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Gott in der Natur erleben: Urlaub mit der Schöpfung

Frisch aus dem Urlaub und zurück im Corona-verseuchten Hamburg kann ich nur staunend an unsere Erlebnisse in Mecklenburg zurückdenken:
Gottes Schöpfung ist einfach großartig.
Wir wohnten in direkter Nähe zu einem Kranich-Schwarm und mehreren Storchennestern. Im Garten besuchte uns regelmäßig ein Reh, und den Fuchs verpasste ich leider, weil ich konzentriert las. So viele Vögel wie noch nie haben wir gesehen, die mir fast alle unbekannt waren. Außerdem Ringelnattern, eine Blindschleiche, mein heißgeliebter Grünspecht. Jeden Abend verdunkelte eine riesige Wolke Stare den Himmel, während es nachts endlich einmal komplett still war.


Gott ist großartig, und seine Schöpfung ebenso.
Für uns oft nicht verständlich, schwer zu fassen, als moderne Stadtmenschen von beidem entzweit: Der Stille, in der sich Gott finden lässt, und der Lebenswelt der Wildtiere. Beides bewegt sich außerhalb unserer Kontrolle; außerhalb unseres Glaubens, dass alles machbar sein müsste.
Dennoch, wie kostbar, zumindest eine kurze Zeit lang weit außerhalb von allem zur Ruhe kommen zu können.

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Kluge Lebensfragen, entdeckt in einem hundertjährigen Kinderbuch

Margarete Thiele schrieb einen Kinderbuchklassiker, der seit den 1920er Jahren viele Generationen von Kindern begleitet hat: „Was drei kleine Bären im Walde erlebten“. Ich entdeckte es in einem offenen Bücherschrank und nahm es eigentlich nur mit, um einige Illustrationen daraus zu rahmen. Als Kind habe ich die Geschichte sehr gemocht, als Erwachsene fielen mir beim Blättern diverse Fragen ein, die sich aus dem Abenteuer der Bären ergeben.
Im Inhalt des Vorlesebuchs wurden die Teddies von den Kindern bei einer Wanderung nach einem Picknick im Wald vergessen und müssen nun irgendwie nach Hause finden. Dabei helfen ihnen verschiedene Tiere, aber auch Bedrohungen lauern am Wegesrand.
Die Bilder stammen aus der Originalausgabe von Franziska Schenkel.

Wie oft hast du im passenden Moment genau die richtige Person getroffen,
die dir weiterhalf?
Oder haben sich Umstände plötzlich so verändert,
dass schwierige Situationen sich auflösten?

Wer begleitet dich durch unruhiges Fahrwasser,
wer ermutigt und unterstützt dich?
Wer beschützt dich?
Wo findest du Zuflucht?

Wer weist dich auf unkluge Entscheidungen oder ungesunde Gewohnheiten hin
– und wie gehst du damit um?
Wer darf dich korrigieren?

Wer gibt dir Flügel?
Wer inspiriert dich und fordert dich heraus?
Wer weckt deine Lust auf mutige Schritte raus aus der Komfortzone
und unterstützt dich dabei?

Wer bietet dir ein Zuhause,
wo bist du immer willkommen?

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Anders, als erhofft: Wenn sich Erwartung nicht erfüllt

Von meinem Gartentherapie-Seminar brachte ich als Teil einer praktischen Aufgabe kleine Gewürz-Tagetes mit. Dachte ich zumindest. Nun musste der begrenzte Platz in den Balkonkästen besser genutzt werden und ich füllte eine Lücke mit Thymian. Dabei legte ich versehentlich die Wurzeln der „Tagetes“ frei und stellte fest: Es sind Karotten! Zwar winzig klein, weil in den Balkonkästen so gut wie nichts die geplante Größe erreicht, aber dennoch: Sehr lecker.
Kein Wunder, dass sie erstens nicht blühen und zweitens Blätter wie Möhren haben!

Übertragen auf das Leben frage ich mich (und dich):
Wo erwarten wir Ergebnisse, die sich nie einstellen werden – einfach, weil wir von falschen Voraussetzungen ausgehen?
Weil wir der Realität nicht ins Auge sehen?
Weil wir blindlings auf eine Utopie hoffen?
Oder weil wir schlicht zu ängstlich sind, um selbst eine Entscheidung zu treffen und dann eine Veränderung herbei zu führen?

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Was bedeutet dein Name für dich? Und welche Botschaft hat er für dein Leben?

Hast du dich jemals gefragt, was dein Name bedeutet?
Aus welcher Sprache, welcher Kultur er stammt und welchen Hintergrund er hat?
Ich lade dich ein, nachzuforschen, welche Botschaft in deinem Vornamen steckt: Vielleicht von deinen Eltern bewusst bestimmt, vielleicht eher emotional aus einer Mode heraus gewählt – und dennoch ein wichtiger Teil deiner Identität, der kein Zufall ist.
Welche Bedeutung oder Wortherkunft berührt dich positiv?
Wovon fühlst du dich eher abgestoßen?

Hast du jemals Gott gefragt, welchen Namen er für dich hat?
Wie sieht er dich, wie nennt er dich?
Für mich ist es eine große Bereicherung, zu wissen, wie Gott mich ansieht und mit welcher Botschaft er mich ruft.
Du meinst, dass das Spinnkram sei? Dann probiere es selbst aus: Bitte Gott im Gebet, dir zu zeigen, wie er dich sieht. Wie er dich ruft. Welches zentrale Thema über deinem Leben steht, mit dem er dich segnet und womit du ein Segen für andere sein kannst.
Vielleicht beantwortet Gott dieses Gebet direkt mit einem Bild, einem Wort, einem Lied. Vielleicht bekommst du nicht sofort eine Antwort und bist eingeladen, deinen Wunsch immer wieder vor Gott zu bringen. Ich bin ganz sicher: Er wird dir zeigen, wer du in seinen Augen bist und welchen unendlichen Wert du hast.

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Womit beschenkt Gott dich?

Mich berührt Gott durch die Natur.
Wie auf den Fotos beispielsweise durch die Schönheit der Haseldorfer Marsch, die ich neulich mit einer Freundin besuchte.
Oder heute auf einer Parkbank, als links von mir eine Entenfamilie unterwegs war und rechts von mir drei Eichhörnchen (schwarz, braun und rot) sich gegenseitig den Stamm einer Fichte hinauf jagten. Durch die Bäume schwebte auf einmal lautlos ein riesiger Greifvogel, und das braune Eichhörnchen saß zwischenzeitig fast auf meinem Fuß. Bis es drei Meter weiter hoppelte, mich plötzlich im Nachhinein bemerkte und sich panisch hinter einem Baumstamm versteckte.

Wie berührt Gott dich?
Wann fühlst du dich komplett eins mit dir und dem Moment?
Wann erfüllt dich tiefer Friede, wann erlebst du umfassende Freude?

Wie oft klinkst du dich weit genug aus deinem Alltag aus, um solche Momente möglich zu machen?
Gott ist ein Gott der Begegnung, nicht der Hetze.
Ich merke, dass ich an meinen freien Tagen erstmal alles abarbeite, was im Posteingang landet, und wenn dann alle Kolleginnen aus allen Projekten und Verlagen ihre Antwort (und meinen Arbeitseinsatz) erhalten haben, ist oft kaum noch etwas vom freien Tag übrig… und ich habe auch kaum noch Lust, jetzt etwas „Privates“ anzufangen.
Statt diszipliniert erst dann den Tag zu genießen, sobald alle Pflicht hinter mir liegt, möchte ich lernen, meine freie Zeit primär als Freizeit wertzuschätzen.
Denn: Gott begegnet mir nur selten am PC. Umso öfter aber in anderen Umständen, wenn ich es zulasse und offen dafür bin.

Was bremst dich aus, Gott in deinem Alltag zu erleben?
Ihn in der Stille zu treffen oder in Bewegung?
Wo darfst du lernen, wieder Kind zu sein, ein Kind Gottes, statt vorher Leistung zu erbringen und nachher zu müde für die Begegnung zu sein?

 

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Kurze philosophische Gedanken für zwischendurch

Stell dich deinen Ängsten.
Lass dich nicht von irgendwelchen Bedenken abhalten.
Verbünde dich mit dem Schrecken, denn wer weiß, wohin es dich führt.

„Jeder hat heimlich Kummer, den er zu verbergen versucht“, erwiderte Emily und starrte auf den Namen der Frau, die sie nur zu gut kannte.

„Vergiss nicht“, sagte er mit einem Kuss auf jede Wange und noch einem per la fortuna, „wenn du nichts an dich heranlässt, stehst du am Ende mit leeren Händen da.“

Es waren die Menschen, die Catriona geprägt hatten, sie zu der Frau gemacht hatten, die sie wurde.
Jede zwischenmenschliche Interaktion, so geringfügig sie auch sein mag, hat einen Einfluss darauf, wer man wird.
Jedes Gespräch, jede Enttäuschung, jede Berührung verquicken sich zu einem Kuddelmuddel, das wir Leben nennen.

alle Zitate aus: „Alles Glück da draußen“ von Katherine Slee

 

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Meine „Andacht im Umschlag“ im Hamburger Abendblatt vorgestellt

In der Wochenendausgabe der größten Tageszeitung für Norddeutschland erschien heute ein Artikel über meine „Andacht im Umschlag“. Im Hamburger Abendblatt ist nachzulesen, wie ich den SeniorInnen trotz der Einschränkungen durch Corona kreative Möglichkeiten biete, Trost und Mut zu finden.
Nach einem halben Jahr ohne Gottesdienste verlor ich die Geduld und bot eigene Andachten mit Erlebnischarakter für die 330 SeniorInnen in der Wohnanlage an. Im Schichtsystem feierte ich gleich mehrfach Gottesdienst, da die Gruppen sehr klein gehalten werden mussten. Als ab November auch das nicht mehr möglich war, brachte ich 45 SeniorInnen regelmäßig eine „Andacht im Umschlag“ ins Appartement. Bis heute habe ich viele sehr positive Rückmeldungen erhalten, aber auch einzelne kritische Stimmen haben uns in einen fruchtbaren Dialog geführt.
Für Juni stehen endlich wieder Gruppenangebote auf dem Plan, sodass wir wieder zusammen beten, musizieren, schweigen, diskutieren, weinen, feiern und kreativ werden können.

Mein Manuskript unter dem Arbeitstitel „Achtsamkeit und Spiritualität mit Senioren“ befindet sich im Lektorat, das Praxisbuch für Betreuende erscheint voraussichtlich im Herbst.
Bis dahin lade ich ein, kostenlose Anregungen für eigene Gottesdienste auf der Website „Schatzkiste Seniorenbetreuung“ herunterzuladen.
Wer Spiritualität völlig besch….euert findet, entdeckt dort jenseits meiner Andachten viele Materialien für Gruppenstunden und Einzelbetreuungen.

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Fortbildungen für die eigene Persönlichkeit, nicht für den Chef wählen

Gerade komme ich aus einer Fortbildung zum Thema „Gartentherapie“ zurück und bin völlig selig.
Daher möchte ich heute dazu ermutigen, Seminare nicht (nur) danach auszuwählen, was der Arbeitgeber erwartet und was frau meint, was dem Unternehmen dient. Denn so handeln wir Frauen allgemein und besonders in schlecht bezahlten sozialen Berufen ja: Was brauchen meine PatientInnen / KlientInnen / SeniorInnen / Kinder an Fachwissen von mir?
Viel spannender finde ich die Frage: Was brauche ich?
Klar, das können Fachkenntnisse sein, um den Anschluss an die aktuelle Forschung oder bestimmte Behandlungsmethoden nicht zu verpassen.
Es kann aber auch die Suche nach dem sein, was mein Herz höher schlagen lässt – bei mir als Mensch, nicht primär bei mir als Angestellter.
Denn das, was mich im Innersten bewegt, wird beruflich eine größere Kraft entfalten als das, was ich pflichtbewusst ableiste.

Und, ganz wichtig: Wachstum passiert dort, wo ich Sehnsüchte habe, die ich ans Tageslicht kommen lasse und denen ich eine Chance auf Entwicklung gebe. Dadurch kann ich meine Prioritäten neu sortieren, frische Kraft schöpfen, mich innerlich von bestimmten Grundsätzen im Geschäftsleben abwenden und Positivem zuwenden.
Wenn ich dorthin gehe, wo mein Herz schneller schlägt, treffe ich Menschen, die das selbe bewegt. Dadurch entstehen nicht nur kostbare Kontakte, sondern auch neue berufliche Perspektiven.
Das ist doch viel besser, als sich keine Gedanken um die eigenen Potentiale zu machen und zu warten, bis wir zu einer Pflichtfortbildung verdonnert werden!

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Andachten für SeniorInnen: Hier zum kostenlosen Download

Im Alltag spüre ich bei den SeniorInnen weiterhin ein großes Bedürfnis, „die großen Fragen des Lebens“ zu klären und spirituelle Bedürfnisse zu erfüllen. Da ich mindestens ein Mal pro Monat den SeniorInnen der Residenz eine Andacht als Heft konzipiere und ins Appartement bringe, teile ich mit PädagogInnen mein Material:
Auf meiner Website „Schatzkiste Seniorenbetreuung“ können in der Kategorie „Spiritualität“ Andachten zu Themen wie Vergebung, Geborgenheit, Selbstannahme kostenlos herunter geladen werden. Natürlich stelle ich auch Beispiele für die Passionszeit, Advent, Weihnachten und den Jahreswechsel vor.
Alle Andachten enthalten Liedtexte, Bibellese, Gebete, Mitmach-Aktionen, Raum für eigene Gedanken und zum Abschluss das „Vater unser“ und einen thematisch passenden Segen. Sie können in der Senioren-Einrichtung an Interessierte verteilt werden oder als Ideenfundus für eigene Gottesdienste benutzt werden.
Ich freue mich über Rückmeldungen, wie meine Konzepte in anderen Häusern ankommen!