Archiv der Kategorie: glaubhaft

Über das Offensichtliche und Oberflächliche hinaus denken, ehrlich über Schweres und Schmerzhaftes sprechen, Anregungen für Gottesdienste teilen.

Glücksrezept, erste Zutaten

 

>>Bewegen Sie Ihren Hintern. Dóra, Regierungsvertreterin des Glücks aus Island, erklärt mir, wie das so funktioniert mit dem Glück:
„Frage dich, was dich glücklich macht, und investiere in diese Dinge. Tu was! Ich frage ausländische Zuhörer meiner Vorträge immer: Wer von Ihnen möchte glücklich sein? Wer setzt sich in seinem Leben Ziele? Wer hat sich zum Ziel gesetzt, glücklich zu sein? Und dann hat sich das niemand zum Ziel gesetzt!“
Dóra schüttelt verständnislos den Kopf. „Du solltest dich immer fragen: Was ist es, was dich vorwärts treibt, was dich wirklich gut fühlen und dich spüren lässt, dass du gerne lebst? Und wie kannst du diesen Dingen im Leben größeren Anteil geben?“

Ohne Eigeninitiative geht das nicht, findet auch Lars aus dem Ingeniurbüro in Dänemark:
„Wie heißt es so schön auf Deutsch?
Du bist deines Glückes Schmied. Du musst nicht erwarten, dass es andere für dich tun. Egal ob Arbeit oder Sport, wenn man nicht glücklich ist, muss man schauen, woran das liegt, und daran arbeiten. Und klappt das immer noch nicht, dann muss man etwas anderes versuchen. Immer rumzulaufen und schlechte Laune zu haben sorgt dafür, dass man noch deprimierter wird. Davon lebt dann nur die Pharmaindustrie.“<<

aus: Maike van den Boom, „Wo geht´s denn hier zum Glück? Meine Reise durch die 13 glücklichsten Länder der Welt und was wir von ihnen lernen können“, Krüger

 

 

Vorgestern war ich einfach nur müde und wollte „irgendwie runterkommen“. Auf Lesen hatte ich keine Lust, auf etwas Kreatives schon gar nicht (anstrengender Fisselkram stand auf der Agenda), also dachte ich, schalte ich den Fernseher an und schaue mal, was die Dänen so machen.
Auf dk4 lief eine herrlich unspektakuläre Reisereportage über irgendeine verschnarchte Küstenregion Dänemarks. Bildfüllend sanfte Hügel. Schnöder Ostseestrand, ohne Attraktionen, nur mit Algen und Strandgras. Herrlich! Die Moderatorin lief mit einer x-beliebigen Sportjacke durch´s Bild und kümmerte sich weder um ihre Frisur noch sonstige Image-Fragen.
Ein Kurzbericht aus Olso wurde bei trübem Winterwetter gedreht und punktete mit seeeehr langsamem Tempo. Ideal, um an unsere Woche im Mai zurück zu denken und bei dem entspannten Genuschel der DänInnen / NorwegerInnen zuzuhören.
Wer Skandinavien mag: Dänisches Fernsehen entschleunigt sowas von!
Wer befürchtet, einzuschlafen, bügelt nebenher. Der skandinavische Frieden zieht dennoch ins Herz ein…

„Das Lebenstempo ist einfach langsamer.
Menschen brauchen Zeit zum Ankommen, Menschen brauchen Zeit füreinander, Menschen brauchen Zeit zum Reflektieren. Gut Mensch will eben Weile haben. Und wenn Sie denken, Sie könnten das Leben mit Druck- oder Charme-Offensiven beschleunigen, dann werden Sie hier nur fragende Blicke ernten.“
(Maike van den Boom über NorwegerInnen)

Wer sich schon mal einen Überblick über die glücklichsten Länder der Welt verschaffen will, bevor ich weiter zitiere:
„Wo die glücklichsten Menschen der Welt wohnen“, Focus Online
Die glücklichsten Deutschen wohnen übrigens in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen. Wegen der Nähe zu den grundentspannten DänInnen, munkelt man…

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Von Innen heraus

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Je gesammelter ein Mensch im Innersten seiner Seele lebt,
umso stärker ist seine Ausstrahlung,
die von ihm ausgeht und andere in seinen Bann zieht.

 
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Ihr sollt sein wie ein Fenster,
durch das Gottes Güte in die Welt hineinleuchten kann.
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Edith Stein
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Jetzt mal Kirche ökonomisch

Ich unterhalte mich mit einer Dame über die Veranstaltungen der nächsten Woche. Wir versuchen, zwischen meinen Kursen einen Termin zu zweit zu finden.
Sie: „Ja und dann ist am Dienstag auch wieder Andacht. Aber diesmal ökonomisch, mit Evangelen und Katholiken zusammen.“
Sie meinte natürlich die ökumenische Andacht zu Pfingsten. Ökumenisch bedeutet, dass die christlichen Kirchen unabhängig ihrer Ausrichtung zusammen Gottesdienst feiern oder gemeinsam Projekte verwirklichen, statt auf ihrer Unterschiedlichkeit zu beharren.

 

 

Wäre ich Pessimistin, würde ich sagen, dass ökumenisch tatsächlich ökonomisch ist:
Alle aussterbenden Evangelen mit aussterbenden Katholiken zusammen in einer gemeinsamen Kirche, und wenn sie nett sind, lassen sie die aussterbenden Freikirchen auch mitmachen.
Das würde zwar etwas unangenehm, weil sich plötzlich alle darüber einig werden müssten, ob sie Choräle singen und wenn ja, welche, und aus welchem Gesangbuch. Oder ob sie lieber moderne Songs mit Band singen, ob mit Schlagzeug oder ohne, auf deutsch oder englisch. Und darf ein Beamer für die Liedtexte über der Kanzel hängen?
Wer darf beten? Nur die Pastorin (bei den Evangelen) oder der Priester (bei den Katholiken) oder extra gebriefte, für würdig befundene Gemeindeglieder, die ihr Gebet artig vom Blatt ins Mikro lesen (handverlesene Evangelen und Katholiken mit anständigem Verhalten)?
Oder dürfen alle Anwesenden beten, egal wie alt, wie gebildet, wie konservativ oder linksliberal? Bei den Freikirchen ist das erlaubt, und bei unseren afrikanischen Mitbürgerinnen ist es sogar egal, wann und wie laut sie im Verlauf des Gottesdienstes beten (also immer, auch während der Predigt, und am liebsten sehr laut).
Außerdem, welche Bibelübersetzung sie nehmen: Wir Baptisten nehmen ja querbeet alle Übersetzungen, Hauptsache, sie gefällt uns persönlich. Aber die Evangelen müssen ja Luther lesen und die Katholiken die Einheitsübersetzung, weil: Das war schon immer so, das muss so.
Und dann müsste man nur noch auseinander dividieren, ob es eine unübersichtliche Zahl an gut bezahlten (rein männlichen) Priestern gibt, die in irgendwelchen Ämtern weiß der Geier was ihr Leben lang tun und über das Wohl und Wehe von Frauenrechten und Verhütung entscheiden. Oder ob man es wie die Freikirchen macht, die sich selbst finanzieren (d.h. keine Staatsmittel bekommen), und mit einem schlanken Organisationsmodell auf der Grundlage von Basisdemokratie leben. Wer Vertrauen missbraucht oder falsch wirtschaftet, wird abgewählt und entlassen, aus die Maus.

Also, ich sach mal, der Klärungsprozess und die Koalitionsverhandlungen können nur dreihundert Jahre dauern. Und wer weiß, ob es bis dahin überhaupt noch genug übrig gebliebene Christen gibt, um eine ökonomisch-ökumenische Kirche zu füllen.

Aber wie gut, dass ich keine Pessimistin bin!
(Sonst müsste ich ja selbst aufhören, die Freikirchen am Besten zu finden. Da ist es weniger anstrengend, einfach Optimistin zu sein! 😉 )

Und wie gut, dass Gott selbst Optimist ist und ihm unsere engstirnigen Urteile über jeweils andere Arten von Glauben und Kirche völlig egal sind. Weil er in seiner unfassbaren Weisheit alle Menschen liebt, alle Formen von Spiritualität und damit alle Kirchen.
Zu Pfingsten feiern wir den Geburtstag der ersten Kirche.
In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch, du verquaster Haufen! Mögest du entgegen dem aktuellen Trend noch lange von Menschen mit Leben gefüllt werden, die aus vollem Herzen Gott auf der Spur sind.

 

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Sorgen los

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Sich um nichts zu sorgen
– dahin kommt man nur,
indem man aus allem ein Gebet macht.

VerfasserIn unbekannt

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Bild aus dem Skulpturen-Park Millesgården in Stockholm

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Prayer „God of daily life“

 

God of daily life,
accompany me through this day.

God of love,
open my eyes and ears to the people around me.

God of hope,
grant me confidence in moments that unsettle me.

God of wisdom,
help me in making thoughtful decisions.

God of strength,
fill me with your life-giving energy.

God of silence,
refresh me with your calm.

God of peace,
bless my thoughts and feelings,
and help me to carry your light into the world.

Amen

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© Marie Krüerke

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Last year I wrote a prayer, which appeared in a german magazine. I´ve printed lots of postcards with my prayer until I noticed, that my sisters and brothers from Ghana would prefer an english version. So I asked my sister-in-law to rectify my translation – and here it is!
I hope that my prayer will spread out and encourage christians all over the world. Please ask me before using and printing it, all rights reserved. God bless you!

Mein Gebet „Gott des Alltags“ habe ich auf Englisch übersetzt (Danke an meine Schwägerin für die Korrektur), damit auch Christinnen und Christen aus anderen Ländern es verstehen. Alle Rechte liegen bei mir, gern kann es mit Rücksprache in Gebetskreisen und Gottesdiensten genutzt werden.

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Fräulein Vivi und Prinzessin Mimi lassen grüßen. Frauen-Power? Klingt zu heftig!

 

Manches verstehe ich einfach nicht.
Warum gibt es so viele Blogs, deren Besitzerinnen zwischen zwanzig und fünfzig Jahren sich einen verniedlichenden Namen geben? Es wimmelt im Internet vor lauter „Fräuleins“ und „Mademoiselles“, wahnsinnig viele putzige Pseudonyme mit vielen „i“s und „chen“s, ganz zu schweigen von diversen Prinzessinnen. Von der Schwemme an Youtube-Profis mit Spitznamen aus der Grundschule will ich gar nicht erst anfangen.

Mädchen und Frauen haben heute (zumindest in weiten Teilen Europas und Nordamerikas) so viele Möglichkeiten wie noch nie. Ich hoffe und bete, dass die allermeisten was draus machen. Dennoch beobachte ich seit einigen Jahren, dass der Trend zur Niedlichkeit nicht nur um sich greift, sondern offensichtlich anhält. Und das in einer Zeit, wo alternde Männer mit psychischen Störungen an die Macht wollen und erschreckender Weise immer öfter an die Macht kommen.
Aber offensichtlich ist es wichtiger, in der Freizeit rosafarbene Blogs mit putzigen Namen zu pflegen. Und sich auf dem Profilbild mit Rüschenschürze und pinkem Schneebesen als perfektes Frauchen zu präsentieren.
Interessanter Weise sind die Spitznamen in Hamburger Grundschulen relativ normal. Vornamen werden irgendwie abgekürzt, aber es ist durchaus möglich, die ersten drei Schuljahre ohne Spitznamen zu durchlaufen. Zwischen neun und dreizehn Jahren allerdings muss heute definitiv jedes Mädchen einen Spitznamen haben, mindestens zwei „i“s gehören dazu. Mimi, Vivi, Bibi und Lilly geistern durch die Flure, da gibt es kein Entkommen.
Keine Ahnung, wie es ab vierzehn weitergeht, mit der Altersgruppe hatte ich lange nichts zu tun. Ich hoffe, dass sich mit einer gewissen Individualität jenseits der Doppel-i´s auch ein erster Eindruck von der Realität der Welt jenseits des eigenen komfortablen Lebens einstellt.
Und in Zukunft Frauen ihren Blogs kraftvolle statt waschlappige Namen geben.
Ich denk mal drüber nach, aus „wisper wisper“ demnächst „groarr-groarrr“ zu machen… 😉

 

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Eine Frage der Einstellung

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Wenn du für Kleines nicht dankbar bist,
wirst du auch für Großes nicht dankbar sein.

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gefunden auf „Just following Jesus in my real life“

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Mit einem Flüchtling unterwegs

Vor Kurzem fuhren meine Gefühle heftig Achterbahn, und das kam so:
An meinem freien Tag schaute ich mich in „meiner“ Bücherhalle (einer von vielen Bibliotheken der Hamburger Stadtteile) nach Lektüre um. Dabei kam ich an einem jungen Mann aus Eritrea vorbei, der an einem Tisch saß und offensichtlich Übungen aus seinem Deutschbuch zu lösen versuchte. In solchen Situationen biete ich gerne Hilfe an, weil ich als Sprachtherapeutin niemanden hilflos sitzen lassen kann. Nur um damit einen Teil meines freien Tags zu verschenken und mich im Nachhinein über mein Helfersyndrom zu ärgern… So zwang ich mich, einfach weiter zu gehen und mich um meine eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Das klappte insofern nicht, da ich innerlich nicht in der Lage war, den Raum zu verlassen, ohne den jungen Mann anzusprechen. Ich weigerte mich, dem inneren Drängen nachzugeben und wollte einfach nur meine Ruhe haben. Keine Chance, ich fühlte mich aus tiefster Seele gezwungen, zu ihm zu gehen.
Er freute sich tatsächlich, stellte sich als Yohannes (Name geändert) vor und wir vertieften uns in sein Arbeitsheft. Dabei regte ich mich (vorrangig innerlich) über das schlecht konzipierte Deutschheft auf. Es sollte auf dem Sprachlevel B1 der Berufsvorbereitung dienen. Tatsächlich waren die Aufgaben in derartigem Amtsdeutsch geschrieben, dass ich behaupte, selbst muttersprachlich Deutsche mit Hauptschulabschluss können nicht verstehen, was genau von ihnen verlangt wird. Ganz ehrlich, wer die schwer formulierte Aufgabe kapiert, braucht sie nicht mehr zu lösen – sie oder er hat auf dem Stand von B1 bereits mehr als genug geknobelt!

Anschließend unterhielten wir uns darüber, dass er aktuell fünf Tage die Woche einen Kurs zur Berufsvorbereitung besucht. Eigentlich sollte er derzeit im Praktikum sein, hatte aber keinen Platz bekommen. Leider fiel mir keine Möglichkeit ein, ihn mit einer Empfehlung  unterzubringen. So tauschten wir Mailadressen aus und ich brach auf.
Abends kam mir der wunderbare Gedanke, dass er eine Woche später bei „Ora et Labora / Beten und Arbeiten“ in Mölln mitmachen könnte. Fünf Tage ehrenamtliche praktische Arbeit zur Renovierung eines Freizeitheims, unterbrochen von Gebetszeiten und Mahlzeiten, mitten im Grünen und mit netten Leuten. Wenn ihm die Chefin anschließend einen kurzen Bericht mitgab, welche handwerklichen Aufgaben er absolviert hatte, würde das seine Aussichten auf einen Praktikumsplatz in Zukunft sicher erhöhen. Denn wie es in Deutschland so oft ist: Wer hat, dem wird gegeben – und wer nicht hat, der hat auch weiterhin Pech. In Konkurrenz mit Haupt- und Realschülern haben die Flüchtlinge bei Bewerbungen auf Praktikumsplätze natürlich den schlechtesten Stand. Wenn sie zumindest vorweisen können, in Deutschland erste praktische Erfahrungen gesammelt zu haben, kann das nur helfen.

Daraufhin begann ein fieberhafter Mailwechsel in alle Richtungen, da innerhalb von vier Tagen vor Ostern das Ganze klappen musste. Noch dazu ließ sich die Schule, an der Yohannes eventuell ein verkürztes Praktikum absolvieren konnte, zu keinen genauen Angaben herab. Würde er in der Woche nach Ostern in Hamburg Anwesenheitspflicht haben oder nicht? Und wie sah seine Aufenthaltserlaubnis aus? Residenzpflicht – ja, nein oder unter bestimmten Vorgaben? Was hielten die Damen im Büro der Flüchtlingsunterkunft davon? Verstand er in aller Konsequenz, dass er fünf Tage außerhalb Hamburgs ehrenamtlich für ein kirchliches Freizeit-Zentrum arbeiten konnte? Wollte er das wirklich? Hatte er feste Schuhe für die Arbeit vor Ort? Gab es eine Person, die ihn begleiten wollte, damit er jemanden hatte, mit dem er sich notfalls auf tigrinja verständigen konnte? Würde er allein von hier nach Mölln kommen?
Ich arbeitete tagsüber und rotierte in meiner Freizeit innerlich und äußerlich.
Es fühlte sich an, als hätte ich plötzlich ein Baby bekommen, das ich innerhalb von sieben Tagen fit für eine Klassenreise machen sollte.
Karfreitag kam er zu uns und wir konferierten, wo Hamburg liegt und wo Mölln und wie er von hier nach dort kommt und wo er umsteigt und wie teuer die Fahrkarte ist und wo er sie her bekommt.
Ostermontag rief er plötzlich an und fragte eine Stunde vor der Abfahrt, ob doch ein Kumpel mitkommen könne. Klar, meinte ich, und telefonierte schnell nach Mölln, um mich abzusichern. Später erhielt ich von der Chefin die Nachricht, dass er allein, aber pünktlich angekommen sei. Während es draußen plötzlich schneite, fragte ich mich, ob er wohl eine dicke Jacke dabei hatte und mit der Arbeit, den Gebetszeiten, den Leuten und den harten Betten zurecht kam. Nicht, dass er sich zurück nach Hamburg durchschlug…
Naja, während ich selbst mit einem dicken Infekt im Bett lag, führte mich auf wie eine Mutter, deren Kind das erste Mal allein unterwegs ist… Da ich selbst vor zwei Jahren für „Ora et Labora“ in Mölln war, weiß ich, wie schlecht im Naturschutzgebiet die Mobilverbindung ist, also wunderte ich mich nicht weiter, dass meine SMS nicht beantwortet wurde.
Nun scheint er gut wieder zurück gekommen zu sein und schreibt, er habe Spaß gehabt und sei entspannt. Na denn.

In diesem Sinne:
Wer mit Teenies eine aktive Woche im Frühling an der frischen Luft verbringen will oder einen Flüchtling begleitet, ist zum „Beten und Arbeiten“ jedes Jahr in der Woche nach Ostern im Tannenhof willkommen. Für den ehrenamtlichen Einsatz in Haus und Hof gibt es kostenlose Unterkunft und Verpflegung. Auch ganze Familien reisen an und die Kinder sind stolz wie Bolle, wenn sie mit ihren kleinen Werkzeugen mitmachen dürfen.

 

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Frohe Ostern!

Christen sind Menschen der Hoffnung,
weil sie im Licht von Ostern leben.

Kurt Heimbucher

 

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Die Macht der Gedanken

„Gedanken waren wie Samen, die hässliches Unkraut oder blühende Wiesen hervorbrachten, sie waren Balsam oder Stachel in der Seele, gut oder böse, hässlich oder schön.
Es gab keine neutralen Gedanken.
Für Laura musste sich jeder entscheiden, so wie sie sich entschieden hatte, dem Schlechten in ihrem Leben keine Macht mehr zu geben.
Wie oft hatte sie gehört: Stell dich nicht so an! Er meint es nicht so! Sei nicht so empfindlich.

Sie war empfindlich, und das war gut so. Sie hatte eine feine Antenne für alle, die ihre Welt wieder dunkel werden ließen.“

aus: „Das Café der guten Wünsche“ von Marie Adams

 

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