aufmerksam, feminin

Jippie-ja-yeah: Endlich besitze ich ein Stand-Up-Paddleboard!

Uiuiui, da hatte ich gestern dezentes Herzrasen:
Das erste Mal mein Stand-Up-Paddle-Board aufpumpen, benutzen und heil wieder auf dem Fahrrad nach Hause hühnern! Mitte der Woche hatte ich es second-hand nach der Arbeit abgeholt und unfallfrei auf dem Gepäckträger nach Hause geradelt. Nun waren diverse Neoprenschuhe per Post gekommen, von denen zumindest ein Paar passte – und es hielt mich nichts mehr! Auf zur Jungfernfahrt, pfeif auf 15°C und fehlende Profiklamotten an den Beinen: Die Regenhose musste es tun.
Der von mir ausgewählte Steg war belebter und beliebter als gedacht, was ganz praktisch war, so schnackte ich nett sowohl beim Auf- als auch beim Abbauen mit Wildfremden und hatte weniger Zeit, Angst vor Fehlern zu entwickeln.

Tatsächlich gibt es mitten in Hamburg ganz lauschige Ecken, die ich mir nur mit einem sehr niedlichen Haubentaucher und einem hektischen Buntspecht teilte. Ersterer ergatterte vor meinen Augen einen Fisch und schwamm sehr stolz vor der Nase des Boards damit herum… Der Blick in seinen Augen sagte eindeutig: „Mein Fisch! Feiner Fisch! Schau mal: Lecker Fisch!“
Nach zwei Jahren, die komplett aus Corona-bedingtem Verzicht auf absolut alles Vergnügen und dafür doppelt und dreifach viel Arbeit bestanden, habe ich mir eine Belohnung mehr als verdient. Und einen Beitrag zu mehr Lebensfreude, denn ein Ende von Corona und Krieg sind wirklich nicht abzusehen…

Zum Schluss mal austesten, wie gemütlich es sich sitzen und chillen lässt – Yoga auf dem Brett kommt später. Die Vorbesitzerin erzählte, sie habe mal das Abendbrot in den Rucksack gepackt und auf dem Wasser verzehrt: Auch eine gute Idee.
Da der ganze Spaß sich trotz second-hand und möglichst günstiger Sportklamotten (nur die Hose fehlt noch…) doch ordentlich zusammen läppert, wie man bei uns sagt, hoffe ich, dass ich einige Jahre daran Freude haben werde. Derzeit werde ich von einem tierischen Muskelkater gut unterhalten… der war wohl für die erste Runde im Preis inbegriffen.

aufmerksam, kreativ

Ein Wochenende ohne Medien

Ein Wochenende ohne Fernsehen/Filme, Internet, Chat

Angesichts des Konsums von Informationen und Werbung, die zu weiterem Konsum anregen, habe ich den Eindruck, dass wir nur noch selten dazu kommen, Erlebnisse zu sammeln. Deshalb habe ich verschiedene Ideen für ein Wochenende (oder sogar eine ganze Woche) ohne die Ablenkung und die zeitfressende Wirkung von Medien gesammelt – und bitte um Ergänzungen!

– Die gewonnene Zeit nutzen, um frische Zutaten einzukaufen (besonders nett ist es auf dem Wochenmarkt) und in Ruhe zu kochen. Danach die Mahlzeit entspannt und mit Muße ohne Ablenkung genießen.

– Eine Veranstaltung besuchen (Workshop, Konzert, Lesung, Aufführung, Vortrag, Rundgang)

– Sich Zeit für ein Telefonat oder einen Brief nehmen

– In den Park / in den Wald / auf den Friedhof gehen
und fotografieren
oder sich nach Fundstücken umschauen

– Ein Buch lesen, ohne Störung

– Eine Ecke der Wohnung zum Positiven verändern

– Einen bisher unbekannten Stadtteil besuchen und erkunden

– Etwas mit den Händen tun

– Eine Bilanz des aktuellen Lebens erstellen

– Den Himmel beobachten

– Etwas tun, wozu einem bisher der Mut fehlte

– Schwimmen gehen, den Körper und die Gedanken schweben lassen

– Ein schönes Outfit zusammen stellen, anziehen und den eigenen Anblick im Spiegel positiv bewerten – und dann überlegen, wann es demnächst getragen wird

 

Ich freue mich über weitere Ideen…