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Sonntags im Gottesdienst: Mein Ort zum Auftanken

Unser Leben ist wie eine jahrzehntelange Kreuzfahrt:
Jeden Tag sind wir auf dem Meer unterwegs. Manchmal dampfen wir quer über die Ozeane, manchmal dümpeln wir in Küstennähe. Immer sind wir dabei Wind und Wetter ausgesetzt, und dass wir das Ruder in den Händen halten, ist nicht immer eine Garantie für gutes Gelingen. Manches, was wir unterwegs erleben, lässt sich locker wegstecken. Anderes liegt außerhalb unseres Einflusses und strapaziert uns. Nur zu gerne laufen wir in den Hafen ein, um vor dem Wetter geschützt zu sein, auftanken zu können und Reparaturen durchzuführen.
Wer eine sanftere Metapher für den Lauf des Lebens mag, kann sich die Schmetterlinge in den Fotos als Beispiel nehmen. Sie fliegen von Blüte zu Blüte, um sich zu stärken, und müssen unterwegs mit Wind und Regen sowie Fressfeinden umgehen.

Wenn ich Sonntags in den Gottesdienst komme, ist das mein privater Hafen in den Alltagskämpfen. Meine Blüte, die mich willkommen heißt und ernährt.
Hier kann ich loslassen, auftanken, zur Ruhe kommen, feiern, trauern, lachen, zuhören und Geschichten teilen. In der Gemeinde kann ich einfach „ich“ sein, muss nichts darstellen, brauche nichts leisten, nichts beweisen. Jede Woche ist eine Momentaufnahme unserer Reise durch das Leben. So sieht die Situation aus, hier und heute. Vor diesem Hintergrund versammeln wir uns, teilen Siege und Niederlagen. Manchmal singen wir aus ganzem Herzen mit, manchmal nutzen wir die Zeit zum Beten, während die Band lautstark Stimmung macht. Manchmal nehmen wir aus der Predigt gute Impulse mit. Manchmal ist es das Gespräch beim anschließenden Kaffee, das uns ermutigt und stärkt.
Auf der Reise zur Ewigkeit bietet die Gemeinde uns jeden Sonntag einen Zwischenstopp. Wir sind alle unterwegs, während der Woche oft allein, am Sonntag sitzen wir gemeinsam wie die Zugvögel nebeneinander auf der Stromleitung und zwitschern uns zu: „Gott ist großartig! Er sorgt für uns! Schenkt uns Mitreisende auf dem Weg, der über die Jahrzehnte immer wieder holperig ist. Er schützt uns, ernährt uns, heilt uns, gibt uns Auftrieb, fordert uns heraus. Gott ist gut!“

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Mit Gott unterwegs – mein unglaublicher Weg von Januar bis heute


Anfang des Jahres war ich intensiv damit beschäftigt, Wochenendseminare zu buchen, um mich beruflich weiter zu entwickeln.
Aber nichts klappte: Alle sechs Seminare, die ich gebucht hatte, fielen aus. Dabei hatte ich mich in ganz Deutschland informiert, wo ich mich schulen lassen kann – doch nichts gelang. Immer wieder suchte ich nach Fortbildungsmöglichkeiten, aber im letzten Moment wurden sie alle abgesagt. In meiner neuen Gemeinde kann man jeden Sonntag nach dem Gottesdienst für sich beten lassen, davon machen viele Gebrauch. Auch ich ließ immer wieder für mich beten, weil alle meine Pläne ständig platzten.

Irgendwann war ich wirklich ratlos und mutlos. Warum klappte nichts? Ich wollte meine berufliche Zukunft in die Hand nehmen, aber Gott schlug systematisch alle Türen zu. Langsam wusste ich nicht mehr, was ich davon halten sollte. Nach einem Gebet nach dem Gottesdienst riet mir eine Frau, mich auf das zu besinnen, was nur ich allein kann. Aber das ließ mich erstmal ratlos, schließlich bin ich in verschiedene Richtungen begabt. Zum Glück wusste ich mich im Gebet vom Hauskreis im Stadtteil getragen.

Als wieder einmal eine Fortbildung ausfiel, marschierte ich kurzentschlossen in ein Seminar der Volkshochschule über journalistisches Schreiben. Die Dozentin kannte ich schon von einem anderen Workshop, und obwohl alle Plätze bereits belegt waren, durfte ich noch mitmachen. Dort erlebte ich mich als erfolgreich und bekam so viele positive Rückmeldungen, dass ich mir ein Herz fasste und über das Manuskript sprach, an dem ich heimlich und leise schon viele Monate arbeitete. Schon ein Jahr zuvor hatte ich für die SeniorInnen ein ganzheitliches Konzept für Atemgymnastik unter dem Titel „Atemfreude“ entwickelt. Das Hamburger Abendblatt schrieb darüber, und ich veröffentlichte in einer Fachzeitschrift einen Artikel dazu. An einem Manuskript für ein Fachbuch über mein Therapiekonzept war ich schon eine Weile zugange, hatte aber lange nicht den Mut gehabt, es ernsthaft voran zu treiben.

Plötzlich klärte sich, warum all die Pläne nicht aufgegangen waren:
Ich hatte den Einruck, dass ich mich intensiv um die Fertigstellung des Manuskripts kümmern sollte. Je mehr ich mich darüber informierte, wie ein professionelles Fachbuch entsteht, desto ausgeglichener wurde mein Blick und die beruflichen Ziele konnte ich erstmal zurückstellen. Ich richtete meine ganze Aufmerksamkeit auf mein Projekt und kümmerte mich weniger um die Schwierigkeiten im Berufsalltag.

Als ich mich zunehmend in Literatur über das Veröffentlichen von Fachbüchern vertiefte, stellte ich immer klarer fest, dass mein Vorgehen völlig falsch gewesen war. Ich hatte mein Manuskript fast fertig geschrieben und wollte nun wissen, wie ich es am Besten an den Verlag bekam. Dabei schlugen die Bücher vor, erst ein Buchkonzept zu verkaufen und dann nach Wünschen des Verlags mit dem Manuskript zu beginnen. Wieder verließ mich der Mut, und ich stolperte über einen Satz, der direkt zu mir sprach:
“Die Methoden der Wissensbeschaffung sind derart unterschiedlich für den Mikrosytemteckniker, die Anwältin, den Atemtherapeuten (ich!), die Eventmanagerin (ich!) oder was auch sonst immer Sie sein mögen, dass ich mich mit allgemeinen Tipps nur blamieren würde.“
(aus: „Vom Wissen zum Buch. Fach- und Sachbücher schreiben“, Klaus Reinhardt, Huber Verlag)
Dieser Satz traf mich im Innersten. Dass Gott durch Bibelverse am Morgen zu uns spricht, was ich regelmäßig erlebe, ist das eine. Dass er mich durch einen literarischen Ratgeber persönlich anredet, etwas ganz Anderes. So schöpfte ich neuen Mut und arbeitete mich durch alle notwendigen Aufgaben: Ich registrierte den Begriff „Atemfreude“ als Wortmarke, erstellte ein Exposé, gab meine Probekapitel und das Manuskript diversen Leuten zum Lesen und Korrigieren.
Immer wieder fragte ich mich, wie ich all die Aufgaben neben meiner Arbeit schaffen sollte. Im Juni wollte ich die Verlagsbewerbungen versenden, da dies laut Experten ein gutes Datum im Lektorat zum Vorstellen neuer Ideen sei. Die Zeit drängte, während mein Exposé vollständig, aber völlig unprofessionell aussah.

So entschied ich mich, die Journalistin aus dem Seminar als Coach zu buchen, auch wenn ich eigentlich nicht noch mehr Geld in dieses Projekt mit unklarer Erfolgschance stecken wollte. Dank zwei Aufträgen, die ich am Wochenende abarbeitete, schenkte mir Gott mehr als genug Geld, um das Coaching locker zu bezahlen. Wieder eine Gebetserhörung.

Während dessen wuchs meine Website über die Atemgymnastik und Gott schenkte mir tolle Gespräche mit einer Bibliothekarin und einem Buchhändler, die mir sehr weiterhalfen.
Als Ende Juni endlich alle Verlage, die ich mir heraus gesucht hatte, das Exposé und die Probekapitel erhalten hatten, war ich so erschöpft wie zuletzt nach dem Examen vor zehn Jahren. Der Finnlandurlaub wurde ein großer Segen, mein Mann und ich konnten uns zutiefst erholen und ganz viel Frieden und Ruhe tanken. Das rote Holzhaus auf der Schäre wurde ein Ort, an dem Gott mich bis ins Innerste erfrischte.

Inzwischen haben vier von acht Verlagen Interesse, zwei Autorenverträge sowie ein verbindliches weiteres Angebot liegen mir vor. Lange dauerte es, bis mein favorisierter Verlag endlich den überarbeiteten Autorenvertrag los schickte. Seit vorgestern ist er unterschrieben und zurück auf dem Weg zum Verlag.
Dabei haben sich alle Verlage sehr gefreut, dass ich nicht nur eine Konzeptidee verkaufen wollte, sondern auf Nachfrage sofort ein ganzes Manuskript senden konnte. Die Fachbücher hatten in diesem Fall nicht Recht, und das wusste Gott schon lange. Außerdem habe ich ein freiwilliges Modell, das Lust auf die nötigen Fotos zur Darstellung der Übungen hat und sich fotografieren lässt. Gestern erlebten wir einen fröhlichen Tag mit einer pensionierten Sportlehrerin, die fröhlich vor der Kamera turnte. Es fügt sich also alles passend zusammen. Die Filmarbeiten, die der Verlag sich für einen multimedialen Auftritt wünscht, wurden erstmal auf´s neue Jahr verschoben. Auch dafür bin ich dankbar, denn es verschafft mir etwas Spielraum vor dem Abgabedatum des endgültigen Buchs.

Ich habe den Überblick verloren, wie oft ich nach dem Gottesdienst vorne zum Gebet kam und Rotz und Wasser geheult habe, weil mal wieder alles schief lief. Oder einfach nur ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich bin sehr dankbar für all die Menschen, die für mich gebetet haben. Und für die Erfahrungen mit dem Heiligen Geist, der mich so spürbar begleitet hat wie noch nie zuvor in meinem Leben.

Was ich dir damit sagen möchte:
Ja, Gott schlägt Türen zu.
Ja, er traut uns zu, dass wir offene Fragen ertragen.
Ja, er lässt zu, dass unsere Pläne wieder und wieder zerbrechen.
Durch all das hindurch möchte er uns von eingefahrenen Wegen abbringen und uns neue Möglichkeiten zeigen. Wir meinen immer zu wissen, was in unserem Leben und dem Leben unserer Nächsten am besten ablaufen soll. Was wann und wie gelingen soll. Wir wissen ständig alles besser und urteilen ununterbrochen.
Damit bauen wir täglich an einer Mauer, die uns von Gott trennt. Je mehr wir unser Leben und die Vorstellungen davon fest umklammern, desto weniger kann Gott darin wirken. Je weniger wir ihm vertrauen, desto weniger Raum kann Gott in unserem Herzen einnehmen.
Ich bin mir sicher, dass Gott weiß, wohin dein Weg führt. Völlig egal, wie viele Umwege es braucht und wie viele Sackgassen du kennenlernst, bis du für neue Perspektiven bereit bist und die passenden Türen sich öffnen. Gott ist mit uns unterwegs. Täglich. Er braucht von uns nichts anderes als das Vertrauen, das wir in seine Führung einwilligen. Dafür segnet er uns öfter und tiefgehender, als wir je glaubten.

aufmerksam, glaubhaft, kreativ

Malen mit Gebet

Neulich schleppte ich große Zeichenblöcke, Buntstifte und den Tuschkasten in die Kirche, um mich dort zum „Malen mit Gebet“ mit anderen Frauen zu treffen. Der Input zu Beginn war relativ kurz und bald richteten sich die anderen an ihren Tischen ein. Nur ich wusste nicht so richtig, wohin mit mir und was ich anfangen soll…
So begann ich, die friedliche Stimmung im Finnlandurlaub festzuhalten. Auch, weil im neuen Jahr der ausgeloste Spruch „Suche Frieden und jage ihm nach“ sein wird.
So pinselte ich vor mich hin und ließ die Gedanken schweifen…

Danach war ich erneut unschlüssig, womit ich mich weiter beschäftigen sollte, bis mir der Eindruck aus dem Gottesdienst neulich einfiel:
In der Gebetszeit zeigte Gott mir einen üppig gedeckten Tisch, der wie ein Stillleben alter Meister überquoll. So gut meint es Gott mit mir, dass er mir Leben und Segen im Überfluss schenkt.

„Vor den Augen meiner Feinde deckst du mir deinen Tisch; festlich nimmst du mich bei dir auf und füllst mir den Becher randvoll. Deine Güte und Liebe umgeben mich an jedem neuen Tag; in deinem Haus darf ich nun bleiben mein Leben lang.“ (aus Psalm 23)

Auch, wenn ich unmöglich ein derartiges Kunstwerk mal eben aus dem Handgelenk malen kann, wollte ich den Eindruck festhalten. So wuchs die sommerliche Tafel mit der Traube von rechts unten über die Mitte nach links, bis am Ende der Rosenstrauß das Festmahl komplettierte.
Zum Schluss legten wir unsere Bilder alle auf dem Boden aus und teilten miteinander Eindrücke und Deutungen, bis die Künstlerin selbst erzählte, was sie darstellen wollte.
Die Bilder und Botschaften der anderen berührten mich tief, ebenso ihre Beobachtungen zu meinen Werken. Schließlich steht nicht der künstlerische Wert im Vordergrund, sondern die innere Wirkung und Stärkung, die wir mit und durcheinander erfahren.

Verlinkt mit Creadienstag, DienstagsDinge.

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Warum die Kirchen aussterben

Dom in Turku, Finnland

In Deutschland sterben die Kirchen langsam, aber unaufhaltsam aus, weil ihnen die Mitglieder weglaufen. Obwohl ich gläubig bin, denke ich oft: Selbst schuld.
In vielen Kirchen wird eine Sondersprache gesprochen, die sich keinem normalen Menschen erschließt. Wer möchte, das die Botschaft ankommt, sollte sie verständlich formulieren. Und wer möchte, dass Interessierte kommen, sollte so einladen, dass sich möglichst viele angesprochen fühlen. Wenn ich in einem fremden Gottesdienst bin, habe ich selten Lust, irgendwelchen öden, verschwurbelten oder geheimnisvollen Einladungen zu folgen. Oft habe ich den Eindruck, dass Einladungen zum Kirchenkaffee oder Gebetstreffen oder Grillabend so unsexy wie möglich als reine Pflicht herunter gespult werden, weil niemand möchte, dass wirklich fremde Gesichter auftauchen. Alle jammern, weil die Alten wegsterben und die Jungen weglaufen. Aber dass jemand Neues in die verschworene Gemeinschaft eindringt? Bloß nicht! Lieber machen wir in zehn bis zwanzig Jahren die Kirche dicht!
In meiner neuen Gemeinde stellt sich jeden Sonntag der Pastor vor und die Person, die moderiert, ebenfalls. Vor jedem Abendmahl wird erklärt, was jetzt warum passiert und dass alle mitmachen können, die eine Beziehung zu Gott haben. Wer jeden Sonntag dabei ist, findet früher oder später, dass diese tägliche Vorstellung oder die diversen Erklärungen doch mal weglassen werden könnten. Wer so denkt übersieht, dass sie selbst vor einiger Zeit neu und dankbar über genau diese Informationen waren. Wenn wir wollen, dass Gäste kommen und sich langfristig wohlfühlen, müssen wir ihnen einen Grund dazu geben. Wenn ihre Bedürfnisse nicht erfüllt werden und sie sich weder wertgeschätzt noch ernstgenommen fühlen, werden sie nie wiederkommen. Und je weniger Gäste kommen, desto weniger Gäste folgen ihnen.

Keiner da? Krippe in der Mikealskirke, Turku, Südfinnland

Auf der anderen Seite brauchen Kirchen ein klares Profil. Wenn die Pastorin eine Mischung aus dem Parteiprogramm der Grünen mit Sprüchen aus dem Yogakurs vermengt und als Predigt präsentiert, fehlt etwas. Das Alleinstellungsmerkmal, das ChristInnen haben: Dass Gott uns so sehr liebt, dass er seinen Sohn Jesus als Wiedergutmachung für die Scheiße in unserem Leben hat sterben lassen. Und dass Jesus auferstanden ist, weil seine Macht größer als der Tod ist. Dass Jesus mit jedem Menschen befreundet sein und uns im Alltag helfen will. Dass er uns von allem befreit, was unsere Herzen und Körper gefangen hält. Dass er unser Leben so viel spannender, friedlicher und kraftvoller machen möchte, als wir uns das jemals hätten ausdenken können. Und dass nach diesem Leben die Ewigkeit auf uns wartet: Harmonie, Freude, Genuss und Party in unvorstellbarem Ausmaß erwarten uns dort.
Das ist eine fantastische Botschaft, die es wert ist, dass möglichst viele sie hören und zu einem erfüllten Leben finden.
Warum verstecken wir die Power von Gottes Wort hinter altmodischen Ritualen und unverständlichen Worten? Warum lassen wir lieber Leute draußen stehen, als uns für sie und ihre Lebensgeschichte zu öffnen?

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Wunderbar versorgt, jetzt und immer


Erben möchte jedeR gern: Etwas geschenkt bekommen, das einen großen Wert hat. Emotional und am besten auch finanziell.
Heute im Gottesdienst war das Erbe Thema, das für alle gläubigen Menschen vorbereitet ist: „Du, HERR, bist alles, was ich habe; du gibst mir, was ich zum Leben brauche. In deiner Hand liegt meine Zukunft. Ich darf ein wunderbares Erbe von dir empfangen, ja, was du mir zuteilst, gefällt mir.“ (aus der Bibel, Psalm 16, Verse 5 und 6)
Das Erbe ist das ewige Leben nach dem Tod voller Freude, Leichtigkeit und Erfüllung einerseits, aber noch mehr eine Vorauszahlung hier und heute: Durch den Heiligen Geist schenkt Gott uns jetzt schon Frieden, Hoffnung, Mut, Liebe und Kraft.

Während der Predigt gab es eine Zeit, in der wir darauf warten sollten, welchen Eindruck Gott uns von unserem Erbe schenkt. Schließlich ist das nichts, worüber wir uns sonst Gedanken machen. Schon der Begriff ist ziemlich steif und sperrig…
Im ersten Moment schaute ich wie auf ein leeres weißes Blatt, aber dann sah ich einen übervollen Tisch. Darauf so viel Essen in wildbunten Farben, wie die holländischen Maler sie früher in ihren üppigen Stillleben als Ölgemälde festhielten. Fast hörte ich den Tisch ächzen, weil er so überreich beladen war. Blumen leuchteten im Hintergrund und schenkten dem Festmahl zusätzlich Schönheit.
Direkt danach fiel mir ein Vers aus Psalm 23 ein: „Vor den Augen meiner Feinde deckst du mir deinen Tisch; festlich nimmst du mich bei dir auf und füllst mir den Becher randvoll. Deine Güte und Liebe umgeben mich an jedem neuen Tag; in deinem Haus darf ich nun bleiben mein Leben lang.“ Neben der Versorgung unserer Bedürfnisse mit Essen, Trinken, Frieden (Tisch vor den Augen der Feinde) und Schönheit beschenkt Gott uns damit, dass wir für immer bei ihm bleiben dürfen. Jetzt erleben wir nur im Gebet, dass unser Herz bei Gott zu Hause ist. Eines Tages werden wir an dieser riesigen Party teilnehmen und sie wird nie enden, weil wir auf ewig dort zu Hause sind.
Danach forderte der Pastor uns auf, uns zu dritt mit den SitznachbarInnen austauschen: Welche Eindrücke hat Gott ihnen zu ihrem Erbe geschenkt? So konnten wir uns gegenseitig etwas abgeben und einander stärken.

Einen Vorgeschmack auf den Himmel erleben wir, wenn wir beten. Im Stillen für uns, weil Gott unser Herz beruhigt oder durch Ermutigung neue Energie schenkt. Und gemeinsam mit anderen, weil Gottes Kraft spürbar wird, wenn wir Freundinnen und Nachbarn Gutes wünschen. Wenn wir Gott nicht nur unsere eigenen Wünsche und Sorgen erzählen, sondern von uns weg auf andere schauen und ihnen durch das gemeinsame Gebet Liebe und Erfüllung schenken. Dadurch sitzen wir schon jetzt zusammen an Gottes übervollem Tisch und geben einander das Leckerste weiter.

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Unterwegs in einer neuen Kirchengemeinde: Zwischenstand


Nach über zwölf Jahren habe ich mich aus meiner Kirchengemeinde abgemeldet und begonnen, eine neue Heimat für meinen Glauben zu finden. Gleich in der ersten Kirche traf ich nette ChristInnen aus dem Nachbarstadtteil, wo wir uns jede Woche zum privaten Gebetskreis versammeln. Der Gottesdienst dort gefiel mir weniger, sodass ich die Partnergemeinde in einem anderen Viertel ausprobierte. Dorthin gehe ich seitdem in den Gottesdienst, wie ich hier schon beschrieb.
Seitdem nahm ich an einer Infoveranstaltung über die verschiedenen sozialen Engagements der Gemeinde sowie mögliche Ehrenämter teil. Außerdem traf ich mich mit anderen Neuankömmlingen nach dem Gottesdienst im Garten hinter der Kirche zum Kennenlernen. Vor Kurzem fand ein Abend über die historischen Hintergründe und organisatorischen Strukturen der Gemeinde statt. Hier wird wirklich alles getan, damit sich Neue wohlfühlen und zügig orientieren können.
Die Gemeindeleitung empfiehlt allen, die aus anderen Kirchen kommen, ein Jahr lang nur zu schnuppern – ohne Eintritt, ohne Verpflichtungen wie Ehrenämter o.ä. Einerseits, damit die Neuen sich wirklich sicher sind, dass sie bleiben wollen und sie nicht nach wenigen Monaten wieder weiter ziehen. Andererseits, damit die Gemeinde sich darauf verlassen kann, dass neue Mitglieder eine bewusste Entscheidung getroffen haben und wirklich bleiben wollen. Ein sehr sinnvolles System, finde ich. Auch, weil ich auf diese Weise in einem entspannten Kennlernmodus bleiben kann und nicht das Gefühl habe, mich schnell entscheiden und verpflichten zu müssen.
Dank meines Buchprojekts sehe ich sowieso keine zeitlichen Lücken, in die momentan ein Ehrenamt passen würde. Ganz abgesehen davon hat mich das Schreiben am Manuskript, die Recherche und die Bewerbung beim Verlag so viel Energie gekostet, dass ich innerlich gar nicht frei bin, mich kirchlich zu engagieren.
Daher genieße ich weiter die Gottesdienste und das anschließende persönliche Gebet, kleine Begegnungen zwischen Tür und Angel und den wöchentlichen Gebetskreis in der Nachbarschaft. Natürlich freue ich mich darauf, bald engere Beziehungen aufzubauen. Hier und heute fehlt mir dazu die Kapazität, aber eine Woche in Dänemark als Gemeindefreizeit für alle Generationen ist für den Herbst geplant. Spätestens dann habe ich jede Menge Zeit, mehr Kontakte zu knüpfen.

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Auf der Suche nach einer neuen Kirche: Zwischenstand

Im Januar berichtete ich, dass ich nach zwölf Jahren in der gleichen Kirche eine neue Heimat suche. In meiner Generation sind alle primär mit ihren Kindern beschäftigt und nur wenige Kontakte haben die Kluft zwischen sechsköpfigen Haushalten auf der einen Seite und Double-Income-No-Kids auf unserer Seite überlebt. Wenn im Anschluss an den Gottesdienst nur noch fünf Minuten oberflächlicher Small Talk stattfindet, empfinde ich das als sehr schade. Auch das Interesse am Gottesdienst selbst hatte sich abgenutzt: Nach Jahren voller Choräle mit der Orgel und klassischer Kirchenchöre brauchte ich dringend Abwechslung. Dennoch ist es ein großer Schritt, aus einer Kirche, wo ich alle kenne, hinein in eine Gemeinde, wo ich niemanden kenne, zu wagen. Zum Glück fand ich gleich in der ersten Gemeinde einen Gebetskreis, der sich direkt um die Ecke im Nachbarstadtteil trifft. Mit einem straffen Ablauf von gemeinsamem Singen, Lesen in der Bibel und gemeinsamem Gebet. Nachdem mein ursprünglicher Gebetskreis sich immer selten traf und immer weniger Fokus hatte, genieße ich die zuverlässigen wöchentlichen Treffen sehr.

Die Gemeinde, die ich jetzt besuche, besteht vorrangig aus Menschen im Alter zwischen zwanzig und Mitte vierzig. Alles läuft über einen Beamer und die Musik der Band ist so laut, dass ich mich morgens um zehn Uhr erstmal mit Ohrstöpseln ausstatte. Getragene Choräle aus dem Mittelalter werden abgelöst durch christlichen Rock und Pop bei gefühlt 120 Dezibel: Das nenne ich einen Kontrast! Ganz so heftig hätte es nicht sein müssen, ich bin gern für eine ausgewogene Mischung zu haben. Früher hatte ich Tränen in den Augen, wenn es endlich ein Lied gab, das jünger war als ich. Jetzt habe ich Tränen in den Augen, wenn ein Lied die Erfahrung früherer Generationen in sich trägt. Keine Kirche ist perfekt, in jeder finden wir etwas, das uns anspricht, und etwas, das wir verzichtbar finden. So auch hier…
Was mich wirklich mitreißt ist der greifbare und authentische Glaube aller, mit denen ich in Kontakt komme. Hier erlebe ich lauter Menschen, die mit Gott im Alltag unterwegs sind. Die berichten, wo Gott ihnen geholfen hat, und ihn beim Wort nehmen. Die sich darauf verlassen, dass Gott ihre Gebete erhört, statt es lediglich zu erhoffen. Die sich gegenseitig ermutigen und herausfordern. Die frei und ehrlich über ihren Glauben sprechen und SkeptikerInnen einladen.
Nach jedem Gottesdienst stehen Menschen zum Gebet bereit. Wer zu ihnen geht und die eigene Lage schildert, erfährt Unterstützung im Gebet: Für die kranke Oma, angespannte Situationen im Beruf, gekündigte Wohnungen, die Autoreparatur trotz Geldmangel, was auch immer. Auf diese Weise bin ich meine qälenden Migräneattacken erfolgreich losgeworden. Und trauen sie sich doch noch einmal, mich lahmzulegen, hilft eine gemeinsame Runde Gebet. Gott wirkt, das wird hier sehr deutlich.

Gleichzeitig genieße ich es sehr, fast niemanden zu kennen und damit anonym zu bleiben. Niemand möchte mich für Kinderstunden, den Seniorenkreis oder die Geburtstagspost verpflichten. Niemand kennt meine Interessen und Begabungen, sodass ich mich an einem ausgedehnten Urlaub vom Ehrenamt erfreue. Nach zwölf Jahren war das dringend nötig… Meine monatliche Spende erhält momentan keine Kirche, sondern „terre des femmes“, eine Menschenrechtsorganisation für Frauen weltweit. Bis ich erneut Mitglied werde und mich im Ehrenamt einbringe, beglückt mich mein „Sabbatical“. Gleichzeitig erlebe ich im Hauskreis Gemeinschaft und Feedback im Gespräch, sodass ich nicht in den Weiten der modernen Großstadt-Gemeinde untergehe. Der ideale Mittelweg für mich momentan.

 

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Schwung! Eine Runde Schwung, bitte! Hier kommt das passende Lied

Wer braucht eine Runde Schwung, Ermutigung und Unterstützung?
Oder einfach nur ein fröhliches Lied, um endlich alle Fenster zu putzen?
Dafür empfehle ich „Sei mein Licht“ von der irischen Band „Rend Collective“. Wer es lieber auf englisch im Original mag: „My Lighthouse“ (tolles Video!)
Der mitreißende Rhythmus geht mir seit Tagen im Kopf herum…

Wenn ich zweifle und kämpf mit mir
wenn ich falle bleibst du doch hier.
Deine Liebe trägt mich durch,
Du bist mein Halt in der rauen See, wooh
du bist mein Halt in der rauen See.

Auch im Schweigen bist du stets da,
in den Fragen wird dein Wort wahr.
Deine Liebe trägt mich durch,
Du bist mein Halt in der rauen See, wooh
du bist mein Halt in der rauen See.

Sei mein Licht, sei mein Licht.
Du strahlst wie ein Leuchtturm,
und ich schau auf dich.
Sei mein Licht, sei mein Licht.
Du gabst das Versprechen:
sicher bringst du mich bis ans Land,
bis ans Land, bis ans Land, bis ans Land.

Und wer noch eine Portion mehr Energie und Ermutigung wünscht: Und ich singe, denn du bist gut

Du bist gut, deutscher Text von Anette Sorge, Original von Brian Johnson

Die ganze Welt soll hörn,
wie gut du zu uns bist,
wie groß und grenzenlos doch deine Gnade ist.
Du machst mein Leben reich,
mit Liebe füllst du mich.
Ich kann nur staunen Herr!
Und ich singe, denn du bist gut.
Und ich tanze, denn du bist gut.
Und ich rufe laut:
Du bist gut, du bist gut zu mir!
Nichts kommt dir jemals gleich,
niemand ist so wie du.
Der Himmel und das Meer
rufen dir jubelnd zu.
In meiner tiefsten Nacht
strahlst du als helles Licht.
Ich kann nur staunen Herr!
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Love it, change it or leave it: Eine Frage der inneren Freiheit

Anfang der Woche traf ich eine Logopädin, mit der ich sonst nur im Vorübergehen ein paar Worte wechsle. Jetzt hatten wir Zeit, uns ungestört zu unterhalten, und ich berichtete ihr, was seit meinem Ausstieg als Logopädin passiert ist. Dabei hatte ich zwar nicht den Eindruck, mich rechtfertigen zu müssen, aber sehr wohl gut erklären zu sollen, wie es zur beruflichen Veränderung kam.

Außerdem rief eine Diakonisse (evangelische Variante von Nonne) an und fragte, warum ich nicht mehr in den Gottesdienst käme. Dass ich inzwischen einen anderen Gottesdienst besuche, hat sich offensichtlich nicht zu ihr herum gesprochen. Dass ich nach zwölf Jahren und fünf Ehrenämtern in der gleichen Kirche Lust auf etwas Neues hatte, ließ sie nicht gelten: „Aber du hast dich doch so engagiert! Du warst doch voll dabei!“ Ja, und? Was für elf Jahre gepasst hat, muss sich im zwölften Jahr nicht mehr gut anfühlen. Glücklicherweise sind wir alle freie Menschen und können einen Arbeitsplatz oder eine Kirchengemeinde verlassen, wenn das unser Wunsch ist. Mit keinem von beiden sind wir verheiratet, und sogar Ehen darf man scheiden, wenn keine Chance auf Veränderung besteht.

Dabei habe ich den Eindruck, dass besonders Menschen aus dem sozialen Bereich sich sehr schwer tun, ihren inneren Wunsch nach Aufbruch in die Realität umzusetzen: „Was werden all die SchülerInnen / PatientInnen / SeniorInnen / KundInnen ohne mich tun? Wie wird sich meine Kündigung auf das Team auswirken? Und meine Chefin ist gerade in der Midlife-Crisis: Kann ich ihr das jetzt wirklich antun?“
Oft genug habe ich erlebt, das unglückliche Kolleginnen aus einem Loyalitätsgefühl in ihrem Alltag verharrten, statt sich nach etwas Neuem umzusehen. Und wem tut das gut? Meiner Einschätzung nach niemandem. In Gottes Augen sind wir zu hundert Prozent wertvoll und einzigartig, die reale Marktwirtschaft sieht das deutlich anders. Die Wahrscheinlichkeit, dass wochenlang Tränen fließen, nur weil die Friseurin / Kindergärtnerin / Ärztin / Therapeutin / Käseverkäuferin den Arbeitsplatz wechselt, ist eher gering. Ja, auch ich habe schon erlebt, dass eine Mutter mit ihrer Tochter quer durch die Stadt fährt, nur für eine Dreiviertelstunde Logopädie in meiner „neuen“ Praxis. Das war eine Patientin von 37.

Natürlich möchten wir niemanden verletzen, indem wir unser Leben umkrempeln und Kolleginnen oder Vereinsfreundinnen hinter uns lassen. Wobei die, mit denen uns eine wirkliche Freundschaft verbindet, weiter unser Leben bereichern werden. Und umgekehrt. Alles andere sind oberflächliche Verpflichtungen, an die wir uns klammern, um nicht den veränderten Lebensbedingungen in die Augen sehen zu müssen.
Wenn ich mich an einem Arbeitsplatz nicht weiter entwickeln kann, gehe ich. Wenn die Gehaltserhöhung zu lange auf sich warten lässt, auch. Wenn ich alles erreicht habe, was ich erreichen wollte, und mich eine neue Herausforderung lockt, sowieso. Dass ich dabei viele Beziehungen zu Menschen beende, mit denen ich die letzten Jahre verbracht habe, ist unumgänglich. Aber selten so dramatisch, wie wir es uns ausmalen, um den Konsequenzen auszuweichen. Wobei auch Stillstand Konsequenzen hat, die uns ängstlichen Gewohnheitstieren nur weniger einschneidend vorkommen.

 

 

Wenn in meiner Kirchengemeinde kaum noch positive Beziehungen gelebt werden, die Predigten mich langweilen und das Ehrenamt eine öde Pflicht wird, dann kann ich mich sehr wohl entscheiden, mir etwas Neues zu suchen. Und solange das Neue eine andere Kirchengemeinde und nicht Buddha oder Allah ist, verstehe ich nicht, wie man sich darüber aufregen kann. Ja, früher haben die Leute von der Wiege bis zur Bahre ihr Leben in der gleichen Gemeinde verbracht. Nur: Früher ist früher und heute ist heute. Und auch früher waren ChristInnen nicht sechzig Jahre in der gleichen Kirche permanent zufrieden, das haben sie lediglich für sich behalten.
Davon unabhängig ist für mich das einzig Wichtige, dass meine Beziehung zu Gott lebendig und gesund ist, völlig egal, wie der „Verein“ heißt, den ich sonntags morgens besuche.

Wenn du an dem Punkt, an dem du gerade steckt, verharrst, profitiert niemand. Du meinst, damit alle (außer dir selbst) zufrieden zu stellen, aber das halte ich für eine Lüge. Niemand möchte eine Ehefrau / Angestellte / Kollegin / Sportskameradin haben, die permanent frustriert und innerlich abwesend ist. Völlig egal, wie sehr wir uns früher für das Unternehmen / die Praxis / die Familie / den Verein eingesetzt haben und was wir alles erreichten: Früher ist früher. Und jetzt ist jetzt.
Was uns heute nicht gut tut, macht uns kaputt. Wenn wir es nicht mehr lieben können wie vor Jahren, nicht mehr verändern können wie noch vor einigen Monaten, dann bleibt uns nur noch, innerlich und äußerlich zusammen zu packen und zu gehen. Das fällt natürlich einigen leichter als anderen. Aber alle sind sich der Konsequenzen wohl bewusst und wissen, dass es keine Alternative gibt. Wenn sie es vor lauter Angst vor dem Neuen zugeben könnten.

Daher plädiere ich an alle, ihre FreundInnen / KollegInnen / VereinskameradInnen zu unterstützen und zu loben, wenn sie sich verabschieden und zu neuen Zielen aufbrechen.
Sie sind mutig!
Sie sind engagiert!
Sie sind weise!
Viel mehr, als wenn sie um der Bequemlichkeit und der „Freundschaft“ willen in einem Lebensabschnitt verharren, der sie einengt und lahmlegt.
Party!
Unsere Freundin hat den Mut, sich zu trennen!
Unsere Kollegin hat den Mut, sich selbstständig zu machen!
Unsere Laufpartnerin hat den Mut, auszuwandern!
Das ist ein Grund zur Freude!
Wenn wir uns gegenseitig im Wunsch nach Veränderung unterstützen, profitieren wir alle. Weil wir über uns hinaus wachsen, gemeinsam und allein. Das tut uns und unserer Gesellschaft gut! Viel mehr, als wenn wir uns gegenseitig kritisieren, weil wir die anderen am Ausbrechen hindern wollen. Wenn wir uns wechselseitig kleinhalten und Veränderungen bestrafen, leben wir in einem engherzigen, unversöhnlichen, frustrierten Umfeld. Wollen wir das wirklich? Oder tut es uns allen nicht viel besser, wenn wir den anderen etwas zutrauen und sie ermutigen, die nächste Etappe in Angriff zu nehmen?!
Es lebe der Neuanfang!

 

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Kraftvolles Lied gegen Sorgen und Zweifel

Von einer neuen Baustelle oder alten Sorgen können wir jedes Mal erzählen, wenn wir uns im Gebetskreis treffen. Natürlich berichten wir einander auch, was sich seit dem Gebet füreinander letzte Woche verändert hat. Und doch sind manche Probleme und Ängste erstaunlich resistent. Zumindest in unseren Augen, Gott sieht das in seiner Weisheit sicher anders.
Manchmal fragen wir uns, wie oft wir uns denn noch mit angespannten Beziehungen, gesundheitlichen Problemen oder Sorgen im Beruf herum schlagen müssen. Dass Jesus uns von all dem befreit und allmächtig unser Leben in seiner Hand hat, ist im Alltag oft nur schwer zu spüren.

Dann singt uns Sefora Nelson zu:

„Lege deine Sorgen nieder
Leg sie ab in meiner Hand
Du brauchst mir nichts zu erklären
Denn ich hab dich längst erkannt

Lege sie nieder in meiner Hand
Komm leg sie nieder, lass sie los in meiner Hand
Lege sie nieder, lass einfach los
Lass alles falln, nichts ist für deinen Gott zu groß

Lege deine Ängste nieder
Die Gedanken in der Nacht
Frieden gebe ich dir wieder
Frieden hab ich dir gebracht

Lege deine Sünde nieder
Gib sie mir mit deiner Scham
Du brauchst sie nicht länger tragen
Denn ich hab für sie bezahlt

Lege deine Zweifel nieder
Dafür bin ich viel zu groß
Hoffnung gebe ich dir wieder
Lass die Zweifel einfach los.“