aufmerksam, kreativ

Jetzt übernehmen Hipster das Kommando hier

„Hipster, Hipster,“ lispelt mein Mann, wenn er etwas entdeckt, das er albern und verzichtbar findet. Ob das überteuerte Snacks aus vegan-glutenfreier SuperFood-Rohkost sind oder Klamotten, die aussehen, als kämen sie mit Rostflecken aus dem Theaterfundus: Im Zweifelsfall ist es „Hipster“.
Aus Spaß teile ich heute meine private Variante davon. Mit Vasen in gold und kupfer (oh no, so 2017!), trendigem Palmwedel, elegantem Lampenschirm aus Samt, ultra kreativ handgearbeiteter Tapete (alias Geschenkpapier-Bogen) und naturverbunden-romantischen Schalen.
Hipster, Hipster!

Echte Hipster kleben Dinge an die Wand, die sonst niemand dorthin klebt. Zum Beispiel Bögen aus handgeschöpftem und unter Gesängen liebevoll bedrucktem Geschenkpapier aus Indien.
Und wahre Kenner der aktuellen Trends zeigen außerdem das gleiche Bild mindestens ein dutzend Mal, wobei nur andere InsiderInnen erkennen, dass es natürlich nicht das gleiche Bild ist! Nur das selbe…
Spaß muss sein!

Verlinkt mit HolunderblütchenFloralFridayFoto und Freutag.

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Kreativ und kunstfertig: Österlicher Markt in Hamburg

Stricken, filzen, glasblasen, töpfern, drechseln, nähen, fotografieren: Im Sasel-Haus findet dieses Wochenende der Ostermarkt der KunsthandwerkerInnen statt.
Wer nach all den hippen Do-It-Yourself-Messen und modernen Design-Ausstellungen einen ganz klassischen Markt mit bezahlbaren Kreationen sucht, wird hier fündig. Fensterbilder aus Tiffanyglas, Arrangements aus Kunstblumen, Kleidung für Puppen und jede Menge Seidentücher: Auf der Suche nach einem Geschenk für die ältere Generation bieten sich viele Möglichkeiten. Junge Familienmitglieder freuen sich über weiche Plüschtiere und fröhliche Sabbertücher. Aber auch modernere Ausstellungsstücke wie Kunst aus Treibholz oder handgefertige Brillen entdecken die BesucherInnen.

Jahreszeiten unabhängig sind außerdem maritime Stände vertreten wie diese zauberhaften Seehunde und blau-weiße Kacheln.
Hinkommen: Mit der S-Bahn-Linie S1 bis Poppenbüttel und von dort aus mit den Bussen 174 und 24 bis Stadtbahnstraße bzw. Saseler Markt.

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Antiker Luxus mit abruptem Ende: Ausstellung zum vermögenden Wohnstil in Pompeji

Das antike Wandbild zeigt einen plätschernden Brunnen im Schatten tiefer Büsche, die ihre Zweige über ein Geländer dem Wasser zuneigen. Auf der Balustrade ist ein taubengroßer Vogel zu sehen, der sich zum Wasserstrahl ausstreckt. Griffbereit stehen Körbe mit Granatäpfeln, die glänzend in der Sonne liegen. Die Stimmung bricht: Neben den leuchtenden Farben der Früchte zeigen sich auf einem anderen Bild die Hitzeschäden der zerstörerischen Flammen, die der Ausbruch des Vesuvs 79 n.Chr. verursacht hat. Von Ascheresten gereinigt, sind diese Zeugnisse der Antike jetzt bei uns in Hamburg zu besichtigen.

Die aktuelle Ausstellung „Pompeji – Götter, Mythen, Märchen“ im Bucerius Kunst Forum am Rathausmarkt zeigt gut erhaltene antike Malerei aus dem privaten Leben reicher Römer. Ergänzt wird die Ausstellung, die bis zum 11. Januar 2015 zu besichtigen ist, durch Exponate aus den historischen Rekonstruktionen der „Casa del Citarista“. Ein Innenhof mit Arkaden und sich anschließenden Räumen wurde nachgestaltet, um den Grundriss des noblen Hauses nachzuempfinden. Die Bewohner stellten ihren erlesenen Geschmack mit reichen Wandmalereien (Fresken) zur Schau, huldigten auf einem Hausaltar ihren Göttern und lustwandelten durch die zauberhaften Gärten.

Zum ersten Mal werden die am besten erhaltenen Exponate aus Pompeji in ihrem ursprünglichen Zusammenhang gezeigt. Viele Ausstellungsstücke stammen aus dem archäologischen Museum in Neapel, Valeria Sampaolo und Andreas Hoffmann kuratierten die Sammlung.
Die BesucherInnen betrachten neben den Fresken Büsten, Brunnenfiguren und eine lebensgroße Figur des Apollon. Auch goldene Schmuckstücke, zierliche Statuetten und ein Hausaltar sind in den angedeuteten Räumen des Stadtpalasts zu bewundern. Einzelne Exponate wurden mit Hilfe der ZEIT-Stiftung restauriert.
Die Ausstellung wird ergänzt durch einen virtuellen Rundgang der historischen „Casa del Citarista“, der die Dimension der Anlage sowie die lebhaften Farben plastisch darstellt.

Im Kontrast zu einem grauen Herbsttag entführen die Fresken die BesucherInnen mit ihren zarten, heiteren Farben in sommerliche Lebensfreude. Die Bildsprache erscheint vertraut und elegant. Wer das Lebensgefühl von „Arkadien“ mag, findet in dieser Ausstellung ein passendes Angebot. Vor dem Hintergrund der Naturkatastrophe wird eine besondere Spannung zwischen den kostbaren Funden und der Vergänglichkeit erzeugt.

 

 

Bucerius Kunst Forum
Rathausmarkt 2, 20095 Hamburg
Täglich von 11.00 – 19.00 Uhr geöffnet,
donnerstags bis 21.00 Uhr
Eintrittspreise 8 Euro, ermäßigt 5 Euro,
montags Einheitspreis 5 Euro.
www.buceriuskunstforum.de