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Sport rund um den Plöner See

Der Plöner See und die umgebenden Seen liegen in der Holsteinischen Schweiz und gehören zu den saubersten Gewässern Deutschlands. Ideal für aktiven Urlaub, und weil der Körper Kraftstoff braucht, folgt auf den Sport in Kürze der Artikel „Schlemmen rund um Plön“.
Wir starten mit einer Kanutour einmal um das Plöner Stadtgebiet, beginnend bei dem Kanuverleih, rund um die Prinzeninsel, durch einen verwunschenen Kanal und über mehrere kleine Seen zurück zum Ausgangspunkt. Die Prinzeninsel hat einen sehr schönen Strand inklusive kostenlosen Strandkörben, auch für Radfahrende und SpaziergängerInnen ein wunderbarer Platz für eine Pause!
Das Restaurant Seeprinz liegt quasi im Plöner See und hat einen Anlegesteg für WassersportlerInnen, um zum Mittagessen direkt auf die Terrasse steigen zu können.
Die Segelschule Plön bietet neben Segelbooten auch SUPs und Tretboote an, mit sehr humanen Preisen und nettem Personal.

Wer mit dem Rad unterwegs ist, kann auf dem Stockseehof Himbeeren ernten und die Gartenausstellung anschauen. Unter großen Linden ist ein Biergarten aufgebaut, leider mit teuren Preisen und Massenabfertigung.

Das Dorf Dersau liegt nahe des Stocksees am südlichen Ende des Plöner Sees. An der Hauptstraße wartet ein Häuschen voller Bücher auf alle, die entweder ihren eigenen Roman tauschen oder gegen eine kleine Spende ein Buch mitnehmen wollen. Inklusive dem „Weg zu tiefer Befriedigung“ nebenan – damit die SportlerInnen abends die Beine hochlegen und schmökern können.

Im Wald hinter Dersau begrüßt ein Briefkasten voller Briefe alle Spaziergänger, die einen neugierigen Blick riskieren wollen. Daneben steht eine Bank für die verdiente Pause, leider gibt es hier derzeit viele Mücken: Der einzige Ort, wo sie rund um Plön unterwegs sind.

Die 5-Seen-Fahrt ist ideal, um etappenweise zu wandern und sich über das Wasser mitnehmen zu lassen. Passagiere können überall zu und aussteigen, Ziel ist Malente am Dieksee, von dort geht es wieder zurück nach Plön. Wer mag, läuft ab Malente am Kellersee entlang nach Eutin mit der historischen Altstadt und dem Schloss, zurück nach Plön fährt die Bahn.

Wer auch die Finger spielen lassen will oder zwischen den aktiven Tagen eine Runde im Ferienhaus pausiert, findet in der traumhaften PatchWerkstatt fantastische Stoffe und eine kompetente Anleitung. Falls Regentage den Bewegungsdrang trüben, ist damit für Abwechslung gesorgt.

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Hamburgs heimliche Höhepunkte: Der Kupferteich in Poppenbüttel

In der Serie „Hamburgs heimliche Höhepunkte“ führe ich zu vielfältigen Zielen in und um Hamburg. Für HamburgerInnen rege ich zu Ausflügen ins Grüne an und verlocke TouristInnen, die Stadt jenseits der City kennenzulernen.


Heute unternehmen wir eine Runde zum Kupferteich in Poppenbüttel, Hamburgs Norden:
Entweder mit dem Fahrrad ab dem Bahnhof Ohlsdorf (Linien S1 und U1 sowie Busse) oder ab dem Bahnhof Poppenbüttel (Linie S1 sowie Busse) zu Fuß oder ebenfalls mit dem Rad.
Wer eine ca. 20km lange Route wünscht, startet in Ohlsdorf mit dem Rad und fährt den Alsterwanderweg immer nach Norden bis zum Hohenbuchen-Park in Poppenbüttel. Wer in Poppenbüttel eine kürzere Runde zu Fuß (ca. 7 km) an der S-Bahn beginnt, läuft den „Heegbarg“ hinab bis zum mehrspurigen „Saseler Damm (Ring 3)“ und folgt ihm bergab. Dort führt eine Brücke über die Alster, hier biegen wir ins Alstertal ein und kommen als erstes an der Poppenbütteler Schleuse vorbei.

Wir folgen dem Alsterwanderweg nach Norden. Am Hohenbuchen-Park halten wir uns links und laufen am Gelände eines inklusiven Bio-Bauernhofs entlang. Wer mag, kauft hier Pflanzen und landwirtschaftliche Erzeugnisse am Stand unter uralten Buchen. Bezahlt wird über eine Vertrauenskasse, der Stand ist durchgehend (auch am Wochenende) bestückt. In einem Halbkreis wandern wir um den Bauernhof, während unter uns die Alster in einer Schleife verläuft. Dann nehmen wir den Weg nach links, um an der Mellingbek (kleiner Bach) auf die „Poppenbüttler Hauptstraße“ zu kommen. Wir überqueren die Straße und gehen in die Wohnstraße „Kupferhammer“, die nach wenigen Metern in einen Park übergeht.
Nun wird es ganz einfach: Wir spazieren den Weg entlang, der uns direkt zum Kupferteich bringt. Dort kühlen wir die Füße im Wasser, lassen den Hund baden oder picknicken auf der Wildblumenwiese.


Wer mag, läuft einmal rund um den Kupferteich und die selbe Strecke wieder zurück.
Ebenso gut lässt sich von hier aus das Wittmoor Richtung Lemsahl-Mellingstedt und Duvenstedt erkunden, dazu folgen wir den Sandwegen Richtung Norden und queren den „Eichelhäherkamp“. Wer mit dem Fahrrad eine ca. 20 km Runde fährt, kann dem „Kupferteichweg“ am Pferdehof entlang folgen, die „Harksheider Straße“ kreuzen und neben der Baumschule wieder in die Natur eintauchen: Hier liegen der Hummelsee und der (sehr grüne) ehemalige Müllberg, von dem aus der Blick bis zur Elbe schweift. Die Tour kann wetterbedingt abgekürzt werden und endet dann an der U-Bahn Kiwittsmoor oder wir bleiben beim ursprünglichen Plan und landen wieder in Ohlsdorf: Dazu den asphaltierten Wegen durch die Hummelsbüttler Wiesen folgen, und die „Hummelsbüttler Landstraße“ bis zu ihrem Ende abfahren.

Wer sich weitere Ausflugsziele in und um Hamburg wünscht:
Das Raakmoor, von Poppenbüttel über Bergstedt nach Farmsen, der Bramfelder See, Gut Karlshöhe, das Museumsdorf Volksdorf, die Vierlande, im Stadtpark, das Wittmoor, am Leinpfad, entlang der Alster in Eppendorf, das Bergedorfer Schloss, das Wellingsbüttler Torhaus, der Norderstedter Stadtpark, Arboretum Ellerhoop.

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Hamburgs heimliche Höhepunkte: Unterwegs im Raakmoor


Das Raakmoor liegt zwischen Hummelsbüttel und Langenhorn in Hamburgs Norden. Mit der U-Bahn-Linie U1 an der Station „Fuhlsbüttel Nord“ ist es zu Fuß gut zu erreichen, auch per Bus 24, wenn man die Haltestellen „Am Schulwald“ oder „Lademannbogen“ benutzt.

Gleich zu Beginn, am südlichen Ende, laden viele Mirabellenbäume zum Klettern und Naschen ein.
Gegenüber schaut ein Pony durch die Hecke…

Der Wald öffnet sich bald, um den Blick von Aussichtspunkten immer wieder auf das Moor freizugeben. Insgesamt ist das Raakmoor dicht bewaldet, aufgelockert von Birken an Bächen und zwei Teichen, an denen Bänke zum Picknicken einladen.
Wer das Paakmoor als Auftakt für eine längere Wanderung nehmen möchte, kann von hier aus am Müllberg (der als solcher wirklich nicht zu erkennen ist) vorbei Richtung Wittmoor laufen, das wesentlich größer als das Raakmoor ist. Jetzt blüht dort die Heide…

Hamburgs heimliche Höhepunkte, immer grün und kostenlos:
durch Wiesen und Wälder
– das Nottinghill Norddeutschlands
– entlang der Alster
– am Leinpfad
– im Stadtpark
– das Wellingsbüttler Torhaus
– auf dem Gut Karlshöhe
– am Bramfelder See
– im Museumsdorf Volksdorf
– am Bergedorfer Schloss
– in den Vierlanden

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Norwegen ohne Auto: Aktivitäten rund um Volda nahe Alesund

Volda ist eine kleine Stadt südlich von Ålesund, direkt um die Ecke liegt ein Flugplatz, der mehrfach täglich von Oslo angeflogen wird. Diverse Buslinien und zwei Fähren verbinden Volda mit der Umgebung. Wer ohne Auto unterwegs ist, findet hier Ausflugstipps und Ideen für Unternehmungen. Massentourismus ist Volda komplett fremd, aber (fast) alle sprechen fließend und gerne englisch. Es gibt sogar einen Skilift, sodass neben dem in Norwegen üblichen „Querfeldein-Langlauf“ auch Abfahrtsski praktiziert wird.

1.) Den Hausberg von Volda, Rotsethornet, hinauf klettern: Von 0 m auf  570 m
Der Rotsethornet erhebt sich steil hinter Volda am Fjord. NorwegerInnen deklarieren ihn als „leichte Wanderung für Familien mit Vierjährigen, locker für einen Nachmittag machbar, Lebensgefahr“. Ja, so sind sie, die NorwegerInnen: Berge, an deren Felsen man sich mit Seilen und Metallketten hochziehen muss, sind „für Kleinkinder leicht machbar“. Als Nächstes verweisen sie auf die Lebensgefahr an den Hängen zum Fjord hin und erwähnen nebenbei, dass dort schon mehrfach Wandernde in den Tod gestürzt sind. Ja klar.

Also, der Rosethornet ist steil und für Ungeübte nur mit Klettern auf allen Vieren zu erklimmen. Der Ausblick ist wunderbar, wenn es nicht spontan regnet und die Landschaft im Nebel verschwindet – aber das gilt für alle Gipfel in der Region. Auf halber Strecke gibt es eine Schaukel, mit der man fast über den Abgrund schaukeln kann.

2.) Mit der Folkestad-Fähre über den Fjord und den Kornbegsveten hinauf, vorbei am überhängenden Felsen Galten: Von 0 m auf 577 m
Von Volda aus fährt die Folkestad-Fähre in 12 Minuten über den Fjord. An Bauernhöfen vorbei geht es deutlich sanfter als den Rotsethornet hinauf. Der Zwischengipfel Galten lädt zu Fotos über dem Fjord ein. Hinter dem Gipfel des Kornbegsveten liegt eine offene Hütte, in der man sich unterstellen, am Feuer Kaffee kochen und sogar übernachten kann (zumindest sah es schwer nach einem hölzernen Bettgestell aus). Dahinter geht es deutlich steiler auf einem schwer zu erkennenden Pfad zurück zum Fjord hinunter: Soweit möglich den roten Punkten folgen und die Trampelpfade der Schafe nutzen.

3.) Den Melshornet zwischen Volda und Ørsta hinauf wandern: Von 0 m auf 807 m
Von Volda aus beginnt die Wanderung auf den Melshornet entspannt über Schotterwege im Wald. Bald bleiben die Fichten zurück, durch offenes Land führt die Schotterstraße bis zu einem See und einigen (leider verschlossenen) Hütten, die versprengt in der Umgebung liegen. Nach dem See geht es deutlich steiler bergauf, der Weg zum Gipfel besteht später nur noch aus Felsen. Wer einen anderen Weg als die Schotterpiste zurück nach Volda nehmen möchte, folgt den roten „Stikk ut!“-Pfeilen durch sumpfiges Gebiet auf extrem schmalen Pfaden. Einen Weg nach Ørsta hinab haben wir nicht entdecken können.

4.) Mit dem Rad den Voldafjord Richtung Ørsta fahren
Wir starten in Volda am Hafen und folgen der Straße Berkneset den Voldafjord entlang um die Spitze und hinein in den Ørstafjord auf dem Sjøvegen. Links schauen wir über die Fjordlandschaft, rechts ragen die Berge hoch oder es öffnen sich Wiesen mit Bauernhöfen. Zwischendurch pflücken wir Johannisbeeren am Straßenrand und kommen an freilaufenden Hühnern vorbei. Die E39 nehmen wir als Rückweg nach Volda, vorbei am Flughafen Hovden.

5.) Mit dem Bus nach  Ålesund
Die Altstadt von Ålesund brannte 1904 in einer einzigen Nacht lichterloh und wurde anschließend im Jugendstil wieder aufgebaut. Ålesund liegt über mehrere Inseln verteilt kurz vor dem Atlantik, sodass der Blick vom Stadtberg Aksla bis zum Meer schweift. Die Stadt kann gut zu Fuß erkundet werden, nur zum wirklich sehenswerten Aquarium, das 3,7 km außerhalb des Zentrums liegt, zieht sich der Weg etwas. Von Volda aus fährt ein FRAM-Bus mit Fähre und durch Tunnel bis nach Ålesund: Einmal einsteigen, am Ziel wieder aussteigen, sehr zuverlässig.

6.) Mit dem Bus nach Runde
Die Vogelinsel Runde liegt nahe Ålesund im Atlantik. Mit zwei bis drei Mal umsteigen fahren Busse ab Volda nach Runde, dabei überqueren wir die Inselketten mit Brücken und durch Tunnel. Wer zum Runde Fyr (Leuchtturm) und den Vogelfelsen möchte, steigt an der Endstation aus. Ab dem Campingplatz beginnt der Wanderweg über die grasige Insel. Wer wegen der Papageitaucher herkommt: Sie brüten von April bis Ende Juli / Anfang August, den Rest des Jahres leben sie draußen auf dem Meer.

7.) Mit dem Bus nach Nordfjordeid
Diese Tour haben wir nicht unternommen, sie stand aber noch auf dem Plan: Nordfjordeid liegt am Ende des namensgebenden Nordfjords. Die kleine Stadt ist das Zentrum der Fjordpferde, der berühmtesten norwegischen Rasse. Ein süßes historisches Stadtviertel und ein frisch eröffnetes Museum zum größten bisher gefundenen Wikingerboot laden zum Entdecken ein. Wie immer fährt ein FRAM-Bus, entweder mit Fährfahrt nach Folkestad und von dort aus per Bus oder im weiten Bogen mit Umsteigen nach Nordfjordeid.

 

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Wilde Wunderlandschaft: Spätsommerlicher Blumenstrauß

„Einfach mal eine Runde Luft schnappen,“ hilft dann, wenn der Kopf vor lauter Problemen oder zu wenig Pausen ganz verdreht ist. Viel zu oft vergesse ich, dass ich nur aus der Haustür treten brauche und schon fünf Minuten später an der Alster durch die Natur spazieren kann. Zu Beginn habe ich noch einen straffen Stechschritt drauf und wühle in meinem Kopf herum, aber nach einiger Zeit legt sich der Gedankenwust und ich nehme meine Umgebung intensiver wahr. Kurz darauf fange ich schon an, Kiefernzapfen zu sammeln und Blumen zu pflücken. Das passiert ganz von allein, ich bin einfach eine olle Sammlerin. Minimalismus ist nicht so meins, weswegen ich ständig meine Eichörnchenartigen Haufen aus gesammelten Dingen aufräumen muss… 😉

In diesem Fall stehen die Sammelstücke in diversen Flaschen und bilden ein lockeres Arrangement aus Wildkräutern und Ästen voller Beeren. Bei uns im Viertel entdeckte ich einen wunderbaren Holzapfelbaum, der mir all die Jahre entgangen ist. Wo hier gelbe und grüne Holzäpfel wachsen, weiß ich, aber diese wunderbaren roten habe ich erst jetzt gefunden. Auf einen Schaschlikspieß geschoben bringen sie noch mehr Strahlkraft in das blumige Durcheinander.

Rinde von Platanen sammelte ich ebenfalls und bohrte mittig ein Loch hinein. Durch das Loch schob ich die Kräuter und Zweige, sodass die Rinde eine horizontale Ebene bildet und zusätzlich Spannung bringt.

Verlinkt mit FloralFridayFoto, Holunderblütchen und Freutag.

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Urlaub auf Kimitoön /Kemiösaari: Tipps für Ferien im finnischen Nichts

Unser Urlaub am gefühlten Ende der Welt im winzigen Dorf Kulla auf der Insel Kimitoön (schwedische Bezeichnung) oder Kemiösaari (finnischer Name) war voller Erlebnisse. Laut Satellitenkarte gab es dort nichts außer Wäldern, Feldern, Seen und Ostseearmen. Tatsächlich können mit dem Fahrrad oder dem örtlichen Überlandbus vielfältige Touren unternommen werden. Im Internet sind die Informationen höchst dürftig, wer also jemals rund um Dragsfjärd Urlaub macht, findet in diesem Artikel alle nötigen Informationen.
Supermärkte gibt es in Dragsfjärd, Genböle (laut Ortsbezeichnung zu Dragsfjärd gehörig) und Dalsbruk am südlichen Ende der Insel. Gemüse wird direkt vom Hof im Söderlångvägen südlich von Dragsfjärd verkauft. Frische Erdbeeren, Frühkartoffeln, Eier und ähnliches steht immer wieder am Straßenrand in kleinen Buden zum Verkauf, bezahlt wird über eine Vertrauenskasse (alle vertrauen darauf, dass der passende Betrag eingeworfen und nichts gestohlen wird).

Badestellen gibt es in Dalsbruk und Dragsfjärd direkt im Ort. Besonders schön ist der Strand in Olmös, nordwestlich von Dragsfjärd. Weicher Sand, kaum Steine, viele blaue Häuschen zum Umziehen, eine Toilette und mehrere Rettungsboote. Mit dem traumhaften Blick in die Schärenlandschaft war es schnell unsere liebste Badestelle.
Die weißen Rettungsboote liegen überall vertäut, weil sich bei Unfällen die Menschen hier selbst helfen müssen. Rettungsringe und eine Telefonnummer für den Notfall sowie Instruktionen sind an einem Schild neben dem Boot festgemacht. In Finnland liegen diese Boote jahraus, jahrein an ihrem Platz, in Deutschland hätte sie längst jemand aus Spaß zum Rudern missbraucht oder gestohlen…

Gleich südlich von Dragsfjärd liegt Labbnäs, ein sehr hübscher Hof. Große, sehr ästhetisch gestaltete alte Räume laden zum Essen, Tanzen und Singen ein. Sie liegen im Erdgeschoss, darüber befinden sich Zimmer zum Übernachten.

Hier treffen sich Vereine, das Dorf lädt zum abendlichen Singen oder zum winterlichen Bad im See ein, in der Scheune wird geheiratet. Wir haben dort den jährlichen Flohmarkt besucht und Laxsoppa (Lachssuppe) gegessen. Wer sich über die nächsten Veranstaltungen informieren möchte, sollte unbedingt die schwedische oder finnische Version der Seite besuchen, auf englisch wird der Eventkalender nicht gepflegt!


Meine liebsten Wörter im skandinavischen Raum sind „Loppis“ oder „Loppemarknad“: Flohmarkt. Auf finnisch „Kirppis“, aber hier im Süden Finnlands sprechen die meisten BewohnerInnen des Schärengartens schwedisch. „Betala vad du kan“ auf den Schildern neben den Verkaufskisten bedeutet „Bezahle, soviel du kannst / magst“ und auch hier gibt es oft Vertrauenskassen.
Die dänische Variante sind Straßenstände mit dem Schild „Antik og gammel“, was „antik und alt“ bedeutet.

Wer der Straße aus Dragsfjärd, an Labbnäs vorbei, weiter in den Süden nach Dalsbruk folgt, kommt in einem lebhaften Küstenort an. Ein Segelhafen, diverse Cafés und Restaurants, Supermärkte und Fachgeschäfte versammeln sich hier. Direkt am Hafen steht ein zauberhafter Buchladen, der außerdem Kunstkarten, Poster, Geschenkpapier, Kunsthandwerk und Selbstgemachtes verkauft. Auch eine Kiste voller englischer Bücher für einen Euro das Stück wartet auf LiebhaberInnen. Falls es in Finnland jemals regnen sollte, lässt es sich hier wunderbar stöbern und mit neuer Lektüre versorgen.
Anfang Juli findet jedes Jahr in Dalsbruk das Festival „Baltic Jazz“ statt.

Wer Kunst und Äpfel liebt, sollte nach Söderlångvik fahren:
Der elegante Gutshof vereint ein Museum mit damaliger Einrichtung und moderner Kunst in einer Galerie. Ein ländliches Café, ein Laden mit Handgemachtem und viele Apfelwiesen bevölkern das Anwesen. Direkt am See gelegen, bietet sich das Gut als Ausgangspunkt für Spaziergänge an. Wer jemals etwas über den Verleger Amos Anderson wissen wollte: Er hat das Gut 1927 gekauft, was in einer extra Ausstellung gewürdigt wird.


Seltsame Robben, bunt bemalt und mit Fisch im Maul, stehen nicht nur in Söderlångvik: Auch in Turku und Helsinki haben wir sie entdeckt. Mein Mann meinte, es sei vielleicht ein nationales Suchspiel…
Neben moderner Kunst räkeln sich auch nacksche griechische Damen oberhalb der Apfelfelder. Abwechslung muss sein, dachte sich wohl der gute Amos Anderson.

Kimito / Kemiö, die namensgebende Hauptstadt der Insel, ist reichlich seelenlos und nichtssagend. Nur das Museum „Sagalund“ ist ganz charmant, hier wird das ländliche Leben vor hundert Jahren dargestellt.
Alle Orte sind leicht per Rad oder mit dem pünktlichen, stets leeren Überlandbus zu erreichen.
Den Tagesausflug nach Turku/Åbo und unseren Aufenthalt in Helsinki stelle ich in separaten Artikeln vor.
Hier erschien der einleitende Beitrag über Urlaub in den finnischen Schären.

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Hamburgs heimliche Höhepunkte: Der Bramfelder See

Der Bramfelder See liegt zwischen dem Ohlsdorfer Friedhof, dem zweitgrößten Parkfriedhof der Welt, und Steilshoop, einem sozialen Brennpunkt. Allerdings scheint es in den letzten Jahren dort freundlicher geworden zu sein… Rund um den See führt ein Weg, immer wieder öffnet sich der Wald zu Wiesen und Lichtungen. Überall sind RadfahrerInnen, Familien mit Hund und Jugendliche zum Grillen unterwegs.

Besonders schön ist es im Frühling, wenn die ersten hellgrünen Blättchen die Bäume wie eine Wolke überziehen. Und im Herbst, wenn das Laub sich in kräftigen Farben verwandelt und die Baumkronen wieder luftiger werden. Im Sommer ist der Wald rund um den See so dicht, dass er manchmal etwas schwermütig wirkt. In der Hitzewelle der letzten vier Wochen bieten sich dafür umso mehr schattige Plätze an…

Öffentlich ist der See mit der S-Bahn S1 an der Station „Rübenkamp“ zu erreichen. Von dort aus der Hebebrandstraße in die Nordheimstraße folgen, beides sind recht kurze Abschnitte entlang einer Hauptstraße. Beim Supermarkt „familia“ in den Eichenlohweg einbiegen und dem Fußweg durch die Kleingärten folgen, während die Straße nach rechts abbiegt. Auf dem Fußweg entlang der Friedhofsgrenze und einer anderen Kleingartenkolonie weiter laufen, bis der See, beginnend mit kleineren Tümpeln, erreicht ist. Der Weg vom Bahnhof bis zum See ist einen guten Kilometer weit. Wer mag, fährt die Strecke von zwei Stationen mit den Bussen 118 und 26 Richtung Farmsen / Rahlstedt.

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Ausflüge rund um Hamburg: Lustig durch Lauenburg

Lauenburg eignet sich als Ausgangspunkt und Ziel einer Radtour hervorragend. Unter der Bedingung, dass das Rad außerhalb der Altstadt geparkt wird: Das Kopfsteinpflaster bricht (gefühlt) jede Speiche und jeden Knochen. Backsteinhäuser und Fachwerkkaten reihen sich entlang der alten Gassen eng aneinander. Töpfereien, Werkstätten und Cafés laden zum Eintreten ein.

Ganz offensichtlich wohnt hier „Lotta aus der Krachmacherstraße“, denn genauso hat Astrid Lindgren deren Zuhause in einer windschiefen, ansteigenden kleinen Straße beschrieben.

Die „Promenade“ an der Elbe ist ein buckliger Zementweg, weit entfernt von allem, was wir sonst unter Promenade verstehen. Dafür ist das Wasser der Elbe zum Reinfallen nah…

Eine Terrasse oberhalb des Stroms mit Bänken und Café gibt es dann doch jenseits des holprigen Wegs am Elbufer. Hier steht die Statue des „Rufers“, der, wenn ich mich richtig erinnere, damals das Boot am anderen Elbufer herbei gerufen hat.

Die sogenannte Askanierblick ist ein Aussichtspunkt am alten Rathaus und Schloss, von dem der Blick weit über das Urstromtal der Elbe schweift.

Natürlich gibt es auch eine wunderschöne Kirche, während eine andere Kapelle auf unserer Route entlang der Deiche mit vielen liebevollen Angeboten für Passanten zum Verweilen einlud.

Wir wechselten von Lauenburg aus die Elbseite: Von Schleswig-Holstein nach Niedersachsen. Dort radelten wir immer am Elbdeich entlang. Vorbei an einer Windmühle, vielen Schafen, blühenden Apfelbäumen, Kuh- und Schweineställen und diversen Reiterhöfen.

So folgten wir dem Strom Richtung Mündung, bis wir in Stöckte ankamen. Dort nahmen wir einen Schlenker entlang von Storchenwiesen, bis wir Winsen-Luhe erreichten und hier in den Regionalzug zurück nach Hamburg stiegen.
Wer gern radelt, fährt von Hamburg aus bis Büchen mit dem Zug. In Büchen beginnt die Tour am Elbe-Lübeck-Kanal entlang bis Lauenburg und von dort aus führt der Weg bis Lüneburg – oder in entgegen gesetzter Richtung.
Wer es gemütlicher mag, steigt in Büchen in den Zug Richtung Lüneburg um und verlässt die Bahn in Lauenburg.
Eis-Cafés und Konditoreien gibt es ebenso wie gelegentlich einen Supermarkt unterwegs entlang der Strecke, sodass niemand hungern und darben muss. Wobei unser mitgebrachtes Picknick auf dem Elbdeich definitiv ein Höhepunkt war. Neben dem Kuckuck, der uns während der 50 Kilometer entlang des Stroms beharrlich verfolgte….

Weitere Ausflüge rund um Hamburg: Schwerin, Travemünde, Stadtpark Norderstedt, unterwegs in Ostholstein

 

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Einmal zum Durchatmen ans Meer, bitte!

 

Es gibt eine Werbung, die auf eine Aussage baut, die ich vollkommen unterstütze: „Weg sein muss sein!“ Ja, bei mir muss „weg sein“ definitiv regelmäßig sein. Einfach nur hundertzwanzig Kilometer weit raus aus Hamburg reicht da schon völlig. In diesem Fall verschwand ich für ein verlängertes Wochenende nach Eckernförde. Es gibt definitiv spannendere Ziele, aber wer einfach nur draußen unterwegs sein möchte und gleichzeitig Lust auf einen Bummel durch viele kleine Geschäfte hat, ist hier richtig.

Mittwochs und Samstags ist rund um das Rathaus und die Nicolai-Kirche Wochenmarkt, selbst im Februar gibt es hier die volle Auswahl an Ständen: Ideal, um sich mit regionalen Nahrungsmitteln zu versorgen. Gleich um die Ecke, in der Sankt-Nicolai-Straße, liegt die Konditorei Heldt. Die Auslage der Köstlichkeiten erinnerte mich an Kindheitstage im Urlaub an der Nordsee, direkt fühlte ich mich in eine Konditorei damals zurück versetzt. Handwerklich und geschmacklich überzeugend, definitiv einen Versuch wert!

 


Die gesamte Innenstadt bietet viele inhabergeführte Geschäfte und Manufakturen wie die „Bonbonkocherei“ in der Frau-Clara-Straße. Etwas abseits in der Ottestraße / Ecke Gudewerdtstraße befindet sich das Second-Hand-Geschäft „Klamotte“, in der sich viele Schätze entdecken lassen.

 

 

Schätze lassen sich auch im „Tauschkasten“ mitnehmen, der am Grünen Haus hängt, das den „Eine-Welt-Laden“ beherbergt. Hier darf man sich heraus nehmen, was gefällt, und stattdessen eine andere Kleinigkeit zurücklassen. Zum Glück hatte ich noch das Tee-Ei in Form eines Seepferdchens im Rucksack, das neulich Inhalt des „Grabbelbüdels“ während einer meiner Veranstaltungen war. Es passte perfekt dorthin und war bereits kurz darauf, als ich auf dem Rückweg vorbei kam, verschwunden.

 

 

Wenn Dreimaster in der Kirche hängen, weiß ich, dass ich richtig bin: Nichts beweist so eindeutig, dass ich den Urlaub am Meer verbringe. Eine wunderschöne Kirche mit berührender Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt.

 

 

Ein Tipp für einen Spaziergang oder eine Radtour nördlich der Innenstadt ins Grüne:
Wer der Straße „Vogelsang“ am Hafen entlang folgt, kommt kurz darauf über das „Jungmannufer“ in den Wald auf dem Louisenberg. Der Waldweg mündet auf eine Landstraße. Der Landstraße nach links knapp 200 Meter folgen und in den Feldweg Richtung Gut Hemmelmark einbiegen. Über die Hügelkuppe und auf der anderen Seite hinab bietet sich kurz darauf ein Blick auf das schöne Gut: Erst das Torhaus, dahinter die Wohngebäude.

 

Sollte hier jemals eine Wohnung frei werden, wende man sich bitte vertrauensvoll an mich… 😉

Zurück auf dem Feldweg der 90° Kurve folgen und entlang des Militärgeländes Richtung Campingplatz zum Meer hinunter fahren. Im Februar liegt der Campingplatz wie ausgestorben, sodass endlose, ungestörte Spaziergänge am Strand möglich sind. Nur unterbrochen von zauberhaften Schneeglöckchen.

 

 

Wer mag, schlägt sich querfeldein durch die Brombeeren und wirft einen Blick auf den Hemmelmarker See und die Rückseite des Gutshofs. Kurz darauf gewinnt der Weg an Höhe und führt auf ein Steilufer. Die umgefallenen Baumstämme am Strand bieten den idealen Picknickplatz.
Oben im Wald wird der Weg zu einem Trampelpfad über das Feld (sehr matschig!) und mündet in einen sandigen Trampelpfad an den Dünen. Angesichts des schönen Wetters und der zahlreichen Blickfänge entlang des Wegs verlor ich unterwegs die Orientierung und fand mich schlammbespritzt und müde im Nichts der winterlichen Landschaft wieder. Doch wie immer während des Wochenendes ergab sich auch in diesem Fall im passenden Moment Hilfe. Dank des freundlichen und attraktiven Radfahrers, der mir entgegen kam, schöpfte ich neuen Mut und fand bald über einen Feldweg nach Gut Hohenstein (auch sehr hübsch) und zurück auf die Landstraße „Waabser Chaussee“, die mich wieder nach Eckernförde führte.

 

 

Eine weitere Route, die definitiv besser zu Fuß als mit dem Rad erlebt werden sollte, führt südlich der Eckernförder Altstadt Richtung Altmark. Dazu der „Berliner Straße“ Richtung Kiel aus der Stadt folgen und am Waldrand in die Straße „Kiekut“ einbiegen. Am besten das Fahrrad direkt anschließen und den Waldweg Richtung Mövenberg entlang laufen. Ein durchmischter Buchenwald zieht sich oberhalb einer Steilküste entlang und mündet am Abhang auf den Strand. Zurück geht es entlang des Steinstrands oder auf einem befestigten Weg unter dem Steilufer.

 

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Hamburgs heimliche Höhepunkte: Heideblüte im Wittmoor

Ein kleines Quiz für alle Hamburgerinnen:
Sehen wir hier ein Foto aus der Lüneburger Heide in Niedersachsen?
Oder aus der Fischbeker Heide an Hamburgs südlichem Stadtrand?
Oder aus dem Wittmoor an Hamburgs nordöstlichem Stadtrand?

Tatsächlich blüht aktuell die Heide im Wittmoor zwischen Lemsahl-Mellingstedt, Duvenstedt (beides Hamburg) und Norderstedt (Schleswig-Holstein).
Der NABU veranstaltet hier öffentliche Führungen und freut sich anschließend über eine kleine Spende.

Neben Heideflächen gibt es ausgedehnte Wiesen, Waldstreifen, Sümpfe und viele Obstbäume von früheren Siedlern.

Die große Artenvielfalt beinhaltet auch Eidechsen und Kraniche.
Eine geführte Wanderung lohnt sich besonders, um einen ersten Einblick in das Naturschutzgebiet zu bekommen und Wissenswertes über die Geschichte des Moores zu erfahren.

Das Wittmoor ist zu erreichen über die Straße „Fiersbarg“ in Lemsahl-Mellingstedt mit der gleichnamigen Bushaltestelle der Linien 176 und 276. Ebenso über die Straße „Mesterbrooksweg“ in Duvenstedt, gleiche Buslinien. Beide starten bzw. enden am S-Bahnhof „Poppenbüttel“. Oder über Glashütte und die Buslinie 278, die zum U-Bahnhof „Ochsenzoll“ fährt. Oder mit der Buslinie 178, die zwischen der S-Bahnstation „Poppenbüttel“ und der U-Bahnstation „Garstedt“ verkehrt.

Bisher erschienen unter „Hamburgs heimliche Höhepunkte“:

Rund um das Bergedorfer Schloss
Spaziergang zum Wellingsbüttler Torhaus
Grüne Perlen entlang der Alster
Historische Architektur und romantische Ecken am Leinpfad

Ausflug außerhalb Hamburgs zum Dassower See und Pötenitzer Wiek