aufmerksam, glaubhaft

Wenn Gott unser Leben komplett umbaut

Schon lange bitte ich Gott um bestimmte Veränderungen in meinem Leben. Ich trage meinen Teil bei, ganz klar, aber solange Gottes Zeitplan nicht reif dafür ist, nützt alles drängeln nichts. Zu Beginn segnete mich Gott mit mehreren Lebensträumen, die wahr wurden, sodass ich vor lauter Aktionismus ganz gut verkraften konnte, dass die erwünschten Veränderungen auf sich warten ließen.

In den letzten zwei Jahren begann Gott immer mehr, mich selbst zu verändern, statt meine Lebensumstände zu verwandeln.
Ich las fantastische Bücher, die mir in vielen Lebensbereichen zu ganz neuen Perspektiven halfen. Dabei korrigierte er viele meiner Herzenshaltungen und Denkweisen und baute innere Widerstände ab. Manche Botschaft traf mich sehr unmittelbar und schmerzhaft, denn je mehr Gott mich formt, desto mehr merke ich, wie viel Verbesserung ich nötig habe.
Und manche Lektion scheint abgeschlossen, nur um ein halbes Jahr später erneut vor mir zu stehen und mich zu fragen: Liebe Marie, ist da nicht doch noch einiges an Potential? Und wohin ist der bisherige Wandel verschwunden?

Der Bau eines soliden Fundaments dauert lang, ist anstrengend und kostenintensiv. Wachstumsschmerzen und angedellter Egoismus machen sich regelmäßig bemerkbar. Aber ich erlebe auch viel Freude über die innere Dynamik, viele Aha-Momente und tiefe Begegnungen mit Gott. Natürlich wünsche ich mir regelmäßig, dass das Kellergeschoss endlich soweit steht, dass Gott sichtbar darauf aufbaut und wir endlich mit dem Einrichten meines runderneuerten Lebenshauses beginnen können.
Immer wieder werde ich zurück geworfen und frage mich: War ich hier nicht schon mal? Wie bei dem Aufstieg auf einen Berg, wo der Weg in Serpentinen ansteigt: Hier bin ich schon einmal vorbei gekommen, zuletzt etwas weiter unten am Berg, nun um eine Schleife näher am Gipfel.

Ich behaupte nicht, dass ich weiß, wo diese innere Reise hinführt und ab wann mein Herz soweit verwandelt wurde, dass meine Identität stark genug ist für die Lebensumbrüche, die mir bevorstehen. Natürlich frage ich mich, je länger es dauert, wie groß das wird, was Gott mit mir als Nächstes vorhat und was mir noch verborgen ist. Auch, wenn es meine Nerven strapaziert, habe ich Gott noch nie über viele Monate hinweg so nah und unmittelbar gespürt, wie die letzten zwei Jahre.
Ja, es ist anstrengend.
Ja, es ist intensiv.
Ja, ich finde in dieser Zeit des inneren Umbaus zu einer Intimität mit Gott, die mir neu ist.
Wenn du heute von meinen Erfahrungen liest, weil du dich selbst in einem (schmerzhaften) Prozess der Verwandlung befindest, möchte ich dir Mut machen.Mut zu radikaler Ehrlichkeit: Dir selbst gegenüber, Gott gegenüber, Freunden und Vorbildern gegenüber. Denn nichts anderes wird dir helfen, die Herausforderung anzupacken und gestärkt zu überstehen.

Mut zu Experimenten: Gib neuen Denkweisen eine Chance, neuen Autoren und Büchern, neuen Arten des Glaubens, neuen Wegen im Gebet. Sing christlichen Pop statt Chorälen, meditative Klänge statt Gospel, Klassik statt Rock – wie rum auch immer. Lass dich von Gott und der Vielfältigkeit seines Wesens überraschen!

Mut zum Aushalten: Nicht flüchten, nicht wegducken, nicht rückwärts laufen, nicht totstellen. Sondern hier und jetzt annehmen, dass es ist, wie es ist. Und Gott vertrauen, dass es gut ist, wie es ist.

Mut zur Freude: Oft verrennen wir uns so darin, im Gebet primär zu bitten und um Veränderung zu feilschen, dass Loben und Danken völlig untergehen. Ja, danken fällt gerade schwer, und wir würden gern dann mit dem Danken anfangen, wenn alles zu unserer Zufriedenheit aufgelöst wurde. So läuft das Leben aber nicht, auch das Glaubensleben nicht. Danke hier, danke jetzt, halte deine Augen für Gottes Segen am Wegrand offen, statt immer nur eine Utopie vom perfekten Leben zu erwarten.

Mut zum Zusammenbruch: Ja, es gibt Schöneres, als sich sehr plastisch vor anderen ChristInnen in Rotz und Wasser aufzulösen. Habe dennoch den Mut, dich anderen zuzumuten. Finde 237 Wege, zu heulen und mit den Zähnen zu klappern und anderen lästig zu fallen. Denn du bist ihnen nicht lästig, weil es alle von uns einmal trifft.
Und nach einer intensiven Rotz-und-Wasser-Phase kann ich dir sagen: Bald bist du wieder diejenige Person, die anderen die Taschentücher reicht, weil das Gröbste überstanden ist und sich der Wind gedreht hat. Garantiert.

aufmerksam, glaubhaft

Berufung leben trotz Fragen und Zweifeln

Am liebsten würde ich behaupten, mein Leben sähe derzeit so aus wie die Pfingstrosen in voller Blüte: Farbgewaltig, prall, gesund und kraftstrotzend. Tatsächlich habe ich gerade eher Ähnlichkeit mit den halbverblühten Exemplaren: Meine Pläne stagnieren, längst abgeschlossene Projekte hängen in der Luft und mein Körper will nicht so, wie ich das will.

Eine Freundin fragte mich, wie mein aktueller Stand zum Thema „Berufung“ aussieht:
Für ChristInnen ist das die Verschmelzung von Persönlichkeit, Talenten und Lebenszielen. Das, wofür wir unsere Energie einsetzen und einer der Gründe, warum wir auf der Welt sind. Was Berufung angeht, war ich schon als Teeny mit vollem Ernst ganz vorne dabei. Bis ich in den letzten Jahrzehnten feststellte, dass Gottes Zeitplan oft ein ganz anderer ist als meiner. Und dass er mir tonnenweise Sehnsucht schenkt, endlich meine Berufung zu leben, und gleichzeitig Geduld und Vertrauen fordert, bis es eines Tages soweit ist.
Meine Freundin gab mir einige schlaue Gedanken mit, die heute von einer anderen Person im Gottesdienst-Livestream meiner Gemeinde aufgegriffen wurden. Und da sicherlich auch andere Menschen nur darauf brennen, ihre Begabungen endlich am passenden Ort einzusetzen, möchte ich sie hier teilen.

  • Zuallererst ist unsere Berufung als ChristInnen, täglich unsere Beziehung zu Gott zu pflegen: Zu beten, zu schweigen, zu singen, zu lesen, zu tanzen, zu meditieren – was auch immer unser persönlicher Kanal zu Jesus ist. Er ist der Mittelpunkt unseres Lebens, er gibt uns Freude und Kraft zu leben, er ist unser Anfang und unser Ziel. Alles andere kommt erst danach.
  • Berufung hat auch eine zeitliche Dimension: In verschiedenen Lebensphasen kann sie im Vordergrund stehen oder in den Hintergrund rücken, kann offen gelebt oder eher innerlich genährt werden.
  • Die Anforderungen der freien Wirtschaft sind keine gesunden Maßeinheiten für unsere Berufung: Wir sollten nicht erwarten, dass unsere Berufung möglichst effektiv gelebt wird und dem Leistungsdenken entspricht. Gott plant unser Versagen, unsere Umwege und Verzögerungen, unsere Krankheitsphasen mit ein. Wir sind diejenigen, die überrascht und frustriert sind, wenn es nicht zügig vorangeht. Dann schämen wir uns, zweifeln und lassen uns schwächen. Für Gott dagegen ist es ganz normal, dass Berufung kein börsennotiertes Aktiengeschäft ist, das Tag und Nacht reibungslos läuft.
  • Berufung heißt nicht, dass alles leicht gehen wird. Und dass es locker gelingen muss. Berufung ist genauso von Suche, Anstrengung und Aushalten-müssen geprägt wie jeder andere Bereich unseres Lebens.
  • Große Erfolge sind viel weniger wichtig als jeder einzelne Mensch, dem wir begegnen und dem wir mit unserer Berufung dienen. Es zählt nicht die Masse an Erfolgen, sondern jeder zwischenmenschliche Moment. Auch dann, wenn unsere Berufung gerade nicht so ganzheitlich gelebt werden kann, wie wir es uns wünschen.
aufmerksam, glaubhaft

Warum ich trotz Corona froh und munter bin: Sechs Gründe zum Nachmachen

Meine Kollegin meinte am Dienstag zu mir: „Bei einigen Kolleginnen merkt man, wie die Nerven dünner werden und der Ton rauer. Aber du bist so wie immer!“ Das war hoffentlich als Kompliment gemeint (-;
Bis auf eine gewisse Grundspannung, die mich nicht loslässt, geht es mir zum Glück gut – und ich möchte heute teilen, woran das liegt:

1.) Primär für meine anhaltend gute Laune verantwortlich ist meine Kirchengemeinde. Täglich schickt unser Pastor uns eine Mail mit hilfreichen Tipps und guten Ideen.
Täglich erleben wir die Videobotschaft von ganz unterschiedlichen Personen: Die Chefredakteurin stellt Bücher vor, der Hausmeister nimmt uns mit in die Damentoilette zum Streichen und fragt nach einer coolen Wandfarbe für die Herren-WCs, die Spiele-Fachfrau präsentiert Spiele ohne Material, ein arbeitsloser Vater spricht von seiner Hoffnung… Sehr ermutigend und zur Nachahmung empfohlen!
Gestern war ich von 18:00 bis 19:00 Uhr zum Gebet am Telefon verabredet und stellte im Nachhinein fest, dass ich damit zufällig Teil der 24/7-Gebetswoche geworden bin. In der Gebetswoche versuchen wir, rund um die Uhr sieben Tage lang ununterbrochen zu beten.
Der Gottesdienst im Livestream, der Spaß mit den Jugendlichen live im Internet, die Diskussion über Lebensthemen spontan und auf Zuruf mit zwei Pastoren vor der Kamera: Aktuell teilen wir den Alltag ganz besonders intensiv miteinander.

2.) Momentan lebe ich sehr durchdringend in einer „Nutze den Tag, morgen könnte alles vorbei sein!“-Stimmung.
Gestern brachte ich drei SeniorInnen ein christliches Buch mit, das ich für die jeweilige Dame passend fand. Wenn sie jetzt nicht von Gottes umfassender Liebe hören, wann dann? Mit über 300 SeniorInnen täglich zusammen zu arbeiten und nicht zu wissen, wer von ihnen Corona überlebt, lässt bei mir auch die letzten Hemmungen fallen.
Aus dem gleichen Grund rufe ich bei Personen an, die ich schon seit Jahren aus den Augen verloren habe. Als ich vor zwei Jahren meine Ex-Gemeinde verließ, war das für viele ein Schock. Sich jetzt wieder auf den neusten Stand zu bringen und auszutauschen, wie es uns in unserer Beziehung zu Jesus heute geht, drängt sich momentan geradezu auf.
Also, mutig ans Telefon!

3.) Auch Menschen, mit denen ich weit über ein Jahrzehnt nichts mehr zu tun habe, rücken mir innerlich plötzlich nahe. Selbst, wenn derzeit nur punktuell Austausch stattfindet und auf die Entfernung letztlich oberflächlich bleibt: Für einander zu beten, funktioniert immer und überall und ist die stärkste Kraft, die wir Menschen haben. Niemand kann mir verbieten, einer Person aus meiner Vergangenheit im Gebet Gutes zu wünschen und um Gottes Eingreifen zu flehen.

4.) Meine Abteilung besteht aus vier Frauen, derzeit sind wir krankheitsbedingt zu zweit. Meine verbliebene Kollegin und ich sind sehr friedliebend und fokussiert und bilden damit ein super Team. Obwohl wir aktuell nichts anderes tun können, als das Chaos pragmatisch zu verwalten, bin ich froh, am Arbeitsplatz zu sein und nicht zu Hause bleiben zu müssen. Und ich bin umso glücklicher, mit genau dieser Kollegin die Stellung zu halten, mit der ich so harmonisch und konstruktiv arbeiten kann. Danke, Jesus.

5.) Sonst bin ich zur Arbeit teils mit dem Rad, teils mit dem Bus gefahren. Die Fahrt im Bus habe ich genutzt, um meine Fachbücher voran zu bringen, meinen Englisch-Kurs vorzubereiten oder Ideen für meine Atemfreude festzuhalten. Es war also immer sinnvoll genutzte Zeit, daher habe ich nie groß drüber nachgedacht, den Fahrtweg anders zu verbringen. Um die SeniorInnen zu schützen, fahre ich längst keinen Bus mehr, sondern radle jetzt neun Kilometer zur Arbeit und zurück. Zu Beginn war meine Lust darauf sehr begrenzt, aber mein Mann hat schon länger eine wunderbare Strecke ausgetüftelt, und die neun Kilometer fühlen sich gar nicht sooo lang an.
Zusätzlich merke ich, dass die Corona-bedingte innere Unruhe besonders viel körperliche Bewegung als Kontrapunkt braucht. Also tue ich mir mit dem veränderten Arbeitsweg sogar etwas Gutes – danke, Jesus.

6.) Morgens lasse ich zum Frühstück immer Gute-Laune-Musik laufen, die Gott in den Mittelpunkt stellt. Der ideale Start in den Tag, finde ich, und genieße dieses Ritual momentan besonders. Eine musikalische Entdeckung möchte ich teilen: Eye of the Storm von Ryan Stevenson. Hier meine Übersetzung des ersten Teils des Songtexts:
„Im Auge des Sturms behälst du die Kontrolle. In der Mitte des Krieges beschützt du meine Seele. Du allein bist mein Anker, wenn die Segel zerrissen sind. Deine Liebe umgibt mich im Auge des Sturms. Wenn das solide Fundament unter meinen Füßen wegbricht, ich zwischen dem schwarzem Himmel und meinen roten Augen kaum sehen kann, und wenn ich mich von Freunden und Familie allein gelassen fühle, höre ich den Regen, der mich daran erinnert: Im Auge des Sturms behälst du die Kontrolle.“

aufmerksam, glaubhaft

Buchempfehlung: „Gib niemals auf“ von Joyce Meyer

Vor einigen Jahren schenkte mir eine wildfremde Frau das Buch „Gib niemals auf!“ in der S-Bahn. Ich war auf dem Heimweg, die Dame saß mir gegenüber und las, und aus irgendeinem Grund hatte ich den Eindruck, dass sie in einem christlichen Buch schmökerte und ich gern gewusst hätte, in welchem. Also fragte ich sie, sie hielt mir das Buch hin, und bevor sie viel zum Inhalt erzählt hatte, schenkte sie es mir und stieg aus. Ich war völlig perplex.
Natürlich begann ich direkt mit der Lektüre, aber aus irgendeinem Grund packte mich der Inhalt nicht. Trotz harter Jahre der beruflichen Neuorientierung, die mich oft an meine Grenzen brachten, blieb es jahrelang im Bücherregal. Bis ich neulich aus irgendeinem Grund danach griff und es mit sehr, sehr großem Gewinn las. Joyce Meyer ist eine ganz besondere Persönlichkeit, ihre direkte Art und ihr wahnsinnig selbstbewusstes Auftreten können friedliche ChristInnen ziemlich verschrecken. Aber der Inhalt ist das, was in einem Buch zählt, und der überzeugte mich beim zweiten Anlauf komplett.

„Wissen Sie, jeder Adler fühlt sich in einem Hühnerhof unwohl. Alle Adler sehnen sich nach klarer Luft und einem blauen, weiten Himmel. Wenn Sie an einem Ort leben, der Sie davon abhält, die Person zu sein, die Sie sein sollten und das zu tun, was Sie tun sollten, dann werden Sie sich auch unwohl fühlen.
Wenn der Gedanke in Ihrem Kopf und Ihrem Herzen Wurzeln schlägt, sich über das hinaus zu entwickeln, was Sie kennen, wenn der Same der wahren Größe in Ihnen anfängt zu wachsen, wenn Sie ein brennendes Verlangen spüren, aus Altem heraus zu treten, wenn Sie sich nach Abenteuern sehen und etwas Neues oder anderes machen wollen, dann nehmen Sie diese Empfindungen ernst. Fangen Sie an, entsprechend zu handeln.
Doch seien Sie sich auch darüber im Klaren, dass die Menschen um Sie herum Ihre Sehnsucht, aus der Umzäunung auszubrechen, nicht unbedingt nachvollziehen können. Vielleicht wollen sie Ihre Flügel stutzen oder sagen sogar: „Nun beruhige dich mal und sei wie die anderen Hühner. Sieh mal hier, diesen schönen Hühnerhof mit all den leckeren Würmern und Maden. Was soll es schon Besseres geben?“

„Ich bin sicher, dass wir unser Potenzial nur in dem Maße ausschöpfen, wie wir auch mit Widrigkeiten umgehen können. Winston Churchill sagte: „Gemeisterte Schwierigkeiten sind gewonnene Möglichkeiten,“ und diesem Ausspruch stimme ich voll und ganz zu. Wenn Sie sich von Schwierigkeiten und Problemen frustrieren, einschüchtern oder entmutigen lassen, dann werden Sie diese niemals überwinden. Schauen Sie ihnen stattdessen ins Auge; überwinden Sie die Widrigkeiten, mit denen Sie zu tun haben; weigern Sie sich, mittendrin aufzugeben; drängen Sie mit dem Geist eines Bezwinger weiter vorwärts! Und dann werden Sie die notwendige Fähigkeit und Entschlusskraft entwickeln, die Sie brauchen, um Ihr ganzes, von Gott gegebenes Potenzial zu entfalten und alles erleben, was Gott für Sie bereithält.“

Ja, Joyce Meyer liefert eine schier endlose Reihe Steilvorlagen. Wer es sich gerade gemütlich im Leben eingerichtet hat, mag das ungern hören.
Wer jedoch mit der eigenen Weisheit am Ende ist, mit dem Ziel vor Augen dringend neue Kraft braucht oder wer schon lange darauf wartet, dass sich der Wind endlich dreht, wird in diesem Ratgeber einen unfassbaren Schatz finden. Einen Schatz, der immer wieder das Wort Gottes und seine Versprechen für uns in den Mittelpunkt rückt.
Wer findet, dass das eigene Dasein in dieser Welt mehr ist als arbeiten, essen, schlafen und Rechnungen bezahlen, und es mehr geben muss als „Da-sein“, entdeckt in diesem Buch einen kraftvollen Begleiter.

aufmerksam, glaubhaft

„Ich bin es nicht wert, dass du mich liebst“: Lebenslügen entlarven

„Aus den Ängsten, nicht genug zu bekommen, nicht genug Anerkennung, nicht genug Geld, aus der Angst, nicht dazu zugehören oder zu kurz zu kommen, hatte sich mein erstes Leben gespeist.“
Bodo Janssen in „Die Stille Revolution“

Batz! Dieser Satz knallte mir voll ins Gesicht.
Lebenslügen lenken uns unbewusst und begrenzen unseren Lebensweg. Sie engen uns ein, halten uns klein, zementieren Ängste.
Das Gemeine an Lebenslügen ist, dass wir sie selbst nicht erkennen. Als Taktgeber und Denkmuster sind sie in unsere DNA übergegangen. Scheinbar sind sie untrennbar mit uns verbunden. Nur selten haben wir genug Abstand und einen klaren Blick auf uns selbst, um diese inneren Grenzen zu entlarven.

„Ich habe nichts Besseres verdient (als das, was ich erlebe).“
„Ich muss mir Liebe und Vertrauen erst erarbeiten.“
„Ich muss immer mein Bestes geben, sonst überholen die anderen mich und ich bin die/der Letzte.“
„Wenn ich erst das Examen geschafft habe / den passenden Partner gefunden / ein Baby bekommen / ein Reihenhaus gekauft habe, werde ich endlich glücklich sein.“
„Ich bin nicht liebenswert und muss mich deswegen immer perfekt schminken und anziehen / anderen Gefallen tun / teure Geschenke machen, damit die anderen nicht merken, wie fehlerhaft ich bin.“
„Das Verhalten / der Erfolg meiner Kinder bestimmt meinen Wert als Mutter (und damit als Mensch).“

Wenn wir diese und andere Lebenslügen lesen, denken wir oft „Wer kann denn so einen Blödsinn denken und danach sein Leben ausrichten?“ Selbst, wenn Freundinnen erzählen, wie sie ihren persönlichen Taktgebern und Angstmachern begegnen, weisen wir noch jede Ähnlichkeit zu unseren eigenen Gedankengängen ab.
Ich habe selbst noch keinen zuverlässigen Weg gefunden, hinter meine Kulissen zu schauen und den blinden Fleck sichtbar zu machen. Bisher bin ich auf plötzliche Geistesblitze oder erhellende Lektüre angewiesen.
Umso glücklicher bin ich, wenn sich der Vorhang ein Stück hebt und ich Lebenslügen am Genick packen und ins Licht ziehen kann.

Zwei passende Lieder: Truth to be told von Matthew West und King of my heart,Bethel Worship

aufmerksam, glaubhaft

Dein Leben ist ein wilder, wunderschöner Garten

„Für viele Menschen ist Chaos ein negatives Wort. Chaos ist etwas, das in Ordnung gebracht werden muss: es muss ausgemerzt oder zumindest versteckt werden, um die Illusion von Ordnung zu erzeugen, auch wenn es sich nur um einen vorübergehenden Zustand handelt. Nach dem allgemeinen Verständnis ist Chaos eine destruktive Kraft, die man schnell in den Griff bekommen muss, damit wieder Ordnung herrscht – sowohl in unseren persönlichen Bereichen, als auch in unserem Arbeitsalltag. Aber was wäre, wenn es eine andere Art gäbe, Chaos zu sehen?
Was, wenn Chaos etwas Gutes wäre?
Was, wenn es die Wurzel jeglicher Kreativität wäre?
Was, wenn es die Voraussetzung für jedes Wachstum wäre, sowohl im persönlichen Bereich als  auch bei den von uns geführten Menschen und Organisationen?
Was, wenn es der Nährboden für soziale Veränderung und Umgestaltung wäre?“

aus: „Dein Leben ist ein wilder, wunderschöner Garten“ von Danielle Strickland, Gerth Medien

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Auf der Suche nach einer neuen Kirche: Zwischenstand

Im Januar berichtete ich, dass ich nach zwölf Jahren in der gleichen Kirche eine neue Heimat suche. In meiner Generation sind alle primär mit ihren Kindern beschäftigt und nur wenige Kontakte haben die Kluft zwischen sechsköpfigen Haushalten auf der einen Seite und Double-Income-No-Kids auf unserer Seite überlebt. Wenn im Anschluss an den Gottesdienst nur noch fünf Minuten oberflächlicher Small Talk stattfindet, empfinde ich das als sehr schade. Auch das Interesse am Gottesdienst selbst hatte sich abgenutzt: Nach Jahren voller Choräle mit der Orgel und klassischer Kirchenchöre brauchte ich dringend Abwechslung. Dennoch ist es ein großer Schritt, aus einer Kirche, wo ich alle kenne, hinein in eine Gemeinde, wo ich niemanden kenne, zu wagen. Zum Glück fand ich gleich in der ersten Gemeinde einen Gebetskreis, der sich direkt um die Ecke im Nachbarstadtteil trifft. Mit einem straffen Ablauf von gemeinsamem Singen, Lesen in der Bibel und gemeinsamem Gebet. Nachdem mein ursprünglicher Gebetskreis sich immer selten traf und immer weniger Fokus hatte, genieße ich die zuverlässigen wöchentlichen Treffen sehr.

Die Gemeinde, die ich jetzt besuche, besteht vorrangig aus Menschen im Alter zwischen zwanzig und Mitte vierzig. Alles läuft über einen Beamer und die Musik der Band ist so laut, dass ich mich morgens um zehn Uhr erstmal mit Ohrstöpseln ausstatte. Getragene Choräle aus dem Mittelalter werden abgelöst durch christlichen Rock und Pop bei gefühlt 120 Dezibel: Das nenne ich einen Kontrast! Ganz so heftig hätte es nicht sein müssen, ich bin gern für eine ausgewogene Mischung zu haben. Früher hatte ich Tränen in den Augen, wenn es endlich ein Lied gab, das jünger war als ich. Jetzt habe ich Tränen in den Augen, wenn ein Lied die Erfahrung früherer Generationen in sich trägt. Keine Kirche ist perfekt, in jeder finden wir etwas, das uns anspricht, und etwas, das wir verzichtbar finden. So auch hier…
Was mich wirklich mitreißt ist der greifbare und authentische Glaube aller, mit denen ich in Kontakt komme. Hier erlebe ich lauter Menschen, die mit Gott im Alltag unterwegs sind. Die berichten, wo Gott ihnen geholfen hat, und ihn beim Wort nehmen. Die sich darauf verlassen, dass Gott ihre Gebete erhört, statt es lediglich zu erhoffen. Die sich gegenseitig ermutigen und herausfordern. Die frei und ehrlich über ihren Glauben sprechen und SkeptikerInnen einladen.
Nach jedem Gottesdienst stehen Menschen zum Gebet bereit. Wer zu ihnen geht und die eigene Lage schildert, erfährt Unterstützung im Gebet: Für die kranke Oma, angespannte Situationen im Beruf, gekündigte Wohnungen, die Autoreparatur trotz Geldmangel, was auch immer. Auf diese Weise bin ich meine qälenden Migräneattacken erfolgreich losgeworden. Und trauen sie sich doch noch einmal, mich lahmzulegen, hilft eine gemeinsame Runde Gebet. Gott wirkt, das wird hier sehr deutlich.

Gleichzeitig genieße ich es sehr, fast niemanden zu kennen und damit anonym zu bleiben. Niemand möchte mich für Kinderstunden, den Seniorenkreis oder die Geburtstagspost verpflichten. Niemand kennt meine Interessen und Begabungen, sodass ich mich an einem ausgedehnten Urlaub vom Ehrenamt erfreue. Nach zwölf Jahren war das dringend nötig… Meine monatliche Spende erhält momentan keine Kirche, sondern „terre des femmes“, eine Menschenrechtsorganisation für Frauen weltweit. Bis ich erneut Mitglied werde und mich im Ehrenamt einbringe, beglückt mich mein „Sabbatical“. Gleichzeitig erlebe ich im Hauskreis Gemeinschaft und Feedback im Gespräch, sodass ich nicht in den Weiten der modernen Großstadt-Gemeinde untergehe. Der ideale Mittelweg für mich momentan.

 

aufmerksam, glaubhaft

Love it, change it or leave it: Eine Frage der inneren Freiheit

Anfang der Woche traf ich eine Logopädin, mit der ich sonst nur im Vorübergehen ein paar Worte wechsle. Jetzt hatten wir Zeit, uns ungestört zu unterhalten, und ich berichtete ihr, was seit meinem Ausstieg als Logopädin passiert ist. Dabei hatte ich zwar nicht den Eindruck, mich rechtfertigen zu müssen, aber sehr wohl gut erklären zu sollen, wie es zur beruflichen Veränderung kam.

Außerdem rief eine Diakonisse (evangelische Variante von Nonne) an und fragte, warum ich nicht mehr in den Gottesdienst käme. Dass ich inzwischen einen anderen Gottesdienst besuche, hat sich offensichtlich nicht zu ihr herum gesprochen. Dass ich nach zwölf Jahren und fünf Ehrenämtern in der gleichen Kirche Lust auf etwas Neues hatte, ließ sie nicht gelten: „Aber du hast dich doch so engagiert! Du warst doch voll dabei!“ Ja, und? Was für elf Jahre gepasst hat, muss sich im zwölften Jahr nicht mehr gut anfühlen. Glücklicherweise sind wir alle freie Menschen und können einen Arbeitsplatz oder eine Kirchengemeinde verlassen, wenn das unser Wunsch ist. Mit keinem von beiden sind wir verheiratet, und sogar Ehen darf man scheiden, wenn keine Chance auf Veränderung besteht.

Dabei habe ich den Eindruck, dass besonders Menschen aus dem sozialen Bereich sich sehr schwer tun, ihren inneren Wunsch nach Aufbruch in die Realität umzusetzen: „Was werden all die SchülerInnen / PatientInnen / SeniorInnen / KundInnen ohne mich tun? Wie wird sich meine Kündigung auf das Team auswirken? Und meine Chefin ist gerade in der Midlife-Crisis: Kann ich ihr das jetzt wirklich antun?“
Oft genug habe ich erlebt, das unglückliche Kolleginnen aus einem Loyalitätsgefühl in ihrem Alltag verharrten, statt sich nach etwas Neuem umzusehen. Und wem tut das gut? Meiner Einschätzung nach niemandem. In Gottes Augen sind wir zu hundert Prozent wertvoll und einzigartig, die reale Marktwirtschaft sieht das deutlich anders. Die Wahrscheinlichkeit, dass wochenlang Tränen fließen, nur weil die Friseurin / Kindergärtnerin / Ärztin / Therapeutin / Käseverkäuferin den Arbeitsplatz wechselt, ist eher gering. Ja, auch ich habe schon erlebt, dass eine Mutter mit ihrer Tochter quer durch die Stadt fährt, nur für eine Dreiviertelstunde Logopädie in meiner „neuen“ Praxis. Das war eine Patientin von 37.

Natürlich möchten wir niemanden verletzen, indem wir unser Leben umkrempeln und Kolleginnen oder Vereinsfreundinnen hinter uns lassen. Wobei die, mit denen uns eine wirkliche Freundschaft verbindet, weiter unser Leben bereichern werden. Und umgekehrt. Alles andere sind oberflächliche Verpflichtungen, an die wir uns klammern, um nicht den veränderten Lebensbedingungen in die Augen sehen zu müssen.
Wenn ich mich an einem Arbeitsplatz nicht weiter entwickeln kann, gehe ich. Wenn die Gehaltserhöhung zu lange auf sich warten lässt, auch. Wenn ich alles erreicht habe, was ich erreichen wollte, und mich eine neue Herausforderung lockt, sowieso. Dass ich dabei viele Beziehungen zu Menschen beende, mit denen ich die letzten Jahre verbracht habe, ist unumgänglich. Aber selten so dramatisch, wie wir es uns ausmalen, um den Konsequenzen auszuweichen. Wobei auch Stillstand Konsequenzen hat, die uns ängstlichen Gewohnheitstieren nur weniger einschneidend vorkommen.

 

 

Wenn in meiner Kirchengemeinde kaum noch positive Beziehungen gelebt werden, die Predigten mich langweilen und das Ehrenamt eine öde Pflicht wird, dann kann ich mich sehr wohl entscheiden, mir etwas Neues zu suchen. Und solange das Neue eine andere Kirchengemeinde und nicht Buddha oder Allah ist, verstehe ich nicht, wie man sich darüber aufregen kann. Ja, früher haben die Leute von der Wiege bis zur Bahre ihr Leben in der gleichen Gemeinde verbracht. Nur: Früher ist früher und heute ist heute. Und auch früher waren ChristInnen nicht sechzig Jahre in der gleichen Kirche permanent zufrieden, das haben sie lediglich für sich behalten.
Davon unabhängig ist für mich das einzig Wichtige, dass meine Beziehung zu Gott lebendig und gesund ist, völlig egal, wie der „Verein“ heißt, den ich sonntags morgens besuche.

Wenn du an dem Punkt, an dem du gerade steckt, verharrst, profitiert niemand. Du meinst, damit alle (außer dir selbst) zufrieden zu stellen, aber das halte ich für eine Lüge. Niemand möchte eine Ehefrau / Angestellte / Kollegin / Sportskameradin haben, die permanent frustriert und innerlich abwesend ist. Völlig egal, wie sehr wir uns früher für das Unternehmen / die Praxis / die Familie / den Verein eingesetzt haben und was wir alles erreichten: Früher ist früher. Und jetzt ist jetzt.
Was uns heute nicht gut tut, macht uns kaputt. Wenn wir es nicht mehr lieben können wie vor Jahren, nicht mehr verändern können wie noch vor einigen Monaten, dann bleibt uns nur noch, innerlich und äußerlich zusammen zu packen und zu gehen. Das fällt natürlich einigen leichter als anderen. Aber alle sind sich der Konsequenzen wohl bewusst und wissen, dass es keine Alternative gibt. Wenn sie es vor lauter Angst vor dem Neuen zugeben könnten.

Daher plädiere ich an alle, ihre FreundInnen / KollegInnen / VereinskameradInnen zu unterstützen und zu loben, wenn sie sich verabschieden und zu neuen Zielen aufbrechen.
Sie sind mutig!
Sie sind engagiert!
Sie sind weise!
Viel mehr, als wenn sie um der Bequemlichkeit und der „Freundschaft“ willen in einem Lebensabschnitt verharren, der sie einengt und lahmlegt.
Party!
Unsere Freundin hat den Mut, sich zu trennen!
Unsere Kollegin hat den Mut, sich selbstständig zu machen!
Unsere Laufpartnerin hat den Mut, auszuwandern!
Das ist ein Grund zur Freude!
Wenn wir uns gegenseitig im Wunsch nach Veränderung unterstützen, profitieren wir alle. Weil wir über uns hinaus wachsen, gemeinsam und allein. Das tut uns und unserer Gesellschaft gut! Viel mehr, als wenn wir uns gegenseitig kritisieren, weil wir die anderen am Ausbrechen hindern wollen. Wenn wir uns wechselseitig kleinhalten und Veränderungen bestrafen, leben wir in einem engherzigen, unversöhnlichen, frustrierten Umfeld. Wollen wir das wirklich? Oder tut es uns allen nicht viel besser, wenn wir den anderen etwas zutrauen und sie ermutigen, die nächste Etappe in Angriff zu nehmen?!
Es lebe der Neuanfang!

 

aufmerksam, glaubhaft

Gebet „Miteinander unterwegs“

 

Miteinander unterwegs

Öffne mir die Augen, Gott,
damit ich deine Spuren auf dem Weg vor mir sehe.

Öffne mir die Ohren, Gott,
damit ich deine Stimme im Flüstern des Winds höre.

Öffne mir den Mund, Gott,
damit ich im Alltag nach dir frage.

Öffne mir den Geist, Gott,
damit ich mich auf deine Perspektive einlasse.

Öffne mir das Herz, Gott,
damit ich andere unterwegs begleite.

Öffne mir die Hände, Gott,
damit ich unerwartete Möglichkeiten ergreife.

Öffne den Knoten der Sorgen, Gott,
damit ich jeden Tag voll Vertrauen los laufe.

Amen

© Marie Krüerke

aufmerksam, feminin, kreativ

Thementafel, um Ziele sichtbar und greifbar zu machen

 

Wenn Veränderungen und neue Ziele im Raum stehen, ist immer wieder auf´s Neue die Frage, wie sie sich realisieren lassen. Neben den tatsächlichen Schritten im realen Leben hilft es, sich kreativ mit dem Ziel auseinanderzusetzen. Zum Beispiel mit einer „Themen-Tafel“, wie ich sie nenne. Dazu sammle ich aus Zeitschriften und Werbeblättern lauter Bilder, die mir gefallen und die im weitesten Sinne etwas mit dem Ziel zu tun haben. Dabei brauchen die Fotos und Zeichnungen nur für mich einen Sinn ergeben: Die Bilder meiner Themen-Tafel könnten sowohl bedeuten, dass ich dringend ein Kind gebären will (bloß nicht!) oder einen Garten anlegen möchte (leider nicht…). Sie können genauso gut ein eigenes Yoga-Studio darstellen. Die Wahrheit liegt natürlich ganz woanders, aber das ist ja egal: Hauptsache, ich finde die Fotos schön und sie lösen positive Gefühle in mir aus.

 

 

Sobald ich mit der Bilderauswahl zufrieden bin, klebe ich sie auf ein mindestens DIN A 3 großes Papier. Rund um die Fotos schreibe ich dann, was genau ich mir wünsche. Wie immer, wenn es um Ziele geht, formuliere ich alle Begriffe und Sätze positiv. Worte wie „nicht“ oder „weniger“ oder andere Verneinungen müssen draußen bleiben!
Zum Schluss brauche ich einen guten Platz, wo ich meine Themen-Tafel aufhängen kann. Damit ich sie täglich sehe und die positiven Bedeutungen innerlich immer tiefer ins Bewusstsein sinken. Das hilft einerseits, um auf dem Weg keine faulen Kompromisse zu schließen – die würden sich mit den positiven Bildern und Begriffen beißen. Und andererseits entwickelt alles einen Einfluss auf uns, womit wir uns täglich umgeben. Bewusst und unbewusst. Außerdem fokussiere ich mich beim Gestalten der Themen-Tafel darauf, für das eigene Ziel die passenden Vorstellungen zu suchen und zu finden. Das Ergebnis zeigt sich in meinem konkreten Veränderungsprozess, weil ich immer besser ausdrücken kann, was mir wichtig ist.

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