aufmerksam, feminin, glaubhaft

Buchempfehlung: „Unterwegs mit dir. Vier Frauen auf einer Glaubensreise“ von Sharon Garlough Brown

„Auf jeden Fall,“ fuhr Emily fort, während sie sich auf der Bank zurücklehnte und tief durchatmete, „hatte eine der Frauen eine wirklich großartige Metapher. Sie sagte, es käme ihr so vor, als gäbe es in uns einen großen Abfalleimer. Wir entsorgen unseren Giftmüll darin, decken in mit einem Zierdeckchen ab und tun so, als hätten wir alles unter Kontrolle. Je mehr ich darüber nachdenke, desto stärker wird mir bewusst, wie oft ich mich hinter einer pseudochristlichen Maske verstecke. Aber Jesus lädt mich ein, einfach ich selbst zu sein, das Schlechte anzusehen und es dann loszulassen. Ich kann dir gar nicht beschreiben, wie befreiend es ist, vor diesen Frauen – diesen Schwestern im Glauben – meine Schwächen und mein Versagen zuzugeben. Ich brauche nicht so zu tun, als hätte ich alles im Griff. Niemand hat das. Das ist ein unfassbar befreiendes Gefühl.“
Sie trank einen großen Schluck aus ihrer Wasserflasche. „Wenn ich an die stressigen Jahre zurückdenke, und daran, wie sehr ich mich unter Druck gesetzt habe und wie ich krank geworden bin, weil ich perfekt sein wollte… na ja, du weißt es ja, Charissa…“ Ihre Stimme verklang. „Ich bin so froh, dass Jesus mich gefunden hat. Wo wäre ich ohne Jesus?“

Hannah:
Ich bin zornig auf Gott. Ich bin enttäuscht und zornig und fühle mich betrogen. Früher habe ich den Menschen geraten: „Gebt euren Zorn an Gott ab. Er kann damit umgehen!“ Und was habe ich getan? Ich habe ihn gehortet. Sorgfältig gehortet. Ich bin eine Heuchlerin. Und nun, da er heraus ist, was mache ich jetzt? Ich kann mit niemandem darüber reden. (…) Ich weiß nicht, an wen ich mich sonst wenden kann. Und ich würde ja sagen: „Hilf mir, Herr!“, aber im Augenblick rede ich nicht mit ihm.

Der leuchtende Sonnenuntergang weicht dem Grau der Dämmerung, und alles liegt in Schutt und Asche. Alles.

Die Lebenswege von vier Frauen kreuzen sich, als sie sich in einer Gruppe treffen, die eine geistliche Reise wird: Ins eigene Herz und zu Gott. Sie sind getrieben von Leistungsdenken, Perfektionismus, Scham oder Angst. Jede Frau hat ihre eigene seelische Baustelle, in denen sich die Leserin wiedererkennt. Der Roman stellt sowohl die Lebensgeschichten der Frauen und ihre innere Verwandlung vor, als auch Übungen zur Vertiefung des Glaubens.
Ein spannendes, weises und lebensnahes Buch, das ich aus ganzem Herzen weiterempfehle!

 

aufmerksam, feminin, glaubhaft

Du bist es wert, von Gott geliebt zu werden und in Fülle zu leben

So sah vor einigen Tagen der Sonnenaufgang bei uns aus:
Hinter einer dunklen, undurchdringlichen Wolkendecke kamen weit oben am Himmel Sonne und strahlendes Pink und Blau hervor.
In unserem Leben sieht es oft ähnlich aus: Wir starren auf Barrieren und Hindernisse, die uns undurchdringlich erscheinen. Wir fühlen uns mutlos und verlassen oder von anderen bedrängt und bedroht. Oft merken wir gar nicht, dass wir von dunklen Mächten umzingelt werden. Wir lassen den Kopf hängen und uns von dem undurchdringlichen Dunkel entmutigen. Viele Konflikte nehmen wir persönlich und arbeiten uns daran ab, statt hinter die Kulissen zu schauen und festzustellen, dass der Teufel uns wehrlos und klein machen will.
Währenddessen strahlt die ganze Zeit eine Etage höher Gottes Licht. Seine Wahrheit, Liebe, Freiheit und Hoffnung strahlen die ganze Zeit heller und kraftvoller als die Sonne. Doch wir lassen uns von demjenigen beeindrucken und ängstigen, der ausgeklügelte Lügen als Kulisse dazwischen schiebt: „Du bist es nicht wert“, „Du hast schon wieder versagt“, „Alle anderen wussten, dass du es nicht packst, aber du bist ja sogar zu doof, um rechtzeitig aufzugeben“, „Dein Leben wird sich nie zum Besseren verändern, weil du es nicht verdienst“.
Wir glauben diesen ganzen Scheiß, jeden Tag auf´s Neue. Statt die Augen zu heben, hinter die Kulissen zu schauen und Gottes ewige Liebe im strahlend hellen Licht der Hoffnung zu sehen, bleiben wir mit unserem Blick an der manipulierten Oberfläche kleben.

Ein uraltes Lied von Gerhard Tersteegen fasst es sehr schön zusammen:

Ich schließe mich aufs Neue
in deine Vatertreue
und Schutz und Herze ein.
Die irdischen Geschäfte
und alle finstern Kräfte
vertreibe durch dein Nahesein.

Dass du mich stets umgibest,
dass du mich herzlich liebest
und rufst zu dir hinein,
dass du vergnügst alleine
so wesentlich, so reine,
lass früh und spät mir wichtig sein.

Ein Tag, der sagt dem andern,
mein Leben sei ein Wandern
zur großen Ewigkeit.
O Ewigkeit, so schöne,
mein Herz an dich gewöhne,
mein Heim ist nicht in dieser Zeit.

aufmerksam, glaubhaft, kreativ

Malen mit Gebet

Neulich schleppte ich große Zeichenblöcke, Buntstifte und den Tuschkasten in die Kirche, um mich dort zum „Malen mit Gebet“ mit anderen Frauen zu treffen. Der Input zu Beginn war relativ kurz und bald richteten sich die anderen an ihren Tischen ein. Nur ich wusste nicht so richtig, wohin mit mir und was ich anfangen soll…
So begann ich, die friedliche Stimmung im Finnlandurlaub festzuhalten. Auch, weil im neuen Jahr der ausgeloste Spruch „Suche Frieden und jage ihm nach“ sein wird.
So pinselte ich vor mich hin und ließ die Gedanken schweifen…

Danach war ich erneut unschlüssig, womit ich mich weiter beschäftigen sollte, bis mir der Eindruck aus dem Gottesdienst neulich einfiel:
In der Gebetszeit zeigte Gott mir einen üppig gedeckten Tisch, der wie ein Stillleben alter Meister überquoll. So gut meint es Gott mit mir, dass er mir Leben und Segen im Überfluss schenkt.

„Vor den Augen meiner Feinde deckst du mir deinen Tisch; festlich nimmst du mich bei dir auf und füllst mir den Becher randvoll. Deine Güte und Liebe umgeben mich an jedem neuen Tag; in deinem Haus darf ich nun bleiben mein Leben lang.“ (aus Psalm 23)

Auch, wenn ich unmöglich ein derartiges Kunstwerk mal eben aus dem Handgelenk malen kann, wollte ich den Eindruck festhalten. So wuchs die sommerliche Tafel mit der Traube von rechts unten über die Mitte nach links, bis am Ende der Rosenstrauß das Festmahl komplettierte.
Zum Schluss legten wir unsere Bilder alle auf dem Boden aus und teilten miteinander Eindrücke und Deutungen, bis die Künstlerin selbst erzählte, was sie darstellen wollte.
Die Bilder und Botschaften der anderen berührten mich tief, ebenso ihre Beobachtungen zu meinen Werken. Schließlich steht nicht der künstlerische Wert im Vordergrund, sondern die innere Wirkung und Stärkung, die wir mit und durcheinander erfahren.

Verlinkt mit Creadienstag, DienstagsDinge.

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Maria vom Müll. Oder: Die Suche nach Frieden

Vor Kurzem fuhr ich zu einer Haushaltsauflösung, um dort eine hölzerne Maria vor ihrem letzten Gang in die Mülltonne zu retten. Jaaa, ich finde religiöses Bohei um „die Heilige“ Maria auch überflüssig. Zu Maria zu beten ist biblisch nirgendwo belegt und damit theologisch Bullshit, kann man also bleiben lassen.
Aber diese Maria sieht so friedlich aus. Und wenn diese Welt dringend etwas braucht, dann ist es definitiv Frieden.
Auch meine private Welt kann gern mehr Frieden abbekommen. Schließlich verhalte ich mich selbst viel zu oft alles andere als friedlich, obwohl ich mich danach jedes Mal auf´s Neue über mich ärgere und gute Vorsätze fasse. Natürlich bringt diese Maria weder Frieden noch Unfrieden, wenn ich sie auf den Esstisch stelle (lediglich mein Mann findet sie hässlich). Aber der Ausdruck dieser Handarbeit erinnert mich an den Frieden, den wir im Urlaub in Finnland erlebt haben:
Alle ließen ihre Haustür offen. Alle ließen ihr Fahrrad unbeachtet ohne Schloss am Straßenrand stehen. Alle gingen wertschätzend miteinander um. Alle ließen sich Raum zum Leben, egal, wie dieses Leben aussehen mag. Alle ließen öffentliche Einrichtungen heil. Alle sorgten sich um ein gelingendes Miteinander.
Danach sehne ich mich. Auch wenn wir in einem schönen, ruhigen Stadtteil wohnen, ist uns Deutschen dieser unbewusste, innere Friede zutiefst fremd.
Umso mehr strecken wir uns nach dem Frieden aus, den nur Gott uns geben kann. Wir uns selbst nicht, eine Maria vom Flohmarkt nicht, Weisheiten aus dem Yoga-Kurs auch nicht. Gott ist Liebe. Und Gott ist Friede. Dass er uns täglich neu damit beschenkt, ist mein Gebet.

aufmerksam, feminin, glaubhaft

Gebet für Frauen weltweit

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Schwestern-Gebet

Wir Frauen bitten dich, Gott,
um Frieden. Wir bitten dich, dass du Gewalt und Ungerechtigkeit beendest.
Wir bitten dich um Schutz für alle Mädchen und Frauen weltweit.
Wir bitten dich um eine gute Zukunft und ein erfülltes Leben für unsere Schwestern
in allen Kulturen.

Wir Frauen danken dir, Gott,
für die Hoffnung, die du uns schenkst.
Wir danken dir für dein Versprechen, dass du das Beste für uns und unser Leben bereit hälst.
Wir danken dir für die Schwestern, die mit uns unterwegs sind und uns stärken.

Wir Frauen loben dich, Gott,
und deine schöpferische Kreativität.
Wir loben deine Schönheit und deinen Reichtum, der in dieser Welt sichtbar wird.
Wir loben die Talente und Begabungen unserer Schwestern, die du ihnen schenkst.
Sie erfüllen unseren Alltag mit Freude und Farben.
Wir loben dich für unsere ganz eigenen Stärken und Fähigkeiten und sind stolz darauf.
Wir loben deine Hilfe in allem, was wir schaffen:
In der Familie, im Beruf, in Freundschaften, durch Krisen und Durststrecken.

Bitte segne uns.
Danke für deine Begleitung.
Wir loben dich.

Amen

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© Marie Krüerke

Frühblüher am Ufer der Alster

aufmerksam, feminin, glaubhaft

Aufmerksam Gutes verschenken: Inspirationen für Frauen kostenlos erhalten und weitergeben

 

Gerade habe ich einen ganzen Schwung Zeitschriften bekommen. Das christliche Frauen-Magazin JOYCE feiert aktuell sein fünfzehnjähriges Jubiläum. Alle Interessierten können beliebig viele kostenlose Exemplare zum Probelesen und Weitergeben bestellen.
Bei minimalem Aufwand (nur ein Anruf) lassen sich viele Freundinnen, Familienmitglieder und Ehrenamtliche mit einer hochwertigen Lektüre beglücken. Die JOYCE ist ein fröhliches, dynamisches Heft mit Tiefgang – meiner Meinung nach für Frauen bis Mitte / Ende vierzig geeignet.
Wer für Frauen ab vierzig passenden Lesestoff sucht, wird bei der LYDIA fündig: Eine Zeitschrift für Frauen, die in Krisenzeiten ermutigt und zum Durchhalten einlädt. In der aktuellen Ausgabe ist ein Gebet von mir veröffentlicht worden. Auch die LYDIA versendet auf Anfrage gern Ausgaben zum Reinschnuppern.

Für Gebetskreise, das Frauenfrühstück, Mutter-Kind-Gruppen oder Freizeiten: Einmal anrufen, einige Tage später das Paket in Empfang nehmen, eine Zeitschrift durchblättern und weitere Exemplare an viele Frauen verteilen. Freude bereiten und inspirieren kann so einfach sein…