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Wohnungssuche in Hamburg, Teil 2

Eins vorweg: Wer aktuell nicht wohnungssuchend in Hamburg ist und sich zweifelnd fragt, ob die Lage wirklich so dramatisch ist, wie sie dargestellt wird, dem sage ich:
Ja, es ist so schlimm, wie es sich anhört, und schlimmer.
Heute kam ein Bekannter nach dem Gottesdienst auf mich zu, der bei der SAGA arbeitet und wohnungstechnisch an der Quelle sitzt und meinte, dass es NICHTS, aber auch nichts gibt, was er mir anbieten kann (ich hatte ihn neulich um Insider-Informationen gebeten). Als Nicht-Hamburger sollte man wissen: Der Konzern besaß 2008 rund 130.000 Wohnungen und ist das zweitgrößte Wohnungsunternehmen in Deutschland sowie das größte in Hamburg. Wenn jemand die Wohnungssuche in „Musterstadt“ mit der Wohnungssuche in Hamburg vergleicht und seufzt, dann muss ich mich schwer zusammenreißen, um nicht ausfallend zu werden.
Soweit die Vorgeschichte.
Inzwischen gehöre ich der verzweifelten Spezies Großstadtbewohner an, die „Wir suchen eine Wohnung!“-Zettel an Ampel klebt in der Hoffnung, Frau Meier kommt mit ihrer Gehhilfe auf dem Weg zum Wochenmarkt daran vorbei und denkt: „Meinen Platz im Seniorenheim habe ich – und wer nimmt die Wohnung? Ich ruf mal die jungen Leute hier vom Zettel an!“
Selbige Zettel mit Abreiss-Fähnchen verteile ich in der nächsten Zeit in den Hamburger Kirchen und Gemeinden und hoffe auf wohlwollende Unterstützung.
Das ist ein Grund, warum ich Kirchengemeinden mag:
Wo auch immer man hinkommt, trifft man auf eine Gemeinschaft, die gut vernetzt ist und füreinander eintritt – ob im Gebet oder praktisch. Sowohl der eigenen Jugend als auch Neuen in der Stadt wird ein Zuhause angeboten – als Wohnung wie auch als geistige Heimat. Da Freikirchen im Vergleich zu Ortsgemeinden ein großes Einzugsgebiet haben, hoffe ich ganz besonders „unter uns Baptisten“ auf nette Hinweise, denn ich weiß, dass es anderen bereits geholfen hat.
So wird mir sowohl im Gebet als auch ganz pragmatisch durch Anrufe nach dem Motto: „Hallo Marie, Gisela hier, ich hab da eine Idee…“ der Rücken gestärkt und ich werde darauf vertrauen, dass Gott weiß, was er tut – wann und wie auch immer wir letztendlich die passende Wohnung finden.

Das Motto für die nächsten Monate:
Geh auf deinem Weg getrost und ohne Sorgen,

geh mit Gottes Segen, geh ihn mutig voran.
Geh an seiner Hand, du bist bei ihm geborgen.
Er kennt deinen Weg und er kennt auch dein Morgen.
Er wird einzigartig täglich für dich sorgen.

(Heiko Bräuning)

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Konstrukteur der eigenen Wirklichkeit

Wir zitieren den weltberühmten Psychotherapeuten Paul Watzlawick:
„Ich behaupte, wenn es Menschen gäbe, die wirklich zu der Einsicht durchbrächen, dass sie die Konstrukteure ihrer eigenen Wirklichkeit sind, würden sich diese Menschen durch drei besondere Eigenschaften auszeichnen.
Sie wären erstens frei, denn wer weiß, dass er sich seine eigene Wirklichkeit schafft, kann sie jederzeit auch anders schaffen.
Zweitens wäre dieser Mensch in tiefstem ethischen Sinn verantwortlich, denn wer tatsächlich begriffen hat, dass er der Konstrukteur seiner eigenen Wirklichkeit ist, dem steht das bequeme Ausweichen in Sachzwänge und die Schuld der anderen nicht mehr offen.
Und drittens wäre ein solcher Mensch im tiefsten Sinne konziliant.
Natürlich gibt es solche Menschen sehr, sehr selten. Aber wir alle erleben Momente, die irgendwie eine ganz besondere Bedeutung für uns haben. (…)“

aus: „Der Ernst des Lebens. Und was man dagegen tun kann“ von Andreas und Stephan Lebert

Konzilianz (aus dem lat. conciliare versöhnen, ebenso im Italienisch) ist eine soziale Haltung, die sich um Entgegenkommen, Ausgleich und Versöhnung bemüht, Verständnis für den anderen oder auch den Gegner aufbringt. Konziliante Menschen werden häufig als diplomatisch handelnde Menschen bezeichnet, der Begriff Konzilianz ist eher bildungssprachlich verbreitet.

Quelle: Wikipedia, 27.07.2012 13:07 Uhr
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Geheime Schätze

Im Urlaub schauten mein Verlobter und ich die BBC-Reihe „Planet Earth“ an. Dass die Tier- und Pflanzenwelt immer wieder überraschend komplex ist, wissen die meisten von uns, wenn wir vom Schreibtisch weg gelockt werden und man es uns plastisch wieder in Erinnerung ruft.
Die Vielfalt an unterirdischen Höhlen voller variantenreicher Kristalle war für mich beim Anschauen der Dokumentationen besonders überwältigend: Nicht nur die Kristalle als solche, die aus den herausgeschwemmten Partikeln des umgebenden Kalksteins entstehen, sondern auch deren Aufbau in dreidimensionalen Gebilden haben mich begeistert.
Sie befinden sich tief versteckt in Höhlen, und vielleicht kommt in Jahrmillionen mal jemand vorbei, vielleicht aber auch nicht. Einerseits sind sie offensichtlich tot, andererseits aber auch überraschend kreativ in ihrer Entstehung. Im Ökosystem scheinen sie nicht vorzukommen, und dennoch existieren sie – scheinbar ohne jeden „Sinn“.
Da dachte ich: Gott hat wirklich Humor.
Ganz im Geheimen die schönsten Kreationen ohne jeden „Ertrag“ entstehen zu lassen, nur damit er sich daran freuen kann oder um überrascht in Höhlen stolpernde Menschen zu überwältigen. Bestimmt schaut er dort gelegentlich vorbei, bewundert die Schönheit der Kristalle und grinst sich eins…

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Ausflug in den Pfälzer Wald

 

Ein weiterer Rückblick führt uns in den Pfälzer Wald, wo wir unterwegs zum Wandern und Burgruinen bewundern waren.
Uns hat die abwechslungsreiche Landschaft mit Weinanbau, Kapellen auf den Bergen und Burgen sehr gut gefallen. Der ausgesuchte „Premium-Wanderweg“ zeigte uns viel ursprüngliche und variantenreiche Natur und die Burgruine hielt, was sie versprach. Besonders begeisterten uns die vielen unterschiedlichen Eidechsen, die sich an vielen Stellen unterwegs beobachten ließen.

 

 

 

Das Foto der Eidechse stammt von meinem Verlobten, die anderen beiden habe ich aufgenommen.

 

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Insel Mainau

Kurz bevor unser Schiff am Anleger der Insel Mainau ankam, konnten wir über uns einen Zeppelin bewundern – später fing mein Verlobter ihn mit der Kamera erneut über den Blumenrabatten ein.
Zu Beginn waren wir unschlüssig, ob sich der Eintrittspreis für die Insel Mainau lohnen würde: In der vergangenen Woche war es deutlich regnerischer als jetzt, sodass wir nicht wussten, wie lange wir trocken unterwegs sein könnten. Als wesentlich unangenehmer stellten sich jedoch die Mücken heraus… 😕
Insgesamt war der Ausflug sehr abwechslungsreich: Durch die hügeligen Ebenen der Insel ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, unterschiedliche Pflanzen auszustellen. So gab es klassische Rabatten, aber auch terrassierte Staudengärten, romantische Blumenwiesen und Obstgärten. In manchen Bereichen wirkt die Insel sehr naturnah, dann wiederum breiten sich klassische Anlagen mit kurzem Rasen und klar definierten Anpflanzungen rund um den Schloss-Komplex aus. Sehr schön fand ich auch das Schmetterlingshaus, besonders wegen der exotischen Finken und Tauben.
Manches war weniger gelungen: Die „Themenbereiche“ zu verschiedenen Südsee-Inseln wirkten klein und recht verloren im großen Gelände, besonders weil sie meist am Rand der Anlage angesiedelt waren und der Bezug zur Umgebung fehlte. Auch, dass es größere Flächen grüner Pflanzen ohne Blüten gab, wirkte ungünstig. In diesem Fall wuchsen dort Dahlien für die kommende Saison, und gut Ding will Weile haben – auch im pflegeintensiven Park läuft nicht alles im Akkord…
Fazit: Wer sich einen halben Tag Zeit nimmt, Blumen mag und das Eintrittsgeld investieren möchte, kann hier schöne Stunden erleben.

 

 

 

Alle Fotos hat mein Verlobter aufgenommen.

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Guerrilla Knitting am Bodensee

In Lindau wird nicht nur genäht, sondern auch mit quitschbuntem Garn gestrickt und das Stadtbild verändert: „Querrilla Knitting“ oder „Graffitti Knitting“ nennt man die -meist temporären- gestrickten Kreationen an Laternenpfählen, Straßenpollern, Bäumen oder, wie hier, Brunnen.
Meist verschwinden die „Kunstwerke“ recht schnell wieder -weil sie jemandem gefielen? Oder weil eine ordnungsliebende Person sie entfernt und entsorgt hat? Man weiß es nicht….

aufmerksam, kreativ

Unterwegs am Bodensee

Drei Tage lang haben wir Eindrücke und Erlebnisse rund um den Bodensee gesammelt.
Im Nachhinein finden einige der Höhepunkte ihren Eingang auf das Blog:
Sehr gut gefallen hat mir das Stoffgeschäft „Marie Lind“ auf der Lindauer Altstadt-Insel (Ludwigstraße 40), weil es eine schier unendliche Auswahl hochwertiger Stoffe in unterschiedlichen Räumen beherbergt. Dabei sind die Stoffballen und -rollen farblich sortiert und mit stilvollen Lampen in unterschiedlichen Bereichen des Geschäfts arrangiert. Sehr charmant fand ich den offenen Werkstatt-Bereich, wo an Nähmaschinen gearbeitet wurde, während die Damen Freude an einem Schnack hatten. Leider quellen meine Stoffvorräte über, sodass ich es mir verkniff, weiteres Material für spätere Projekte zu besorgen.
Am liebsten würde ich als Ausgleich für meinen Broterwerb stundenweise an der Nähmaschine mitarbeiten – das ist besser, als nach Feierabend allein an der Nähmaschine zu Hause zu sitzen.
Leider ist Lindau von Hamburg weit entfernt, sodass daraus nichts werden wird…

 

 

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Damit das Leben gelingt

Gottes Nähe sei mit dir bei allem, was du tust und lässt.
Gottes Nähe geleite dich auf allen deinen Wegen und zum Ziel des Lebens.
Gottes Nähe mache dich gelassen in der unruhigen Zeit.
Gottes Nähe nehme dir die Furcht vor einem schweren Leben.
Gottes Nähe vertreibe dir die Angst, dass du dein Lebensziel verfehlen könntest, und die Angst vor dem Tod.
Gottes Nähe sei  mit dir!

Kurt Rommel

P1080658

aufmerksam, glaubhaft

Wünsche für den Urlaub

Und nun, bevor du gehst,
wünsch‘ ich dir, dass du dich erholst.
Sag nicht einfach: „Werd ich schon…“

Ich wünsch‘ dir,
dass du trotz Reisevorbereitungen,
trotz aller vollgepackten Koffer,
die so schwer sind
und doch nur das Notwendigste enthalten;
dass du, trotz deiner Angst, zur Ruhe zu kommen;
deinem Druck, alles nachzuholen,
wozu du im Alltag nie kommst,
dort, wo du hinfährst,
auch wirklich ankommst!

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Janny Dethloff-Schimmer

Mit dem Kanu auf den Kanälen rund um den Stadtpark unterwegs
„Hammbooorch, meine Peeerle…“

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Treue zum Händler vor Ort zahlt sich aus

Heute lief ich eine halbe Stunde zu Fuß quer durch den Stadtteil, um mein Fahrrad aus der Werkstatt abzuholen. In Sichtweite des Radladens fiel mir plötzlich ein, dass ich den Abholschein zu Hause vergessen hatte – kein Wunder, Freitag nachmittags nach einer anstrengenden Woche… Glücklicherweise erinnerten sich die beiden Brüder, die die Werkstatt führen, an mich und gaben mir problemlos das Fahrrad.
Der eine von beiden meinte sogar: „Hier, du hast gar nichts mehr wegen des Kettenschutzes gesagt, der war ja an der Strebe abgebrochen-“ Mit einem Blick stellte ich fest, dass ich zwar die Schwachstelle nicht mehr erwähnt hatte, aber der Meister neulich gut zugehört hatte und alles wieder sauber fixiert war.
Das nenne ich Service – sich an Kunden und Beratungsgespräche zu erinnern und wenn nötig geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Die Reparatur des Kettenschutzes fand ich übrigens nicht auf der Rechnung wieder, ich bezahlte den ursprünglich vereinbarten Preis für „das eigentliche Problem“. Auch das ist Service…