aufmerksam

Kindermund: Überversum voller Lego

Szenen aus meinem Alltag als Logopädin

Ein Vierjähriger erzählte mir etwas über den „Legopard“.

Ein Kind sucht verzweifelt nach dem passenden Superlativ und hat einen Geistesblitz:
„(Der/die/das beste ….) im ganzen Überversum!“

aufmerksam, kreativ

Schätze aus dem Garten

 

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Aktuell habe ich so viele schöne Schätze aus der Natur und vom Wochenmarkt, dass ich überall im Haus kleine Arrangements verteile und täglich das dankbare Gefühl habe, optisch aus dem Vollen schöpfen zu können.
Ich begeistere mich daran, wie das Orange des Kürbis‘ und der rostfarbene Ton der Chrysanthemen zu einander sprechen. Ebenso die gelb-grünliche Färbung der Holzäpfel mit den schwefelgelben Blüten im Blumenstrauß. Und dazu das Weinrot und Tannengrün der Suppentassen (Vintage von Villeroy & Boch)…
Meine Fensterbänke reißen mich aktuell zu Zuständen der Verzückung hin, weil sie wie kleine Gärten anmuten und mich an wahre Füllhörner erinnern.

 

Weitere schöne Eindrücke sind zu entdecken bei Friday-Flowerday und FloralFridayFoto.

aufmerksam

Petition für eine bessere Vergütung in therapeutischen Berufen

Über eine Kollegin erfuhr ich von der aktuell laufenden Petition zur besseren Vergütung von LogopädInnen, PhysiotherapeutInnen und ErgotherapeutInnen (wobei die Logopädinnen mit Abstand am wenigsten verdienen, laut Aussagen meiner Praxisleiterin).
Nach wie vor hat diese Berufsgruppe keine Lobby und wird seitens der Krankenkassen durch Kürzungen und Streichungen im Rahmen der neuen Heilmittelrichtlinien zunehmend unter Druck gesetzt – jenseits der Öffentlichkeit.

Im Folgenden zitiere ich Inhalte aus der Internetseite der Petition auf change.com

Die Vergütung einer Behandlungseinheit in der physiotherapeutischen, ergotherapeutischen und logopädischen Praxis ist nicht mehr zeitgemäß! Zudem werden viele Leistungen kaum- bis gar nicht vergütet (Berichte an den Arzt, Dokumentationen etc.). Es wird endlich Zeit, dass die Gesetzlichen Krankenkassen die erbrachten Leistungen dieser Berufe besser vergüten, denn sie leisten einen wichtigen und verantwortungsvollen Beitrag in der Gesellschaft!

Warum unterschreiben Sie die Petition?
„Ein beträchtlicher Teil der Leistungen dieser Berufsgruppen sind Prävention, mindestens Sekundärprävention! Die Kosten für eine Behandlung sind äußerst gering im Vergleich zu anderen Maßnahmen und besonders im Vergleich zu dem Verlust an Partizipation und den damit verbunden Kosten. Lebensqualität und Wohlbefinden können besonders durch diese Berufsgruppen besonders verbessert werden. Die Bezahlung und die Gängelung (Minutentakt!) sind eine Zumutung hinsichtlich der Arbeitsbedingungen. Direktzugang zum Patienten ist ebenso wichtig.“
Dr. Konstantin Kowalewsky

„Der derzeitigen Vergütungssituation durch die Gesetzlichen Krankenkassen fehlt jede gesunde Relation. In kaum einem anderen Sektor wird allein soviel Geld für Fortbildungen ausgegeben und trotz einer unglaublichen fachlichen Qualifikation keine bessere Vergütung erzielt. Ich würde gern einmal sehen wie Mitarbeiter einer Krankenkasse mit dem Gehalt leben, dass sie uns Therapeuten zuweisen. Ändert sich nichts an der Situation werden immer mehr Therapeuten nur noch mit Privatpatienten arbeiten und Gesundheit ein Luxus werden, den sich nicht mehr jeder leisten kann.“
Robert Haueisen

„Nach 12 Jahren als engagierte, verantwortungsvolle Physiotherapeutin bin ich von der finanziellen Vergütung und den drauf bezogenen Zukunftsaussichten nur noch frustriert. Ich würde dahin blickend dem Nachwuchs dringend von dieser Berufswahl abraten! Das finde ich extrem bedauerlich, da die Gesellschaft gut geschulte Physiotherapeuten benötigt!“
Christina Büttner

Bitte unterstützt das Anliegen und sichert damit eine zuverlässige therapeutische Versorgung für alle Altersklassen!

http://www.change.org/de/Petitionen/physiotherapeuten-ergotherapeuten-und-logop%C3%A4den-besser-verg%C3%BCten

 

aufmerksam, glaubhaft

Aphasie in jungen Jahren – Plötzlich sprachlos mit 17

Noch wenige Tage ist in der Mediathek des ZDF ein Beitrag zu sehen, der zeigt, dass Hirnblutungen und die daraus oft resultierende Aphasie (eine Sprachstörung, die häufig im Zusammenhang mit einem Schlaganfall auftritt) jeden treffen kann – in jedem Alter.
Es wird von einer jungen Frau und ihrem mühsamen Weg zurück ins Leben berichtet, von ihren Zielen und Hoffnungen. In diesem Fall wird der Sprachverlust von einem Unfall ausgelöst, nicht von einem „klassischen“ Schlaganfall. Da Hirnblutungen nicht nur aus Insulten resultieren, sondern vielerlei Ursachen haben, kann auch die Aphasie jede Person betreffen – jenseits des „klassischen Alters“ für Schlanganfälle.
Dieser Beitrag beweist, wie wichtig die Unterstützung durch TherapeutInnen ist und wie viel von ihrer Arbeit abhängt- besonders die Logopädin kommt zu Wort.

http://www.zdf.de/Volle-Kanne/Pl%C3%B6tzlich-sprachlos-30198466.html?mediaType=Artikel

aufmerksam, feminin, Gäste & Feste

Herbstlicher Genuss

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Um den Herbst zu zelebrieren, hatte ich Freundinnen eingeladen: Zum Genießen, Unterhalten, Handarbeiten und für den berühmt-berüchtigten Informationsfluss zwischen Frauen. 😉

 

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Neben gebratenen Apfelspalten mit Vanilleeis reichte ich Waffeln mit Lemon Curd, Cream Fudge (beides original aus England, natürlich…), Blätterteigstangen und Obstsalat. Eine Freundin brachte wunderbare Schokoladen-Pflaumen-Creme und eine andere Marmelade mit, beide direkt aus der eigenen Küche.

 

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Als Getränke servierte ich frisch auf dem Markt erstandenen Holundersaft aus dem alten Land, heiße Schokolade (wenn gewünscht mit Zimt, hausgemachtem Vanillezucker oder einem Schuss Orangensaft) sowie „Söder Grön“, einen leckeren Grüntee mit Früchten aus Stockholm.
Auf jedem Teller lagen neben der Serviette kleine Holzäpfel, die ich beim Spaziergang gesammelt hatte, sowie ein Gedicht beziehungsweise Segens-Wunsch.
Im Anschluss vertieften wir uns in mitgebrachte oder von mir vorbereitete Krativ-Projekte und genossen am Abend Kürbissuppe sowie mitgebrachte Käsespieße und Köstlichkeiten aus dem Hamburger Umland.

 

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aufmerksam, feminin, liebevoll

Im Auge der Betrachterin

In einem Experiment sollten Frauen einem forensischen Zeichner ihr Gesicht beschreiben, das dieser währenddessen hinter einem Sichtschutz in einer Zeichnung festhielt.
Anschließend unterhielt jede von ihnen sich eine Weile mit einer ihr bis dato unbekannten Person (Frau oder Mann), die daraufhin den Raum betrat und nun ihrerseits die betreffende Frau beschrieb.
Das Ergebnis, sichtbar in den beiden nebeneinander ausgestellten Zeichnungen, beweist, dass jede der Frauen sich negativer über das eigene Aussehen definierte als die Fremden die Person beschrieben. Kleine Falten, Lebeflecke, gefühlt dicke Gesichter, zu viele Sommersprossen, dünne Haare, ein hervorstehendes Kinn – all die kleinen und belastenden Makel fielen den unbeteiligten fremden Personen gar nicht auf und fanden somit in die zweite Zeichnung keinen Eingang. Interessanter Weise waren alle „zweiten Bilder“ der Wirklichkeit wesentlich näher als die diktierten Selbstbildnisse.

Zu sehen auf youtube auf englisch sowie in einer deutlich kürzeren deutschen Version auf dove.de

Was bedeutet das für uns Frauen und damit unser Selbstbild, unser Verhalten in Bezug auf Kaschieren, Übermalen, Kritisieren, Schönerträumen, Neidischsein?

 

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Manchmal helfen auch Geschenke von Kindern, den eigenen Wert zu erkennen.

aufmerksam, kreativ

Astern und Mehlbeeren

 

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Aktuell stehen auf einer der Fensterbänke pinke Astern sowie Mehlbeeren (auch Vogelbeeren genannt, von der Eberesche).
Aus dem Garten meiner Eltern hatte ich schöne Zweige mitgebracht, die nach zwei Wochen in der Wohnung entsorgt werden mussten. Die Beeren jedoch waren noch sehr ansehnlich, sodass ich sie abribbelte und in einer Schale sowie einem weißen Tässchen sammelte und sich daraufhin die Astern als Gesellschaft ergaben.
Bevor auch die Beeren endgültig das Zeitliche segnen, halte ich das Arrangement schnell noch fest…

 

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Mehr Blumen sind zu entdecken auf Friday-Flowerday und FloralFridayFoto.

aufmerksam, kreativ, Werkstatt

Türkranz aus einem Herrenhemd

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Diesen Türkranz fertigte ich aus einem Styropor-Kranz, den ich mit einem in Streifen geschnittenen Hemd meines Verlobten umwickelte. Dieses Oberhemd mochte ich besonders an ihm, leider bekam es eines Tages einen Riss direkt am Ellenbogen.
Ich flickte den Riss, trotzdem mochte er es nicht mehr tragen. So beschloss ich, es anderweitig zu verwenden. Nachdem es eine ganze Weile dauerte, bis ich den Kopf für neue Kreativ-Projekte frei hatte, nahm ich mich nun des Hemdes an:
Schon seit Längerem wartet hier ein Styropor-Kranz, um zu einem Türschmuck verarbeitet zu werden. Während mich eine Freundin besuchte und nebenher strickte, begann ich mein Projekt und zeigte ihr den Grund, weshalb das Hemd nicht mehr getragen werden kann: Ironischer Weise musste ich nach dem geflickten Riss lange suchen, bis ich ihn fand, was mich im Nachhinein mit meinen Flick-Künsten versöhnte. Trotzdem war das Hemd fällig zur Verwertung, sodass ich es in Streifen schnitt und probeweise um den Ring wickelte. Anschließend nahm ich die Streifen wieder ab und begann, sie nacheinander mit der Heißklebepistole zu befestigen.

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Dabei achtete ich darauf, die offenen Kanten zunächst umzuschlagen, bevor ich sie um den Kranz wand und von hinten mit dem heißen Kleber fixierte – so sieht es ordentlicher und professioneller aus.
Während des Trocknens und Abkühlens stöberte ich durch meine Dekorations-Vorräte und entschied mich dafür, drei kleine Plastikäpfel, ein weißes Metallschild sowie eine rote Schleife zum Verzieren zu benutzen. So bleibt der Eindruck leicht und lässig, während das Orange im gestreiften Hemdenstoff wieder aufgenommen wird.

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Mehr kreative Ergebnisse sind zu entdecken bei CreaDienstag und Meertje.