aufmerksam

Kostbar

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Ein kleiner Blumengruß:
Pinke Gerbera mit Liguster (vom Wegesrand) sowie „frischem Heckenschnitt, eben aufgelesen“ (vom Wegesrand) auf meinem neuen Lieblings-Tischläufer.
Wie so oft im Leben ist das Kostenlose das Kostbarste.

 

Schöne Blüten sind auch bei Holunderblütchen zu entdecken.

aufmerksam, glaubhaft

Die Fragen liebhaben

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Sie sind so jung, so vor allem Anfang, und ich möchte Sie, so gut ich es kann, bitten, Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in Ihrem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbst liebzuhaben wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind.
Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden können, weil Sie sie nicht leben könnten. Und es handelt sich darum, alles zu leben.
Leben Sie jetzt die Fragen.
Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein.

Rainer Maria Rilke

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aufmerksam

Frühlingsboten an der Alster

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Neben dem Wanderweg blühen die Winterlinge, während unten an der Böschung im Schatten die Schneeglöckchen lieber nahe des Wassers wachsen.

 

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Frühlingsglaube

Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muss sich alles, alles wenden.

Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiß nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal;
Nun, armes Herz, vergiss der Qual!
Nun muss sich alles, alles wenden.

Ludwig Uhland
(Erstdruck 1813)
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aufmerksam

fragen des designs

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„Im Übrigen gibt es keine Möbel, die sich miteinander beißen.
Wenn man Bücher, Zeitschriften und angebrochene Knabberkrampackungen gleichmäßig auf alle Sitz- und Ablageflächen verteilt, passt eigentlich alles sehr gut zusammen.“

Max Goldt

aufmerksam, Gäste & Feste, glaubhaft, kreativ

Brunch „Picknick mit Jesus“

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Einblick in die Vorbereitungen
Manchmal heißt es schnell sein und einfach loslegen:

Für ein Brunch in der Kirche nach dem Familiengottesdienst gestaltete ich kurzentschlossen die Dekoration, die sowohl kindgerecht, thematisch passend als auch KOSTENLOS sein sollte.
So fertigte ich Fische aus schwarz-weißen Abbildungen an, die ich im Internet gefunden hatte, und benutzte dafür Aluminium-Folie, die in unserem Haushalt wegen ihrer schlechten Umwelteigenschaften nicht verwendet wird.
Aus Salzteig formte ich „Brote“, die leider sehr lange zum Trocknen brauchten und schlussendlich doch stundenlang im Ofen getrocknet werden mussten (womit das Prädikat „kostengünstige Bastel-Idee“ definitiv nicht mehr zutrifft).
Außerdem schmückte ich im Foyer der Kirche die große Glastür zum Gottesdienstraum sowie einige andere Blickpunkte, die nicht fotografiert wurden. Das Licht im Gemeindesaal war leider ausgesprochen schlecht zum Fotografieren, aber dennoch reichen die Bilder für einen Eindruck.

 

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Der Familiengottesdienst zum Thema „Fünf Brote und zwei Fische“ diente mir als Inspiration für die Tischdekoration: Die gelben Tischdecken sind dabei mangels passender Alternativen gewählt worden – so ist es manchmal im Ehrenamt: Die Alltagstauglichkeit siegt über die Ästhetik…. Auf die Decken legte ich karierte Servietten, um zusammen mit Heu Picknick-Atmosphäre zu erzeugen. Jesus saß damals schließlich nicht mit mehreren tausend Menschen an gedeckten Tischen, sondern mitten auf dem Gras.

 

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Darauf arrangierte ich Salzteig-„Brote“ sowie gebastelte Fische, um das Motto der Predigt auf das gemeinsame Brunch auszudehnen.

 

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Einzelne Bistro-Tische wurden ebenfalls in die Gestaltung einbezogen. Leider hatte ich keine Zeit, in den Baumarkt zu fahren und weiteren Segler-Bedarf wie diese Tampen zu besorgen, sodass die Dekoration auf den Bistro-Tischen etwas variiert wurde.
Durch die Kombination „Heu auf den Tischen und zappelnde Kinder“ verzichtete ich aus Sicherheitsgründen auf Kerzen, lediglich in Bereichen „ohne Heu“ setzte ich Teelichter ein.

 

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An der Wand lehnende Sportmatten, die sich im Rahmen des Winterspielplatzes (für Kinder aus der Nachbarschaft) im Gemeindesaal befanden, wurden in die Dekoration einbezogen.

 

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Für den inhaltlichen Zusammenhang füge ich die entsprechende Bibelstelle aus der Bibel-Übersetzung „Hoffnung für alle“ ein:

Fünftausend werden satt

30 Die zwölf Jünger kehrten zu Jesus zurück und erzählten ihm, was sie auf ihrer Reise getan und den Menschen verkündet hatten.
31 „Geht jetzt an einen einsamen, stillen Platz!“, sagte Jesus zu ihnen. „Ihr habt Ruhe nötig!“ Es waren nämlich so viele Menschen bei ihnen, dass sie nicht einmal Zeit zum Essen fanden.
32 Deshalb fuhren sie mit dem Boot an eine einsame Stelle.
33 Aber das hatten viele Leute beobachtet. Aus allen Dörfern liefen sie dorthin und kamen sogar noch vor Jesus und seinen Jüngern an.
34 Als Jesus aus dem Boot stieg und die vielen Menschen sah, hatte er großes Mitleid mit ihnen; sie waren wie eine Schafherde ohne Hirte. Deshalb nahm er sich viel Zeit, ihnen Gottes Botschaft zu erklären.
35-36 Gegen Abend kamen seine Jünger zu ihm und sagten: „Es wird bald dunkel. Schick die Leute weg, damit sie in die Dörfer oder auf die Höfe in der Umgebung gehen und etwas zu essen kaufen können. Hier gibt es doch nichts.“
37 Aber Jesus forderte sie auf: „Gebt ihr ihnen zu essen!“ „Was können wir ihnen denn geben?“, fragten die Jünger verwundert. „Sollen wir etwa für 200 Silberstücke Brot kaufen, um sie alle zu verpflegen?“
38 „Wie viel Brot habt ihr denn bei euch?“, erkundigte sich Jesus. „Seht einmal nach!“ Kurz darauf kamen sie zurück und berichteten: „Fünf Brote und zwei Fische haben wir.“
39 Da ordnete Jesus an, dass sich die Leute in Gruppen ins Gras setzen sollten.
40 So bildeten sie Gruppen von jeweils fünfzig oder hundert Personen.
41 Jetzt nahm Jesus die fünf Brote und die beiden Fische, sah zum Himmel auf und dankte Gott. Er teilte das Brot, reichte es seinen Jüngern, und die Jünger gaben es an die Menge weiter. Ebenso ließ er auch die Fische verteilen.
42 Alle aßen sich satt.
43 Als man anschließend die Reste einsammelte, waren es noch zwölf volle Körbe mit Brot. Auch von den Fischen war noch etwas übrig.
44 An der Mahlzeit hatten fünftausend Männer teilgenommen.
aufmerksam, kreativ

Grün. Mit einem Hauch von Grün.

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Angesichts des knallbunten Blütenreigens frisch aus dem Gewächshaus, der von der Floristin bis zum Discounter lockt, wirkt der einfarbige Strauß aus immergrünen Sträuchern und Ranken derzeit sehr ungewöhnlich.
Ich aber genieße den herben Duft und bewundere die Struktur der einzelnen Gehölze und ihre differenzierten Farbschattierungen: Auch ein monochromer Strauß ist nicht einfach „nur grün“.

 

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Besonders die panaschierten Blätter haben es mir angetan, eine ähnliche Pflanze habe ich vor über fünfzehn Jahren schon einmal bei mir auf dem Fensterbrett gepflegt.

 

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Floristische Kreationen gibt es freitags immer bei Holunderblütchen.

aufmerksam, glaubhaft

Mitten im Sturm

Wenn die, die du liebst und denen du vertraust,
dich verletzen und zerstören,
kannst du mutlos werden.
Denk bestimmt nicht daran aufzugeben
Wenn du zerrissen bist
Wenn du verletzt bist
Vergib denen, die dich verfolgen
Denn es ist in Ordnung, verletzt zu sein
und es ist keine Schande zu weinen.

Aber ich möchte nicht, dass du an diesem Platz der Zerbrochenheit bleibst.
Selbst wenn ich dort mit dir bin, möchte ich nicht, dass du dort verweilst.

Wo du Knochen siehst, sehe ich die Armee
Wo du Fluten siehst, sehe ich das Ufer
Wo du trockene Winde blasen siehst, sehe ich neues Leben wachsen
Wo du Wolken auf dem Weg siehst, ist es Gott

Wie ich Mose aus der Wüste geführt habe, so will ich dich hindurch leiten
Du wirst ein Feuer in der Nacht sehen und eine Wolke am Tag
Ich werde vor dir gehen
Und du wirst vergeben können, wenn deine Seele geflickt ist
Du wirst sehen, da ist Gold, pures Gold von unschätzbarem Wert in deinem Leben.

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When the ones you love and trust
Hurt and destroy you
You may be discouraged
Certainly don´t think of giving up
When you are broken
When you are wounded
Forgive those who persecute you
For it´ s alright to be broken
And it is no shame to cry

But I do not want you to remain in that place of brokeness
Even though I am in that place with you still I do not want to stay there

Where you see bones I can see the army
Where you see floods I see the shore
Where you see dry winds blow I see the new life grow
Where you see the clouds in your way it is the Lord

Like I delivered Moses out from the desert place so I will lead you through
You will see a fire in the night and a pillar of cloud in the day
I will go before you
And if you can forgive then when your soul is really mended
You will see there is gold pure real gold of great worth in your life

Brian Houston, Kingsways Thankyou Music 2001
(Übersetzung von mir)

Hier lässt sich das Lied anhören.

kreativ, Werkstatt

Das erste Mal…. Stuhlhussen nähen

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Vom Raumausstatter hatte ich ein wunderbares Reststück mitgebracht, das gedrittelt für zwei Stuhlhussen knapp reichte – unter der Bedingung, dass der Musterrapport nicht durchläuft…

 

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Professionell sieht das natürlich nicht aus, aber für den ersten Versuch sowie den privaten Gebrauch finde ich, dass es sich dank der neutralen Cremetöne dennoch vertreten lässt.

 

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Die Husse wird an den äußeren Kanten mit Ripsbändern, die zur Schleife gebunden werden, fixiert.

 

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Beim CreaDienstag und bei Meertje sind weitere kreative Projekte, etwas Neues zu gestalten, zu finden. LadyStil hat eine neue LinkParty zum Thema „Dekoration“ eröffnet.

aufmerksam, Gäste & Feste, liebevoll

Valentinstag

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Nach den Einladungen der letzten Zeit, die sich durch ihre Üppigkeit und viele Details auszeichneten, habe ich für den Valentinstag eine optisch ruhige und reduzierte Form gewählt.

 

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Schwarz-weiß und gebrochene Naturtöne schenken Klarheit, Akzente in Silber und matten Metallfarben heben es aus dem Alltag. Auf dem Tisch liegen drei Streifen von riesengroßen schwarzen Fliesen: Ich kam zur richtigen Zeit an einer Baustelle vorbei, drapierte sie zum Transportieren schräg im Fahrradkorb und reinigte sie zu Hause in der Dusche. Auf Abschnitte von „Tischfit“ (einer strapazierfähigen, weichen Unterlage für die Tischwäsche) gelegt, können sich die Kanten der Fliesen nicht in den feinen Fasern des Tischtuchs verfangen.

 

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Die Fliesen greifen das Streifenmuster auf und sorgen durch ihre Oberfläche für zusätzlichen Glanz. Sie bilden das Zentrum in der Tischmitte, auf der sich die Herz-Schalen und Teller versammeln.

 

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Auf rote Rosen und ähnlich abgegriffene Symbole habe ich verzichtet, trotzdem gehören Liebesbriefe und charmante Blüten unbedingt zu einem Eheabend anlässlich des Valentinstags.

 

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In zwei weißen Gefäßen mit silbernem Rand steckte ich Blüten zu Blickfängen zusammen:
Das ovale, kleine Gefäß füllte ich mit crèmefarbenen Rosen und Gerbera, dunkelroten Gerbera und einer einzelnen, farblich passenden Ranunkel. Einige vorwitzige Zweiglein des Ginsters aus einem anderen Strauß verlassen die Form des Gestecks und lockern es zusammen mit den Heidelbeerzweigen auf.

 

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Am anderen Tischende in einem hohen, runden Gefäß fanden sich rosafarbene Gerbera und Chrysanthemen mit rosa-maigrünem Farbverlauf zusammen. Elegant und ungewöhnlich, genau das Richtige als Blickfang auf einer reduzierten Tafel!

 

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Mit meinen autodidaktischen Fortschritten bezüglich der Floristik-Experimente bin ich sehr zufrieden – trotzdem wäre ein offizieller Kurs hier in Hamburg großartig.

 

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Bei Holunderblütchen sind weitere Hobby-Floristinnen am Werk. Kreatives zum Valentinstag lässt sich auch bei Crealopee entdecken. Beim Freutag wird Schönes verlinkt.