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Maritime Blumenarrangements für einen herbstlichen Abend anfertigen

Herbstabend

 

Zu einem Abendessen bei herbstlich-maritimer Atmosphäre habe ich eingeladen.
Von der Tischdecke und den Muscheln darauf hin zum Fotodruck an der Wand und den Wimpeln in den Zweigen atmete die Gestaltung Küstenstimmung. Auch die selbstgenähten Kissen fügten sich ins Thema. Mit Kürbissen, Dahlien und warmem Apricot als Hintergrundfarbe trat der Herbst auf.

 

Herbstabend 2

 

Auf jedem Teller stand ein Glas, gefüllt mit einem Gesteck, das beide Themen miteinander verband: Herbstliche Blüten und Zweige mit grauen Steinchen (wie am Strand) und fröhlichen Wimpeln.

 

Anleitung Gesteck
Dazu schnitt ich Steckmasse so zurecht, dass sie in die Gläser passte. Dabei portionierte ich den Blumensteckschaum so, dass rund herum noch Platz zum Glas blieb. Die Steckmasse wird korrekt gewässert, indem sie im Waschbecken schwimmen gelassen wird, bis die Steckmasse sich eigenständig vollgesogen hat und nach unten sinkt. Anschließend aufrecht im Glas platzieren und den Sand (oder die kleinen Steinchen) in den Zwischenraum zwischen Steckmasse und Glaswand rieseln lassen. Bis zum Rand der Steckmasse auffüllen und eine dünne Schicht Sand auf der Steckmasse verteilen. Bis zum Glasrand muss noch Platz bleiben!
Nun Blätter von Efeu, Galax, Heuchera oder Farn in die Steckmasse stecken, um die Oberfläche teilweise zu bedecken, anschließend mit Blumen und Beerenzweigen weiter füllen. Dabei im Zentrum der Steckmasse etwas Platz lassen, um die lange, dünne Kerze zu platzieren.
Papier in Streifen schneiden, um einen Schaschlickspieß falten und festkleben. Das Ende des Papierstreifens spitz einschneiden, damit ein Fähnchen entsteht. Den „Fahnenmast“ ebenfalls ins Gesteck einfügen.

 

Herbstabend 3

 

Die Gestecke lassen sich als Gastgeschenk wunderbar mitnehmen und halten viele Tage, wenn sie zu Hause etwas gewässert werden.

 

Herbstabend 4

 

To create these floral arrangements you will need floral foam, flowers, leaves and berries, a glas and sand or gravel. Measure the floral foam in pieces, so it may fit into the glas. After cutting the foam, enough space around the floral foam has to remain, so you can fill sand between the foam and the glas. Soak the foam in the sink until it´s wet and heavy. Put the piece of foam into the glas, pour sand around the foam until it covers the foam.
Now you can insert flowers, leaves and twigs. At last you may add a long, slim candle and a handcrafted flag for the maritime spirit…

 

Verlinkt mit FlowerPowerBloggers, FloralFridayFoto, Freutag  , Engel und Banditen und Holunderblütchen.

aufmerksam, feminin, glaubhaft

Träume wachsen lassen

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„Die Zukunft gehört denen,
die an die Schönheit ihrer Träume glauben.“

Eleanor Roosevelt

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Kompass

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„Liegt eine Herausforderung
direkt vor Ihren Füßen,
die Gott Ihnen zutraut?

Fragen Sie Gott nach Ihrer Berufung,
löchern Sie ihn!
Es geht dem Herzen nach:
Das schlägt für einen Menschen,
eine Aufgabe, ein Projekt, eine Gruppe, eine Idee.“

Kerstin Wendel

aufmerksam

Reise nach Stockholm: Erlebnisse

Heute folgt der zweite Bericht meiner Erlebnisse der Reise nach Stockholm, der erste Teil inklusive Einleitung mit grundlegenden Informationen über die Stadt ist hier zu finden: „Reise nach Stockholm: Orte“, danach folgt „Reise nach Stockholm: Souvenirs“

„Allsang på Skansen“: Jedes Jahr ab Midsommar bis in den August hinein findet im „Skansen“ am Dienstag ein Freiluft-Konzert statt, das im Eintrittspreis für den Park enthalten ist. Von 20.00 bis 21.00 Uhr filmt das schwedische Fernsehen, davor gibt es erste Lieder zum „Warmsingen“ und danach noch einige Zugaben.
Es treten SängerInnen der schwedischen Charts auf und präsentieren die aktuellen Hits. Der Moderator ist ebenfalls Sänger und stimmt unter anderem schwedisches Liedgut an, das in Liederheften zum Mitsingen angeboten wird. Dann singen alle, so gut sie können, mit. Obwohl wir weder die SängerInnen noch die Lieder kannten, hatten wir viel Spaß an diesem Abend. Und somit singen wir auch in Hamburg fröhlich „Hej hej Monika, hej på dig Monika!“ und „Stockholm i mitt hjärta“ sowie „Hon kommer solsken till mig“. Auffallend war, wie viele Menschen mit Behinderungen sich im Publikum befanden und dass es einen großen (dicht besetzten) Bereich für Rollstuhlfahrer gab – beides kenne ich aus Deutschland so nicht. Auch würde hier wohl kein Moderator das Mikrofon bei einem Konzert einem jungen Mann mit Trisomie 21 vor die Nase halt, der sich sehr freute und laut sang 🙂

Baden auf Lidingö: Östlich von Stockholm liegt, auf dem Weg in die Schären, die Insel Lidingö. Dort lässt es sich naturnah urlauben, während die Stockholmer Innenstadt mit dem in Rad 35 Minuten erreichbar ist. Wer hier eine Ferienwohnung mietet, ist direkt im Grünen und dennoch bestens versorgt (Supermärkte, Busse, Bahn, Hafen für Fährschiffe).
Zum Schwimmen eignen sich besonders der Kottlasjön mit zwei Badestellen (einmal mit Sand, einmal mit Felsen) , die pittoreske Promenade von Mölna im Südosten sowie die Badestelle „Fågelöudden“ mit Sand und schönen Wiesen mit schattenspendenden Bäumen im Nordosten der Insel.

Ausflug in die Schären: Einer der absoluten Höhepunkte unserer Reise war der
Tagesausflug in den Schärengarten zwischen Stockholm und der Ostsee. Zu Beginn sind die Inseln noch recht groß und die Villen darauf zahlreich. Weiter draußen werden die Häuser erst bescheidener und dann weniger, bis es auf das offene Meer hinaus geht. Wir durchstreiften die Natur, beobachteten ein fast zutrauliches Reh, schauten uns im kleinen biologischen Verkauf des einizigen Bauernhofs um („Wir sind heute nicht da, bitte tut das Geld einfach in die Kasse!“) und genossen den Fisch im preisgekrönten „Krog“.

„Chilinötter“: Ein Snack aus dem Supermarkt, den ich als „Nicnocs mit Chili“ beschreiben kann und dem besonders mein Verlobter zusprach.

Der aktuelle Look der Stockholmerin: Wer schnell noch die letzten sommerlichen Tage in Stockholm erleben und dabei als Einheimische durchgehen möchte, sollte sich folgendermaßen kleiden: Das Oberteil muss unbedingt durchsichtig sein und den Blick auf einen farblich kontrastierenden BH freigeben, die Trendfarben lauten weiß, schwarz und neon. So trägt die Stockholmerin bis ins mittlere Alter einen neonfarbigen BH unter einem weißen Top oder einen schwarzen BH unter einem neonfarbigen Shirt.
An die Beine gehören ausnahmslos sehr knappe Hotpants, notfalls tun es auch sehr kurze Miniröcke. Selbstverständlich in schwarz, weiß oder neon. Als Ausnahme werden auch Skinnyjeans zugelassen, die den Begriff „hauteng“ neu prägen.

Mit Schwedinnen schnacken: Die Schwedinnen sind überaus aufgeschlossen, sodass ich viele Male angesprochen wurde. Ob nun eine Dame auf mich zukam, weil das Streifenmuster meiner Hose dem Muster ihres Blazers ähnelte und sie sich darüber freute, oder ich in das Aussuchen von Kleidung zwischen zwei Freundinnen einbezogen wurde: Stets wurde ich auf schwedisch angeplaudert. Freundlich bezogen mich zwei Damen im Café in ihr Gespräch mit ein (als eine der wenigen Unterhaltungen wechselten sie von vornherein auf englisch) und ein kleiner Junge in Badehose erzählte mir strahlend unverständliche Dinge, während ich mit den Füßen im eiskalten Meerwasser stand. Auch ein älterer Herr im Wald ließ es sich nicht nehmen, ein paar Worte mit mir zu wechseln und stieg flink auf deutsch um, das er gut beherrschte. So viele nette Begegnungen gab es, dass ich ganz den Überblick verloren habe… Meist versuchte ich zu Beginn, die kleine Unterhaltung zu meistern, ohne mich als deutsche Touristin zu entlarven, was mit freundlichem Nicken und strahlendem Lächeln auch mehrfach gelang (ohne etwas zu verstehen). Oft war ich dann doch genötigt, mich zu erkennen zu geben, aber machte es nach einem Schnack auf englisch oder deutsch mit einem „Hej då!“ oder „Har det bra!“ oder „Tack så mycke!“ wieder wett.