aufmerksam, kreativ

Kindermund: Die Teller amüsieren sich

Szenen aus meinem Alltag als Logopädin

Junge, 5 Jahre alt, meinte nach kurzem Nachdenken zur Abbildung eines Hufeisens: „Handschellen.“

Ein anderer Junge, ebenfalls 5, mit dem ich gerade in den letzten Zügen bezüglich des /sch/ bin, verknotete sich mehrfach die Zunge, als wir „Spülmaschine“ übten: Es war grundsätzlich eine „Spielmaschine“.

Ein weitere Junge, auch 5 Jahre alt, stellte sich nach einer Therapiepause erneut vor. Dementsprechend durchlief er den üblichen phonetisch-phonologischen Artikulationstest PLAKSS von A. Fox und begann angesichts des Bildes eines gestreiften Strumpfes (die norddeutschen Kinder sagen nie „Strumpf“, sie sagen alle „Socke“ – schade für das Testergebnis) zu erzählen: „Dem Osterhasen gehört die Socke, da sind Bonsche drin.“

aufmerksam, feminin, kreativ, Werkstatt

Unikate: Blaue Herzen

Mit diesen Herzen habe ich schon vor Langem angefangen, sie beiseite gelegt und nun wieder hervor geholt, um sie zu vollenden:
Sie sind aus blauem und gestreiftem Blusenstoff (maritime Herzen), einfarbig blauem und mit Blüten bedrucktem Jersey genäht. Je nach Stoff habe ich sie mit Perlen bestickt, Rosen oder Schleifen aufgenäht und Anker aufgebügelt. Die Herzen sind mit hochwertigen Volumenflocken gefüllt und dadurch sogar waschbar.
Alle haben ein Satinbändchen zum Aufhängen.

 


Sie kosten pro Stück 6,- Euro.

aufmerksam, feminin, kreativ, Werkstatt

Werkstatt: Vorher- Nachher mit brauner Strickjacke

Nachdem ich diese braune Strickjacke schon einige Jahre trage und jedes Mal die Wärme, die sie mir gibt, schätze, aber das langweilige Design nicht, habe ich sie nun endlich mit neuen Knöpfen aufgehübscht.
Viele meiner Kleidungsstücke ändere ich, damit sie perfekt sitzen, besser zu meinen Proportionen passen oder interessanter aussehen. Bisher fiel mir die „Vorher-Nachher“-Idee immer erst danach ein – jetzt war ich schlau und habe erst ein Foto gemacht und dann mit dem Nähen begonnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

aufmerksam, glaubhaft, liebevoll

Schätze aus Bremen

Gerade komme ich von zwei Fortbildungstagen aus Bremen zurück: „Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS) – Möglichkeiten einer frühen Erfassung und Intervention“ mit Manfred Flöther (Oldenburg). Ein sehr kompetenter, mitreißender Referent mit viel Engagement für betroffene Kinder sowie interdisziplinären Austausch. Solche Leute braucht das Land! Ich bin sehr dankbar, dass ich an dem Seminar teilnehmen konnte.

Dankbar bin ich auch für die Zeit heute am späten Nachmittag nach dem Ende des Seminars, da ich noch durch’s Schnoor-Viertel gebummelt bin. Ich liebe die verwinkelten Gassen, die schiefen Fachwerkhäuschen und die Nähe zur Weser.
An dieser Stelle schließt sich der Kreis innerhalb meiner Einträge in dieser Woche: Ich habe mir über Konsum und Kultur Gedanken gemacht und habe heute beides genossen. Den intensiven fachlichen Austausch mit Kollegen vom frühen Morgen bis zum Nachmittag, und dann das Schlendern und Stöbern in den Geschäften im Schnoor. Da ich sowohl die Bahntickets für Freitag und Samstag als auch heute noch Geld in den schönen Lädchen Bremens ausgab, war es ein teures Wochenende – aber ein tolles!

Meine Bremer Schätze:
– das Seminar-Skript und meine Teilnehmer-Bescheinigung
– die Wiederentdeckung eines Buches aus meiner Zeit vor dem Examen, das ich aus meinem Bücherregal fischte und am Freitag in der Bahn vorbereitend las
(Leonhardt/ Zaiß: „Hörgerichtet fördern“ von Beltz)
– einen schönen Kettenanhänger mit einer großen und einer kleinen Perle
– einen „antiken“ kleinen Handspiegel (wird wohl aus den 50ern sein)
– Amethyst-Stücke, aus dem Stein geschlagen
– leckere Nußschnitte, die ich an der Weser in der Sonne gegessen habe, hinter mir ein Osterglockenmeer in den Wallanlagen.

Und das Beste war, dass ich in Hamburg in die S-Bahn nach Hause stieg und mir gegenüber eine Frau ein Buch mit dem Titel „Gib niemals auf“ auspackte. Ich meinte, mit einem Blick auf den Umschlag das Foto von Joyce Meyer erhascht zu haben, war mir aber nicht sicher. Die Frau las die letzten Seiten des Buches, und als sie es zuklappte, fragte ich, ob der Band von Joyce Meyer sei und ob ich einmal hineinschauen dürfte. Daraufhin reichte sie es mir herüber, sagte: „Ich hab’s durch, Sie können es behalten!“ und begann, an die Umsitzenden Karten von der Autorin und ihren Auftritten im Fernsehen zu verteilen.
Ich hatte vor, nach dem ganzen Trubel während der Woche und in Bremen morgen den Gottesdienst zu schwänzen und stattdessen auszuschlafen. Damit ich trotzdem geistig und seelisch versorgt werde, hat Gott mir eine nette Frau mit genau dem Thema vorbei geschickt, das mich gerade beschäftigt! Hätte ich mich nicht getraut, eine Fremde nach ihrer Lektüre zu fragen, hätte ich’s verpasst.

Danke, Gott.

aufmerksam, glaubhaft

Andacht: Gefühle – was sie mit uns machen und warum es sich lohnt, auf Gott zu vertrauen, statt den Emotionen das Ruder zu überlassen

Dies ist der Anbetungsteil, den ich für den Gottesdienst am vergangenen Sonntag vorbereitet habe. Nneka hat als Prä- und Postludium sowie vor dem Anbetungsteil wunderbar gesungen und dem Gottesdienst eine ganz eigene Prägung gegeben (Mehr zu Nneka unter http://www.nnekaworld.com/de/home).
Die Lieder stammen wie immer aus “Feiern & Loben – Die Gemeindelieder”
Hänssler Verlag / Bundes-Verlag / Oncken Verlag 2003

 

Deine innersten Gefühle kannst du mit niemandem teilen – im tiefsten Leid und in der höchsten Freude ist jeder Mensch ganz allein!“
Sprüche 14, 10

„Durchforsche mich, o Gott, und sieh mir ins Herz, prüfe meine Gedanken und Gefühle!
Sieh, ob ich in Gefahr bin, dir untreu zu werden, dann hol mich zurück auf den Weg, der zum ewigen Leben führt!“

Psalm 139, 23-24

 

Einleitung:
Ich bin froh, dass es sie gibt – Gefühle. Sie machen uns menschlich und lebendig, durch sie ist das Empfinden von Glück möglich. Aber oft verwirren sie mich auch, sodass ich nicht weiß, wem ich vertrauen soll – den Gefühlen oder dem Verstand. Besonders, wenn sich Emotionen wie Angst und Verunsicherung oder Enttäuschung und Wut in mir breit machen und kaum noch Platz ist für etwas anderes.

 

Lied 402: Wie ein Strom von oben


Manchmal gelingt es mir in aufgewühlten Momenten, von mir weg zu schauen und zu versuchen, einen Blick auf das große Ganze zu bekommen. Wir können nicht aus Gottes Perspektive und in seinen Dimensionen sehen, aber ich merke, dass es mir gut tut, den Emotionen nicht das letzte Wort zu lassen. Es lohnt sich, sich zu besinnen und sich Gott zuzuwenden. Sich ihm anzuvertrauen und sich darauf zu verlassen, dass er weiß, wie meine Angelegenheit ausgehen wird.

„Herr, wer dich kennenlernt, der wir dir gern vertrauen. Wer sich auf dich verlässt, der ist nie verlassen.“
Psalm 9, 11

„Denn der Geist Gottes führt euch nicht in eine neue Sklaverei; nein, er macht euch zu Gottes Kindern. Deshalb dürft ihr furchtlos und ohne Angst zu Gott kommen und ihn euren Vater nennen.“
Römer 8, 15

 

Lied 371: Wie ein Fest nach langer Trauer


Bill Hybels sagte in einem Artikel in der Zeitschrift „AufAtmen“:
„Segne, was du segnen kannst.
Danke allen, bei denen du Grund hast zu danken.
Lobe, was lobenswert ist.
Und dann setz einen Haken dahinter.“

Orientiert euch an dem, was wahrhaftig, gut und gerecht, was anständig, liebenswert und schön ist. Wo immer ihr etwas Gutes entdeckt, das Lob verdient, darüber denkt nach.“
Philipper 4, 8

Wer sich aber am Leben freuen und gute Tage erleben will, der setze sich unermüdlich und mit ganzer Kraft für den Frieden ein. Denn Gott sieht mit Freude auf solche Menschen und wird ihre Gebete erhören.“
1.Petrus 3, 10 – 12

 

Lied 384: Das Höchste meines Lebens ist

Gebetsgemeinschaft

 

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aufmerksam, kreativ

Konsum – aber wie?

Mein Auge liebt schöne, ästhetische Dinge – seien es Gegenstände für die Wohnung, Kleider oder Bildbände. Wir konsumieren alle, jede/r nach ihren/seinen Vorlieben. Aber halten die Dinge, die wir kaufen, wirklich, was wir uns davon versprochen haben? Mein Leben ändert sich durch konsumierte Verbesserungsmaßnahmen meistens nicht. Gleichzeitig wird immer wieder wissenschaftlich belegt, dass es uns gut tut, wenn wir uns „etwas gönnen“. Da diese Botschaft unsere Wirtschaft freut und Konsum unser Denken regiert, ist es nur logisch, dass sie eifrig verbreitet wird. Letztlich macht Geld ausgeben aber niemanden glücklich.
In einem Artikel zu diesem Thema in der Zeitschrift „Freundin“ las ich, wie sinnvoll es wäre, Geld in Erlebnisse zu investieren. Und darin finde ich mich wieder: Letztlich kommt es auf die Momente an, in denen wir unseren Horizont erweitern und solche, in denen wir uns selbst sehr nahe sind und „vom Denken ins Spüren kommen“. Sie schaffen Glücksgefühle für den Moment und positive Erinnerungen für später.

Vor Kurzem war ich zu einer Lesung mit Gitarrenmusik („…und alles Sein wird Lauschen“- Plastiken und Skulpturen von Ernst Barlach) in der Zinnschmelze. Da außer mir nur vier weitere Gäste anwesend waren, kam ich mit einer Frau ins Gespräch, die mir prompt eine weitere kulturelle Veranstaltung ans Herz legte. Und so entdecke ich bald wieder etwas Neues….

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Unikate: Tücher mit Streifen und maritimem Flair

Inzwischen habe ich so viele Kissenhüllen, Wärmeflaschenhüllen, Grußkarten, Wimpelketten, Tücher, Herzen und stoffbespannte Leinwände hergestellt, dass ich mich nur noch bei einigen Stücken an den Feinschliff setzen muss und dann damit losgehen kann – auf der Suche nach einem Geschäft, das meine Werke in Kommission nimmt.

 

Als Beispiel für meine heutige Arbeit zwei Beispiele…

Beide Tücher mit Spitze und Perlen am Saum,
sie kosten jeweils 8,50 Euro.

 

Tuch links mit Satinband und appliziertem Anker (für 7,50 Euro,
Tuch rechts bedruckt (für 7,- Euro).

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Buchempfehlung: „Julia“ von Anne Fortier

Gerade habe ich das Buch „Julia“ von Anne Fortier „ausgelesen“, wie man so schön sagt. Es wurde im letzten Jahr schon häufig rezensiert und das zu Recht. Ich könnte jetzt in aller Gründlichkeit, wie es meine Art ist, den Inhalt des Buches wiedergeben und alle wichtigen Handlungsstränge vorab skizzieren, damit die geneigte Leserin sehr gut weiß, worauf sie sich bei dem Roman einlässt. Ich kann es aber auch bleiben lassen – und ein paar Stichworte fallen lassen, Appetit machen und mich alsbald von dannen stehlen…

Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen: Zum einen in der Gegenwart, wo Julia Jacobs` Tante Rose stirbt, die sie und ihre temperamentvolle, egoistische Zwillingsschwester aufgezogen hat. Sie bekommt (vom angeblichen Anwalt) einen Reisepass ausgehändigt, der auf ihren ursprünglichen Taufnamen ausgestellt ist: Giulietta Tolomei. Nun soll sie nach Italien reisen und bekommt unterwegs bruchstückhafte, verworrene Informationen, die etwas mit ihr zu tun haben sollen: Es stellt sich heraus, dass sie die direkte Nachfahrin von Giulietta Tolomei ist, derjenigen, die Shakespeare den Stoff für „Romeo und Julia“ lieferte. Und es gibt einen Schatz, den ihre unter rätselhaften Umständen verstorbene Mutter gesucht und fast gefunden hatte – auf deren Fährte wird sie, von Fäden aus dem Hintergrund gezogen, gesetzt.
Und gleichzeitig laufen die Ereignisse aus dem Jahre 1340 ab, die sich in Siena zugetragen haben, und aus denen über viele verschiedene Legenden schlussendlich Shakespeares Werk wurde (wobei man laut des Buches nicht von „seinem Werk“ sprechen kann, da Shakespeare einen vorhandenen Stoff einfach nur in nette Verse schreiben brauchte, aber gut).

Das klingt jetzt nebulös und ziemlich abgefahren – trotzdem belasse ich es dabei.
Ich bin keine Anhängerin von spannenden Romanen, weil sie mich unheimlich wuschig machen. Dieses Buch ist definitiv spannend – aber auch historisch interessant, unterhaltsam und gelegentlich romantisch (meiner Meinung nach zu wenig, aber um die Liebe geht es nicht vordergründig).
Ich empfehle es, weil es zu den Büchern gehört, die man gründlich liest, statt sie gelangweilt zu überfliegen und weil man dabei in die Handlung abtaucht – zwei der wichtigsten Qualitäten, die ein Buch haben kann.

 

„Julia“ von Anne Fortier,  Krüger Verlag 2010

 

 

 

 

aufmerksam, glaubhaft

Hoffnung, Mut und Zuversicht

Aus dem gestrigen Gottesdienst nach Psalm 31 (Quelle mir nicht genauer bekannt):

Ich verlasse mich auf den Herrn und auf seine Gedanken.

In deine Hände lege ich voll Vertrauen mein Leben.
Auch wenn ich manchmal denke, du hast mich aus den Augen verloren.

Doch dann hörst du meine Fragen,
wenn ich um Hilfe rufe und ratlos bin.

Du nimmst dich meiner an und lässt mich nicht verloren gehen.

Mein Herz ist stark und unverzagt.
Du hast mir das Kleid der Resignation und Trauer ausgezogen
und umgibst mich mit Zuversicht.

Meine Zeit steht in deinen Händen
und mein Leben liegt in deiner Hand.

Perspektiv-Wechsel