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Doppelkarte mit schrägem Schnitt: Einfache und zugleich raffinierte Anleitung

In losen Abständen treffen wir uns in der Kirche zum kreativen Werkeln, und der größte Luxus ist, dass ich nur ein paar ausgewählte Schätze beitrage und das gesamte Material von einer netten Dame bereitgestellt wird. Während sich nebenan, durch eine mobile Trennwand nur unzureichend abgeschirmt, der Gospel-Chor die Seele aus dem Leib brüllte, frickelten wir friedlich an unseren Grußkarten. Ich verliebte mich in die Blumen-Motivpappe und kombinierte sie mit zwei Stanzteilen, die ich nur aus dem großen Fundus fischen brauchte. Luxus, sagte ich das schon?
Die Vögel auf dem orangefarbenen Etikett sehen aus, als würden sie sich in der Abendsonne über dem Blumenbeet versammeln…

Die abgeschrägte Ecke ist so simpel und dennoch derart effektvoll, dass ich ganz begeistert bin. Aufwändige Faltungen fertige ich sonst nur in Workshops an und zu Hause nie wieder – dieses Kartenlayout werde ich ganz bestimmt noch serienmäßig produzieren! Dabei ist es immens wichtig zu beachten, spiegelverkehrt auf der linken Seite des Motivpapiers die Maße und die Schrägung einzuzeichnen, damit am Ende der bunte Karton passend auf der unifarbenen Grundkarte platziert werden kann. Automatisch neigt man dazu, mit dem Bleistift auf der Rückseite des Papiers die Maße so einzuzeichnen, dass sie dem finalen Ausschnitt entsprechen. Wendet man dann die Motivpappe auf die Vorderseite, ist die Schräge plötzlich falsch….

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Geschenkverpackungen schnell und einfach: Überraschung mit der Post

Als Frühlings- und Hoffnungsgruß verschickte ich neulich selbstgemachte Geschenkverpackungen mit Samen für Sprossen.
Inzwischen halten alle Supermärkte und Drogerien Samentütchen bereit, sodass wir verschiedene Gemüse auf der Fensterbank keimen lassen können. Sobald sie einen ca. 3 cm langen Hals und ein hübsches Paar Blättchen haben, können sie geschnitten und roh verzehrt werden. Da Sprossen bis zu 43 Mal so viele Vitamine wie das finale Gemüse enthalten, sind sie ein idealer Nährstofflieferant, solange es nur wenig heimisches Gemüse aus regionalem Anbau gibt. Dazu eignen sich Radieschen, Rucola, Senf, Brokkoli und viele weitere Gemüsesorten.
Kostengünstig, einfach gezogen, komplett klimaneutral – ökologischer und simpler geht es nicht!

Die Geschenktaschen passen exakt in einen Briefumschlag, auch wenn ich das eher zufällig herausbekam, nachdem ich die Gestaltung entworfen habe. Für jede Adressatin bastelte ich unterschiedliche Entwürfe in der Hoffnung, den persönlichen Geschmack zu treffen. Zwei Samentüten und ein Infozettel verschickte ich zusammen mit einer handgefertigten Grußkarte. Ideal auch als kleinen Gruß an Ehrenamtliche oder die Mitglieder einer Kleingruppe! Hier mein Merkzettel, wer ihn verwenden möchte:

Sprossen ziehen
Frisch ausgetriebene Keime mit kleinen Blättchen haben bis zu 43mal mehr Vitamine wie das ausgewachsene Gemüse. Zum Keimen benötigen wir nur einen feuchten Untergrund und einen hellen Platz:
1.) Samen einen Tag in einer kleinen Schale mit Wasser einweichen
2.) Küchenpapier oder Taschentuch doppellagig auf einen kleinen Teller legen, anfeuchten
3.) Samen auf das nasse Tuch streichen, an einen hellen Ort stellen
4.) In den nächsten Tagen feucht halten
5.) Mit einer Schere kurz über den Samen abschneiden und roh verzehren, sobald die Keimlinge 3-4cm groß sind und kleine Blättchen tragen

Diese Geschenkverpackungen und Grußkarten in diversen Designs verkaufe ich für 4 Euro.

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Kleine Geschenkverpackung: Schnelle und effektvolle Dreiecks-Box

Ich liebe es, Grußkarten für Menschen zu basteln, denen ich eine kleine Freude im Alltag machen möchte. Aber immer nur Karten sind auf die Dauer für die Beschenkten genauso wie für die Bastlerin langweilig. Umso mehr freute ich mich, als ich diese kleine Geschenkbox auf einem Blog entdeckte und feststellte, dass sie a) wenig Material benötigt und b) gelingsicher ist. Da es keinerlei Anleitung gab, entwickelte ich sie selbst. Entsprechend fand sie Eingang in meine Kreativ-Gruppe mit den SeniorInnen und darf hier auch einen Auftritt haben.

Grundlage des Entwurfs ist ein beliebiges Rechteck. Auf den beiden kurzen und den zwei langen Seiten wird die Mitte jeweils mit einem kleinen Strich markiert. Hiervon ausgehend werden die Markierungen miteinander verbunden, sodass eine Art „Salmi“ oder Drachen entsteht. Nun werden alle Linien gefalzt, indem die Ecken in die Form hinein gefaltet werden. Zusätzlich knicken wir das Blatt einmal so, dass die beiden kurzen Seiten aufeinander liegen und das Rechteck durch einen Falz halbiert wird.

Nun legen wir den mittigen Falz horizontal vor uns hin, heben die eingeklappten Ecken hoch und schieben sie zu einem Dreieck zusammen, das innen hohl ist. Schwupps, schon ist die Geschenkverpackung fertig! Sie kann von außen noch mit ausgestanzten Elementen, Grüßen und weiteren Details gestaltet werden.
Wer mag, bohrt mit einer Schere noch Löcher, um ein Schleifenband durch die überlappenden Ecken zu ziehen und die Box zu verschließen.

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Grußkarte „Himmelblau“ voller Wölkchen

Ich hatte Lust, einen luftigen Wolkenhimmel auf meinen neuen Grußkarten zu kreieren. So schnitt ich aus verschiedenen Motivpappen Wolken aus und schichtete sie in einer abwechslungsreichen Reihenfolge. Dazwischen setzte ich Wolken aus silberner und dunkelblauer Glitzerpappe, um einen fröhlichen Akzent hinzuzufügen.
Die Karte eignet sich wunderbar, um Papierreste sinnvoll zu verwenden:
Schließlich haben Wolken keine eindeutige Form und können einfach „irgendwie“ aussehen. Ideal, um kleine Papierecken und Fetzen zu etwas Schönem zusammen zu fügen.

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LandArt: Mandala aus Naturmaterialien legen

Heute möchte ich vorstellen, wie ein Mandala in der Natur aus Fundstücken entsteht. Es setzt sich primär aus Kiefernzweigen und -zapfen zusammen, sodass es auch im Herbst und Winter gelegt werden kann.

Nach mehreren Sturmtagen fand ich diese abgerissenen Kiefernzweige mit ihren Blüten. Ich sammelte sie und schnitt die Zweige so kurz, dass primär die Spitzen mit den gelben Blütenständen übrig blieben.

Um die kreisförmige Grundstruktur anzulegen, arrangierte ich die Zweige in einem äußeren Kranz, auf den ich weitere Zweige schichtete, bis der Kreis gleichmäßig ausgefüllt war.

Auch Kiefernzapfen hatte der Sturm herunter gerissen, ich drapierte sie in einem größeren Kreis rund um die Zweige.Tannenzapfen legte ich zwischen den äußeren und den inneren Kreis, dabei zeigen alle Zapfenenden in die Mitte.
Um Höhe zu schaffen, richtete ich drei Tannenzapfen auf und stabilisierte sie, indem ich die Spitzen aneinander legte.
Ein frühlingsfrisches Mandala mit einem Stern aus Blütenblättern der Magnolie gestaltete ich hier: Frische Blättchen von der Buche hatte der Wind ebenso herab geweht wie die Magnolienblüten und Rhododendronblätter.
In Kürze stelle ich auf AktivierenPlus im Bereich „Kreative Angebote“ meine Anleitungen zu LandArt mit SeniorInnen vor.

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Maritime Bilderwand zum Aufatmen: Frisch und leicht dekorieren

Nach Weihnachten setzt bei mir normalerweise das große Aufatmen ein:
Ahhhh, leere Wände, leere Tische, leeres Alles!
Luft zum Atmen, Raum zum Leben, Leere! Himmlisch!
Dieses Weihnachten hatte ich ausnahmsweise zurückhaltend dekoriert, insofern fehlte der spaktakuläre Vorher-nachher-Effekt zwischen Feiertagen und Start ins neue Jahr.

Dennoch hatte ich Lust, die verschneiten Landschaften abzunehmen und den maritimen Kalender, den ich letztes Jahr im Büro aufgehängt hatte, auf neue Art zu Hause zu verarbeiten.
Also schob ich Kalenderblätter, Rahmen und Motive hin und her, bis ich alle Bilder zurecht geschnitten und aufgehängt hatte.
Eine perfekte Mischung ist es dieses Mal nicht geworden, aber egal:
Die Bilder vom Meer helfen definitiv zu einer neuen Variante von „Durchatmen nach dem Jahreswechsel“!

Der geflochtene Strohhut fiel mir zufällig in die Hände, allerdings weiß Gott, dass ich seit über einem halben Jahr auf einen Strohhut für die Bilderwand geiere. Aber dafür kein Geld ausgeben wollte. Hier ist er nun, kostenlos, quasi direkt vor der Haustür tauchte er eines Tages auf und wartete auf mich. Danke, Jesus!

In der Vase auf dem Beistelltisch unter der Bilderwand steht Schilf in der Vase, die „Dannebrog“ flattert im imaginären Wind – wunderbar!

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Einfachen Adventskalender basteln: Mutmachende Botschaften für Kollegin und Freunde

Meine Kollegin ist Single und so langsam hat sie wirklich die Nase voll von Corona und dem eingeschränkten Sozialleben.
Daher bastle ich für sie einen Adventskalender, der sie hoffentlich aufmuntert und inspiriert:
Dazu suchte ich 24 Gebete, Ermutigungen und fröhliche Sprüche zusammen. Zugegebenermaßen entstand eine sehr wilde Mischung von Romanzitaten bis Meditation, aber damit hege ich die Hoffnung, dass etwas Passendes dabei ist.
Ich druckte die Zitate in verschiedenen Schriftarten auf buntes Papier und schnitt sie auseinander. Aus Motivpappe fertigte ich eine feste Hülle, ähnlich eines Briefumschlags, um die Zettelchen darin unterzubringen und schön zu überreichen. Jeden Tag kann sie eine mutmachende Botschaft nach dem Zufallsprinzip aus der Hülle ziehen.
Und wo ich gerade am Basteln bin, werde ich für meine drei Damen im Verlag (Zeitschriftenredaktion, Buchlektorat und Onlinemedien) auch gleich einen Adventskalender fabrizieren.
Normalerweise habe ich wenig Nerv, Weihnachtsgrüße zu gestalten, weil ich meine ganze Kraft auf ein gelungenes Adventsprogramm für die SeniorInnen fokussiere.
Aber als ich neulich feststellte, dass ich meine Partnerinnen im Verlag viel zu wenig lautstark wertschätze, kümmere ich mich mit meinen kleinen, bunten Sprüche-Kalender um eine schöne Überraschung.
Er lässt sich perfekt verschicken und der zeitliche Aufwand ist, verglichen mit anderen komplexen Adventskalendern, noch überschaubar.
Mal gucken, ob ich damit den passenden Nerv treffe…

Gern würde ich meine Sprüchesammlung hier als PDF im Download anbieten, aber wegen des strittigen Urheberrechts meiner diversen Quellen lasse ich es lieber bleiben.

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Anleitung: Ganz einfach einen Kranz aus Ilex binden

Zum zweiten Advent zeige ich heute eine einfache, bebilderte Anleitung zum Binden eines Ilexkranzes (Stechpalmen-Kranz).
Wir brauchen nur eine große Menge kleiner Ilexzweige und eine Rolle Draht, entweder unauffällig in Grün oder absichtlich kontrastierend in Gold, Silber oder Rot.
Wir beginnen damit, an einen längeren Ast einen kürzeren Zweig zu binden und umwickeln den Anfang mehrfach, damit von diesem Startpunkt aus der Kranz Stabilität bekommt.

Wir halten den Anfang des Kranzes in der linken Hand, legen stückweise immer ein weiteres Zweiglein an und drahten sie mit rechts fest. Dabei bleibt die Spule aufgerollt in der rechten Hand liegen und wird nur soweit abgerollt, wie es die vorliegenden Zentimeter erfordern.

So wächst der Kranz, während wir weiter mit links Beerenzweige anlegen und mit rechts etappenweise den Draht abwickeln. Dabei achten wir darauf, dass die Beeren schön platziert werden und die Blätter sich gut einfügen, damit wirklich ein Kreis und kein vieleckiges Ei entsteht.

Wer mag, hängt den Kranz mit einem schönen Band an die Tür oder an die Wand, genauso schmückend sieht er auf einem Teller liegend aus.

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Anleitung: Einfaches Blumengesteck in der Tasse

Ein kostengünstiges Gastgeschenk auf die Schnelle:
Wer ein kreatives Händchen hat und weder Wein noch Schokolade verschenken möchte, lernt hier, wie mit wenig Aufwand und geringen Materialkosten ein Blumenarrangement in der Tasse entsteht.
Gebraucht werden einige Stängel von Blüten mit festem Stiel (am besten ein Bund Blumen kaufen, den einen Teil zu Hause in die Vase stellen, den anderen Teil für das Gesteck verwenden), ein paar kleine grüne Zweige, ein kleiner Rest Steckmoos zum Wässern, eine Tasse, Draht, Heißklebepistole oder Sekundenkleber und ein paar Perlen oder dekorativer Kleinkram aus dem Fundus.

Die Durchführung erklärt sich anhand der Fotos eigentlich Schritt für Schritt von allein:
Zuerst wässern wir den Steckschaum, indem wir ihn in eine Schale voll Wasser legen und warten, bis er sich vollgesogen hat und auf den Grund der Schüssel sinkt. Dann schieben wir das Steckmoos auf den Boden der Tasse.

Die Blumen kürzen wir mit der Schere und schneiden sie mit dem Messer schräg an. Alle überflüssigen Blätter entfernen wir, da sie unnötig Energie beim Verdunsten verlieren und die Zeit der Blüte verkürzen. Wir stecken sie in das Steckmoos und fügen dazwischen ein paar grüne Zweige ein.

Dann suchen wir uns dekorativen Kleinkram aus der Bastelkiste zusammen:
Perlen, Plastikanhänger, Stanzteile aus Holz, Herzen und Blüten aus Stoff, was eben noch da ist.

Die kleinen Dekorationslemente fädeln wir auf Draht.

Den Draht winden wir entweder um die Blumen oder wickeln ihn um die Tasse, um dem Arrangement mehr Textur und Abwechslung zu geben.

Mit der Heißklebepistole oder dem Sekundenkleber befestigen wir weiteren Kleinkram auf Zahnstochern, die zwischen die Blüten gesteckt werden.

Die Gastgeberin kann das Geschenk direkt als Tischdekoration verwenden, und im Gegensatz zu einem Strauß braucht sie sich noch nicht einmal mehr um die Vase zu kümmern. Wer mag, kann für eine Party auch jedem Gast eine solche Tasse anfertigen: Dann nehmen am Ende alle einen Teil der Tischdekoration als Erinnerung mit nach Hause.

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Billig und schön: Günstige Bilder mit großem Effekt

Für alle, die gerade in ihre erste Wohnung ziehen, jeden Cent für ihren Hauskredit brauchen oder so wie ich ständig umdekorieren, versammle ich in den nächsten Wochen kostengünstige Ideen für eine individuelle Einrichtung.

Ich liebe es, regelmäßig neue Bilder und Poster aufzuhängen.
Die Preise, die für Wanddekorationen aufgerufen werden, liebe ich dagegen gar nicht. Da der Baumarkt und Ikea für mich keine Orte sind, wo ich gern einkaufe, brauche ich einen Plan B: Jenseits von hippen Onlineshops mit teuren Produkten einerseits und Massenware vom Discounter andererseits.
Wenn ich in Hamburg unterwegs bin, gehe ich gern in Schreibwarengeschäfte und Papeterien. Dort verkaufen sie eine große Auswahl an Geschenkpapierbögen, die wie Kunstdrucke aussehen. So wie das gelb-grüne Poster, das ich gerahmt habe: Es ist ein Geschenkpapierbogen für 1,40 Euro.
Die Bögen passen perfekt in Bilderrahmen der Maße 50 x 70cm und können glatt als skandinavisches Style-Dingsbums durchgehen.

Der Chrysanthemenstrauß mit Hypericum (Johanniskraut) und Pistazie ist ebenfalls günstig und hält knapp zwei Wochen. Dazu kaufte ich jeweils ein Bund Chrysanthemen, ein Bund Hypericum und zwei Äste Pistaziengrün.

Auch aus dem Urlaub bringe ich gern Geschenkpapierbögen mit:
Sie sind leichter zu transportieren und viel billiger als „echte Kunst“ und tragen das Flair des Urlaubslands mit nach Hause.

Und hier sind weitere dekorative Ideen aus der Serie „Billig und schön“:
Kahle Äste als Raumschmuck benutzen, farbige Highlights mit Kissen gestalten, originale Kunstwerke aufstöbern, Kleidung als Dekoration einsetzen, Kleiderbügel im Industrial Style.

Verlinkt mit Holunderblütchen, Freutag, HoT und FloralFridayFoto.