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Frauenevent mit Königin Esther: Willkommen im Orient!

Aaaach, wie schön, endlich wieder mit anderen Frauen zum Austausch zusammen zu kommen, sich inspirieren und beschenken zu lassen!
Meine Gemeinde organisierte ein extrem aufwändiges Event, um Frauen zu ermutigen und zu verwöhnen:
Als Auftakt wurden wir mit Lavendellimonde begrüßt und schauten uns staunend im Saal um, der wie ein orientalischer Palast gestaltet war. Überall Gold und Palmwedel, von der Decke bis zum Boden.
Im Garten standen Zelte, in denen Mezze serviert wurden, abgerundet mit starkem, süßem Minztee.

Zwei Input-Blöcke brachten uns das Leben von Königin Esther aus dem alten Testament näher, unterbrochen von Austauschrunden mit den Sitznachbarinnen. Zwischen den Vorträgen gab es die riesigste Kleider-Tauschbörse, die ich je gesehen habe: Wir hatten mindestens so viele Kleidungsstücke und Accessoires wie ein durchschnittliches Modegeschäft (zwei Räume voll!).
Parallel wurden Hände mit Henna bemalt, es gab ein Spa mit Maniküre und Pediküre sowie einen Kreativ-Workshop. Neben vielfältigen Materialien wartete dort an jedem Platz ein Körbchen mit Pralinen, Liebesbotschaften und einer Kerze. Sooooo wohltuend!
Und viel zu wenig Zeit: Ich schaffte es nur zum Essen, in die Klamotten-Party und zu einer ganz schnellen Runde Malen.

Die zweite Input-Runde begann mit einem neuen Drink (diesmal Ayran) und wurde wieder von einer klasse Band superjunger Frauen begleitet. Währenddessen stellte ich fest, dass ich coronabedingt weder Menschenmassen noch Abendveranstaltungen mehr gewohnt bin und extrem aufpassen musste, um konzentriert zu bleiben (-;
Ich bin sehr dankbar für diesen Ausbruch aus meiner zurückgezogenen Corona-Dauersituation und möchte alle ermuntern, ebenfalls als Frauen zusammen zu kommen. Ja, wir hatten ein fettes Budget und haben uns sogar eine Rednerin aus Süddeutschland kommen lassen. Aber auch ohne professionelles Catering und fünf Aktivitäten gleichzeitig lohnt es sich, das Leben als Frau zu feiern und einander kreativ zu unterstützen.

 

 

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Überwältigt von Freude: Mein nächstes Buch wird richtig, richtig gelungen!

Haaach, ich bin gerade ganz zitterig vor Überraschung:
Nach bangen Wochen des Wartens schickte mir die Verlagsleiterin des Neukirchener Verlags jetzt einen ersten Blick auf das Cover und die Innengestaltung meines Buchs „Wo die Freude wohnt“. Dieses Projekt fiel mir in den Schoß, als ich eigentlich ein ganz anderes Manuskript für den Verlag schreiben sollte/wollte. Und ich bin sicher, dass beide Seiten froh sind, dass der Heilige Geist mich inspirierte und ich wie ferngesteuert stattdessen etwas abtippte, das hoffentlich viele Menschen innerlich befreit und beglückt.
Als Fachbuchautorin für praxiserprobte pädagogische Konzepte war es etwas ganz Neues, ein christliches Buch zu schreiben (auch, wenn mein Manuskript unter dem Arbeitstitel „Achtsamkeit und Spiritualität mit Senioren“ schon länger in meinem Stamm-Verlag auf die Drucklegung wartet). Aber dass ich als Christin sehr persönlich Einblick gebe in meinen Glauben und dazu einlade, sinnlicher und fröhlicher und leichter mit Gott unterwegs zu sein – das ist definitiv ein Novum!
Entsprechend groß war meine Angst, ein typisches „Frauen-Wohlfühl-Cover“ mit Kaffeetassen und Pralinen oder rosa Rosenranken verpasst zu bekommen. Der Inhalt ist, in Absprache mit der Lektorin, mein Job – Preis, Optik, Seitenzahl und finales Produkt ist die Verantwortung des Verlags. Da kann ich zum Titelbild und zum Innenteil zwar „Finde ich jetzt gewöhnungsbedürftig“ sagen, aber viel Auswirkung hat das meist nicht.

Umso glücklicher bin ich, wenn der Verlag begeistert vom Entwurf ist und ich beim ersten Blick mit leichtem Herzen in die Begeisterung einstimmen kann.
Ich kenne meine Botschaft in- und auswendig und habe natürlich eigene Vorstellungen, wie eine überzeugende Präsentation meiner geistigen Arbeit für die KundInnen aussehen könnte. Wenn das Äußere (Bucheinband, Innengestaltung) mit dem Inneren (Inhalt) nicht übereinstimmt, schmerzt mich selbst das am Allermeisten. Wichtig ist mir primär, dass eine überzeugende Symbiose entsteht und ein kraftvolles Ganzes in den Händen der LeserInnen liegt. Je nach Grafikerin und Verlag finde ich das Endergebnis gelungen oder eben…. nur halb.
Mehr darf ich heute nicht verraten, sobald das neue Verlagsprogramm online ist, werde ich bei diesem Buch hier im Blog sehr stolz darauf hinweisen.
Kurz: Es ist ein wirklich, wirklich hübsches „Baby“!

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Überwältigt von Dankbarkeit: Wie aus einer kurzen Mail ein Wunder im Alltag wird

Wie aus einem kleinen Gedanken ein kraftvoller Lichtblick entsteht:

Aktuell spüre ich bei vielen alten Menschen, mit denen ich arbeite, eine große Sehnsucht nach Austausch: Über spirituelle Themen, über die Sehnsüchte des Herzens, über die großen Fragen des Lebens. Mindestens ein Mal pro Monat gestalte ich ein abwechslungsreiches Heft mit Bibeltexten, Liedern und Mitmach-Aktionen, das ich interessierten BewohnerInnen der Senioren-Residenz ins Appartement bringe. Doch angesichts der Einsamkeit durch Corona ist das neben Einzelgesprächen nur wenig, was ich bieten kann.

Daher schrieb ich eine Nachricht an die christliche Frauenzeitschrift Lydia, ob es irgendwie möglich sei, dass sie mir 40 Exemplare aus dem Archiv schicken könnten- sie brauchen nicht aktuell sein. Oder ob ich einen größeren Posten überzähliger Magazine auf Rechnung erhalten könne, um sie an die spirituell interessierten Damen zu verteilen.
Heute hatte ich Sonntagsdienst, und mich erwartete im Büro ein riesiger Karton aus dem Verlag. Nur wenige Tage nach meiner Mail entdeckte ich darin 50 originalverpackte Zeitschriften, in drei Stapeln war jeweils eine Ausgabe aus dem vergangenen Jahr enthalten. So konnte ich heute durch die gesamte Anlage laufen und allen Bewohnerinnen, die auf meinem Verteiler standen, eine Zeitschrift durch den Briefschlitz schieben.
Es waren sogar noch Exemplare übrig, um sie in der hauseigenen Bibliothek sowie der Rezeption für Gäste auszulegen.

Vor Dankbarkeit war (und bin) ich ganz überwältigt.
Dass ein Verlag zehn Exemplare als Verteilaktion rausgibt – das hätte ich erwartet. Aber 50 Exemplare, zehn mehr, als ich erbeten hatte? Ich bin völlig geflasht. Noch nicht einmal das Porto für die große Kiste brauchte ich übernehmen.
Danke an den Verlag und danke an Gott, dass solche Wunder möglich sind.
Dafür hat es nur die Überlegung gebraucht, wie ich den SeniorInnen eine Freude machen kann, und die hoffnungsvolle Frage an die passende Adresse, ob ich dort Unterstützung finde.
Wen kannst du heute durch einen kleinen Lichtblick positiv berühren?

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Buchempfehlung: Wie du mit Gott deinen Lebenstraum erfüllst

Wenn du dich danach sehnst, deinen Lebenstraum Realität werden zu lassen und Gottes Auftrag für deine Zeit auf der Erde zu folgen: Holley Gerths Ratgeber „You’re made for a God-Sized Dream“ ist das Passende für dich. Ganz besonders dann, wenn du aus deinem Umfeld bisher vorrangig Gegenwind gespürt hast und für deine Träume ausgelacht wurdest.
Holley benennt die Lügen, die uns von unserer Vision abhalten wollen: Dass träumen egoistisch sei, dass du es nicht schaffen könntest, dass es für dein Alter zu spät sei, dass du den Traum nicht verdienen würdest oder dass dir die Zeit fehle. Alles Lügen, die dich klein halten und Veränderungen unmöglich machen wollen.

Du hast einen Gott-großen Traum, …
… wenn er zu deinen Stärken und Talenten passt
… wenn deine Erfahrungen und Fähigkeiten dich darauf vorbereitet haben
… wenn er dich immer wieder gedanklich einholt, wenn du an nichts anderes denken kannst
… wenn du wahnsinnig verängstigt bist, wie du das schaffen sollst
… wenn andere dich für verrückt halten und deinen Traum abwerten
… wenn er größer als du ist und wenn darin nicht dein Erfolg zählt, sondern Gottes Segen für diese Welt
… wenn er thematisch zu Gottes Wort passt und mit den Aussagen der Bibel übereinstimmt
… wenn die Erreichung des Traums härter ist, als du je gedacht hast
…. wenn er dich zur Freude leitet und eine tiefe Zufriedenheit schenkt

Niemand hat das Recht, sich über das lustig zu machen, was Gott in dich hinein gelegt hat.
Niemand hat das Recht, deine Identität und Gottes Auftrag an dich für diese Welt anzuzweifeln.
Niemand hat das Recht, dich zu entmutigen.

Groß zu träumen ist kein Grund, sich von anderen beschämen zu lassen.
Groß zu Träumen ist ein Grund, stolz zu sein!

Wie du erkennst, welchen Sinn dein Leben hat und wozu du ganz allein ausgewählt bist, während du auf dieser Erde unterwegs bist, erklärt Holley klar und anschaulich. Sie ermutigt und unterstützt, stellt hilfreiche Fragen und vermittelt ganz viel Rückhalt: All das, was wir sonst selten erleben.
Anhand vieler Impulse und einem Aufgabenblatt am Ende jedes Kapitels lässt sich der Inhalt gut in den Alltag übertragen.
Und selbst, wenn du das Buch nur liest, um getröstet zu werden und neuen Mut zu schöpfen: Schon dafür hat es sich gelohnt!
Dass das Buch nur auf Englisch vorliegt, ist schade, es lässt sich aber dennoch flüssig lesen.

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Schwarzbrot für die tägliche Andacht: Empfehlung für einen christlichen Klassiker

Suchst du täglich eine Herausforderung für deinen Glauben?
Sehnst du dich nach einer Botschaft, die dich jeden Tag kurz und knackig auf den richtigen Weg bringt?

Seit fast hundert Jahren ist das Andachtsbuch „Mein Äußerstes für sein Höchstes“ von Oswald Chambers ein weltweiter Dauer-Bestseller. Oswald Chambers reiste mit seiner Frau als Bibellehrer rund um den Globus und betreute in Ägypten australische und neuseeländische Truppen. Er verstarb 1917 mit 43 Jahren in Kairo an den Folgen eines Blinddarmdurchbruchs. Seine Frau Biddy war eine hervorragende Stenotypistin und hatte viele seiner Bibelstunden und Predigten mitgeschrieben. In den Jahren nach seinem Tod ordnete sie die Aufzeichnungen und gab 1923 die erste Ausgabe von „My Utmost for His Highest“ heraus.

Seine Worte haben bis heute die Kraft behalten, klar und prägnant in den Alltag von ChristInnen zu sprechen. Chambers ist kompromisslos in der Anwendung der Bibel auf das eigene Leben. Der tägliche Input passt auf eine Seite und muss oft mehrfach gelesen werden, um verstanden zu werden. Er sagt kein Wort zuviel, jeder Satz trifft und regt zum Nachdenken an.
Wer sich für die tägliche Lektüre ein Buch wünscht, das mit minimaler Länge eine maximale Tiefe bietet, sollte es mit diesem Klassiker probieren. Es enthält geistliches „Schwarzbrot“ für alle, denen die meisten christlichen Bücher zu beliebig und zu seicht sind.
Für Menschen, die sich erst an den christlichen Glauben heran tasten, ist das Buch nicht geeignet: Zu anstrengend, zu abstrakt, zu herausfordernd.
Der Klassiker hat ein hellgelbes Cover, eine sprachliche Neubearbeitung (in rosafarbenem Cover) soll dem modernen Deutsch mehr entsprechen. Ich lese gerade die hellgelbe Standard-Version, die ich verständlich finde, die aber viel Vorwissen voraussetzt.
Viele berühmte Christen sagen, sie lesen das Buch bis heute immer wieder und es habe sie stark geprägt.
Interessant ist, dass in meinem Umfeld alle Generationen die Lektüre schätzen und als wertvoll empfinden. Für alle, die ihren Glauben vertiefen und sich täglich herausfordern lassen wollen, gebe ich eine klare Empfehlung ab!

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Mein Gebet im „Lydia“-Kalender für 2021

Juhu, juhu!
Heute war mal wieder „Belegexemplar-Tag“:
Als ich abends nach Hause kam, wartete ein Umschlag vom Verlag auf mich. Darin der lang erwartete Kalender der Zeitschrift „Lydia“ für 2021, irgendwo in ihm versteckte sich mein Beitrag. Mein Gebet „Miteinander unterwegs“ entdeckte ich, etwas gekürzt, im August. Über so einen schönen Platz im Sommer freue ich mich, umso mehr über das Fotos von den Schären irgendwo in Skandinavien. So kann ich auch die (angekündigte) Kürzung gut verschmerzen.

Miteinander unterwegs

Öffne mir die Augen, Gott,
damit ich deine Spuren auf dem Weg
vor mir sehe.

Öffne mir die Ohren, Gott,
damit ich deine Stimme
im Flüstern des Winds höre.

Öffne mir den Mund, Gott,
damit ich im Alltag nach dir frage.

Öffne mir den Geist, Gott,
damit ich mich auf deine Perspektive einlasse.

Öffne mir das Herz, Gott,
damit ich andere unterwegs begleite.

Öffne mir die Hände, Gott,
damit ich unerwartete Möglichkeiten ergreife.

Öffne den Knoten der Sorgen, Gott,
damit ich jeden Tag voll Vertrauen los laufe.

Amen

© Marie Krüerke

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Berufung leben trotz Fragen und Zweifeln

Am liebsten würde ich behaupten, mein Leben sähe derzeit so aus wie die Pfingstrosen in voller Blüte: Farbgewaltig, prall, gesund und kraftstrotzend. Tatsächlich habe ich gerade eher Ähnlichkeit mit den halbverblühten Exemplaren: Meine Pläne stagnieren, längst abgeschlossene Projekte hängen in der Luft und mein Körper will nicht so, wie ich das will.

Eine Freundin fragte mich, wie mein aktueller Stand zum Thema „Berufung“ aussieht:
Für ChristInnen ist das die Verschmelzung von Persönlichkeit, Talenten und Lebenszielen. Das, wofür wir unsere Energie einsetzen und einer der Gründe, warum wir auf der Welt sind. Was Berufung angeht, war ich schon als Teeny mit vollem Ernst ganz vorne dabei. Bis ich in den letzten Jahrzehnten feststellte, dass Gottes Zeitplan oft ein ganz anderer ist als meiner. Und dass er mir tonnenweise Sehnsucht schenkt, endlich meine Berufung zu leben, und gleichzeitig Geduld und Vertrauen fordert, bis es eines Tages soweit ist.
Meine Freundin gab mir einige schlaue Gedanken mit, die heute von einer anderen Person im Gottesdienst-Livestream meiner Gemeinde aufgegriffen wurden. Und da sicherlich auch andere Menschen nur darauf brennen, ihre Begabungen endlich am passenden Ort einzusetzen, möchte ich sie hier teilen.

  • Zuallererst ist unsere Berufung als ChristInnen, täglich unsere Beziehung zu Gott zu pflegen: Zu beten, zu schweigen, zu singen, zu lesen, zu tanzen, zu meditieren – was auch immer unser persönlicher Kanal zu Jesus ist. Er ist der Mittelpunkt unseres Lebens, er gibt uns Freude und Kraft zu leben, er ist unser Anfang und unser Ziel. Alles andere kommt erst danach.
  • Berufung hat auch eine zeitliche Dimension: In verschiedenen Lebensphasen kann sie im Vordergrund stehen oder in den Hintergrund rücken, kann offen gelebt oder eher innerlich genährt werden.
  • Die Anforderungen der freien Wirtschaft sind keine gesunden Maßeinheiten für unsere Berufung: Wir sollten nicht erwarten, dass unsere Berufung möglichst effektiv gelebt wird und dem Leistungsdenken entspricht. Gott plant unser Versagen, unsere Umwege und Verzögerungen, unsere Krankheitsphasen mit ein. Wir sind diejenigen, die überrascht und frustriert sind, wenn es nicht zügig vorangeht. Dann schämen wir uns, zweifeln und lassen uns schwächen. Für Gott dagegen ist es ganz normal, dass Berufung kein börsennotiertes Aktiengeschäft ist, das Tag und Nacht reibungslos läuft.
  • Berufung heißt nicht, dass alles leicht gehen wird. Und dass es locker gelingen muss. Berufung ist genauso von Suche, Anstrengung und Aushalten-müssen geprägt wie jeder andere Bereich unseres Lebens.
  • Große Erfolge sind viel weniger wichtig als jeder einzelne Mensch, dem wir begegnen und dem wir mit unserer Berufung dienen. Es zählt nicht die Masse an Erfolgen, sondern jeder zwischenmenschliche Moment. Auch dann, wenn unsere Berufung gerade nicht so ganzheitlich gelebt werden kann, wie wir es uns wünschen.
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Musical „Martin Luther King“ tourt durch Deutschland

© Stiftung Creative Kirche

Spontan war ich gestern Abend im Musical „Martin Luther King: Ein Traum verändert die Welt“, weil eine Freundin noch eine freie Karte hatte.
Wer Gospel und dynamische Songs mag, wird die Stimmung genießen. Ich empfehle, sich vorher einen kurzen Überblick über das Leben des Baptistenpastors und Menschenrechtlers zu verschaffen, um die Handlung besser zu verstehen. Die Rückblenden sollen Aufschluss geben, verwirrten mich aber eher. Grundsätzlich steht der Kampf für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung der schwarzen Bevölkerung im Vordergrund, immer verbunden mit dem Vertrauen darauf, dass Gott die Protestierenden stärkt und schützt. Die Konflikte zwischen den Polizisten und den Demonstrierenden, innerhalb der Gruppe und auch zwischen Männern und Frauen werden gut dargestellt. Dennoch ist das Musical relativ gleichförmig, da die primäre Handlung nun einmal der Befreiungskampf ist.

© Stiftung Creative Kirche

Sehr schade fand ich, dass der Chor aus 1346 komplett hellhäutigen Menschen bestand. Hamburg hat so viele internationale und afrikanischstämmige Gemeinden und Chöre – warum hier nicht aktiv um MitsängerInnen geworben wurde, kann ich mir nicht erklären. Denn dass dort zum Mitsingen eingeladen wurde und niemand gekommen sein könnte, ist unvorstellbar. So oder so – ein Musical über die Rechte der farbigen Minderheit kann und soll meiner Meinung nach nicht aus einem Chor ohne eine einzige farbige Person bestehen (Die Hauptdarsteller waren natürlich farbig, aber tausend weiße Gesichter im Background-Chor stimmen doch sehr nachdenklich).
Kritisch erlebte ich auch, dass bewusst stereotype weibliche Themen eingestreut wurden, um Abwechslung zu schaffen. Dass diese weiblichen Themen daran zu erkennen waren, dass sich die Frauen vom gesparten Busstreik-Geld Schuhe kaufen oder Kings Frau Coretta sich angesichts der Nominierung zum Friedensnobelpreis als Erstes fragt, was sie in Oslo bloß anziehen soll, ist komplett unnötig. Klar ist ein bißchen thematische Abwechslung zwischen dem von Selbstzweifel zerfressenen King und dem gewaltbereiten Malcolm X schön, aber dafür Geschlechterklischees zu bemühen – das hätten sich die rein männlichen Autoren und Regisseure besser ausdenken können.

Immerhin sorgten die Szenen um den Besuch in Ostberlin für einige Lacher und die Musik war wirklich gut. Um auch heute für Gerechtigkeit einzustehen, gingen gelbe Wassereimer von „Brot für die Welt“ durch die Reihen. Gegen eine Spende zum Brunnenbau in Kenia durfte man sich eine CD mit zwei Songs des Musicals heraus nehmen, eine unterstützenswerte Aktion.
Bis Mai tourt das Musical durch Deutschland, vom Schuldkind bis zur Oma werden damit alle Familienmitglieder gut unterhalten.

Die Fotos stammen von der Website „Das Chormusical Martin Luther King“, die Rechte der Fotos liegen bei der Stiftung Creative Kirche. Leider lässt sich das weiße Wasserzeichen mit meinem Namen nicht daraus entfernen, dies ist ein Versehen.

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Buchempfehlung: „Gib niemals auf“ von Joyce Meyer

Vor einigen Jahren schenkte mir eine wildfremde Frau das Buch „Gib niemals auf!“ in der S-Bahn. Ich war auf dem Heimweg, die Dame saß mir gegenüber und las, und aus irgendeinem Grund hatte ich den Eindruck, dass sie in einem christlichen Buch schmökerte und ich gern gewusst hätte, in welchem. Also fragte ich sie, sie hielt mir das Buch hin, und bevor sie viel zum Inhalt erzählt hatte, schenkte sie es mir und stieg aus. Ich war völlig perplex.
Natürlich begann ich direkt mit der Lektüre, aber aus irgendeinem Grund packte mich der Inhalt nicht. Trotz harter Jahre der beruflichen Neuorientierung, die mich oft an meine Grenzen brachten, blieb es jahrelang im Bücherregal. Bis ich neulich aus irgendeinem Grund danach griff und es mit sehr, sehr großem Gewinn las. Joyce Meyer ist eine ganz besondere Persönlichkeit, ihre direkte Art und ihr wahnsinnig selbstbewusstes Auftreten können friedliche ChristInnen ziemlich verschrecken. Aber der Inhalt ist das, was in einem Buch zählt, und der überzeugte mich beim zweiten Anlauf komplett.

„Wissen Sie, jeder Adler fühlt sich in einem Hühnerhof unwohl. Alle Adler sehnen sich nach klarer Luft und einem blauen, weiten Himmel. Wenn Sie an einem Ort leben, der Sie davon abhält, die Person zu sein, die Sie sein sollten und das zu tun, was Sie tun sollten, dann werden Sie sich auch unwohl fühlen.
Wenn der Gedanke in Ihrem Kopf und Ihrem Herzen Wurzeln schlägt, sich über das hinaus zu entwickeln, was Sie kennen, wenn der Same der wahren Größe in Ihnen anfängt zu wachsen, wenn Sie ein brennendes Verlangen spüren, aus Altem heraus zu treten, wenn Sie sich nach Abenteuern sehen und etwas Neues oder anderes machen wollen, dann nehmen Sie diese Empfindungen ernst. Fangen Sie an, entsprechend zu handeln.
Doch seien Sie sich auch darüber im Klaren, dass die Menschen um Sie herum Ihre Sehnsucht, aus der Umzäunung auszubrechen, nicht unbedingt nachvollziehen können. Vielleicht wollen sie Ihre Flügel stutzen oder sagen sogar: „Nun beruhige dich mal und sei wie die anderen Hühner. Sieh mal hier, diesen schönen Hühnerhof mit all den leckeren Würmern und Maden. Was soll es schon Besseres geben?“

„Ich bin sicher, dass wir unser Potenzial nur in dem Maße ausschöpfen, wie wir auch mit Widrigkeiten umgehen können. Winston Churchill sagte: „Gemeisterte Schwierigkeiten sind gewonnene Möglichkeiten,“ und diesem Ausspruch stimme ich voll und ganz zu. Wenn Sie sich von Schwierigkeiten und Problemen frustrieren, einschüchtern oder entmutigen lassen, dann werden Sie diese niemals überwinden. Schauen Sie ihnen stattdessen ins Auge; überwinden Sie die Widrigkeiten, mit denen Sie zu tun haben; weigern Sie sich, mittendrin aufzugeben; drängen Sie mit dem Geist eines Bezwinger weiter vorwärts! Und dann werden Sie die notwendige Fähigkeit und Entschlusskraft entwickeln, die Sie brauchen, um Ihr ganzes, von Gott gegebenes Potenzial zu entfalten und alles erleben, was Gott für Sie bereithält.“

Ja, Joyce Meyer liefert eine schier endlose Reihe Steilvorlagen. Wer es sich gerade gemütlich im Leben eingerichtet hat, mag das ungern hören.
Wer jedoch mit der eigenen Weisheit am Ende ist, mit dem Ziel vor Augen dringend neue Kraft braucht oder wer schon lange darauf wartet, dass sich der Wind endlich dreht, wird in diesem Ratgeber einen unfassbaren Schatz finden. Einen Schatz, der immer wieder das Wort Gottes und seine Versprechen für uns in den Mittelpunkt rückt.
Wer findet, dass das eigene Dasein in dieser Welt mehr ist als arbeiten, essen, schlafen und Rechnungen bezahlen, und es mehr geben muss als „Da-sein“, entdeckt in diesem Buch einen kraftvollen Begleiter.

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Wo Gott wohnt

Wo wohnt Gott und wie können wir ihm nahe sein?
Seit ich in der neuen Gemeinde bin, habe ich morgens regelmäßig ein Lied im Ohr.
Während ich frühstücke, lasse ich es laufen und höre der Botschaft zu: Wofür die SängerInnen Gott loben, warum sie ihm danken, wie sie ihn im eigenen Alltag erlebt haben.
Dann wohnt Gott in unserer Küche…

Dieses Lied begleitet mich im Laufe des Tages, es ist wie mein persönlicher Wetterbericht:
Wenn ich mit einem fröhlichen und dankbaren Lied in den Tag starte, beeinflusst das meinen Blick auf die Welt. Und die Welt schaut ganz anders zurück, als wenn ich ohne ein kraftvolles Lied im Ohr aus dem Haus ginge.

„Meine Hoffnung ist lebendig
Mein Fundament in dir beständig
Auch wenn mein Verstand begrenzt ist,
Trau ich Dir alles zu!
Du hast gute Gedanken, die mich fest in dir verankern
Und weil ich in deiner Hand bin,
Trau ich Dir alles zu!

Denn du machst alles neu
Schönheit fällt wie der Regen
In dir blüht alles auf
Du bist pulsierendes Leben
Denn du machst alles neu“

Könige und Priester

So entwickelt sich die Melodie und Botschaft meines Aufsteh-Ohrwurms zu einer selbsterfüllenden Prophezeihung.
Auch abends, wenn ich im Wohnzimmer am Boden liege und meine Verspannungen bearbeite, lasse ich mich von den Gedankenfetzen leiten, die mich zu einem passenden Lied bringen. Oder ich liege während meiner Übungen in der Stille und höre Gott reden, der mich zu Neuem herausfordert. Oder er tröstet und ermutigt mich, damit ich anschließend vertrauensvoll schlafen gehe, nachdem ich meine Hände geöffnet und ihm meine Pläne überlassen habe. Statt mich weiter zu verbeißen und alles krampfhaft allein schaffen zu wollen.
Dann wohnt Gott in unserem Wohnzimmer, zwischen der Isomatte zum Turnen und dem Sofa…

„Higher than the mountains that I face
Höher als die Berge, denen ich gegenüber stehe
Stronger than the power of the grave
Stärker als die Macht des Grabs
Constant through the trial and the change
Gleichbleibend durch Prüfungen und Veränderungen
One thing remains, yes, one thing remains
Bleibt eine Sache gleich, ja, eins bleibt gleich

Your love never fails Deine Liebe scheitert nie
It never gives up Sie gibt niemals auf
It never runs out on me Sie geht nie zu Ende

Jesus Culture

„God is able  Gott ist fähig
He will never fail Er wird nie scheitern
He is almighty God Er ist der allmächtige Gott
Greater than all we seek Größer als alles, was wir suchen
Greater than all we ask Größer als alles, wonach wir fragen

He has done great things Er hat großartige Dinge getan
Lifted up Erhoben
He defeated the grave Bekämpfte er das Grab
Raised to life Er erstand zum Leben
Our God is able Unser Gott ist fähig / allmächtig
In His name we overcome In seinem Namen überwinden wir

For the Lord Denn der Herr
Our God is able Unser Gott ist allmächtig
God is with us Er ist mit uns
God is on our side Er ist auf unserer Seite
He will make a way Er wird uns einen Weg bahnen“

Hillsong

„Before I spoke a word Bevor ich ein erstes Wort sprach
You were singing over me Sangst du über mir
You have been so, so good to me Du warst so, so gut zu mir

Before I took a breath Bevor ich einen Atemzug nahm
You breathed Your life in me Hauchtest du mir Leben ein
You have been so, so kind to me Du warst so, so gut zu mir

Oh the overwhelming, never-ending
Oh, die überwältigende, niemals endende
Reckless love of God Waghalsige Liebe Gottes
Oh, it chases me down  Oh, sie verfolgt mich
Fights ‚til I’m found Kämpft, bis sie mich findet
Leaves the ninety-nine
Verlässt die (anderen) Neunundneunzig
I couldn’t earn it and I don’t deserve it
Ich könnte es nicht verdienen, es steht mir nicht zu
Still You give Yourself away Dennoch gibst du dich selbst
Oh the overwhelming, never-ending
Oh, die überwältigende, niemals endende
Reckless love of God Waghalsige Liebe Gottes

There’s no shadow You won’t light up
Es gibt keinen Schatten, denn du nicht erhellst

Mountain You won’t climb up
Keinen Berg, den du nicht erklimmst
Coming after me Um mir zu folgen
There’s no wall You won’t kick down
Es gibt keine Mauer, die du nicht umtrittst
Lie You won’t tear down
Keine Lüge, die du nicht herunter reißt
Coming after me Um mir zu folgen

I couldn’t earn it and I don’t deserve it
Ich könnte es nicht verdienen, es steht mir nicht zu
Oh the overwhelming, never-ending
Oh, die überwältigende, niemals endende
Reckless love of God Waghalsige Liebe Gottes“

Cory Asbury