aufmerksam, Gäste & Feste

Willkommen zu einem Frühlings-Abend

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Heute wird geknabbert:
Süßes und Salziges in beschwingter, blau-weißer Atmosphäre.
Auf der Etagere haben sich süße Köstlichkeiten versammelt, biologische Bärlauch-Cracker und eine salzige Nussmischung werden separat angerichtet.
Damit sich alle gut bedienen können, sind die Kerzen und Blumen an den jeweiligen Tischenden platziert: So sorgen sie für frische Akzente und erfreuen das Auge, halten sich aber im Hintergrund.

 

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Kerzen in hellgrünen Gläsern setzen frische Akzente, bescheidene Gartenblumen wie Vergissmeinnicht und Bellis (gefüllte Gänseblümchen) holen das Frühlingserwachen ins Haus.
An den Zweigen hängen pastellfarbene Vögel aus Metall sowie zarte Porzellanblüten.

 

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Die Serviettenringe aus weißem Porzellan werden von kleinen Tieren gekrönt, die auf der schlichten Tischwäsche mit einem Augenzwinkern ein besonderes Detail darstellen:
Kleine Hasen, Lämmer und Hähne sind zu entdecken.

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Details wie die verschiedenen Tiere schenken einen individuellen Eindruck, auch wenn über die Tafel verteilt mehrere Gäste die gleichen Tiere an ihrem Platz finden. Indem die verschiedenen Serviettenringe abwechselnd neben die Gedecke gelegt werden, fällt dies selten auf.

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aufmerksam, glaubhaft, kreativ

Im Anflug

 

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Etwas kommt über das Wasser geflogen,
bunte Teilchen sammeln sich in der Luft,
etwas manifestiert sich – aber wir wissen noch nicht, was es wird.
Es ist bunt, es ist energiegeladen, es ist positiv – aber seine Gestalt zeigt sich uns bisher nicht.
Doch es wird näher kommen, sodass wir erkennen, was es ist,
und damit beschenkt werden.

 

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Acrylfarben auf Künstlerpappe

aufmerksam, glaubhaft, liebevoll

Material für den Gottesdienst: „Wort an die Kinder“

„Wir Baptisten“ haben Sonntags im Gottesdienst zwischen den ersten Liedern und der Predigt das sogenannte „Wort an die Kinder“, mit dem die Kinder begrüßt werden und besondere Beachtung erfahren. Im Anschluss verlassen sie den Gottesdienstraum, um ein kindgerechtes Programm zu erleben. Früher hieß es „Sonntagsschule“ und war genau als solche gemeint: Arme Kinder lernten auf diese Weise kostenlos lesen und schreiben.

Nach vielen Jahren, die ich kein Wort an die Kinder gehalten habe (weil ich täglich jede Menge Kinder therapiere und am Wochenende gerne „kinderfrei“ habe), kam mir eine Inspiration, die in meinen Augen wert ist, ein „Wort an die Kinder“ zu werden und mit der Gemeinde geteilt zu werden.

 

Wort an die Kinder zum Thema „Gemeinschaft“

Guten Morgen, ich bin Marie und möchte euch heute etwas zum Thema Gemeinde erzählen.

Ich bin als Kind in einer anderen Gemeinde aufgewachsen, aber sie war so ähnlich wie diese hier. Viele von den Erwachsenen kannte ich, andere nicht, aber alle Erwachsenen redeten mit meinen Eltern und wussten, wer ich bin. Auch wenn ich gar nicht wusste, wie die alten Damen und die nicht so alten Leute alle hießen.
Das geht euch vielleicht genauso: Viele von euch werden mit dem eigenen Namen angesprochen, auch wenn ihr gar nicht wisst, wer das ist, die oder der da mit euch redet.

Jedenfalls ist das Tolle an der Gemeinde, dass man so viele Menschen kennt.
In jeder Gemeinde gibt es eine Ärztin oder einen Arzt, immer gibt es eine Person, die sich mit Reparaturen auskennt, immer gibt es mindestens eine schlaue Lehrerin oder einen Lehrer, es gibt Leute mit viel Geld, die es gerne teilen, und Leute ohne Geld, die dafür anderes beitragen: Sie helfen in der Küche oder machen schöne Musik im Gottesdienst. Zum Beispiel. Alle in der Gemeinde haben etwas Besonderes, das den anderen weiterhilft. Jede von euch kann etwas, das wertvoll und nützlich für alle ist – eines Tages werdet ihr das entdecken.

Im Moment planen ♥ und ich unsere Hochzeit, weil wir uns lieb haben und heiraten wollen. Und es ist toll zu spüren, wie viele Menschen sich darüber freuen, dass wir uns lieben und dass wir das mit allen in dieser Gemeinde feiern wollen. Wenn die anderen sich mitfreuen, dann wird unsere Freude noch viel größer.
Das ist der Trick: Wenn wir traurig sind, gehen wir am Sonntag in die Kirche und reden mit den anderen, dann wird das Traurige kleiner und leichter.
Wenn wir fröhlich sind, gehen wir am Sonntag in die Kirche und erzählen es den anderen, dann freuen sie sich mit und das Fröhliche wird größer.

Manchmal ist es in der Gemeinde auch nicht so schön. Ihr wisst ja, dass Erwachsene sich auch mal streiten. Sie sagen dann „diskutieren“ dazu, aber es klingt, als würden sie sich ganz schön ärgern. Hier passiert das auch: In der Gemeindeversammlung gibt es oft schwierige Themen, die wir alle zusammen besprechen und entscheiden müssen. Und manchmal ärgern sich Menschen aus der Gemeinde dann sehr, weil sie etwas anderes wollen als das, was gerade geplant wird. Dann schimpfen sich die Erwachsenen an, bis wir uns entscheiden, dass wir ein anderes Mal in Ruhe weiter darüber reden wollen. Auch Erwachsene müssen lernen, sich wieder zu vertragen. Hier helfen wir uns gegenseitig dabei.
Ich komme gerne in den Gottesdienst, weil es viel schöner ist, zusammen zu singen und zu beten als allein. Und Jesus freut sich über jede Person, die hier ist.

In der Bibel steht, in Philipper 2, 2:
Es gibt über euch so viel Gutes zu berichten: Ihr ermutigt euch als Christen gegenseitig und seid zu liebevollem Trost bereit. Man spürt bei euch etwas von der Gemeinschaft, die der Geist Gottes bewirkt, und herzliche, mitfühlende Liebe verbindet euch. Darüber freue ich mich sehr. Vollkommen aber ist meine Freude, wenn ihr euch ganz einig seid, in der einen Liebe miteinander verbunden bleibt und fest zusammenhaltet.

Corrie ten Boom, eine sehr schlaue Frau aus den Niederlanden, sagte:
In der Gemeinde Jesu geht es nicht um Sympathie und Antipathie, sondern um das ehrerbietige, liebende Ja zueinander.

 

Gebet:

Gott, bitte segne die Kinder und Jugendlichen und schenke ihnen einen Weg, wie auch sie die Gemeinde liebgewinnen und hier eine Heimat für sich finden. Schenke ihnen den Mut, Fragen zu stellen und uns die Offenheit, darauf zu antworten. Segne unser Miteinander und erinnere uns Erwachsene daran, dass wir Vorbilder sind.

Danke für die Talente, die du in die Kinder und Jugendlichen gelegt hast – hilf uns, sie zu entdecken und zu fördern. Danke für die jungen Menschen, die hier sind, und segne sie.

Amen

aufmerksam, kreativ

Weiße Hyazinthen und grünes Glas

 

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Angesichts meiner Vorliebe für Grün und meiner Schwäche für schöne Glasgefäße brauchte ich nur durch die Wohnung zu gehen, um die nötigen Requisiten für dieses Stillleben zu finden.
Ganz reduziert Ton in Ton wirken die Materialien viel eindrücklicher: Die Luftblasen im Glas, die blauen Sprenkel der Teelichter, die gelben Schlieren im Übertopf.
Auch das Licht auf den weißen Blüten und die verschiedenen Grüntöne auf den Stielen und Blättern der Hyazinthe wirken intensiver und lebhafter bei monochromer Farbgestaltung.

 

Schöne Blumen sind auch bei Holunderblütchen zu finden, weitere kreative Projekte bei Art of 66.

aufmerksam, kreativ

Einen Kranz aus Efeu binden

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Vorher:
Efeu-Ranken sowie verholzte Äste des Efeu, Zwirn zum Zusammenbinden und meine Universal-Schere warten auf ihren Einsatz.

Das Ziel:
Einer Freundin, die ich in ca. einer Stunde besuche und beim Umzug unterstütze, einen schönen grünen Kranz mitbringen, der schlicht und wirkungsvoll einen ästhetischen Akzent im neuen Haus (zwischen Kartons?) setzt.

 

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Zwischenstand:
Aus einem halbrund gewachsenen Efeu-Ast sowie dünneren Ranken ist das Grundgerüst des Kranzes gebunden. Im Hintergrund liegen weitere Ranken, um dem ersten Entwurf mehr Fülle zu geben.

 

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Ergebnis:
Für meinen ersten Versuch, einen Kranz ohne Drahtring oder „Basis“ freihändig zu binden, bin ich ganz zufrieden. Unten sind die letzten Überreste zu sehen….

 

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Weitere selbstgemachte Projekte sind beim Creadienstag, bei Meertje und bei Art of 66 zu entdecken.

aufmerksam, kreativ

Zartes Rosa

 

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Chrysanthemen mit im Garten gesammelten Buchenzweigen ergeben einen reduzierten und durch das zarte Rosa optisch leichten Strauß.
So fröhlich das Gelb der Osterglocken und das Rot der Tulpen knallt, finde ich diese Töne als kleine Pause sehr entspannend….

 

Weitere Sträuße sind zu entdecken bei Holunderblütchen .

aufmerksam, kreativ

Unikat: Fröhliche Bluse in Rot

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Diese Bluse besteht aus einer neu gekauften Bluse mit kurzen Ärmeln sowie einer Second-hand-Bluse, deren Ärmel ich zum Verlängern benutzte. Da ich Blusen am liebsten langärmlig mag, damit ich darunter sowohl lange als auch kurze T-Shirts tragen kann, besitze ich nur wenig kurzärmlige Blusen. Diese hier war jedoch so hinreißend schön, dass ich mir dachte: „Marie, dieses wunderbare Oberteil kaufst du dir und lässt dir etwas Schlaues dazu einfallen.“
Glücklicherweise fand ich second-hand eine Bluse mit dem richtigen Rot, und die Kombination aus Streifen und Blumen kommt sogar in der Bluse (an der Knopfleiste) vor.

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So trennte ich die Ärmel der gestreiften Bluse ab und nähte sie per Hand innen in die Blümchen-Bluse. Die Knöpfe trennte ich an den kurzen Ärmeln ab, weil sie nur störten, und überdeckte es mit dunkelroten Blüten vom holländischen Stoffmarkt.
Unter den Kragenrand nähte ich per Hand ein grünes Satinband, um ihn optisch hervorzuheben.

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Mehr schöne Kleidung ist bei RUMS zu entdecken und weitere kreative Projekte bei Art of 66.

aufmerksam, glaubhaft

Buchrezension: „Die Bibel & ich. Von einem, der auszog, das Buch der Bücher wörtlich zu nehmen“ von A. J. Jacobs

Der Autor ist Journalist bei einer amerikanischen Zeitschrift, lebt in New York und ist theoretisch Jude, praktisch aber Agnostiker. Weil er wissen möchte, warum Menschen der Bibel glauben, was genau darin steht und was passiert, wenn er sich an alle darin enthaltenen Regeln hält, beginnt er ein Projekt: Ein Jahr lang möchte er nach den Maßstäben der Bibel „das Richtige“ tun und seinen verloren geglaubten Bezügen zum Judentum eine Chance geben.
Da die Bibel sich in das deutlich längere Alte Testament sowie das wesentlich kürzere Neue Testament aufteilt, beschäftigt er sich acht Monate mit der jüdischen Thora (dem Alten Testament in der Bibel der Christen) sowie vier Monate mit dem Neuen Testament (das nur die Christen haben).
Einerseits versucht er strikt, alle Gesetze einzuhalten (besonders in der jüdischen Tradition sind diese schier unendlich), andererseits lernt er Juden und Christen verschiedener Glaubensrichtungen kennen. Was genau ist das Zentrum ihres Glaubens? Wie leben sie? Was hat das mit Gott zu tun? Ist das sinnvoll?

Am Ende der Experiments hat er nicht nur zwölf exzentrische Monate hinter sich (Trage ein weißes Gewand, befestige daran Quasten. Rasiere dich nie. Blase zu jedem Monatsanfang das Widderhorn. Berühre niemals eine menstruierende Frau, auch nicht, wenn ihr verheiratet seid. Schlachte ein Huhn. Baue dir eine Laubhütte und schlafe darin. usw. usf.), sondern schaut aus einem anderen Blickwinkel auf Gott und den Glauben.
Er ist toleranter geworden und geneigt, an etwas zu glauben, dass jenseits des menschlich Fassbaren liegt.

Dieses Buch empfehle ich sowohl Personen, die sich für „Religiöses generell“ interessieren als auch für „christliche Insider“. Erstere erleben einen humorvollen, locker geschriebenen Rundumblick auf zwei monotheistische Religionen und deren Glaubenspraxis, letztere reflektieren sich und ihre Mitmenschen dabei aus einem neuen Blickwinkel.