aufmerksam, feminin, glaubhaft

Ein Satz, der mich erfreut – Fünfter Teil

Eine ältere Dame sagte nach dem Gottesdienst zu mir, nachdem sie einige Bedenken in Bezug auf eine Angelegenheit geäußert hatte:
„Ach, aber du bist ja emanzipiert. Du gehst schon deinen Weg!“

Ich finde es herrlich zu beobachten, wenn sich ältere Damen von ihren Pantoffelhelden distanzieren und entdecken, was sie sich noch vom Leben wünschen, während sie kräftig die junge weibliche Generation unterstützen…

aufmerksam, kreativ

Maritimes Arrangement

Seit meinem Stralsund-Aufenthalt steht hier eine blaue Schale aus Recycling-Glas mit den am Strand gesammelten Schätzen:
Muscheln, Treibholz, kleinen Algen und einem Fisch aus Glas, den ich in der „Galerie Jantar“ entdeckte.
Sobald ich mich daran satt gesehen habe, wandert der Fisch weiter ins Badezimmer, um dort zusammen mit zwei weißgewischten Bilderrahmen die Wandgestaltung zu vervollständigen.

 

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Weitere Kreationen wie jeden Dienstag auf CreaDienstag und bei Meertje

sowie freitags beim Feathered Nest Friday

aufmerksam, glaubhaft

Zitate zum Sonntag

Am siebten Tag war Gott fertig mit seinem Kreativ-Projekt,
fand das Ergebnis genial und beschloss, ab jetzt zu chillen.

Genesis 2,2 nach der Twitterbibel

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Wenn Sie Ihre Gemeindekultur und -sprache nicht in den Alltag mitnehmen und in einer Kneipe oder im Bus so einsetzen können, dass sich die Menschen davon angesprochen fühlen, ist sie nicht von Jesus.

John Eldredge, Buchautor

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Wer den Sonntag gering achtet, gibt sich in neue Abhängigkeiten.
Nicht der Sonntag braucht uns, sondern wir brauchen den Sonntag.

Frank Otfried July, Bischof Württembergische Kirche

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alle Zitate aus der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift  AufAtmen

Fotografie aus der Marienkirche Stralsund

aufmerksam, feminin, glaubhaft

Internationaler Frauentag

Ich habe bereits erwähnt, dass man mit der Frage „Ist das jetzt höflich, freundlich – oder nicht?“ sexistische Verhaltensweisen schnell als solche entlarven kann.
Ob sozialer Druck in einem bestimmten Bereich frauenfeindlich ist, lässt sich ebenso leicht klären, indem Sie sich umschauen und ganz gelassen fragen:
„Machen Männer das eigentlich auch?“
Wenn die Antwort „nein“ lautet, haben Sie es höchstwahrscheinlich mit etwas zu tun, das wir militante Feministinnen gerne als gequirlte Scheiße bezeichnen.

 

aus: „how to be a woman – WIE ICH LERNTE, EINE FRAU ZU SEIN“ von Caitlin Moran

aufmerksam

Schöne Tage in Stralsund

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Am Strand vor unserer Haustür

Mit einer guten Freundin habe ich ein verlängertes Wochenende in Stralsund verbracht und dabei Überstunden abgebummelt.
Wir hatten herrlichen Sonnenschein unterwegs und genossen die Auszeit vom Alltag:
– Entspannung in Therme und Sauna
– Fröhlich unterwegs auf Rügen: Auf der deutschen Alleenstraße nach Putbus und zum Badehaus Goor, mit abschließendem Schlenker zu einem kleinen Gutshof
– Quer durch die Stralsunder Altstadt auf der Suche nach Geschenken und schönen Dingen für uns selbst, mit Besuchen im Meeresmuseum und im Ozeaneum.
– Die Rückfahrt führte über den Darss und Fischland, wo wir es uns im Strandkorb gutgehen ließen und am sonnigen Ostseestrand spazierten.

 

P1040140Das „Badehaus Goor“ bei Putbus

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Und so sehr uns der Schnee in den Straßengräben und das morgendliche Eis auf der Ostsee überraschten: Dank milder Temperaturen, ersten Frühblühern und Sommersprossen auf der Nase lässt sich sagen: Der Frühling kommt!

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P1040186Hinter dem Gutshaus Krimvitz

aufmerksam, feminin

Equal Pay Day – Gleichstellung am Bankautomat

„Das Prinzip der Gleichstellung von Frau und Mann ist seit 1981 in der Schweizer Bundesverfassung verankert. Trotz der 32jährigen gesetzlichen Pflicht sind die Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau in der Schweiz immer noch frappant:
Für die gleiche Ausbildung, Leistung und Position verdienen Frauen rund 20% weniger als Männer. Die Zürcher Frauenzentrale lässt anlässlich des Equal Pay Day Switzerland für einmal Männer spüren, wie sich finanzielle Diskriminierung anfühlen kann.“

Ein Mann sucht einen Bankautomaten auf und erhält 20% weniger Geld als angefordert.
Er wundert sich.
Ein Mann sucht einen Bankautomaten auf und erhält 20% weniger Geld als angefordert.
Er reagiert verwirrt.
Ein Mann sucht einen Bankautomaten auf und erhält 20% weniger Geld als angefordert.
Er zeigt seine Wut darüber.

Dazu das Video und die Quelle des Zitats oben,

gefunden auf „Watch Salon“.

 

aufmerksam, glaubhaft

Andacht zum Thema „Wahrheit“

Johannes 18, 37 + 38b
Pilatus sagte zu ihm: Also bist du doch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.

Pilatus sagte zu ihm: Was ist Wahrheit?

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Jeder Mensch stolpert im Laufe seines Lebens irgendwann über die Wahrheit,
doch die meisten stehen auf, klopfen sich den Staub ab und gehen weiter.

Winston Churchill

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Mit der Wahrheit ist es so eine Sache.
In der Praxis erlebe ich aktuell mehrere Situationen, in denen es darum geht, die Wahrheit über die Lebensumstände eines Kindes heraus zu finden.

– zensierte Passage –

In beiden Situationen sind meine Kolleginnen und ich nicht die erste Anlaufstation, werden aber zu Gesprächspartnerinnen, die ungewollt Dinge erfahren, die uns verunsichern:
Ist es nötig, Partei zu ergreifen?
Inwieweit bin ich hier betroffen und muss Hilfe leisten?
Was geht über meine Kompetenzen hinaus?
Kann ich die Situation überhaupt objektiv einschätzen?
Die „Wahrheit“ scheint dort oft zum Greifen nah und gleichzeitig weit weg.
Sicher kennen viele von euch ähnliche Augenblicke, in denen Antworten eingefordert werden, die so leicht nicht zu geben sind.

Lied 101: Dass dein Wort in meinem Herzen starke Wurzeln schlägt

Jakobus 1, 5
Falls jemand von euch nicht weiß, was der Wille Gottes in einer bestimmten Sache ist, soll er um Weisheit bitten. Ihr wisst doch, wie reich Gott jeden beschenkt und wie gern er allen hilft.
Also wird er auch euer Gebet erhören.

Psalm 32, 8
Ich will dich lehren und dir sagen, wie du leben sollst; ich berate dich, nie verliere ich dich aus den Augen.

Lied 325: Du bist der Weg und die Wahrheit und das Leben

Oft fühlen wir Christen uns durch das, was andere sagen oder wie sie leben, in unseren eigenen Ansichten herausgefordert: Der- oder diejenige muss doch von uns durch eindringliche Worte und Gebet auf den richtigen Weg gebracht werden! Wir sind auf dieser Welt, um Salz und Licht zu sein und Gottes Wahrheit weiter zu geben! Das führt oft dazu, dass wir eine moralische Instanz sein wollen oder glauben, es sein zu müssen.
Und wenn es nicht so einfach ist?
Wenn die oder derjenige gute Gründe für seine Sicht der Dinge hat – und in seiner Persönlichkeit von Gott genauso geliebt ist wie ich?

Kann ich ermessen, ob „die Wahrheit“ nicht vielleicht doch meine Ansicht ist und Gottes Sicht der Dinge anders aussieht?

 

Herr, gewähre mir ein schwaches Auge für Dinge, die nicht zählen,
und ein starkes Auge für alle deine Wahrheit.

Sören Kirkegaard

 

Man tut mehr für die Wahrheit, wenn man erbaut, als wenn man für sie streitet.
Für die Menschen beten, die im Irrtum sind, ist besser, als sie zu widerlegen.

Francois Fenelon

 

Gebet

Danke Gott, dass du die Wahrheit kennst.
Dass du die Wahrheit bist.
Danke, dass wir andere nicht von etwas überzeugen müssen, damit ihre Weltsicht mit unserer zusammen passt.

Danke, dass du jede und jeden im eigenen Erleben und Denken liebst und anerkennst.
Danke für die Einblicke in deine Wahrheit, die du uns schenkst – bitte hilf uns, sie so zu teilen, dass unsere Mitmenschen auch daran teilhaben können.

Amen

Lied 379: Du gibst das Leben, das sich wirklich lohnt

 

Zu den Hintergründen des „Wahrheits-Begriffs“ in der Bibel:

Das alttestamentliche Wahrheitsverständnis erhält dadurch seine besondere Prägung, dass aemaet, das hebräische Wort für Wahrheit, von demselben Stamm abgeleitet ist wie das hebräische Äquivalent für Glauben (aemuna). Aemaet drückt also in seiner Grundbedeutung die Dauerhaftigkeit aus und ist mit «Beständigkeit, Zuverlässigkeit» zu übersetzen.

Wahrheit im alttestamentlichen Verständnis ist das, was sich als verlässlich und beständig erweist, und das ist in erster Linie Gottes Treue. Der gemeinsame Wortstamm von «Glauben» (aemuna) und «Treue» im Alten Testament macht deutlich, dass beide aufeinander bezogen sind: Israels Glaube ist das Sich-Verlassen auf Gottes Treue.

Lied 283 O komm, du Geist der Wahrheit

 

 

Ergänzende Zitate und Lieder:

Man sollte dem anderen die Wahrheit wie einen Mantel hinhalten, dass er hinein schlüpfen kann, und sie ihm nicht wie einen nassen Lappen um die Ohren schlagen.

Max Frisch

 

Die Wahrheit hat nichts zu tun mit der Zahl der Leute, die von ihr überzeugt sind.

Paul Claudel

 

381 Herr, füll mich neu

99 Von deinen Worten könne wir leben

376 Wenn unser Glaube nicht mehr als ein Standpunkt ist

 

Alle Lieder stammen wie immer aus „Feiern und Loben – Die Gemeindelieder“

aufmerksam, glaubhaft

Mein diesjähriges Fasten-Projekt

Traditionellerweise werden in der Fastenzeit Genussmittel gestrichen:
Alkohol, Schokolade, Kaffee, Fleisch, aber auch Fernsehen und im-Internet-surfen.
Dabei geht es grundsätzlich darum, etwas, das das Leben versüßt, einzuschränken – damit es um so mehr ein Genuss ist und keine Routine oder gar eine Abhängigkeit wird.

Im letzten Jahr fastete ich (zum wiederholten Mal) Konsum: Hier und dort nachzulesen.

Dieses Jahr möchte ich alles Negative fasten – blöde Gedanken, Kritik, Sarkasmus, meckern und so weiter. Mein Ziel ist ein ganzes Telefonat lang (und ich telefoniere sehr ausgiebig) nur Gutes zu sagen. Keine Beschwerden, kein „Was mich heute genervt hat“. Wenn ich nichts Gutes zu einem Thema sagen kann, möchte ich mich im Schweigen üben.

Ich gebe zu: Bisher habe ich es nicht geschafft, nicht ansatzweise.
Aber jede Kritik, die schneller über meine Lippen kommt als ich sie bremsen kann, steht mir überdeutlich vor Augen.
Immerhin.
Etwas Zeit habe ich ja noch.

aufmerksam

Getrödelt – gefunden – gefreut

Heute mache ich bei „Getrödelt – gefunden – gefreut“ beim Beswingten Allerlei mit. Dabei werden Flohmarkt-Funde vorgestellt und die dazu gehörige Geschichte erzählt.
Im Februar war ich mit einer Freundin auf dem Frauen-Flohmarkt „Tausendschön“ im Eppendorfer Kulturhaus unterwegs.
Wer meint, dort gäbe es passend zum Klientel des Stadtteils Rubinbesetzte Armbänder und Mäntel von Chanel für’n Appel und ´n Ei, irrt sich:
Erstens fanden wir nichts Entsprechendes und zweitens hatten die Damen, die der Meinung waren, besonders Hochwertiges anzubieten, auch entsprechende Preise.
Ich ergatterte zwei runde weiße Porzellanschilder mit kobaltblauen Ziffern darauf, woher auch immer sie stammen mögen – für Hausnummern sind sie deutlich zu klein.
Wie alt die Schilder sind, kann ich nicht schätzen.

 

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Auch diesen Bilderrahmen entdeckte ich:
Er ist aus Pappe und mit schwarzem Kunstleder bezogen, die Rückseite besteht aus nostalgischem Gummi – ich tippe auf die Fünfziger Jahre.

 

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