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Reisebericht: Von Dublin zu den Powerscourt Gardens und Irlands höchstem Wasserfall

Willkommen in den Gärten von Powerscourt in den Wicklow Mountains nahe Dublin. Mit dem Bus fuhren wir von Dublin bequem bis ins Dorf Enniskerry und folgten den Wegweisern zum Anwesen. Zwischen Pferdekoppel und Golfplätzen zog sich die Allee, bis wir endlich das Herrenhaus entdeckten.

Im Haus selbst verdient sich die Besitzerfamilie eine goldene Nase: Ein hochpreisiges Café, geführt von Avoca, gruppiert sich mit mehreren Boutiquen für gehobene Lebensart um einen Lichthof. Ein winziges Puppenhaus-Museum hält den Anschein aufrecht, hier würde familienfreundliche Bildung betrieben. Der Fokus der BesucherInnen liegt damit eindeutig auf dem Park und den thematischen Gärten. Im Gegensatz zu Dublins Innenstadt, wo neben bepflanzten Rabatten jede Menge Osterglocken freiwillig blühten, ist hier im Frühjahr noch tote Hose. Ab Mai stelle ich mir das Areal wirklich schön vor, vorher ist es eher kahl.

 

Nachdem wir mit dem Spaziergang durch die Anlage schnell fertig waren, wollten wir zu Irlands höchstem Wasserfall spazieren, der sechs Kilometer außerhalb liegt, aber mit zum Besitz von Powerscourt gehört. Offiziell gibt es keinen Weg vom Herrenhaus zum Wasserfall, das Navi zeigte einen langen Umweg zurück ins Dorf und von dort aus zum Wasserfall an. Zum Glück fanden wir am Rand des Parks einen Privatweg, dem wir bis zu einem Tor folgten, über das wir kletterten, um unseren Weg auf Landstraßen fortzusetzen. Unterwegs stöberten wir endlich die lang vermissten irischen Schafe und ihre niedlichen Lämmer auf. Sie versteckten sich am einzigen regnerischen, windigen Tag unserer Reise in den Hecken entlang der Wiesen.

Määäääääh!

Als wir viele Kilometer entlang enger irischer Straße später am Wasserfall ankamen, hatte er eine unübersehbare amerikanische Infrastruktur: Dank eines Wendekreises konnte eine indische Familie im Taxi-Kleinbus direkt bis in den Sprühregen des Naturwunders fahren. Eine Runde Selfies für alle, und zurück in den Bus!

Obwohl wir der werten Familie Powerscourt schon Geld zum Betrachten ihrer nackten Beete in den Rachen geworfen hatten, durften wir am Tor vor dem Wasserfall noch einmal bezahlen. Wir fragen uns bis heute, wofür: Jedenfalls nicht für einen ausgeschilderten Fußweg vom Gelände des Anwesens bis zum Wasserfall. Dabei hatten sie offensichtlich genug Asphalt für jede Menge Parkplätze und amerikanische Zufahrten bis quasi in die stürzenden Wassermassen. Nur für das, was wirklich zählte, einen Wanderweg vom Anwesen zum Naturschauspiel, wurde kein Geld investiert. Vielleicht sind auch nur die Deutschen so doof, komplett öffentlich unterwegs zu sein und alles zu Fuß zu erkunden. Wer weiß?

 

Den sehr langen Fußweg zurück nach Enniskerry entlang schmaler, kurviger Straßen mit Autofahrern, die höllische Geschwindigkeiten liebten, bewältigten wir nur mit einer Menge Adrenalin und viel Gebet. Manchmal wussten wir wirklich nicht, ob uns hinter der nächsten Biegung ein rasender Ire tot fahren würde. Immerhin heiterten uns die wuscheligen Ponies wieder auf, die wir mit Gras fütterten und streichelten, bis der Puls wieder auf Normalhöhe war und wir uns zurück auf die schmale Piste trauten.

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Reisebericht: Dublin kulinarisch entdecken

Dublin ist die Hochburg der köstlichsten Sandwiches in allen Variationen. Und die Hochburg der krassesten Kuchen. Was sich wunderbar kombinieren lässt, wenn dem Magen dazwischen einige Stunden Pause gegeben werden…

Das beste Sandwich, das oben zur Hälfte abgebildet ist, aß ich bei „Brother Hubbard“ (153 Capel Street). Das Bistro serviert nahöstliche Küche, von der ich eher weniger mitbekam, aber gut. Leider war es in dem großen, verwinkelten Raum sehr laut. Wirklich sehr laut, selbst das Besteck aus der Küche hörte ich am anderen Ende des Bistros ohrenbetäubend klappern. In der Harrington Street gibt es eine weitere Filiale.
Weitere sehr gute Sandwiches bietet die Gastronomie in der „Dublin City Gallery The Hugh Lane“ an. The Hugh Lane ist Dublins Museum für moderne Kunst, sehr zu empfehlen. Das angegliederte Café ist klein und hell mit einem grünen Innenhof.

Ständig lauern unterwegs reizende Cafés mit den ausgefallensten Kuchenkreationen. Hier stützen große Bücherstapel im Schaufenster die Auslage, die aus einfachen Brettern besteht. Die Köstlichkeiten haben natürlich ihren Preis, drei Stück zum Mitnehmen und zu Hause teilen liegen schnell bei 11,- Euro.

Wer um derartige Versuchungen einen Bogen machen möchte: Überall in der Stadt eröffnen immer mehr Salat-Bars unter dem Namen „Chopped“. Diverse Salate mit vielen extra Zutaten und ausgefallenen Dressings stehen auf der Karte, ebenso können die BesucherInnen sich einen Salat selbst zusammenstellen. Große Portionen zu sehr fairen Preisen, gut zum Mitnehmen auf ein Picknick oder für ein unkompliziertes Abendessen in der Ferienwohnung.

In einem Pub aßen wir natürlich auch, dazu suchten wir uns mit dem „Stag´s Head“ (Dame Court) das traditionellste und berühmteste aus. Am späten Mittag aßen wir bei überraschend ruhiger und entspannender Atmosphäre. Hier fiel ich zum ersten Mal auf den Begriff „Bacon“ herein und nahm an, es würde sich um Speckstreifen handeln. Nein, es waren drei üppige Scheiben Kassler, die von Wirsingkohl flankiert wurden und unter sich einen Berg Kartoffelpüree versteckten.

Mehr Gaumenfreude in Form von Torten und Muffins bietet „Queen of Tarts“ in der Dame Street an. Hier kaufte ich auch das erste „Hot Cross Bun“, von dem ich in meinen schottischen Büchern schon jede Menge gelesen hatte. Es sind im Endeffekt Zimtbrötchen mit einem Kreuz aus Zuckerguss, um an dieser Stelle das Rätsel zu lösen…

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Reisebericht: Ausflug von Dublin nach Howth

Dublin erleben macht Spaß, die pulsierende Stadt strengt die erholungsbedürftigen Reisenden aber auch an. Damit sich im Urlaub Augen und Ohren nach dem Trubel endlich entspannen können, fahre ich gern raus ins Grüne. So zum Beispiel mit der DART-Bahn auf die Halbinsel Howth.
Am Wochenende findet schräg gegenüber des Bahnhofs der „Farmersmarket“ statt, der diverse Buden mit Würsten, Kuchen usw. bietet, nur keine bäuerlichen Produkte. Um sich für ein Picknick einzudecken liegt er günstig auf dem Weg…

Rechts am Farmersmarkt entlang, quasi ein Stück der zuvor gefahrenen Bahnstrecke rückwärts gehend, biegt kurze Zeit später der Weg zum Castle ab. Vorbei an einer alten Dorfkirche steigt der Weg bergauf zum Castle und weiter zum Golfplatz. Rechts am Clubhaus vorbei betreten wir nach wenigen Schritten eine verwunschene Welt: Den Urwald von Howth, selbst im März grün und üppig.

Erste Rhododendren blühen in luftigen Höhen, riesige Palmen und haushoch wuchernde Farne säumen den schmalen, feuchten Weg. Wir rutschen den matschigen Pfad entlang und folgen den Geräuschen des gluckernden Wassers.

Kleine Bäche plätschern und glitzern im Sonnenlicht, kurz darauf entdecken wir ein altes Grab. Zusammengebrochen unter der Last der Jahrhunderte…

Durch Pinien, Kiefern und Rhododendren steigen wir bergauf und klettern um Felsen, bis wir plötzlich im Sonnenschein zwischen blühendem Ginster auf der Kuppe stehen.

Von einer Bergkuppe zur nächsten laufen wir durch Heide und Ginster, bis wir zum Küstenwanderweg bergab steigen. Einmal auf dem Küstenweg gelandet, brauchen wir ihm nur noch Kilometer für Kilometer um die Klippen von Howth bis in den Ort und zum Hafen folgen.

Vorbei am Leuchtturm und steil abfallenden Felsen betrachten wir kreischende Möwenkolonien, die auf halber Höhe nisten. Weit unter uns am Meeresufer laufen Menschen am Strand entlang und suchen Spuren des Wasserfalls, der über ihnen von der Klippe rinnt.

Mit der Abendsonne kommen wir im Hafen an und schauen über die Ruine von St. Mary auf die Segelboote.

Im Hafenbecken tauchen immer wieder zwei Kegelrobben auf, während wir die Kaimauer entlang Richtung Leuchtturm laufen. Und dann zurück zum Bahnhof umkehren, um gemütlich mit der DART wieder zurück in Dublins City zu fahren.

Ideen für Dublins Innenstadt und wunderschöne Parks habe ich hier vorgestellt. In Kürze folgt der dritte Teil: Dublin kulinarisch.

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Reisebericht: Fröhliches Dublin im Frühling

Nach viel Sonne und farbenfrohen ersten Blüten in Dublin erwartete uns zurück zu Haus Schnee. Hätten wir das geahnt, wären wir noch dort geblieben…
So sortiere ich mit vielen Sommersprossen auf der Nase (die sich bei Weitem nicht mit denen meines Mannes vergleichen lassen) die Eindrücke und Fotos. Heute beginne ich die Reise-Tipps über Dublin mit Empfehlungen für die Innenstadt und umliegende Parks. In Kürze präsentiere ich Ausflugsideen und als dritten Beitrag Kulinarisches.

Gute Gründe für die Reise nach Dublin sind als erstes der fehlende Geldwechsel: Ganz ungewohnt, dass wir mit Euros bezahlen können…. Und natürlich, dass wir uns sofort und ohne viel Nachdenken mit allen unterhalten können, schließlich sind wir beide englisch-trainiert.

Wir haben gleich nach Verlassen des Flughafens pro Person eine „leap card“ für 40,- Euro gekauft. Damit konnten wir sieben Tage lang so oft und so weit wie wir wollten alle Verkehrsmittel nutzen: Doppeldeckerbusse, Straßenbahn und die DART-Bahn. Wegen der grünen Farbe und dem Frosch darauf hieß sie intern nur „die Froschkarte“. Ob es sich finanziell ausgezahlt hat? Keine Ahnung, aber es war soooo bequem, überall einfach rein zu springen und nur die Karte an das Lesegerät zu halten, statt ständig nach Kleingeld zu kramen. Dabei sind die Preise im öffentlichen Nahverkehr wirklich, wirklich günstig.

Leider gibt es ständig Staus und die Busse kommen gefühlt grundsätzlich zu spät. Hier ein wunderbares Bild aus dem Doppeldeckerbus ins allgemeine Gerangel auf den Straßen…

Parks in Dublin

 

Der Phoenix-Park breitet sich auf einer riesigen Fläche aus, der Fahrradverleih am Eingang bietet definitiv das passende Fortbewegungsmittel an. Neben formalen Beeten zeigt der Park nach Nordwesten ein  immer natürlicheres und wilderes Bild. Und natürlich springen überall zahme graue Eichhörnchen herum sowie diverse, fast zahme Vögel. Einfach spazieren oder radeln und die Seele baumeln lassen… Eine Herde Damwild streift frei herum, wir trafen sie am Rand des Parks. Eintritt frei!

Einer von Dublins berühmtesten Türmen steht im Glasnevin Cemetry (Friedhof). Eine beeindruckende Versammlung eng stehender, sehr alter Grabsteine, aufgelockert von vielen Daffodils (Osterglocken). Wer den Friedhof durchquert, gelangt zum Botanischen Garten. Beides ohne Eintritt, aber etwas außerhalb!

Traumhafte, historische Gewächshäuser locken mit tropischen Temperaturen und exotischen Blumen. Aber auch wilde Blütenwiesen, Teiche und Wasserläufe sowie Bauerngärten laden zum Entdecken ein.

St. Stephen´s Green zieht großen Menschenmengen mit unglaublich niedlichen, zahmen Rotkehlchen, kunstvollen Blumenbeeten, romantischen Pavillons und einem Spielplatz an. Es ist DER Park in der Innenstadt. Leicht versetzt dahinter liegt der wesentlich ruhigere, da versteckte Iveagh Garden. Hinter efeubewachsenen Mauern öffnen sich Grotten, wachsen Palmen und bleibt viel Raum zum Atmen. Den Merrion Squre fanden wir im Frühling einfach nur langweilig, im Sommer soll es hier schöne Blumenrabatten geben.
Natürlich sind sämtliche Parks der Innenstadt öffentlich zugänglich.

Die Portiers vom „Merrion Hotel“, DAS beste Hotel am Platz, müssen ständig anpacken und besten Service liefern…

Einkaufen in Dublin
Supermärkte begleiten Touristen auf Schritt und Tritt, klassische Wochenmärkt gibt es dagegen wenig. Der „legendäre“ Farmersmarkt auf Howth verkaufte von eleganten Kuchen über Bratwürste bis indischen Schmuck alles außer bäuerliche Erzeugnisse. In Dublins Zentrum bieten sich wunderschöne Passagen und Einkaufscentren jenseits des Mainstreams an: Im Bild oben das Powerscourt Townhouse Shopping Centre im ehemaligen Stadtpalais der Familie Powerscourt (deren Landsitz ich noch vorstellen werde).
Die George Street Arcade ist wesentlich billiger (in jeder Hinsicht), hier stehen noch mehr Verkäuferinnen mit indischen Ohrringen und Stände mit Nüssen, die es sowieso ständig in Dublin gibt.

Überall öffnen Second-Hand-Geschäfte ihre Türen:
Die preisgünstigen nennen sich „Charity Shop“ und verkaufen Sachspenden zu Gunsten von Blinden, verlorenen Kindern, Krebsopfern, Herzkranken, alten Menschen und diversen anderen Betroffenen (steht jeweils auf dem Schild über dem Eingang). Hier gibt es leider vorrangig Ramsch, den ich bloß nicht haben wollte. Geschäfte mit der Bezeichnung „Vintage“ verkaufen wesentlich besser gepflegte Kleidungsstücke, allerdings zu Preisen, die ich bei Second-Hand nicht einsehe.
So bleiben Abstecher zu Marks & Spencer oder Dunnes, wo geschmackvolle und bezahlbare Schätze zum Stöbern einladen. M & S verkauft künstlerische Postkarten zu sehr freundlichen Preisen: Mitnehmen, zu Hause rahmen, fertig ist ein wunderschönes Erinnerungsstück! Auch hochwertig designtes Geschenkpapier, das in koffer-freundlichen gefalteten Bögen angeboten wird, hat das Talent zum Kunstdruck: Dem Rahmen entsprechend zurecht schneiden und neben die unikat-ähnliche Postkarte hängen: Große Kunst für kleines Geld!

„Echte Kunst“ wird in vielen kleinen Galerien angeboten, die Preise muss man natürlich bezahlen wollen (oder eben nicht). Wer mag, stöbert hier nach handgemachten Geburtstagsgeschenken.

Überhaupt reihen sich sowohl in der Innenstadt als auch in den einzelnen Viertel viele kleine, inhabergeführte Geschäfte aneinander. Den Blumenläden gehört mein Herz natürlich immer besonders… Während Essengehen deutlich teurer ist als bei uns, herrschen in Dublin annährend ähnliche Preise.

Architektur und Kunst
Die typischen bunten Eingangstüren sind in Dublin legendär, neben historischen Bauten überraschen viele modern bemalte Häuser und kreativ gestaltete Wandgemälde. Eins meiner Highlights war das Museum für zeitgenössische Kunst City Gallery Hugh Lane. Besonders hatte ich mich auf das originale Atelier von Francis Bacon gefreut, aber es erinnerte primär an ein chaotisches, deprimierendes Rattennest.

Trinity College kann kostenlos besucht werden, wobei man nur um die Gebäude auf dem Campus herum schlendern kann. Europas größte und älteste historische Bibliothek, the „Long Room“, muss zusammen mit einem Blick in das legendäre „Book of Kells“ mit 15,- Euro bezahlt werden. Dublins größte Kirchen verlangen ebenso Eintritt wie das Castle, wir fanden die Preis übertrieben und das Innere dafür nicht interessant genug. Aber das kann JedeR selbst entscheiden…

In der Bibliothek des Trinity Colleges ist gerade eine Ausstellung über weibliche Autorinnen der letzten hundert Jahre zu besichtigen, ich habe mich dabei gut amüsiert. Allemal besser als beim Blick auf die unzähligen männlichen Marmorbüsten…

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Einmal zum Durchatmen ans Meer, bitte!

 

Es gibt eine Werbung, die auf eine Aussage baut, die ich vollkommen unterstütze: „Weg sein muss sein!“ Ja, bei mir muss „weg sein“ definitiv regelmäßig sein. Einfach nur hundertzwanzig Kilometer weit raus aus Hamburg reicht da schon völlig. In diesem Fall verschwand ich für ein verlängertes Wochenende nach Eckernförde. Es gibt definitiv spannendere Ziele, aber wer einfach nur draußen unterwegs sein möchte und gleichzeitig Lust auf einen Bummel durch viele kleine Geschäfte hat, ist hier richtig.

Mittwochs und Samstags ist rund um das Rathaus und die Nicolai-Kirche Wochenmarkt, selbst im Februar gibt es hier die volle Auswahl an Ständen: Ideal, um sich mit regionalen Nahrungsmitteln zu versorgen. Gleich um die Ecke, in der Sankt-Nicolai-Straße, liegt die Konditorei Heldt. Die Auslage der Köstlichkeiten erinnerte mich an Kindheitstage im Urlaub an der Nordsee, direkt fühlte ich mich in eine Konditorei damals zurück versetzt. Handwerklich und geschmacklich überzeugend, definitiv einen Versuch wert!

 


Die gesamte Innenstadt bietet viele inhabergeführte Geschäfte und Manufakturen wie die „Bonbonkocherei“ in der Frau-Clara-Straße. Etwas abseits in der Ottestraße / Ecke Gudewerdtstraße befindet sich das Second-Hand-Geschäft „Klamotte“, in der sich viele Schätze entdecken lassen.

 

 

Schätze lassen sich auch im „Tauschkasten“ mitnehmen, der am Grünen Haus hängt, das den „Eine-Welt-Laden“ beherbergt. Hier darf man sich heraus nehmen, was gefällt, und stattdessen eine andere Kleinigkeit zurücklassen. Zum Glück hatte ich noch das Tee-Ei in Form eines Seepferdchens im Rucksack, das neulich Inhalt des „Grabbelbüdels“ während einer meiner Veranstaltungen war. Es passte perfekt dorthin und war bereits kurz darauf, als ich auf dem Rückweg vorbei kam, verschwunden.

 

 

Wenn Dreimaster in der Kirche hängen, weiß ich, dass ich richtig bin: Nichts beweist so eindeutig, dass ich den Urlaub am Meer verbringe. Eine wunderschöne Kirche mit berührender Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt.

 

 

Ein Tipp für einen Spaziergang oder eine Radtour nördlich der Innenstadt ins Grüne:
Wer der Straße „Vogelsang“ am Hafen entlang folgt, kommt kurz darauf über das „Jungmannufer“ in den Wald auf dem Louisenberg. Der Waldweg mündet auf eine Landstraße. Der Landstraße nach links knapp 200 Meter folgen und in den Feldweg Richtung Gut Hemmelmark einbiegen. Über die Hügelkuppe und auf der anderen Seite hinab bietet sich kurz darauf ein Blick auf das schöne Gut: Erst das Torhaus, dahinter die Wohngebäude.

 

Sollte hier jemals eine Wohnung frei werden, wende man sich bitte vertrauensvoll an mich… 😉

Zurück auf dem Feldweg der 90° Kurve folgen und entlang des Militärgeländes Richtung Campingplatz zum Meer hinunter fahren. Im Februar liegt der Campingplatz wie ausgestorben, sodass endlose, ungestörte Spaziergänge am Strand möglich sind. Nur unterbrochen von zauberhaften Schneeglöckchen.

 

 

Wer mag, schlägt sich querfeldein durch die Brombeeren und wirft einen Blick auf den Hemmelmarker See und die Rückseite des Gutshofs. Kurz darauf gewinnt der Weg an Höhe und führt auf ein Steilufer. Die umgefallenen Baumstämme am Strand bieten den idealen Picknickplatz.
Oben im Wald wird der Weg zu einem Trampelpfad über das Feld (sehr matschig!) und mündet in einen sandigen Trampelpfad an den Dünen. Angesichts des schönen Wetters und der zahlreichen Blickfänge entlang des Wegs verlor ich unterwegs die Orientierung und fand mich schlammbespritzt und müde im Nichts der winterlichen Landschaft wieder. Doch wie immer während des Wochenendes ergab sich auch in diesem Fall im passenden Moment Hilfe. Dank des freundlichen und attraktiven Radfahrers, der mir entgegen kam, schöpfte ich neuen Mut und fand bald über einen Feldweg nach Gut Hohenstein (auch sehr hübsch) und zurück auf die Landstraße „Waabser Chaussee“, die mich wieder nach Eckernförde führte.

 

 

Eine weitere Route, die definitiv besser zu Fuß als mit dem Rad erlebt werden sollte, führt südlich der Eckernförder Altstadt Richtung Altmark. Dazu der „Berliner Straße“ Richtung Kiel aus der Stadt folgen und am Waldrand in die Straße „Kiekut“ einbiegen. Am besten das Fahrrad direkt anschließen und den Waldweg Richtung Mövenberg entlang laufen. Ein durchmischter Buchenwald zieht sich oberhalb einer Steilküste entlang und mündet am Abhang auf den Strand. Zurück geht es entlang des Steinstrands oder auf einem befestigten Weg unter dem Steilufer.

 

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Ausflüge rund um Hamburg: Stippvisite in Schwerin

 

Kurz vor Weihnachten stahlen wir uns aus Hamburg davon – für einen Tagesausflug nach Schwerin.

 

 

Schwerin hat eine wunderschöne Altstadt sowie diverse prächtige historische Bauten, in denen die Ministerien der Landeshauptstadt untergebracht sind. Zahlreiche kleine Gassen sowie die vielen Seen rund um die Stadt sorgen für ein ganz besonderes Flair.

 

 

Auch Handwerk und kleine Manufakturen gibt es überraschend zahlreich: Töpfereien, eine Drechslerei, der Verkauf von Produkten aus einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung, Blumenläden, handwerkliche Bäckereien und viele mehr. Auf dem Wochenmarkt besorgten wir frisch geräucherten Fisch.

 

 

Der Weihnachtsmarkt zog sich fast durch die ganze Altstadt, immer wieder stolperten wir über Plätze mit weiteren Buden.
Auf jeden Fall kommen wir im Frühsommer noch einmal wieder, vielleicht mit dem Fahrrad, um die Seen zu erkunden.

 

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Hamburgs heimliche Höhepunkte: Spaziergang entlang des Leinpfads

 

Für HamburgerInnen ist der Leinpfad natürlich kein Geheimnis. Alle Zugezogenen und TouristInnen, die in Ruhe Hamburgs Schönheit genießen wollen, finden hier ideale Bedingungen: Die letzten anderthalb Kilometer der Alster, die sie als Fluss vor der aufgestauten Außenalster verbringt, winden sich malerisch zwischen historischen Klinkervillen und weißen Patritziergebäuden.

 

 

Historische Architektur ist auch an den malerischen Brücken und ihren künstlerischen Geländern und Lampen zu entdecken.
Hier ist die Leinpfadbrücke am Beginn der Straße abgebildet. Wer mag, startet den Spaziergang an der Hudtwalkerstraße nahe der gleichnamigen U-Bahn-Station. Auch von der U-Bahnstation „Kellinghusenstraße“ und der Bushaltestelle „Eppendorfer Marktplatz“ ist das nördliche Ende des Leinpfads schnell erreicht.

 

 

Mit dem Alsterdampfer lässt sich die Alster entlang des Leinpfads ebenso befahren wie mit Tretbooten, Kanus und Boards zum Stand-Up-Paddeln.
Mögliche Haltepunkte mit dem Alsterdampfer sind die Stationen „Winterhuder Fährhaus“ und „Streekbrücke“.

 

 

Angler nutzen die Stationen des Dampfers an der Haltestelle „Streekbrücke“, während im dahinter liegenden Park Kleinkinder ihre ersten Schritte wagen und Hunde sich austoben.

 

 

Schöne Blicke in die Gärten laden zum Stehenbleiben ein.
Ich überlege hier immer, welche Villa mir am besten gefallen würde…

 

 

Manche Häuser erinnern an den Stil der Seebäder und die Sehnsucht nach Urlaub kommt auf.

 

 

Andere Gebäude, wie hier das Kloster St. Johannis, wirken wie englische Gutshöfe.
Seit vielen Jahrzehnten wohnen dort alleinstehende ältere Damen.

 

 

 

Die Gebäude umgibt ein großer Garten voller Obstbäume. Brombeeren ranken sich entlang der U-Bahn-Trasse bis hinunter ins Wasser. Ruderbootfahrerinnen halten gern und naschen die Brombeeren direkt vom Strauch.
Direkt am Leinpfad wachsen auf dieser Höhe üppige Mirabellenbäume mit dunkelroten und gelben Früchten.

 

 

Gleich nebenan liegt die Kirche „St.Johannis“, eine der beliebtesten Hochzeitskirchen Hamburgs. Jedes Jahr, wenn im Advent mit der Vorführung des Krippenspiels besonders unruhige Zeiten im Gottesdienst anbrechen, wandern wir in diese Kirche aus. Das Innere wirkt wie eine alte friesische Inselkirche und strahlt puren Frieden aus.

Wer mag, läuft von hier aus entlang der Alster weiter Richtung Norden zum Hayns Park und der wunderschönen Meenkwiese. Diverse Cafés und Eislokale laden am Winterhuder Markt oder an der Eppendorfer Landstraße zum Auftanken ein. Den entsprechenden Spaziergang habe ich hier vorgestellt.

 

 

 

 

Wer sich in entgegen gesetzter Richtung von der Hudtwalkerstraße Richtung Süden befindet und Stärkung benötigt: Das Café „Par Ici“ an der Kreuzung Leinpfad / Maria-Louisen-Straße ist bei jedem Wetter sehr beliebt und zieht das ganze Jahr Gäste an.

 

 

Alle, die am Winterhuder Fährhaus gestartet und der Alster stromabwärts gefolgt sind, kommen am nördlichen Ende der Außenalster an. Wer über die Krugkoppelbrücke geht, kann entlang des Alstervorlands durch´s Grüne bis in die Innenstadt laufen.

Weitere heimliche Höhepunkte Hamburgs:
Rund um das Bergedorfer Schloss
Spaziergang zum Wellingsbüttler Torhaus
Grüne Perlen entlang der Alster
Heideblüte im Wittmoor

Ausflug außerhalb Hamburgs: Am Dassower See und Pötenitzer Wiek entlang zur Ostsee

 

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Günstiger Urlaub in Olso – Oslo on a Budget

Ein Wort vorab: Wirklich günstig ist ein Urlaub in Oslo auf keinen Fall, da aktuell zwei- bis dreifache Preise verglichen mit dem Euro bezahlt werden müssen.
Wechselkurs Norwegische Krone (NOK) in Euro, Stand Ende Mai 2017: Ein Euro ist knapp das Zehnfache in Kronen wert, das bedeutet, dass man beim Umrechnen einfach nur das Komma eines Betrags in NOK eine Stelle nach vorn verschiebt und so den Betrag in Euro erhält.

Oslo is often called the most expensive town of the world. If you want to have an nice, low-cost vacation, you should definitly not choose Oslo, that´s for sure. But if you want to visit the capital of Norway, I´ve some ideas for you.

 

Festung Akershus
Fortress Akershus

 

Als Vorbereitung habe ich einige Internetseiten besucht, die versprachen, aus erster Hand die tollsten Attraktionen für ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten. Die meisten Artikel waren englischsprachig und hielten ihr Versprechen bei Weitem nicht. Insofern werde ich mich hüten, nach einer Woche in Oslo so zu tun, als hätte ich den totalen Durchblick – das sollte den NorwegerInnen vorbehalten bleiben.
Dennoch habe ich eine Reihe Tipps für einen schönen Urlaub, die die exorbitanten Kosten etwas in Schach halten.

Before taking our flight I´ve read some articles about „Oslo on a Budget“. None of them helped me, because they all broke their promises: Lots of superficial assertions and nothing helpful. Of course the only ones, who could give the best advices, are norwegians. I´m german and I´ve stayed just a week in Oslo. However I´ve some tips to share!

 

Deichmannske-Bibliotek in Grünerløkka
Library at Grünerløkka

Wunderschöne Skulpturen-Parks und grüne Anlagen, die einen Besuch wert sind und nichts kosten, habe ich hier bereits vorgestellt.

Als Kurzversion:
* Vigeland-Anlage mit monumentalen Skulpturen rund um das menschliche Leben im Frogner-Park
* Schlosspark
* Festung Akershus, auf einem grünen Hügel direkt oberhalb des Oslo-Fjords
* Botanischer Garten mit kostenlosem Eintritt in historische Gewächshäuser
* Ekeberg-Park, ein Wald oberhalb des Oslo-Fjords voller moderner Kunst
* ein Spaziergang entlang der Akerselva von der City bis ins Grüne
* Halbinsel Bygdoy mit Wald und herrlichen Buchten zum Baden
* Das Gelände rund um die Skisprungschanze Holmenkollen

Alle diese Parks sind gut zu Fuß erreichbar (bis auf den Holmenkollen, es sei denn, man wohnt dort in der Nähe)!

* Mit der Fähre auf die Inseln im Oslo-Fjord, dazu reicht ein „normales Nahverkehrsticket“, Zone 1

 

Akerselva, auf Höhe des Stadtteils Grünerløkka
The river Akerselva

 

If you want to save money, you should love to walk. Oslo is a very green capital with lots of parks. They all can be reached easily by foot. Where to go without paying entrance:

* Vigelands-Park with monumental statues showing a humans live between love and sorrow
* The park around the norwegian palace
* Fortress Akershus, on a hill above the fjord of Oslo
* Botanic Garden with access to historic greenhouses
* Ekeberg-Park, a wood above the fjord full of modern art
* a walk along Akerselva, starting in the centrum of the city and ending in plain nature
* Peninsula Bygdoy with woods, nice gardens and great bays for swimming
* Skijump-hill Holmenkollen and woods around

You can reach all these parks (except Holmenkollen) by foot!

* Taking a ferry to the little islands in the fjord, you can use a normal ticket for bus and underground,  Zone 1

 

Telthusbakken

Wer die moderne Architektur der City nicht mag, kann den Telthusbakken und die Damstredet besuchen, zwei süße Gassen mit alten Holzhäusern. Da fühlten wir uns wie auf Bornholm…

If you like nice old houses, you can walk along the little streets Telthusbakken and Damstredet.

 

Vor dem königlichen Schloss
In front of the Palace

Wer in der eigenen Umgebung gute Cafés sucht, sollte dazu yelp befragen. Mit einem Auge auf das symbolische Dollarzeichen lassen sich so beliebte und bezahlbare Bistros finden.
Wer in einen Regenschauer gerät und einfach nur einen charmanten Unterschlupf braucht, ohne viel Geld für Kaffee auszugeben, sollte die Deichmannske Bibliotek in Grünerløkka aufsuchen. Wie fast überall gibt es hier free WiFi.

If you are searching a nice and afforddable café, you should ask yelp. Paying attention to the symbolic dollar-icons, you can find a good and accessible location. If you just need a place to stay during a sudden shower, you can visit the Deichmannske library at Grünerløkka . As nearly everywhere in Oslo you can use free wifi here.

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Barnegalleriet – Kindergalerie in Grünerløkka
Barnegalleriet – Gallery of children at Grünerløkka 

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Oslo mit Kindern – Oslo with kids on a budget

In Grünerløkka, direkt am Olaf Ryess Plass, liegt ein Café, dessen Rückseite eine öffentliche Kindergalerie darstellt. Einfach vor Ort mitmachen!
Die Festung Akershus lädt zum Ritterspielen ein und die Akerselva beeindruckt mit Wasserfällen neben Hochhäusern.
Der Ekeberg-Park beinhaltet einen Streichelzoo inklusive Ponyreiten für relativ preisgünstigen Eintritt.
Gegen deutlich mehr Eintritt faszinieren auf der Halbinsel Bygdøy das Fram-Museum mit zwei alten Forschungsschiffen zur Entdeckung der Pole, die Flöße Kon-Tiki und Ra sowie das norwegische Volksmuseum mit alten Bauernhäusern, Dörfern, Personen in Tracht und einigen Tieren.
Hier gibt es den Link zum „Internationalen Kinderkunstmuseum“.
VisitOslo listet hier zehn Tipps für Kinder auf.

At Grünerløkka you can find a cafe at Olaf Ryess Plass, that hosts a gallery of childrens art. Just join and enjoy!
The fortress Akershus is perfect to play knights and the river akershus impresses young and old with waterfalls near skyscrapers.

The Ekeberg Park has a little zoo for an affordable entrance and the children can ride on ponies.
If you want to spend more money, you can visit the museums at the peninsula Bygdøy:
The Fram- Museum shows an old ship that discovered to the poles a hundred years ago.
You can take a look on the floss Kon-Tiki and Ra of Thor Heyerdal, who used them to show that ancient people were able to cross the oceans.
And you can experience how people lived a hundred years ago on their farms and citys in norway at the „Norsk Folkemuseum“. The children can watch people in costumes while working and visit the animals.
Here´s the link to the „International Museum of Children`s Art“.
VisitOlso shows suggestions for children.

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Einkaufs-Spaß in Oslo – trotz horrendem Kronen-Kurs

 

Oslo wird gern die teuerste Stadt der Welt geschimpft. Ob das tatsächlich stimmt, weiß ich nicht, da ich definitiv noch nicht alle Städte dieser Welt bereist habe. Tatsache ist, dass man mit dem doppelten bis dreifachen Preis kalkulieren muss – egal, worum es sich handelt.
Wer es dennoch liebt, sich in schönen Geschäften umzuschauen, sollte einen Plan haben (oder seeeehr viel Geld, aber diese Personen werden meinen Artikel nicht brauchen). In Oslo wimmelt es vor Filialen diverser Ketten, die China-Scheiß zu wilden Preisen verkaufen. Wer also etwas Individuelles und Bezahlbares sucht, braucht eine bessere Idee als gesichtslose Kaufhausketten.

 


Am liebsten entdecke ich die besten Second-Hand-Shops dieser Welt, weshalb ich mich inzwischen bereits vorher informiere, wo ich welche finden kann. Mein persönliches Highlight ist immer noch Myrorna in Stockholm, Kolargatan 2 nahe der Tunelbaner „Ropsten“.  An dieses Geschäft kam in Oslo niemand heran, aber ich wurde dennoch fündig.
Filialen der Second-Hand-Kette „Fretex“ sind, ebenso wie die Sammelcontainer, in vielen Stadtteilen Oslos zu finden. „Fretex“ verkauft vorrangig Kleidung, eine Filiale im hippen Stadtteil Grünerløkka besuchte ich. Leider gefiel mir die Qualität der Kleidungsstücke überhaupt nicht, vielleicht war es Zufall oder andere Filialen haben ein besseres Angebot.
Überhaupt ist Grünerløkka ein guter Anlaufpunkt für alle, die interessante Geschäfte jenseits des Mainstreams finden möchten. Es gibt diverse weitere Second-Hand-Läden, mir gefiel „Marita“ im Markveien sehr gut. Neben sehr viel Geschirr und skandinavischen Einrichtungsgegenständen wurde vor Kurzem im Keller eine Abteilung für Bekleidung eröffnet. Hier entdeckte ich ein schönes Shirt (dass ich bei einer Woche voller Sonnenschein und Wärme gut gebrauchen konnte) sowie originale norwegische Porzellanbilder. Die Wahrscheinlichkeit, etwas „typisch Norwegisches“ aufzustöbern, ist hoch – und dank der Preise gut bezahlbar.
Im Markveien erkundete ich außerdem die Boutique „Frøken Dianas Salonger“, die sowohl umgenähte Vintage-Stücke als auch neue Kleidung im Vintage-Stil verkauft. Sehr charmant, sehr hochwertig, aber natürlich in einer anderen Preisklasse als „normales Second-Hand“.

 

 

Außerdem gibt es wunderschöne Geschäfte, die Blumen und Wohnaccessoires (Mitt lille hjem) oder Blumen und Kleidung (MustangSally) kombinieren.

 

 

Natürlich muss ein Skandinavien-Urlaub unbedingt den Besuch einer Wand voll Lakritz und Gummiviecher beinhalten. Jeder Supermarkt hat eine große Auswahl an solchen Boxen, aus denen man sich bedient – bezahlt wird nach Menge. Im Markveien stolperten wir in einen „Yummy Heaven“, der nichts anderes als leere Kohlehydrate mit viel Farbe und Aroma verkauft.
Als Hamburgerin, die viele Sommer ihres Lebens in diversen skandinavischen Orten verbracht hat, bin ich an Lakritz gut gewöhnt. Wobei es in Deutschland kaum Salzlakritz gibt, das diesen Namen verdient. Ganz im Gegensatz zu Skandinavien, wo so intensives Salzlakritz angeboten wird, dass man davon fast weinen muss oder Kopfschmerzen bekommt (ich zitiere bloß, mich schreckt natürlich gar nichts… 😉 ).

 

 

Wer also wirklich, wirklich die Reisekasse im Blick behalten muss, die dank Flug, Unterkunft, öffentlichem Nahverkehr, Verpflegung und Museumseintritten täglich strapaziert wird:
Schaut euch bei „Fretex“ und „Marita“ um, kauft ein paar schöne Postkarten und labt euch an Salzlakritz. So viel Spaß muss sein!