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Getrödelt – gefunden- gefreut: Goldener Spiegel

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Dieser Spiegel mit goldenem Rahmen und plastischer Schleife sieht antik aus, ist es aber nicht. Ich kaufte ihn in einem Antiquitätengeschäft in Hamburg-Alsterdorf, das inzwischen seinen Räumungsverkauf beendet und geschlossen hat.

 

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Das Material des Rahmens ist leider kein Holz, sondern ein Werkstoff, der wahrscheinlich gegossen wurde. Immerhin wurde der Spiegel wie im Originalverfahren erst dunkelrot gefärbt und anschließend Gold, sodass die „Vergoldung“ relativ authentisch wirkt.

 

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Ich liebe Möbel im gustavianischen Stil, so fiel mir dieser Spiegel positiv ins Auge. Ganz kurz hatte ich überlegt, ihn hellgrau überzustreichen, aber das lasse ich besser bleiben. Einzelne goldene Akzente wirken, richtig eingesetzt, sehr harmonisch und elegant. Die Befürchtung, dass es aussieht wie in Omas Stube, kann mit guten Komibationspartnern im Raum entschärft werden – und der Spiegel bleibt golden.

Weitere Fundstücke sind bei Getrödelt- gefunden – gefreut zu entdecken.

aufmerksam, kreativ

Küchen-Tafel in neuem Glanz

Diese Tafel kaufte ich vor einigen Jahren. Damals waren oben Zitronen an einem Ast aufgedruckt und die Magnete waren ebenfalls kleine Zitronenbäumchen.
Gleich zu Beginn verwandelte ich die blassen, aufgedruckten Zitronen mit Acrylfarbe in schöne, natürlich wirkende. Da ich mich nach einigen Jahren ebenfalls daran übersehen habe und mediterrane Motive nicht in meinen Wohnstil passen, folgte nun der zweite Teil der Verwandlung: Die Zitronen strich ich mitleidslos mit einer Melange aus weißer und schwarzer Acrylfarbe über, sodass ein unregelmäßiger grauer Farbton entstand.
Darauf setzte ich ein Holzelement, das ich zuvor erst Hellgrün strich und danach mit Weiß überwischte.
Auch die Magnete bekamen einen neuen Farbauftrag, der sie durch Weiß und Dunkelgrün klassischer aussehen lässt und durch die getupfte Farbe plastisch wirkt.
Nun strahlt die Tafel in neuem Glanz im gustavianischen Stil, und so darf sie wieder ihren angestammten Platz in der Küche einnehmen.

 

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Mehr kreative Projekte sind zu entdecken bei CreaDienstag und Meertje.

 

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aufmerksam, kreativ

Das erste Mal…. auf einer Auktion

Vor Kurzem besuchte ich das erste Mal eine Auktion. Ich hatte schon lange den Wunsch, die Stimmung dort zu erleben und zu sehen, welche Möbel- und Schmuckstücke versteigert werden. Nun erfuhr ich von einem Termin, der gleich am darauf folgenden Tag stattfand. Gespannt fuhr ich von der Arbeit aus dorthin und war überrascht, wie klein die Besucherzahl und wie unglamourös das Auktionshaus war.
Ich -und die Auktionatorin- staunten, wie wenig geboten wurde. Viele Gegenstände wurden mehrfach im Preis reduziert und schlussendlich doch nicht ersteigert, andere verschwanden sehr schnell wieder im Lager.
Einige Male entwickelten sich die Abläufe, die man sich landläufig unter dem Begriff „Auktion“ vorstellt: Es wird ein Möbelstück herein gebracht, angepriesen, der Preis genannt, geboten, überboten, überboten und noch einmal überboten, bis der höchste Bieter – zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten- den Zuschlag erhält.
Schick waren auch Bieter am Telefon und im Internet, aber im Großen und Ganzen verlief die Auktion für die Teilnehmer recht langweilig und für das Auktionshaus wahrscheinlich finanziell unerfreulich.
Glücklicherweise hatte ich mich nicht angemeldet, sodass ich gar keine Gelegenheit hatte, kopflose Entscheidungen angesichts schöner gustavianischer Stühle zu treffen.

Für die, die es interessiert, stelle ich eine fiktive Liste auf, was ich das nächste Mal täte, wenn ich mitbieten wollte:

1.) Informationen bezüglich der Beurteilung des Zustandes alter Möbel einholen (Woran erkenne ich irreparable bzw. teure Schäden?).

2.) Mit PolsterInnen, SchreinerInnen und FassmalerInnen über mögliche Kosten sprechen: Was muss ich addieren, um nach dem Kaufpreis und der anschließenden Restauration einen tatsächlichen finanziellen Aufwand abschätzen zu können?

3.) Auktionen mit passendem Angebot in Erfahrung bringen und im Kalender notieren.

4.) Zum Besichtigungstermin erscheinen, die Antiquitäten in Augenschein nehmen, fotografieren und Notizen machen, anschließend zu Hause Lektüre wälzen und mit MeisterInnen ihres Fachs überlegen, wie hoch die Gesamtkosten ausfallen würden.

5.) Zur Auktion anmelden, ein Gebot abgeben und Ruhe bewahren. Pünktlich erscheinen, mitbieten und stets die anfallenden 16% Gebühr im Kopf behalten, die zum Kaufpreis im Nachhinein addiert werden.

 

 
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