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Wie ein Reh im Regen: Wenn uns alles müde und grau erscheint

Sicher kennst du sie auch:
Tage und Wochen, in denen dich gefühlt ein Rückschlag nach dem anderen ereilt. Irgendwann fühlst du dich wie ein Reh (oder das Damwild auf dem Foto oben), das in einer endlosen grauen Wolke lebt: Dauerregen, nichts Frisches zu fressen, kein trockener Fleck im Wald, Trübsinn-Überforderung-Langeweile als Dreierpack. Das Leben erscheint öde und übermäßig anstrengend zugleich, die Farben wirken wie ausgewaschen, über allem liegt ein grauer Schleier.
Und wenn du nicht ganz arg aufpasst, kommt Selbstmitleid aus deinem Brustkorb hochgekrochen.
Wenn in solchen Momenten oder Lebensphasen etwas Gutes passiert, hat es oft das Schicksal, übersehen oder gleich wieder vergessen zu werden.
Mir geht es zumindest so.
Der heutige Tag brachte eine Menge Extraarbeit, Fleißaufgaben und unerwarteten Nervkram mit sich. Er brachte aber auch ein Päckchen, das in der Post auf mich wartete. Als ich es abholte, hatte ich einen leisen Verdacht, wer die unbekannte Absenderin sein und was darin stecken könnte. Zuhause zog ich zu meiner großen Freude ein Weihnachtsgeschenk aus der Verpackung, das meine Schwester für mich organisiert hatte, von dem wir aber längst überzeugt waren, es sei entweder in der Post verloren gegangen (die optimistische Variante) oder wir seien betrogen worden (die pessimistische Variante). Nun war es da – mit fünf Wochen Verspätung, doch: Tatsächlich angekommen!
Aber wie es so ist mit den Rehen im Regen: Wenn ihr Fell erstmal komplett durchnässt ist und sie seit Tagen kein Sonnenstrahl dazu verlockte, den hängenden Kopf zu heben, dann rückt das überraschend Gute schnell aus dem Blickfeld.
Daher meine heutige Botschaft an alle müden Rehe im Dauergrau da draußen:
Es gibt erfreuliche Momente! Es gibt liebe Menschen!
Ja, sie mögen gerade nicht so offensichtlich erkennbar sein oder mit einer Sahnetorte voller Wunderkerzen durch die Tür herein stürmen, aber:
Sie sind da!

Und wenn es wirklich gar nichts Schönes zu geben scheint, dann versuch doch dein Glück wenigstens bei meinem Buch-Gewinnspiel. Dort verlose ich unter anderem für Menschen genau wie dich mein aktuelles Buch „Wo die Freude wohnt“.

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Verlosung: Gewinne dein Exemplar des Buchs „Wo die Freude wohnt“

Willkommen zu meinem vierten Buch, das heute im Buchhandel ankommt und von dem ich fünf Exemplare an alle Interessierten verlose!

„Wo die Freude wohnt“ lädt dich ein, deine Beziehung zu Gott auf kreative, ermutigende Weise zu vertiefen und neu die Lebenslust mit deinem Glauben zu verbinden. Du erhälst den Schlüssel zur „Villa der Freude“ und darfst die verschiedenen Botschaften der Räume entdecken:


Im Labor stellst du die Grundausstattung für ein fröhliches und zugleich tiefgehendes Leben zusammen. Im Garten lässt du alte Verpflichtungen und Zwänge hinter dir und erforschst, wie Neues, Heilsames wachsen kann. In der Bibliothek warten Gottes Versprechen auf dich und ich möchte dir Lust auf’s Bibellesen machen. Im Schaukelstuhl auf der Veranda wirst du getröstet und gehalten. In der Schatzkiste warten Goldklumpen für verschiedene Lebensbereich auf dich – du bist reich und mit allem ausgestattet, was du für einen erfüllenden Alltag brauchst!

Beim Festmahl begrüßt Gott ganz speziell dich als Ehrengast und möchte alles, was dich davon abhält, dein ganzes Vertrauen auf ihn zu setzen, endgültig entmachten. Am Lagerfeuer berührt dich der Heilige Geist und fängt deine Tiefpunkte auf. Im Wintergarten entdeckst du Raum für Bewegung und besonders kraftvolle, dynamische Gebete. Auf dem Dachboden lässt du deine Sorgen los und unter dem Baum am Wasser denkst du neu über deine Beziehungen nach. Im Wohnzimmer findest du Heimat und im leeren Zimmer entwickelst du ganz neue Perspektiven für deine Lebensträume.
Im Badezimmer erhälst du die Möglichkeit, dich mit deinem Körper zu versöhnen und in der Küche setzt du dich mit Freuden und Spannungen von familiären Beziehungen auseinander. Auf dem Parkplatz löst du alte Blockaden und lässt Ängste los, während ausgerechnet im Arbeitszimmer ein Spiel-und-Spaß-Paradies auf dich wartet.

Jedes Kapitel bietet Raum zum Notieren, schenkt Tipps zum Ausprobieren und Anregungen zum Nachdenken und Beten.
All meine Impulse sind natürlich kein Garant für ein märchenhaftes „und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende“. Meine Gedanken und Tipps möchten dir eine Tür öffnen, wie du selbst deinen Alltag bunter, lustvoller, vertrauensvoller auf Gott hin gestalten kannst.
Das kreative Mit-mach-Buch ist im Neukirchener Verlag erschienen und für 16,00 Euro im Buchhandel erhältlich.
Eine Vorschau kannst du dir hier ansehen: Vorschau „Wo die Freude wohnt“
Die Illustrationen stammen von Miriam Gamper-Brühl.

Der Neukirchener Verlag stellt fünf Exemplare für eine Verlosung zur Verfügung. Schicke mir über das untenstehende Kontaktformular deine Mailadresse, um am Gewinnspiel teilzunehmen. Pro Person, Haushalt und Familie kann ein Mal teilgenommen werden.
Als zusätzlichen Preis für das sechste Los verschenke ich drei exclusive handgefertige Grußkarten aus meiner eigenen Werkstatt: Sie beziehen sich direkt auf den Inhalt des Buchs, es gibt jeweils eine Karte zum Kapitel „Garten“, „Küche“ und „Parkplatz“.

Der Einsendeschluss ist am Valentinstag, den 14. Februar 2022 um 19:00 Uhr. So kannst du dich selbst mit einer Liebesbotschaft Gottes beschenken – ich wünsche dir viel Glück bei der Teilnahme!
Aus allen MitspielerInnen entscheidet per Zufall das Los. Die sechs ausgelosten Personen werden per Mail von mir angeschrieben und um ihre Postadresse gebeten, der Versand der Bücher erfolgt über den Neukirchener Verlag. Anschließend veröffentliche ich die GewinnerInnen mit Vornamen (ohne weitere Details) hier auf dem Blog. Nach Erhalt der Bücher werden alle Adressen umgehend gelöscht.

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    Zum Jahreswechsel im Klützer Winkel: Die Ostsee ganz allein für mich!

    Nach knapp zwei Coronajahren zu-zweit-Zuhause-sitzen-außer-ich-muss-zur-Arbeit war es ganz ungewohnt, alleine zu verreisen. Mein Mann und ich konnten nicht gleichzeitig Urlaub bekommen, daher radelte ich auf eigene Faust durch den Klützer Winkel. Nachts fand ich das Alleinsein sehr ungewohnt, tagsüber sauste ich kreuz und quer durch den westlichsten Zipfel Mecklenburgs.

    Im Lenorenwald war die Fahrspur oft nicht erkennbar, da überall riesige Pfützen standen, die eher zu Durchschwimmen als Durchfahren einluden. Dafür spiegelten sich die kahlen Buchen vor dem blauen Januarhimmel sehr malerisch in den Überschwemmungen: Wir sollten uns einfach an dem erfreuen, was da ist, statt über das zu schimpfen, was den Weg versperrt (-; !
    Zumindest, bis der Schlamm so überwältigend wird, dass der Schweiß tropft und das Rad unter den Matschkrusten kaum noch zu erkennen ist…

    Neben sehr vielen Katzen, die sich überall entlang der schmalen Landstraßen in den Gräben die Sonne auf den Pelz scheinen ließen, hielt jeder dritte Haushalt Hühner. Ständig standen Kästen an der Straße, an denen ich über eine Vertrauenskasse ganz privat gelegte Eier hätte erwerben können. Hier freute ich mich an den Sonnenstrahlen, die die Kämme der Hühner im Gegenlicht zum Leuchten brachten.

    Ich bin ausgesprochen stolz auf mich, komplett ohne Smartphone, Navi und Landkarte immer den richtigen Weg gefunden zu haben. Eines Tages kam ich plötzlich an Schloss Bothmer heraus, das war dann doch etwas überraschend. Aktuell hat das Schloss nur am Wochenende geöffnet, und natürlich war es gerade Donnerstag, also nichts zu machen.

    So offensichtlich es ist, dass die Tage kurz sind und das Tageslicht mit dem Fahrrad unterwegs gut genutzt sein will: Trotzdem war es manchmal ein bißchen hetzig, wenn ich vor der völligen Dunkelheit in einem fremden Landstrich noch heil zurück in die Ferienwohnung kommen wollte.
    Abends gab es täglich ein großes Geschrei von Kranichen, die in Schwärmen über die leeren Felder flogen und sich nicht einig waren, wo sie sich zum Übernachten niederlassen wollen. Oder wer aus dem Schwarm dabei sein durfte und wer nicht – oder was immer das Krakeele verursachte.

    Schloss Kalkhorst war eine wunderbare Entdeckung, neben der Schönheit des Gebäudes lag der Charme ganz klar im Park. Darin versteckt viele ungewöhnliche Baumarten, eine Familienkapelle/-gruft, ein malerischer Teich und der sogenannte Felsengarten (Bild oben). Nur die sichtbaren Spuren der Nazis, erkennbar an alten Inschriften am Haus, trübten das Vergnügen etwas.

    Und dann fand ich sie doch: Die beiden Mammutbäume im Lenorenwald, ein weiterer steht im Park von Schloss Kalkhorst. Wenn wir jetzt noch einmal 400 Jahren warten, dann sind sie richtig imposant! Bis dahin hilft die richtige Kameraperspektive und das Betasten der watteweichen Rinde, sehr ulkig.
    Kurz: Wer an der Lübecker Bucht den Stadtmief hinter sich lassen möchte, ist auch im Januar im Klützer Winkel richtig. Jenseits der völlig zugebauten Küstenorte von Travemünde bis Sierksdorf gibt es hier jede Menge Luft, Weite, Ruhe und Bewegung. Zum Abschied traf ich sogar noch einen Seehund – Seele, was wünschst du mehr?

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    Scham ist so lästig: Heute bin ich froh darüber, wer ich bin

    Im Sommerurlaub, als bereits kluge Köpfe eine erneute Explosion der Coronafälle im Herbst und Winter voraussagten, nahm ich mir vor:
    Ich werde wie bisher super vorsichtig sein und bis auf meine Berufstätigkeit und meine Kleingruppe weitgehend Kontakte meiden, aber: Dazu brauche ich etwas, das mich zu Hause allein hinter verschlossener Tür bei Laune hält.
    Deshalb besann ich mich darauf zurück, dass ich früher gern gebastelt habe. Alle paar Jahre nehme ich mal an einem Workshop teil, und als Gruppenleitung biete ich regelmäßig kreative Nachmittage an, aber ich persönlich bin längst nicht mehr so schöpferisch tätig, wie früher einmal. Mit dem Kopf schon, wenn ich an meine freischaffende Tätigkeit als Autorin denke, aber eben meist nicht mit den Händen.
    Also versorgte ich mich an verschiedenen Orten mit jeder Menge Bastelutensilien und verfiel in einen absoluten Marathon, was das Anfertigen von Grußkarten, Gebetsheften, Kalendern und anderen Geschenken aus Papier betrifft.
    Die verschiedenen Abteilungen der Verlage, mit denen ich zusammenarbeite, erhielten bunte Pakete voller unterschiedlicher Kreationen als Dank für die gute Zusammenarbeit und reagierten begeistert.
    Da die SeniorInnen meine handgefertigten Karten lieben, bot ich sie eines Sonntags an einem Stand an – und war nach 30 Minuten ausverkauft, was große Weinkrämpfe bei denen auslöste, die zu spät kamen. Mein Stand sollte schließlich 90 Minuten geöffnet haben, wer konnte ahnen, dass so schnell nichts mehr übrig war? Also produzierte ich weitere Exemplare nach, und bis weit in den Advent konnte der Esstisch unter der Last der Materialien und Werkzeuge nicht wiederentdeckt, geschweigedenn benutzt werden.

    Lange Zeit glaubte ich der Lüge, basteln als Hobby sei peinlich.
    Basteln sei etwas für den Kindergarten und die Abteilung demenziell Betroffener, aber niemand würde sich dabei freiwillig erwischen lassen.
    Basteln sei uncool, provinziell und von vorgestern.
    Doch ich stelle fest: Über die Befriedigung, die es mir selbst schenkt, hinaus freuen sich diejenigen, denen ich eine meiner Karten schicke oder verkaufe, sehr intensiv über die kleinen Kunstwerke.
    Und ich selbst werde in kürzester Zeit besser, die Ergebnisse sehen gelungener und immer professioneller aus.
    Über die Kleinanzeigen bin ich in den letzten Tagen in einen wahren Kaufrausch geraten, den ich mir gönne, weil ich im vergangenen Jahr so ausdauernd und hart wie noch nie zuvor gearbeitet habe und keine Zeit zum Ausspannen, geschweigedenn zum Geldausgeben hatte.
    So nehme ich Frauen in ganz Deutschland ihr überflüssiges Hobbymaterial ab und freue mich wie Bolle über die Schnäppchen (die sich natürlich doch summieren, aber egal – das gönne ich mir jetzt und sehe es als Beitrag zur psychischen Stabilität trotz Corona).
    Welche Leidenschaft ist dir peinlich, welches Interesse versteckst du vor anderen?
    Welches Hobby liegt brach, weil du vor einigen (oder sehr vielen) Jahren der Meinung warst, „rausgewachsen zu sein“?
    Was würdest du gerne wieder aufleben lassen, wenn dir die Meinung deines Umfelds egal wäre?
    Welches neugierige Bedürfnis zum Entdecken eines spannenden Hobbys kannst du dieses Jahr stillen, ohne Rücksicht auf den Eindruck, den andere von dir haben könnten?
    Das Urteil deiner Mitmenschen über dich geht dich nichts an.
    Die Einschätzung, die andere über dich treffen, ist nicht deine Verantwortung.
    Sollen sie doch denken, was sie wollen:
    Nimm deine Begeisterung für ein Thema wichtiger als das Feedback entfernter Bekannter. Oder neidischer Familienmitglieder, die hinter ihrem Spott ihren Neid auf dein Talent verstecken.
    Du bist es wert, deine Begabungen zu entdecken, wachsen zu lassen und ihnen Raum zum Blühen und Fruchttragen zu geben.
    Deine Talente haben ein Lebensrecht – hast du jemals darüber nachgedacht?

    Es ist so anstrengend, bedrückend und völlig unnötig, sich für die eigenen Hobbies zu schämen.
    Das sage ich dir, weil ich es jahrzehntelang getan habe und es niemandem gut getan hat. Weder mir selbst, weil meine Gaben brach lagen, noch anderen, die davon nicht profitieren konnten.
    Dass ich bastle und auf die Meinungen anderer sch****, weil mir meine Freizeitbeschäftigung gut tut und weil sie meinen Mitmenschen Freude schenkt – das ist so viel kraftvoller als die blöde Scham!

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    Elegante Grußkarte in femininen Farben für Weihnachten basteln

    Heute zeige ich mal kurz eine der Karten, die ich im November bei einem Kreativ-Treff gestaltete:
    Sie wirkt durch das schmale, längliche Format sehr elegant, ist aber ganz einfach angefertigt. Dazu schnitt ich Motivpapier mit silberfarbenen Akzenten (leider hier schlecht zu erkennen) etwas kleiner zu als die Karte. Dadurch gibt die Farbe der Klappkarte der bunten Pappe einen schönen Rahmen und lässt sie wie ein Bild erscheinen. Ich stempelte einen Spruch auf einfarbigen Karton, stanzte ihn mit einem Etiketten- Stanzer aus und setzte ihn mit Schaumstoff-Klebepads etwas erhöht auf das Motiv. Zwei kleine Ranken schaffen eine Verbindung zur Motivpappe – fertig ist die Kreation.

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    Adventsstress und Adventsfreuden

    Nach einem überstandenen Corona-Ausbruch in der Senioren-Residenz gehen wir Betreuerinnen endgültig auf dem Zahnfleisch, während gleichzeitig diverse Maßnahmen von unserer Abteilung organisiert werden müssen, unter (wieder einmal) geänderten Bedingungen das gesellschaftliche Leben der BewohnerInnen zu gestalten. Weihnachtsüberraschungen und Treffen, wohin das Auge blickt, verbunden mit der bangen Frage, was davon tatsächlich wie stattfinden darf.

    Parallel wurden die Tannenbäume zu spät bestellt und mit fünf bzw. sieben Tagen Verspätung aufgestellt, was einen guten Teil meines November- und Dezemberplans ins Trudeln bringt. Die Tanne in der Lobby ist so groß, dass der obere Teil in fünf Metern Höhe mit Hilfe eines Besens von der Haustechnik dekoriert und in drei Metern Höhe von mir geschmückt wurde, während darunter vier Damen wuselten, die alle erreichbaren Zweige vom Boden aus behängten. Das Ergebnis ist entsprechend….. nun ja. Die Hanseatin weiß, wann es Zeit ist, Contenance zu wahren und zu schweigen. Und die Realität ist doch positiver als der Eindruck, den Fotos vermitteln können, also.
    Gebacken, gebastelt, vorgelesen wird natürlich auch, leider ohne Gesang, Getränke und Geschnoope (so heißt der Verzehr von Süßigkeiten im Norden). Ich liebe die Organisation und Durchführung der Veranstaltungen, selbst mit Testpflicht, Maskenpflicht, Einzeltischpflicht – aber sie sind auch immens anstrengend.
    An meinen freien Tagen bastle ich seit über zwei Monaten nicht nur massenweise Grußkarten für meinen weihnachtlichen Verkaufsstand, sondern auch für meine Kolleginnen in den Verlagen, Freundinnen und Verwandschaft. Das ist wesentlich aufwendiger und anstrengender, als die Beschenkten ahnen können…. Heute bin ich endlich damit zur Post gestapft, sodass der weitere Advent hoffentlich zu einem Großteil mir gehört!
    Umso mehr genieße ich meine drei Adventskalender:
    Den Tee-Adventskalender für meinen morgendlichen Tee, den Bilderkalender mit den nostalgischen kleinen Türchen wie in meiner Kindheit und natürlich den „Anderen Advent“ mit seinen guten Impulsen (den ich gestern gerade an „meine“ Ehrenamtlichen verschickt habe). Zusammen mit meiner täglichen Andacht und den „Losungen“ am Morgen fahre ich sehr gut präpariert im inneren Frieden auf die Arbeit. Die Frage ist dann immer, wie lange der innere Frieden so anhält…. aber Gott kann ja auch den Tag über für Nachfüllung sorgen…

     

    In der Residenz hängt endlich meine Ausstellung über schwedische Tomte, das sind Wichtel, die in den Scheunen, Ställen und Werkstätten leben. Da ich seit Monaten versuche, Bilderrahmen zu bestellen oder im Baumarkt abzuholen, aber nichts gelingt, gab ich die Verantwortung an Gott ab: „Jesus, du weißt, dass ich den SeniorInnen gern eine schöne, weihnachtliche Ausstellung präsentieren möchte. Ich bin ja kreativ und finde für alles eine Lösung, aber ganz ohne Bilderrahmen geht es nicht. Bitte, schenke du mir Bilderrahmen.“
    Was soll ich sagen: Inzwischen hängen alle Bilder in Rahmen, die ich im ganzen Haus zusammenstoppelte. Mehr berichte ich später dazu…
    Eins der skandinavischen Poster, die ich in meiner Freizeit online in den Kleinanzeigen aufstöberte, behielt ich für mich und hängte es in die Küche. Zusammen mit den ersten Amaryllis dieses Jahr – Blumen schenken mir einfach immer Freude!

    Noch beim Tannenbaum-schmücken brachte mir eine Seniorin vom Einkauf ein paar Pralinen in einer Sternenverpackung mit, die sie mir zusätzlich zu den Kugeln, die ich gerade hielt, in die Hand drückte, „weil Sie so viel Arbeit für uns erledigen“. Jedes Jahr verwende ich zu Hause dieselbe Weihnachtsdeko, dieses Mal aufgepeppt durch ein paar neue handbemalte Holzsterne, an denen ich mich intensiv erfreue. Auch Kleinigkeiten können einen wertvollen Unterschied machen! Da hoffe ich, dass die Adventsfreude den Adventsstress überwiegt…

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    Du schuldest es niemandem, schön zu sein

    „Du schuldest niemandem, schön zu sein.
    Nicht deinem Freund, nicht deiner Mutter, nicht deinen Kollegen und insbesondere nicht zufälligen Männern auf der Straße.
    Du schuldest es nicht der Zivilisation im Allgemeinen.
    Schönheit ist keine Miete, die wir für die Besetzung eines weiblich gekennzeichneten Raums zahlen.“

    Erin MacKean

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    Wenn alles frustig und enttäuschend ist: Gott das Steuer überlassen

    Ich bin ein ausgesprochen geduldiger Mensch, aber manchmal läuft mein Frust-Eimer einfach über.
    Nach mehr als drei Jahren mit einem bestimmten Kooperationspartner stelle ich mir gerade ganz grundsätzlich die Frage, wie sinnvoll eine fortgesetzte Zusammenarbeit ist. Eine Menge Fehler, unprofessionelle Patzer, respektloses Verhalten haben sich angesammelt und besonders in den letzten Monaten zusätzlich aufsummiert. So sehr ich meine Tätigkeit liebe – die damit verbundenen Umstände machen mich inzwischen rasend.
    Tatsächlich kämpfe ich aktuell mit mir selbst und dem Versuch, nachhaltig zu vergeben.
    Gleichzeitig möchte ich weniger auf meinen eigenen Einsatz und mehr auf Gottes allmächtigen Einfluss bauen.
    Viel zu oft meine ich, alles allein schaffen zu müssen. Mit sehr gründlicher Professionalität und profundem Fachwissen mein Gegenüber überzeugen zu wollen. So lange nachzulegen, bis wirklich das bestmögliche Produkt fertiggestellt werden kann.
    Aber je mehr ich mich reinhänge, desto größer ist der Frust, wenn andere mit weniger Herzblut dabei sind und meine Hinweise bewusst ignorieren.
    So ringe ich darum, verzeihen zu können und mich auf Gott statt auf meinen menschlichen Einfluss zu verlassen. Ich kann weder die Kompetenz noch die Motivation von anderen Menschen lenken – Gott sehr wohl schon. Und das garantiert liebevoller und umfassender, als es mir möglich wäre.

    Wo kämpfst du gegen scheinbar unüberwindbare Grenzen an?
    Wo verzweifelst du an dem Mangel von Einfluss, der deine Entscheidungen beschneidet?
    Wo beißt du dich fest, mit bestem Wissen und besten Absichten, aber letztlich doch ergebnislos?
    Wo weist du den Gedanken an Lockerlassen und Vergeben weit von dir – könntest dadurch aber dennoch inneren Frieden erhalten?
    Wo wartet Gott nur darauf, dass du dich an ihn wendest und ihm das Steuer überlässt?

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    Grußkarte „Himmelblau“ voller Wölkchen

    Ich hatte Lust, einen luftigen Wolkenhimmel auf meinen neuen Grußkarten zu kreieren. So schnitt ich aus verschiedenen Motivpappen Wolken aus und schichtete sie in einer abwechslungsreichen Reihenfolge. Dazwischen setzte ich Wolken aus silberner und dunkelblauer Glitzerpappe, um einen fröhlichen Akzent hinzuzufügen.
    Die Karte eignet sich wunderbar, um Papierreste sinnvoll zu verwenden:
    Schließlich haben Wolken keine eindeutige Form und können einfach „irgendwie“ aussehen. Ideal, um kleine Papierecken und Fetzen zu etwas Schönem zusammen zu fügen.

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    Über den Wert der Geborgenheit

    Wie erlebst du Geborgenheit?
    Und wie viel Bedeutung räumst du diesem Bedürfnis ein?
    Geborgenheit ist für uns lebenswichtig, in Zeiten wie diesen (zwischen Corona und Wahlkampf) ganz besonders, finde ich. Dabei ist Geborgenheit kein Gefühl, das Aufmerksamkeit sucht oder sich in den Vordergrund spielt: Nichts, was sich in den sozialen Medien finden lässt oder stolz als Erlebnis vom vergangenen Wochenende präsentiert wird.
    Geborgenheit ist leise, oft schwer zu fassen, bescheiden.
    Nicht willkürlich produzierbar, weder sexy noch kraftvoll – primär etwas, das wir im Rückzug entdecken.
    Etwas, das Vertrauen und Loslassen erfordert.
    Etwas, das uns geschenkt wird, und nichts, das wir erzwingen können.
    Etwas, das vielleicht bieder wirkt, rückständig oder langweilig.
    Von außen zumindest.
    Dabei spielt sich Geborgenheit rein in unserem Herzen und unserem Körper ab.
    Schenkt uns Ruhe. Den Eindruck, angekommen zu sein. Im Moment, bei uns, mit anderen.
    Was hat Geborgenheit für dich mit Gott zu tun?