aufmerksam, glaubhaft

Versöhnung

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Wenn wir in das verborgene Leben
selbst unserer Feinde Einblick nehmen könnten,
würden wir darin genug Leid und Kummer entdecken,
um allen Feindseligkeiten ein Ende zu machen.

Henry W. Longfellow

 

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aufmerksam, kreativ

Dekoration mit Meerestieren

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Vor einiger Zeit veröffentlichte ich eine Anleitung namens „Reigen aus Klee“, wo ich beschrieb, wie ich bunte Kreise zur Dekoration der Äste im Wohnzimmer anfertigte.
Nun stellte ich neue Anhänger anlässlich des maritimen Mottos meiner nächsten Einladung an meine Freundinnen her: Ebenfalls aus Geschenkpapier mit leichtem Glanz, dieses Mal mit Streifen in sand und hellgelb sowie Glanzbildchen.

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In der oben zitierten Anleitung ist die Herstellung der Kreise beschrieben. Darauf klebte ich die Meerestiere, wobei ich darauf achtete, dass die Streifen jeweils in der gleichen Richtung verliefen.

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Mehr Projekte kreativer Frauen sind zu finden unter Creadienstag und bei Meertje, außerdem in den USA bei French Country Cottage und My Romantic Home

aufmerksam

Ein Satz, der mich erfreut – Siebter Teil

Szenen aus meiner Tätigkeit als Logopädin

Ein alleinerziehender Vater verabschiedet sich am Ende der Therapie von mir:
„Danke, was Sie für meinen Hossam* getan haben. Wir beide waren ja nicht immer einer Meinung – aber, Frau Ku`eke, eins muss ich Ihnen lassen: Sie sind mit vollem Einsatz dabei und meinen Ihre Aufgabe hier wirklich ernst. Respekt.“

* Namen wie immer geändert

aufmerksam

Im Garten

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In unserem Hinterhof, der komplett von Häusern umgeben ist und aus einer Rasenfläche mit Bäumen besteht, habe ich an unserer Hausmauer Beete angelegt. Dort wachsen nun verschiedene Samenmischungen für Wiesenblumen sowie Pflanzen, die ich aus den Müllkörben des Friedhofs rettete, um ihr Leben zu verlängern.
Da wir während der großen Hitzewelle in Deutschland im Schwedenurlaub waren, vertrockneten natürlich viele Blumen. Jetzt warte ich noch ein wenig ab, wie sich das Wetter verhält, um dann vor dem Herbst noch ein paar Pflanzen nachzurüsten. Besonders die Heide ist vertrocknet (alle fünf Büsche), sodass ich zum Herbst hin neben Astern vorrangig Heide nachpflanzen werde.

 

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Ich genieße es, bei gutem Wetter den Klappstuhl aus dem Keller zu holen und unter den Buchen im Hof zu sitzen, um mich meiner Lektüre zu widmen. Das Licht, der Wind, das Rauschen der Blätter – hier kann ich wunderbar entspannen.

 

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Mehr Blumen gibt es bei „Weekend Flowers“

aufmerksam, feminin

Reise nach Stockholm: Souvenirs

Die bisherigen Berichte zum Thema sind erschienen unter „Reise nach Stockholm: Orte“ und „Reise nach Stockholm: Erlebnisse“.

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In meinem schwedischen Lieblingsgeschäft „Myrorna“, das ein großes Second-Hand-Sortiment hat, kaufte ich von den dort Angestellten genähte Taschen aus alten Stoffen, ein Handtuch und ein Geschirrtuch sowie einen Läufer, den ich in der Mitte zerschneiden und zu zwei Platzsets umarbeiten werde. Näheres zum sozialen Hintergrund des Geschäfts ist unter „Reise nach Stockholm: Orte“ zu finden.
Die Spültücher erstand ich im „Lagerhaus“, die Aufschrift besagt:
„Deine Mutter arbeitet hier nicht!“

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Von „Myrorna“ stammen ebenfalls die beiden Kuchenplatten, der darauf liegende Glasring für Leuchter zum Auffangen von tropfendem Wachs sowie die Galsschalen in Fisch- und Muschelform.

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Neben dem Kauf von Postkarten der Königsfamilie sowie historischen Karten mit Ansichten Stockholms sorgte ich für Weihnachten vor und erstand ein Set Kärtchen mit Wichteln 😉
Für die nächsten Gäste brachte ich Salzlakritz-Autos mit und für mich selbst zwei Zeitschriften.
Da die Tüten mit den Süßigkeiten der bekannten skandinavischen Selbstbedienungstheken nach dem Rückflug derangiert wirken, dürfen sie nicht mit auf das Foto, müssen aber erwähnt werden.
Wer schon in Skandinavien unterwegs war, kennt das Prozedere:

In Supermärkten und am Kiosk gibt es ganze Wände voll Fächer, die mit je einer Sorte Süßigkeit gefüllt sind: Pralinen, Lakritz, Weingummis, dragierte Früchte oder Nuss-Spezialitäten. Diese werden einzeln entnommen, sodass jede Kundin ihre persönliche Mischung zusammen stellen und zu Hause jede Sorte probieren kann. Bezahlt wird nach Gewicht.

aufmerksam

Reise nach Stockholm: Erlebnisse

Heute folgt der zweite Bericht meiner Erlebnisse der Reise nach Stockholm, der erste Teil inklusive Einleitung mit grundlegenden Informationen über die Stadt ist hier zu finden: „Reise nach Stockholm: Orte“, danach folgt „Reise nach Stockholm: Souvenirs“

„Allsang på Skansen“: Jedes Jahr ab Midsommar bis in den August hinein findet im „Skansen“ am Dienstag ein Freiluft-Konzert statt, das im Eintrittspreis für den Park enthalten ist. Von 20.00 bis 21.00 Uhr filmt das schwedische Fernsehen, davor gibt es erste Lieder zum „Warmsingen“ und danach noch einige Zugaben.
Es treten SängerInnen der schwedischen Charts auf und präsentieren die aktuellen Hits. Der Moderator ist ebenfalls Sänger und stimmt unter anderem schwedisches Liedgut an, das in Liederheften zum Mitsingen angeboten wird. Dann singen alle, so gut sie können, mit. Obwohl wir weder die SängerInnen noch die Lieder kannten, hatten wir viel Spaß an diesem Abend. Und somit singen wir auch in Hamburg fröhlich „Hej hej Monika, hej på dig Monika!“ und „Stockholm i mitt hjärta“ sowie „Hon kommer solsken till mig“. Auffallend war, wie viele Menschen mit Behinderungen sich im Publikum befanden und dass es einen großen (dicht besetzten) Bereich für Rollstuhlfahrer gab – beides kenne ich aus Deutschland so nicht. Auch würde hier wohl kein Moderator das Mikrofon bei einem Konzert einem jungen Mann mit Trisomie 21 vor die Nase halt, der sich sehr freute und laut sang 🙂

Baden auf Lidingö: Östlich von Stockholm liegt, auf dem Weg in die Schären, die Insel Lidingö. Dort lässt es sich naturnah urlauben, während die Stockholmer Innenstadt mit dem in Rad 35 Minuten erreichbar ist. Wer hier eine Ferienwohnung mietet, ist direkt im Grünen und dennoch bestens versorgt (Supermärkte, Busse, Bahn, Hafen für Fährschiffe).
Zum Schwimmen eignen sich besonders der Kottlasjön mit zwei Badestellen (einmal mit Sand, einmal mit Felsen) , die pittoreske Promenade von Mölna im Südosten sowie die Badestelle „Fågelöudden“ mit Sand und schönen Wiesen mit schattenspendenden Bäumen im Nordosten der Insel.

Ausflug in die Schären: Einer der absoluten Höhepunkte unserer Reise war der
Tagesausflug in den Schärengarten zwischen Stockholm und der Ostsee. Zu Beginn sind die Inseln noch recht groß und die Villen darauf zahlreich. Weiter draußen werden die Häuser erst bescheidener und dann weniger, bis es auf das offene Meer hinaus geht. Wir durchstreiften die Natur, beobachteten ein fast zutrauliches Reh, schauten uns im kleinen biologischen Verkauf des einizigen Bauernhofs um („Wir sind heute nicht da, bitte tut das Geld einfach in die Kasse!“) und genossen den Fisch im preisgekrönten „Krog“.

„Chilinötter“: Ein Snack aus dem Supermarkt, den ich als „Nicnocs mit Chili“ beschreiben kann und dem besonders mein Verlobter zusprach.

Der aktuelle Look der Stockholmerin: Wer schnell noch die letzten sommerlichen Tage in Stockholm erleben und dabei als Einheimische durchgehen möchte, sollte sich folgendermaßen kleiden: Das Oberteil muss unbedingt durchsichtig sein und den Blick auf einen farblich kontrastierenden BH freigeben, die Trendfarben lauten weiß, schwarz und neon. So trägt die Stockholmerin bis ins mittlere Alter einen neonfarbigen BH unter einem weißen Top oder einen schwarzen BH unter einem neonfarbigen Shirt.
An die Beine gehören ausnahmslos sehr knappe Hotpants, notfalls tun es auch sehr kurze Miniröcke. Selbstverständlich in schwarz, weiß oder neon. Als Ausnahme werden auch Skinnyjeans zugelassen, die den Begriff „hauteng“ neu prägen.

Mit Schwedinnen schnacken: Die Schwedinnen sind überaus aufgeschlossen, sodass ich viele Male angesprochen wurde. Ob nun eine Dame auf mich zukam, weil das Streifenmuster meiner Hose dem Muster ihres Blazers ähnelte und sie sich darüber freute, oder ich in das Aussuchen von Kleidung zwischen zwei Freundinnen einbezogen wurde: Stets wurde ich auf schwedisch angeplaudert. Freundlich bezogen mich zwei Damen im Café in ihr Gespräch mit ein (als eine der wenigen Unterhaltungen wechselten sie von vornherein auf englisch) und ein kleiner Junge in Badehose erzählte mir strahlend unverständliche Dinge, während ich mit den Füßen im eiskalten Meerwasser stand. Auch ein älterer Herr im Wald ließ es sich nicht nehmen, ein paar Worte mit mir zu wechseln und stieg flink auf deutsch um, das er gut beherrschte. So viele nette Begegnungen gab es, dass ich ganz den Überblick verloren habe… Meist versuchte ich zu Beginn, die kleine Unterhaltung zu meistern, ohne mich als deutsche Touristin zu entlarven, was mit freundlichem Nicken und strahlendem Lächeln auch mehrfach gelang (ohne etwas zu verstehen). Oft war ich dann doch genötigt, mich zu erkennen zu geben, aber machte es nach einem Schnack auf englisch oder deutsch mit einem „Hej då!“ oder „Har det bra!“ oder „Tack så mycke!“ wieder wett.

aufmerksam

Reise nach Stockholm: Orte

Schwedens Hauptstadt Stockholm ist auf 14 Inseln erbaut, die nach und nach eingemeindet wurden. Die Inseln liegen im Mälarsee und dem Saltsjön, der ein Ausläufer der Ostsee ist. So ist in Stockholm meist eine Brise zu spüren und oft liegt der Geruch von Wasser in der Luft, was ich beides sehr mag. Vor Antritt der Reise hatte ich zwei Reiseführer besorgt und etwas im Internet recherchiert – leider mündeten viele der Hinweise in überlaufenen Plätzen und waren nicht so „wundervoll und herausragend“ wie angekündigt. Ohne Reiseliteratur finde ich die erste Orientierung schwierig; habe ich jedoch einen Reiseführer in der Hand, halte ich mich oft sehr eng daran und vezweifle, wenn ich einen bestimmten Hinweis nicht wiederfinde („Hier sollten doch Häuser der neuen Sachlichkeit und im Bauhaus-Stil stehen! Wo sind die denn jetzt? Das ist doch der Tessin-Park! Und warum finde ich die Beschreibung dazu im Reiseführer nicht wieder???“).
Ich behaupte nicht, die gesuchten „Geheimplätze“ gefunden zu haben:
Meine Tipps verstehen sich als Hinweise an jene, die Orte mögen, die auch von Schwedinnen gern aufgesucht werden.


Second-Hand-Geschäft „Myrorna“: Wer „Stilbruch“ in Hamburg kennt, braucht keine näheren Beschreibungen – dies ist das schwedische Äquivalent. Soweit ich es verstanden habe, werden hier gespendete Möbel, Bilder, Lampen, Spiegel, Geschirr, Dekorationsobjekte, Tischdecken, Gardinen sowie Kleidung für Damen, Herren und Kinder verkauft. Das Personal besteht aus Menschen, die wieder eingegliedert werden bzw. auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance haben. Sie werden im Verkauf angeleitet und führen weitere Tätigkeiten aus, wie zum Beispiel wirklich schöne Tragetaschen aus gespendeten Stoffen zu nähen. Da die SchwedInnen sehr modeaffin sind, kaufen sie häufig neue Kleidung und sortieren sie offensichtlich ebenso schnell wieder aus, wodurch viel Potential für Second-Hand-Geschäfte entsteht. Sowohl Geringverdiener als auch Kundinnen mit eigenem Stil können hier fündig werden. Neben Vintagestücken hängt hier ebenso Kleidung, die scheinbar vor wenigen Stunden erst im originalen Geschäft über die Theke gingen, so „up to date“ ist sie. Wirklich schöne Geschirrtücher und Porzellan- sowie Glaswaren lassen sich hier ebenfalls finden (ich sage nur: Kosta Boda!), die gut erhaltenen Möbel waren für das Flugzeug leider zu groß… Überall in Schweden bestehen Filialen, wer schwedisch besser kann als ich, wird auf der Homepage mehr über die Hintergründe lesen können.


Mattssons Band: Verfolgt man die Kungsgatan vom Stureplan Richtung Centralstation, findet sich in der Hausnummer 19 ein ganz wundervolles Geschäft für alle, die gern nähen: Ich habe bereits viele Geschäfte mit Stoffen und Zubehör besucht, aber eine derart überwältigende Auswahl an Knöpfen, Spitzen, Litzen, Kordeln, Bändern und so weiter habe ich zuvor nicht entdeckt. Folgt man der Kungsgatan, sind einige Schritte weiter rechts Panduro-Hobby, links ein Teeladen sowie rechts ein Spielzeuggeschäft zu finden.

IMG_7960Bonscheladen „Polkapojkarna“: In einem hübschen Laden mit offener Werkstatt werden Bonbons nach traditionellen Rezepturen angefertigt. Durch eine große Scheibe kann dabei zugesehen und die Produkte direkt probiert werden. Eine gute Gelegenheit für Mitbringsel!
(Lilla Nygatan 10, Gamla Stan)

Eiscafe „Stikki Nikki“: Die Schwedin Nicole Emson kreiiert seit 2008 Eissorten, die jenseits der üblichen Verdächtigen „Vanille, Erdbeer, Schokolade“ liegen. So testete ich zum Beispiel „Banana Curry“, eine süß- scharfe Kreation mit Chili-Stücken. Auch hier liegen die Preise, wie fast überall in Stockholm, bei 29,- schwedischen Kronen pro Kugel, dafür sind sie so groß wie drei.
(Götgatan, Mariatorget, Drottninggatan)

IMG_7918„Lagerhaus“: Wer „Butlers“ und „Depot“ kennt, hat hier die schwedische Schwester gefunden:
Vieles für die Küche, einiges für das Bad, dazu dekorative Dosen in Form von Eulen und Fabriken (?!)  sowie Geschenkpapier und kreatives Zubehör.

„Cafe Rival“: Ein Cafe neben dem „Hotel Rival“, das eine schöne Terrasse am ruhigen Park mit blühenden Blumenkästen hat. Das Innere des Cafes ist ebenfalls sehr ästhetisch und gleichzeitig gemütlich eingerichtet, die Speisen haben, wie überall in Stockholm, ihren Preis.
(Mariatorget 3, Södermalm)

IMG_7920„Svensk Tenn“: Ein alteingesessenes Einrichtungsgeschäft, das den „schwedischen Stil“ maßgeblich durch moderne Entwürfe, die in der Tradition verwurzelt sind, geprägt hat und bis heute prägt. Ein optischer Traum… (Strandvägen, Östermalm)

Skulpturengarten „Millesgarden“: Auf der östlichen Nachbar Insel Stockholms, Lidingö, liegt gut erreichbar der Skuplturengarten „Millesgarden“. Der Künstler Carl Milles besaß dort Wohnhaus und Atelier, die heute inklusive einer großen Auswahl seiner Werke zu bewundern sind. Die schöne Anlage mit verschiedenen Gärten und einer gesonderten Ausstellungshalle für wechselnde Themen ist wirklich einen Besuch wert. Und da sich die Insel Lidingö als Basisstation (Ferienwohnung) gut eignet, fuhren wir gleich an unserem zweiten Tag dort vorbei.

Die Inseln Riddarholmen, Skeppsholmen und Kastellholmen sind ebenfalls, jenseits vom Trubel auf Gamla Stan und in den anderen Innenstadt-Bereichen, schöne Orte um Architektur zu betrachten und auf einer Bank eine Pause einzulegen.

 

In Kürze folgen die Artikel „Reise nach Stockholm: Erlebnisse“ sowie
„Reise nach Stockholm: Souvenirs“.

aufmerksam, glaubhaft

Tod eines Geschirrschranks

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Am Tag vor unserer Abreise nahm ich mir frei, um in Ruhe die Wohnung aufzuräumen, zu waschen, zu bügeln, zu packen, in die Bücherhalle zu gehen und den Friseur zu besuchen:
Alles, um es während der Reise schön zu haben und nach der Rückkehr in ein Heim zurück zu kommen, das uns willkommen heißt.
Abends um kurz vor 22.00 Uhr trocknete ich die letzten Geschirrteile ab, die nicht mehr in die Spülmaschine gepasst hatten, und ging damit zum Geschirrschrank. In genau diesem Moment krachte der Schrank in sich zusammen, der Inhalt rutschte in beeindruckendem Tempo nach vorn auf meine nackten Füße und den Fußboden, wo das Meiste zerbrach. Der Boden des Schranks sackte nach unten weg, die Regalbretter hingen alle schief. Nach dem ersten Schreck stieg ich vorsichtig aus den Scherben und dankte Gott, dass meine Füße vollkommen unversehrt geblieben waren und mich nichts am Kopf oder im Bauch getroffen hatte.
Während mein Verlobter und ich uns die Bescherung ansahen und einzelne Stücke, die heil geblieben waren, heraus holten, klingelte unser besorgter Nachbar. Wir zeigten ihm die Bescherung, nahmen selbst einige Bilder zur Dokumentation auf und schleppten eimerweise Scherben zur Mülltonne.
Da wir am nächsten Morgen bereits um kurz nach 4.00 Uhr aufstehen wollten, um nach Stockholm zu fliegen, drängte die Zeit, vorher noch etwas schlafen zu können. So bemühten wir uns, das Gröbste zu beseitigen, den Boden von Splittern zu befreien und dennoch zügig ins Bett zu kommen.
So ärgerlich dieser Start in den Urlaub war:
Ich danke Gott, dass er mich bewahrt hat und ich keine Verletzungen davon trug.
Ich danke Gott, dass es vor unserem Urlaub passierte, sodass wir uns unterwegs erholen und geistig darauf vorbereiten konnten, welche Arbeiten nach der Rückkehr anstehen (Schrank demontieren, Geschirr reinigen und sortieren, Schrank und Geschirr ersetzen).
Ich danke Gott, dass ich im Urlaub Zeit hatte, zumindest einige Stücke (wie zwei Kuchenplatten) zu kaufen und somit relativ entspannt für etwas Ersatz sorgen konnte.
Und so sehr mir die Einrichtung am Herzen liegt, so sehr ich Tischkultur liebe:
Ich danke Gott, dass er mich daran erinnert, mein Herz nicht zu sehr an Gegenstände zu hängen.

aufmerksam

Getrödelt – gefunden – gefreut: Schale mit Blütenblättern

 

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Diese Blütenschale stammt aus Stockholm. Ich habe sie second-hand bei Myrorna gekauft, einem Geschäft der schwedischen Heilsarmee, in dem gespendete Gegenstände von Möbeln über Bücher und Haushaltswaren bis zu Kleidungsstücken verkauft werden. Im Unternehmen werden Menschen ausgebildet, die auf dem Arbeitsmarkt bisher keine Chance hatten und hier unter Anleitung Schritte in eine feste Anstellung wagen lernen.
Ein gemeinnütziges Projekt, das hilft, Vorhandenes besser zu verteilen statt zu entsorgen und gleichzeitig der Kundin Spaß beim Stöbern macht – besser geht’s nicht, finde ich.

Da sich weißes Geschirr untereinander schön kombinieren lässt und bezüglich Tischwäsche alle Optionen offen sind, kaufe ich gerne weiße Einzelstücke. Je nach Dekoration fügt sich diese Schale recht unauffällig auf der Tafel ein oder lässt sich in ihrer Form durch ein Blütenarrangement besonders betonen. Die feinen Streifen der Blütenblätter geben der Schüssel neben den geschwungenen Formen etwas Anmutiges, was mir sehr gefällt.

Dies ist ein Beitrag für die Aktion „Getrödelt – gefunden – gefreut“ beim Beswingten Allerlei.

aufmerksam, feminin

Ein Abend für Freundinnen: Typberatung

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Mit einer Freundin widmete ich mich in mehreren Treffen und Mails der Farbberatung, die ich als 2005 zertifizierte Typberaterin durchführen darf:
Zu Beginn ganz klassisch mit den Analysetüchern und anschließend mit den passenden Tüchern aus der ermittelten Farbfamilie, außerdem kümmerten wir uns um die passenden Farben für ihre Businesskleidung (Hosenanzüge und passende Blusen).
Da ich durch meine Tätigkeit als Logopädin, meine privaten Kreativ-Projekte sowie das Engagement in der Kirche vollkommen ausgelastet war, habe ich dafür in der letzten Zeit keine Kapazitäten gehabt.
Umso mehr Spaß machte es, mit der Freundin vor dem Spiegel die Farbtücher an ihrem Gesicht zu testen und zu beobachten, welche Töne ihr besonders schmeicheln. Tags darauf klickte ich auf einer Internetseite für ökologisch einwandfreie Mode schöne Kleidungsstücke in den passenden Farben und Größen zusammen, die sie durchsah und bestellte.
Wir nahmen uns Zeit für eine Prüfung des Kleiderschranks und probierten die angekommenen Kleidungsstücke zusammen mit der vorhandenen Garderobe an.
Zum Schluss kennzeichneten wir den Farbpass von hinten mit passenden Notizen wie „Anzugfarbe“ und „Blusenfarbe“: Einerseits, damit sie die persönlichen „Farbhighlights“ im Geschäft wiederfindet und andererseits, um die schönsten Kombinationen als Gedächtnisstütze griffbereit dabei zu haben.

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