aufmerksam, kreativ

Genuss im Sommer: Süße Erdbeeren als Grußkarte

Die Erdbeer-Saison ist schon weitgehend vorüber, falls nicht noch ein paar Nachzügler auf dem Wochenmarkt angeboten werden. Vor einigen Jahren war die Hamburger Erdbeersaison so endlos, dass es im November (!) noch Früchte aus der Region gab. Zu Schleuderpreisen, weil nach fünf Monaten unter Erdbeer-Dauerbeschuss wirklich alle im Stadtteil keine Lust mehr darauf hatten. Für den Wettbewerb auf dem Blog Lillyinheaven teile ich meine süße Karte zum Thema „Sommerzeit“, denn wenn etwas typisch sommerlich für mich ist, dann sind es heimische Beeren in allen Varianten.
Ich stempelte in verschiedenen Grün- und Gelbtönen eine Gartenkulisse aus Zweigen und Ranken auf wollweißen Karton. Auf rosafarbene Pappe stempelte ich in zwei Schritten Erdbeeren und stanzte sie aus. Aquarellpapier färbte ich in Grünschattierungen ein und stanzte daraus die Stilansätze und Erdbeerblätter, sie bekamen noch Umrisse aufgestempelt.
Auf einer rosafarbenen Doppelkarte setzte ich alle Elemente zusammen, zusätzlich klebte ich eine kleine Erdbeerblüte unten auf den Rand, um den gesamten Wachstumsprozess abzubilden. Goldene Glitzersteinchen sorgen für heiteres Funkeln, und aus zwei Garnen fertigte ich ein zartes Knäuel als Akzent für die untere Ecke.

 

 

aufmerksam, glaubhaft, kreativ

Predigtnotizen einmal anders: Mit Tuschkasten im Gottesdienst, auf der Suche nach Stille

Vor Kurzem endete die Kleingruppe „Creating with the Creator“, in der wir durch verschiedene Formen der Kunst im Gespräch mit Gott waren. Durch unseren Schöpfer (creator) ließen wir uns selbst zum Gestalten und Schöpferischsein (creating) inspirieren. Diese neun Abendtermine, die meisten online über Video, haben mein Leben und mein Selbstverständnis als Gläubige und Künstlerin nachhaltig verändert. Sie waren alle 14 Tage mein absolutes Highlight und ich würde viel dafür tun, sie fortsetzen zu können!
So entschloss ich mich an einem Sonntag, an dem ich zu müde für den Gemeindetrubel war, von Zuhause aus den Livestream zu verfolgen und die Predigt in Bildern festzuhalten. Dabei hätte ich nicht öffentlich in der Gemeinde sitzen wollen, während mir sämtliche SitznachbarInnen neugierig über die Schulter schauen oder rund um mich tanzen (und dabei meine Malutensilien in alle Richtungen fliegen).
So saß ich ganz friedlich im morgendlichen Sonnenschein am Küchentisch, hörte Pastor Daniel zu, wie er über „die Rhythmen der Stille“ predigte und versuchte, alle Kernaussagen bildnerisch festzuhalten. Ich hatte die Befürchtung, dass mich das Malen zu sehr vom Zuhören abhält: Wenn ich kreativ bin, bekomme ich von meiner Umgebung absolut nichts mehr mit. Aber es ging überraschend gut, sodass ich hier gerne dazu ermutige, es selbst einmal zu versuchen. Am besten im Format Din A 3, damit genügend Raum bleibt und man nicht ständig überlegt, wie man den Platz einteilt und wie viele Bildchen man wohl noch malen wird, bis die Predigt endet. Und unbedingt allein, damit man sich lockermacht und auf den Prozess einlassen kann.

Und wer meine Schrift nicht entziffern kann, aber dennoch etwas über Stille lernen möchte, hier die Hauptaussagen:
* Auszeiten sind keine Belohnung, sie sind die Voraussetzung für ein aktives Leben.
* Stille und Alleinsein sind kostbar, deshalb kosten sie etwas: Ich werde auf bestimmte Aktivitäten verzichten, werde Verpflichtungen ablehnen oder Termine auf später verschieben.
* Jesaja Kapitel 30, Vers 15: „Denn so spricht Jahwe, der Herr, Israels heiliger Gott: „Durch Umkehr und Ruhe werdet ihr befreit, im Stillsein und Vertrauen liegt eure ganze Kraft. Doch ihr wolltet es ja nicht.“
* Geh den Impulsen Gottes in der Stille nach. Wenn du versuchst, still zu werden, und dich vor lauter durcheinander quasselnden Gedanken in deinem Kopf nicht auf die Stille einlassen kannst: Sage innerlich „Zeig mir, was jetzt dran ist, Jesus!“ Wenn du ständig an Aufgaben denkst, die du noch erledigen sollst, kehre zurück und denke: „Zeig mir, was jetzt dran ist, Jesus!“ Vertrau darauf, dass er zu dir spricht.
* von Franz von Sales: „Wenn dein Herz wandert oder leidet, bring es behutsam an seinen Platz zurück und versetze es sanft in die Gegenwart deines Herrn.
Und selbst wenn du in deinem Leben nichts getan hast, außer dein Herz zurückzubringen und wieder in die Gegenwart unseres Gottes zu versetzen, obwohl es jedes Mal wieder fortlief, nachdem du es zurückgeholt hattest, dann hast du dein Leben wohl erfüllt.“
* Nimm dir täglich Zeit, den Sonnenaufgang oder -untergang zu beobachten: Je nachdem, was besser zu deinem Biorhythmus und Alltag passt. Gib Gott die Chance, zu dir zu sprechen – und dir die Chance, still zu werden.
* Erfüllung kommt nicht aus dem Internet, Ablenkung schon.

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Kranz aus Papierblüten: Schnelle Dekoidee

Vor lauter Bücher und Artikel schreiben, Workshops konzipieren, Karten gestalten und dann ja auch noch arbeiten bin ich die letzten Monate absolut nicht dazu gekommen, unsere Wohnung zu dekorieren. Es interessiert hier auch gerade niemanden, wie die Wände aussehen….. Bis ich kurzentschlossen einen Kranz aus grünen und schwarzen Papierblüten fertigte, die ich vor vielen Jahren für unsere Hochzeit kaufte und dort dann nicht benötigte. Nun zog ich sie aus einer der diversen krüerk’schen Materialkisten (-;
Zack-zack ballerte ich die Blumen mit Klebe auf eine runde Unterlage aus Pappe, die ich mit Hilfe eines Tellers gezeichnet und ausgeschnitten hatte. Als Akzent setzte ich silberfarbene Klebeperlen auf, die mir sonst für meine Grußkarten zu groß sind. Um die Form aufzulockern, klebte ich noch ein paar zusätzliche, lose Blüten an unsere hässliche Küchenwand. Sei hübsch oder ich fress dich – und schon sause ich schnell zum nächsten Projekt weiter!

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Achtsamkeit: Das eigene Leben als Garten betrachten

Meine Achtsamkeits-Nachmittage in der Senioren-Residenz sind beliebt, besonders bei denen, die gern zum Nachdenken angeregt werden, aber keinen Bezug zum Glauben haben. Zwar gibt es bei jedem Treffen eine Entspannungsübung oder ein Ritual, das die Teilnehmenden mit in den Alltag nehmen können – im Vordergrund steht der tiefgehende Austausch über Themen, die sonst keinen Raum bekommen.
Damit auch Personen, die sich nicht öffentlich in die Gruppe trauen, von meinen Impulsen profitieren, schreibe ich für das monatliche Programmheft gerne Artikel, die zum Reflektieren einladen. Ganz unverbindlich, niemand braucht dafür ein Treffen zu besuchen oder mitteilen, was im eigenen Kopf und Herzen passiert.
Als Anregung teile ich gern meinen Text, er kann für philosophische Treffen, die Biografiearbeit oder Gottesdienste verwendet werden.
Wer mehr Input und Praxistipps wünscht, wird in meinem aktuellen Fachbuch „Über die großen Fragen des Lebens sprechen. Achtsamkeit und Spiritualität in der sozialen Betreuung“ fündig.

Kostenloser Download „Im Garten des Lebens“Die Lesezeichen verkaufe ich zu 3,50 Euro das Stück, eine Anfrage erreicht mich über mail@wisperwisper.de

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Gruß zum Entspannen für eine liebe Freundin

Manchmal ist es schwerer, Aufgaben und Pläne liegen zu lassen und für ein paar Stunden aus der allgemeinen Hetze auszusteigen, als weiter den Pflichten zu folgen.
Meine Doppelkarten laden dazu ein, sich für einen Moment zurückzuziehen und die Welt sich ohne uns weiterdrehen zu lassen.

Ich habe zum ersten Mal einen diagonalen Entwurf ausprobiert, für den ich zwei Rechtecke aus unterschiedlichen Motivpappen schräg zerteilte und neu kombiniert zusammensetzte. Mir gefällt die Farbkombination mit dem geometrisch aufgebauten Hintergrund sehr gut. Das Stempelmotiv stammt von Stampin`Up, ich klebte jeweils einen Spruch dazu und rundete die Grüße mit gelb-weißer Kordel ab.

Meine Karten verkaufe ich für 4,00 Euro inklusive Umschlag, Anfragen erreichen mich über mail@wisperwisper.de

aufmerksam, kreativ

Online-Seminar: „Den Herbst mit allen Sinnen erleben“ in der Seniorenbetreuung

Für das Online-Seminar „Den Herbst mit allen Sinnen erleben: Drinnen und draußen mit Senioren aktiv“ gestalte ich vorbereitend abwechslungsreiche Kreativeinheiten. Schließlich soll das Skript einladend bebildert werden, und da alle Teilnehmenden einzeln vor den Monitoren sitzen, sind mir praktische Phasen zum Ausprobieren besonders wichtig. Wenn ich mit meinen Seniorengruppen am Wurschteln bin, habe ich weder die nötige Ruhe noch die Hände frei, um nebenher Fotos zu machen. Daher nehme ich mit zu Hause die Zeit, ein rundum gelungenes Erlebnis für die Betreuerinnen und Therapeutinnen vorzubereiten.
Wer nähere Informationen über das Programm wünscht, wird hier fündig: bpa Seminare
Es sind zwei Vormittage von 9:00 – 12:00 Uhr geplant, am 09.09.2022 und 14.09.2022 Das zwischen den Terminen liegende Wochenende kann selbstständig für die eigene Vertiefung genutzt werden.

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Kreatives Schreiben mit SeniorInnen: Sommerliche Haikus

Zuerst wirkten die Seniorinnen meiner Schreibgruppe etwas verschreckt, als ich ihnen eine Auswahl beispielhafter Haikus austeilte. Als sie das Versmaß verstanden hatten und wir gemeinsam an der Flipchart loslegten, tröpfelten die Ideen zu Beginn nur. Erdbeeren aus meinem Spezialbeet, die letzten Rhododendronblüten und einige Teekräuter, unter der Nase zerrieben, brachten uns in japanische Gartenstimmung. Langsam wurden sie mutiger, sodass im Laufe der Stunde eine richtig schöne Auswahl an Gedichten entstand:

Nasse Erde hier
Im Unkraut lebt das Würmchen
Abendsonne scheint

Erdbeerbowle, süß
Ich schlemme im Liegestuhl
Bei leiser Musik

Rhododendronbusch
Im üppigen Blütenrausch
Großes Farbenspiel

Teezeremonie
Das frische Wasser dampft heiß
Teeblätter duften

Appetit auf Eis
Frisch verliebt, ein junges Paar
Schulkinder drängeln

Mir gefielen die Haikus so gut, dass sie im Monatsheft der Residenz abgedruckt wurden. Derart gelungene Kreationen sollen wertgeschätzt werden – und Neugierige animieren, unsere Schreibgruppe zu besuchen!
Wie Haikus angeleitet werden sowie viele weitere Schreibspiele, Aufgaben und Anregungen rund um das kreative Schreiben mit SeniorInnen präsentiere ich im Praxisbuch „Schatzkiste Schreibspiele“.

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Frische Brise: Grußkarte mit Dame am Meer basteln

Heute zeige ich eine sommerliche Karte, die wunderbar frisch und maritim wirkt.
Ich schnitt aus strukturierter Pappe Doppelkarten zu und ordnete darauf versetzt zwei unterschiedliche Motivpappen in Blautönen an. Die Dame stempelte ich auf dickes weißes Papier, schnitt es zu und färbte die Ränder mit einem Stempelkissen. Die Muschel und der Seestern entstanden aus zwei Farblagen und wurden anschließend sauber ausgeschnitten. Zweifarbige Kordel ringelte ich zu einem Kreis und klebte sie als zusätzlichen Akzent auf.

Meine Karten verkaufe ich für 4 Euro, hier verwendete ich Stempel von Stampin’Up. Wer gern ein Exemplar erhalten möchte oder sich ein ähnliches, personalisiertes Design wünscht, erreicht mich über mail@wisperwisper.de

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Wieder einmal vom Tod überrascht

Wenn ich morgens in die Senioren-Residenz zum Arbeiten komme, schaue ich an der Rezeption ins Dienstbuch, um alle relevanten Neuigkeiten zu erfahren:
Welche BewohnerInnen sind in den Urlaub gefahren, ins Krankenhaus gekommen, zurückgekehrt oder verstorben? Besonders der letzte Punkt ist extrem wichtig, um im Gespräch mit KollegInnen, SeniorInnen und Angehörigen nicht schwungvoll ins Fettnäpfchen zu stolpern.
Oft passiert es, dass ich auf diese Weise von einem Sterbefall erfahre und mir hundert Gründe einfallen, was ich dieser Person schuldig geblieben bin:
Ich hätte noch einmal anrufen können, einen Besuch zwischen quetschen können, einen Gruß vorbeibringen können….
Natürlich ist mir klar, dass ich bei über 300 BewohnerInnen nicht alle ständig im Blick haben kann, und dennoch…. dennoch….. habe ich oft das Gefühl, etwas versäumt zu haben.
Umso erleichterter bin ich, wenn wieder einmal ein Sterbefall eintritt und ich guten Gewissens sagen kann, dass ich dort eben noch aktiv war.
Als ich vom Tod von Frau Puttfarken (Name geändert) las, dachte ich direkt daran, dass ich zwei Tage zuvor noch eine Andacht vorbei gebracht hatte. Zudem eine, in der ich die EmpfängerInnen gleich mehrfach persönlich mit Namen angesprochen hatte (hier ist das Booklet zu finden). So konnte ich nur hoffen, dass sie mein Impulsheft gelesen und gute Gedanken daraus mitgenommen hatte. Frau Puttfarken kam zwar immer mal zu meinen Gottesdiensten, war aber keine gläubige Frau im klassischen Sinne. Da ich meine Andachten extra so konzipiere, dass sie offen für alle sind, schien sie sich wohlgefühlt zu haben. Daher vertraue ich darauf, dass zumindest irgendein Detail meines Inputs ihr in den letzten Momenten gegenwärtig war oder kurz zuvor noch zu einem dankbaren Rückblick eingeladen hat.

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Seminar „Projekttage und Mottowochen mit Senioren“: Kreative Ideen für die Betreuung

Im September biete ich online ein Seminar zum Thema „Projekttage und Mottwochen: Bunte Bausteine für die Soziale Betreuung“ beim bpa an. Es findet an zwei Vormittagen statt, sodass zwischen den beiden Blöcken Zeit zum eigenen Ausprobieren bleibt. Wir werden gemeinsam vor den Bildschirmen kreativ, zusätzlich versende ich ein dickes Materialpaket für die unterschiedlichen Aktivitäten. Das möchte natürlich alles rechtzeitig vorbereitet werden, sodass ich hier mit dem Anfertigen von Beispielen (wie einem Totempfahl für die männliche Zielgruppe) und dem Schreiben des Skripts beschäftigt bin. Ich freue mich schon sehr auf den praktischen Kurs, bei dem wir gemeinsam ganz viel Ausprobieren und Werkeln werden!