aufmerksam, kreativ

Billig und schön: Originale Kunstwerke zum kleinen Preis


Heute stelle ich den dritten Teil zum Thema „Kostengünstig und individuell einrichten“ vor.
Hier hatte ich bereits gezeigt, dass Geschenkpapierbögen zauberhafte Poster sein können. Und dass Kleidung als Dekoration dienen kann.
Jetzt demonstriere ich, wie eine kleine Buntstiftzeichnung einen effektvollen Rahmen bekommt.

Auf Flohmärkten oder in Second-Hand-Geschäften gibt es oft kleine Bilderrahmen mit selbstgemachten Zeichnungen der Vorbesitzer. Die kleinen Originale sind viel schöner als Postkarten oder fertig gekaufte Rahmen mit Motiv. Leider sind sie aber auch oft zu klein und unscheinbar, um ihre Wirkung zu entfalten.

Daher nahm ich die Zeichnung aus dem Rahmen und trennte sie vom ursprünglichen Untergrund vorsichtig ab. Dann probierte ich mehrere Hintergründe aus:
Als erstes Ton-in-Ton mit grafischen Prints und grauen Blüten. Das überzeugte mich nicht, ich wollte es etwas fröhlicher haben. Daher versuchte ich es als Nächstes mit grüner Pappe mit weißem Karo und roter Pappe mit weißen Blüten. Als Hintergrund wirken beide deutlich lebhafter, harmonierten aber gut mit der jungen Meise.
Ich entschied mich für den leicht romantischen Touch, um mit dem Vogel Frühlingsgefühle zu wecken, und schnitt die Pappe passend zum Rahmen zu.

Jetzt wirkt die Meise viel präsenter, und durch den roten Untergrund gewinnt das Bild deutlich an Ausstrahlung.

Wer nicht auf den nächsten Flohmarkt warten will, bis „echte Originale“ einziehen und die Wände schmücken:
Einfach in der Suchmaschine in der Kategorie „Bilder“ nach Schwarz-weiß-Zeichnungen suchen, ausdrucken, mit dem Tuschkasten kolorieren und aufhängen!

Verlinkt mit CreaDienstag, HoT, ein kleiner blog, SoulSister

aufmerksam, kreativ

Billig und schön: Günstige Bilder mit großem Effekt

Für alle, die gerade in ihre erste Wohnung ziehen, jeden Cent für ihren Hauskredit brauchen oder so wie ich ständig umdekorieren, versammle ich in den nächsten Wochen kostengünstige Ideen für eine individuelle Einrichtung.

Ich liebe es, regelmäßig neue Bilder und Poster aufzuhängen.
Die Preise, die für Wanddekorationen aufgerufen werden, liebe ich dagegen gar nicht. Da der Baumarkt und Ikea für mich keine Orte sind, wo ich gern einkaufe, brauche ich einen Plan B: Jenseits von hippen Onlineshops mit teuren Produkten einerseits und Massenware vom Discounter andererseits.
Wenn ich in Hamburg unterwegs bin, gehe ich gern in Schreibwarengeschäfte und Papeterien. Dort verkaufen sie eine große Auswahl an Geschenkpapierbögen, die wie Kunstdrucke aussehen. So wie das gelb-grüne Poster, das ich gerahmt habe: Es ist ein Geschenkpapierbogen für 1,40 Euro.
Die Bögen passen perfekt in Bilderrahmen der Maße 50 x 70cm und können glatt als skandinavisches Style-Dingsbums durchgehen.

Der Chrysanthemenstrauß mit Hypericum (Johanniskrut) und Pistazie ist ebenfalls günstig und hält knapp zwei Wochen. Dazu kaufte ich jeweils ein Bund Chrysanthemen, ein Bund Hypericum und zwei Äste Pistaziengrün.

Auch aus dem Urlaub bringe ich gern Geschenkpapierbögen mit:
Sie sind leichter zu transportieren und viel billiger als „echte Kunst“ und bringen das Flair des Urlaubslands mit nach Hause.

Verlinkt mit Holunderblütchen, Freutag, HoT und FloralFridayFoto.

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Mit Herzblut – oder gar nicht

 

Gestern Abend waren wir im „Kampnagel“, einer ehemaligen Fabrik und heute ein Ort der modernen darstellenden Kunst, um uns „Best of Rock the Ballet“ anzuschauen.
Vor einer Reihe von Jahren sah ich die Show im CCH und war absolut begeistert. Das gestrige Erlebnis war sehr durchwachsen: Die Tänzer wirkten als Gruppe nicht harmonisch, bewegten sich nicht synchron, waren nicht im Takt, führten Bewegungen nicht exakt aus. Die Videoprojektionen waren langweilig, fantasievoll eingesetzte Requisiten fehlten dieses Mal völlig. Einzelne Mitglieder der Truppe wirkten extrem arrogant und ließen sich in Einzelauftritten feiern. Die Truppe ist inzwischen so groß, dass kein festes Team zu touren scheint, sondern diverse junge Männer zusammengewürfelt auftreten. Insgesamt wurde die Show einfach abgespult und für den Eintrittspreis war das Ergebnis weder begeisternd noch authentisch genug. Da die Show seit Jahren gutes Geld einspielt, kommt es offensichtlich nicht mehr darauf an, den ZuschauerInnen die bestmögliche Leistung zu liefern.

Später fragte ich mich, was wir im Leben tun, weil es erfolgreich läuft – ohne, dass wir dahinter stehen? Was tun wir, weil es Anerkennung bringt, weil es sicher funktioniert oder weil es sich finanziell rentiert? Obwohl es anstrengend ist, aber wir süchtig nach dem sind, was wir dadurch bekommen? Obwohl wir innerlich müde sind und nur noch auf die Fassade zählen? Obwohl es Zeit wäre, um auf Abstand zu gehen und eine neue Position zu finden? Obwohl uns die guten Ideen längst ausgegangen sind, aber wir nicht den Mut haben, einen Schlussstrich zu ziehen? Im Job, im Ehrenamt, in der Familie?

Das sind gute Gedanken zum Jahreswechsel, finde ich.

 

aufmerksam, kreativ

Kunst ist nicht alles, aber alles ist Kunst

Bereits vor einigen Jahren erzählte mir eine Freundin von dem Wunsch ihres Mannes, im neuen Haus nur „echte Kunst“ aufzuhängen. Das stellt sich natürlich als Herausforderung dar, wenn bisher kein Grundstock an „Kunstwerken“ aufgebaut wurde.
Dennoch finde ich den Gedanken wertvoll und habe in der letzten Zeit überlegt, wie sich diese Herausforderung umsetzen lässt.

 

Flamingos

 

Hier meine Ideen, über weitere Inspirationen freue ich mich!

Urlaubsbilder hochwertig vergrößern lassen und rahmen
Eigentlich ein Klassiker, aber wer denkt im Urlaub absichtlich daran, Fotos aufzunehmen, die später das Ziel haben, im Wohnzimmer zu hängen? Mir hat der Wunsch, (fast) nur noch eigene Bilder in der Wohnung hängen zu haben, im Sommerurlaub geholfen. Ich habe mir extra Zeit genommen, vor Ort immer wieder zu überlegen, welche Aussicht oder welchen Blickwinkel ich gern in der Küche täglich sehen möchte. Oder im Bad. Natürlich lassen sich hochwertige Fotos nicht absichtlich produzieren, aber mit den passenden „Hintergedanken“ entsteht eine mögliche Auswahl.

Workshops zum Drucken besuchen
In Hamburg können jeden Montag Abend im „Museum der Arbeit“ eigene Drucksachen gefertigt werden – von der Visitenkarte bis zum Poster. Deutlich einfacher herstellbar als „echte Kunst“ lassen sich die Unikate unter der Mithilfe von Ehrenamtlichen an historischen Druckmaschinen gestalten. Viele weitere Ateliers und Kurse mit ähnlichen Angeboten sind im Raum Hamburg zu finden, auch Siebdruck auf Stoff u.ä.

Auf Flohmärkten nach Originalen schauen
Es gibt Personen, die auf Flohmärkten in der hintersten Grabbelkiste Originale von Horst Janssen entdecken. Zumindest hat das jemand behauptet, während ich als Marktaufsicht daneben stand. Zum Glück ist Janssens Ästhetik nicht meine, also brauchte ich nicht neidisch sein… 😉 Wer Glück hat, findet antiquarisch Oringinale, die gefallen – völlig egal, welche Person sie gefertigt hat. Ich habe auf diesem Wege schon schöne Drucke mit Signatur nach Hause tragen können. Auch Aquarelle von Heidrun Pinkepank (Name frei erfunden) können entzücken, ist doch egal, dass die Dame fröhlich in der Volkshochschule vor sich hin aquarellierte und nie berühmt wurde. Es zählt, was gefällt, fertig.

 

Rosen-Collage

 

Besonderen Stoff auf Rahmen spannen
Ob es nun Waxprints aus dem Urlaub in Afrika sind oder ein Stück Originalvorhang aus Versailles: Ein exquisites Stück Stoff kann, auf einen Keilrahmen gespannt, wie ein Gemälde wirken. Oder wie eine Skulptur. Wer mag, steppt den Stoff oben einmal zu einem Tunnel ab und zieht ihn auf eine dünne Vorhangstange für Bistrogardinen, fertig ist ein Wandbehang wie im Museum.

Skulpturen fertigen
Wer sagt eigentlich, dass Kunst an Wände gehört? Beim Töpfern oder Schmieden mit Altmetall lassen sich die skurillsten Originale für wenig Geld fabrizieren. Egal, was es wird, es sieht mit Sicherheit sehr authentisch aus. Und erinnert es zu sehr an Tante Gisela und ihre Keramiken, muss der nächste Versuch entsprechend hemmungslos designt werden, um anschließend als Kunst durchzugehen. Hier bieten sich, wie so oft, die Volkshochschulen an: Je größer die Stadt, desto größer das Angebot jenseits der klassischen Kurse.

Selbst mit Farbe matschen
Da es inzwischen sogar Leinwände im Lebensmitteldiscounter gibt (nicht, dass ich die empfehlen würde…), kann nun wirklich JedeR selbst Kunst erschaffen. Die Frage ist nur, wie abstraktes Farbgematsche als Endprodukt ästhetisch wirkt und nicht wie im Vollrausch umgekippte Farbeimer. Wer sich beim Discounter mit billigen Malgründen eingedeckt hat, hat ja mehrere Versuche frei, ohne dass es finanziell schmerzhaft wird… Und mehrmaliges Übermalen kann anschließend als „spannende Textur“ angepriesen werden. In diesem Sinne: Ran ans Rot!

 

Acrylbild Detail

Verlinkt mit Freutag.

aufmerksam, Gäste & Feste, kreativ

Hochzeit: Tischdekoration mit Hamburger Platt

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Da wir auf einem traditionellen Alsterdampfer feierten, der nur über sehr schmale Tische verfügt, wurde die Dekoration auf ein Minimum reduziert.
Um dennoch fröhliche Blickfänge zu gestalten und für Erheiterung und Gesprächsthemen zu sorgen, ließ ich mir Folgendes einfallen:

 

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Kleine Tassen aus einer Art Filz, die es im dreifarbigen Set zu kaufen gab, bestückte ich mit Spruchbändern. Die Vorderseite zeigte einen Spruch im Hamburger Platt (Missingsch, genau genommen), die Rückseite erklärte für alle Auswärtigen die Bedeutung auf Hochdeutsch. Auf jedem Teller lag ein Tässchen als Willkommensgruß und um über den ersten Small Talk hinweg zu kommen.
Alle „Schnacks“ können direkt im Gespräch eingesetzt werden, da sie sich auf die Tischgemeinschaft beziehen:
„Hass noch Schnoopkrom? – Hast du noch etwas Süßes?“
„Ick muss dir dat noch maa verklaarn! – Pass mal auf, ich erkläre es dir…“
„Na, hassu noch was nach auf’n Teller? – Na, isst du das nicht mehr auf?“
„Dascha man reell, näch. – Das ist doch was Vernünftiges.“
„Na, du biss ja heude springlebennich! – Schön, dich so munter und fröhlich zu sehen!“
… und weitere mehr.

 

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Außerdem tippte ich zwei Geschichten von der legendären Hamburger Deern „Klein Erna“ ab, die beide an der Alster spielten. Bei allen schriftlichen Komponenten verwendete ich die gleiche Schriftart und ähnliche Farben, um verbindende Elemente zu gestalten: Einladungen, Informations-Schilder, Abschieds-Gruß.
Sie wurden mit Illustrationen aus einem alten Band über die Alsterdampfer bebildert, zusammen gerollt und als Überraschung auf den Tischen ausgelegt. Unten ein Bild ohne schöne Dekoration drum herum während des Bastelns…

 

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Kreative Ideen gibt es außerdem bei Art of 66.

aufmerksam, kreativ

Taschentücher-Taschen in Blau und Grün

 

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Aus Hemdenstoff habe ich diese Taschentücher-Taschen genäht:
Dazu verwendete ich grünes, sehr hochwertiges und feines Oxford-Gewebe sowie grün-blauen Hemden-Stoff mit Webkaro.
Als dekoratives Element tragen die Taschen an den schmalen Seiten Knöpfe in harmonisch kontrastierenden Farben.
Sie fassen jeweils eine Packung Taschentücher, die sie ansehnlich und sauber halten, und können bei 30° C gewaschen werden.
Die Taschentücher-Taschen kosten pro Stück 6,- Euro. Anfragen diesbezüglich bitte über das Kontaktformular an mich richten.

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DieTaschentüchertaschen wurden verlinkt unter My Romantic Home und French Country Cottage

aufmerksam, kreativ

Florale Kissen in sommerlicher Stimmung

 

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Die Kissen rechts und links sind aus bedrucktem Baumwollstoff genäht und wurden mit einem farblich passenden Satinband in moosgrün akzentuiert.
Das rosafarbene Kissen in der Mitte ist aus Leinen und bekam neben einem mit Rosenknospen bedruckten Band zusätzlich zwei cremeweiße schmale Satinbänder aufgesteppt, die das bedruckte Band umrahmen.
Ich mag die drei Kissen sehr gerne, weil sie aufgrund der Farben und Muster feminin wirken und die beschwingte Atmosphäre eines sommerlichen Gartens in die Wohnung bringen. Die knittrige Optik des Leinens trägt zur lässigen und sorglosen Stimmung bei.

Auf Wunsch nähe ich gerne ähnliche Kissen, Anfragen über das Kontaktformular sind jederzeit willkommen.

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Das rote Kissen auf der Sitzfläche der Teakholz-Bank stammt ebenfalls aus der eigenen Werkstatt.

Weitere kreative Projekte gibt es heute bei RUMS.

aufmerksam

Gestaltung der Wohnung: Es geht voran!

Vor Kurzem haben wir sowohl endlich einen schönen Teppich für unseren Flur gefunden als auch (ebenso „endlich“) zwei Lampen gekauft.
Wer in Hamburg auf der Suche nach schönen Lampen ist, sollte unbedingt bei „Medusa“ in Eimsbüttel vorbei schauen:
Mehrere Erdgeschosswohnungen eines Altbaus wurden bereits vor vielen Jahren zu einem großen, verwinkelten Fachgeschäft verbunden. Wer eine Villa oder einen Gutshof besitzt, ist klar im Vorteil, weil die wunderbarsten Lampen sehr raumgreifend sind. Aber auch für Wohnungen wie die unsrige lässt sich Schönes finden: So stellten wir mit einem fachlich versierten Herren Lampenschirme nach historischem Vorbild mit passenden Fassungen und Kabeln zusammen, bis die Lampen so aussahen, wie es uns gefiel.
Mich freut am meisten, dass ich auf diesem Wege doch eine Lampe fand, die der originalen „Wagenfeld-Lampe“ aus der Bauhaus-Ära ähnelt – als Tischlampe wollte mein Verlobter sie nicht haben, in abgewandeltem Design im Bad ist sie nun doch genehm ;-).
Dass Beleuchtung einen wesentlichen Beitrag zum Stil der Einrichtung darstellt, ist hinreichend bekannt – trotzdem bin ich ganz begeistert, wie die Lampen unsere Wohnung vervollständigen und das Ambiente zusätzlich aufwerten.

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Noch warten die Lampen auf die fachgerechte Montage.

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Der Teppich vervollständig bereits die Einrichtung.

aufmerksam, feminin

Aktuelle Winter-Kollektion: Wo sind all die Farben hin?

Heute war ich auf der Suche nach etwas Schickem aus Wolle in meinem Lieblings-Secondhand-Laden. Und in der vergangenen Woche in einigen weiteren Geschäften, in der Hoffnung, einen Pulli oder eine Strickjacke zu finden, die mir gefällt.
Die vorherrschenden Farben sind, soweit meine Recherche das zusammenfassen kann:
Hellgrau, mittelgrau, dunkelgrau, braun, beige, greige und schwarz.
Ach, und dunkelblau.
Vielen Dank, sage ich da, aber die letzten drei Jahre war bereits dauernd graues Matsch-Schlamm-Braun en vogue, und ich habe keine Lust, die vorhandenen Stücke in diesen Tönen durch weitere zu vervollständigen.
Wer sagt, dass Winterkleidung in deprimierenden Farben gefertigt werden muss?
Warum kann ich nicht ein schönes Pink tragen, durch einen Schuss Bordeaux abgemildert?
Oder ein Olivgrün, das mehr Grün ist als Grau?

Leute, so verkauft ihr nichts. Mir nicht.