aufmerksam, feminin

Konzert mit Agnes Obel

Mit meinem Freund besuchte ich ein Konzert von Agnes Obel. Es ist eine Überraschung gewesen, sodass ich vorher nichts von ihr kannte – außer dem Lied in der Werbung mit den roten Blütenblättern.
Das Publikum war bunt gemischt, viele junge Erwachsene zwischen Mitte zwanzig und Mitte dreißig fühlten sich von der Künstlerin angezogen, das Geschlechterverhältnis war fast ausgewogen. Waren die Männer aus Eigeninitiative anwesend oder weil sie ihre Freundinnen begleiteten? Da die Musik sehr verträumt und oft melancholisch war, hätte ich erwartet, dass es vorrangig Frauen gefällt.
Ihre Stücke ähneln sich alle sehr. Sie begleitet sich selbst am Flügel und hat für den Hintergrundgesang und angenehmes unterschwelliges Brummen eine Künstlerin mit Kontrabass dabei. Dadurch, dass sie einige Lieder nach dem ersten Spielen mit Gesang später instrumental wiederholt, fragt man sich, wie viele Lieder sie eigentlich darbietet. Am Ende des Konzertes klingt alles gleich. Da ihre Musik abseits des Mainstreams eingängig und gefällig ist, stört das nicht. Große Überraschungen oder musikalische Neuentdeckungen sollte man innerhalb des Abends jedoch nicht erwarten.
Ich kann das Konzert denen empfehlen, die ruhige Atmosphäre und Romantik mögen – meinen Freund, der sich ganz besonders für die Romantik dieses Abends verantwortlich fühlte, leihe ich aber nicht aus. 😉

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