aufmerksam, kreativ

Billig und schön: Günstige Bilder mit großem Effekt

Für alle, die gerade in ihre erste Wohnung ziehen, jeden Cent für ihren Hauskredit brauchen oder so wie ich ständig umdekorieren, versammle ich in den nächsten Wochen kostengünstige Ideen für eine individuelle Einrichtung.

Ich liebe es, regelmäßig neue Bilder und Poster aufzuhängen.
Die Preise, die für Wanddekorationen aufgerufen werden, liebe ich dagegen gar nicht. Da der Baumarkt und Ikea für mich keine Orte sind, wo ich gern einkaufe, brauche ich einen Plan B: Jenseits von hippen Onlineshops mit teuren Produkten einerseits und Massenware vom Discounter andererseits.
Wenn ich in Hamburg unterwegs bin, gehe ich gern in Schreibwarengeschäfte und Papeterien. Dort verkaufen sie eine große Auswahl an Geschenkpapierbögen, die wie Kunstdrucke aussehen. So wie das gelb-grüne Poster, das ich gerahmt habe: Es ist ein Geschenkpapierbogen für 1,40 Euro.
Die Bögen passen perfekt in Bilderrahmen der Maße 50 x 70cm und können glatt als skandinavisches Style-Dingsbums durchgehen.

Der Chrysanthemenstrauß mit Hypericum (Johanniskraut) und Pistazie ist ebenfalls günstig und hält knapp zwei Wochen. Dazu kaufte ich jeweils ein Bund Chrysanthemen, ein Bund Hypericum und zwei Äste Pistaziengrün.

Auch aus dem Urlaub bringe ich gern Geschenkpapierbögen mit:
Sie sind leichter zu transportieren und viel billiger als „echte Kunst“ und tragen das Flair des Urlaubslands mit nach Hause.

Und hier sind weitere dekorative Ideen aus der Serie „Billig und schön“:
Kahle Äste als Raumschmuck benutzen, farbige Highlights mit Kissen gestalten, originale Kunstwerke aufstöbern, Kleidung als Dekoration einsetzen, Kleiderbügel im Industrial Style.

Verlinkt mit Holunderblütchen, Freutag, HoT und FloralFridayFoto.

aufmerksam, kreativ

Mit Pippi schaffen wir das!

Aus dem Urlaub in Finnland brachte ich diverse Postkarten und Werbematerialien mit, um sie zu Hause zu rahmen. In einem kleinen Kramladen am Hafen von Dalsbrug erstand ich zwei Poster, eins von Pippi Langstrumpf und eins von Linnea. Nur passte das Pippi-Poster leider in keinen der Rahmen, die ich dafür vorgesehen hatte…. Nach einigem Überlegen schnitt ich es beherzt durch.

Das Haus von Pippi sah auf dem Poster sowieso völlig baufällig aus, das wollte ich eh nicht täglich anschauen.
Wie Pippi ihr Pferd über dem Kopf trägt, soll mich täglich daran erinnern, was ich bereits alles geschafft und erreicht habe – und dass die nächste Wegstrecke ebenfalls machbar ist!

Zusammen mit einem gerahmten Tier aus Samen, einem Sonnenblumengedicht, einem kleinen Aquarell im Spiegel aus Sachsen und einer idyllischen Picknick-Szene ist Pippi jetzt der stolze Mittelpunkt der Bilderwand.

Verlinkt mit DienstagsDinge, HoT.

aufmerksam, kreativ

Schöner Schlafen: Gegen müllige Ecken im Schlafzimmer


Schlafzimmer dienen zum Schlafen. Darüber hinaus sind sie meist das Sammelbecken von Wäschekörben mit frischer, aber noch nicht gebügelter Wäsche und diversen anderen Dingen, die hier irgendwie auf halbem Weg stranden und gefühlt nie wieder den Weg an einen ordentlichen Platz finden. Umso wichtiger, gelegentlich den ungeliebten Ecken aufmerksam zu begegnen und sie zu entschärfen, damit etwas Schöneres entsteht.
Frisch aus Finnland habe ich ein Poster von Linnea, dem Mädchen aus einem schwedischen Bilderbuch mitgebracht. Poster wollen naturgemäß gerahmt werden, und damit das Umfeld für den neuen Blickfang stimmt, habe ich ein „Schlafzimmer-Stillleben“ gestaltet.


In Kästen mit schwarz-weißem Druck verschwindet herum fliegender Kleinkram. Das Kissen habe ich aus einer Tunika genäht, die Zitronenschale ist vintage und Teil eines handgemalten Service im Hotel Atlantic Hamburg gewesen.

verlinkt mit CreaDienstag, DienstagsDinge, HoT.

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Tipps zur Gestaltung einer „Petersburger Hängung“

Eine offizielle Klage erreichte mich, dass die „Petersburger Hängung“ in unserem Wohnzimmer schon lange nicht mehr gezeigt wurde. Tatsächlich hatte ich zu Ostern vor, das Arrangement aus Bilderrahmen und Objekten an der Wand wieder einmal zu präsentieren. Bei dem Gedanken blieb es dann offensichtlich auch…
Der Begriff „Petersburger Hängung“ stammt daher, dass vor einem Jahrhundert in Museen die Bilder so eng gehängt wurden, dass sie die gesamte Wand einnahmen. Offensichtlich auch in der Eremitage in Sankt Petersburg damals.

Mein persönlicher Trick für diese Art der Wandgestaltung: Die Bilderrahmen sollen sich möglichst ähneln, bis auf einige effektvolle Stücke, die Kontraste schaffen. Hier peppe ich die Holzrahmen mit zwei verschnörkelten Exemplaren aus Gold auf. Durch farbliche Harmonie entsteht ein großes Ganzes, aktuell in saftigen Frühlingsfarben von Blau über Grün zu Gelb. Objekte in diesen Farben hängen zwischen den Bildern, um den Museumscharakter aufzubrechen: Teller, Stoffschleifen, Ketten, Papiertiere, Fundstücke versammeln sich zu einem abwechslungsreichen Gesamtbild.

Wunderschönes Geschenkpapier entdeckte ich in Dublin bei „Marks and Spencer“. Die kräftigen Grün- und Blautöne mit dem leuchtenden Gelb erinnerten mich sehr an die irische Landschaft im März: Grüne Hügel, kristallklares Meer und überall strahlend gelber Ginster. Da die Bögen schön gefaltet verkauft wurden, statt auf einer unpraktischen Rolle, funktionierte der Transport des Geschenkpapiers auch im eng begrenzten Handgepäck sehr gut.
Zu Hause brauchte ich es nur noch passend zuschneiden, rahmen, fertig!
Billiger als jeder Kunstdruck und trotzdem ausdrucksstark…
Als ich den geschwungenen Spiegel in den verschnörkelten Goldrahmen hängte, war es mir im ersten Moment eigentlich zuviel des Guten. Jetzt hängt die Kombination seit einigen Monaten und gefällt mir so gut, dass ich noch Schmetterlinge aus Papier darüber tanzen lasse. Viel hilft manchmal viel, und richtig viel ist noch besser!

Unter dem blauen Teller befestigte ich mit Klebeband an der Rückseite eine Schnur aus glänzenden Perlen, die ich vor Längerem aufgefädelt hatte. Es sieht sehr künstlerisch aus, ansonsten weiß ich selbst nicht genau, was ich davon halten soll. Egal, diese Wand ist meine Spielwiese!

Aus einem wunderbaren Skandinavien-Kalender schnitt ich die zarten Fotografien von Vergissmeinnicht und wilder Möhre im Morgenlicht. Für den eckigen goldenen Spiegel, ein Erbstück, riss ich das Deckblatt eines Monatsprogramms ab. So wirkt er wie ein Bilderrahmen mit spiegelndem Rand, auch ein schönes Experiment.
Unter dem grünen Teller baumelt eine Halskette, den bronzenen Vogel habe ich schon vor Jahren von seiner ursprünglichen Kette befreit und stattdessen ein Satinband durchgezogen. Tatsächlich harmoniert der bronzefarbene Ton noch schöner mit den goldenen Rahmen, als es hier erkennbar ist.
Die grünen und blauen Teller gehören schon ewig zum Arrangement. Seit ich sie habe, bleiben sie trotz aller Veränderungen der „Petersburger Hängung“ treu an ihrem Platz. Ich liebe den sanften Glanz der Lasur… Sie sollen eigentlich zum Essen benutzt werden, ich habe ihnen mit der Heißklebepistole Aufhängungen an der Rückseite verpasst.

Verlinkt mit CreaDienstag, HoT, DienstagsDinge.

aufmerksam, Gäste & Feste

Une Soirée de la Légèreté – Ein Abend der Leichtigkeit

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Einen Abend der Leichtigkeit mit französischem Esprit und wunderbaren Käsespezialitäten verbrachten wir bei weichem Licht.

 

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Über uns schwebten zarte Ballons auf der Höhe der (gedrucken) Birken des Liebermann-Motivs Richtung Fluss. …hinein in laue Abendstunden.

 

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In den Zweigen verfingen sich duftige Wolken, die ich noch eine halbe Stunde vorher schnell mit Ölkreiden gestaltet hatte.

 

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Auf einer Platte richtete ich die Schnitt- und Hartkäse an und auf der anderen die Weich- und Frischkäse. Leider fehlte mir die Zeit, künstlerische Käsefähnchen mit dem Namen der jeweiligen Sorte zu zeichnen, sodass ich pro Platte ein Papier mit den Bezeichnungen beschriftete.

 

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Zum Käse reichte ich Baguette und Vollkornbrot, Eichblattsalat sowie Ost: Apfel- und Birnenschnitze wurden von Weintrauben ergänzt, auch eine kleine Etagère mit Nüssen stand bereit.
Unser Gast brachte Antipasti mit, so ließ sich ein stimmungsvoller Abend verbringen.

 

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Kreative  Einfälle (wie meine plustrigen Wolken) gibt es beim CreaDienstag ud bei Meertje zu entdecken.

aufmerksam, kreativ

Geschlechterneutral einrichten

Bisher haben wir zwar kein gemeinsames Zuhause, trotzdem überlegen mein Verlobter und ich bereits, wie unsere Einrichtung aussehen soll. Da ich in der Bücherhalle seit Jahren grundsätzlich alle Magazine zum Thema „Wohnen und Dekorieren“ mitnehme, kann ich mich mit viel Enthusiasmus fortbilden und Ideen schmieden. Bisher war das witzlos, weil meine Singlewohnung nicht genügend Platz für Experimente bot, aber das wird mit dem Umzug grundlegend anders!
Dabei ist es natürlich wichtig, dass die Einrichtung weder zu feminin-verspielt noch zu maskulin-karg gerät, worüber ich mir momentan viele Gedanken mache…. Ungehindert austoben kann ich mich in Bezug auf das Ambiente also nicht, sondern versuche mich auf eine weitgehend „geschlechtsneutrale“ Umgebung einzulassen.
Nun habe ich neulich in einer Galerie einen schönen Druck erstanden, von dem ich hoffe, dass er den Blicken beider Geschlechter schmeichelt.
Das Gute ist, dass ich damit ein Exemplar erstand, das endlich die gesamte Länge meiner Posterschienen ausfüllt. Die Posterschienen kaufte ich nahe des Rathauses und nahm per Augenmaß eine Größe, die für die meisten meiner Drucke zu groß ist -was sich natürlich erst Zuhause am Objekt herausstellte. So hatten die Bilder rechts und links überstehende Aluschienen, was stillos wirkte. Dank des neuen Drucks habe ich nun ein passendes Format gefunden, und die Schienen wirken in der richtigen Relation sehr gut.
Nun warte ich gespannt, was mein Verlobter zu dem per Mail zugeschickten Foto meiner aktuellen Wandgestaltung sagt und ob ihm das Bild genauso gut gefällt wie mir… 😉