aufmerksam, glaubhaft

Zu spät!

„Im Leben der meisten von uns gibt es Zeiten,“ bemerkte William Edward Hartpole Lecky,
„in denen wir alles dafür geben würden, so zu sein, wie wir gestern waren,
obwohl dieses Gestern ungewürdigt und ohne dass wir es genossen haben an uns vorbeigezogen ist.“

schrieb Gretchen Rubin in „Das Happiness-Projekt. Oder: Wie ich ein Jahr damit verbrachte, mich um meine Freunde zu kümmern, den Kleiderschrank auszumisten, Philosophen zu lesen und überhaupt mehr Freude am leben zu haben“

Die Rezension des Buchs folgt in Kürze!

aufmerksam

Holunder-Ernte

 

Was tut man, wenn man im Herbst ein paar Tage Urlaub hat?
Sich mit einer Gartenschere und dem Verlobten bewaffnen, Holunder suchen und sich zu den entfernt hängenden Beeren hoch heben lassen (notfalls auf den Schultern des Verlobten sitzend), Holunder ernten, zu Hause kochen und mit Grießbrei genießen!
Und nebenher Kastanien sammeln… und sich Orte zum Sammeln von buntem Laub für die Dekoration der Kirche am Erntedank-Sonntag merken….

aufmerksam, liebevoll

Liebe auf dem Wochenmarkt

 

Ein älteres Paar (beide über siebzig) verlässt den Traditions-Stand „Bonbon Pingel“, der Süßigkeiten aller Art verkauft. Sie steckt ihm einen rosa Bonsche in den Mund, während er ihr herzhaft auf den Po klopft und anschließend umsichtig die Kapuze auf der Schulter zurecht rückt.
Das nenne ich wahre Liebe… 😉

aufmerksam, feminin, kreativ

Die ganze Bandbreite des eigenen Kleiderschranks nutzen

Als Vorbereitung auf den Umzug (wann auch immer er stattfindet) räume ich auf und sortiere aus – nicht jedes Wochenende, aber immer mal wieder.
Nun waren weitere Zeitschriften-Stapel an der Reihe, gesichtet und weggeschmissen zu werden.
Folgenden kleinen Artikel fand ich in einer alten „Glamour“:

So wird Ihr Look vielseitiger
Morgens nicht viel Zeit -also schwupp!- wieder Jeans und Cardigan. Aber wer will schon immer gleich aussehen? In amerikanischen Büros gibt’s den Casual Friday – jeder darf sich lässiger als sonst anziehen. Ich schlage das Gegenteil vor, den Dress-up-Monday! Alle werfen sich in Schale. So kommen all die Ausgehsachen öfter mal aus dem Schrank.

Für Abwechslung sorgt auch mein Look-like-Natalia-Tag, an dem ich mich wie mein Lieblingsmodel kleide.
Am nächsten Tag ziehe ich mich dann an wie beim ersten Treffen mit meinem Freund, das macht an Bürotagen richtig Laune.
Genau wie mein Fremd-Styling-Tag: Freund oder Freundin dürfen bestimmen, was man anzieht. Das ist spannend und bringt uns auf viele neue Ideen.
Übrigens: Nichts gegen Jeans und Cardigan – im 79ies-Look sind sie jetzt sehr angesagt…

Quelle/Kontakt: karin.hesse@glamour.de

 

Dieser glitzernde Schmetterling zum Anstecken hat viele Fans – sowohl in der alten als auch in der neuen Praxis habe ich zu diesem Glitzerding schon viele Komplimente und positive Bemerkungen gehört.
Zwischenzeitig fragte ich mich, ob ich nicht zu alt bin, mit Glitzerzeug am Revers herum zu laufen – offensichtlich nicht, wie mir oft genug bewiesen wurde.
Überhaupt sind es häufig die Details, die anderen ins Auge fallen, auch für andere Schätze aus meiner Ansteck-Sammlung habe ich schon viele nette Kommentare gehört.
Also: Mut zum Glitzern!

aufmerksam

Kindermund: Abgesoffenes Schiff im Seniorenheim

Aus meinem Alltag als Logopädin

Der Kindermund wurde von einer älteren Dame kundgetan, trotzdem firmiert er unter obiger Überschrift
Frau Kramer (Name geändert) freut sich jedes Mal auf den letzten Teil der Stunde, wenn ich das Liederbuch hervor hole und wir schauen, was wir heute mal singen wollen.
In der vergangenen Stunde entschied sie sich für „Horch was kommt von draußen rein“ und „Dat du min Leevsten büst“.
Bezüglich des letzten Liedes fragte ich sie, wovon das Lied denn handle.
Frau Kramer antwortete mit größter Selbstverständlichkeit: „Ja, da ist ’n Schiff, und das is` abgesoffen, näch.“
Ich schaute sehr perplex, sie: „Ja, das Schiff ist untergegangen, da kann man nu nichts machen.“
Ich dachte, das Lied handle von einem Mädchen, das des Nachts heimlich einen Verehrer in ihr Kämmerlein lockt, aber gut. Ich wurde eines Besseren belehrt. 😉
Nächstes Mal bringe ich den „Hamborger Veermaster“ mit, dann sind wir auf der sicheren Seite, was das Thema Schifffahrt angeht.

 

aufmerksam, feminin, liebevoll

Buchempfehlung: „Licht an, Socken aus! Ein erfülltes Sexleben als Basis einer guten Ehe“ von Kevin Leman

Punkt 1: Wer glaubt, dass ich in diesem Artikel Details über Sex schreibe und in Boulevard-Manier „auspacke“, irrt. Dennoch lohnt es sich, weiter zu lesen 😉 .

Punkt 2: Ich kann nur jeder Frau empfehlen, eine Freundin zu haben, die Hebamme ist (oder einen artverwandten Beruf hat). Ich bin mit Alexandra (Name geändert) selbstverständlich NICHT deswegen befreundet, weil sie Hebamme ist, schließlich kennen wir uns aus Studentenzeiten. Aber, im Laufe der Jahre, bin ich immer wieder froh und dankbar, dass ich Alexandra als Freundin und als Fachfrau bezüglich Frauenthemen kenne.
Das besagte Buch entdeckte ich Anfang der Woche in ihrem Bücherregal, durfte es mir ausleihen und habe es seitdem verschlungen.

Nun zum Buch.
Ich berichte darüber, weil ich es als Sachbuch großartig finde.
Und, weil es perfekt beweist, dass es keinen Grund gibt, Christ zu sein und Gott gegen Themen der Sexualität auszuspielen. Nachwievor fehlt uns Christen ein angemessener Umgang mit „heißen Themen“, eins davon ist natürlich Sex. Ich finde es überaus bedauerlich, dass viele Zeitgenossen denken, an Gott zu glauben und prüde zu sein wäre unabdingbar miteinander verknüpft. Wenn ich mich in manchen Kirchen umsehe, scheint der Gedanke auf den ersten Blick nahe zu liegen – aber gut, das ist ein anderes Thema.
Kurz: Mir ist meine Beziehung zu Gott wichtig und ein erfülltes Liebesleben ebenso.
Dass ich mit meiner Sexualität sehr bewusst und sorgsam umgehe, versteht sich als Konsequenz daraus. Persönlicher werde ich an dieser Stelle nicht.

Die Quintessenz des Buches ist:
Nimm dir Zeit für deine Ehefrau, deinen Ehemann,
schätze sie/ihn, unterstütze sie/ihn im Alltag und tu alles, wozu du bereit bist, dass ihr ein Leben lang regelmäßig eine schöne Zeit der Zärtlichkeit und der Erotik habt. Seid kreativ und erweitert euer Repertoire. Lasst es nicht zu Routinen  kommen, überrascht euch gegenseitig, traut euch etwas Neues zu. So lange ihr es liebevoll und respektvoll tut, gibt es keine Grenzen dessen, was man miteinander „tun darf“ oder auch nicht (offenbar in den USA weiterhin ein großes Thema).
Das Buch lockt, fordert auf, ermutigt und informiert.
Gut, es wurde von einem Amerikaner geschrieben und das ist an einigen Stellen deutlich spürbar.
Der ewige Verweis darauf, dass Männer stets mehr Lust haben als Frauen, ist für mich absolut nicht verständlich und in der Beweisführung nicht haltbar, aber sonst hat mir der Autor eine Vielzahl guter Ideen zugetragen.
Auch Themen wie „Das erste Mal“, „Sexualität im Alter“ und ähnliches werden besprochen, der Leserkreis ist bewusst sehr offen gehalten.
Eine herzliche Empfehlung von mir!

 

Das Foto stammt vom „alten Handtuch“

aufmerksam, feminin, kreativ

Werkstatt: Smaragdgrünes Shirt mit gefältetem Ripsband

 

 

Dieses grüne Shirt mag ich sehr, weil mir das Grün schmeichelt.

Das Shirt hatte, ähnlich wie das Oberteil vom vorletzten Me-made-Mittwoch, einen recht engen Halsausschnitt, sodass ich die Schere ansetzte und einen großzügigeren Ausschnitt fertigte, den ich mit einem smaragdgrünen Satinband einfasste.
Da mir die Ausschnittlösung noch langweilig vorkam, habe ich ein dunkelblaues Ripsband in Falten gelegt und unterhalb des Satinbands festgesteppt. Freihändig, weil die Stecknadeln im sich dehnenden Jersey unter dem Füßchen der Nähmaschine sowieso nicht halten.

 

aufmerksam, glaubhaft

Körpergebet

Durch unseren Hauskreis (eine Art privaten Glaubens-Freundschafts-Gebets-Treff) kamen wir darauf, zwei Körpergebete auszuprobieren, also Gebete mit Bewegungen verbunden.
Das eine Körpergebet war schön kurz und einprägsam, sodass es gut in den Alltag passt.

Es beginnt damit, dass ich mich hinstelle und auf die Gegenwart (zeitlich und in Bezug auf Gott) konzentriere.
Anschließend hebe ich die ausgestreckten Arme seitlich bis über den Kopf und sage:
„Geist des lebendigen Gottes…“
während ich nach oben schaue.
Direkt danach führe ich die Hände vor dem Gesicht nach unten (wie Wasser, das herunter rinnt), während ich spreche:
„… erfrische mich mit der Frische des Morgentaus…“
und halte auf Brusthöhe inne.
Von dort werden die Arme nach rechts und links geöffnet:
„…öffne mich…“
und dann sage ich
„…fülle mich…“
während ich die Hände vor dem Körper zusammen führe und geöffnet wie eine Schale halte.
Mit den Händen auf dem Brustkorb sage ich
„…komm in mein Herz…“

und strecke sie zum Schluss nach vorn, weil ich jetzt in den Tag aufbreche:
„… und sende mich. Amen.“

Hm, für „Nicht-Eingeweihte“ wahrscheinlich schwierig nachzuvollziehen.
Aber ein Video habe ich von uns „in Aktion“ nicht (und das wird es auch nicht geben… 😉 )