Lebendige Vergänglichkeit

Wildblumenwiese

 

Heute stieß ich zufällig auf diese wunderbare, stimmungsvolle und sehr authentische Reportage über den größten Parkfriedhof der Welt, den Friedhof Ohlsdorf in Hamburg. Im Stil eines englischen Parks gestaltet, dominieren mächtige Bäume, wilde Blumenwiesen und viele Gewässer das 391 Hektar große Areal. Hier leben neben vielen Vögeln (auch bedrohten Uhus) Füchse, Rehe, Waschbären und Wasserschildkröten, die sich ihren eigenen Lebensraum erobert haben.
Märchenspaziergänge, Lesungen zu erotischen Grabmalen, Veranstaltungen im Garten der Frauen, naturkundliche Wanderungen – hier ist viel lebendige Kultur zu erleben.
Wen es interessiert: „Im Wald der Engel“

 

Rosen auf dem Friedhof Ohlsdorf

 

„Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir,
alle Geschöpfe streben nach Glück wie wir.
Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir,
also sind sie uns gleich gestellte Werke des allmächtigen Schöpfers
– unsere Schwestern und Brüder.“

Franz von Assisi

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Festlicher Glanz für frostige Balkonkästen

Präparierte Kugeln

 

Damit die Balkonkästen weniger kahl und verfroren aussehen, plante ich, sie mit Weihnachtskugeln aufzuwerten. Dazu besorgte ich unverwüstliche Plastikkugeln und entfernte alle Aufhänger. In das entstandene Loch klebte ich mit Heißklebe halbierte Schaschlikspieße. So können sie in die Blumenkübel und -kästen gesteckt werden und dort glänzen.

 

Balkon, geschmückt

 

Die Erde ist so durchgefroren, dass sich die Spieße kaum hinein schieben lassen. Also auf frostfreie Tage warten…

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Das Leben ist ein Theaterstück ohne vorherige Probe

 

Leb´ so, wie du es für richtig hältst und geh´, wohin dein Herz dich führt.
Das Leben ist ein Theaterstück ohne vorherige Theaterproben.
Darum: Singe, lache, tanze und liebe!
Und lebe jeden einzelnen Augenblick deines Lebens,
bevor der Vorhang fällt und das Theaterstück ohne Applaus zu Ende geht.

Charlie Chaplin

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Brombeerblatt

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Floristischer Workshop: Adventliches Gesteck mit Kerze gestalten

Heute stelle ich die Anleitung für ein Gesteck mit Kerze vor. Zu Beginn wird ein Pinholder (sieht aus wie ein grüner, runder Mini-Tisch aus dem Puppenhaus) mit der dazugehörenden grünen Klebemasse auf einem Glasteller befestigt. Dazu die grüne Klebemasse auf den Pinholder drücken, über der Kerze erwärmen und auf den Teller (der trocken sein muss) pressen. Kurz auskühlen lassen. Dann eine gewässertes Stück Steckmasse auf den Pinholder setzen und die Kanten mit dem Messer anschrägen (die richtige Verwendung von Steckmoos erkläre ich hier).
Nun einen weiteren Pinholder von unten am Kerzenhalter befestigen. Dadurch hat der Kerzenhalter mit seinem Dorn mehr Halt in der Steckmasse (eigentlich wird er sonst für Strohrömer benutzt). Auf dem Bild habe ich einen Zwischenschritt festgehalten, um die Konstruktion unter dem Kerzenhalter zu zeigen. Der Kerzenhalter wird „bis zum Anschlag“ in das Steckmoos gedrückt.

 

Erster Schritt

 

Nun wird die Basis mit Grün ausgesteckt, einige Zweige des Cornus (Hartriegel) sorgen für farbige Akzente. Auch kleine Beerenzweige können eingearbeitet werden. Rund um den Kerzenhalter wird Moos fixiert, um die Steckmasse abzudecken und die Zweige von der Kerze fern zu halten.

 

Gesteck Schritt zwei

 

Anschließend wird die grüne Basis mit dekorativen Accessoires wie Sternen aus Holz und Rinde, Tannenzapfen oder Kugeln ergänzt. Eine Schleife wird aus Schleifenband geknotet und mit Draht im Steckmoos verankert.

 

Gesteck final

 

To create this floral arrangement you will need floral foam (the one to soak), a plate, two pinholders, a candle and a candlestick, twigs and branches, berries and pine cones, ribbon for a bow and wire to place the bow into the floral foam.
First, you take the plate, the pinholder and the „special-green-pinholder-glue“ (don´t known the name) and fix the pinholder on the dry plate. Then you place the wet floral foam on the pinholder. Next you take the candleholder and put another pinholder under the base: It will last much better in the wet foam. Now you can fill the floral foam with lots of twigs, berries and little branches. At least you decorate the green base with pine cones, wooden stars or christmas tree decoartions. Knot a bow out of the ribbon, fix it with wire and insert it into the floral foam. Now you can place the candle and it´s done!

An den beiden letzten Freitagen stellte ich bereits zwei Anleitungen vor: Weihnachtliche Sträuße mit Tannengrün und Blüten sowie ein Gesteck aus Tannenzapfen.

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Kindermund: Aufgefrorene Verstörer

Schon lange habe ich keine Kindersprüche mehr notiert – heute möchte ich zwei teilen:

„Und dann benutze ich den Sternverstörer. Das ist nicht der Todesstern, falls du das denkst!“ (Es ging natürlich um den ZERstörer)

„Müssen wir das noch auffrieren?“ (Einfrieren – auffrieren, ist doch klar. Wer sagt schon auftauen?)

 

DSC01791_v1

 

Die Adventsfloristik ist eher nassgeregnet als eingefroren…

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Flashmob „Gloria!“ im Berliner Kaufhaus

 

Als Einstieg in den Advent: In einem berliner Kaufhaus entsteht zur Überraschung von Kundinnen und Kunden ein Chor, der „Gloria in excelsis Deo“ mit neuen Strophen singt.
Entdeckt auf Berliner Stadtmission.de

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Halligalli mit Gemütlichkeit

Gerade komme ich ganz selig vom 85. „Alsterdorfer Advent“ zurück, dem jährlichen barrierefreien Adventsmarkt der evangelischen Stiftung Alsterdorf in Hamburg.
Vielleicht hat es deshalb so viel Spaß gemacht, weil wir super Wetter hatten und das Lagerfeuer so reibungslos brannte. Oder weil die Kinder und ich so viel Freude beim Stockbrot backen hatten. Oder weil ich am zweiten Tag schon sehnsüchtig erwartet wurde. Oder weil es ein hervorragendes Live-Musik-Programm gab, mit Moderatoren vom NDR, Bands, Orchestern, Chören, Lesungen und Promis aus Norddeutschland. Oder weil die Stimmung mit den BesucherInnen aus dem Stadtteil und BewohnerInnen der Wohngruppen vor Ort so entspannt war. Oder weil alle Spaß beim Arbeiten hatten und es sich gar nicht wie Pflicht anfühlte. Oder weil es so eine ruhige, nachbarschaftliche Atmosphäre gab. Oder weil wieder so viele Privatpersonen ihre handgemachten Kreationen anboten. Oder weil wieder viele Einblicke in die Werkstätten der Stiftung möglich waren. Oder weil der NDR mich beim Arbeiten gefilmt hat.
Man weiß es nicht.
Jedenfalls kann ich allen HamburgerInnen nur raten, das erste Adventswochenende 2017 in den frisch gekauften Kalendern für den „Alsterdorfer Advent“ zu reservieren.

 

Alstertal

 

Um die Ecke vom Alsterdorfer Markt am Alsterwanderweg.

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Mein Plädoyer für genussvolle Feste in der Kirche, erschienen in der Zeitschrift AufAtmen

AufAtmen Seite 1

 

Im Mai schrieb ich ein flammendes Plädoyer für einen neuen Blickwinkel der „christlichen Szene“ auf das Thema „Feiern“. Nun ist der Artikel in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „AufAtmen“ erschienen. Das Magazin ist das einzige auf dem christlichen Markt, das ich gern lese und abonniert habe. „AufAtmen“ entsteht in der Zusammenarbeit von Christinnen und Christen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die AutorInnen kommen aus der evangelischen und katholischen Kirche ebenso wie diversen Freikirchen. Die Zeitschrift ist unabhängig, hat Tiefgang, fordert heraus, erlaubt Einblicke in den Glauben anderer, lädt zu neuen Blickwinkeln ein und informiert über Aktuelles aus der gesamten deutschsprachigen christlichen Szene. Etwas Besseres gibt es meiner Einschätzung nach auf dem Markt nicht.

 

AufAtmen Seite 2

 

> Wann feierst du? Was feierst du? Siehst du Feiern als Teil deines Glaubens? Gibt es in unseren Gemeinden eine Kultur des Feierns? In der Bibel entdecke ich sie häufig. In Jeremia 31, 13 etwa heißt es: „Die Mädchen tanzen im Reigen, die jungen Männer und die Alten feiern miteinander. Denn ich verwandle ihre Trauer in Freude, ich tröste sie und schenke ihnen Glück nach all ihrem Leid.“
Ich wundere mich, wenn ich in der Bibel von derart ausgelassenen Festen lese – und in der christlichen Szene so wenig davon wiederfinde. Weder in meinem baptistischen Umfeld, noch in der katholischen Schwiegerfamilie oder der evangelisch-lutherischen Kirche meines Vaters erlebe ich Feste, die diese Bezeichnung verdienen. Ich kenne steife Veranstaltungen, wo die Trauung nicht von der Trauerfeier zu unterscheiden ist. Ich kenne Festgottesdienste, die sich durch eine Vielzahl an Grußworten auszeichnen – das erinnert manchmal mehr an eine Veranstaltung an der Universität als an einen fröhlichen Anlass. Und Gottesdienste, denen durch eine Aneinanderreihung von ehrwürdigen Chorälen Tiefe und Feierlichkeit verliehen werden soll und die letztlich doch nur förmlich und unpersönlich geraten. Wenn ich mich dagegen in der Bibel umschaue, sind die Treffen der Gläubigen von ganz anderem Erleben erfüllt: „Denn dort wohnt der Herr. In seiner Gegenwart sollt ihr mit euren Familien feiern, essen und euch an allem freuen, was ihr erarbeitet und von ihm geschenkt bekommen habt“, 5. Mose 12, 7.

 

AufAtmen Seite 3

 

Aber all diese Texte von Wein, Tanz und Lachen scheinen in der heutigen christlichen Landschaft eher irritierend und fehl am Platz, warum eigentlich? Wir alle mögen liebevoll zubereitete Mahlzeiten, Gemeinschaft mit Menschen, die wir schätzen und eine Atmosphäre, die zum Verweilen und Genießen einlädt. Feiern hat in der christlichen Tradition eigentlich eine hohe Bedeutung. Schon Martin Luther hat gesagt, dass man Gott nicht allein mit Arbeit dienen kann, sondern auch mit Feiern und Ruhen. Und Reinhard Deichgräber erinnert uns, dass sich unser Leben „nicht in der Anstrengung vollendet, sondern in der gelösten Gebärde freien Empfangens und Genießens.“ Richard Foster stimmt zu: „Feiern ist die Möglichkeit, lachend und Gott preisend vorwärts zu gehen.“

Haben wir in der Tradition der Puritaner und Calvinisten die Freuden des Glaubens und das Ausdrücken einer vertrauensvollen Fröhlichkeit verlernt? Oder beschäftigt uns nach wie vor die Angst, mit ausgelassenen Festen und der Einbindung aller fünf Sinne in den Gottesdienst zu sehr „der Welt und ihren oberflächlichen Freuden“ nahe zu kommen? Warum haben interaktive Elemente ihre Berechtigung im Familiengottesdienst oder bei Veranstaltungen der Jugendlichen, aber nur selten im Alltag der Gottesdienste?
Ich erlebe eine große Diskrepanz zwischen dem „modernen Leben“ einerseits, in dem wir uns mit Freunden treffen, unsere Freizeit abwechslungsreich gestalten und Zeiten im Kreis der Familie genießen. Und andererseits den Gottesdiensten, die häufig nach „Schema F“ ablaufen und sich in „singen, beten und Predigt hören“ erschöpfen.<

Soweit der Einstieg in meinen Artikel. Wer mehr lesen möchte, findet Informationen zur Einzelheftbestellung und kostenlosen Probeexemplaren auf der Seite von AufAtmen.

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Floristischer Workshop: Schnelle Ideen für Tannengrün mit blumigen Akzenten

Heute möchte ich für diejenigen vier Anleitungen teilen, die bisher noch keine Idee für die Adventsdekoration haben. Alle, die eine „Schnell-und-schön-Lösung“ suchen, sind bei mir richtig.
Auch jenseits des Sommers mit seiner Blütenfülle sind Vasen schöne Accessoires, um die Wohnung zu dekorieren. In Zusammenarbeit mit  Netzshopping.de stelle ich euch unterschiedliche Dekorationstipps vor. In dieser Online Mall findet sich eine große Vielfalt an Vasen und eine übersichtliche Darstellung der Shops, wo sie zu erwerben sind. Dort ist für alles Geschmäcker und Gestaltungsideen etwas zu finden.

Natürlich bildet Tannengrün die Basis, dazu habe ich ein Bund „Gemischtes Grün“ auf dem Wochenmarkt besorgt. Damit es fröhlicher und floraler wirkt, setzte ich in den beiden ersten Vorschlägen mit Chrysanthemen bunte Akzente.

 

Bauchige Vasen

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Bauchige Vasen mag ich am Liebsten, weil sie den Blumenstielen viel Platz bieten. Durch die enge Öffnung werden die Stiele sicher gehalten und können sich über der Bindestelle voluminös auffächern. So entstehen Blumenarrangements, die auch mit einer begrenzten Zahl Blumen und Zweigen füllig wirken.

Hier habe ich einen je einen Tannenzweig, einen gelbgrünen Thujazweig und zwei Stiele Chrysanthemen in Schattierungen von gelblichem Grün bis Zitronengelb verwendet. Eine Chrysantheme in kräftigem Orange pro Vase setzt einen auffälligen Kontrast. Diese Mischung aus weihnachtlich und blumig wird durch farblich passende Kugeln ergänzt.

 

Flaschenvasen

 

Vasen-Sets sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Dafür mische ich gerne gekaufte Vasen mit Mitbringseln aus dem Urlaub oder aus dem Restaurant: Kleine Flaschen lassen sich wunderbar mit Glasvasen in Flaschenform mixen. Eine gemeinsame Farbe hält die Gruppe zusammen.
Für das zweite Beispiel habe ich duftende Nobilistanne mit Chrysanthemen in weiß und rosa arrangiert. Passend zu den blauen Vasen setzte ich Accessoires in weiß und silber ein. Kleine Stryroporsterne am Draht lassen sich wunderbar in den Zweigen verteilen und befestigen. Da sie fast nichts wiegen, eignen sie sich gut für fragile Blumensträuße. Auch Dekorationselemente am Stab wie meine „Märchenvögel“ verstärken die festliche Wirkung. Da sie zwischen die Blumenstiele in die Vase geschoben werden, halten sie auch zwischen verletzlichen Blüten.

 

Bodenvase

 

Im Wohnzimmer habe ich die Bodenvase, die sonst nur drei knorrige Äste hält, mit einem Bund Seidenkiefer gefüllt. Drei Glasanhänger platzierte ich in den Zweigen, alle anderen farblich passenden Kugeln liegen lässig rund um die Bodenvase. Ich bin von diesem sehr schnellen, sehr effektvollen Arrangement total begeistert – leider eignet es sich nicht für Haushalte mit Kindern oder Tieren…

 

Stillleben Rosen in apricot

 

Wer findet, dass meine Variante „Tannengrün mit Blüten“ immer noch viel zu robust wirkt, mag vielleicht diese Variante: Rosen in glänzenden Vasen mit Dekorationselementen, die winterlich wirken, aber weit von üblichen Weihnachtstraditionen entfernt sind. Um die konische Vase mit ihrer breiten Öffnung zu füllen, werden zu den Blumen weitere Elemente wie Zweige oder Blätter benötigt, um Volumen zu schaffen.

Diesen Beitrag teile ich auf den Link-Parties FloralFridayFoto, FridayFlowerday, FlowerPowerBloggers und Freutag.

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Den Kleiderschrank aufwerten: Vorhandenes in Lieblingsstücke verwandeln

Sicherlich besitzt du auch Kleidungsstücke, die zwar tragbar sind, aber nicht mit Begeisterung von dir angezogen werden. Qualitativ in Ordnung (oder sogar hochwertig), Farbe ist auch irgendwie okay, aber dennoch ziehst du sie eher zu Hause am Wochenende an, wo dich keiner sieht. Stimmt´s?
Heute möchte ich Ideen teilen, wie Langweiliges wieder aufregend wird.
Wer mag, lädt dazu Freundinnen ein, die ihre Knopfkiste, Spitzenreste und Ähnliches mitbringen – vielleicht hat eine andere genau das, was du brauchst? Und dir fällt exakt die Idee ein, die eine Freundin inspiriert?

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Vorher

 

  • Der Stoff gefällt dir, aber die Farbe ist leider langweilig?
    Nach der Materialzusammensetzung auf dem eingenähten Schildchen schauen und entsprechende Textilfarbe kaufen. Für Baumwolle gibt es andere Farben, die mit höherer Temperatur gefärbt werden, als für Polyacryl zum Beispiel. Die Farbe, die sich im Eimer statt in der Maschine verwenden lässt, mag ich am liebsten.
    Wenn nicht das ganze Kleidungsstück gefärbt werden soll:
    Stoffmalfarbe mit einem nassen Pinsel aufspritzen führt zu künstlerischen, lebhaften Mustern auf einfarbigen Stoffen. Als Beispiel zeige ich die Tischdecke meiner froschgrünen Party, die mit gespritzter Stoffmalfarbe entstanden ist.

Hier habe ich zum Beispiel eine Strickjacke im Eimer gefärbt –  aus ödem Sandbeige wurde ein sattes Grün, das ich mit weiteren Akzenten (Borte, Ansteckorden, Perlen) zusätzlich aufgewertet habe.

 

Strickjacke grün

 

  • Die Farbe gefällt dir, das Kleidungsstück wirkt aber nichtssagend?
    Stoffbänder, Spitzen und Borten lassen sich einfach aufnähen (bei stretchigen Shirts und gestrickten Stoffen lieber per Hand statt an der Maschine) und verwandeln oft überraschend effektiv. Von nichtssagend zu elegant, von öde zu sexy – abhängig von der Spitze und deren Farbe.
    Auch farblich harmonierende oder kontrastierende Stoffe, mit denen ein Kragen gedoppelt wird oder die als Taschen und Ärmelflicken aufgesetzt werden, verändern Kleidung zum Positiven.
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    Auch ausgetauschte Knöpfe verändern ein Kleidungsstück gravierend. Dabei sollten sie ungefähr so groß und so schwer wie die ursprünglichen Knöpfe sein, sonst leiern die Löcher aus und die Knopfleiste hängt unvorteilhaft nach vorn.
    Ebenso lässt sich eine Knopfleiste mit einem fröhlichen Stoff verstecken, um einen zentralen Blickfang zu schaffen. Dazu werden die Knopflöcher zugenäht, die Knöpfe entfernt und auf die ursprüngliche Knopfleiste Spitze oder Stoff genäht. Anschließend Druckknöpfe unsichtbar von innen gegennähen, um weiter das Kleidungsstück schließen zu können.
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    Für interessante Details sorgen ebenfalls Accessoires zum Anstecken wie mein Orden. Auf Flohmärkten und in Schmuckabteilungen lassen sich diverse Schätze finden…Gerne nähe ich Perlen auf, um einfarbige Pullis oder Shirts aufzuwerten. Am Kragen, entlang des Ausschnitts, rund um den Saum – ein kleines Glitzern für den Alltag…
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    Gerne nähe ich aus stretchigem Pailettenband „Gürtel“:
    Dazu einfach den Taillenumfang messen und ein Pailettenband oder stretchige Spitze im Fachhandel kaufen, die Länge ergibt sich aus dem Taillenumfang sowie vier Zentimetern zusätzlich: Zwei Zentimeter zum Nähen. Und zwei für die Bequemlichkeit.
    Zu Hause die beiden Enden des Bandes zusammen nähen, das Band mit zusätzlichen Stichen vor dem Ausfransen bewahren und in den entstandenen Kreis schlüpfen. Weite Strickjacken lassen sich damit auf Figur bringen, an einem anderen Tag wird der „Schlupf-Gürtel“ als besonderer Akzent zu einem Kleid getragen.

 

Detail Strickjacke

 

  • Die Passform ist an sich okay, aber nicht wirklich vorteilhaft?
    Passt die Länge zu deinen Proportionen? Ist das Kleidungsstück zu lang oder zu kurz? Zu Langes lässt sich kürzen (beim Abschneiden bedenken, dass für den Saum noch Stoff und damit Länge zum Umschlagen benötigt wird), zu Kurzes lässt sich mit kontrastfarbigem Stoff oder Spitze etwas verlängern.
    Zu weite Kleidung kann mit Abnähern besser sitzen, dazu einfach im Kleiderschrank schauen, wie Abnäher an anderen Kleidungsstücken gearbeitet sind.
    Weite Pullis, die fest gestrickt sind, lassen sich mit einer diagonalen Naht auf Figur bringen. Hier habe ich darüber geschrieben.
    Kurze Ärmel lassen sich mit den Ärmeln eines anderen Oberteils verändern.
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  • Der Ausschnitt ist öde?
    Wenn der Ausschnitt nicht mit Spitze, kleinen Knöpfen oder Perlen aufgewertet werden soll, lässt der sich durch einen Wasserfallkragen verwandeln. Dazu einen Wasserfallkragen von einem anderen, ebenfalls nicht überzeugenden Oberteil abtrennen und festnähen. Oder einen Loop (runder Stoffschlauch) aus weichem Jersey nähen und am Ausschnitt befestigen. Hier habe ich eine Anleitung dazu vorgestellt.

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  • Es lässt sich hinten und vorne nichts Schönes daraus gestalten?
    Dann bleibt immer noch die Möglichkeit, das Kleidungsstück in eine Kissenhülle, eine Tasche, einen Türstopper oder etwas ganz Anderes zu verwandeln…

 

Meine kreativen Ideen teile ich bei CreaDienstag, Meertje, Dienstagsdinge und HandmadeOnTuesday.

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