aufmerksam, Gäste & Feste

Frische Farbspritzer

Zitronenfest

 

Für Lottas Aktion „Bunt ist die Welt“ werden diese Woche schöne Teelichthalter gesucht. Dazu fiel mir das „Zitronenfest“ aus dem letzten Jahr ein: Dafür hatte ich einen Bettbezug aufgetrennt und mit gekleckster Textilfarbe gestaltet. Die Teelichthalter in gelb und grün mit ihren Sprenkeln passten hervoragend dazu.
Heute scheint die Sonne wunderbar und es fehlen nur noch frische Farben, daher habe ich für meine Teilnahme an der Aktion dieses Bild ausgesucht.

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Familienhotel in Hamburg

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Vor Kurzem berichtete ich bereits, dass mich Fachbücher aus der Gastronomie und Hotellerie sehr inspiriert haben. Dabei kam mir der Geistesblitz, dass ich mir gut eine Tätigkeit in einem hamburger Familienhotel für mich vorstellen kann. Alle meine Lieblingstätigkeiten wären dabei: Projekte organisieren und durchführen, kreative Zeit mit Kindern und Jugendlichen gestalten, Erlebnisräume schaffen, positive Momente des Miteinanders erleben, für eine liebevolle und ästhetische Atmosphäre sorgen und fröhliche Feste feiern. Völlig begeistert von meiner Idee schaute ich mich im Internet um und fand zum Thema „Familienhotel in Hamburg“ – nichts.
Es gibt in Hamburg kein Familienhotel.
Wir finden Hotels, deren Einrichtung für junge Familien passt und die auch für mehrere Personen bezahlbar sind. Aber Mehrbettzimmer und reduzierte Preise am Frühstücksbuffet für Kinder sind in meinen Augen noch kein „Familienhotel“.
Ein Familienhotel, wie ich es mir vorstelle, hat passende Räumlichkeiten für unterschiedliche Altersgruppen. Es gibt ein buntes Programm von „ruhigen“ Elementen wie Vorlesen, Singen und Basteln über sportliche Aktivitäten bis hin zu Tagesausflügen. Ein abendlicher Babysitter ist Standard, keine extra zu buchende Sonderleistung. Ein geräumiges, grünes Außengelände gehört für mich ebenso dazu wie eine gut ausgestattete Sporthalle. Mehrere Speisesäle in unterschiedlichen Größen sorgen dafür, dass auch die Kleinsten in Ruhe essen können und keinen Overkill von dreißig grölenden Acht- bis Zwölfjährigen bekommen. Passend zu den Jahreszeiten gibt es Schwerpunkte in der Gestaltung der Ausflüge und Betreuungsangebote vor Ort. Die Eltern können die ausgezeichnete Infrastruktur im Hotel als Basis nutzen, während sie einen gemeinsamen Familienurlaub nach eigenen Vorstellungen gestalten. Genauso können die Kinder stunden- und tageweise betreut werden, damit die Eltern beruflichen Verpflichtungen nachgehen oder Zeit zu Zweit genießen können.

Das wäre in meinen Augen ein Familienhotel.
Falls jemand eins in Hamburg eröffnet und noch fröhliche, anpackende Angestellte sucht:
Ich wäre dabei!

 

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Dieses Foto wurde mitten in Hamburg von einem Kanu auf der Alster aufgenommen.
Kanutouren gehören selbstverständlich zum Programm des Familienhotels…

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Buchempfehlungen zu unternehmerisch erfolgreichem Handeln

Vor Kurzem unterhielt ich mich mit einer befreundeten Hebamme darüber, wie es sein kann, dass Therapeutinnen und verwandte medizinische Berufsgruppen in ihrer Ausbildung NICHTS über unternehmerisches Handeln lernen. Als Logopädin war der wertschätzende Umgang mit PatientInnen sowie das Fachwissen alles, worauf es in den Augen der Dozentinnen ankam. Einige Stunden Rechtskunde ergänzten die pädagogischen, linguistischen und medizinischen Fächer, aber Betriebswirtschaft? Das brauchen notorisch unterbezahlte Therapeutinnen doch nicht! Auch Wissen über finanzielle Grundlagen in der Kalkulation,  Standortbestimmung am Markt sowie Führungsqualitäten für tragfähige unternehmerische Entscheidungen- völlig unerheblich…!
An dieser Stelle frage ich mich, ob die ausbildenden Institute es darauf anlegen, dass die Absolventinnen darauf angewiesen sind, reich zu heiraten. Nein, das meine ich nur halb als Witz, keine Logopädin kann langfristig von ihrem Gehalt leben (es sei denn, sie schätzt den Lebensstil notorisch klammer Studentinnen sowie die Aussicht auf Altersarmut).

Vor Kurzem las ich die beiden Bücher „Der clevere Gastronom“ von Franziska Schumacher und „Gewinn steigern!“ von Christoph Trinkl. Ausgangspunkt war, dass ich in der Zentralbibliothek nach Büchern zum Thema „Eventgestaltung“ suchte und in angrenzenden Fachbereichen unterwegs war. Gastronomie und Eventmanagement sind sich überschneidende Branchen, entsprechend fand ich die Lektüre lohnend.
Während des Lesens dachte ich, dass die Inhalte sich fast eins zu eins auf die meisten mittelständischen Betriebe aller Branchen übertragen lassen.
Alle Unternehmen brauchen ein fundiertes Wissen über den Markt und die Konkurrenz. Alle sollten ihre Kennzahlen wirklich prüfen, statt mit ungefähren Zahlen zu hantieren und sich stetig zu verkalkulieren.
Alle müssen bestimmen, was ihre Alleinstellungsmerkmale sind: Warum sollen sich KundInnen, PatientInnen oder KlientInnen für unser Angebot interessieren? Wofür schlägt unser Herz? Was ist unser Angebot und wie einzigartig ist es? Wie sieht unsere Zielgruppe aus, wie erreichen wir sie?
Welche 20% des Einsatzes bringen 80% des Umsatzes? Auf welche Prioritäten fokussieren wir uns, um unnötigen Aufwand und fehlende Gewinne in Zukunft zu sparen?
Wie erhalten wir die Motivation der Angestellten aufrecht? Wie sichern wir ihnen anständige Gehälter und regelmäßige Fortbildungen? Wie funktioniert ein fairer und klar positionierter Führungsstil?
Wie bleiben wir in den ständig wechselnden Gegebenheiten, Trends und Wirtschaftsflauten gewinnorientiert und zukunftsfähig?

Ich kenne genau eine therapeutische Praxisinhaberin vom Hörensagen, die sich darüber fundiert Gedanken gemacht hat. Diese Dame hatte vor vielen Jahren eine (leitende?) Angestellte, die vorher als Bänkerin tätig war. Sie konnte außerdem bereits vor über 15 Jahren aktuelle Statistiken und Zahlen zu allen Bereichen ihres Betriebs vorweisen. Komisch, warum ausgerechnet die ihren Laden im Griff hat?! Eine einzige gut organisierte Praxisinhaberin in ganz Hamburg, eine. Das finde ich schade, für die ganze Branche. Und dass Auszubildende und Studentinnen in diesen wichtigen Bereichen nicht auf wirtschaftliches Denken vorbereitet werden, ist eine unverschämte Katastrophe.
Mir kann es heute egal sein, da ich nicht mehr als Logopädin arbeite.

Davon unabhängig lege ich die Lektüre der beiden Bände allen Quereinsteigerinnen und Gründerinnen ans Herz: Egal, was ihr vorhabt – für die Dienstleistungsbranchen sind hier viele wertvolle Tipps zu entdecken!

 

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