Monatsarchive: März 2016

Tausend Gründe, dankbar zu sein

Seit Erntedank 2015 läuft das „Jahr der Dankbarkeit“ bis zum Erntedank 2016: „Ein dankbares Leben ist ein gesundes Leben. Körperlich, seelisch und geistlich. Dieser Kultur der Dankbarkeit wollen wir mit dem „Jahr der Dankbarkeit“ Raum verschaffen.“

Ehrlich gesagt habe ich mich bis vor Kurzem nicht weiter darum gekümmert. Obwohl ich das Blog von Ann Voskamp abonniert habe, die ein viel beachtetes Buch zum Thema geschrieben hat: „One Thousand Gifts“,  Tausend Geschenke (Gottes an uns). Darin ermutigt sie, täglich festzuhalten, was uns Gutes passiert und wofür wir Gott danken. Dankbarkeit schützt vor Resignation, vor Neid, vor Ängsten und Zweifeln, vor Überheblickeit genauso wie vor dem Gefühl des Unterlegenseins. Viele PsychologInnen empfehlen, täglich drei Dinge zu notieren, über die wir uns gefreut haben, weil es unsere Emotionen stabilisiert und zu Zufriedenheit führt.

Das weiß ich alles, dennoch wirken viele Aufgaben wichtiger, als ein Dankbarkeits-Tagebuch anzulegen. Insbesondere, weil es die Verpflichtung mit sich bringt, kontinuierlich dabei zu bleiben…
Vor einigen Tagen habe ich jetzt angefangen. Ein hübsches gebundenes Notizbuch, das ich aufgrund des schönen Einbands vor Längerem gekauft und erstmal nicht verwendet hatte, liegt nun auf meinem Nachttisch. Es tut mir definitiv gut, abends aufzuzählen, was gut gelungen ist. Und auch, welche unverdienten Geschenke mir in den Schoß fallen. So wie gestern, als sich plötzlich in dem Moment lukrative Aufträge einstellten, in dem ich gerade frustriert den Computer ausschalten wollte. Und mir kurz darauf Dinge in die Hände fielen, die mein Mann schon lange und zunehmend genervt gesucht hat.
Denn Dankbarkeit beweist nicht nur, wie gut es uns geht – Dankbarkeit führt uns immer wieder vor Augen, wie viel nicht in unserer Hand liegt und uns geschenkt wird. Aus Gnade, täglich neu.

Das passende Lied ist hier zu finden: Zehntausend Gründe

 

 

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Als ich noch jung war… (…war mein Leben NICHT besser)

Aktuell habe ich privat und beruflich mit mehr Teenagern als sonst zu tun. Dabei stelle ich nicht nur fest, dass sie mich und ihre Umgebung stark beanspruchen, sondern auch, dass sie mir sehr, sehr Leid tun.
Abgesehen von den Zeiten, in denen ich als Jugendliche gemobbt wurde, waren meine Teenagerjahre völlig mittelmäßig: Ich war weitestgehend artig und eifrig, lieferte in der Schule gute Leistungen ab und verhielt mich lediglich der eigenen Familie gegenüber zickig. Wie sehr und wie häufig ich maulig war, kann ich schlecht einschätzen, dennoch war ich im Grunde ein harmloser Teenager.
Unabhängig von den Mobbingphasen erinnere ich mich an unzählige innere und äußere Dramen:
Wer mit wem in der Pause redet oder nicht und wieso. Wer mich gut findet und wer nicht und wieso. Was ich von irgendeinem Jungen halte, ob er mich beachtet, wie er mich behandelt und wieso. Wie ungerecht mich Wer-weiß-wer behandelt hat, was ich davon halte und wieso. Wie ich heute aussehe, was ich morgen an der Nähmaschine zusammen schustere, wen das beeindrucken soll und wieso.
Tausend völlig irrelevante innere emotionale Monologe, die für nichts und wieder nichts sinnvoll waren.
Und dann beobachte ich die heutigen Teenies und Kinder mit vorpubertären Anwandlungen und denke: Was für eine Verschwendung an Lebenszeit und Energie! Auch heute noch kämpfen die Jugendlichen mit tausend tatsächlichen und eingebildeten Problemen, schwanken zwischen Größenwahn und Selbsthass. Und wozu? Ist die Pubertät tatsächlich für die psychische Reifung notwendig oder würde es reichen, wenn der Körper sich veränderte und das Selbstbild sich dem Ganzen geschmeidig anpassen würde? Sind die ganzen Irrungen und Wirrungen, egal wie harmlos sie für gestandene Erwachsene aussahen, prägend und nachhaltig? Ich glaube nicht.
Vor einigen Jahren habe ich all meine Teeny-Tagebücher weggeworfen – was soll ich damit? Mich an albernes, triviales und nachhaltig blödes Elend erinnern? Selbst wenn ich eines Tages dement werden sollte, möchte ich ganz sicher nicht, dass mir eine Pflegerin die Tagebücher vor die Nase hält und sagt: „Schauen Sie mal, Frau Krüerke, dieser pickelige, unsichere Heini damals hat Ihnen schwer zugesetzt, ganz egal, wie cool Sie taten!“? Mit Sicherheit nicht, der Schund gehörte entsorgt, und ich bin heilfroh darüber, dass zumindest (m)ein Teil der Beweise verschwunden ist.

Liebe Jugendlichen, egal wie sehr ihr mich nervt mit euren völlig überflüssigen Dramen:
Ihr tut mir sehr Leid, denn aus welchem Grund auch immer könnt ihr nicht anders. Leider gibt es keine Evolution, die sagt, dieser ganze hormonverseuchte Hampelkram sei sinnlos und ab sofort abzuschaffen. Pubertät ist leider kein rezessives Gen, das langsam ausstirbt. Nein, bis heute quälen Teenager sich und ihre Umwelt damit.
Ich finde wirklich, dass Gott unglaublich viele hervorragende Lebewesen und Pflanzen erschaffen hat, aber den Quatsch mit der Pubertät hätte er anders regeln sollen.

Und ich kann niemanden verstehen, die oder der von früheren Zeiten schwärmt, „als wir noch jung waren“ und alles so wunderbar war. Nee, ehrlich, auch wenn mir heute keiner das Essen zubereitet und ich selbst für meinen Lebensunterhalt sorgen muss: Das ist mir allemal lieber, als fünfzehn zu sein. Ganz, ganz bestimmt.

 

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Begleitet

Wir gehen nie allein. Gott geht alle Wege mit.

Alfred Delp

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Park

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Ostertisch in grün-orange

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Als Überraschung bringe ich zu Ostern ein familientaugliches „Deko-Paket“ mit.
Dazu habe ich die Farben orange und grün ausgewählt, weil ich (realtiv) sicher bin, dass sie den Beschenkten gefallen. Eine grüne Laterne erinnert an ein Gartenhäuschen, zusammen mit grünen Eierkerzen entsteht schönes Licht. Die Eierkerzen setze ich in orangefarbene Eierbecher sowie eine quadratische Schale, die im Anschluss bepflanzt wird oder Kleinkram sammelt.
Aus Stoff vom Raumausstatter nähe ich einen Tischläufer, der die fröhlichen Farben wiederholt.

 

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Bunte Blümchen aus Schokolade dienen als Streudeko, auf den Tellern warten kleine Schokoladenhasen mit hellgrüner Schleife als Willkommensgruß. Auch zwei Stoffhasen haben sich eingeschlichen, in ihren Bäuchen können die Kinder gefundene Ostereier verstecken oder sie als kleine Handpuppen benutzen (eigentlich sind es Eierwärmer).

 

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Um eine kleine Glasvase habe ich ein grünes Samtband gebunden, sodass ich zwischen den Kerzen in den Eierbechern florale Akzente setzen kann. Dragierte Marzipaneier werde ich in Schalen mit Moos verteilen, um den natürlichen und spielerischen Charakter zu unterstützen.

 

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Segenswunsch

Keinen Tag soll es geben, an dem du sagen musst: Niemand ist da, der mich hält.
Keinen Tag soll es geben, an dem du sagen musst: Niemand ist da, der mich liebt.
Keinen Tag soll es geben, an dem du sagen musst: Niemand ist da, der mich schützt.

Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft,
bewahre dein Herz und alle deine Sinne in Jesus Christus unsrem Herrn.

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Blau-weiße Teezeit

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Frühling an der Wand

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Neulich habe ich wunderbare Blüten entdeckt, die aus Fotos kaschiert auf Pappe bestehen. Im Hinblick auf Geburtstagsdekorationen und Sommerfeste habe ich gleich mehrere Hornveilchen, Gerbera und Margeriten gekauft. Für frühlingshaftes Flair fand eins der Hornveilchen seinen Platz im großen Holzrahmen der Wohnzimmerwand.

 

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Die goldenen Akzente als schnörkeliger Rahmen und Spiegel hängen inzwischen dauerhaft, bei neuen Dekorationen dürfen sie oft bleiben. Auch der blaue und hellgrüne Teller bleiben hier inzwischen ganzjährig – obwohl die Wand explizit für Experimente gedacht ist…

 

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Seit inzwischen zwölf Jahren besitze ich diese handgefertigten Ostereier aus einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. Sie sind völlig schlicht und finden dennoch jedes Jahr zu Ostern einen Platz in der Wohnung.

 

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So verbinden sich die Lieblingsstücke diverser Jahre fast wie von allein zu einer Dekoration…

 

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Lebensgeschenk

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Gott hat sich mit der Schöpfung der Welt wirklich, wirklich viel Mühe gegeben.
Oft merken wir es nicht, weil wir uns so vom Alltag absorbieren lassen. Aber wenn wir einen Schritt zurücktreten oder sogar das Glück haben, für ein paar Tage aussteigen zu können – spätestens dann entdecken wir es wieder. Allerspätestens dann fällt uns ein, uns bei Gott zu bedanken – vom Geschenk des Lebens bis zum Olivenbaum, unter dem wir sitzen. Dabei ist unser Leben so viel mehr „Danke!“ wert. Gut, wenn uns besondere Momente daran erinnern. Wunderbar, wenn ein paar Tage Urlaub dran sind… Denn auch Ruhe ist ein Geschenk Gottes.

 

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Österliche Tischdekoration in Lavendeltönen

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Es gibt Geschichten über Personen, die für jemanden ein Geschenk kauften und es dann lieber selbst behielten. Dieser Bericht ist so eine Geschichte: Die Farbe der Eierkerzen und der harmonierenden Servietten passte nämlich versehentlich ausgesprochen gut mit dem Tischläufer zusammen, der hier vor kurzem Eingang in meine Tischdeckensammlung fand. Das war wirklich ein Zufall. Zufällig fiel mir ebenso auf, dass die Farben am Ort ihrer Bestimmung vielleicht nicht so willkommen sind wie hier bei mir. Tja, was sollte ich tun? Ich fing mit dem Osterdeko-Einkauf anlässlich eines Überraschungspakets von vorne an und verwendete diese Schätze bei uns auf dem Esstisch. Gut, dass mir diese Notlösung einfiel! 😉

 

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Einen Suppenteller füllte ich mit Moos und setzte die Eierkerzen hinein. So stehen sie hübsch und sicher, ohne Gefahr zu laufen, den Tischläufer mit Wachs zu verschönern. Eine gefällte Weide wurde von mir als Quelle für Weidenkätzchenzweige genutzt, die aktuell noch relativ knospig sind.

 

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Kleine Veilchenbonbons befanden sich noch im Vorratsschrank und harmonieren ganz hervorragend mit den Schmetterlingen auf der Serviette.

 

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Dragierte Marzipaneier haben eine wunderbare Oberfläche und passen mit ihren matten Tönen in viele Farbkonzepte.

 

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Diesen Hasen habe ich schon vor vielen Jahren gekauft und bisher nie einen passenden Platz für ihn gefunden. Aber seit ich entdeckt habe, dass sich quasi alles an unseren Kronleuchter hängen lässt, springt er in beachtlicher Höhe über den Esstisch.

Den Beitrag verlinke ich bei FloralFridayFoto und Maleviks Rosengarten.

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Bitte um Weisheit

Herr, ich bitte nicht um Wunder und Visionen, sondern um Kraft für den Alltag. Mach‘ mich erfinderisch, damit ich mich im täglichen Vielerlei nicht verliere. Lass mich die Zeit richtig einteilen und mich herausfinden, was erst- und was zweitrangig ist. Ich bitte um Zucht und Maß, dass ich nicht durch das Leben rutsche und auf Lichtblicke und Höhepunkte achte, sowie mir Zeit für Besinnung, Erholung und kulturellen Genuss nehme.
Träume helfen nicht weiter, weder über die Vergangenheit, noch über die Zukunft. Hilf mir, das Nächste so gut wie möglich zu tun. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass im Leben nicht alles glatt gehen kann, dass Schwierigkeiten und Niederlagen, Misserfolge und Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen. Schick mir im rechten Augenblick jemand, der den Mut hat, mir die Wahrheit in Liebe zu sagen. Viele Probleme lösen sich dadurch, dass man nichts tut. Gib, dass ich warten kann.
Schenke mir wahre Freunde und lass mich diese Freundschaft wie eine zarte Pflanze pflegen. Mach aus mir einen Menschen, der einem Schiff mit Tiefgang gleicht, um auch die zu erreichen, die „unten“ sind.
Bewahre mich vor der Angst, ich könnte das Leben versäumen.
Gib mir nicht, was ich wünsche, sondern das, was ich brauche.
Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.

AMEN

 

Antoine de Saint-Exupery

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Spiel und Spaß

In der letzten Zeit habe ich so viele lustige Kindersprüche gehört, dass ich sie dringend archivieren will (während ich die Hälfte schon vergessen habe…).

Eine Erstklässlerin erklärte mir: „Wenn ich hundert Jahre alt werde, gratuliert mir Joachim Gauck.“ Am liebsten hätte ich sie zuerst für ihr Wissen gelobt und anschließend auf das aktuelle Alter von Joachim Gauck hingewiesen, das diese theoretisch korrekte Aussage revidiert. Ich habe dann beides gelassen…

Einem Zweijährigen brachte ich nachträglich zum Geburtstag einige einzeln verpackte Tiere zum Spielen mit. Er knibbelte am Geschenkpapier herum und freute sich die ganze Zeit mit „Hasi!“ auf den Inhalt. Allerdings stellte sich keins der Tiere als „Hasi“ heraus. Dennoch rief er weiter begeistert „Hasi“ und biss den Tieren vorsichtig in den Kopf. Vielleicht hatte er irgendwo den Verzehr eines Schokoladenhasen beobachtet… Als ich die Fetzen des Geschenkpapiers wegbrachte und in den Müll warf, lief er kreischend mit „Meins!!!“ hinterher und sammelte jeden Schnipsel aus dem Müll, während er sehr empört wirkte.

Einem Teeny gab ich die Aufgabe, die perfekte Stellenausschreibung für sich selbst zu schreiben. Da er gleichzeitig schnackte und schrieb, kam ich nicht dazu, die Aufgabe weiter zu erläutern. So kam seine Lösung an einer anderen Stelle heraus als geplant, ließ sich aber dennoch für eine Analyse und Rechtschreibregeln nutzen.
Ich: „Du schreibst hier, dass diese Person mit fünf verschiedenen absolvierten Universitätsabschlüssen von dir 14,- Euro pro Stunde bekommt. Also, jetzt mal grundsätzlich: Wer bekommt denn in Hamburg 14,- Euro die Stunde?“ Es stellte sich heraus, dass er keine Vorstellung von Löhnen jenseits des Mindestlohns hat. Ich erklärte, dass arme Personen in sozialen Berufen mit viel Glück (oder guten Tarifen) so viel verdienen, aber hochspezialisierte Computerprofis andere Löhne verlangen können.
Er: „Ach, ich fand, das ist voll viel, ich wollte eigentlich 13,- Euro schreiben.“ Sehr niedlich.

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