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Ostern: Neue Augen für Gott

Ostern:
Jesus Christus nahm den gesamten Dreck unseres Lebens und befreite uns davon, indem er für unsere Fehler und Verletzungen starb. Er durchlitt den Tod für uns und erstand von den Toten. Er ist heilig, liebt uns bedingungslos aus ganzem Herzen und wünscht sich eine persönliche Beziehung zu jeder und jedem von uns.

Das weißt du, und dennoch ist dir nicht danach, Gott zu feiern?
Dein Glaube fühlt sich müde, ausgelutscht und leer an?

Ich möchte Tipps teilen, wie wir unsere Beziehung zu Jesus stärken können:

  • Lass dir Bücher von anderen ChristInnen ausleihen, die sie empfehlen können. Gern auch von Menschen, mit denen du sonst weniger zu tun hast – damit du deinen geistlichen Horizont erweiterst.
  • Besuche Gottesdienste anderer Gemeinden: Wie feiern Freikirchen, Evangelen oder Katholiken den Gottesdienst?
    Wie gestalten Menschen aus anderen Kulturen ihren Gottesdienst? In Hamburg gibt es überall Treffen von afrikanischen ChrsitInnen, aber auch BürgerInnen aus dem arabischen Raum und Asien feiern Gott in ihren Versammlungen. Ganz anders als wir – wodurch wir einen neuen Blick auf Gott gewinnen können.
  • Frage eine Person, die entweder mehr Lebenserfahrung oder mehr Glaubenserfahrung hat, welche Einsichten sie in den letzten Wochen / Monaten von Gott gewonnen hat und teilen möchte.
  • Suche neue Zugänge zum Gebet. Entweder mit Hilfe von Büchern: „Beten – ein Selbstversuch“ von Klaus Douglass ist mitreißend und lädt zum Nachmachen ein. Oder frag Menschen, die anders an Gott glauben als du, wie sie beten.
  • Fokussiere dich auf´s Danken. Wenn wir beten, klingt das oft nach einem endlosen Einkaufszettel: Gott, bitte gib mir für mein Leben dies, und das, mehr hiervon, weniger davon! Beten ist aber kein übernatürliches Shoppingerlebnis, bei dem es ständig um uns geht und darum, was Gott mal uns zu liebe tun könnte. Zum Gebet gehört neben dem Bitten auch Loben und Danken, was wir sehr gerne sehr ausführlich vergessen.
    Wie wär´s mal mit mehr loben? Fällt mir persönlich sehr schwer, ich weiß meist nicht, was ich sagen soll.
    Und mehr danken? Geht schon besser, geht aber im Alltag auch oft unter. Dabei ist der Blick weg von unserem „Zu wenig“ hin zu Gottes „Überreich beschenkt“ total wichtig, weil es die Perspektiven gerade rückt. Nichts von dem, womit wir täglich beschenkt werden, haben wir uns verdient. Warum leben wir hier mit Zentralheizung und Vollverpflegung, und nicht im Slum von Mumbai? Daran, wie toll wir scheinbar sind, liegt es jedenfalls nicht.

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Buchempfehlung: „On fire“ von John O`Leary

Am ganzen Körper brannte John O`Leary als neunjähriger Junge, nachdem er mit Benzin und einem Streichholz gespielt hatte. Komplett brennend rannte er ins Haus, sodass es ebenfalls Feuer fing. Sein großer Bruder rollte ihn in die Schmutzmatte des Eingangs, um die Flammen zu ersticken, und seine kleine Schwester lief drei Mal ins qualmende Haus zurück, um eine Tasse mit Wasser zu füllen und ihm ins Gesicht zu kippen. Trotz Verbrennungen am ganzen Körper, die nur offenes Fleisch zurück ließen, überlebte John. Dank des kalten Wassers der Schwester ist sein Kopf das Einzige, das halbwegs normal aussieht. Nach sehr vielen Operationen, langen Monaten im Krankenhaus und der Amputation seiner Finger konnte er schließlich nach Hause zurück, um sich langsam wieder einen halbwegs normalen Alltag zu erkämpfen.
Mehrere Jahrzehnte später schrieb John ein Buch: „On fire. Das Leben lieben lernen“, wobei der englische Titel noch passender ist: „The 7 Choices to Ingnite a Radically Inspired Life“ (Sieben Entscheidungen, um ein wirklich inspirierendes Leben zu entzünden) Während John abwechselnd von seiner Krankheitszeit als Kind und seinem heutigen Leben erzählt, stellt er die LeserInnen vor sieben Fragen, deren Entscheidung wesentlich zu einem gelingenden Leben beitragen.

„Henri Nouwen, einer meiner Lieblingsautoren, sagte einmal:
>Wir unterscheiden gern zwischen unserem privaten und öffentlichen Leben und sagen: `Was ich privat tue, geht niemanden etwas an.` Aber jeder, der versucht, ein geistliches Leben zu führen, wird schon bald entdecken, dass das Persönlichste das Universellste ist, das Verborgenste das Öffentlichste…<
Was den Einzelnen betrifft, betrifft alle.
Das Licht, das im Innern brennt, soll der ganzen Welt leuchten. Zeiten, in denen wir zerbrochen und heil wurden, sind die Bereiche unseres Lebens, die uns mit unseren Mitmenschen verbinden. Wir mögen vielleicht in verschiedenen Nachbarschaften aufgewachsen und unterschiedliche Schulen besucht haben. Unsere Berufe und Familien unterscheiden sich. Aber wir alle kennen den Schmerz, der im Alleinsein steckt. Wir alle kennen die Angst, nicht geliebt zu sein.
Das sind die Bereiche, die uns zusammenbringen können. So oft stoßen wir Menschen von uns, aus Angst, dass sie die Probleme in unserem Leben nicht akzeptieren werden. Aber gerade die Probleme sind es, die wir gemeinsam angehen sollten. Sie sind es, die uns als Menschen miteinander verbinden.“

„Ich habe noch etwas Weiteres entdeckt: Wenn ich meine Maske ablege und andere in die dunklen Ecken meines Herzens hineinlasse, dann werde ich keineswegs weggestoßen, sondern die Menschen reagieren viel öfter mit den wunderbaren Worten: >Ach, dir geht es auch so?< Das eigene Leben zu lieben, vollkommen Feuer und Flamme dafür zu sein, bedeutet, dass Sie keine Angst davor haben, Ihrer eigenen Geschichte ins Auge zu blicken und sie anzunehmen – in aller Verantwortung. Dass Sie die Narben feiern, die Sie sich auf Ihrem Weg zugezogen haben, und dass Sie bereit und willig sind, Ihr Leben ehrlich zu leben.
Andernfalls werden Sie Ihre Geschichte nie als wirkliches Geschenk erfahren.
Sie werden die Kraft, die im Erfahrenen liegt, nicht erkennen. Sie werden die Schönheit Ihrer Narben nicht annehmen können.
Sie werden nie zu dem Licht, nach dem die Welt sich sehnt.“

„Jack hatte sich ganz bewusst entschlossen, ein zutiefst erfülltes Leben zu führen. Und somit ist er das perfekte Beispiel für die sechste Wahl, vor der wir stehen: Der Schlüssel zu wahrer Größe im Leben liegt darin, sich dafür zu entscheiden, Bedeutung statt Erfolg anzustreben. >Ich wünschte, ich könnte dir zeigen… dass dein Dasein ein ganz erstaunliches Licht ist.< Hafis von Schiraz“

Was du liebst, wird alles beeinflussen. Es wird bestimmen, was dich morgens aufstehen lässt, wie du dein Wochenende verbringst, was du liest, was dir das Herz bricht und was dich mit Freude und Dankbarkeit erfüllt. Verliebe dich, bleibe in der Liebe und das wird alles beeinflussen`, so Pedro Arrupe. Das ist eine wunderbare Beschreibung der Macht der Liebe. Sie steht für nahezu alle Bereiche.
Lesen Sie das Zitat noch einmal.
Und nun ein weiteres Mal, aber lassen Sie uns zuvor die Worte Liebe und lieben durch Angst und ängstigen ersetzen:
`Was dich ängstigt, wird alles beeinflussen. Es wird bestimmen, was dich morgens aufstehen lässt, wie du dein Wochenende verbringst, was du liest, was dir das Herz bricht und was dich mit Freude und Dankbarkeit erfüllt. Ängstige dich, bleibe in der Angst und das wird alles beeinflussen.`
Auch in dieser Lesart ist das Zitat zutreffend.
Ob Sie sich nun also dafür entscheiden, von Liebe oder von Angst bestimmt zu sein, wird alles beeinflussen, was in Ihrem Leben geschieht.“

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Löffel-Liste: Wovon träumst du?

Momentan lese ich das Buch „Deine Sehnsucht wird dich führen“ von Sabine Asgodom. Ziel der Lektüre ist es, Lebensträume aufzuspüren, ernst zu nehmen und umzusetzen. Eine der Übungen ist die sogenannte „Löffel-Liste“: Was möchtest du in diesem Leben noch tun, bevor du den Löffel abgibst?


Auf dem Weg zu einem Termin in Hannover schrieb ich meine Löffel-Liste. Und stellte währenddessen fest, dass ich alle möglichen Punkte gar nicht notieren brauche, weil ich diverse Träume bereits erreicht habe:
Für die qualitativ hochwertigste, unabhängige christliche Zeitschrift der D-A-CH-Region habe ich einen Artikel geschrieben.
Ich habe am Meer geheiratet – nicht, wie erträumt, zu zweit am Strand, sondern zu zweit auf dem Leuchtturm.
Danach verbrachten wir die Flitterwochen in Afrika (und ich möchte bald wieder hin).
Aus den Nöten und Wünschen von SeniorInnen habe ich ein Therapieprogramm entwickelt, und ein Fachbuch darüber geschrieben, das in Kürze zu kaufen sein wird.
Fotos meiner floralen Arrangements wurden ausgestellt und ich habe meine eigene Finissage festlich gestaltet.
Mich besuchte ein Team aus Journalistin und Fotografen, um mein Event-Styling in unserem Wohnzimmer festzuhalten.
Für eine große Feier mit über 200 Gästen gestaltete ich den gesamten Raumschmuck, unter anderem dekorierte ich ebenfalls einen Geburtstag zur Volljährigkeit und ein hundertjähriges Jubiläum.

Kurz:
Jede Menge Träume habe ich bereits verwirklicht, auch wenn manche der Wünsche so größenwahnsinig waren, dass ich sie nie laut einer anderen Person gegenüber als Traum geäußert habe. Wie zum Beispiel, ein Therapiekonzept zu entwickeln – darüber zu reden, klingt reichlich abgehoben, weshalb ich es immer für mich behielt.
Der Blick auf das Erreichte gibt mir Rückenwind für die Ziele, die ich momentan vor mir habe und derentwegen ich das Buch über Sehnsüchte und Lebenszufriedenheit lese.
Wenn ich, mit Gottes Hilfe, so viele Träume „quasi nebenbei“ aus dem Wunsch in die Realität überführen kann, sollte mir vor der Größe meiner aktuellen Ziele nicht bange sein!

Und was wünschst du dir, wovon träumst du?
Hier findest du die Statements von Menschen, die viel erreicht und dabei sich selbst und ihre widrigen Umstände überwunden haben.

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Buchempfehlung: „Unterwegs mit dir. Vier Frauen auf einer Glaubensreise“ von Sharon Garlough Brown

„Auf jeden Fall,“ fuhr Emily fort, während sie sich auf der Bank zurücklehnte und tief durchatmete, „hatte eine der Frauen eine wirklich großartige Metapher. Sie sagte, es käme ihr so vor, als gäbe es in uns einen großen Abfalleimer. Wir entsorgen unseren Giftmüll darin, decken in mit einem Zierdeckchen ab und tun so, als hätten wir alles unter Kontrolle. Je mehr ich darüber nachdenke, desto stärker wird mir bewusst, wie oft ich mich hinter einer pseudochristlichen Maske verstecke. Aber Jesus lädt mich ein, einfach ich selbst zu sein, das Schlechte anzusehen und es dann loszulassen. Ich kann dir gar nicht beschreiben, wie befreiend es ist, vor diesen Frauen – diesen Schwestern im Glauben – meine Schwächen und mein Versagen zuzugeben. Ich brauche nicht so zu tun, als hätte ich alles im Griff. Niemand hat das. Das ist ein unfassbar befreiendes Gefühl.“
Sie trank einen großen Schluck aus ihrer Wasserflasche. „Wenn ich an die stressigen Jahre zurückdenke, und daran, wie sehr ich mich unter Druck gesetzt habe und wie ich krank geworden bin, weil ich perfekt sein wollte… na ja, du weißt es ja, Charissa…“ Ihre Stimme verklang. „Ich bin so froh, dass Jesus mich gefunden hat. Wo wäre ich ohne Jesus?“

Hannah:
Ich bin zornig auf Gott. Ich bin enttäuscht und zornig und fühle mich betrogen. Früher habe ich den Menschen geraten: „Gebt euren Zorn an Gott ab. Er kann damit umgehen!“ Und was habe ich getan? Ich habe ihn gehortet. Sorgfältig gehortet. Ich bin eine Heuchlerin. Und nun, da er heraus ist, was mache ich jetzt? Ich kann mit niemandem darüber reden. (…) Ich weiß nicht, an wen ich mich sonst wenden kann. Und ich würde ja sagen: „Hilf mir, Herr!“, aber im Augenblick rede ich nicht mit ihm.

Der leuchtende Sonnenuntergang weicht dem Grau der Dämmerung, und alles liegt in Schutt und Asche. Alles.

Die Lebenswege von vier Frauen kreuzen sich, als sie sich in einer Gruppe treffen, die eine geistliche Reise wird: Ins eigene Herz und zu Gott. Sie sind getrieben von Leistungsdenken, Perfektionismus, Scham oder Angst. Jede Frau hat ihre eigene seelische Baustelle, in denen sich die Leserin wiedererkennt. Der Roman stellt sowohl die Lebensgeschichten der Frauen und ihre innere Verwandlung vor, als auch Übungen zur Vertiefung des Glaubens.
Ein spannendes, weises und lebensnahes Buch, das ich aus ganzem Herzen weiterempfehle!

 

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Buchempfehlung: „Das wilde Herz der Ehe“ von Stacy und John Eldredge

Als Warnung vorab: Dieses Buch ist das mit Abstand beste Buch über gesunde und glückliche Ehen, das ich jemals gelesen habe. Wirklich. Und es ist eins der besten christlichen Bücher, das ich in den letzten Jahren in der Hand hatte. Garantiert.
Wenn ich also untypischer Weise sehr leidenschaftlich dieses Buch empfehle, liegt es daran, dass es mich absolut überzeugt hat. Und das kommt bei mir sehr selten vor.
Den Inhalt des Ratgebers in wenigen Sätzen verständlich und umfassend darzustellen, finde ich in diesem Fall sehr schwierig. Daher möchte ich einzelne Zitate für sich sprechen lassen:

„Mir wird bewusst, dass ich meiner Ehe ähnlich begegne wie meiner Gesundheit. Ich tue nur das Nötigste und hoffe, mit meiner Unvernunft und meinen Versäumnissen davon zu kommen, indem ich hier und da ein wenig Kommunikation und Romantik einstreue, so wie ich als eine Art Lebensversicherung ab und zu Vitaminpillen schlucke.“

„Und nun bedenken Sie Folgendes: Die Ehe ist der Zufluchtsort des Herzens.
Ihnen wurde das Herz eines anderen Menschen anvertraut. Egal, welche Mission Ihr Leben sonst noch hat – dieses Herz zu lieben und zu schützen, gehört zu Ihren größten Aufgaben.
Die Ehe beinhaltet das Privileg und die Ehre, dem Herzen eines anderen Menschen so nahe zu sein, wie man es überhaupt nur sein kann. Niemand sonst bekommt die Gelegenheit, so vertraut zusammen zu leben wie Mann und Frau in der Ehe. (…) Niemand übt einen größeren Einfluss auf die Seele Ihres Ehepartners aus als Sie. Niemand hat einen offeneren Zugang zum Herzen Ihres Ehepartners als Sie. Das ist eine ungeheure Ehre.“

„Verheiratet zu sein kostet Sie alles. Tränen. Schlaflose Nächte. Unglaubliche Verletzungen und Opfer. Die Ehe wird Sie dazu veranlassen, Ihr Herz und Ihre Seele, Ihre Sehnsüchte und Ihren Charakter genauestens unter die Lupe zu nehmen. Das tut weh. Das ist nicht leicht. Aber das wissen Sie ja bereits!
Natürlich kostet es uns alles, wenn wir lieben – denken Sie nur an das Kreuz. Doch die Liebe ist es immer wert.
Wir alle wissen, dass es schwer ist zu lieben. Die Ehe ist hart. Sie ist hart, weil sie angefeindet wird. Der Teufel hasst die Ehe. Er hasst das wunderschöne Bild von Jesus und seiner Braut, für das die Ehe steht. Er hasst die Liebe und das Leben und alles Schöne. Die Welt hasst die Ehe. Sie hasst Einheit und Treue und Ausschließlichkeit. Und auch unsere menschliche Natur ist in dieser Sache nicht unser Verbündeter – sie rebelliert dagegen, dass wir etwas anderes höher stellen sollen als uns selbst. Unsere menschliche Natur stirbt nur ungern.
Da haben Sie´s: Wir leben in einer großartigen Liebesgeschichte, die inmitten kriegerischer Auseinandersetzungen spielt. Wir brauchen einander – unbedingt.“

„Der erste große Schock der Ehe besteht darin zu entdecken, wie hart sie ist. Der zweite Schock folgt dem ersten meist auf dem Fuß: Beide Ehepartner sind ein ansehnlicher Scherbenhaufen. Warum muss er sich ständig verteidigen? Warum hat sie zu anderen Zeiten Lust auf Sex als er? Warum kann er keine Kritik vertragen? Warum klebt sie so an ihm? Was ist das für eine nur mühevoll unterdrückte Wut? Wo kommt diese Sucht her? Warum redest du nicht mit mir? Wer bist du überhaupt?!“

„Es beginnt damit, dass wir unsere Energie nicht mehr darauf verwenden, den anderen zu verändern (nach dem Motto: „Wenn du dich nur ändern würdest, könnte mein Leben so viel schöner sein!“), sondern Gott fragen: „Wo muss ich mich verändern?“

„So sind wir Menschen. Wir sind alle rissige Gefäße. Wie sandiger Boden. Wenn es ums Glücklichsein geht, ist unsere Seele wie ein Sieb, wie ein Reifen, in dem ein Nagel steckt, wie das Gedächtnis unseres Großvaters. Es scheint, als gäbe es in uns einen Obdachlosen, der mit seinem Einkaufswagen ziellos umher irrt.
Für eine Ehe ist das brutal.
Wir können den tollsten Sex haben, dass die Wände wackeln, aber ich will es am nächsten Morgen gleich wieder so haben. Das eine war gestern. Und was ist heute? Wir können die innigsten Gespräche führen, in denen unsere Seelen tief miteinander verbunden sind, doch Stacy will am nächsten Tag gleich so weitermachen.
Manchmal schaue ich Stacy morgens in die Augen, wenn sie die Küche betritt, und sehe ihre Frage: Ist mit mir alles in Ordnung? Stimmt unsere Beziehung? Und dann denke ich mir: Das gibt´s doch nicht. Wir hatten gestern so einen tollen Abend. Hat das denn überhaupt keine Bedeutung? Was braucht sie denn noch? Es kann einen mürbe machen. Immer noch nicht zufrieden?
Machen wir uns nichts vor: Wir sind unersättlich. In jedem von uns regt sich ein unermessliches Verlangen nach mehr. Eine schmerzliche Leere. Ein nicht enden wollender Hunger. Wenn wir uns nicht dessen bewusst sind und nicht wissen, wie wir damit umgehen sollen, wird unsere Unersättlichkeit großen Schaden anrichten.“

„Satan wird in der Bibel als äußerst aktive Bedrohung eingeschätzt, doch die wenigsten Menschen leben entsprechend. Mal im Ernst, wie viele Ehepaare kennen Sie, die bemerken, was Satan in ihrem Leben anrichtet, und die tatsächlich jeden Tag im Gebet dagegen angehen? Oder auch nur einmal in der Woche? Oder einmal im Monat?
Sie haben einen Feind. Ihre Ehe hat einen Feind.
Und ob Sie es glauben oder nicht, das ist eine gute Nachricht. Denn daraus folgt die Erkenntnis, dass Ihr Ehepartner nicht Ihr Feind ist.
Er ist nicht der Feind. Sie ist nicht der Feind. Wirklich nicht. (…)
Ja, manchmal fühlt es sich so an. Stacy und ich lebten jahrelang mit dem Gefühl ständiger Anklage. Sie „fühlte“ sich von mir angefeindet. Ich „fühlte“ mich von ihr angefeindet. Es war für uns eine ziemlich große Entlastung zu erkenne, dass dieses Gefühl, angeklagt und angefeindet zu werden, eigentlich nicht aus uns herauskam. Es kam von dem, den man nicht ohne Grund den „Ankläger“ nennt (Bibel, Offenbarung Kapitel 12, Vers 10).
Würde man uns zwingen, die „Top 3“ zu nennen, die einer Ehe am meisten weiterhelfen, so würden wir folgende Liste aufstellen:

  1. Finde deine Identität und Sicherheit bei Gott!
  2. Stell dich deiner Zerbrochenheit!
  3. Lerne, die geistlichen Attacken abzuwehren, denen deine Ehe ausgesetzt ist!

Wenn Sie nur diese drei Grundsätze beherzigen und nichts darüber hinaus tun, so werden Sie dennoch staunen, wie viel Freiheit, Liebe und Freude freigesetzt werden.“

So weit die Zitate aus den ersten Kapiteln des Buchs als Auftakt und Einladung, es zu lesen. Es lohnt sich!
Stacy und John Eldredge, „Das wilde Herz der Ehe“, Gerth Medien

aufmerksam, feminin

Mode ist… ein mutiger Blick auf uns selbst

Heute möchte ich ein Buch empfehlen: „Fashion – Was verrät mein Stil über mich?“ von der Psychologin Dr. Jennifer Baumgartner.
Darin stellt sie verschiedene Phänomene bezüglich eigener Gewohnheiten beim Anziehen vor und bietet Lösungen  an.
Jede von uns kennt mindestens eine Frau, die sich zu bieder, zu langweilig und zu altbacken kleidet. Diese Frau ist keine klassische Schönheit, aber mit einer neuen Frisur und fröhlicherer Kleidung könnte sie viel dynamischer aussehen. Derzeit macht ihr Kleidungsstil sie zehn Jahre älter, als sie ist. Warum ist das so? Was geht in dieser Frau vor? Und welche Ideen für einen neuen Blick auf die Kleidungsgewohnheiten könnten ihr helfen?
Ebenso gibt es immer Frauen, die sich deutlich zu jung oder zu (nach)lässig für ihr Alter kleiden. Auch ihnen stellt Jennifer Baumgartner kluge Fragen und gibt Tipps, wie ein wertschätzender, neuer Blick auf den eigenen Körper gelingt.
Wir kennen auch die Frauen, die sich in große schwarze Zelte hüllen, weil sie auf die kaschierende Wirkung von wallendem Stoff setzen und auf den schlankmachenden Effekt von Schwarz vertrauen. Dabei sieht keine Frau in schlabbriger, schwarzer Kleidung schlank aus. Eher deprimiert und unsicher. Wer den eigenen Körper mit Achtung und neu gewonnener Liebe anschauen und anschließend einkleiden möchte, findet viele sinnvolle Ratschläge.
Das Gleiche gilt für die Frau, die Tag und Nacht ihre Arbeitskleidung trägt. Und für die, die seit der Geburt der Kinder nur noch verwaschene Jeans und Sweatshirts trägt. Und für die, die den Schrank voller wunderschöner Schätze hat und sich nicht wertvoll genug fühlt, sie auch zu tragen. Statt dessen läuft sie in ausgefransten Uraltklamotten herum. Auch für die, die kaufsüchtig ist oder die, die unbedingt einen riesigen Markennamen auf jedem Kleidungsstück tragen muss: Mit einem ehrlichen Blick auf die eigene Denkweise und kluge Hinweise bringt die Autorin Frauen voran, die sich selbst mehr wertschätzen und das auch äußerlich zeigen wollen.

aufmerksam, kreativ, Presse

Meine Lieblingsecke bei „zuhause wohnen“


Unser Wohnzimmer kann in der aktuellen Ausgabe von „zuhause wohnen“ besichtigt werden. Okay, nur die Lieblingsecke mit dem Ohrensessel und dem selbstgestrichenen Regal, aber immerhin. Wie so oft schickte ich vor Monaten einen Beitrag an eine Redaktion, wie so oft kam auch eine positive Reaktion, aber ob ich es tatsächlich ins Heft schaffen würde – das entzog sich meiner Kenntnis. Jetzt marschierte ich in den Supermarkt, um mich auf die Suche nach der aktuellen Oktoberausgabe zu machen, damit das Warten ein Ende hat und ich weiß: Hat es diesmal geklappt oder nicht? Vor zwei Jahren gab es das gleiche Prozedere mit einem anderen Beitrag nämlich mit dem Ergebnis „eben nicht“.
Im Supermarkt heute die Überraschung: Plötzlich stand dort keine „zuhause wohnen“ mehr im Regal, ließ sich hinter einem Konkurrenzprodukt aber aus den Tiefen des Blätterwalds ziehen. Und, Glück gehabt, jetzt bekommt mein Leseplatz doch noch seine zweieinhalb Sekunden Ruhm. Juhu! 🙂

Und da fotografierte Bilder von gedruckten Fotos immer mies aussehen, hier das Original:


Das Regal aus Kiefernholz habe ich abgeschliffen, weiß gestrichen und mit weinroten Akzenten aufgefrischt. Die beiden Kissen sind selbstgenäht, die Wimpelkette habe ich gebastelt. Ähnliche Geweihe (von weiterhin fröhlich lebendem Damwild) gibt es über die Deutsche Wildtier Stiftung.

aufmerksam, feminin

Buchempfehlung: „Die Abenteuer der Cluny Brown“ von Margery Sharp

Diese Wiederentdeckung aus den dreißiger Jahren in England ist der pure Lesegenuss:
Cluny Brown wächst bei ihrem Onkel auf und ist inzwischen zwanzig Jahre alt. Laut ihrer Verwandschaft ist ihr größtes Problem, dass sie nicht weiß, „wo ihr Platz ist“. Wenn sie allein durch London streift, gilt das als zu gefährlich. Setzt sie sich zum Nachmittagstee in ein schickes Hotel, empfindet ihre Familie ihr Verhalten als unangemessen. Übernimmt sie spontan am Sonntag einen Auftrag für ihren Onkel, der Klempner ist, wird sie wagemutig und übereifrig geschimpft. Kurz: Cluny kann es niemandem recht machen.
Daher wird sie über eine Stellenvermittlung als Hausmädchen auf ein Gut in Devonshire vermittelt. Dort soll sie lernen, wo ihr Platz in der Welt ist, und insgesamt Vernunft annehmen. Cluny würde ja gern Vernunft annehmen, wenn sie wüsste, wie sie das schaffen soll. Ständig hat sie neue Ideen, die sie ausprobiert, und unbequeme Fragen, die sie allen vom Gärtner bis zur Dame des Hauses unverblümt stellt.
Ebenso erlebt die Leserin die Beziehungen und Lebensrhythmen der Gutsfamilie und ihrer Angestellten. Die täglichen Sorgen der Haushälterin, die politischen Diskussionen des einzigen Sohns der Gutsfamilie und die einfühlsamen Beobachtungen seiner Mutter. Diverse junge Damen aus London treten auf und wieder ab, zwischendurch wird der Frühling im sanften Devonshire beschrieben.

Kurz: Dieses Juwel hat es verdient, aus der Versenkung geholt zu werden. Lustig, nachdenklich und schwungvoll geschrieben eignet es sich für sonnige Stunden im Garten oder einen regnerischen Herbstabend auf dem Sofa.

Atemfreude, aufmerksam

Unterwegs zum Fachbuch: Das Senioren-Model auf Position, bitte!

Mit Worten kann ich wirklich kompetent umgehen. Deswegen ist mein Manuskript für das Fachbuch über mein Konzept „Atemfreude“ fast fertig (bis auf die finale, komplette Überarbeitung…). Aber all die Übungen zur Öffnung des Brustkorbs, wo in 49 Varianten die Arme bewegt werden, klingen irgendwann alle gleich. Und die Leserin meines Konzepts wird oft genug nicht auf den ersten Blick erkennen, worin das Herzstück der jeweiligen Übung liegt.
Daher trafen mein Mann und ich uns am vergangenen Wochenende mit einer pensionierten Sportlehrerin zum Fotoshooting. Erst räumten wir ihr halbes Wohnzimmer leer, dann hängten wir die Bilder ab, zum Schluss diskutierten wir das Für und Wider von fünf verschiedenen Hockern. Dieser durfte bleiben.
Und endlich ging es los: Ich turnte vor, das Senioren-Model turnte nach, mein Mann verrenkte sich hinter der Kamera… bis wir einige Stunden später gut tausend Fotos hatten, die ich nun nachbearbeite. Die Lektorin hat die Qualität als „druckbar“ eingestuft. Jetzt dürfen mir nur nicht zu viele neue Übungen einfallen, die zum Verständnis unbedingt eine Illustration durch weitere dynamische Fotos verlangen!

aufmerksam, glaubhaft

Mit Gott unterwegs – mein unglaublicher Weg von Januar bis heute


Anfang des Jahres war ich intensiv damit beschäftigt, Wochenendseminare zu buchen, um mich beruflich weiter zu entwickeln.
Aber nichts klappte: Alle sechs Seminare, die ich gebucht hatte, fielen aus. Dabei hatte ich mich in ganz Deutschland informiert, wo ich mich schulen lassen kann – doch nichts gelang. Immer wieder suchte ich nach Fortbildungsmöglichkeiten, aber im letzten Moment wurden sie alle abgesagt. In meiner neuen Gemeinde kann man jeden Sonntag nach dem Gottesdienst für sich beten lassen, davon machen viele Gebrauch. Auch ich ließ immer wieder für mich beten, weil alle meine Pläne ständig platzten.

Irgendwann war ich wirklich ratlos und mutlos. Warum klappte nichts? Ich wollte meine berufliche Zukunft in die Hand nehmen, aber Gott schlug systematisch alle Türen zu. Langsam wusste ich nicht mehr, was ich davon halten sollte. Nach einem Gebet nach dem Gottesdienst riet mir eine Frau, mich auf das zu besinnen, was nur ich allein kann. Aber das ließ mich erstmal ratlos, schließlich bin ich in verschiedene Richtungen begabt. Zum Glück wusste ich mich im Gebet vom Hauskreis im Stadtteil getragen.

Als wieder einmal eine Fortbildung ausfiel, marschierte ich kurzentschlossen in ein Seminar der Volkshochschule über journalistisches Schreiben. Die Dozentin kannte ich schon von einem anderen Workshop, und obwohl alle Plätze bereits belegt waren, durfte ich noch mitmachen. Dort erlebte ich mich als erfolgreich und bekam so viele positive Rückmeldungen, dass ich mir ein Herz fasste und über das Manuskript sprach, an dem ich heimlich und leise schon viele Monate arbeitete. Schon ein Jahr zuvor hatte ich für die SeniorInnen ein ganzheitliches Konzept für Atemgymnastik unter dem Titel „Atemfreude“ entwickelt. Das Hamburger Abendblatt schrieb darüber, und ich veröffentlichte in einer Fachzeitschrift einen Artikel dazu. An einem Manuskript für ein Fachbuch über mein Therapiekonzept war ich schon eine Weile zugange, hatte aber lange nicht den Mut gehabt, es ernsthaft voran zu treiben.

Plötzlich klärte sich, warum all die Pläne nicht aufgegangen waren:
Ich hatte den Einruck, dass ich mich intensiv um die Fertigstellung des Manuskripts kümmern sollte. Je mehr ich mich darüber informierte, wie ein professionelles Fachbuch entsteht, desto ausgeglichener wurde mein Blick und die beruflichen Ziele konnte ich erstmal zurückstellen. Ich richtete meine ganze Aufmerksamkeit auf mein Projekt und kümmerte mich weniger um die Schwierigkeiten im Berufsalltag.

Als ich mich zunehmend in Literatur über das Veröffentlichen von Fachbüchern vertiefte, stellte ich immer klarer fest, dass mein Vorgehen völlig falsch gewesen war. Ich hatte mein Manuskript fast fertig geschrieben und wollte nun wissen, wie ich es am Besten an den Verlag bekam. Dabei schlugen die Bücher vor, erst ein Buchkonzept zu verkaufen und dann nach Wünschen des Verlags mit dem Manuskript zu beginnen. Wieder verließ mich der Mut, und ich stolperte über einen Satz, der direkt zu mir sprach:
“Die Methoden der Wissensbeschaffung sind derart unterschiedlich für den Mikrosytemteckniker, die Anwältin, den Atemtherapeuten (ich!), die Eventmanagerin (ich!) oder was auch sonst immer Sie sein mögen, dass ich mich mit allgemeinen Tipps nur blamieren würde.“
(aus: „Vom Wissen zum Buch. Fach- und Sachbücher schreiben“, Klaus Reinhardt, Huber Verlag)
Dieser Satz traf mich im Innersten. Dass Gott durch Bibelverse am Morgen zu uns spricht, was ich regelmäßig erlebe, ist das eine. Dass er mich durch einen literarischen Ratgeber persönlich anredet, etwas ganz Anderes. So schöpfte ich neuen Mut und arbeitete mich durch alle notwendigen Aufgaben: Ich registrierte den Begriff „Atemfreude“ als Wortmarke, erstellte ein Exposé, gab meine Probekapitel und das Manuskript diversen Leuten zum Lesen und Korrigieren.
Immer wieder fragte ich mich, wie ich all die Aufgaben neben meiner Arbeit schaffen sollte. Im Juni wollte ich die Verlagsbewerbungen versenden, da dies laut Experten ein gutes Datum im Lektorat zum Vorstellen neuer Ideen sei. Die Zeit drängte, während mein Exposé vollständig, aber völlig unprofessionell aussah.

So entschied ich mich, die Journalistin aus dem Seminar als Coach zu buchen, auch wenn ich eigentlich nicht noch mehr Geld in dieses Projekt mit unklarer Erfolgschance stecken wollte. Dank zwei Aufträgen, die ich am Wochenende abarbeitete, schenkte mir Gott mehr als genug Geld, um das Coaching locker zu bezahlen. Wieder eine Gebetserhörung.

Während dessen wuchs meine Website über die Atemgymnastik und Gott schenkte mir tolle Gespräche mit einer Bibliothekarin und einem Buchhändler, die mir sehr weiterhalfen.
Als Ende Juni endlich alle Verlage, die ich mir heraus gesucht hatte, das Exposé und die Probekapitel erhalten hatten, war ich so erschöpft wie zuletzt nach dem Examen vor zehn Jahren. Der Finnlandurlaub wurde ein großer Segen, mein Mann und ich konnten uns zutiefst erholen und ganz viel Frieden und Ruhe tanken. Das rote Holzhaus auf der Schäre wurde ein Ort, an dem Gott mich bis ins Innerste erfrischte.

Inzwischen haben vier von acht Verlagen Interesse, zwei Autorenverträge sowie ein verbindliches weiteres Angebot liegen mir vor. Lange dauerte es, bis mein favorisierter Verlag endlich den überarbeiteten Autorenvertrag los schickte. Seit vorgestern ist er unterschrieben und zurück auf dem Weg zum Verlag.
Dabei haben sich alle Verlage sehr gefreut, dass ich nicht nur eine Konzeptidee verkaufen wollte, sondern auf Nachfrage sofort ein ganzes Manuskript senden konnte. Die Fachbücher hatten in diesem Fall nicht Recht, und das wusste Gott schon lange. Außerdem habe ich ein freiwilliges Modell, das Lust auf die nötigen Fotos zur Darstellung der Übungen hat und sich fotografieren lässt. Gestern erlebten wir einen fröhlichen Tag mit einer pensionierten Sportlehrerin, die fröhlich vor der Kamera turnte. Es fügt sich also alles passend zusammen. Die Filmarbeiten, die der Verlag sich für einen multimedialen Auftritt wünscht, wurden erstmal auf´s neue Jahr verschoben. Auch dafür bin ich dankbar, denn es verschafft mir etwas Spielraum vor dem Abgabedatum des endgültigen Buchs.

Ich habe den Überblick verloren, wie oft ich nach dem Gottesdienst vorne zum Gebet kam und Rotz und Wasser geheult habe, weil mal wieder alles schief lief. Oder einfach nur ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich bin sehr dankbar für all die Menschen, die für mich gebetet haben. Und für die Erfahrungen mit dem Heiligen Geist, der mich so spürbar begleitet hat wie noch nie zuvor in meinem Leben.

Was ich dir damit sagen möchte:
Ja, Gott schlägt Türen zu.
Ja, er traut uns zu, dass wir offene Fragen ertragen.
Ja, er lässt zu, dass unsere Pläne wieder und wieder zerbrechen.
Durch all das hindurch möchte er uns von eingefahrenen Wegen abbringen und uns neue Möglichkeiten zeigen. Wir meinen immer zu wissen, was in unserem Leben und dem Leben unserer Nächsten am besten ablaufen soll. Was wann und wie gelingen soll. Wir wissen ständig alles besser und urteilen ununterbrochen.
Damit bauen wir täglich an einer Mauer, die uns von Gott trennt. Je mehr wir unser Leben und die Vorstellungen davon fest umklammern, desto weniger kann Gott darin wirken. Je weniger wir ihm vertrauen, desto weniger Raum kann Gott in unserem Herzen einnehmen.
Ich bin mir sicher, dass Gott weiß, wohin dein Weg führt. Völlig egal, wie viele Umwege es braucht und wie viele Sackgassen du kennenlernst, bis du für neue Perspektiven bereit bist und die passenden Türen sich öffnen. Gott ist mit uns unterwegs. Täglich. Er braucht von uns nichts anderes als das Vertrauen, das wir in seine Führung einwilligen. Dafür segnet er uns öfter und tiefgehender, als wir je glaubten.