich mich noch so sehr ins Zeug legen, die Heiterkeit blieb oberflächlich. Hü und hott, auf und ab: Gruppenangebote lassen sich nie hundertprozentig steuern.

Am Donnerstag dann große Freude: Die aktuelle Ausgabe einer Fachzeitschrift lag im Briefkasten, mit einem meiner Artikel darin. Oft haben meine Beiträge ja eine Vorlaufzeit von sechs bis elf Monaten, dieser hatte nun alle anderen Artikel überholt. Die Freude währte nur kurz, als ich die fehlerhafte Honorarabrechnung aus dem Umschlag zog.


So ist es im Leben: Auf Höhepunkte folgen Tiefpunkte oder dürre Strecken des Aushalten-Müssens.
Auf Zeiten voller Elan plötzlich Müdigkeit und Frust.

Mein aktuelles Lieblingslied schenkt zumindest den Ohren neuen Schwung:

„Sayin´ no to my downcast soul (Ich sag Nein zu meiner niedergeschlagenen Seele)
Sayin´ no to the lies I tell myself (Ich sag Nein zu den Lügen, die ich mir selbst erzähle)
Your love is lifting me (Deine Liebe hebt mich wieder)
In my weakness (In meiner Schwachheit)
When nothing else could help (Wenn nichts anderes helfen kann)
Hallelujah, Your love is lifting me
By the spirit that defeated death (Durch den Geist, der den Tod besiegte)
Hallelujah, your love is liftig me.“
Tasha Lanyon

 

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Zwischen den Sternen unterwegs

„Auf dem Mond fühlte ich die überwältigende Präsenz Gottes.
Ich spürte seinen Geist viel näher als ich das je auf Erden gefühlt habe, unmittelbar neben mir – es war umwerfend.
Auf dem Mond wurde mir die unermessliche Macht Gottes
und seines Sohnes kristallklar.

Es ist wichtiger, dass Jesus Christus seinen Fuß auf die Erde setzte,
als der Mensch den Seinen auf den Mond.“

James Benson Irwin, US-amerikanischer Astronaut und Pilot der Mondlandefähre auf der Apollo-15-Mission
aufmerksam, glaubhaft

Zwischen heute und der Ewigkeit: Aufmerksam leben als Christ

Zwischen Himmel und Erde ist ein Riss
und ein Kampf zwischen Licht und Finsternis
In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit

Zwischen Himmel und Erde sind wir noch
Und das, was wir nicht wollen, tun wir doch
In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit

Mitten in dieser Welt, doch nicht von dieser Welt
Wir gehören zu dir und doch sind wir noch hier

Refrain:
Zwischen Himmel und Erde hängst du dort
Ganz allein und verlassen von Mensch und Gott
zwischen Himmel und Erde ausgestreckt
Dort am Kreuz
Zwischen Himmel und Erde hängst du dort
Wo die Balken sich kreuzen, ist der Ort
Wo sich Himmel und Erde trifft in dir
Dort am Kreuz

Zwischen Himmel und Erde leiden wir
An Zerissenheit auf dem Weg zu dir
In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit

Zwischen Himmel und Erde ist ein Steg
Und du selbst bist die Brücke und der Weg
In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit

Refrain

Zwischen Himmel und Erde stehen wir
Und wir treten in diesen Riß mit dir
In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit

Du machst Himmel und Erde einmal neu
Doch dein Reich ist schon da und du bist treu
In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit
(Albert Frey)

Wer in einer persönlichen Beziehung zu Gott lebt, merkt es immer wieder:
Wir ecken bei unseren Mitmenschen an, sind oft frustriert und verletzt und fühlen uns in der Gesellschaft immer wieder fremd.  Wir empfinden diese Welt nicht wie ein richtiges Zuhause, eher wie einen Zwischenstopp zum eigentlichen Ziel. Egal, ob wir konservative oder liberale ChristInnen sind, werden unsere Werte von anderen als lächerlich wahrgenommen. Einerseits verzweifeln wir an der Ungerechtigkeit der Welt, andererseits erschrecken wir oft über uns selbst: So viel anders sind wir, trotz unserer Überzeugungen, oft doch nicht.
Unser Zuhause ist in Gott und wird nach unserem Tod als Ewigkeit erlebbar: Fröhlich, bunt, sinnlich, lecker, friedlich und überwältigend. Seit Jahrhunderten hoffen ChristInnen darauf, dass Gott die Welt in Ordnung bringt und Jesus wiederkommt, damit schon Hier und Jetzt das „Reich Gottes“ erlebbar wird.

Tja, aber noch kommt weder Jesus wieder noch feiern wir eine Endlosparty in der Ewigkeit.
Noch sind wir hier und stolpern durch den Alltag, versuchen Menschen nach dem Herzen Gottes zu sein und bauen doch immer wieder Mist. Unsere Außenwirkung ist uns wichtiger als Gottes Urteil. Geld verdienen ist uns wichtiger als die Frage, was Gott mit unserem Leben vorhat. Hobbies und Urlaube sind uns wichtiger als Menschen von der befreienden Liebe Jesus´ zu erzählen. Ein bestimmter Karriereweg, ein Eigenheim oder Selbstverwirklichung ist uns wichtiger als Gottes Plan für unsere Gesellschaft.
Und wenn wir uns Zeit für Gott nehmen, im stillen Gebet, in einer begeisternden Bandsession oder im entspannten Austausch mit anderen Christen, dann blüht unser Herz auf. Wir werden erfrischt vom Heiligen Geist und gestärkt von Gottes heilender Lebenskraft. Gleichzeitig sind wir im Alltag oft mit einem kurzen Stoßgebet oder dem Einhalten von gewissen moralischen Maßstäben zufrieden. Dass wir Jesus lebhaft in unserer Woche erleben, dass wir seinen Herzschlag spüren, dass wir uns von ihm herausfordern lassen passiert viel zu selten. Nicht, weil Gott Besseres zu tun hat, sondern weil wir oft genug meinen, anderes sei dringender. Wichtiger. Relevanter.

„Jesus sagt: Macht das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen, lebt in Gottes Gerechtigkeit, und er wird euch all das geben, was ihr braucht.“
Die Bibel, Evangelium von Matthäus Kapitel 6, Vers 33

„Denn im Reich Gottes ist nicht entscheidend, was man isst oder trinkt, sondern dass man ein Leben führt in Gerechtigkeit und Frieden und in der Freude im Heiligen Geist,“ sagte Jesus zu ihnen.
Brief an die Römer Kapitel 14, Vers 17

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Lieder über die Schöpfung: Klassisch, modern und kindgerecht

Für alle, die gerade Lieder zum Thema „Schöpfung“ für einen Impuls, eine Predigt oder eine Kinderfreizeit brauchen: Ich habe Lieder für Senioren, Hipster und Kinder sowie alle dazwischen gesammelt 😉 Einfach anklicken und reinhören, die Texte sind in traditionellen Gesangbüchern oder zum Projizieren über den Beamer im Internet zu finden. Wer sich das Vorbereiten der Andacht sparen will, darf gerne meine verwenden und stattdessen in der gewonnenen Zeit Gottes Natur genießen.

Klassische Choräle und Lieder:

Geh aus, mein Herz und suche Freud

Du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte

Freuet euch der schönen Erde

Auf, Seele, Gott zu loben

Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren

Ich singe dir mit Herz und Mund

Herr, ich sehe deine Welt

Die Sonne brachte Wärme hinein in unser Grau

Moderne Lieder:

He is Yahweh, auf deutsch: Er heißt Jahwe

Unbeschreiblicher, unbegreiflicher, auch unter „Von den Gipfeln der Welt“ bekannt, im Original: Indescribable

Herr der ganzen Schöpfung, im Original: God of wonders

Alle Schöpfung staunt und preist

Du bist der Schöpfer des Universums

Mit Kindern:

Alles jubelt, alles singt

Wer ist der König des Dschungels

Wäre ich ein Schmetterling

Wie ein kleiner Floh

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Mein Leben im Kaninchenstall: Warum akzeptieren wir enge Grenzen?

In unserem Alltag sind wir MeisterInnen darin, uns abzufinden:
Wir finden uns ab mit unserem Aussehen, mit unseren Beziehungen, mit unserem Gehalt, mit unseren Familien. Und damit finden wir uns ab mit Einschränkungen und Grenzen und nennen das Ganze „Ist wie´s ist.“ In vielen Fällen ist Kapitulation sinnvoll, damit wir uns nicht täglich an unerreichbaren Zielen und unserem Versagen auf dem Weg dorthin aufreiben.
Aber warum finden wir es normal und gesund, von Gott nichts mehr zu erwarten?
Warum dödeln in unseren Kirchen alle ziellos vor sich hin?
Warum glauben wir das, was wir immer schon geglaubt haben? Oder lassen unsere Beziehung zu Gott sanft einschlafen, nur um uns selbst gelegentlich zu versichern, dass wir immerhin noch „höhere moralische Ansprüche als die anderen“ haben? Frei nach dem Motto „Gott ist mir egal, aber wenigstens schlage ich meine Frau nicht und betrüge nicht bei der Steuererklärung.“
Warum glauben wir, ein kraftvolles Gebetsleben wäre „was für Spinner“?
Warum glauben wir, die Power des Heiligen Geistes wäre „nur etwas für Ausgeflippte“?
Kurz: Warum geben wir uns mit einem Leben grau-in-grau zufrieden? Und wenn schon der Alltag ist, wie er ist: Warum leben wir dann unsere Beziehung zu Gott nicht kraftvoll und hoffnungsvoll? Warum machen wir es uns im Kaninchenstall gemütlich und versichern uns und allen anderen stark gerupften Karnickeln im Gedränge um uns, dass unser Leben so aussehen soll?

Ich bin mir todsicher, dass Gott mit uns allen etwas Größeres vorhat. Mit dem Leben von uns allen, mit den verschnarchten und aussterbenden Kirchen, mit unseren Familien, mit unseren Arbeitsplätzen. Hallo, für so ein ödes Leben wie unseres hätte Jesus sich doch nie kreuzigen lassen und den ganzen Stress mit dem Sterben und Auferstehen durchgezogen! Niemals hätte er gesagt:
„So Leute, das waren wirklich drei heftige Tage, mit Intrigen und Verhören, Folter und Todesangst und stundenlangem Sterben und Trip in die Hölle und zurück. Ich habe die Herausforderung angenommen, stellvertretend für jeden Dreck in eurem Leben zu sterben, jetzt bin ich auferstanden – dann lasst uns mal schön zurück in ein farbloses, enges Leben gehen!“
Natürlich hat Gott etwas Größeres, Bunteres, Kraftvolleres, Gesünderes und Fröhlicheres mit uns vor als diese enttäuschende Darbietung, die wir momentan „Leben“ nennen und mit der wir uns abgefunden haben!

Wie können wir Gott als Ursprung unseres Lebens hier und heute mehr Raum geben? Wie möchte er uns verwandeln und aus engen Denkmustern befreien?
– Welches Unkraut möchte Gott aus deinem Herzen und deinem Leben reißen? Was möchtest du selbst loswerden? Womit soll Gott dich stattdessen füllen?

– Wo glaubst du, dass erstmal das Chaos geordnet werden muss, bevor dein „echtes“ Leben endlich beginnen kann? Gott ist der allmächtige Chaos-Bändiger. Und lässt viel Gutes aus dem scheinbaren Durcheinander wachsen. Versteckst du dich vielleicht hinter der Ausrede, zuerst „innerlich aufräumen“ zu wollen, bevor Gott dich verändern und als Segen benutzen kann? An welchem Punkt möchtest du Gott dein Vertrauen schenken, dass er am besten weiß, wie dein Leben gelingt? Wo lässt du dich herausfordern, statt auszuweichen?

– Im Paradies war die Schlange unterwegs und hat die Harmonie zwischen Gott und Mensch mit Lügen zerstört. Welchen Lügen glaubst du? Was treibt dich weg von Gott? Was gehört in deiner Seele entlarvt und entmachtet, damit Gott sich heilsam in dir entfalten kann?

– Vielleicht herrscht in dir auch einfach nur Leere. Entweder, weil du mit Gott und Glauben nichts anfangen kannst und auf der Suche nach etwas bist, das dich im Innersten befriedigt. Oder du hast Gott aufgegeben und bist seit einiger Zeit planlos in deinem Alltag unterwegs. Zeige Gott deine Leere und bitte ihn, sie mit dem aufzufüllen, was du heute und hier am meisten brauchst.

– Wenn du dein Leben eigentlich ganz in Ordnung, aber etwas langweilig findest: Bitte Gott um Sehnsucht. Bitte Gott, dass er dein Herz öffnet und dir begegnet. Bitte Gott, dass er durch den Heiligen Geist in dir wirkt und dich von Innen heraus erneuert. Dir die Augen öffnet, dich Neues entdecken lässt, dich Spannendes hören lässt, dich Herausforderndes spüren lässt.

„Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern einen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ 2. Korinther 1, 7

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Sprung über den Tellerrand: Tschüß öder Gottesdienst, hallo Power am Sonntagmorgen!

Wer seit Jahrzehnten Mitglied in der gleichen Kirchengemeinde ist, ist dort fest verwurzelt. Aber nicht jedeR ist glücklich mit der Situation vor Ort: Die einen hadern mit den Traditionen, die anderen mit internen Konflikten, die nächsten mit betonierten Moralvorstellungen und die übernächsten mit der fehlenden Mitbestimmung. Je nach Konfession (evangelisch, katholisch, freikirchlich) und Ort (Großstadt, Kleinstadt, Dorf) sind die Gründe der Unzufriedenheit ganz verschieden.
Als aktives Mitglied einer Freikirche fühlte ich mich lange wohl, bis ich mich schleichend immer mehr entfremdete. Mir fehlte frischer Wind, neue Kontakte, ein gemeinsam geteilter Alltag, Tiefgang in der Predigt. Kurz: Die Wurzeln meines „Gemeindebaums“ wurden von Maden durchlöchert und die Baumkrone warf immer mehr Blätter ab. So schaute ich mich in der christlichen Szene nach einer neuen Heimat um und wurde, Gott sei Dank, schnell fündig.

Neulich kam das Gespräch auf meinen Gemeindewechsel und wieder einmal wurden die Augen groß, als ich erneut erklärte, dass ich nicht einfach in eine andere Gemeinde (innerhalb des gleichen Verbands) gehe, sondern stattdessen Mitglied in einer anderen Freikirche wurde. Das war keine Absicht, ich finde die Baptisten weiterhin gut und wünschen ihnen von Herzen Gottes Segen. Natürlich habe ich mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber nach 18 Monaten des „Keine-Lust-auf-Gottesdienst-und-Hauskreis-habens“ war klar, dass meinem Glauben und meiner Seele der Frust nicht gut tut. Und dass nach zwölf Jahren in der gleichen Gemeinde dringend eine Neuausrichtung dran war. Nicht einfach nur in irgendeine andere Kirche, sondern in eine andere Form der Spiritualität. Hätte ich den gleichen Kram in grün statt blau haben wollen, hätte ich mich nicht auf die Suche nach einer tieferen Dimension des Glaubens machen brauchen.

An der Stelle frage ich mich:
Warum sind so viele Menschen in ihren Kirchen unzufrieden und bleiben dennoch dort?
Weil sie Angst haben, andere mit ihrem Weggang zu verletzen?
Weil sie glauben, dass Gott es nicht lustig findet, wenn sie das sinkende Schiff verlassen, statt verbissen den kläglichen Rest der örtlichen Gemeinde am Leben halten zu wollen?
Weil sie glauben, sie dürften nicht die Konfession (evangelisch, katholisch, freikirchlich) wechseln, weil sie damit ihrer bisherigen Lebensgeschichte den Rücken kehren?
Weil sie Angst vor der Ablehnung alter Freunde haben, wenn sie „plötzlich in einen anderen Verein“ gehen?
Weil sie meinen, es sei irgendwie unchristlich, die Gemeinde zu wechseln, einfach weil man absolut keinen Bock mehr auf verkrustete Strukturen und Worte statt Taten hat?
Weil die Angst vor Neuem die Hoffnung auf eine bessere Alternative überwiegt?

Ich bin mir sehr sicher, dass es Gott sch***egal ist, zu welcher Konfession wir gehören.
Ich bin mir auch sehr sicher, dass es existenziell wichtig ist, dass wir unseren Glauben ernähren:
Durch kraftvolle Predigten und weise Bücher, durch inspirierende Vorbilder, durch ermutigende und kritische Gemeinschaft mit anderen Christen. Wer keine Lust mehr auf die eigene Gemeinde hat und dennoch nichts ändert, bietet den Angriffen dunkler Mächte den idealen Nährboden. Als ChristInnen sind wir sowieso die Minderheit in dieser Welt, warum sollten wir uns durch einen erschlafften Glauben und fehlende Unterstützung anderer ChristInnen selbst schwächen?
In meiner neuen Gemeinde habe ich das erste Mal seit sehr langer Zeit den Eindruck, dass es viel zu lernen und zu erleben gibt.
Es gibt Menschen, die beten mit einer Kraft und Intensität, wie ich sie noch nie erlebt habe. Ich lerne Menschen kennen, die eine Tiefe in ihrer Beziehung zu Gott haben, die mich stark beeindruckt. Mit mir selbst passieren mitten im Gottesdienst Dinge, die mir völlig neu sind und als ermutigendes Geschenk für den Alltag wirken. Ich schreibe nach vielen Jahren wieder die Predigten mit, einfach weil es sich endlich wieder lohnt (neulich saßen wir zu dritt neben einander und kritzelten alle, was das Zeug hielt). Ich höre, spüre und sehe Gott so umfassend, wie noch nie zuvor. Und merke dennoch ständig, wie viel intensiver mein Glaube noch werden kann.
Warum sollten wir auf Gottes tiefgreifendes Wirken in unserem Leben und handfeste Vorbilder verzichten, wenn wir dazu einfach nur die Gemeinde wechseln brauchen?

Ich frage ganz ernsthaft: Warum sollten wir uns mit einer ermüdeten, genervten Beziehung zur Ortsgemeinde und einem verwaschenen, distanzierten Blick auf Gott zufrieden geben?

Warum?

aufmerksam, glaubhaft

Was tun mit den Sorgen?

Wird meine Arbeit heute einmal dazu reichen, meine Rente später zu finanzieren?
Werden wir die richtige Entscheidung für die weiterführende Schule unserer Kinder treffen?
Wie wird es mit bestimmten gesundheitlichen Fragen (von uns oder Angehörigen) weitergehen?
Wie geht es mit dem angespannten Betriebsklima weiter?
Wo und wie finden wir ein passendes Reiseziel für einen erholsamen, abwechslungsreichen und bezahlbaren Urlaub?
Wird unsere Miete langfristig zu unserem Einkommen passen/ der Hauskredit langfristig machbar sein?
Immer wieder quälen wir uns mit Fragen herum, die wir so heute nicht beantworten können und die sich als Sorgen in unserem Kopf einnisten.
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Eine kraftvolle Predigt über das Thema „Seid nicht besorgt!“ teile ich hier und hoffe, damit gute Gedanken weitergeben zu können.
Und hier folgt der zweite Teil.
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Jesus: »Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um euren Lebensunterhalt, um Nahrung und Kleidung! Bedeutet das Leben nicht mehr als Essen und Trinken, und ist der Mensch nicht wichtiger als seine Kleidung?
Seht euch die Vögel an! Sie säen nichts, sie ernten nichts und sammeln auch keine Vorräte. Euer Vater im Himmel versorgt sie. Meint ihr nicht, dass ihr ihm viel wichtiger seid?
Und wenn ihr euch noch so viel sorgt, könnt ihr doch euer Leben um keinen Augenblick verlängern.
Weshalb macht ihr euch so viele Sorgen um eure Kleidung? Seht euch an, wie die Lilien auf den Wiesen blühen! Sie mühen sich nicht ab und können weder spinnen noch weben.
Ich sage euch, selbst König Salomo war in seiner ganzen Herrlichkeit nicht so prächtig gekleidet wie eine von ihnen.
Wenn Gott sogar die Blumen so schön wachsen lässt, die heute auf der Wiese stehen, morgen aber schon verbrannt werden, wird er sich nicht erst recht um euch kümmern? Vertraut ihr Gott so wenig?
Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: ›Werden wir genug zu essen haben? Und was werden wir trinken? Was sollen wir anziehen?‹
Nur Menschen, die Gott nicht kennen, lassen sich von solchen Dingen bestimmen. Euer Vater im Himmel weiß doch genau, dass ihr dies alles braucht.
Setzt euch zuerst für Gottes Reich ein und dafür, dass sein Wille geschieht. Dann wird er euch mit allem anderen versorgen.
Deshalb sorgt euch nicht um morgen – der nächste Tag wird für sich selber sorgen! Es ist doch genug, wenn jeder Tag seine eigenen Schwierigkeiten mit sich bringt.«
aus der Bibel, Buch Matthäus, Kapitel 6, ab Vers 24
aufmerksam, glaubhaft

Morgensonne und Abendstille

Die Nacht ist noch voll Weinen,
doch mit dem Morgen kommt die Freude.

Psalm 30,6

Es ist gut, am Morgen von deiner Gnade zu erzählen
und in der Nacht von deiner Treue.
Psalm 92,3
.
Früh am Morgen stehe ich auf und rufe zu dir um Hilfe,
denn ich setze meine Hoffnung auf dein Wort.
Nachts liege ich wach und denke über dein Wort nach.
Psalm 119,147
Ich aber will von deiner Macht singen.
Jeden Morgen will ich vor Freude über deine Gnade jubeln.
Denn du beschützt mich wie eine Burg,
eine Zuflucht, wenn ich in Not bin.
Du meine Stärke, dir singe ich Loblieder,
denn du, Gott, bist meine Zuflucht.
Herr, du zeigst mir deine Gnade.
Psalm 59,17
.

Your Love Never Fails

(Jesus Culture)

Nothing can separate
Even if I run away
Your love never fails

I know I still make mistakes
But You have new mercies for me everyday
Your love never fails

You stay the same through the ages
Your love never changes
There may be pain in the night
But joy comes in the morning

And when the oceans rage
I don’t have to be afraid
Because I know that You love me
Your love never fails

The wind is strong and the water’s deep
But I’m not alone here in these open seas
‚Cause Your love never fails

The chasm is far too wide
I never thought I’d reach the other side
But Your love never fails, Your love

You stay the same through the ages
Your love never changes
There maybe pain in the night
But joy comes in the morning

And when the oceans rage
I don’t have to be afraid
Because I know that You love me
Your love never fails

‚Cause You make all things work together for my good
And You make all things work together for my good
You make all things work together for my good
You make all things work together for my good

und hier zum Hören und Mitsingen: Your Love Never Fails

aufmerksam, feminin, glaubhaft

Du bist geliebt, auch jenseits der Klischees vom Valentinstag

Für alle, die mit dem heutigen Valentinstag nichts anfangen können, sich einsam und unsichtbar fühlen:

„Du hast mich mit meinem Innersten geschaffen, im Leib meiner Mutter hast du mich gebildet.
Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast – das erkenne ich!
Schon als ich im Verborgenen Gestalt annahm, unsichtbar noch, kunstvoll gebildet im Leib meiner Mutter, da war ich dir dennoch nicht verborgen.
Als ich gerade erst entstand, hast du mich schon gesehen. Alle Tage meines Lebens hast du in dein Buch geschrieben – noch bevor einer von ihnen begann!“
aus der Bibel, Psalm 139, Vers 13-16
„Jesus Christus kann alle Verknotungen in deiner Seele lösen.
Er kann dich auch von allen Komplexen
und von den tief verwurzelten Gewohnheiten deines Unterbewusstseins frei machen.“
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„Gottes Verheißungen sind wie heimisches Kaminfeuer,
an dem man Hände und Herzen wärmen kann.“
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„Glaube und du wirst erleben, dass Dinge,
die bei Menschen unmöglich sind,
bei Gott möglich sind.“

Corrie ten Boom