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Maritime Bilderwand zum Aufatmen: Frisch und leicht dekorieren

Nach Weihnachten setzt bei mir normalerweise das große Aufatmen ein:
Ahhhh, leere Wände, leere Tische, leeres Alles!
Luft zum Atmen, Raum zum Leben, Leere! Himmlisch!
Dieses Weihnachten hatte ich ausnahmsweise zurückhaltend dekoriert, insofern fehlte der spaktakuläre Vorher-nachher-Effekt zwischen Feiertagen und Start ins neue Jahr.

Dennoch hatte ich Lust, die verschneiten Landschaften abzunehmen und den maritimen Kalender, den ich letztes Jahr im Büro aufgehängt hatte, auf neue Art zu Hause zu verarbeiten.
Also schob ich Kalenderblätter, Rahmen und Motive hin und her, bis ich alle Bilder zurecht geschnitten und aufgehängt hatte.
Eine perfekte Mischung ist es dieses Mal nicht geworden, aber egal:
Die Bilder vom Meer helfen definitiv zu einer neuen Variante von „Durchatmen nach dem Jahreswechsel“!

Der geflochtene Strohhut fiel mir zufällig in die Hände, allerdings weiß Gott, dass ich seit über einem halben Jahr auf einen Strohhut für die Bilderwand geiere. Aber dafür kein Geld ausgeben wollte. Hier ist er nun, kostenlos, quasi direkt vor der Haustür tauchte er eines Tages auf und wartete auf mich. Danke, Jesus!

In der Vase auf dem Beistelltisch unter der Bilderwand steht Schilf in der Vase, die „Dannebrog“ flattert im imaginären Wind – wunderbar!

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Zum Jahreswechsel: Dankeschön für Freundinnen basteln

Zum Jahreswechsel habe ich aktuell das Bedürfnis, mich bei Freundinnen zu bedanken, die mich dieses Jahr begleitet haben.
Coronabedingt haben wir intensiv am Telefon zusammen gebetet und uns emotional unterstützt.
Eine Freundin hat mich hartnäckig mit Anweisungen für die Verlagsverhandlungen versorgt, damit ich klar und fordernd auftrete.
Das verdient ein bewusst gestaltetes „Dankeschön“, finde ich.
Also schlachtete ich einen Bildband und bastelte daraus „Jahres-Collagen“, deren Bilder von Frühling bis Winter jeweils eine Botschaft für die Freundin tragen.
Auf der Rückseite hielt ich meinen Dank und die Interpretation der Bilder fest, damit die guten Wünsche auch verständlich ankommen.
Dazu einer meiner Lieblingssegen, und dann marschierte ich damit zur Post.

Während ich noch damit beschäftigt war, die Collage zusammen zu stellen, erhielt ich von einer Freundin einen Gruß, in dem sie sich für Gebet und Begleitung in diesem Jahr bedankte.
Zwei Freundinnen, ein Gedanke.

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Weihnachten: Die Tanne bleibt nackt

Noch während ich Ende November die sechs Tannenbäume in der Residenz schmückte, holte ich parallel abends den Container mit den Weihnachtskugeln aus unserem Keller.
Ich musste aber feststellen, dass ich dieses Jahr die Tannenzweige ungeschmückt viel schöner fand.
So stellte ich überall in der Wohnung frische Zweige auf und ließ sie weitgehend nackt.

Sonst heißt mein Motto „Mehr ist mehr“ und ich liebe es, aus verschiedensten Fundstücken und Schätze ein harmonisches Ganzes zu kreieren.
Aber dieses Jahr blieb das Tannengrün leer, nur in den Birkenstämmen und an der Bilderwand durften die Kugeln einen moderaten Auftritt haben.

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Weihnachtliche Bilderwand gestalten: Petersburger Hängung mit Vitamin C

Die Frage ist nicht, ob ich regelmäßig die Wohnung neu gestalte, die Frage ist nur: Wie?
Die Petersburger Hängung ist ausgesprochen praktisch, weil ich die vorhandenen Nägel ganz flexibel immer wieder neu bestücken kann.
Für den Advent schlachtete ich einen Bildband über deutsche Nationalparks und rahmte diverse Fotos von verschneiter Natur.

Der bilderlose Rahmen in der Mitte ist schwierig zu füllen, hier klebte ich einfach Geschenkpapier aus London hinein. Es greift die mediterrane Stimmung der Schale nebenan auf, die Vögel zwischen den Orangen wirken winterlich und trotzdem beschwingt. Angesichts der Apfelsinen muss ich immer an Vitamin C denken und daran, mir mal wieder einen frischen Saft zu pressen…
Der alte verschnörkelte Rahmen mit dem Spiegel versammelt Kugeln, die die umgebenden Farben wieder aufgreifen: Das kühle Taubenblau der Vögel, das Orange der Mandarinen und das Grün der Blätter.
Im örtlichen Antiquariat stöberte ich zu meiner großen Freude das Aquarell von Amrum auf, auch wenn es nur ein Druck ist, gefällt es mir sehr gut.

Der blaue Teller hatte die letzten Monate Pause, als Urgestein der Petersburger Hängung ist er jetzt zurück gekehrt.
Das Ginkoblatt aus goldfarbenem Metall wandert auch seit einem guten Jahr von einem Ort zum anderen, hängt aber ohne Unterbrechung an der Wand.

Um die Schale mit dem goldfarbenen Streifen schlich ich Eeeeewigkeiten herum, bis ich sie nach einem halben Jahr doch noch kaufte, als das Einrichtungsgeschäft nur noch das letzte Exemplar hatte. Ich stattete sie von hinten mit Heißklebe mit einem Haken zum Aufhängen aus.

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Presse: Bunte Ideen für den Advent mit Senioren trotz Corona

Für Pädagoginnen in der Senioren-Betreuung konzipierte ich vielfältige Ideen für ein weihnachtliches Programm trotz Corona-Einschränkungen. Der Fachartikel erschien in der Zeitschrift „Aktivieren“ und ich gebe heute einen Einblick:
Einen Spielenachmittag mit kleinen Stationen stellte ich vor, ebenso die Weihnachtsbäckerei unter besonderen Hygienevorgaben, einen stimmungsvollen Lichternachmittag, das Basteln von Grußkarten und Falten von Sternen. Alles ergänzt durch die passenden Hygiene-Vorgaben und Abstandsregeln.
Da externe KünstlerInnen seit Monaten in den Einrichtungen nicht auftreten dürfen, bleibt als Möglichkeit ein internes Mitarbeiter-Konzert für kleine Zuschauergruppen. „Wer wird Millionär“ als gemeinsames Spiel ist eine schwungvolle Abwechslung zur Quizrunde und auch zum Vorlesen gebe ich Tipps. Wie ohne BesucherInnen von außen ein kleiner Basar gelingt, präsentiere ich ebenfalls.

Meine Ideen wurden bereits im November veröffentlicht, in Hamburg dürfen SeniorInnen in Einrichtungen jetzt überhaupt nicht mehr zusammen kommen, selbst in kleinsten Gruppen nicht. Daher versuche ich, so viele Programmpunkte wie möglich ins Appartement zu schummeln:
Neben der „Andacht im Umschlag“, die an der Rezeption abgeholt werden kann, packte ich Umschläge voller Bastelmaterial und brachte sie den Damen vorbei, die zu meinem Kurs angemeldet waren. Viele vermissen natürlich meine fröhliche Anleitung und die gemütliche Gemeinschaft in großer Runde, aber einige freuen sich doch über meine handschriftlichen Vorschläge zur Gestaltung von eigenen Grußkarten.

Sämtliche Bilder stammen aus dem letzten Jahr und bilden daher nicht die Corona-Regeln ab!

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Presse: Tipps für die Weihnachtsbäckerei mit Senioren

Bis ich meinen aktuellen Fachartikel „Advent unter Corona-Bedingungen“ hier vorstellen darf, verweise ich auf das Internetportal „meines“ Verlags Vincentz Network. Meine Ideen für weihnachtliche Aktivitäten mit SeniorInnen stellt die Fachzeitschrift „Aktivieren“ vor, hier in einem Auszug.
Viele weitere Materialien für Betreuung und Beschäftigung von alten Menschen sind online unter Aktivieren Plus zu finden. 30 Tage lang lässt sich die Datenbank voller Tipps und Stundenentwürfe kostenlos testen.

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Lock-Down-Projekt: Tisch abschleifen und neu streichen

Egal, wie die Welt um mich herum aussieht: Wenn ich mich unterfordert fühle, schreibe ich einfach ein neues Buch.
Meine sogenannte „Freizeit“ auf diese Weise im Arbeitszimmer zu verbringen, erlebe ich als reichlich einseitig, daher kaufte ich second-hand einen Beistelltisch, um den bisherigen zu ersetzen. Ich transportierte die Tischplatte auf dem Fahrradlenker, das Tischbein hinten im Korb, und radelte so nach Hause.
Dort stellte ich die Werkbank im Innenhof auf und schliff beide Teile gründlich ab. Wie immer war es schwierig, die passende Körnung zu finden: Zwei Schleifblätter waren zu fein und das dritte deutlich zu grob. Die verschnörkelten Formen ließen sich per Hand deutlich einfacher und schneller schmirgeln als gedacht, ich war ganz beglückt.

Einmal gründlich feucht überwischen, um den Staub zu entfernen, schon konnte ich weiß vorstreichen.
Anschließend quatschte ich mich fast drei Stunden mit einer Freundin am Telefon fest und strich danach ein zweites Mal, um den Tisch über Nacht gut durchtrocknen zu lassen.
Nun fehlte nur noch die eigentliche Farbe in „vintage green“, laut Aufdruck auf dem Farbtopf eine Art Salbeigrün. Ich war gespannt…
Nach zwei Runden „vintage green“ folgte das obligatorische Anschleifen vor dem Überzug mit Klarlack, was so katastrophal ausfiel, dass ich noch ein weiteres Mal grün strich. In der Zwischenzeit hatte sich der Schleifblock verkrümelt, den ich erstmal ersetzen musste, sodass die Dauer des Projekts sich ähnlich zog wie die Anwesenheit von Corona generell…
Tja, ich will gar nicht wissen, was drei Töpfe Farben und Lacke plus super-extra-mistiges-Schleifpapier-zum-Benutzen-vor-dem-Überlackieren plus der neue Schleifblock in Summe gekostet haben. Kurz: Ein Schnäppchen war dieses Möbelstück am Ende nicht mehr!
Nun ist der Beistelltisch endlich fertig, steht im Wohnzimmer und wertet die Ecke vor dem Fenster deutlich auf. Kein Vergleich mit dem antiken Vorgängermodell!
Kaum, dass ich auf unserem Sofa sitze, blinzle ich ständig ganz verliebt hinüber…

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Tischdekoration mit Rosen und Äpfelchen: Wir läuten den Advent ein

Auf dem Weg zur Arbeit säumen Holzapfelbäume einen Teil der Strecke. Mir tat es in der Seele weh, als sie radikal herunter geschnitten und die Äste auf die Erde geworfen wurden. Also pflückte ich auf dem Heimweg im Dunkeln einige Beerenzweige ab, um in einer Vase ihr Leben zu verlängern.

Für den ersten Advent schmückte ich den Esstisch mit glänzenden Akzenten und knallroten Äpfelchen.
Auf der Bank stellte ich selbst genähte Kissen in warmen Farben zusammen und schmuggelte ein paar Engel dazwischen.

Statt eines klassischen Adventskranzes fischte ich einen Zapfenkranz aus der Weihnachtskiste und stellte fünf Kerzen absichtlich unregelmäßig auf, um eine moderne Optik zu kreieren.

Ein Herz aus Blech und das Rot der Äpfel als Farbe der Liebe grüßen auf der Serviette.
Hier kommen zwar keine Gäste, die ich willkommen heiße, aber nach all den Corona-Monaten brauche ich dringend einen Moment der Schönheit.

Auf dem Porzellanteller steht ein kleiner Glasteller für eine Vorspeise, und der Nachtisch wartet schon in Gebäckschalen.

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Einfachen Adventskalender basteln: Mutmachende Botschaften für Kollegin und Freunde

Meine Kollegin ist Single und so langsam hat sie wirklich die Nase voll von Corona und dem eingeschränkten Sozialleben.
Daher bastle ich für sie einen Adventskalender, der sie hoffentlich aufmuntert und inspiriert:
Dazu suchte ich 24 Gebete, Ermutigungen und fröhliche Sprüche zusammen. Zugegebenermaßen entstand eine sehr wilde Mischung von Romanzitaten bis Meditation, aber damit hege ich die Hoffnung, dass etwas Passendes dabei ist.
Ich druckte die Zitate in verschiedenen Schriftarten auf buntes Papier und schnitt sie auseinander. Aus Motivpappe fertigte ich eine feste Hülle, ähnlich eines Briefumschlags, um die Zettelchen darin unterzubringen und schön zu überreichen. Jeden Tag kann sie eine mutmachende Botschaft nach dem Zufallsprinzip aus der Hülle ziehen.
Und wo ich gerade am Basteln bin, werde ich für meine drei Damen im Verlag (Zeitschriftenredaktion, Buchlektorat und Onlinemedien) auch gleich einen Adventskalender fabrizieren.
Normalerweise habe ich wenig Nerv, Weihnachtsgrüße zu gestalten, weil ich meine ganze Kraft auf ein gelungenes Adventsprogramm für die SeniorInnen fokussiere.
Aber als ich neulich feststellte, dass ich meine Partnerinnen im Verlag viel zu wenig lautstark wertschätze, kümmere ich mich mit meinen kleinen, bunten Sprüche-Kalender um eine schöne Überraschung.
Er lässt sich perfekt verschicken und der zeitliche Aufwand ist, verglichen mit anderen komplexen Adventskalendern, noch überschaubar.
Mal gucken, ob ich damit den passenden Nerv treffe…

Gern würde ich meine Sprüchesammlung hier als PDF im Download anbieten, aber wegen des strittigen Urheberrechts meiner diversen Quellen lasse ich es lieber bleiben.

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Kostengünstige Bilderwand gestalten: Einfach ein Buch schlachten

Ich liebe es, frische Bilder an den Wänden zu haben und immer wieder die Wohnung neu zu gestalten.
Nun ist es reichlich teuer, dafür jedes Mal neue Kunstdrucke in hippen Boutiquen in den Szenestadtteilen zu kaufen.
Meine Lösung: Second-Hand einen schönen Bildband im Antiquariat aufstöbern, die Seiten heraus trennen und rahmen.

Ich schlachtete einen Bildband über Nationalparks in Deutschland und arrangierte eine Themenwand unter dem Motto „Natur“.
Dazwischen hängte ich Trocken- und Kunstblumen sowie goldene Akzente in Form einer Porzellankirsche und einem Ginkoblatt.
Ein Herz aus echtem Buchs greift das Grün im Bild darunter auf und schafft zusätzliche Struktur.