aufmerksam, feminin, kreativ

Werkstatt: Bluse mit Blüten

Diese Bluse hat eine schöne feste und gleichzeitig leicht dehnbare Qualität (100% Baumwolle) und eine sehr gute Passform. Ich kaufte sie bei „Eddie Bauer“, zu Beginn war sie weiß mit kirschroten Blüten.
Da mir das Muster nicht hundertprozentig gefiel, färbte ich die Bluse schwarz.
Das Blütenmuster blieb sichtbar, wenn auch in weinrot. Ebenfalls sichtbar blieben die Polyestergarn-Nähte, die die Farbe nicht annahmen.
Den Kragen setzte ich mit einem weißen Stoff (ebenfalls 100% Baumwolle) mit schwarzen Blüten ab und paspelierte die Ärmelsäume zusätzlich mit einem breiten Streifen dieses Stoffes.

 

 

aufmerksam

Erwin der Schwarze

Auf dem Wochenmarkt stand ich heute neben einem attraktiven jungen Mann mit dunkler Hautfarbe. Er schnackte mit dem ebenfalls jungen Verkäufer und ließ sich zum Schluss noch einige Birnen geben. Um die Menge des Obstes auf der Waage abschätzen zu können, schaute er auf die Anzeige der Kasse.
Er (lesend): „Erwin der Schwarze – heißen die Birnen so?“
Verkäufer: „Nö.  Aber irgendwas muss da ja stehen.“

Glücklicherweise war der junge Mann sowohl entspannt als auch intelligent, sodass er sich nicht beleidigt fühlte. Was „Erwin der Schwarze“ auf der Anzeige sollte, ist mir allerdings ein Rätsel – das Internet kennt keine solche Obstsorte.

 

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aufmerksam, feminin

Buchempfehlung: „Der Duft des Mangobaums“ von Jan Winter

Wer sich rechtzeitig auf die länger und schnell dunkler werdenden Abende vorbereiten will, sollte sich dieses Buch aus der Bücherhalle/Bibliothek ausleihen:
Es bietet jede Menge Irrungen und Wirrungen in den 30er und 40er Jahren vor der Kulisse Malayas. Eine junge Frau, Alma, verlässt ihre Heimat Bremen und bricht nach England auf, weil ihr Vater mit seiner Firma Konkurs gegangen ist und es für sie keine Zukunft in Deutschland gibt. Dort lernt sie Howard kennen, sie heiraten und bekommen einen Sohn, Albert. Kurz darauf bricht Howard in die englischen Kolonien auf und folgt seinem Bruder nach Malaya, um dort eine Kautschuk-Plantage zu bestellen. Erst nach anderthalb Jahren folgt seine Frau und findet ihre Ehe mit Howard innerhalb kurzer Zeit aufgrund von Alkoholsucht und Untreue in Scherben vor. Sie lebt sich jedoch, verglichen mit anderen weißen Ladies, sehr gut ein und pflegt enge Kontakte mit den Einheimischen. Bald darauf stirbt Howard bei einem Tigerangriff (so ein Glück) und danach nimmt die Handlung weiter an Fahrt auf, weil Alma einige Zeit später zwischen zwei Männern steht und nicht weiß, in welche Richtung ihre Zuneigung sie zieht…

Dieses Buch ist gut geschrieben, aber kein Meisterstück. Es reicht, um es auszuleihen und gemütliche Stunden auf der Parkbank oder dem Sessel zu verbringen. Besonders schön sind die Schilderungen über die Menschen und die Landschaft Malayas, sodass man sich die Szenen sehr gut bildlich vorstellen kann.

 

Mangroven

 

 

aufmerksam, glaubhaft

Gemeindefreizeit in Plön

Gerade komme ich von der diesjährigen Gemeindefreizeit im „Seehof“ Plön zurück – ein schönes Wochenende mit guten Gesprächen, fröhlicher Gemeinschaft, ehrlichem und tiefgehendem Austausch, Spaziergängen und Entspannung.
Begonnen mit Zeit zur Festigung von Freundschaften während der Hin- und Rückfahrt bei Fahrgemeinschaften im Auto wurden die beiden Tage rundum gut genutzt:
– mein Namensgedächtnis habe ich wieder aufgefrischt
– mehr Kontakte geknüpft und erneuert als mal kurz nach dem Gottesdienst beim Kaffee
– den geistlichen Input genutzt
– von anderen gehört, wie sie ihren Glauben im Alltag leben und erleben
– erzählt bekommen, wer seit Langem treu für mich betet (Wow, Danke!)
– Mahlzeiten genossen, die ich nicht zubereiten brauchte
– viel Natur gesehen und gerochen, frische Luft in den Kopf und den Körper bekommen
– Projekte voran getrieben
– am Lagerfeuer gesessen

Als Überraschung hatte ich vor der Abfahrt zu Hause noch Postkarten mit Segensversen beklebt, die ich dann nach dem Gottesdienst verteilte – auch der Herbergsvater bekam eine. Und obwohl es „nur“ 25 Stück waren und deutlich mehr Personen mitgefahren sind, kam es genau hin. Alle, die eine Karte wollten, bekamen eine – es bleib keine über und keine war zu wenig.
Bei Gott passt alles.

Und für das, was in den nächsten Jahren vor mir liegt an Veränderung und Wachstum, habe ich von vielen Seiten zugesprochen bekommen, dass es passen wird. Im Vertrauen auf Gott zusammen mit den eigenen Schritten auf dem Weg in die nahe Zukunft passt alles, was mir jetzt noch so nebelig und unklar vorkommt, zum richtigen Zeitpunkt zusammen.

Ich bin dankbar für das gemeinsame Abendmahl in kleinen Gruppen im Stuhlkreis, die Gebete füreinander, das Segenslied mit verschränkten Händen (der alte Baptisten-Schlager „Die wir uns allhier beisammen finden, schlagen unsre Hände ein…“ ist immer wieder schön). Auch wenn es wenig Ruhe gab, gehe ich ganz anders in die neue Woche als sonst.
Danke an alle!

aufmerksam, feminin

Werkstatt: Bluse mit Ornamenten in türkis

Diese Bluse aus reiner Baumwolle, Oxford-Gewebe, habe ich meinem Geschmack angepasst:
Sie bekam einen Kragen, Manschetten und Ellenbogen-Flicken aus einem farblich passenden Stoff in petrol und türkis aufgenäht.
Die Länge habe ich am Saum meinen Proportionen angepasst und die Passform mit zusätzlichen Brustabnähern auf Figur gebracht.
Der Saum bekam ein farbiges Band aufgesteppt und die Knöpfe habe ich, statt mit dem vorhandenen weißen Garn, mit türkisfarbenem angenäht.

 

 

 

 

Stoff: „Bryant Park by Khristian Howell for Anthology Fabrics“, vom „Stoffmarkt Holland“

aufmerksam

Kindermund: Gefährliche Geschenke

Szenen aus meinem Alltag als Logopädin

Wir spielen „Pixi hat Geburtstag“, ein visuelles Merkspiel, bei dem von Runde zu Runde mehr Gäste auftauchen, deren Geschenk man sich merken muss (Pixi hat Geburtstag. Der Hase kommt und bringt Blumen mit, die Maus schenkt ihm einen Kuchen, der Frosch einen Luftballon, das Eichhörchen zeigt ein Kunststück usw).
Unter anderem taucht auch ein Reiher auf, den die wenigsten Kinder kennen. So ergab sich folgendes Geschenk:
Kind: „Der Geier schenkt ihm einen Rundflug.“
Na, ob Pixi, der kleine Kobold, von diesem Geschenk wohl lebend wiederkam?!

Stottertherapie, letzte Stunde vor der Therapiepause. Das Mädchen und ich nehmen eine Radiosendung auf, dabei kommt eine russische Sängerin vor. Da die Patientin noch nicht lesen kann, malen wir alles, was in der Sendung vorkommen soll, auf ein Blatt. Als Spickzettel quasi.
Ich zeichne über der Sängerin Scheinwerfer mit buntem Licht und frage: „Kannst du erkennen, was das sein soll?“
Sie: „Klar, Bühnenscheiner.“

Ein Junge, ungefähr sieben Jahre alt, verlässt den Raum meiner Kollegin.
Während er sich die Schuhe anzieht, meint er ganz lässig (ohne Blickkontakt) zu ihr:
„Man sieht sich!“ und steht auf. Als er den Flur schon halb hinunter gegangen ist, ruft er plötzlich ganz ehrlich und ohne Pose über die Schulter: „Hat Spaß gemacht heute!“

aufmerksam, feminin, glaubhaft

Frauen in Nöten

Einen sehr interessanten Bericht auf www.erf.de habe ich gerade entdeckt:

Er nennt sich „Keine Frau treibt gerne ab!“ und ist angenehm sachlich.
Natürlich kann in einem Artikel zum Thema „Abtreibung“ nicht alles gesagt werden, was für eine umfassende Diskussion nötig ist – trotzdem fasst er Wesentliches prägnant zusammen und ich kann ihm in vielen Punkten zustimmen.

Zum Lesen empfohlen:

http://www.erf.de/1-542-3776-Artikel.html?PHPSESSID=1ef14d5c065bf9011895d800fa434915

 

 

Das Foto von „janineomg“ ist zu finden unter http://www.flickr.com/photos/geishabot/4441250565/sizes/o/in/photostream/

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Klartext

 

„Ich bin stark, ich bin ehrgeizig,
und ich weiß genau, was ich will.
Wenn das bedeutet, dass ich eine Zicke bin,
dann soll mir das recht sein.“

 

Warum haben Frauen so viel Angst davor, sich Sympathien zu verscherzen?
Als ob man sein Leben verwirklicht, wenn man auf alle Rücksicht nimmt – beziehungsweise auf das Rücksicht nimmt, wovon man glaubt, dass die anderen es wollen und denken.

Warum sprechen Frauen bei erfolgreichen Leistungen nicht von „erfolgreichen Leistungen“, sondern von „Glück, Zufall und tollen Kollegen?“
Frauen haben allen Grund, ihre Leistungen als solche zu präsentieren und nicht ständig mit
„Das tu ich doch gerne, gar kein Problem, schon erledigt, ging ganz schnell“ unliebsame Aufgaben anzunehmen und anschließend tiefzustapeln. Am Schlimmsten noch unbezahlt – würden Männer nie tun.

Ältere Artikel zu der Thematik:
Hier, dort und dort.

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Kleiderschrank ausmisten und damit Geld verdienen – so geht’s

Da habe ich nun voller Elan den Kleiderschrank ausgemistet und die überflüssigen Pullis zu verschiedenen Second-Hand-Läden geschleppt, nur um zu merken, dass es ohne Strategie nicht geht.

1. Strategie: Kleiderschrank wirklich einmal im Jahr ausmisten, nicht alle zwei Jahre – nach zwei Jahren heißt es nämlich: „Hochwertiges Stück – aber den Schnitt will heute keiner mehr tragen.“

2. Strategie: Sommerkleider Ende Februar in Kommission bringen, Winterkleider Ende Juni.
Wer wie ich denkt: „Och, ist doch alles gut für den Übergang, das kann man gleich von der Theke weg verkaufen“ hat sich geschnitten: Second-Hand-Läden sind inzwischen genauso gewinnmaximiert wie alle anderen Bekleidungsgeschäfte auch und haben ebenso strenge Regeln, was sich verkaufen lässt und was nicht.

3. Strategie: Beim nobelsten Second-Hand-Laden anfangen und „nach unten“ durcharbeiten: Was im gehobenen Segment nicht genommen wird, kommt vielleicht im Nachbarstadtteil noch gut an.

4. Strategie: Auch wenn du feinste Pullöverchen aus hochwertigen, ungetragenen
Seide-Wolle-Mischungen ins Geschäft trägst, kann es sein, dass sie nicht genommen werden.
Kopf hoch, lächeln, wieder raus marschieren und die gute Laune behalten.

 

 

Fingerzeig