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Getöpfert und lasiert: Handwerkliche Dekoration

Gefühlt werden aktuell überall Geschirr und Dekorationsobjekte verkauft, die aussehen, als wären wir scharenweise zum Töpferkurs in die Volkshochschule gegangen. Mir kommt das sehr entgegen, denn ich besaß schon vor Jahren kleine Vasen, die ich in einer Töpferwerkstatt an der Ostsee gekauft hatte. Bisher wirkte getöpfertes Geschirr mit Unikatcharakter immer so, als hätte die Oma etwas aus dem Urlaub mitgebracht. Offensichtlich bestimmt der Trend jetzt, dass wir alle hippie-mäßige Ökoteller kaufen sollen, auch wenn sie in der Fabrik im Akkord produziert werden.

Die beiden Vasen sind handgemacht und fair bezahlt, sie stammen aus einer kleinen Werkstatt am Niendorfer Hafen.
Die schmale Fliese habe ich in einem Atelier in Hamburg-Eimsbüttel erstanden, und den gläsernen Stern in Eckernförde (er wurde aber in Bremen angefertigt).

Die beiden Schalen bekamen mit der Heißklebepistole jeweils einen Haken auf die Rückseite geklebt, damit ich sie in der Küche aufhängen kann. Sie passen so schön zu dem Kunstdruck und dem Urlaubsfoto aus der Bretagne: Marée basse (links) und Marée Haute (rechts, Ebbe und Flut).
Und der Glasstern schwebt am Wohnzimmerfenster.

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Ratz-fatz Osterdeko: Schnelle und effektvolle Ideen zum Selbermachen

Für alle, denen die Zeit zum österlichen Dekorieren fehlt oder deren Fundus mager gefüllt ist: Schnell teile ich ein paar Ideen, wie mit wenigen Handgriffen frühlingshafter Osterschmuck einzieht.
Der fliegende Hase ist natürlich ein Fundstück, das es nicht mal eben beim Einkauf für´s Brunch im Supermarkt gibt.
Aber die Birkenzweige im Hintergrund dekorieren sich fast von selbst: Heckenschnitt aus dem eigenen Garten, vom Nachbarn oder Zweige draußen unterwegs begutachten: Große, schön verzweigte Äste aussortieren, mit nach Hause nehmen und die längsten Verästelungen einkürzen. In einen Eimer voller Sand stellen, den Sand mit trockener Rinde, Moos oder locker geknülltem Papier abdecken. Den Inhalt der Ostereierkiste liebevollst in den Zweigen verteilen, gut ist.

Wer keine Zeit für Spaziergänge hat, aber eine reiche Auswahl an Supermärkten: Ein Griff zu kostengünstigen Glas- oder Plastikeiern, die es im Set von sechs bis zwölf Stück wirklich überall gibt, reicht völlig für ein beeindruckendes Ergebnis. Die Eier (probeweise) farblich abwechslungsreich auf dem Fensterbrett arrangieren, mit Klebefilm an das Fensterkreuz kleben, fertig! Nach ausreichender Bewunderung einfach das Klebeband mit den Eiern vorsichtig wieder abziehen und eventuell das Fensterkreuz von Klebespuren befreien. Da die Fenster zum Lüften bewegt werden, und das vielleicht nicht nur von vorsichtigen Erwachsenen, bieten sich robuste Plastik- oder, ganz trendig dieses Jahr, Stoffeier an.

Wer keine Äste sammeln, keine fliegenden Hasen aufhängen und auch keine Eier in Reihen am Fenster tanzen lassen will:
Ein Blick in die hintersten Ecken des Geschirrschranks lässt längst vergessene Schätze ans Tageslicht kommen. Zum Beispiel geerbtes oder vor vielen Jahren gesammeltes Geschirr, das nicht spülmaschinentauglich ist und daher wenig verwendet wird.
Flache, große Teller eignen sich wunderbar als Platzteller, darauf eine antike Suppentasse stellen und mit Zuckereiern füllen. (Stoff-)Servietten mit ebenfalls wiedergefundenen, glänzend gewienerten Serviettenringen arrangieren und eine Blüte dazu legen. Ommas versilbertes Besteck überpolieren oder Flohmarktschätze putzen und eindecken. Erste sprießende Blätter in kleinen Vasen arrangieren: Künstlerisch und kostenlos zugleich.
Wahnsinnig edel für null Euro, Ostern kann kommen!

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Frischer Wind für die Wände

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Manchmal brauche ich einfach frischen Wind. Nicht nur bezüglich meiner Lektüre oder anderer Kleinigkeiten, sondern so grundlegend. Regelmäßig wird mein Kleiderschrank durchsortiert und mit Vintage-Funden aufgepeppt und das Wohnzimmer neu dekoriert. Aber manchmal reicht das nicht, dann muss etwas wirklich Neues her. Oft bleibe ich mit dieser Meinung allein in unserem Haushalt…. Daher übe ich mich in einem nachsichtigen Blick für unser altes Sofa (das wohl doch noch bleiben darf) und erfreue mich stattdessen am neuen Wandschmuck:
Ein hipper Druck namens „Fly to Copenhagen“ aus einem hippen Hamburger Stadtteil, ergattert über die Kleinanzeigen, schmückt das Schlafzimmer.

 

 

Quer durch die Stadt manövrierte ich eine große bedruckte Leinwand, die mich an Lavaströme erinnert. Auch über die Kleinanzeigen, woher sonst? 😉  Das Original ist aus Wolle, nicht Farbe, gestaltet – was mich wiederum an eine Galerie auf Bornholm denken ließ, die ich besuchte. Hier in einem Arrangement namens „Viel hilft viel“ mit der Weihnachtsdeko im Wohnzimmer zu sehen: Es war dann doch etwas zu viel, gerade bei den sehr mageren Lichtverhältnissen im Winter.
Dafür hat eine sehr nette, wildfremde Frau mir geholfen, das Kunstwerk von der S-Bahn nach Hause zu schleppen. Bis vor die Haustür. Das nenne ich „Nächstenliebe“.

 

 

Aber die Kleinanzeigen waren noch lang nicht ausgeschöpft, sodass ich wiederum quer durch die Stadt woanders hin fuhr, um einen Birkenwald abzuholen. Der versehentlich deutlich kleiner war als geplant, wie man am Rahmen erkennen kann. Naja, dafür waren die Leute besonders nett, bei denen ich zum Abholen war. Und nun überbrückt er die Zeit, zusammen mit den links an der Wand lehnenden echten Birken, bis draußen mehr Sonne scheint und die „Lavaströme“ ihre Pracht entfalten können.

In diesem Sinne: Lasst es draußen dunkel sein, drinnen lacht die Kunst von der Wand! Auch ohne teure Galeriebesuche ist dank den Kleinanzeigen ganz schnell etwas Besonderes, Neues bei uns eingezogen.

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Kiefernzweig + Klebeband + Küchenwand = Wunderbarer Tannenbaumersatz

 

Was tun mit einer typischen Hamburger Küche, die zum Einrichten sehr sparsam dimensionierte Möbel braucht und sicherlich keinen Raum für weihnachtliche Dekoration hat?
Mir fiel eine wunderbare Idee ein:
Einen großen Kiefernzweig eines Opfers der letzten Stürme aus dem Wald mitbringen und mit durchsichtigem Paketklebeband an die Fliesen kleben. Mit modernen Hirschanhängern in grellem Pink und trendigen Kugeln in tiefem Weinrot schmücken.
Schwuppdiwupp, schon kann der vertikale „Küchentannenbaum“ bewundert werden! Braucht keinen Platz, bringt ironisches Flair in die Küche und sorgt für eine Runde Glanz und Gloria.

 

 

Our kitchen is too tiny to decorate for christmas. So I had the idea of sticking a branch of a pine (victim of one of the last storms) to the tiles. With pink antlers and christmas bulbs in dark red it´s like a christmastree plastered at the wall… A bit ironically but glittering.

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Zarte Tischdekoration zur Einstimmung in den Advent

 

Der erste Advent ist ein sanfter Einstieg in die vor uns liegende Zeit, in der wir uns darauf vorbereiten, dass Weihnachten Gottes Ankunft in unserer Welt gefeiert wird.
Zur Einstimmung genügen ein erster silberner Stern und die letzten Blüten des Jahres. Hell, freundlich und eher zurückhaltend. Mit dem harzigen Duft der Thuja kündigt sich die Vorweihnachtszeit an.

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Funkelnde Perlen-Dekoration für den Balkon

 

Für den Balkon fertigte ich eine Dekoration aus Perlen an. Als Grundlage nahm ich den Metallstab im Blumentopf, der ursprünglich Informationen über die Pflanze auf einem angehängten Blatt gezeigt hatte. Das Papier entfernte ich und schon konnte ich den Perlenstrang aufhängen. Wer keinen fertigen Stab aus Draht hat: Dicken Draht in entsprechender Länge zuschneiden und oben eine Schlaufe mit der Zange drehen, um die Dekoration daran aufhängen zu können.
Dazu wählte ich passende Perlen aus meiner Sammlung und ordnete sie untereinander an. Als Basis nahm ich ein Glasherz, das bereits eine Halterung aus Draht hatte. Durch die Drahtschlaufe zog ich eine Nylonschnur und fädelte alle Perlen durch beide Schnurenden. Oben knotete ich sie zusammen und schob sie auf die Drahtschlaufe. Wer die größte Perle unten ohne Draht befestigen möchte: Einfach die Mitte der Nylonschnur um eine kleine Perle knoten und wieder beide Enden zugleich durch die unterste (und alle folgenden) Perle schieben. So sitzt die letzte Perle auf einem „Mini-Perlen-Knoten“.
Damit der Perlenstrang draußen nicht rostet, habe ich auf eine Drahtsehne verzichtet und lieber die Nylonschnur genommen.

 

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Rosen-Sommer

 

Am Dienstag stellte ich die Schritt-für-Schritt-Anleitung des natürlichen Rosengestecks mit Farn und Gräsern vor.
Das klassische Arrangement mit Ligusterzweigen und Efeu, bei dem vom Stil bis zur Blüte alles verwendet wird, zeigte ich als Bilderstrecke hier.

Dank der kurzen Stiele kostet es die Rosen wesentlich weniger Energie, das Wasser bis in die Blüte zu saugen, als bei einem langstieligen Strauß. So halten sie deutlich länger – eine Idee für ein Bund Rosen, bei dem die ersten Blüten schon schlapp machen, während die anderen in einer neuen Verarbeitung noch lange Freude bereiten.

Here I´ve shown a tutorial to create a natural, romantic arrangement with a single rose (or any other flower like a gerbera, a sunflower or a big chrysanthemum).
The classic arrangement with ivy and twigs I´ve shared here.

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Willkommen zum Freundinnen-Tag!

 

Herzlich willkommen zum „Freundinnen-Tag!“ Oder „Mädels-Abend“, wie das glitzernde M über der Tischdekoration verrät.
Frühlingsfrisches Grün steht im Kontrast zu warmen Rot, Orange und Pink-Tönen. Inspiriert hat mich eine Packung voller Blütenformen, aus denen ich eine Girlande anfertigte (siehe unten) und sie als gestreutes Konfetti benutzte.

Als Willkommens-Gruß auf jedem Platz dienen Schokoriegel. Sie verpackte ich in blumiges Papier und wickelte ein Satinband um die Mitte. Zu einer Schleife gelegt, wird die Mitte des Bands mit einem silbernen Kreis und einer Blüte akzentuiert. Die silbernen Kreise habe ich aus der Verpackung der Schokoküsse gestanzt 😉

 

 

Große gestanzte Kreise, ebenfalls aus der Verpackung der Schokoküsse, bilden die Basis der Girlande. In mehreren Lagen klebte ich unterschiedlich große Papierblüten aufeinander, damit sie dreidimensional und üppig wirken. Kleine Kreise reihte ich mit den großen auf einem Satinband aneinander, dabei läuft das Band jeweils zwischen zwei zusammen geklebten Kreisen. So sieht die Girlande von beiden Seiten gut aus.
Zusammen mit den Schoko-Blümchen ergibt sich trotz der wilden Farben ein einheitliches Bild und führt das Design der Einladungen fort.

 

 

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Zum neuen Jahr

 

Da ich noch völlig beschäftigt bin, die Weihnachtskugeln wegzuräumen und frische Teelichter zu kaufen (die dunkle Jahreszeit ist noch lange nicht vorbei…), wandelt sich das Wohnzimmer langsam vom festlichen Glanz zum Alltagsort.
Der Kronleuchter hat für Silvester eine „Party-Kette“ aus glänzenden Scheiben bekommen, darunter ergießt sich ein Sternenregen. Auch wenn die Wohnung langsam wieder deutlich nüchterner aussieht, wird mich das Glitzern der Sterne noch in den ersten Wochen des neuen Jahrs begleiten.
Wenn der Alltag bald wieder um sich greift und die Listen mit Aufgaben länger werden, finde ich es wichtig, sich den inneren und äußeren Glanz der Festtage zu bewahren.

 

 

Es gibt keinen kürzeren Weg zu einem gelingenden Leben als die Wahrheit.
Eine Lebenslüge, so bequem sie auch erscheinen mag,
ist in jedem Fall ein Umweg.

Hans-Joachim Eckstein

So räume ich hier auf, sortiere mich innerlich und äußerlich und bin gespannt auf das, was im neuen Jahr vor mir liegt. Manche Veränderung kenne ich, andere werden mich überraschen.
Uns allen wünsche ich einen klaren Blick auf uns und unser Leben. Ehrlichkeit uns selbst und anderen gegenüber. Ein kritisches Aufräumen, was eigene Fehler und Gewohnheiten angeht. Loslassen, aussortieren. Menschen in den Blick nehmen, die uns begleitet haben und mit denen wir uns langfristig umgeben möchten.
Und echte Freude über das, was Gott uns schenkt: Im Alltag, an Festtagen, in Veränderungen und neuen Perspektiven.

 

Überraschenderweise begann der Weg zu mir selbst da,
wo ich mich auf den Weg zu dir, mein Gott, machte.

Hans-Joachim Eckstein

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Festlicher Glanz für frostige Balkonkästen

Präparierte Kugeln

 

Damit die Balkonkästen weniger kahl und verfroren aussehen, plante ich, sie mit Weihnachtskugeln aufzuwerten. Dazu besorgte ich unverwüstliche Plastikkugeln und entfernte alle Aufhänger. In das entstandene Loch klebte ich mit Heißklebe halbierte Schaschlikspieße. So können sie in die Blumenkübel und -kästen gesteckt werden und dort glänzen.

 

Balkon, geschmückt

 

Die Erde ist so durchgefroren, dass sich die Spieße kaum hinein schieben lassen. Also auf frostfreie Tage warten…

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