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Wenn in der Kirche vor lauter Stimmung das Dach abhebt: Dankesparty für Ehrenamtliche

Jedes Jahr vor den Sommerferien feiert unsere Gemeinde eine „Dankesparty“ für alle Ehrenamtlichen – wenn ich richtig gehört habe, waren ca. 220 Personen eingeladen. Entsprechend klang der Geräuschpegel!
Den Auftakt bildete ein großartiges Kuchen- und Tortenbuffet, und da ich zum Mittag nur einen Salat gegessen hatte, konnte ich mir den Zuckerschock des Jahres verpassen (-;
Nachdem ich meine Freundin Larissa* aus einem Gesprächs losgeeist und uns einen Tisch gesucht hatte, der genügend Raum für weitere Freundinnen bot, lernten wir schon mal ein Ehepaar kennen, die wir bis dahin nur aus der Ferne gesehen hatten. Etwas später drängelte sich  Anja* zu uns durch, und ich überzeugte sie, dass sie doch gleich bleiben könne. Und sicherte ihr zu, dass Simone, mit der sie sich wiederum verabredet hatte, auch noch mit einem extra Stuhl dazu passte.
Unser Kuchen war weitgehend vertilgt, bis Simone endlich auftauchte: Die Schlange an der Bar war so gigantisch und der Andrang für die Kaffeespezialitäten so stürmisch, dass sie ein anderes Getränk als geplant erhalten hatte: Espresso-Tonic. Wir begrüßten sie und schauten neugierig auf das sehr professionell aussehende Longdrink-Glas: Pastor Manuel* weiß, was er an der Bar tut!
Sie erklärte uns den Inhalt, woraufhin Anja meinte, das klinge interessant, und probierte. Larissa wollte ebenfalls einen Schluck testen, sodass ich dachte „Ach, wir leben nur einmal, das klingt eklig, aber ich will es genauer wissen!“ Äh, ja: Es schmeckte wie krass schlimmer Hustensaft. Also versicherten wir Simone einstimmig, dass sie diese Spezialität gern allein „genießen“ dürfe.
Als wiederum Steffi mit einem Kuchenteller auftauchte, um sich dazu zu quetschen (das Ehepaar war zu anderen Gesprächspartner*innen weitergezogen), bekam sie von Simone erstmal das Longdrink-Glas unter die Nase gehalten: „Hier, teste mal!“
Anja quatschte dazwischen: „Schmeckt wie Hustensaft!“
Steffi: „Hat denn schon jemand probiert?“
Anja strahlend: „Ja, wir alle!“
Steffi schaute entsetzt und als ob sie mühsam ihr Mittagessen im Magen behielt, daraufhin Simone beruhigend: „Aber ich hab jetzt kein Corona mehr….“
Woraufhin ich wiederum einen stillen Schock erlitt…
Wenn es bei uns zum Abendmahl nur einzelne Gläschen mit Traubensaft für jede*n gibt, statt eines großen Kelchs voll Wein für alle, muss man sich seine Immunstimulation woanders besorgen (-;

Zwischendurch schnappten wir draußen im Garten Luft und schrieben Dankeskarten: Ein großer Stapel hübscher Karten und Stifte lag bereit, um beschriftet und untereinander weitergegeben zu werden. Der schönste Moment war für mich immer, die Überraschung und Freude im Gesicht der Person zu sehen, der ich einen Gruß überreichte!

Nachdem Pastor Dennis* einen selbstgeschriebenen Rap als Dank für alle Ehrenamtlichen vorgetragen hatte, inklusive eines Refrains mit call-response, stürmten wir das orientalische Buffet (das letztes Jahr schon so geil war, dass ich es nie vergessen werde).
Später durften alle einen der goldenen Umschläge nehmen, die an langen Leinen entlang der Wand aufgehängt waren: Die Mitarbeiter*innen der Gemeinde hatten Impulse und Ermutigungen aus ihrem Gebet aufgeschrieben und in jeden goldenen Umschlag eine andere Botschaft gesteckt. Mit dem Ziel, dass alle „zufällig“ blind die passende Botschaft für ihren persönlichen Alltag von der Leine zupften. So etwas liebe ich ja – und habe gleichzeitig Angst, einen Satz zu bekommen, der ganz nett ist, aber nicht so wirklich aussagekräftig. Andere sahen sicherheitshalber gar nicht erst hinein, um ihn in Ruhe zu Hause zu öffnen.
Simone fragte mich, ob die Botschaft in „meinem“ Umschlag für meine Situation passte, daraufhin ich: „Joaaa, schon…“ und ihr den Zettel zeigte.
Sie: „Na, das passt doch perfekt! Ganz genau für dich! Voll ermutigend!“ „Und, was sagst du zu deinem?“ Sie: „Ich trau mich nicht, da rein zu schauen…“ Sie wagte es doch, und siehe da: Es war genau der richtige Impuls zur richtigen Zeit, zu einem Thema, das sie gerade existenziell beschäftigt! Gott ist großartig, wie er zu Menschen spricht und ganz anonym die passende Ermutigung bei der richtigen Person ankommt!
Anja fragte, ob Simone auch den erläuternden Satz darunter gelesen hätte, und präzisierte: „Und, ist da unten auch alles okay?“
Daraufhin quatschte ich dazwischen: „Naja, ich müsste da unten mal wieder zur Vorsorge!“, woraufhin die gesamte Gruppe vor Lachen kollabierte.

Und die Moral von der Geschicht:
Wer glaubt, Kirche sei altmodisch, nur für alte Leute, langweilig und deprimierend, darf sich mal unter Freikirchen und anderen Alternativen umschauen!

* alle Namen geändert

Buchtipp:
Wer sich nach mehr Freude und einem Glauben, der im Alltag praktisch wird, sehnt, schaue sich gern mein Mitmach-Buch „Wo die Freude wohnt“ an. Kreative Ideen, Gebete, Reflexionsübungen laden in die Räume der „Villa der Freude“ ein, wo mit Körper und Seele Gott erlebt werden kann.

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Sommer im „Garten der zweiten Chance“: Guerilla Gardening als Nachbarschaftsbeet

 

Im „Garten der zweiten Chance“, meinem Beet zwischen den Parkbuchten vor dem Haus, ist der Sommer eingezogen. Der üppige Regen freut nicht nur Massen an Nackt-schnecken, auch das Unkraut profitiert- und ein bißchen die Stauden: Alle stammen aus dem Müll und wurden von mir gerettet.
Ich freue mich sehr über das Currykraut, das ich neulich in die sonnigste Ecke direkt am Radweg umsetzte, wo es sich prächtig entwickelt – und damit die wenigen Schattenplätze für andere Pflanzen im Beet freigab. Direkt daneben sprießt eine fantastische Glockenblume – ich liiiiebe Glockenblumen, endlich habe ich dank des Guerilla Gardenings auch welche! Und die Insekten freut es sowieso.

Meine sehr geschätzten Hosta blühen so langsam, sie bringen Höhe im hinteren Bereich der Fläche und sind ebenfalls eine gute Nektarquelle. Daneben beenden irgendwelche weißen Nelken ihre Blüte, da wollte ich noch rausfinden, wer das genau ist.

Mein Sandbett für Bienen und Hummeln scheint dagegen bisher weder den Insekten noch den Singvögeln als Staubbad zuzusagen. Naja, vielleicht entdeckt es ja noch eine Spezies für sich…

 

 

Die Heuchera blühen so zart und romantisch und knallen mit ihrem Laub, das in kräftigen Komplementär-kontrasten von mir gruppiert wurde, auch an trüben Tagen. Frisch aus dem Müll stammen auch wunderbare Nelken, die zwar reine Schmuckstauden sind, doch auch die bekommen einen Platz bei mir.

Gleich vorn an der äußersten Ecke haben sich Ameisen ausgebreitet. Mitten in ihrem Domizil sprießt eine Pflanze, die verdächtig nach Rucola aussieht. Würde sie nicht direkt am Weg und auf der Hunderoute stehen, hätte ich längst mal reingebissen. Es scheint ein Schmalblättriger Doppelsame aus der Familie der Rauke zu sein – am ganz anderen Rand des Beets wächst Ackersenf, der sich selbst ausgesät hat: Das ist definitiv eine andere Pflanze.

 

Hinten rechts strebt die Königskerze dem Himmel entgegen, inzwischen mit den ersten geöffneten Blüten, die prompt von Hummeln belagert werden. Meine Wette läuft noch – in den nächsten Wochen wird sie in der Höhe sicherlich das Weidentipi überholen!

 

 

 

 

 

Damit auch das Totholz mal seinen Auftritt bekommt:
Es wird schön von Binsen, Farn, großen Exemplaren von Skimmie und Günsel umwachsen. Für einen Bienengarten sind Habitate für holzlebende Bienen nötig, rein Optisch schenken die großen Holzstücke noch mehr Waldgefühl.

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Neues aus dem „Garten der zweiten Chance“: Von Rosen und Raupen

Hach, was freue ich mich an meinem Straßenbeet, genannt „Garten der zweiten Chance“.
Alle Stauden, die ich von öffentlichen Kompoststellen rette, finden hier zwischen Fuß- und Radwege sowie Straße ein Zuhause. Viele Pflanzen, die ich im Februar und März einsammelte, kommen nun so richtig in Schwung: nach der Hitze- und Trockenperidoe freuen sie sich über den Regen von ganzen zwei (!) Tagen. Und das in Hamburg, wo man uns doch nachsagt, wir wären immer in Regenjacken unterwegs… So blüht nun die größte meiner fünf Rosen, innen Sonnengelb und außen Kirschrot. Oder Mohnrot? Ich muss sie weiter beobachten
Immerhin hat der Starkregen die Blattläuse vertrieben, dabei knickte zwar Knospe Nr. 2 um, aber naja: Die Rosensaison geht ja erst los.

Farblich sehr schön passend blüht das Habichtskraut, bei dem Fachleute warnen, es würde sich wie verrückt ausbreiten. Da es von zahlreichen Insekten geliebt wird, hat es dazu meine offizielle Genehmigung! Überhaupt wird dieser Sommer zeigen, was genau ich eigentlich alles gerettet und eingebuddelt habe, wer überlebt und wer einen anderen Standort braucht. Ja, und sicher auch, wer stirbt – heute holte ich eine große Runde mehrerer besonders hübschen Heidepflanzen aus dem Boden, die einfach die krasse Sonneneinstrahlung nicht mögen (und deren Wurzelballen zu verfilzt sind, um langfristig anwachsen zu können).

Das grau-behaarte Zeug, das seeehr entfernt an Lavendel erinnerte und stark würzig riecht, entpuppt sich im Wachstum tatsächlich als Currykraut und wird aus dem halbschattigen Bereich in das Gebiet der Farne umgesiedelt: Letztere stehen in praller Sonne und brauchen einfach mehr Feuchtigkeit. Immerhin, ein kleines bißchen Schutz spenden die Blätter der jungen Linde inzwischen.

Ganz glücklich bin ich, dass die mageren Blättchen von neulich tatsächlich zu einer Campanula (Glockenblume) gehören, die erste beginnt gerade zu blühen. So, so schön – ich liebe alles, was an Waldgärten erinnert! Daneben nicken die zarten Blütenstände der Heuchera im Wind, und hinter dem Tipi aus Ästen wächst die Königskerze langsam, aber sicher zu einer ordentlichen Höhe. Ich nehme noch Wetten an, wer am Ende im Juli größer sein wird: Die Königskerze oder das Tipi?!

 

 

Auch über die Fingerhüte freue ich mich, sie stammen von einem großen Sandberg neben einem neu gebauten Geschäftskomplex in der Nähe. Zuerst war ich mir nicht hundertpro sicher, ob die zaghaften Blattrosetten mal Fingerhut oder doch Königskerzen würden – beide mag ich sehr, also kam es nicht drauf an. Sie schenken ganz wunderbar Höhe im hinteren Teil des Beets und werden den Sommer als Teil des „Bienengarten“ große Mengen an Insekten beglücken.

 

 

Zwischendurch blieb eine (mir fremde) ältere Dame stehen und befragte mich, ob ich das Beet „ganz aus eigenem Antrieb angelegt“ hätte. Ja, und auch ganz ohne Hilfe! Ich erklärte ihr, dass nur Pflanzen und Gegenstände aus dem Müll hier einziehen dürften, um darauf hinzuweisen, dass vieles auch jenseits der erwarteten Lebensdauer eine Daseinsberechtigung hat.

Zum Schluss ein Blick auf meinen kleinen Freund, den Marienkäfer: Endlich ist er da, ich habe schon so nach ihm gesucht, da ich genügend Futter in Form von Blattläusen fand!
Genug geschnackt, ich muss wieder runter ins Beet: Nacktschnecken und die Raupen des Frostspanners absammeln, juhu!

 

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Nachbarschaftsgarten der zweiten Chance: Märchenhaftes Beet vor der eigenen Haustür

Neuer Tag, neues Glück in der „Abteilung für die Rettung von Pflanzen aus öffentlichen Müllkörben“. Dazu links ein Eindruck eines Müllkorbs und rechts die heutige Ausbeute. Wer mein Guerilla-Gardening-Projekt noch nicht kennt, bekommt hier einen ersten Eindruck.

Anfang Mai winkt die letzte Chance, beim „Annemarie Dose Preis für das Ehrenamt“ mitzumachen. Also habe ich heute ein paar letzte, gerettete Stauden eingepflanzt und viele Fotos aufgenommen: Schließlich soll der „Nachbarschaftsgarten der zweiten Chance“ eindrücklich präsentiert werden.

Da ich mit einem gravierenden Nacktschnecken-Problem kämpfe (die Biester sind wirklich hartnäckig, schließlich müssen sie eine vielbefahrene Straße oder Radweg und Fußgängerweg überqueren, um in das Blumenbeet zu gelangen), ziehe ich auf dem Balkon Sommerblumen vor. Sie würden im Straßenbeet sofort abgebissen, entsprechend pflanze ich sie raus, sobald sie groß genug gewachsen sind. Auch hier sind die Behälter aus dem Müll gefischt, die Samen habe ich kostenfrei gesammelt bzw. von einer Nachbarin geschenkt bekommen. Für Insekten keimen hier Kugeldisteln, Calendula (Ringelblumen), Zottige Wicke und eine Blumenmischung.

Die sanitären Einrichtungen für Vögel und Insekten sind finalisiert:
Die bereits erwähnte Salatschüssel mit Steinen und Stöckern, gefüllt mit Wasser als Tränke sowie endlich, endlich ein Sandbad: Schon sehr lange war ich auf der Suche nach Sand. Da die Grundlage des Straßenbeets ist, dass dazu nur weggeworfene Materialien verwendet werden, konnte ich nicht einfach Vogelsand kaufen. Endlich entdeckte ich auf einem Kompostplatz etwas grobkörnigen Sand, den ich in die schon lange wartende Tonschüssel füllte. Die Sonnenuhr dient als Anflug- und Abflugplatz, sie wurde am Straßenrand aufgegabelt. Außerdem ist sie seeeehr malerisch, finde ich.

 

 

 

Ein Rebenherz voller Kieferzapfen heißt alle Krabbeltiere willkommen, die dort vorbeischauen mögen – genauso wie die benachbarten Steinhaufen und Muschelschalen, die Schutz für Kleinstlebewesen bieten. „Bienengarten“, wir kommen!


Das Weidentipi füllte ich mit dem Schnitt von Ziergräsern, beides im Winter auf einem städtischen Kompostplatz entdeckt. Innen bildet ein Holzklotz aus einem gefällten Baum die Basis, rund herum schichtete ich Tontöpfe und -scherben sowie weitere Baumscheiben auf: Wertvolle Nistplätze für Wildbienen, die im Holz brüten.

 

 

Der hintere Bereich des Beets wurde bewusst mit höheren Büschen bestückt, um die Luftverwirbelungen der vorbeirasenden Autos etwas abzufangen. Hier legte ich zusätzlich Totholz ab, um weitere Habitate zu schaffen.

Aktuell wird die Pflanzenauswahl durch aussortierte Stauden bestimmt: So zum Beispiel Heuchera, Farne, Schneeheide, Günsel, Bellis, Primeln, Hornveilchen, Vergissmeinnicht, Frauenmantel und die Überreste von Hyazinthen und Narzissen.
Mal abwarten, wann die Sommerblumen-Anzucht auf dem Balkon bereit zum Auspflanzen ist…

 

 

 

 

Am Straßenrand entdeckte ich einen Rumtopf sowie später einen Metalltisch, sie bilden nun die Mitte des Nachbarschaftsgartens unter der Linde. So ist der hässliche „Mulch-Vulkan“ etwas kaschiert. Ein verrostetes Emaillesieb beherbergt jetzt einige Sedumrosetten, die im Sommer sicherlich bis über den Rand hinaus wachsen werden.

Innovativ an meinem Straßengarten ist die Kombination der Themen:
Erstens ressourcenschonendes Haushalten mitten in einer Wegwerf-Gesellschaft, verbunden mit dem Respekt den Menschen gegenüber, die all die Pflanzen gezogen haben.
Zweitens das Nutzen von öffentlichen Grünflächen, die uns allen gehören: Statt sie mit Müll zu verschandeln, können wir sie auch tatkräftig verschönern!
Drittens die Dringlichkeit, auch kleine „Eh-da-Flächen“ ökologisch zu nutzen um Lebensraum für Wildtiere im urbanen Raum zu schaffen.
Viertens der Klimawandel, der dazu drängt, Böden durch Bepflanzung vor dem Austrocknen zu bewahren und durch Stadtgrün die steigenden Temperaturen abzupuffern.
Fünftens das gesellschaftliche Klima, das viel durch Ängste und Konkurrenzgedanken belastet wird, statt gemeinschaftliches Miteinander zu leben:
Mein Garten soll durch seine Ästhetik eine Oase im Alltag sein. Viele Passant*innen teilen mir mit, dass sie sich immer freuen, wenn sie mein aufwändig gestaltetes Beet sehen: Inzwischen ist daraus ein richtiger Treffpunkt für ein spontanes Gespräch geworden.

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Urban Gardening: Wie kostenneutral ein Blumenbeet auf einer Brachfläche entsteht

Im Herbst 2023 begann ich, eine Grünfläche zwischen zwei Parkbuchten vor dem Haus stückweise zu jäten und mit Blumen zu bepflanzen.
Auslöser war, dass ich einen ganzen Berg voller Stauden entdeckte, der in einer öffentlichen Anlage auf die Abholung durch die Müllabfuhr wartete. Täglich werden in Deutschland neben tonnenweise Nahrungsmitteln auch Blumen vernichtet. Da ich es nicht über’s Herz bringen konnte, all die schönen Blumen der Entsorgung zu überlassen, nahm ich eine Reihe Exemplare mit: So viele in meine Fahrradkörbe am Lenker und auf dem Gepäckträger passten.
Außerdem fand ich auf dem Müll ein Tipi aus Ästen, das ich mitnahm, um bei Gelegenheit ein Insektenhotel daraus zu gestalten.Im Winter schmückte ich die beiden Stäbe, die der kleinen Linde Stabilität geben, mit Tannengrün und Metalllaternen – ebenfalls vom Müll gerettet.
Und dann passierte erst einmal nichts….
Bis ich im Februar, wie immer mit dem Rad unterwegs, über einen riesigen Berg an Farnen, Skimmie, Heuchera, Schneeheide, Carex und weiteren Gräsern stolperte. Wieder schlug mein Herz für all die Pflanzen, die zu mächtigen Müllhaufen aufgeschichtet waren, und ich schleppte so viele nach Hause, wie ich in Fahrradkörben und Rucksack unterbringen konnte.

Langsam kam frischer Wind in die Fläche zwischen den Parkbuchten:
Die Farne sorgten für einen Hauch von Waldatmosphäre, Heuchera schenkte hübsche Blattfärbung und Struktur, und die Skimmie pflanzte ich rundum als kleine Hecke. Sie blühte im März wunderschön und wurde eifrig von ersten Bienen besucht. Sogar drei große Exemplare rettete ich vor der Vernichtung, um das Beet nach hinten zur Straße etwas abzuschirmen: Schließlich sollen die Vögel, für die ich Schalen voller Wasser und Sand aufgestellt habe, auch in Ruhe „ihre sanitären Anlagen“ nutzen können (-;

Wenn ich mal wieder ein Stündchen im „Straßenbeet“ verbrachte, blieben inzwischen Nachbar*innen und Passant*innen stehen und unterhielten sich mit mir über mein Projekt. Die anderen Mietparteien unseres Hauses betrachteten mein künstlerisches Chaos vor der Tür zunehmend wohlwollend, je mehr es nach einem „vernünftigen Beet“ aussah.

Die Vogeltränke aus Ton ersetzte ich durch eine Plastikschüssel, die ich auf dem Weg zum Gottesdienst aus einem Gebüsch zog: Sie hält deutlich besser dicht. Mehrere Steine und Stöcke sorgen dafür, dass sowohl Insekten als auch Vögel gut trinken und trockenen Fußes wieder davon fliegen können.

Eine Freundin nahm mich im Auto mit zu einem Spaziergang, unterwegs sammelten wir eine alte Sonnenuhr vom Straßenrand ein: Der perfekte Blickfang zwischen Farnen und Heuchera!

 

 

 

Später entdeckte ich am Rand einer Parkanlage Primeln, Hornveilchen und Günsel, die ich als nächste Ergänzung rettete. Währenddessen entwickelten sich die Wolfsmilchgewächse, die mir im Winter in die Hände gefallen waren, ganz wunderbar: Beispielsweise neben der Salatschüssel-Vogeltränke (-;
Sooo schön!

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Tipi aus Ästen beinhaltet als Basis einen Holzklotz, der von einer Baumfällaktion an der U-Bahn vor einigen Jahren stammt. Darüber schichtete ich den Schnitt von diversen Gräsern, um Insekten Schutz zu bieten. Eine Holzscheibe soll noch aufgehängt werden, damit holzbrütende Wildbienen darin ihre Gänge für die Larven bauen können.

 

 

 

Selbst blühende Hyazinthen lassen sich aus dem Müll fischen – da frage ich mich schon, welche Person Zwiebelblumen in voller Blüte wegwirft?!
An einem Müllkorb traf ich eine ältere Dame, die auf der Suche nach Frühblühern war: Sie wollte sie für den NABU sicherstellen, die wiederum Blumenzwiebeln sammeln und auf Grünflächen auspflanzen wollen, um Insekten zum Start in den Frühling Nahrung bieten zu können.Als ich wieder einmal einen trockenen Moment für eine Runde Gartenarbeit nutzte, kam eine Nachbarin vorbei und brachte mir einen Karton voller Blumensamen für eine Sommerblumenwiese: Sie hatte zuviel davon gekauft, lieben Dank für die Spende!
Obwohl jedes Mal, wenn ich eine Weile im „Straßenbeet“ buddle, der Verkehr wie verrückt neben mir rauscht (beste Grüße an alle, die eine Wohnstraße zur Durchgangsstraße machen, um eine Abkürzung zu nehmen!), genieße ich die Zeit beim Gärtnern. Immer wieder bleibt jemand stehen und lobt meine Bemühungen, und ich vergesse mich ganz im Hier und Jetzt, während ich die nächsten geretteten Stauden in die Erde bringe. Parallel versuche ich, mich nicht allzu sehr über Hundehaufen mitten im Beet und alte weiße Männer, die alles besser wissen und mich belehren müssen, aufzuregen.

Wer jetzt bitte an den Anfang des Beitrags zurückgehen möchte:
So sah es im September 2023 aus, im letzten Foto ist der Stand Mitte April 2024 zu sehen.
Alles, was es dazu brauchte, waren Pflanzen, die vernichtet werden sollten – und immer wieder eine Stunde Engagement meinerseits, um die geretteten Stauden einzubuddeln.
So ist aus einer hässlichen Fläche ein schöner Blickfang geworden, der vielen Passant*innen ein Lächeln schenkt und Tieren ein Zuhause gibt. Kostenfrei, nur mit gelegentlich einer Runde Muskeleinsatz!

Daher meine Ermutigung:
Wo ist in deiner Nähe eine sogenannte „Eh-da-Fläche“, die sich kostenneutral mit geretteten Blumen (oder Samen) begrünen und aufwerten lässt?

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Wenn alles frustig und enttäuschend ist: Gott das Steuer überlassen

Ich bin ein ausgesprochen geduldiger Mensch, aber manchmal läuft mein Frust-Eimer einfach über.
Nach mehr als drei Jahren mit einem bestimmten Kooperationspartner stelle ich mir gerade ganz grundsätzlich die Frage, wie sinnvoll eine fortgesetzte Zusammenarbeit ist. Eine Menge Fehler, unprofessionelle Patzer, respektloses Verhalten haben sich angesammelt und besonders in den letzten Monaten zusätzlich aufsummiert. So sehr ich meine Tätigkeit liebe – die damit verbundenen Umstände machen mich inzwischen rasend.
Tatsächlich kämpfe ich aktuell mit mir selbst und dem Versuch, nachhaltig zu vergeben.
Gleichzeitig möchte ich weniger auf meinen eigenen Einsatz und mehr auf Gottes allmächtigen Einfluss bauen.
Viel zu oft meine ich, alles allein schaffen zu müssen. Mit sehr gründlicher Professionalität und profundem Fachwissen mein Gegenüber überzeugen zu wollen. So lange nachzulegen, bis wirklich das bestmögliche Produkt fertiggestellt werden kann.
Aber je mehr ich mich reinhänge, desto größer ist der Frust, wenn andere mit weniger Herzblut dabei sind und meine Hinweise bewusst ignorieren.
So ringe ich darum, verzeihen zu können und mich auf Gott statt auf meinen menschlichen Einfluss zu verlassen. Ich kann weder die Kompetenz noch die Motivation von anderen Menschen lenken – Gott sehr wohl schon. Und das garantiert liebevoller und umfassender, als es mir möglich wäre.

Wo kämpfst du gegen scheinbar unüberwindbare Grenzen an?
Wo verzweifelst du an dem Mangel von Einfluss, der deine Entscheidungen beschneidet?
Wo beißt du dich fest, mit bestem Wissen und besten Absichten, aber letztlich doch ergebnislos?
Wo weist du den Gedanken an Lockerlassen und Vergeben weit von dir – könntest dadurch aber dennoch inneren Frieden erhalten?
Wo wartet Gott nur darauf, dass du dich an ihn wendest und ihm das Steuer überlässt?

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Du bist begabt: Von Gott für dein Umfeld mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet – nur welchen?

Hast du dich jemals gefragt, mit welchen spirituellen Begabungen Gott dich beschenkt hat?
Jenseits unserer „normalen“ Talente und Fähigkeiten gibt es Kompetenzen, die Gott denen gibt, die an ihn glauben. An verschiedenen Stellen der Bibel ist davon die Rede:
Im Brief an die Römer in Kapitel 12, im ersten Brief an die Korinther in Kapitel 12 und im Brief an die Epheser in Kapitel 4, alle zu finden im Neuen Testament.
Aus den Gaben entstehen verschiedene Kompetenzen, die teilweise sehr praktisch und alltagsrelevant sind, teilweise eher der Unterstützung und Lehre anderer ChristInnen dienen. Das, wozu wir begabt sind, fällt uns leicht und zeigt gute Erfolge – in diesem Bereich sollten wir unser Engagement und unser Ehrenamt konzentrieren. Gleichzeitig können Gabentests zeigen, in welchem Bereich wir Entwicklungspotenzial haben.
In jedem Fall hilft uns das Wissen um unsere Gaben, wie wir ganz persönlich von Gott in unserem Umfeld gebraucht werden. Wir können unsere Stärken ausbauen und unsere Schwächen bewusst einschätzen und mit Gottes Hilfe verringern.

In Kleingruppen und Kirchen helfen Gabentests, nicht „einfach einen offenen Posten in Ehrenamt und Gruppenleitung möglichst schnell und notfalls mit Druck durch irgendeine Person zu besetzen“, sondern bewusst zu analysieren, wer welche Begabung hat und wem eine Aufgabe Freude macht. So können sich Interessierte mit dem Hintergrundwissen ihrer gottgegebenen Fähigkeiten an der passenden Stelle melden oder ermutigt werden, ihr Wachstumspotenzial durch eine neue Aufgabe zu kultivieren.

Neugierig geworden? Ich entdeckte gerade diesen kostenlosen Gabentest:
Er stellt hundert Fragen, die anschließend verschiedene Talente zeigen und auf die passenden Bibelstellen verweisen. Leider ist kein Leitfaden angehängt, wie wir die Gaben kultivieren und ausbauen. Allerdings empfiehlt der Gabenfragebogen  weiterführende Literatur:
„D.I.E.N.S.T Entdecke dein Potential“ von Willow Creek, hier geht’s zum Arbeitsheft
„Die drei Farben deiner Gaben“ von Christian Schwarz

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Frauen fragen viel zu wenig: Was habe ich eigentlich davon?

In meiner Freizeit arbeite ich für diverse Foren und Verlage, 90% meiner Produkte sind dabei kostenlos:

Dieses Blog, das komplett ohne Werbung auskommt und kein Geld einbringt, aber die Miete des Servers kostet. Meine Website „Atemfreude“, die kostenlos Ideen und Stundenentwürfe für Atemgymnastik mit Senioren vorstellt (zum gleichen finanziellen Aufwand meinerseits wie das Blog). Das logopädische Forum „Madoo“, wo ich kostenlos 132 sprachtherapeutische Materialien zum Download anbiete. Diverse christliche Zeitschriften und Bücher, die meine Gebete oder Andachten abdrucken – meist nur gegen ein Belegexemplar, manchmal mit Honorar. Lediglich meine Artikel in Fachzeitschriften lohnen sich finanziell, alles andere dient dem guten Zweck.

Gestern erhielt ich eine Mail mit der Frage, ob ich einer Kürzung eines meiner Gebete und dessen Abdruck in einem christlichen Frauenkalender zustimme. Ja, bitte, viel Spaß damit. Als ich meinem Mann davon erzählte, hob er nur eine Augenbraue und meinte: „Ja ja, wie immer umsonst in der christlichen Welt, nicht wahr?“
Heute fragte ein PR-Mensch, den ich nicht kenne, ob ich einen seiner Forumsartikel in einem meiner (längst veröffentlichten) Blogartikel unterbringen kann. Wie immer ging es um meine Artikel über Bienenfreundliche Gärten mit Lebensraum für Kleintiere, darüber habe ich in den letzten Jahren schon öfter geschrieben. Und wie immer war es eine auf den ersten Blick nicht kommerzielle Seite, insofern gab es keine moralischen Bedenken, einen Link zu setzen.
Dennoch platzte ich innerlich: Und was habe ich davon?

Ist ja schön, dass meine ökologischen Themen in Suchmaschinen gefunden werden und andere sich wünschen, dass wir aufeinander hinweisen, nur: Warum bin ich immer die Dumme, die anderer Leute Öffentlichkeitsarbeit unterstützen soll? Und warum habe ich grundsätzlich nichts davon? Sicherlich, es tut mir nicht weh, einen Bienenartikel in meinem Bienenartikel zu verlinken. Aber warum werde ich regelmäßig, oft sehr dreist, aufgefordert, zum Schutz der Umwelt irgend etwas in meinen Blog aufzunehmen, während die Gegenseite nichts für mich tut? Und noch nicht mal auf den Gedanken kommt, zu sagen:
„Guten Tag Frau Krüerke, Sie haben ein abwechslungsreiches und hochwertiges Blog – könnten wir zusammenarbeiten? Wir wünschen uns, dass Sie für uns……. Dafür bieten wir Ihnen an, dass……“
Nö. Regelmäßig werde ich ohne Vorrede angeschrieben, und wenn ich nicht umgehend antworte und das liefere, was der Mann am anderen Ende des Internets von mir möchte, wird er sehr schnell kackfrech. Habe ich oft genug erlebt.
Finde ich blöd. Mache ich nicht mehr mit.
Ich bin doch keine Biene, die den ganzen Tag fleißig herum summt und am Ende verhungert sterben will.

Seite heute frage ich zurück: „Ich habe Ihre Anfrage erhalten, darum kann ich mich gerne kümmern. Nun frage ich mich: Was tun Sie dafür für mich?“
Zack, prompt wurde mir Geld angeboten. Man muss nur fragen, und wir Frauen sind oft genug so dumm, gar nicht erst mit unseren Forderungen laut zu werden. Mal abwarten, ob auf meinem Konto tatsächlich etwas ankommt. Was selbstverständlich versteuert wird, sollte es passieren.
In diesem Sinne: Wer mal wieder aus heiterem Himmel verlangt, ich sollte jetzt-gleich-sofort irgendeinen Link auf irgendein Angebot setzen: Was leisten Sie für diesen Dienst für mich?

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Ehrenamtlich helfen: Ideen zum Bewerbungstraining mit Flüchtlingen

 

Meinen freien Tag heute habe ich spontan für eine Runde „Marie spielt Karriere-Beraterin und Job-Center-Beamtin“ geopfert, da „mein“ Flüchtling mich anschrieb und um Hilfe zum Bewerben bat.
So von jetzt auf gleich fiel mir auch erstmal nichts ein.
Aber dann kamen mir doch einige Ideen, die ich gerne teilen möchte:

  • Viele Flüchtlinge kommen aus Regionen mit instabiler Wirtschaft. Das heißt, dass es kaum Ausbildungen und Studiengänge gibt, und diese wiederum nur einer kleinen Oberschicht offen stehen. Entsprechend haben die Flüchtlinge nie eine Woche „Berufsorientierung“ in der Schule erlebt. Und mit den tausenden von Berufsbezeichnungen in Deutschland können sie wenig anfangen. Wie sollen sie also wissen, was sie können und welche persönlichen Qualitäten sie jenseits der Sprachbarriere einbringen können?
    Ich finde es sehr sinnvoll, darüber ins Gespräch zu kommen, worin die eigenen Stärken liegen. Was sie einerseits gern machen und andererseits gut können. Und wie diese Kompetenzen an den Sprachbarrieren vorbei zielführend eingesetzt werden können.
  • Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen erscheinen unregelmäßig Sendungen mit dem Titel „7 Tage“. Dafür ist jeweils einE JournalistIn eine Woche lang unterwegs, um eine neue Umgebung zu entdecken. Sie probieren einen Beruf aus, leben in einer anderen Religion, tauchen in ein unbekanntes soziales Milieu ein. Die Dokumentationen laufen eine halbe Stunde, sind interessant und unterhaltsam. Wer einigermaßen deutsch spricht, lernt auf diese Weise viel über Berufe und über die Mentalität der Menschen, die sie ausüben.
    Hier einige Beispiele: Sieben Tage bei der Feuerwehr, Sieben Tage unter Bademeistern, Sieben Tage am Filmset, Sieben Tage Pflege daheim, Sieben Tage unter Spitzenköchen.
    Jenseits von Job-Center und Leistungsdruck können sich Flüchtlinge so einen Einblick in unsere Arbeitswelt verschaffen und gleichzeitig ihr Hörverständnis trainieren.
    Hier wird eine Übersicht der Themen gezeigt.
  • Plattformen für Studenten-Jobs bieten oft Tätigkeiten an, die ungelernt geleistet werden können. Manche Unternehmen beharren aus steuerlichen Gründen auf einen Studenten-Status. Aber auch viele Zeitarbeitsfirmen suchen auf diesem Weg nach Arbeitskräften. Ich rief spontan zwei Unternehmen an, die beide offen für „meinen“ Eritreer waren und bei denen er sich morgen gleich vorstellt.
    Der Trick ist natürlich, dass sie als ersten Eindruck mein perfektes Deutsch sowie meine Empfehlung haben. Hätte er sich mit gebrochenem Deutsch am Telefon selbst gemeldet, wäre es wahrscheinlich nicht so schnell zur Einladung gekommen…
    Für den Hamburger Raum empfehle ich das „Stellenwerk“ für ungelernte Jobs und Praktika aller Art.
  • Wer kennt wen, die oder der im gewünschten Arbeitsbereich Erfahrungen hat?
    Wenn Flüchtlingen sich mit ihren geringen Sprachkenntnissen und ihrer dunklen Hautfarbe bewerben, macht sich kaum jemand die Mühe, einen Blick zu riskieren oder sogar ein Vorstellungsgespräch einzuleiten. Hat keine Berufserfahrung, ist nicht deutsch, sieht fremd aus, brauchen wir hier nicht. Fertig.
    Wenn ich aber eine KFZ-Mechanikerin, einen Krankenpfleger oder einen Fliesenleger kenne, denen ich „meinen“ Flüchtling persönlich empfehle, sieht die Lage schon ganz anders aus. Wenn ich die Person empfehle und betone, dass ich sie als freundlich, zuverlässig und interessiert erlebe, ist dieser Vertrauensvorschuss Gold wert. Also, wer kennt wen, und sei es über drei Ecken?

 

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Zur heutigen Bundespräsidentenwahl: Über Deutschlands First Ladies

Nachdem es heute im Fernsehen ständig um die Wahl des neuen Bundespräsidenten ging, möchte ich den Blick auf die deutschen First Ladies richten. Bei Phoenix ist eine zweiteilige Dokumentation über die Frauen an der Seite der Bundespräsidenten zu sehen. Wer die Sendetermine verpasst, kann sich die Reportage auch (in deutlich schlechterer Qualität) bei Youtube anschauen.
Viele relevante soziale Angebote wie das Müttergenesungswerk, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Aufklärung und medizinische Hilfe für Krebskranke, Tagesstätten für SeniorInnen usw. gehen auf die Initiative der First Ladies zurück.
Wir halten diese Errungenschaften heute für völlig selbstverständlich. Dabei haben wir den Damen im Hintergrund, die ihre intensive Arbeit bis heute ehrenamtlich tun, viel zu verdanken.