aufmerksam, kreativ

Kostenlose Vitamine sammeln: Giersch-Salat und -Dipp

Im Frühling wacht unser Hunger auf Vitamine wieder auf – an manchen Tagen fühle ich mich wie ein Kaninchen, das kaum genug von grünen Blättern bekommen kann! Inzwischen kommen viele Salate wieder aus regionalem Anbau, dennoch lohnt es sich, Vitamine kostenlos und super frisch als Wildkräuter zu verwenden.
Während es seit Tagen stürmte, machte ich mich heute auf den Weg, um Giersch als Wildsalat zu sammeln. Unterwegs kam ich an frischen Brombeertrieben vorbei, von denen ich einige als Basis für einen fruchtigen Tee pflückte. Zwischen den Eichen wuchsen überall Maiglöckchen, die aus der Ferne mit Bärlauch verwechselt werden können – genießbaren Bärlauch entdeckte ich nicht.

Regeln beim Sammeln von Wildkräutern:
– Abseits von Straßen, Hunden, landwirtschaftlichen Giften sammeln (ich gehe grundsätzlich auf den Friedhof)
– Nur Kräuter mitnehmen, die wir garantiert kennen
– Pflanzen wachsen lassen, jeweils nur wenige Blätter pro Pflanze abknipsen
– Nur so viel sammeln, wie tatsächlich verbraucht wird
– Die meisten Kräuter werden vormittags geernet, nachdem der Tau getrocknet ist und bevor die Temperaturen steigen

Es lohnt sich primär, die jungen Triebe zu sammeln, da sie saftig, mild und aromatisch sind. Später werden bei vielen Wildkräutern die Blätter fester und zäher.
Der Giersch sollte umgehend verarbeitet werden, beispielsweise mit Naturjoghurt als Dipp oder mit Vinaigrette (Essig-Öl-Dressing) als Salat. Ein Omelette mit Champignons und Pellkartoffeln dazu – traumhaft!

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Schlemmen rund um den Plöner See

Nachdem wir uns im ersten Artikel „Sport rund um Plön“ verausgabt haben, folgt heute logischerweise der extrem wichtige Programmpunkt „Schlemmen“, der den Urlaub erst lustvoll macht.
In der Räucherei Lasner kauften wir Maränen, eine spezielle Fischart, die nur in bestimmten Seen Deutschlands vorkommt und den Juni und Juli über gefangen wird. Ein Genuss!

Auf dem Gelände der Räucherei in Ascheberg, direkt am See, wird auch Mittagessen serviert – die Preise sind leider nicht angemessen, daher rate ich nur zum Einkauf in der Räucherei. Abends Fisch auf’s Brot, zusammen mit frischen Tomaten und Gurken – wunderbar!

Wirklich guten Käse kauften wir im Käsehof Biss zwischen Dersau und Kalübbe, der auch diverse andere Produkte vertreibt. Sie stammen zum Teil aus der Region, viele aber auch aus Süddeutschland. Schade, es gibt so viele kleine Manufakturen im Norden! Die Kühe der dazu gehörenden Milchhöfe werden leider nicht (oder nur teilweise) draußen gehalten, die Milch ist nicht biologisch hergestellt. Die Ställe, die wir in der Umgebung sahen, wirkten aber in Ordnung – auch, wenn wie fast überall die Kälber getrennt gehalten werden.
Warum ich den Käsehof trotz dieser Einschränkung empfehle: Die Produkte schmecken hervorragend!

Positiv überrascht waren wir von dem konsequenten Hygienekonzept in „Brooks Cafe Achter de Mur“ in Bosau. Die Frauen im Service hatten „den Laden voll im Griff“ und waren gleichzeitig sehr bemüht, dass es allen Gästen gut ging. Die Torten sind köstlich, riesig und der Preis dafür sehr angemessen. Die Quiche mit kleinem Salat schmeckte ebenfalls gut, sodass auch LiebhaberInnen herzhafter Speisen auf ihre Kosten kommen.

Wer mit dem Rad oder der 5-Seen-Fahrt nach Malente kommt, sollte in der Villa Colonial direkt über dem Dieksee einkehren:
Mein Mann genoss einen hervorragenden vegetarischen Burger und ich musste aus-nungs-weise sehr dringend eine Currywurst essen.

Und für alle, die diesen Artikel bisher viel zu ungesund fanden:
Auf dem Stockseehof pflückten wir Himbeeren auf der Plantage, zusammen mit Naturjoghurt und ggf. weiteren Früchten eine wunderbare Sportler-Mahlzeit!

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Hej, hej, Midsommar!

Midsommar wird nicht nur in Schweden gefeiert, auch die Dänen sind mit „Sankt Hans Feuern“ am Strand dabei. Die Norweger, die ihre Sprache ja ursprünglich von den Dänen übernommen haben, haben auch die Mittsommertraditionen adoptiert. Dabei ist „Sankt Hans“ der skandinavische Name für Johannes den Täufer, dessen Geburtstag gedacht wird. Auch in Finnland wird die kürzeste Nacht des Jahres mit großen Feuern und Saunabesuchen gefeiert.
So oder so präsentiere ich Ideen zur Gestaltung eines Midsommar-Fests:

  • Draußen sammeln wir im Garten, am Wegesrand oder im Wald Sommerblumen, Gräser und Farn. Daraus arrangieren wir zu Hause kleine Wiesensträuße und winden uns Blumenkränze, die in Schweden durchaus auch von Männern getragen werden.
  • Neben massenhaft Kuchen, am liebsten mit Erdbeeren und Sahne, gibt es Heringssalat und kleine Pellkartoffeln. Die dänische Variante besteht aus kaltem Braten mit Remoulade.
  • Eine Etagère füllen wir mit Rosen, um den Sommer besonders intensiv zu zelebrieren und die Massen von Essen, die auf den Etagen unter und über den Blumen warten, etwas zu kaschieren. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung habe ich hier veröffentlicht.
  • Nach dem Schlemmen folgt eine Runde Frisbee spielen oder ein Spaziergang oder Boule auf dem Rasen.
  • Die langen, hellen Abende genießen wir auf der Terrasse, tanzen, spielen auf der Gitarre und singen dazu oder zünden ein Lagerfeuer an und machen Stockbrot, wenn es eher ein kühler Tag ist.
  • Die passende Musik: Vi elsker vort land (dänisch: Midsommerlied), Sommartider (schwedisch: Sommerzeit), Var ska vi sova i natt (schwedisch: Wo sollen wir heute Nacht schlafen?), Inget stoppar oss nu (schwedisch: Nichts stoppt uns jetzt mehr), das Volvo-Lied (dänisch), Hej hej Monika (schwedisch: Hallo, hallo Monika),   Jag vil vara din Margareta (schwedisch: Ich will dein sein, Margareta). Und der absolute Hit aus unserem Finnlandurlaub letztes Jahr: Diese schreckliche Werbung, die schon wieder gut ist. Und offensichtlich bereits Kultstatus in Finnland hat. Kesä on kreisi!

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Frühstück im Frühlingsgarten

Zum Glück habe ich es eine Woche lang nicht geschafft, die Blumen vom Wochenmarkt einzupflanzen: Weder auf dem Balkon noch in Tonschalen neben der Haustür.
Deshalb kann ich die Hornveilchen, Bellis und das Schleifenkraut nach drinnen holen und auf dem Esstisch dekorieren.

Meine Freundin ist noch mit den Brötchen und dem Baby quer durch Hamburg unterwegs, solange kümmere ich mich um das Rührei, den Obstsalat und eine Schale Naturjoghurt mit Blaubeeren und Crunchymüsli. Honig, Marmelade, Käse, Wurst und Konsorten warten noch abseits auf einem Tablett.


Da ich eifrig meine Blumentopfsammlung ausmiste, fehlte mir für das orangefarbene Hornveilchen ein Topf. In graues Papier eingeschlagen, wirkt es wie frisch im Blumenladen gekauft.


In den Birkenästen hinter dem Mini-Garten hängen die ersten Ostereier. Den großen Eierkranz stelle ich inklusive Anleitung demnächst noch vor.


Am Tischende leben die Hornveilchen mit einer Zimmerpflanze, die hier immer steht, in friedlicher Koexistenz. Baumwurzeln und polierte Kieselsteine sorgen für das Gartengefühl.
Alle Kissen habe ich bis auf das Exemplar mit den Schmetterlingen selbst genäht.

Verlinkt mit Samstagsplausch

aufmerksam

Zeit zum Abschalten und Genießen


„Nimm dir Zeit zum Lachen, es ist die Musik der Seele.

Nimm dir Zeit, freundlich zu sein, es ist der Weg zum Glück.
Nimm dir Zeit, zu lieben und geliebt zu werden,
es ist der wahre Reichtum des Lebens.“

nach einem alten irischen Gebet

Und Zeit für den Genuss, der besonders wertvoll ist, wenn unsere Situation scheinbar alles andere als passend dafür ist:
Im Stress, im Streit, in Sorgen und Zukunftsfragen…

Verlinkt mit Freutag

aufmerksam, glaubhaft

Wie die Lilie auf dem Feld

„Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer tägliches Leben – darum, ob ihr genug zu essen, zu trinken und anzuziehen habt. Besteht das Leben nicht aus mehr als nur aus Essen und Kleidung?
Schaut die Vögel an. Sie müssen weder säen noch ernten noch Vorräte ansammeln, denn euer himmlischer Vater sorgt für sie. Und ihr seid ihm doch viel wichtiger als sie.
Können all eure Sorgen euer Leben auch nur um einen einzigen Augenblick verlängern? Nein.
Und warum sorgt ihr euch um eure Kleider? Schaut die Lilien an und wie sie wachsen. Sie arbeiten nicht und nähen sich keine Kleider.
Trotzdem war selbst König Salomo in seiner ganzen Pracht nicht so herrlich gekleidet wie sie.
Wenn sich Gott so wunderbar um die Blumen kümmert, die heute aufblühen und schon morgen wieder verwelkt sind, wie viel mehr kümmert er sich dann um euch? Euer Glaube ist so klein!
Hört auf, euch Sorgen zu machen um euer Essen und Trinken oder um eure Kleidung.
Warum wollt ihr leben wie die Menschen, die Gott nicht kennen und diese Dinge so wichtig nehmen? Euer himmlischer Vater kennt eure Bedürfnisse.
Wenn ihr für ihn lebt und das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen macht, wird er euch jeden Tag geben, was ihr braucht.
Deshalb sorgt euch nicht um morgen, denn jeder Tag bringt seine eigenen Belastungen. Die Sorgen von heute sind für heute genug.“
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aus der Bibel, Evangelium des Mathhäus, Kapitel 6, die Verse 25-34
Ich freue mich darüber, dass Gott uns verspricht, uns in jeder Hinsicht zu versorgen.
Dennoch falle ich oft auf typisch menschliche Verhaltensweisen zurück: Ich glaube, alles allein zu schaffen und schaffen zu müssen. Ich überschätze meinen Aktionsradius und unterschätze Gottes Allmacht. Mein Vertrauen darin, dass Gott es gut mit mir meint, reicht oft nur von zwölf bis Mittag.
Umso schöner, wenn mich eine Lilie an seine Versprechen erinnert.
Verlinkt mit Freutag.
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Reisebericht: Dublin kulinarisch entdecken

Dublin ist die Hochburg der köstlichsten Sandwiches in allen Variationen. Und die Hochburg der krassesten Kuchen. Was sich wunderbar kombinieren lässt, wenn dem Magen dazwischen einige Stunden Pause gegeben werden…

Das beste Sandwich, das oben zur Hälfte abgebildet ist, aß ich bei „Brother Hubbard“ (153 Capel Street). Das Bistro serviert nahöstliche Küche, von der ich eher weniger mitbekam, aber gut. Leider war es in dem großen, verwinkelten Raum sehr laut. Wirklich sehr laut, selbst das Besteck aus der Küche hörte ich am anderen Ende des Bistros ohrenbetäubend klappern. In der Harrington Street gibt es eine weitere Filiale.
Weitere sehr gute Sandwiches bietet die Gastronomie in der „Dublin City Gallery The Hugh Lane“ an. The Hugh Lane ist Dublins Museum für moderne Kunst, sehr zu empfehlen. Das angegliederte Café ist klein und hell mit einem grünen Innenhof.

Ständig lauern unterwegs reizende Cafés mit den ausgefallensten Kuchenkreationen. Hier stützen große Bücherstapel im Schaufenster die Auslage, die aus einfachen Brettern besteht. Die Köstlichkeiten haben natürlich ihren Preis, drei Stück zum Mitnehmen und zu Hause teilen liegen schnell bei 11,- Euro.

Wer um derartige Versuchungen einen Bogen machen möchte: Überall in der Stadt eröffnen immer mehr Salat-Bars unter dem Namen „Chopped“. Diverse Salate mit vielen extra Zutaten und ausgefallenen Dressings stehen auf der Karte, ebenso können die BesucherInnen sich einen Salat selbst zusammenstellen. Große Portionen zu sehr fairen Preisen, gut zum Mitnehmen auf ein Picknick oder für ein unkompliziertes Abendessen in der Ferienwohnung.

In einem Pub aßen wir natürlich auch, dazu suchten wir uns mit dem „Stag´s Head“ (Dame Court) das traditionellste und berühmteste aus. Am späten Mittag aßen wir bei überraschend ruhiger und entspannender Atmosphäre. Hier fiel ich zum ersten Mal auf den Begriff „Bacon“ herein und nahm an, es würde sich um Speckstreifen handeln. Nein, es waren drei üppige Scheiben Kassler, die von Wirsingkohl flankiert wurden und unter sich einen Berg Kartoffelpüree versteckten.

Mehr Gaumenfreude in Form von Torten und Muffins bietet „Queen of Tarts“ in der Dame Street an. Hier kaufte ich auch das erste „Hot Cross Bun“, von dem ich in meinen schottischen Büchern schon jede Menge gelesen hatte. Es sind im Endeffekt Zimtbrötchen mit einem Kreuz aus Zuckerguss, um an dieser Stelle das Rätsel zu lösen…
Weitere Reiseberichte: Dublin im Frühling, von Dublin nach Howth und zu den Powerscourt Gardens.

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Zwei wunderbare Bücher über Gastgeberinnen und ihre Geheimnisse

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In den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr ist Schmökern eine der schönsten Beschäftigungen, finde ich. Zwei wunderschön bebilderte Bände möchte ich hier vorstellen:
Manuela von Perfalls Buch „Willkommen bei großartigen Gastgeberinnen“ stellt interessante Frauen und ihre Art der Gastfreundschaft vor. Wie leben sie, wie gestalten sie ihren Alltag, wie zelebrieren sie Feste? Welche Gestaltungsideen teilen sie und welche Traditionen haben sie entwickelt? Sehr anschaulich und abwechslungsreich!

Das zweite Buch ist vorrangig ein Bildband. „Gäste empfangen“ von Nathalie Soubiran und Karine Villame zeigt diverse Esszimmer und Tischdekorationen. Auch attraktiv eingerichtete Wohnküchen und Sitzplätze im Freien werden vorgestellt. Sehr französisch, nicht für jede Leserin alltagstauglich, aber schön anzusehen…

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Sommerliches Frühstück mit Damen

Frühstück mit Damen

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Eine Freundin lud ich zum Frühstück ein. Am Abend zuvor war ich erst sehr spät von einem floristischen Workshop im Hamburger Umland nach Hause gekommen, sodass ich mir um die Tischdekoration noch keine Gedanken machen konnte.
Am Morgen schaute ich im Wohnzimmerregal nach interessanten Objekten, die sich mit wenigen Handgriffen in ein einladendes Ambiente verwandeln lassen. Da fielen mir die Büsten der beiden Damen ins Auge, die ich an den beiden Kopfenden des Tischs platzierte: Schon stand das Thema „Frühstück mit Damen“. Stilisierte Pinienzapfen in ähnlicher Optik sowie Teelichtgläser und Becher in Grau schufen schnell einen schönen Rahmen.

 

Frühstück mit Damen 5

 

Mittig platzierte ich das Tischgesteck vom vorherigen Abend, dazu deckte ich mit Tellern des Service „Fasan“ von Villeroy & Boch. Elegant, romantisch und sommerlich zugleich wirkt das Porzellan: Dazu boten sich Tassen in ähnlichem Dessin und natürliche Akzente wie die Kirschen über dem Wasserglas und frische Zweige im Serviettenring an.

 

Frühstück mit Damen 2

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Cerealien, Früchte, Joghurt und Ähnliches servierte ich in vielen kleinen Glasschalen. Da die Damen recht exzentrische Persönlichkeiten sind, bot ich außerdem Popcorn und kleine Waffeln zum Frühstück an. Neulich las ich, ziemlich müde, einen Artikel. Statt „asketisch“ las ich „ekstatisch“, was eine Menge aussagt, denke ich… In diesem Sinne: Popcorn am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen 😉

 

Frühstück mit Damen

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Endlich weihte ich meine wunderbare neue Vase ein, die so fantastisch mit dem pfirsichfarbenen Tischtuch harmoniert und elegant glänzt… Die Rosen und Mageriten sind die Reste zweier Blumensträuße, die neu arrangiert wieder ganz wunderbar aussehen.

 

Frühstück mit Damen 3

 

Den Beitrag verlinke ich mit CreaDienstag, DienstagsDinge, HandmadeOnTuesday, FloralFridayFotos, Maleviks Rosengarten und DekoDonnerstag.

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Miteinander essen, das kann schön sein

Von einer wunderbaren Idee las ich kürzlich in einem Magazin für Norddeutschland:
Susanne Kollmann organisiert im Rahmen eines Projekts Blind Dates zwischen Deutschen und Syrern, die in teilnehmenden Restaurants in Kiel mit syrischen Gerichten verwöhnt werden. Entstanden ist die Idee angesichts der Kriegsbilder aus Syrien, inzwischen wurde die Aktualität durch die Flüchtlingsströme geradezu überholt.
Während des gemeinsamen Essens geht es darum, mehr über den Alltag von Syrern zu erfahren: „Wie riecht Syrien? Welches Aroma verbindest du mit deiner Stadt? Was bedeutet für dich Heimat? Wer sind die Menschen, mit denen du über deine Zukunft sprichst?“

Die eingeladenen SyrerInnen erfahren Interesse und Anteilnahme an ihrer Geschichte. Die Deutschen erleben in einem Blickwinkel jenseits der Berichterstattungen den Alltag der SyrerInnen: Den Alltag „vorher“ und den Alltag „heute“. Beide sind zu Gast. Die einen schmecken heimische Speisen, die deutsche Köchinnen und Köche so original wie möglich versucht haben zuzubereiten (auch eine Form der interkulturellen Auseinandersetzung). Die anderen probieren zum ersten Mal Gerichte, die sie bisher nicht kannten.
Zusammen dokumentieren sie ihr Treffen mit einer gemeinsam beschrifteten und bemalten Serviette.
Daraus entsteht eine Ausstellung rund um eine interaktive Tafel im Kieler „Kunstraum B“.

Die Überschrift stammt aus dem Tischlied „Miteinander essen, das kann schön sein. Froh zu Tische sitzen, lieben wir. Gaben lasst uns teilen und auch noch verweilen, schön, dass wir zusammen sind“.
Text und Musik von Wolfgang Longardt, hier zitiere ich die erste Strophe.