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Die Kunst des Zweckentfremdens

Wem diese komischen goldenen Dingsbums zwischen den Chrysanthemen bekannt vorkommen:
Sie werden sonst ohne Farbe auf Grabgestecken verwendet.
Bis sich ein riesiger Blumenhändler-Fillial-Monopolist dachte, sprühen wir die Dinger doch mal gold an und verkaufen sie als Bastelmaterial zu Weihnachten!
Komischerweise wollte das drei Tage nach Totensonntag und Volkstrauertag niemand für den Adventskranz kaufen, und in der weiteren Vorweihnachtszeit auch nicht.
Also verschleuderten sie die Samenstände und ich dachte, für einen Euro lässt sich da doch was mit anstellen.
Da mir die Verkäuferin in besagtem Monopolisten kein Bindegrün zu den Chrysanthemen verkaufen wollte, weil sie es für alle anderen KundInnen an diesem Samstag aufheben wollte (keine Ahnung, warum ich als Samstagskundin keine Samstagskundin bin), griff ich auf die goldenen Dingsbums zurück.
Tatsächlich sehen sie ganz interessant aus, oder täten es zumindest, wenn ich nicht mit dem Volkstrauertag angefangen hätte.

Kurz gesagt: Wenn es nicht so läuft wie geplant, einfach mal im Regal herum kramen, irgend etwas Passendes wird sich schon anfinden. Hätte ich Instagramm und könnte mir tolle Hashtags ausdenken, wäre das garantiert bereits der neuste Hype.

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Männer sind immer so gefühlsbetont und zart. Wenn meiner nur nicht ständig weinen würde!

Mein Mann ist immer so temperaturempfindlich, auch im Juli

Wer noch nicht über „Das bißchen Arbeit“ gestolpert ist: Diese Satire eröffnet einen ganz neuen Blick auf unser Leben.
Denn komischerweise ist es ein großer Unterschied, ob ich morgens als Frau aufstehe oder als Mann. Auch wenn das nur die eine Hälfte der Weltbevölkerung in ihrem Alltag bemerkt. Die folgenden Inhalte stammen alle von „Das bißchen Arbeit“, die Unterschriften zu den Fotos von mir.

Fabian (38) fragt: „Wie handhabt ihr eure Göttergattinnen, wenn es um’s Essen geht? Setzt ihr euren Willen durch – isst sie es dann auch? Meine mäkelt bereits bei Kräutern in der Tomatensauce. Pilze und Karotten kann ich ihr püriert ihm Auflauf unterschummeln. Wie macht ihr es?“

Im Postfach von Petra, (43): „Nach der technischen Beratung habe ich den Ingenieur für seine Auffassungsgabe gelobt. Ist nicht selbstverständlich, dass Männer in technischen Berufen beschäftigt sind. Danach war er verstimmt. Darf ich jetzt noch nicht mal mehr Komplimente machen?“

Nun, das ist ja schon eine ganze Weile her. Inzwischen sind wir ja viel weiter. Mein Mann achtet sehr auf sein Gewicht, das stimmt schon, aber er tut das nur für sich und ist da überhaupt nicht von mir beeinflusst. Ich mag auch zu dünne Männer nicht. Echte Männer haben Kurven!

Bloß, weil mein Mann jetzt Geld verdient, meint er, ich sei nicht die Einzige, die ein Recht auf teure Hobbies hat. Hallo?! Der Flugplatz gehört mir!

Lisa (40) fragt: „Nachdem mein Mann jetzt ein paar Jahre Teilzeit arbeitet, macht er sich plötzlich Gedanken um seine Altersvorsorge. Ich überlege jetzt 50 Euro im Monat auf ein Tagesgeldkonto anzulegen für ihn. Das müsste doch reichen? Wie geht ihr mir solchen Forderungen um?“

Aus dem Postfach von Lis (37): „Mein Lieblingskollege hat 14 Jahre seinen Job super gemacht. Jetzt will er noch heiraten. Ich weiß, er mag Kinder, außerdem hat die Frau Immobilien. Er sagt, ich muss mich nicht sorgen, aber: Damit ist er doch aus der Langzeitplanung raus, oder?“

Anonyme Einsendung: „Ständig höre ich das Gejammer von Männern, dass sie unterbezahlt werden. Warum wählen die Männer dann nicht einfach einen anderen Beruf? Es kann so einfach sein.“

Aus unserem Postfach: Nadja (21) schreibt uns: „Unsere Dozentin im Fach Sales hat gestern von einem Studenten erzählt, der ohne Abschluss im Vertrieb arbeitet. Er sieht sehr gut aus und die alten Damen, an die er verkauft, mögen das halt.“

Vegetarisch hat mein Mann ja immer schon gekocht, aber jetzt auch noch vegan? Das geht zu weit! Ich schmuggle Fischfrikadellen in den Tiefkühler.

Petra (43): „Immer wieder wirft mein Mann mir vor, dass ich mich nicht genug einbringe. Dabei hole ich den Großen schon 1x die Woche vom Ballett ab, die Kleine darf immer mit ins Stadion (sofern meine Freundinnen keine Zeit haben). Wie beende ich diese nervige Dauerdiskussion?“

Aus dem Postfach. Tia (35): „Nach 5 Jahren Teilzeit hat sich mein Mann in den Kopf gesetzt, zu tauschen. Erst dachte ich: chillig, 30 Stunden Arbeit und mit den Kids spielen, aber – meine Rente! Als ich fragte, warum er als Vater überhaupt arbeiten will, war er sauer. Was jetzt?“

Aus der Community „Echte Papas“: „Wieviel Zeit verbringen eure Frauen mit den Kindern? Kann ich von meiner Frau, die von Mo-Sa arbeitet und eigentlich eine tolle und liebevolle Mama ist, erwarten, dass sie am Sonntag nicht immer unterwegs oder in ihrem Hobbykeller ist?“

Wer jetzt immer noch nicht weiß, wo das Problem liegt, kann gern diesen Artikel lesen.

 

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Aus alt mach neu: Upcycling mit Schmuck

Wie viele neuwertige, ungenutzte Armbänder braucht eine Frau?
Eigentlich keine, stellte ich neulich fest und trennte drei Armbänder auf, um daraus eine Kette aufzufädeln, die ich stattdessen wirklich trage.
Anders nutzen, umarbeiten oder zweckentfremden gelingt mit Schmuck in vielen Varianten:
Aus den Einzelteilen neuen Schmuck gestalten, ihn in Mobilés verwandeln, als Perlenkragen direkt auf den Pullover nähen, eine Handtasche damit aufpeppen, dicke Perlen als Träger für eine Tasche einsetzen…

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Warum Holz keine ökologische Ressource ist


Wie wir angesichts von Klimakrise und schwindenden Ressourcen verantwortliche mit der (Um-)Welt umgehen, interessiert immer mehr Menschen. Dabei bleibt es schwierig, zwischen all den Maßnahmen den Überblick zu behalten. Vor allem, wenn wir beurteilen wollen, welche Möglichkeiten tatsächlich sinnvoll sind und wo wir nur auf Lobbyisten reinfallen.
Aus der Bibliothek lieh ich mir eins der Bücher von Peter Wohlleben, Deutschlands berühmtesten Förster der letzten Jahre. Leider war das Buch inhaltlich unübersichtlich, regte aber dennoch zum Nachdenken an.


Unter anderem darüber, wie sinnvoll es ist, dass Holz als der perfekte klimaneutrale Werkstoff vermarktet wird. Am meisten Wirkung entfaltet ein lebender Baum in einem natürlichen (also nicht genutzten) Wald: Er beherbergt diverse pflanzliche und tierische Lebewesen, kühlt und befeuchtet die Luft, reinigt sie und ist ein jahrhunderte altes Lebewesen. Dieses Lebewesen zu verwerten, ist logischerweise von viel kurzlebigerem Nutzen, als es wachsen zu lassen.
Papiertüten als Alternative zu Plastik werden bereits nach ein- bis dreimaligem Tragen entsorgt. Bücher werden nach einem Mal lesen mit viel Glück noch an eine Freundin verliehen, bevor sie entsorgt werden. All die Zeitungen und Werbeblätter werden oft noch nicht ein einziges Mal gelesen. Da Konsumartikel aus Papier oft verbrannt werden und Recyclingpapier für die meisten Deutschen noch nicht einmal als Toilettenpapier benutzt wird, verbrauchen wir für Wegwerfartikel tatsächlich frische Bäume.
Die Möbel, die aus Holz hergestellt werden, sind nach einigen Jahren meist unmodern und werden entsorgt. Pelletheizungen, die ursprünglich ungenutzte Sägespäne verbrennen sollten, tragen inzwischen weltweit zur Abholzung bei und lassen die Feinstaubbelastung seit einigen Jahren erheblich steigen.
Und der anhaltende Trend zum Eigenheim im Grünen frisst weiterhin jährlich Millionen Hektar Fläche, die langfristig irreparabel versiegelt wird. Auch in ehemaligen Wäldern, deren kühlende und reinigende Funktion wir so dringend für die überhitzten Städte benötigen.

Um Holz zu gewinnen, werden sowohl weltweit Monokulturen angelegt (schlecht für die Umwelt) als auch Wälder durchforstet (schlecht für die Umwelt) als auch Urwälder abgeholzt (schlecht für die Umwelt). Der Schaden, der dadurch in ausbalancierten Ökosystemen geschieht, ist dabei noch gar nicht eingerechnet. Auch nicht die Tatsache, dass die anschließende Aufforstung meist als biologisch tote Plantage geschieht, die weiter intensiv genutzt wird.
Kurz: Zu glauben, dass wir weniger Plastik benutzen können und unsere Wegwerf-Mentalität einfach auf Holz übertragen können, hilft der Umwelt kein bißchen und heizt die Klimakrise weiter an.
Nur 2% Deutschlands sind Wald, die Monokulturen aus schnell wachsenden Kiefern (die in heißen Sommern von Borkenkäfern zerfressen und bei Winterstürmen reihenweise entwurzelt werden) nicht eingerechnet. Ein Forst ist eine Wirtschaftsfläche, kein Wald, auch wenn er von der Forstwirtschaft aus Imagegründen so deklariert wird.
Wo soll denn all das Holz so schnell nachwachsen, wie wir es verbrauchen?
Was wir tun können, um mit Wäldern ressourcenschonend umzugehen:
– Bücher in Bibliotheken leihen, statt sie zu kaufen (spart auch Platz zu Hause im übervollen Regal!)
– Statt gedruckter Bücher und Zeitschriften eBooks und ePaper kaufen
– das Zeitschriften-Abo mit einer Freundin teilen, quasi als privater „Lese-Ring“: Dann wird das Einmal-Produkt wenigstens zwei Mal benutzt
– Holzmöbel abschleifen und neu lackieren, wenn der Look nicht mehr gefällt. Viele Massivholzmöbel lassen sich auch umarbeiten
– Holzmöbel second-hand kaufen
– Vereinsblätter und andere Druckerzeugnisse im privaten Bereich auf Recyclingpapier umstellen oder nur noch digital versenden
– den Trend zum eigenen Kamin überdenken
– ich selbst habe als Autorin meinen Verlag kontaktiert und um Auskünfte bezüglich Recyclingpapier, CO2-neutraler Herstellung und dem Vorantreiben von eBooks erbeten

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Powerfrauen im Herrenhaus

Geschichten von Powerfrauen finde ich immer großartig, umso mehr, wenn dabei neue Formen des Arbeitens und Wohnens entstehen. Die Dokumentation „Herrenhäuser in Frauenhand“ stellt zupackende Frauen vor, die alten Gemäuern neues Leben schenken.
Die drei Gutshofbesitzerinnen arbeiten mit und in den Gebäuden als Künstlerin, Hotelbesitzerin und Musikerin. Zusammen mit anderen Frauen, die in Mecklenburg-Vorpommern nach ihrer eigenen Faςon leben, gestalten sie ein unterstützendes Netzwerk.
Außerdem aktuell:
Wer die Filme „Mit Mut, Mörtel und ohne Millionen“ kennt, entdeckt hier den sechsten Teil der Dokumentation der „Gutshausretter“.

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Festliche Kleider mit guter Botschaft: Gedanken zum Frühling

Wie ein neues Kleid für die Natur wirken die ersten Frühlingsblumen. Sie erinnern uns daran, dass wir in unserer Beziehung zu Gott die alten, fleckigen Kleider ausgezogen und frische, festliche Kleider von Jesus bekommen haben:
„Jetzt habt ihr neue Kleider an, denn ihr seid neue Menschen geworden. Gott ist beständig in euch am Werk, damit ihr immer mehr seinem Ebenbild entsprecht, nach dem er euch geschaffen hat. So habt ihr Gemeinschaft mit Gott und versteht immer besser, was ihm gefällt.
Ihr seid von Gott erwählt, der euch liebt und zu seinem heiligen Volk gemacht hat. Darum zieht nun wie eine neue Bekleidung alles an, was den neuen Menschen ausmacht: herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Bescheidenheit, Güte, Geduld.

Um die „neuen Kleider“, also die Eigenschaften als Kinder Gottes, sichtbar zu machen, tragen die Blumen als frische Kleider der Natur stellvertretende Namen: Erbarmen, Demut, Güte, Sanftmut. Je nach Bibelübersetzung werden diese Tugenden anders benannt. Es fällt auf, dass sie alle gleichermaßen wenig in unserem Alltag vorkommen. Weder in der Politik und den Medien noch in unserem Umfeld sind Bescheidenheit, Mitgefühl und Erbarmen zu spüren.

Niemand würde heute in einem Vorstellungsgespräch auf die Frage „Und, welche Eigenschaften zeichnen Sie besonders aus?“ antworten: „An erster Stelle Nachsicht, Geduld, und Sanftmut ist mir auch sehr wichtig.“ Das klänge extrem passiv und pazifistisch, niemand würde die eigene Persönlichkeit freiwillig so darstellen. Und erst recht würde niemand eine derartige Bewerberin einstellen…
Umso wichtiger finde ich es, dass wir entgegengesetzt zu den heutigen Maßstäben Gottes wohltuenden Einfluss unser Leben regieren lassen. Und darin wachsen, unser Herz und unser Handeln von scheinbar überholte Tugenden prägen zu lassen.


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Schwung für den müden Alltag: Musik zum Aufwachen

Gerade kämpfen alle um mich herum mit Müdigkeit, ich auch. Um innerlich und äußerlich in Schwung zu kommen, teile ich heute meine momentanen Lieblingslieder. Ideal, um sie morgens beim Frühstück laufen zu lassen, damit sie uns munter machen und unser Herz auf Gott ausrichten. Oder unterwegs beim Joggen, in der S-Bahn, beim Kochen…
Und wer denkt: „Beten ist echt das Letzte, wonach ich mich gerade fühle!“ spielt die Lieder einfach unkommentiert ab. Und vertraut darauf, dass unser Herz irgendwann aufwachen und Gott begegnen wird, vielleicht ganz anders, als wir es erwarten.

Waymaker

Healer

Awake my Soul

Our God

Faithful to the end

See a victory

Raise a Hallelujah

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20 Wünsche für mehr Vielfalt im Leben

Zwanzig Wünsche sammeln, um unser Leben lustvoller, abwechslungsreicher und ehrlicher zu gestalten:
Von dieser Idee las ich im Roman „Eine Schachtel voller Glück“ von Debbie Macomber. Dort sammeln mehrere Witwen jede für sich zwanzig Wünsche, um die Trauer hinter sich zu lassen und das pralle Leben zu umarmen. Die Wünsche reichen von kleinen Momenten bis zu großen Sehnsüchten und Anschaffungen und helfen den Protagonistinnen, ihr Schicksal aktiv in die Hand zu nehmen und den Alltag bunter zu gestalten.


Mit Entsetzen stellte ich fest, dass mir auf Anhieb nur zwei Wünsche einfielen. Ich habe sehr viele Wünsche, deren Erfüllung nicht in meiner Hand liegt. Realisierbare Wünsche, die Spaß machen und sich einfach umsetzen lassen, scheinen irritierender Weise weniger naheliegend.
Sicher, wenn ich diese beiden Wünsche aufschreibe, kommen bestimmt bald weitere dazu – wie immer beim Listen schreiben: Wenn wir erstmal anfangen, füllen sie sich schnell.
Und dennoch war ich entsetzt, festzustellen, wie viel Fokus auch in meiner Freizeit auf Arbeit in allen Facetten liegt. Selbst wenn vieles unbezahltes Engagement ist (wie dieses Blog oder meine therapeutischen Arbeitsblätter), sitze ich faktisch viele Stunden jenseits meines Berufs zu Hause am Computer.
So werde ich jetzt meine eigene Liste der zwanzig Wünsche beginnen, um mich selbst aus der Falle des „Es ist noch so viel zu tun“ zu befreien.
Wer macht mit?

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Das Trauma von Weihnachten überwinden: Improtheater mit „Charlotte und Ralf“

In allerletzter Minute erinnerte ich mich dank eines Hinweises im Internet daran, dass ich ja unbedingt zum „Impro-Julklapp“ fahren wollte. Charlotte und Ralf, ein Comedy-Duo, hatten zum Mitbringen von schrecklichen Geschenken eingeladen, um das Trauma von Weihnachten aufzuarbeiten. Auf die Schnelle fiel mir nichts Fürchterliches zum Mitbringen ein, aber mein Mann fischte vom Küchenregal einen abgelaufenen Billig-Glühwein, den uns mal irgendwer geschenkt hatte. Sehr gut, die zwei Liter schleppte ich doch gern quer durch Hamburg!
Im Kulturcafé „Komm du“ angekommen, wurden die Julklapp-Scheußlichkeiten unter einem Tannenbaum abgelegt und die Vorstellung begann. Zu jedem Geschenk entstand eine improvisierte Szene, das Publikum durfte die Namen der Personen und den Ort des Geschehens vorschlagen.
Vergangene Woche erlebte ich vier Tage Bildungsurlaub „Improvisationstheater“ in Bochum, daher konnte ich innerlich direkt anknüpfen und hatte noch die Regieanweisungen des Dozenten im Ohr. So erlebte ich einen sehr lustigen und für mich persönlich lehrreichen Abend und lade herzlich dazu ein, Charlotte und Ralf einmal kennenzulernen.

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Mein „Bücher-Club“ in der Presse: Leseerlebnisse für SeniorInnen

Die SeniorInnen lieben es, wenn sie mich überraschen und sich über meine perplexe Reaktion freuen können.
So eröffnete mir gestern eine Dame, dass ich im aktuellen „Niendorfer Wochenblatt“ erschienen sei und amüsierte sich prächtig, als ich davon nichts wusste.
Ich wiederum amüsierte mich, wie der Inhalt des ursprünglichen Artikels völlig verdreht umgeschrieben und abgedruckt worden war:
Der „Bücher-Club“, den ich vor einem Jahr gründete, sollte vorgestellt und mit einem Interview der ehrenamtlichen Bewohnerin, die die hauseigene Bibliothek betreut, abgerundet werden.
In dieser Darstellung jedoch bildete meine Veranstaltung lediglich den Hintergrund für die Bewohnerin und ihr Leben. Die Dame hatte dem Interview zum Artikel nur unter der Bedingung zugestimmt, dass sie am Rande erwähnt würde. Jetzt lasen wir beide von den vertauschten Rollen, aber solange die Freude an der Literatur im Vordergrund steht, war die Kernaussage ja getroffen!
Im „Bücher-Club“ stelle ich jedes Mal zwei bis drei Romane vor, die unterhaltsam sind und einen spannenden Blick auf das Leben ermöglichen. Philosophische Aspekte, hintergründiger Humor oder unkonventionelle Lebensweisen lasse ich dabei zu Wort kommen.
Die SeniorInnen sitzen an lauter kleinen Tischen, die ich locker im Raum verteile, damit alle flexible Plätze einnehmen können. Gerne serviere ich dazu frischen Minztee aus dem Garten, den ich morgens pflücke.