aufmerksam, feminin, kreativ

Frühlingshaft Reste verwerten: Stoffrosen wickeln

 

Vor einer Weile besuchte ich einen Volkshochschul-Kurs in meinem persönlichen hamburger „Lieblings-Volkshochschul-Standort“. Dort fand am gleichen Tag ein Flohmarkt auf dem Gelände statt, was mich sehr freute: Denn im entsprechenden Stadtteil wohnen stilbewusste Damen mit dem nötigen Kleingeld, sodass schöne Kleidungsstücke zu entdecken waren. Ich kaufte unter anderem ein Kleid mit tollem Aquarell-Muster, zerschnitt es und fertigte ein weichfallendes Schaltuch daraus.
Angesichts der zitronengelben  Primel in der Küche dachte ich an den Stoffrest, der überblieb.

 

 

Ich schnitt den Stoff in Streifen, legte den Stoff der Länge nach doppelt zusammen und zog mit einem normalen Gradstich einen Faden durch. Anschließend zog ich das Nähgarn fest, sodass sich der Stoff kräuselte. Am „inneren“ Ende mit dem Knoten im Garn begann ich, den Stoffstreifen zu einer Rose aufzurollen. Das offene „äußere“ Stoffende mit dem losen Faden bildet die letzte Schicht der Rose. Das Garnende wird mit der Nadel mehrfach durch die Rose gestochen, um sie in ihrer Form zu stabilisieren.

 

 

Anschließend wird der untere Teil mit Draht umwickelt, um der Stoffrose Halt zu geben und sie am Draht in den Blumentopf zu stecken.
Die Rosen lassen sich genauso gut mit einer Sicherheitsnadel als Accessoire an der Kleidung tragen oder mit Heißklebepistole auf einem Haarreif fixieren, um eine Blumenkrone für Hochzeiten anzufertigen.

 

 

These easy roses made of fabric are a great decoration für spring and summer. I´ve finished mine with wire to place them between fresh flowers. With a clasp pin on the back they can also be used as an accessory on the pullover. Lots of roses, arranged and fixed with hot glue on a hairband, become a crown of flowers – for a wedding for example.

Verlinkt mit RUMS, Freutag, Froh und Kreativ, Pamelopee und FloralFridayFoto.

aufmerksam, kreativ

Neues Leben für ein treues Regal

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Dieses Regal begleitet mich, seit ich nach dem Abitur auszog – also inzwischen eine Vielzahl an Jahren. Schon lange bin ich mit dem Kiefernholz nicht mehr zufrieden: Massives Holz für Möbel ist nach wie vor meine erste Wahl, aber dieses eher kostengünstige Regal hatte derart viele Astlöcher, dass es sehr unruhig wirkte. Bereits seit einigen Jahren trug ich mich mit dem Gedanken, es anzuschleifen und überzustreichen. Nun habe ich es gewagt und nach vielen Stunden im Keller hat es ein ganz neues Gesicht.

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Das Birkenholz des Sessels und des Sideboards rechts und links des Regals harmonieren nun deutlich mehr, ohne von der lebhaften Maserung des Regals unterbrochen zu werden.

 

Ich verlinke mein Projekt mit dem CreaDienstag, Meertje, Crealopee, Art of 66 und UpcyclingDienstag.

aufmerksam, feminin, kreativ

Werkstatt: Rollkragen-Pullover mit floralen Details

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Aus zwei hochwertigen, ungetragenen Kleidungsstücken aus dem Second-Hand-Geschäft fertigte ich diese Variante eines Rollkragenpullovers an.

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Die Länge des Pullovers war mir zu kurz, sodass ich lange überlegte, wie ich ihn „verlängern“ könnte. Zum Glück entdeckte ich eine wunderschöne hochwertige Bluse (von einer für mich unbezahlbaren Marke), neu und ungetragen, einige Zeit später im gleichen Geschäft. Da die Bluse drei Größen zu groß für mich war, passte sie genau, um im Taillenbereich zerschnitten und mit einem Gummiband im genähten Stofftunnel zum Hineinschlüpfen präpariert zu werden: So habe ich eine bedeckte Bauchpartie, ohne die Bluse im Bereich der Brust völlig gequetscht unter dem Wollpulli zu tragen.
Die Manschetten trennte ich ebenfalls ab und befestigte sie in den doppelten Ärmelbündchen: Ein weiteres hübsches Detail, das den zauberhaften Stoff zeigt.
So kann ich genauso bequem wie vorher den Pullover anziehen, habe das Längen-Problem gelöst und einen Blickfang hinzugefügt.

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Beim Creadienstag und bei Meertje lassen sich weitere Projekte einfallsreicher Frauen finden.

Zwei Jahre später habe ich den Kragen der Bluse in meinem Fundus wiederentdeckt und mit einer aufgehübschten Streifen-Bluse verarbeitet.

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Ideen mit Papier

Nicole von niwibo startet gerade eine Ideen- und Linksammlung zum Thema „Selbstgemachtes aus Papier“. Alte und aktuelle Inspirationen und Anleitungen können dort geteilt werden, und da ich im Archiv viele schöne Kreationen fand, trage ich meine Werke und Tipps bei:

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Dekorationen aus Papier

Blüten aus Buchseiten sowie Schalen für ein „Literarisches Fest“

Dekoration für ein „Maritimes Fest“ mit Meerestieren 

Reigen aus Klee

Upcycling mit Motiven aus der Küche

∗ Bunte Herzen aus Magazinseiten: Anleitung und Abbildung

Advent: Sterne aus antiquarischen Büchern 

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Karten und Umschläge aus Papier

Grußkarten aus Auktions-Katalogen fertigen

Umschläge aus Zeitschriften recyclen

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Hochzeit

Einladungen

Informations-Schilder

Zur Unterhaltung der Gäste

Abschieds-Gruß / Give-away

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Dekoration für das „Literarische Fest“ aus antiquarischen Büchern fertigen

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Aus einem (natürlich wertlosen) antiquarischen Buch in altdeutscher Schrift lässt sich, passend zu einem „Literarischen Fest“, schöne Dekoration basteln.
Eine quadratische Schachtel sowie deren Deckel (von Ritter*Sport) beklebte ich mit Buchseiten und fügte breites, schwarzes Satinband als eleganten Blickfang hinzu.

 

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Aus Pappe schnitt ich zwei Blumen aus, die ich als Schablonen benutzte, um mit wenig Aufwand viele Buchseiten in Blüten zu verwandeln.
Jeweils eine Blume aus der Buchseite sowie eine Blume aus farbigem Papier klebte ich zusammen, in die Mitte setze ich eine kleine gestanzte Blüte.

Weitere Blumen fertigte ich aus Buchseiten sowie mehreren gestanzten Blüten in der Mitte.

Als philosophische Botschaft legte ich auf jeden Teller ein Zitat:
„J’ai tout ce qu’il me faut. Ich habe alles, was ich brauche.“ – ein Lob der Dankbarkeit.

 

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Mehr kreative Werkstücke gibt es beim Creadienstag sowie bei Meertje und Art of 66.
Was andere Schönes aus quasi Wertlosem fertigen, ist beim Upcycling Dienstag zu finden.

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Frühlings-Aktion für BloggerInnen

Auf Brigitte.de läuft aktuell eine Frühlings-Bloggerei,bei der kreative Leserinnen ihre Projekte vorstellen können. Auch Interessierte, die keinen Blog haben, können ihre Kreation mit einem Digitalfoto hochladen und mit einer kurzen Anleitung vorstellen.
Die Aktion läuft bis zum 12. März, während dessen können Stimmen für die schönste Idee abgegeben werden. Ab dem 20. März werden die GewinnerInnen präsentiert, eine Reise winkt für die Person mit den besten Bewertungen zusätzlich.
Mit meinem Kissen aus Stoffproben (hier der Link zum Anklicken) bin ich ebenfalls dabei und freue mich über alle, die mich mit ihrem Votum unterstützen! Vielen Dank!

 

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Da es offensichtlich möglich ist, mehrere Beiträge einzusenden, teile ich ebenfalls den Reigen aus Klee.

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Neues Leben für Vorhandenes, aber Ungenutztes

We Upcycle – 30 Tage, 30 Dinge
Hier gestalten wir jeden Tag ein Produkt aus Materialien und Objekten, die andere als wertlos erachten. Unser Ziel ist es 30 Tage lang schöne und nützliche Dinge zu schaffen. Für jeden, der uns etwas einsendet, wird der Blog um einen Tag verlängert. Findet Müll, seid kreativ und postet eure Meisterwerke!

Upcycling ist so wie Recycling eine Art der Müllvermeidung. Beim Upcycling wird Abfall als Material für die Schaffung neuer Produkte verwendet. Im Gegensatz zu Recycling ist ein geringerer Energieaufwand nötig um Neues zu schaffen. Außerdem wird die Qualtität des Abfalls nicht gemindert (siehe Papierrecycling) sondern gesteigert.

Das Warum
Die Begeisterung an diesem Projekt liegt in den unglaublich vielen schönen Produkten, die aus Abfall entstehen können. Uns fasziniert, dass einfaches Design eine so große Botschaft gegen die Wegwerfgesellschaft transportieren kann. Wir wünschen uns, dass jeder einen kleinen Beitrag leistet, sich kreativ austobt und so mit uns gemeinsam die Ressourcen schont.

Am 31.12.2013 wurde eine Anleitung, die ich eingesandt hatte, veröffentlicht: Das Utensilo aus einem Kopfkissenbezug, der Bericht dazu ist hier zu finden.
Wer Interesse hat, mitzumachen, kann seinen Vorschlag mit Bild hier einsenden:
http://www.weupcycle.com/mitmachen/

aufmerksam, kreativ

Anleitung: Utensilo für Kinderspielzeug aus einem Kopfkissen nähen

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Aus einem Kopfkissen nähte ich ein Utensilo für Kinderspielzeug:
Dazu wendete ich den Bezug erst auf links und bügelte ihn einmal über (erstes Bild).
Dann legte ich einen Kleiderbügel an die obere Kante, sodass die gelbe Borte im Muster mittig zu sehen ist. Den Umriss des Bügels übertrug ich und zog gerade Linien von der rechten und linken „Schulter“ nach unten, die ich absteppte und den überflüssigen Stoff abschnitt (zweites Bild). Anschließend versäuberte ich die Nahtzugaben und wendete das, was vom Bezug übrig geblieben war.

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Oben hatte ich einen kleinen Durchlass für den Haken des Kleiderbügels offen gelassen, durch den ich nun den Haken von innen nach außen schob (drittes Bild).
Unten klappte ich die offenen Kanten nach innen um und steppte das Utensilo zu.
So sah das Zwischenergebnis aus (unten allerdings noch mit offener Kante):

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Dann zerschnitt ich eine Bluse (deren Ärmel ich für ein anderes Projekt benötigt hatte) komplett und fertigte daraus die Taschen, die ich auf den Grund steppte.

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Zum Schluss verzierte ich die Taschen am oberen Rand noch mit Knöpfen und verdeckte das kleine Löchlein am Haken mit einem auberginefarbenen Satinbändchen.

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Weitere fantasievolle Kreationen sind beim CreaDienstag, bei Pamelopee und bei Meertje zu entdecken.
Dieser Artikel wurde ebenfalls unter weupcycle veröffentlicht.

 

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Rot-weiß gewebte Bluse aufgehübscht

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Vorher:
Eine Baumwollbluse, die ich second-hand erstand, gefiel mir aufgrund des gewebten Stoffs und der für meinen Farbtyp passenden Farbe sehr gut. Auch die Rüsche aus dem gleichen Material fand ich hübsch, nur die gegenüber liegende Knopfleiste, deren Knöpfe als Dekoration bis hoch an den Kragen liefen, entsprach nicht meinen Vorstellungen.
Also trennte ich die Knöpfe ab und steckte verschiedene Materialien auf die Knopfleiste – nichts davon gefiel mir, bis ich in Lüneburg die passende rote Spitze fand.roteshemd

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Nachher:
Den Kragen unterlegte ich mit weißer Baumwollspitze, deren Mausezähnchen hervor schauen. Über die Knopfleiste nähte ich rote Baumwollspitze, auch die Manschetten wurden damit verziert.
Ein Rest weiße Baumwollspitze fand ihren Weg auf die kleine Brusttasche.

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Leider scheint die Bluse, trotz bügeln, sehr knitteranfällig zu sein. Da die reine Baumwolle der Bluse leger wirkt, kann ich es als überzeugte Büglerin einigermaßen aushalten…. 😕

Mehr Kreationen fantasievoller Frauen sind bei dieser LinkParty von Art of 66 und bei Crealopee zu entdecken.

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Vorbereitungen für den Adventskalender

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Dieses Jahr beteilige ich mich mit genähten Kreationen an zwei Basaren, sodass die „Advents-Kalender-Produktion“ mit geringem Aufwand umgesetzt wird.
Die stabilen Papiertüten tragen teilweise den Druck der Bonbonmanufaktur in Lüneburg, deren Erzeugnisse auch in den Kalendern zu finden sind. Mit weihnachtlichem Papier beklebe ich sie und verziere sie anschließend mit verschiedenen „Schätzen“:

 

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Die goldenen Glöckchen nehmen den Cremeton des Papiers auf und sorgen dafür, dass die Tüten die Beschenkten beim Nach-Hause-laufen-und-dabei-den-Adventskalender-schlenkern zum Schmunzeln bringen.
Die Spiegelbeeren, wie „Weihnachtskugeln am Draht“ genannt werden, harmonieren mit den roten Ilexbeeren sowie den Kirschen auf der großen Tüte. Schneeflocken gesellen sich dazu, weil ihre Formen so abwechslungsreich sind und nicht alles abgestimmt und stimmig sein muss: Manchmal wirkt ein fröhliches Durcheinander lebendiger als ein designtes, aber lebloses Stillleben…
Kurz: Mit stabilen Papiertüten, Geschenkpapier und ordentlich Gedöns lassen sich mit wenig Aufwand, vielen „Bändseln“ zum Befestigen sowie Klebe unkomplizierte Adventskalender gestalten.
Die weißen Tüten sehen gleich aus, haben aber auf Vorder- und Rückseite unterschiedliche Details. Auf dem Bild ist jeweils eine weiße Tüte von vorn und eine von hinten zu sehen.

 

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Süßigkeiten wurden in Servietten gewickelt, sodass viele kleine Päckchen entstanden – ohne Chichi, das schmückt ja nun bereits die Tüte… 😉
Da diese Päckchen und ihre Inhalte Überraschungen sind, zeige ich sie an dieser Stelle nicht:
Die Idee besteht daraus, dass jeden Tag im Advent per Zufallsprinzip eines der kleinen Pakete aus der Tüte genommen wird.
Ob „mit Fühlen, Zurücklegen und Umtauschen“ (wie in Kindertagen) oder ohne liegt dann außerhalb meines Einflusses!

 

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Weitere handgemachte Kreationen sind beim Creadienstag und bei Meertje zu finden, mehr Adventskalender gibt es bei Gisela.