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Winterlicher Apfelkranz

 

Ganz offensichtlich liebe ich Kränze aus Äpfeln, wie ich angesichts der dritten Variante heute feststelle: Zuerst habe ich es mit „echten“ Äpfeln ausprobiert, die grün und unreif vom Baum fielen. Im Herbst sammelte ich kleine Zieräpfel im Alten Land und fertigte daraus einen kleinen Kranz. Und nun fand ich auf der Suche nach bestimmtem Bastelmaterial ein Säckchen mit diesen kleinen künstlichen Äpfeln im Schrank. So kann ich zum ersten Mal einen haltbaren Kranz gestalten. Er erinnert mich an winterliche Futterplätze für Vögel, wo den Tieren ja auch gern Äpfel angeboten werden.

 

 

Wie immer beim Apfelkranz ist es ganz leicht: Ausreichend dicken Draht nehmen, vorsichtig nacheinander durch die Äpfel schieben, anschließend die Drahtenden verdrehen. Die verdrehte Stelle mit farblich passendem Band umwickeln, eine Schleife binden sowie, wenn nötig, eine Schlaufe als Aufhänger.

Hier hatte ich noch einige Äpfel übrig und habe eine der Kerzenschalen von meiner festlichen Tischdekoration damit gefüllt. Auch liegend wirkt der Kranz sehr malerisch… sonst wird er an Schranktüren oder kahle Äste in der Vase gehängt.

 

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Anleitung für winterliche Gestecke

 

Heute versuche ich es mal wieder mit einer floristischen Schritt-für-Schritt-Anleitung. Der springende Punkt bei mir ist, dass ich die ersten drei bis vier Arbeitsschritte immer ordentlich per Kamera festhalte, und danach so im Flow bin, dass ich erst angesichts des fertigen Blumenarrangements wieder daran denke, ein Foto zu machen.
In diesem Fall kam dazu, dass mein Mann plötzlich im Türrahmen stand und meinte: „Schatz, wir müssen in zwanzig Minuten los!“ Während ich einen Schreck bekam: „Aber die Gestecke müssen fertig werden, und ich muss mich noch umziehen, und meine Schwester wollte wegen Druckerprobleme noch von uns irgendwas ausgedruckt und mitgebracht haben, und ich muss noch schnell zwei Grußkarten zusammenkleben und schreiben!“
Was soll ich sagen: Mit einem kleinen Trick haben wir es mehr als pünktlich zum Hauptbahnhof geschafft… Mit fertigen Gestecken, mit schicken Klamotten, ohne Druckergebnisse (unser Gerät wollte zu Weihnachten auch mal Ruhe haben…), mit dem noch heißen Kuchen meines Mannes, mit den Einzelteilen der Grußkarten sowie Klebestift und Kugelschreiber im Rucksack. Wozu fährt man denn mit dem Zug, wenn man die Zeit nicht zum Basteln und Schreiben nutzt? Eben!
Keine Ahnung, was das ist, dass Weihnachten immer die Zeit knapp wird. Immer. Auch am zweiten Feiertag noch. Und dabei denke ich Ende des Jahres grundsätzlich, „wenn ich erstmal frei habe, dann liege ich nur noch schief im Ohrensessel und lese ein Buch nach dem anderen“: Ha! Ha! Nie passiert das! Stattdessen ist immer irgendwas Hektisches los!

 

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Anleitung:
Wie immer fangen wir damit an, Steckschaum in passende Stücke für die Gefäße zu schneiden. Während dessen lassen wir Wasser ins Waschbecken laufen. Dann legen wir den Steckschaum auf das Wasser im Waschbecken, damit es sich vollsaugen und nach unten sinken kann. Sobald sich das Steckmoos vollgesogen hat, ummanteln wir es mit Efeublättern und lassen es vorsichtig in die Gefäße rutschen. Da ich hier durchsichtige Glasgefäße hatte, bei denen das Steckmoos unsichtbar sein sollte, ist der Schritt als Grundlage wichtig. Wer undurchsichtige Schalen benutzt, kann den Schritt auslassen.

 

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Als nächstes wird eine ungerade Zahl Efeublätter rund um den Gefäßrand gesteckt, um eine Basis zu bilden. Damit wird der hässliche Übergang vom Steckschaum zum Gefäß verdeckt.
Danach platziere ich jeweils eine Spitze eines Rhododendronastes in die Mitte des Gestecks. Zwischen die Rhododendronblätter stecke ich kleine Buchszweige und Beerenzweige.
Zum Schluss verteile ich künstliche Äpfel am Draht und Spiegelbeeren (Weihnachtskugeln am Draht) im Arrangement. Wer es „nur“ winterlich haben möchte, kann statt der Spiegelbeeren Walnüsse weiß bemalen und auf Draht zwischen die Blätter stecken. Auch kleine Dekorationen wie Schneeflocken oder Schneemänner können hier ihren Platz finden. Eigentlich wollte ich noch jeweils eine kleine, schmale Kerze einarbeiten, das habe ich vor lauter Flow vergessen…

 

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Bunte Karten mit Schneeflocken

 

Mit der Schneeflocken-Stanze habe ich die Verpackung von Schokoküssen zerlegt: Innen sind sie nämlich so schön silbern und die Pappe ist dick genug, damit die Äste der Schneeflocken plastisch wirken.  Streu-Glitzer in Form von roten Sternen und Schneeflocken setzt weitere Glanzpunkte, frei nach dem Motto „Viel hilft viel“. 😉 Da sie nicht explizit weihnachtlich aussehen, lassen sie sich auch noch als Neujahrs-Wunsch oder Geburtstagskarte im Januar verschicken.

 

 

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Weihnachtswald auf dem Esstisch

 

Ein Nachmittag zu zweit im Advent:
Draußen ziehen sich nach einem hellen Vormittag wieder die Wolken zu einer dichten Decke zusammen, drinnen sitzen wir in unserem kleinen Weihnachtswald.

 

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Der Ast einer im Sturm umgestürzten Kiefer liegt mittig auf dem Tisch. Darin versteckt haben sich kleine Kerzen und rote Kugeln.
Die roten Kerzen fixierte ich mit ein paar Tropfen Wachs in kleinen, durchsichtigen Glasschalen. So stehen sie sicher und der „Unterbau“ bleibt weitgehend unsichtbar.

 

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Die weißen „Alltagsteller“ („Lanzette weiß“ von Thomas, vintage) habe ich auf einen Teller mit grünem Muster gestellt („Fasan“ von Villeroy & Boch, vintage). So wirkt das Gedeck gleich viel eleganter, selbst wenn der große Essteller nur als Platzteller verwendet wird. Sonst würde auf dem kleinen Teller die Vorspeise Platz finden und zum Hauptgang der große Teller gefüllt.

 

 

Thuja oder Zypressen in Töpfen halten wesentlich länger als klassische Adventskränze, die in der warmen Wohnung schnell austrocknen. Dafür duften frische Tannenzweige natürlich stärker… Die Minibäume kann ich mit den Töpfen immer wieder anders arrangieren, allein oder in der Gruppe, auf der Fensterbank oder dem Tisch. Sie bilden mit gläsernen Tannenbäumen einen Märchenwald, aus dem pinkfarbene Hirschköpfe schauen. Ein dickes Stück Rinde einer uralten Eiche dient als Schale für diverse glänzende Kugeln.

 

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Wie immer wird die Tischlampe am Kopfende von Kerzen umrahmt, Häuser aus Blech unterstützen die märchenhafte Atmosphäre.

 

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Unsere großen Buchenzweige, die lange die Ecke hinter der Teakbank füllten, konnte ich nicht mehr sehen. Jetzt stehen dort wesentlich schlichtere Birkenzweige, die ich mit Schneeflocken und anderen silbernen Anhängern schmückte.

Den ersten Teil der Dekoration, genannt „Weihnachtsbaum an die Küchenwand geklebt“, habe ich hier vorgestellt.

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Kiefernzweig + Klebeband + Küchenwand = Wunderbarer Tannenbaumersatz

 

Was tun mit einer typischen Hamburger Küche, die zum Einrichten sehr sparsam dimensionierte Möbel braucht und sicherlich keinen Raum für weihnachtliche Dekoration hat?
Mir fiel eine wunderbare Idee ein:
Einen großen Kiefernzweig eines Opfers der letzten Stürme aus dem Wald mitbringen und mit durchsichtigem Paketklebeband an die Fliesen kleben. Mit modernen Hirschanhängern in grellem Pink und trendigen Kugeln in tiefem Weinrot schmücken.
Schwuppdiwupp, schon kann der vertikale „Küchentannenbaum“ bewundert werden! Braucht keinen Platz, bringt ironisches Flair in die Küche und sorgt für eine Runde Glanz und Gloria.

 

 

Our kitchen is too tiny to decorate for christmas. So I had the idea of sticking a branch of a pine (victim of one of the last storms) to the tiles. With pink antlers and christmas bulbs in dark red it´s like a christmastree plastered at the wall… A bit ironically but glittering.

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Silbergrau mit etwas Grau: Türkranz für den Winter

 

Im Sommer zeigte ich bereits den Türkranz aus gewundener Birkenrinde, damals Ton-in-Ton mit Schmetterlingen.
Für den Winter nahm ich die Schmetterlinge ab und befestigte einfach drei Sterne auf und unter dem Kranz. Farblich heben sie sich kaum von der Birke ab, durch den silbernen Schimmer und die üppigen Satinschleifen lebt die Dekoration von der Textur.

 

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Zarte Tischdekoration zur Einstimmung in den Advent

 

Der erste Advent ist ein sanfter Einstieg in die vor uns liegende Zeit, in der wir uns darauf vorbereiten, dass Weihnachten Gottes Ankunft in unserer Welt gefeiert wird.
Zur Einstimmung genügen ein erster silberner Stern und die letzten Blüten des Jahres. Hell, freundlich und eher zurückhaltend. Mit dem harzigen Duft der Thuja kündigt sich die Vorweihnachtszeit an.

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Stricken ist nicht meine Stärke. Wie ich dennoch das Beste draus machte

 

Vor über zehn Jahren kaufte ich mir ganz wunderbare Wolle und strickte drauf los. Beim besten Willen weiß ich nicht mehr, was ich damit vorhatte, jedenfalls lagerte hier seit Langem ein Stück gestrickten Gewebes ohne Sinn und Verstand. Ich erinnere mich tatsächlich noch an den letzten Plan, was daraus werden sollte, der offensichtlich nie umgesetzt wurde. Nun hieß es, das Stück entweder zu verwenden oder zu entsorgen. Zum Glück kam mir der Gedanke, es in eine Kissenhülle zu verwandeln, die in diesem Haushalt schließlich ständig produziert, gewechselt und aussortiert werden…  😉 Ein verbliebenes Wollknäul benutzte ich, um aus dem großen Stricklappen durch eine Naht mit der Hand tatsächlich eine ansehnliche Kissenhülle zu fabrizieren. Da natürlich das Sortiment vorhandener Kissenhüllen nicht mit der neuen harmoniert, versammelte ich eine herbstliche Mischung nicht zusammen passender Kissen auf der Teakbank. Hat auch seinen Charme…
So gefällt mir das ursprüngliche Zufallsprodukt sehr gut.

Und die Moral von der Geschicht:
Stricke ohne Können und Plan nicht, sonst machst du eines Tages ein ratloses Gesicht.

 

Alle drei Kissenhüllen sowie die Tischdecke sind selbst genäht.

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Tischdekoration im November: Zwischen Herbst und Winter

 

Im November sind die schönen Seiten des Herbsts meist vorbei: Wärmende Sonnenstrahlen, die durch die Wolken dringen, und farbiges Laub zum Leuchten bringen. Stattdessen viel Nebel, Nieselregen, verwaschene Farben mit hohem Grauanteil.
Meine Tischdekoration für den November besteht aus Fundstücken eines Spaziergangs: Letzte grüne Triebe, dunkelrote Blätter des Perückenstrauchs, ein goldbraunes Ahornblatt, silberne Samenstände und Lärchenzapfen. Astern halten als letzte Blumen im Garten oft bis zum Frost durch, auch sie finden an unserem Tisch Platz.

 

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Durchhalten oder auftanken?

Manchmal spüren wir, wie die eigene Kraft nicht mehr ausreicht. Wir sind müde, innerlich leer gelaufen, leben mit Tunnelblick, trauern um verlorene Träume. Ob es aggressive Vorgesetzte sind, der Nachbarschaftsstreit, die anhaltende Spannung in einer Beziehung, eine chronische Krankheit oder Arbeitslosigkeit: Irgendwann ist der Sprit verbraucht. Auf den letzten Metern der Parole „Durchhalten“ rollen wir nur noch aus dem Reservetank. Und auch der fällt bald trocken.
Und dann?
Für alle, die sich nach neuem Mut und frischer Energie sehnen, versammle ich Gedanken und Impulse, von denen ich hoffe, dass sie euch weiterhelfen.

  • Manchmal ist das, was wir am Dringendsten brauchen, Gebet. Und das, was wir in solchen Momenten am Wenigsten schaffen, ist: Gebet. Weil wir schon so lange versuchen, es allein zu wuppen. Zu beweisen, dass wir noch lange nicht aufgeben, bringt uns oft eher weg von Gott. Weil wir uns, je müder wir werden, umso mehr bemühen, aus eigener Kraft ans Ziel zu kommen. Oder wenigstens den nächsten Tag zu überstehen. Wenn uns außer „Scheiße Gott, das war so nicht abgemacht“ kein tröstender Gedanke kommt, helfen manchmal die Lieder, Gedanken und Gebete anderer Menschen. Wir sind weder die Ersten, noch die Letzten, noch die Einzigen, die glauben. Auch wenn es sich im Alltag oft so anfühlt… So viele sind vor uns unterwegs gewesen und so viele gehen (unsichtbar) mit. Darum lassen wir andere für uns singen und beten – und sei es ganz unromantisch über Lieder aus dem Internet, die wir beim Frühstück zu Aufmunterung laufen lassen:

Das, was ich brauch, bist du

Du tust im Innern meiner Seele gut

Du machst alles neu (Koenige & Priester)

Du liebst und machst alles neu (Hillsong)

Mit allem was ich bin, will ich dich loben

  • Auch, wenn gesunde Ernährung gerade dann besonders wichtig ist, wenn es hart auf hart kommt: Manchmal tut es gut, Gelüsten nachzugeben. Ob es die Sehnsucht nach einem besonders raffinierten Stück Kuchen vom Konditor ist, ein Mittagessen aus Kindheitstagen oder einfach die sprichwörtlichen Chips auf dem Sofa. „Comfort food“ (Wohlfühlessen) ist gerade in aller Munde. Obwohl es sich nicht als ernsthafte Ernährung eignet: Auch die Seele möchte gefüttert werden, neben guten Worten und Berührungen kann das ganz praktisch ein „Sehnsuchtsessen“ sein. Bratäpfel an dunklen Winterabenden zum Beispiel…
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  • Dem Körper etwas Gutes tun: Einen Spaziergang unternehmen, sich in der Therme durchwärmen und treiben lassen, eine Massage gönnen, miteinander kuscheln, tanzen gehen. Auch eine Kleinigkeit wie ein abendliches Fußbad als Einschlafhilfe tut wohl.
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  • In der Bibliothek ein Buch der Lieblingsautorin vorbestellen oder aus dem Buchladen besorgen. Mit einem feinen Tee oder Kaffee, Obst und Gebäck im Sessel einkuscheln und für die nächsten Stunden einfach abmelden. Wer mehr auf die musikalische oder cineastische Seite gehört, tauscht in der „Wirkstoffkombination“ einfach das Buch gegen ein Medium nach Wahl…
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  • Fotos aus dem letzten Urlaub anschauen und in Erinnerungen schwelgen. Auch alte Alben aus Kindheitstagen können schöne Erinnerungen wachrufen. Und damit positive Gedanken anstoßen, die wir so dringend brauchen.
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  • Humor bewahren: Sketche von Loriot lesen, alte Videos über die Kleinkinder von damals anschauen, mit Freundinnen Witze austauschen. Laut Lieder singen bringt ebenfalls Schwung in den Alltag.