aufmerksam, glaubhaft

Vom Menschenrecht, sich zu waschen: Duschbus für Obdachlose

Wir haben in der Kirche vier Wochen lang jeden Sonntag das Thema „Geld“ miteinander behandelt:
Wie prägt uns unser Einkommen, die Werbung, der gesellschaftliche Umgang mit Konsum?
Inwiefern können wir als ChristInnen ein anderes Verhältnis zu unseren Finanzen entwickeln – uns weniger über Gehalt und Status definieren, bewusster konsumieren oder den Wert unseres Lebens davon unabhängig machen?
Heute sammeln wir für den „Duschbus“: Einen umgestalteten Linienbus, der von einem ehemaligen Obdachlosen und seinem Team neu genutzt wird. Wer sich nicht waschen kann, fühlt sich selbst langfristig äußerlich und innerlich dreckig und wird häufig respektlos behandelt. Im Duschbus erhalten Betroffene Handtücher, Zahnbürste und weitere Drogerieartikel, um in Ruhe und in Würde eins von drei vollständig eingerichteten mobilen Bädern benutzen zu können. Anschließend bekommen sie frische Kleidung, um nicht wieder zurück in die verschmutzten Klamotten steigen zu müssen.
Wer sich für das Thema interessiert: GoBanyo heißt die Organisation, die Wohl und Würde der obdachlosen Menschen auf dem Herzen hat.

Wer nicht weiß, wie viel sie oder er spenden soll: Einfach mal Gott fragen.
Wenn dir der Betrag, den du dann hörst, ganz schön hoch vorkommt und du eigentlich weniger spenden wolltest, weil du selbst nur bescheiden verdienst, vertrau darauf: Gott versorgt uns. Immer, und überall. Das habe ich oft erlebt und verlasse mich auch heute darauf.

aufmerksam, Gäste & Feste, kreativ

Bücher-Club: Dekoration gestalten

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Für ein Fest im „Bücher-Club“ habe ich die passende Dekoration entworfen.
Ein altes Buch aus den Sechzigern, das mir eine bereits verstorbene Nachbarin zusammen mit vielen alten Bänden in meiner Studentin-Wohnung schenkte, diente als Grundlage (natürlich habe ich es bereits vor Jahren aufmerksam gelesen, bevor ich es auseinander nahm!).
Ganz einfach werden die Seiten zurecht geschnitten und auf einfarbige Doppelkarten geklebt, um Einladungen zu basteln. Nach dem gleichen Prinzip wird der Umschlag sowie weitere Papeterie in Form von Dankeskarten und Namenskärtchen für den Tisch angefertigt.
Aus einem Papier schnitt ich mir eine Schablone zurecht, die nostalgisch anmutet und als eine Art „Orden“ aus buntem Papier und Buchseiten den Tisch dekoriert.
Auch Geschenkverpackungen wie die kleine Schachtel, die Box mit grüner Schleife und der Knallbonbon entstehen auf der Grundlage von Schablonen, Pappe, farbigem Papier und Buchseiten.
In den Schachteln und Knallbonons warten kleine Präsente für die Gäste: Kekse, ein gefaltetes Zitat, eine Blüte, Konfetti, ….

 

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Für den elitär-nostalgischen Charme des Bücher-Clubs verzierte ich die Werkstücke mit einem Siegelstempel und Siegelwachs. Einen schönen Rahmen erhält das Siegel, wenn es auf eine farblich kontrastierende Schleife (aus dünnem Satinband) gedrückt wird.
Indem das Satinband in der Gestaltung konsequent immer wieder auftaucht, entsteht der sprichwörtliche „rote Faden“, der optisch alle Dekorationselemente verbindet und eine ästhetische Verbindung schafft.

 

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Ein helles Satinband diente mir als Basis für die Girlande aus Papierstreifen. Dazu schnitt ich Buchseiten in schmale Stücke und schnitt farbiges Papier mit Wellenrand zurecht. An der Nähmaschine ratterte ich über die Papierstreifen und fixierte sie auf dem Satinband – in satten Grundfarben erhalten die Buchseiten lebendige Auflockerung.

 

Kreative Ideen sind auch beim CreaDienstag, beim UpcyclingDienstag und Meertje zu finden.